mascot
pointer pointer pointer pointer

Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1

    Das Kuriositätenkabinett eines Ninjas (JRPG Challenge 2018) [2/12] [Revenant Saga]



    ~Wir wissen nicht wo die Reise hingeht, doch wir werden sie vermutlich überleben.~
    -Ein Mensch.
    ~Das Regelwerk~



    • Ich schränke mich nur auf Switch JRPGS ein. Das bedeutet um auf 12 Spiele zu kommen muss ich auch auf ein paar eher unbekannte Spiele des Genres zugreifen. Trash und Vernünftiges werden sich also vermutlich die Waage halten. Manche Titel könnten also für ein wenig Unterhaltung sorgen. ^^"
    • Ich mache keine 100% Runs, das heißt sobald der richtige Abspann des Spiels erreicht ist, behalte ich es mir vor auf das Postgame oder eventuelle Superbosse zu verzichten. Bei Spielen die aber gut sind, wird der zusätzliche Content aber mitgenommen.
    • Dann fangen wir mal an!

    ~Die Spiele~

    Titel Bild Angefangen/Beendet Wertung
    Lost Sphear Januar/Februar 7/10
    Revenant Saga Februar/ Nach 4 Sessions beendet 3/10
    Fantasy Hero -unsigned Legacy
    The Count Lucanor
    Romancing Saga 2
    The Longest 5 Minutes
    Dark Souls
    Octopath Traveller
    Das Switch Tales of Spiel ?!?!?!?!
    Dragon Marked For Death
    The World Ends With You
    Dragon Quest XI

    Wie man sieht ist das eine ziemlich bunte Mischung. Sollten manche der Titel trotz aller Erwartungen nicht 2018 erscheinen, werde ich wohl ausweichen müssen. Aber hoffen wir mal das Beste. Bin gespannt ob ich das durchziehen kann.
    Es geht mit Lost Sphear los. Mein Bericht kommt dazu aber erst Morgen. xD
    Geändert von Ninja_Exit (16.02.2018 um 09:11 Uhr)

  2. #2
    Zitat Zitat von Ninja_Exit Beitrag anzeigen
    Bestes Threadopener Bild, hands down!

    Ziemlich gute Mischung bei Dir, auch einige neuere Sachen dabei (und Dark Souls - hast Du das bisher noch nicht gespielt, oder einfach nur Bock drauf?). Auf ein paar bin ich gespannt, weil ich von denen bisher wenig mitbekommen habe. Und Longest 5 Minutes ist ne schicke Wahl.
    Geändert von Sylverthas (05.02.2018 um 23:25 Uhr)

  3. #3
    Willkommen bei der Challenge!
    Und Paint gewinnt immer!

    Patch 1.1.4 in Arbeit...!

  4. #4
    Schön dass du dabei bist! Und interessante Liste. Fast alles Spiele, an denen ich auch Interesse habe, übrigens. Romancing SaGa 2 wird wieder ein Klopper. Vielleicht nicht von der Spielzeit, aber vom System im Allgemeinen. Habe gelesen, dass man sich da einiges verbauen kann, aber gerade das Generationensystem sehr cool sein soll. Wollte es auch schon länger spielen, aber bei dem offiziellen Release bin ich am hadern, da ich nicht weiß, ob ich das Spiel ohne die Emulatorfunktionen durchhalte. Ach ja, halte dich fern vom Steam-Port, der soll ziemlich großer Müll sein.

    Fantasy Hero und The Count Lucanor kenne ich gar nicht. Aber umso interessanter. Und Revenant Saga ist ein Kemco-RPG? Auch davon wollte ich mal ein paar ausprobieren, aber bisher nicht dazu gekommen und die meisten gibt es ja eh nur fürs Handy.

  5. #5
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    The Count Lucanor kenne ich gar nicht.
    Ich weiß auch nicht wirklich was daran ein JRPG sein soll. Für mich ist das eher ein Horror Adventure, auch wenn es auf Steam ebenfalls unter RPGs zu finden ist. Ist aber durchaus ganz nett
    Geändert von ~Jack~ (06.02.2018 um 03:46 Uhr)

  6. #6
    Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
    Ich weiß auch nicht wirklich was daran ein JRPG sein soll. Für mich ist das eher ein Horror Adventure, auch wenn es auf Steam ebenfalls unter RPGs zu finden ist. Ist aber durchaus ganz nett
    Hm, auf Steam ist ja auch wirklich einiges an seltsamen Spielen unter "RPG" zu finden. D:

    Und Ninja_Exit, wie sollst du denn Demon Gaze II 2018 durchspielen, wenn du dich nur auf Switch-JRPGs fokussierst? X_x
    Sieht aber sonst ganz gut aus, bin schon sehr gespannt auf deine Berichte!

