Badass Freakin' Administrator
Wir schreiben das Jahr 1994! Damals war die Welt noch in Ordnung und man war Dank Mystic Quest bereits mit dem Seiken Densetsu-Universum vertraut. Doch genau in diesem Jahr erwartete uns mit Secret of Mana eines der prägenden Spiele auf dem deutschen Markt! Sei es dank der Pogopuschel (die verdammt gefährlich sind) oder der großartigen Übersetzung von Claude M. Moyse, die es der Lindenstraße ermöglichte in einem Fantasy-Spiel einen Auftritt zu haben. Im Jahr 2008 erfolgte das Re-Release des Spiels auf der Virtual Console der Nintendo Wii und wenn mich nicht alles täuscht, wurde schon damals hier und da etwas an der deutschen Übersetzung geändert. Im Jahr 2010 erfolgte schließlich ein Release für Apples brandheißen iPhone, in dem die Hauptcharaktere das erste Mal in ihrem Leben richtige Namen erhielten. Es sollten sieben weitere Jahre vergehen, bevor Square Enix ein Remake ankündigte, welches schließlich Anfang dieses Jahres auf PC, PlayStation 4 und PlayStation Vita erschien. Doch von den Fans wurde es nicht unbedingt positiv aufgenommen …
- Die Story
Das Spiel beginnt an einem Wasserfall, als drei Jungs aus dem Dorf Potos die Warnungen des Dorfältesten missachten und unser Held der Geschichte – namentlich Randi – in den darunter befindlichen See fällt. Dort findet er ein rostiges Schwert in einem Stein, welches er rauszieht und dazu nutzt, wieder ins Dorf zu kommen. Doch damit nimmt das Übel seinen Lauf, denn damit hat der eine Menge Monster freigelassen. Im Dorf wieder angekommen, wird er schließlich vom Dorfältesten verbannt, den die Entfernung des Schwertes aus dem Stein und die dadurch angreifenden Monster werden von den Leuten als schlechtes Omen angesehen. Doch wie es der Zufall so will, ist ausgerechnet in diesem Moment ein alter Mann im Dorf zugegen, der unserem Helden empfiehlt das Mana-Schwert in den acht Mana-Tempeln wieder „aufzuladen“. Und so beginnt die Reise unseres unfreiwilligen Helden aus einem kleinen Dorf!
Auf seiner Reise lernt Randi das Mädchen Primm und der/die/das geschlechtslose Etwas Popoi kennen (je nach Version war Popoi ein Junge oder ein Mädchen, während in dem Remake – wenn ich das noch richtig im Kopf habe – von „them“ gesprochen wird)! Da Randi sich im Besitz des Mana-Schwertes befindet, wird die Truppe im Laufe der Geschichte vom Imperium verfolgt, welches mit ihrem Anführer Thanatos eine neue und friedliche Welt herstellen wollen! Doch da Thanatos’ Körper immer mehr verfällt, benötigt er dringend einen neuen „Wirt“, den er in Dyluck sieht (dabei handelt es sich um Primms Herzblatt). Und wie in jeder guten (schlechten) Geschichte eines jeden JRPGs, gewinnt das Böse vorerst die Oberhand und schafft es, seinen Plan teilweise durchzuführen. Doch unsere Helden wären nicht die Helden dieser Geschichte, wenn sie nicht noch ein As im Ärmel hätten und so machen sie sich auf dem Weg in die gefährliche Mana-Festung, um Dyluck zu befreien, Thanatos zu besiegen und das Mana-Biest daran zu hindern, die Welt zu vernichten. Wie sollte es auch anders sein?
- Das Gameplay
Oh boy! Fangen wir bei den guten Sachen des Remakes an, die mir ein bisschen zugesagt haben. Während die drei Hauptcharaktere im Original kaum Persönlichkeit hatten, wurden im Remake zahlreiche Gespräche in den Inns eingebaut, die die Geschichte sinnvoll erweitern und den Charakteren mehr Leben einhauchen. Doch ein Problem gibt es, denn man muss nahezu nach allen kleinen Storyentwicklungen übernachten, denn diese sammeln sich sonst an und man bekommt Gespräche von bereits lange erledigten Dungeons zu hören. Positiv ist auch die Erstellung einer japanischen und englischen Synchronfassung zu erwähnen, wenn auch die Qualität nicht unbedingt immer die Beste zu sein scheint. Besonders schade ist hierbei, dass man in der englischen Fassung auf die Originalnamen der Charaktere verzichtet hat, während man diese in der japanischen Synchronisation zu hören bekommt Eine halbe Katastrophe ist dagegen der neue Soundtrack! Halb nur deshalb, weil manche der Titel dann doch ganz gut geworden sind. Zum Glück kann man jedoch zwischen dem neuen und dem alten Soundtrack wählen! Der neue Grafikstil ist leider auch … seltsam und passt so gar nicht in die heutige Zeit und nimmt dem Spiel dann doch etwas Charme! Dass die Leute bei Square Enix zudem gar nichts am Gameplay geändert haben, fällt ebenfalls negativ auf. Dies ist veraltet und wurde meiner Meinung nach in manchen Bereichen sogar noch verschlimmert.
Das Fazit
Muss man das Remake unbedingt gespielt haben? Meiner Meinung nach jedenfalls nicht. Ich hatte mich zwar über diese neue Fassung von Secret of Mana gefreut und hatte auch meinen Spaß dabei, doch gibt es mit der Fassung auf dem SNES Classic Mini bereits eine gute Version (in dem Fall das Original) des Spiels (und 20 weitere Spiele dazu, die ebenfalls Klassiker sind!). Square Enix hätte SO VIEL besser machen können, aber hier wurde – mal wieder – sehr viel Potential verschenkt. Nun kann man nur hoffen, dass der Laden vielleicht doch mal auf die Idee kommt den dritten Seiken Densetsu-Teil zu übersetzen und die Seiken Densetsu Collection auf der Switch auch im Westen zu veröffentlichen!
Durchgespielt wurde das Spiel am 28. Februar 2018 auf der PS4!
Now I lay me down to sleep, I pray the Lord my soul to keep.
If I should die before I wake, I pray the Lord my soul to take.
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