  7. #7
    Sehr unordinäre und interessante Spiele gefällt mir. Auf einiges davon freue ich mich selbst noch dieses Jahr. Wurde Dragon Quest XI eigentlich schon für die Switch angekündigt? Wenn nicht müsstest du wohl mit der 3DS Fassung vorlieb nehmen .xd
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

  8. #8
    Warum eigentlich dieses Spiel?

    Das ist ehrlich gesagt eine ziemlich gute Frage. Vom Vorgängerspiel I am Setsuna war ich eigentlich weniger begeistert. Das Scheeszenario war sehr vielversprechend doch die Dialoge, die immer gleich aussehenden Städte und das total unterfordernde Kampfsystem haben schnell für Ernüchterung gesorgt. Bei Lost Sphear war ich aber dennoch neugierig ob die Entwickler sich verbessert haben und die Thematik "Verschwinden- In Vergessenheit geraten" klang ziemlich interessant. Nun ich habe das Spiel gespielt und habe es nicht bereut.^^

    Story des Spiels:




    ~Die ersten Szenen des Spiels~

    Kanata träumt immer wieder von einer längst vergangenen Epoche. Ein alter König kämpft mit seinen Gefolgsleuten ums Überleben. Doch seine Anstrengungen scheinen Vergebens, er kann ein gewisses Unheil nicht abwenden und schaut ein letztes mal zum Mond rauf. Dann endet der Traum. Kanata versteht nicht warum er ausgerechnet immer dieses Traum immer wieder träumt. Doch der Tag muss ja dennoch weitergehen. Er gabelt in seinem Heimatdorf Elgrath seine beiden Kindheitsfreunde Locke und Lumina auf um Fischen zu gehen. Der Fischteich liegt ein gutes Stück vom Dorf entfernt, von daher dauert die Reise wohl einige Stunden, doch bis auf ein paar tollwütige, grüne Pinguine, die keine nennenswerte Gefahr darstellen verläuft die Reise relativ ereignislos. Auf dem Rückweg wird es da schon ein wenig interessanter. Das komplette Dorf Elgrath ist vom Weißen Schimmer umgeben. Das Dorf kann nicht mehr betreten werden und es sieht nicht danach aus, als ob je wieder Leben in Elgrath stattfinden könnte. Man kann noch die äußeren Umrisse der Stadt erkennen aber die Bewohner sind komplett umschlungen und verloren. Kanata hofft darauf, dass einige Dorfbewohner fliehen konnten und schaut nach ob in einer abgelegenen Holzfällerhütte jemand zu finden sei. Niemand war aber zu finden. Ahnungslos wo es nun hingehen soll, legt er sich erstmal schlafen. Im Traum sieht Kanata eine Person im weißte Schimmer umhüllt, ähnlich wie das Dorf Elgrath. Die Person instruiert Kanata wie man verlorenes zurück in die Realität holt. Dann beginnt das eigentliche Spiel.



    ~Wenn Dinge verloren gehen...~

    Die Thematik "Erinnerungen" und "Verlorenes" und wie es im Spiel integriert wurde:

    Wenn Gegenstände oder Personen nur noch weiße Silhouetten ​sind, dann gilt das in dem Spiel als "Verloren". Um verlorenes wieder zurückzuholen braucht man "Erinnerungen" die irgendeine Verbindung zum Verlorenen haben. Diese Erinnerungen extrahiert Kanata aus "Gefühlen". Das klingt erstmal ziemlich bekloppt, aber im Grunde ist es ziemlich leicht verständlich. Um an eine Erinnerung zu kommen hat man mehrere Möglichkeiten, Man kann Menschen über das Verlorene reden lassen. Verbindet die Person starke Gefühle zu dem Verlorenen Objekt oder der Person kann Kanata die Erinnerungen und die damit verbundenen Emotionen extrahieren. Je stärker die die Emotionen, desto mächtiger ist die Erinnerung und man kann das Verlorene mit Kanatas Kräften zurückholen. Spielmechanisch muss man während des Gesprächs auf blaue Wörter achten die in der Textbox erscheinen können. Mit der Y-Taste markiert man diese Wörter und lässt dadurch eine Erinnerung entstehen.

    Aber was ist wenn mal kein Mensch parat ist, der eine starke emotionale Verbindung zum Verlorenen hat? Dann muss man sich auf andere Erinnerungen verlassen. In Büchern kann man Erinnerungen finden, da die Gefühle des Autors in den Büchern anscheinend auch drin sind. In Monumenten kann man auch Erinnerungen finden. Selbst Monster können Erinnerungen haben, die man sich zunutze machen kann.

    Diese Spielmechanik zieht sich konsequent durch das Spiel und ist auch im Großen und Ganzen gut umgesetzt und ist obendrein das wichtigste Storyelement. Leider wird aus der Mechanik nicht mehr gemacht. Die benötigten Erinnerungen um in der Story weiterzukommen sind ziemlich linear verstreut. Man kann ihnen praktisch nicht aus dem Weg gehen. Dadurch wird die Mechanik leider nie komplexer. Gerade im späteren Verlauf des Spiels wären komplexere nicht lineare Routen deutlich interessanter gewesen. Ist man erstmal am Ort angelangt, wo es wichtige Erinnerungen gibt, kann man ihn meistens erst dann verlassen wenn man alle benötigten Erinnerungen gefunden hat. Dieses Händchenhalten wäre eigentlich nicht nötig gewesen und freiere Nachforschungen, wo man Erinnerungen an verschiedenen Orten finden muss werden leider nie genutzt. Dafür ist man nie großartig mit Suchen beschäftigt und dadurch hat das Spiel größenteils ein flottes Pacing.

    Erinnerungen zurückzuholen hat aber noch weitere Vorteile. Bringt man ganze Landstriche auf der Weltkarte zurück, so kann man in dem befreiten Gebiet ein Artefakt platzieren, dass einen dauerhafte Boni im Spiel verleit. Die Bonui sind recht vielseitig. Manche Artefakte sorgen für schnelleres Laufen auf der Weltkarte und andere beispielsweise für Vorteile in den Kämpfen.

    Gerade im späteren Verlauf des Spiels, warum Dinge überhaupt verloren gehen, entstehen einige, zumindest für mich, Storylücken. Klar zu Beginn war der Mond Drahtzieher des Ganzen und ließ Dinge oder Personen verschwinden, wenn diese Schädlich für den Fortbestand der Welt waren. Wenn sich Menschen aus reiner Machtgier bekriegen und mit ihren Waffen den Planeten gefährden hat er all das verloren gehen lassen, damit diese Dinge keine Gefahr mehr darstellen konnten. Da steckt noch ein Motiv hinter Später aber war ja Krom, ein paranoider Wissenschaftler an die Kraft des Mondes gekommen und hat quasi Gott gespielt. Er wollte die ganze Welt verloren gehen lassen um eine Welt nach seinen Idealen formen zu können. Da in dem Spiel der Mond eine Art allwissender Gott ist, hätte er doch wissen müssen was Krom plant und hätte in vorher verschwinden lassen können. Die größte Gefahr darf frei agieren und es wird im Spiel auch nie geklärt warum dort nicht eingeschritten wurde. Den Aspekt sollte man also ignorieren wenn man die Story genießen möchte. xD



    ~Hier sieht man wie die blauen Wörter per Y-Knopf extrahiert. Mit der gesammelten Erinnerungen wird dann die Person zurückgeholt. Auf dem 3 Bild sieht man das durch Erinnerungen hergestellte Artfakt "Magie Auge", Damit kann man die Weltkarte oben Rechts im Kästchen sehen.~

    Über das Kampfsystem und Skillsystem:

    Das Kampfsystem ist in dem Spiel gar nicht so schlecht. Es ist ein rundenbasiertes ATB-Kampfsystem, dass 2 eigene Kniffe hat. Jeder Charakter kann während es Kampfes 3 Orbähnliche Gefäße befüllen. Diese können mit dem Drücken des Y-Knopfes während der Charakter eine Aktion initiert, das Setsuna System auslösen. Man kann zunächst seinen Standartangriff damit verstärken, doch auch Skills können dadurch verstärkt werden. Skills genießen aber eine besondere Stellung im Setsuna System. Man kann diese mit gewissen "Sublementierungs-Orbs" die man an Skills koppeln verstärken. Somit kann man dem Skill Elementschaden, Buff, Debuffs oder Statusveränderungen wie Gift oder Gemach zufügen. Manche Sublementierungen haben sogar Lebensabsaugung. Nutzt man diese Verstärkung häufig, dann levelt die Sublementierung auf. Eine einzelne Sub. kann man in einem Skill meistens bis Lv 5 (Krone) verstärken und der Skill hat diese Sub. dann auch ohne diese angelegt zu haben, nun kann man noch eine andere Sub. dort einfügen, die zum Beispiel "Schlaf" hat auch noch dort einfügen. Somit hätte man beispielsweise einen Skill der nebenher noch "Schlaf" und "Gift" auslösen könnte. Man kann einen Skill meines Wissens bis zu 10 mal sublementieren, also theoretisch 10 mal einen zusätzlichen Perk zufügen oder einzelne Perks noch weiter verstärken.

    Das klingt erstmal ziemlich kompliziert ist aber in der Praxis nach den ersten Gehversuchen doch verständlich.

    Da ich das Spiel auf Schwer gespielt habe waren die normalen Gegner im Regelfall kaum ein nennenswertes Problem aber manche Bosse konnten ordentlich reinhauen und hatten interessante Strategien. Jeder Boss hat sich immer vom anderen abheben können. Hier merkt man schon, dass sich die Entwickler Gedanken gemacht haben.




    ~Frühe Szenen aus dem Kampfsystem~
    Das Pacing des Spiels:

    Im Grunde passiert in dem Spiel immer etwas und es gibt wenig Leerlauf. Die ersten 15 Stunden wird man praktisch durch einen Großteil der Welt von Lost Sphear gescheucht. Das ist gar nicht negativ gemeint, Durch die vielen Ortswechsel hat man trotz der für Rollenspiele kurzen Spielzeit das Gefühl viel erlebt zu haben. Ausserdem sind die Ortschaften recht abwechslungsreich. Es gibt Wüsten, Wälder, Tempel und manche bizzare Ortschaften usw. Die Dialoge sind in der Regel recht schlicht und stellenweise holprig geschrieben, doch man kann einen gewissen Charme erkennen, Man kann bemängeln, dass manche Storyaspekte, wie zum Beispiel manche Beweggründe der Charaktere sehr schnell abgefrühstückt werden und somit manche Handlungen viel zu gehetzt und wenig nachvollziehbar sind. Hat ein Charakter beispielsweise etwas schlimmer getan, wird der Person später recht schnell verziehen, als ob nichts wäre. Hier wäre ein wenig Ruhe und Zeit besser gewesen. Dennoch hat jeder Charakter in der Truppe seine Momente und Beweggründe und machen im Laufe des Spiels ihre Entwicklungen durch.

    Gegen Ende lässt das Tempo aber nach und man besucht einen gewissen Ort alle 5 Minuten wieder nur um später woanders hinzumüssen. Das sind nervige Stunden gewesen. Hat sich aber für das finale Dungeon und der Storyauflösung gelohnt.

    Der Truppe passiert im Laufe des Spiels eine Menge Sachen und nicht jedes Szenario hält ein Happy End parat. Scheitern gehört zur Story dazu und somit entstehen manchmal interessante Storykniffe. Auch wenn die Truppe an sich eher positiv eingestellt ist, so werden sie des öfteren mit tragischen Geschichten konfrontiert. Ein interessanter Kontrast.




    ~Einige Beispiele der unterschiedlichen Ortschaften. Manche sehen recht schön aus.~
    Fazit:

    Das Spiel hat mir deutlich besser als I am Setsuna gefallen. Das Kampfsystem ist für die, die es wollen recht fordernd, mit den Skills zu experimentieren macht Spaß. Manchmal sind die Dialoge recht holprig doch die Thematik des Spiels ist recht interessant, so dass ich darüber hinwegsehen konnte.

    Wertung 7/10
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------



    @Sylverthas & Daen: Ich weiß auch nicht warum ich das Paint Bild gemalt habe. Das war so einer dieser schwachen Momente. xD
    Dark Souls 1 habe ich tatsächlich nie gespielt. Ich habe mit Bloodbourne in die Reihe gefunden und habe dann mit Darksouls 3 weitergemacht. Bin daher auf den Ersten Teil gespannt.^^

    @Narcissu: Romancing Saga 2 wird bestimmt interessant. Es soll ja ein ähnliches freies Szenariosystem haben wie Oriental Blue, dort konnte man ja auch einigen Content verpassen. Ich glaube aber dass ich dennoch ohne Guide spielen werde und alles einfach auf mich zukommen lasse. Mal sehen wie das Spiel verlaufen wird.^^

    Revenant Saga habe ich bereits angespielt und es ist schon ein seltsames Spiel, aber dennoch unterhaltsam. xD

    @Jack: Auf der Switch wurde bei mir The Count Lucanor auch als RPG bezeichnet. Ich kenne das Spiel gar nicht, aber wenn das Spiel viele Adventureelemente hat bin ich dem dennoch nicht abgeneigt.

    @Kael: Demon Gaze II werde ich noch spielen. Werde ich aber unter "Bonusspiele" verbuchen. xD In diesem Monat aber erstmal nicht.

    @Klunky: Noch bin ich guter Hoffnung, dass Dragon Quest XI noch für die Switch erscheint. Auf den 3DS auszuweichen ist seit der Abschaffung des Miiverse für Screenshots ziemlich umständlich für die Challenge geworden. Ich müsste dann mit meinem Handy flimmrige Screenshots vom Spiel machen. xD


    Als nächstes steht Revenant Saga auf dem Plan. Ein seltsamer Cocktail aus spartanisch gefüllten RPG-Maker ähnlichen Maps und einem sperrigen und gleichzeitig flotten 3D-Kampfsystem. xD





    Geändert von Ninja_Exit (08.02.2018 um 01:44 Uhr)

  9. #9
    Sympathisches Review! Ich kann Dir auch beim Pacing voll und ganz zustimmen.

    @Wertung: Ich find es echt interessant, dass so ziemlich alle dieses Spiel recht ähnlich bewerten. Lost Sphear scheint wohl nicht zu polarisieren.

  10. #10
    Habe mir The Count Lucanor letzte Woche gekauft, nachdem ich das bei dir in der Liste sah.
    Schaute zu interessant aus und für 3,33 Euro macht man sicherlich nichts falsch.
    Now: Star Wars Jedi: Fallen Order / Done: Concrete Genie
    Now: Grünes Ei mit Speck / Done: American Horror Story Staffel 8
    Now: Chronik des Cthulhu-Mythos I Done: Descender Bd. 1: Sterne aus Blech

  11. #11


    ~Ausgezeichnet mit der goldenen Sauerkirsche 2018~

    Warum gerade dieses Spiel?

    Nun, mit einer rationalen Entscheidung hat diese Wahl des Spiels eher weniger zu tun. Ich habe im Eshop der Switch ein wenig gestöbert und habe 2 Kemco RPGs gefunden. Revenant Saga und Antigua Lost. Revenant Saga hatte aber in den Screenshots diese interessante Dissonanz von RPG-Maker Grafiken im Hauptspiel und ganz frühem 3D-Kampfsystem-Layout eines PS2-Spiels. Deswegen habe ich zugegriffen und 9 Euro konnte ich verschmerzen, wenn es sich als totaler Flop entpumpen sollte.

    Die Story des Spiels:

    Albert unser freundlicher Protagonist von Welt hat sich in einem Dorf niedergelassen, was von einer Seuche heimgesucht wird. Die Eltern seiner Freundin Anna sind schwer krank und liegen im sterben. Da passt es doch ganz gut, dass ein überhaupt nicht zwielichtig aussehender Professor Rast in der örtlichen Herberge einlegt und überall herumposaunt: "Hey, Leute! Ich kann eure kranken Leute alle wieder mit einer speziellen Medizin wieder von der Schwelle des Todes zurückholen. Alles was ihr dafür machen müsst ist in meinen kleinen Hobbykeller zu kommen um als Versuchskaninchen zu hantieren. Ich habe das Zeug nämlich nicht getestet! Aber alles wird gut!" Albert hält dies für eine gute Idee und meldet sich freiwillig für diese Tests. Während sich Albert auf den Weg macht, wird Anna von den Dorfbewohnern dazu angehalten das Dorf mit der Familie zu verlassen, da dies eine ansteckende Krankheit sei.

    Im Hobbykeller des Professors angekommen fallen Albert die rumliegenden Skellete und Handschellen, die auf dem Boden liegen nicht auf. Bestimmt nur Deko. Albert lässt sich zu einer seltsamen Testkapsel führen und muss dort einige Minuten warten, bis der Test starten kann. Neben ihn liegt noch ein anderer Testteilnehmer und sie unterhalten sich ein wenig über das schöne Wetter. Naja, eigentlich ist der Kerl ein mürrischer wortkarger Typ, der uns anscheinend nicht leiden kann. Wie unhöflich. Als der Professor zurückkommt startet das Experiment. Der Professor fängt an zu lachen und zeigt seine wahren Intentionen. Die Seuche hat er in die Stadt gebracht um naive Versuchskaninchen wie Albert in ihrer Verzweifelten Suche nach einer Medizin in seinen Keller zu locken. Eigentlich möchte der Professor nämlich Dämonen mit Menschen fusionieren um.... Sachen damit zu machen. Albert kann das Experiment nicht mehr stoppen und wird mit einem Dämon fusioniert. Er ist nun ein Revenant. Übrigens wird noch das Dorf vernichtet für den Racheplot. 2 Jahre später und einer Menge deprimierender Monologe über Selbstzweifel, rafft sich Albert auf den Professor zu suchen und zu töten.




    ~Wer hätte gedacht, dass es mal so weit kommen könnte...~


    Dialoge die so gestreckt wurden, dass Golden Sun als Light Novel zu verstehen ist:


    In diesem Spiel wird geredet. Viel geredet. Leider wird selten über die eigentliche Geschichte geredet. Kein geringer Teil des Spiels beschäftigt sich mit den elementaren Themen "Essen" und "Schlafen". Alberts Dämon stammt anscheinend von einem Saiyajin ab und muss mit einer Vielzahl an Essen bei Laune gehalten werden. Hat er genug Essen vergisst der Dämon auch zum Großteil des Spiels wie böse er doch ist und nur auf einen Moment der Schwäche seitens Alberts hofft um ihn vollständig zu kontrollieren. Was ich hier in 2 Zeilen niederschreibe wird im Spiel auf gut und gerne 20 Textboxen ausgedehnt. Nur fürs Essen. Dann fällt dem Spiel meistens auf, dass man sich so langsam um den Plot kümmern sollte und es wird wieder ewig darüber philosophiert ob man nun in den Dungeon gehen sollte um Monster zu Brei zu hauen oder nicht.

    Im Grunde lassen sich die Dialoge in 4 Segmente einteilen. Denn das Spiel hat Methode:




    • Zuerst wird das örtliche Gasthaus aufgesucht um sich auszuruhen und zu essen. Es wird viel geredet.
    • Dann geht es zur Kirche und man holt sich den Auftrag und Infos dazu ab. Obendrein gibt es eine Ortsbeschreibung zum nächsten Zielort. Die Leute in der Kirche können sich nicht kurz fassen.
    • Auf der Weltkarte geht man ein paar Schritte und eine Sequenz wird eingeleitet. Albert und seine Freunde haben hier meistens Hunger und wollen schlafen. Hier wird wieder viel geredet. xD
    • Der Zielort wird betreten: "Ja wir sind da!" "Warte, lass uns erstmal ausdiskutieren, ob wir weiter gehen sollen..." 15 Minuten später geht es weiter.


    Nichts gegen ausgeschmückte Dialoge, aber sie sind nicht gerade spannend oder irgendwie sympathisch geschrieben. In Bravely Second waren die "Ess-Szenen" im Zelt ja noch irgendwie nett" aber hier wird immer kopiert und immer das gleiche erzählt. Als wäre das Spiel nicht in der Lage Charakterentwicklung zuzulassen.

    Mit Textboxen durchlesen oder wegdrücken ist man wesentlich länger beschäftigt als mit dem Kampfsystem. xD



    ~Rot bringt das Spiel vorwärts, grün ist ein leeres Haus ohne Mehrwert. xD~


    Das Kampfsystem ist eine Kategorie für sich:

    Während die Dialoge sich Zeit nehmen ist das Kampfsystem auf Speed und obendrein so anspruchslos, dass man dafür keine Worte finden kann. Wer Kämpfe in Rollenspielen nicht mag, der ist hier bei diesem Spiel genau richtig. Schauen wir uns mal die Entwicklung des Kampfsystems während des Spiels an.


    • Autokampf: Drück X und das Kampfsystem erledigt alles für dich. Ich habe während des ganzen Spiels nichts anderes gemacht. Ob Boss oder Baum, X hilft immer, man glaubt es kaum.
    • Man levelt recht zügig und ein Level Up macht ziemlich stark
    • Nach 100 Kämpfen (5 Minuten später) kann man sich im Menüshop doppelte Exp kaufen. Das wirkt dauerhaft. Nach 100 weiteren Kämpfen kann man sich einen Verstärkungsorb leisten, der den Schaden bereits in absurde höhen schießen kann.
    • Im zweiten Dungeon findet man einen Encounterring, der das Leveln weiter beschleunigt.
    • So ab dem 4. Dungeon ist man so überlevelt, dass die Gegner einfach sterben, wenn der Kampf beginnt. Bis auf Bosse habe ich ab hier keinen Standartkampf mehr ausführen müssen, habe aber trotzdem die Exp kassiert. Sprich, der anspruchsvolle Akt des X-drückens ist von mir genommen worden. Das war schon sehr erleichternd.
    • Gegen Ende des Spiels habe ich auf einer abgelegenen Insel innerhalb von 10 Minuten von Level 105 auf Level 999 gelevelt. Weil man es kann.
    • Durchspielen und glücklich sein. xD



    ~Das sind doch schöne Werte.^^~

    Copy-Paste Städe und lieblos gestaltete Dungeons:

    Lieblos ist das Wort, dass ich am meisten Empfinde, wenn ich an Revenant Saga denke. 90% der Städte sehen gleich aus. Weiße Häuser mit grünen Dächern sind nutzlos während weiße Häuser mit roten Dächern die Story weiter bringen. Jede Stadt hat grüne Wiesen den selben architektonischen Stil. Die ersten 4 Dungeons sind auch immer ein Labor. Besiegt man den Professor kommt in der ersten Hälfte des Spiels immer ein "Sorry, Bro. Ich habe noch ein Labor! Mich kriegst du niemals!" Das Layout der Labore ist fast identisch. XD Ich habe sowas noch nie gesehen. xD

    Später kommen noch Wälder, Höhlen und .... ein Schloss hinzu. Aber das sind im Grunde Ausnahmen.

    Das Spiel hat auch Sidequests aber die sind unnütz. Die Belohnungen sind so Trivial und unnötig. Lieber im RSP-Shop im Menü den Overpowerten Kram kaufen.xD



    ~Auf höheren Stufen, sterben die Bosse mit einem normalen Angriff.~


    Fazit:


    Das Spiel hat eine sehr generische Geschichte, die unmotiviert erzählt wird und sich obendrein noch durch die Ess- und Schlafgeschichten extrem in die Länge zieht. Das Spiel hat bei mir einen Zähler von 14 Stunden aufgelistet aber es kam mir wie 80 vor. xD
    Das Kampfsystem ist selbst auf Schwer so leicht, dass das Kampfsystem am Ende die Gegner einfach killt damit man den X-Knopf nicht mehr drücken muss. Man kann den Schaden bis in den 7 Stelligen Bereich bohren, obwohl der stärkste Gegner nur 100k HP hat.
    Das Mapping ist eher zweckmäßig gedacht und man sieht kaum Mühe dahinter.

    Alles im allen kein empfehlenswertes Spiel.



    ~Und damit endet es...~

    Wertung: 3/10


    Als nächstes steht bei mir The Count Lucanor an. Ich habe es mal kurz angespielt und der erste Eindruck ist sehr positiv. Nach einer eher schlechten Erfahrung ist aber auch ein gutes Spiel von Nöten.^^

  12. #12
    Kemco Spiele scheinen ja allgemein nicht sonderlich gut zu sein. Ich habe von denen zwar nur Alphadia Genesis gespielt, aber da war halt auch alles absolut generisch, wenngleich die Kämpfe zumindest ganz spaßig waren und gute Musik zu bieten hatten. Mit 12 Stunden war es für das Genre aber ein bisschen kurz ... aber irgendwie auch viel zu lang

  13. #13
    Ungefähr, was ich von Kemco erwartet hätte. Aber trotzdem interessant zu lesen. Afaik gehört Revenant Saga auch zu den weniger beliebten Titeln. Die Asdivne-Hearts-Spiele sollen beispielsweise unter den Kemco-Spielen etwas besser sein. Ich habe Asdivine Hearts auch mal angefangen und fand den Anfang tatsächlich ganz nett. Standard-Setting und Standard-Charaktere, aber charmant geschrieben Dialoge und nette Musik. Werde ich vielleicht eines Tages wieder in Angriff nehmen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •