mascot
pointer pointer pointer pointer

Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 41 bis 46 von 46
  1. #41
    Mein größter Kritikpunkt an dem Spiel (als jemand der es damals nicht gespielt hat) war dass der Core-Gameplay Loop wirklich fast immer haargenau dasselbe ist und in seiner Linearität fast nie Abweichungen zulässt, man rennt wirklich von einem Ort zum nächsten ohne sich groß mit der Geschichte davon auseinanderzusetzen (die haben sie sowieso nicht) und durchstreift dann erneut irgendeinen gleich aussehenden Dungeon mit dem eher zweckmäßigen Kampfsystem, mit tollen Rätseln.

    Also es macht schon Spaß kann aber auf Dauer ein bisschen monoton werden wegen der stagnierenden Struktur des Spielverlaufs.
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

  2. #42
    Ok, es wird auf jeden Fall Lufia 2 nach diesen zahlreichen Ermutigungen!

  3. #43
    Spiel 10: Lufia 2

    Die ersten Spielstunden haben mir sehr gut gefallen, das Dungeondesign und die dort stattfindenen Rätsel sowie das Monster/Encountersystem sind sehr vielseitig und können sich auch heute noch sehen lassen. Der Schwierigkeitsgrad ist auch ganz gut ausbalanciert, vielleicht etwas zu einfach bei den Bossgegnern, die nie eine große Herausforderung waren. Trotzdem wurde mir nach ca. 10 Stunden wieder klar, warum ich das Spiel damals abgebrochen hatte.

    Sieht man von den Rätseln ab, ist das Gameplay ansonsten leider extrem eintönig. Ich muss Klunky hier recht geben: es gibt relativ wenig Story, man rennt einfach von Dorf zu Dorf zu Dorf, kauft Ausrüstung, macht den Dungeon und zieht weiter. Die Standardkämpfe werden dann zuweilen auch etwas nervig. Ich habe das Spiel dann wirklich hautptsächlich für die Rätsel noch weiter gespielt.

    Das ist etwas Schade, da von der Story her durchaus Potential da ist. Die Rolle von Tia beispielsweise, die irgendwann einsehen muss, dass Maxim sie nicht liebt und ihrer Wege zieht: das hat mich überrascht und so etwas sieht man in Spielen doch eher selten. Oder aber auch die schöne Szene vor dem Spiegel der Wahrheit sowie das Finale des Spiels - das sind alles Ausreißer nach oben wo man sich wirklich involviert fühlt. Deswegen geben ich trotz der Monotonie noch eine Wertung über dem Durchschnitt.

    Wertung: 6 / 10

    Als nächstes spiele ich glaube ich Final Fantasy XIII-2, was ich günstig gebraucht aufgegabelt habe. Oder ich warte auf Octopath Traveller. Mal schauen.

  4. #44
    Schade, dass Dir Lufia 2 nicht so gut gefällt. Ich finde es das stärkste Spiel der ganzen Serie und die Story war zwar episodenhaft, aber dennoch sind zwischendrin immer wieder Dinge passiert, die das Interesse aufrecht erhalten haben. Dazu die liebevoll gestalteten Charaktere und die doch sehr schönen Episoden. Ich würde dem Spiel auch noch nach heutigen Maßstäben 9 Punkte geben.

  5. #45
    Spiel 11: Octopath Traveler

    Nach Xenoblade das zweite größere JRPG für die Switch, und hier hat man sich mehr bemüht einem die Spielerfahrung in kleinen Häppchen für zwischendurch zu servieren. Es gibt acht Charaktere mit jeweils vier Storykapiteln, die im Schnitt so eine gute Stunde dauern, darüber hinaus kann man noch die Oberwelt und optionale Dungeons erkunden.

    Zuerst mal das Positive: Das Spiel mit seiner "HD-2D"-Optik sieht unverschämt gut aus, quasi das Thimbleweed Park der RPGs. Und der Soundtrack kann sich auch echt hören lassen. Abseits der Technik ist das Spiel leider nur durchschnittlich. Die Geschichten sind noch mal mehr, mal weniger interessant und zumindest niemals wirklich schlecht. Leider ist das Gameplay aber im Allgemeinen ziemlich öde.

    Der gesamte Gameplay-Loop ist immer der Gleiche: Man klickt sich 15 Minuten durch ein paar Dialoge durch, mit 2 Sekunden Pause nach jeder Textbox, marschiert 15 Minuten durch den Dungeon, und kämpft dann 30 Minuten gegen den Boss. Die Dungeons sind dabei extrem uninspiriert und haben selbst die Bravely-Spiele noch mal deutlich unterboten. Es gibt nur einen Hauptpfad mit kurzen Abzweigungen zur Truhe - keine Rätsel, keine Variation. Das grundlegende Kampfgameplay mit dem Boost & Break-System erscheint anfangs noch spaßig, entwickelt sich aber im Verlauf des Spiels überhaupt nicht, weswegen die Random Encounter ab der Hälfte anfangen zu nerven.

    Die Bosskämpfe wären an sich noch recht abwechslungsreich und der interessanteste Teil des Spiels, wenn sie nicht so elendig lange dauern würden. Die Bosse haben einfach zu viele HP, was sie halt auch in den meisten Fällen nicht schwieriger, sondern nur länger macht. Und manchmal landen sie dann doch einen Glückstreffer und man darf nochmal 20 Minuten ran, weil man das Anti-Schlaf-Item nicht ausgerüstet hatte.

    Was mich am Spiel auch noch extrem stört ist, dass die unbenutzen Charaktere nicht mitleveln, sodass man gar nicht dazu ermuntert ist mal verschiedene Teams auszuprobieren (es sei denn man grindet halt gerne) und in der Hälfte der Kapitel nur drei vollwertige Mitstreiter hat. Das Jobsystem ist ganz nett und ersetzt dieses Problem immerhin teilweise, ich habe die Zweitjobs aber schlussendlich selten wirklich ausgenutzt und stattdessen jedem Charakter die gleichen überguten Support-Skills besorgt.

    Zusammengefasst bin ich sehr ernüchtert und brauche da jetzt keinen zweiten Teil von.

    Wertung: 5 / 10

    Das letzte Spiel wird wohl ein Final Fantasy, vermutlich Teil XII.
    Geändert von dasDull (30.08.2018 um 19:27 Uhr)

  6. #46
    Hmm ich weiß ich kann da nicht mitreden, aber so wie du es beschreibst hatte ich die 2. Demo von dem Spiel empfunden wo jeder Charakter-Arc trotz erzählerischer Unterschiede immer den selben Aufbau gefolgt ist. Ich bin echt am hin und her überlegen ob ich es mir noch holen soll, je mehr ich von dem Spiel höre desto weniger bin ich gewillt. Tatsächlich klingen lediglich die Bosse in dem Spiel ganz interessant, aber dafür allein geht mir das Spiel insgesamt zu lang.
    Echt schade dass man nicht irgendwie mehr aus der Prämisse des Spiels rausholen konnte, also ich war am Ende schon ein wenig ernüchtert dass es dann trotz seines eigenwilligen Stils einer viel zu typischen und zusätzlich repetetiven Spielstruktur folgt, ich hatte da auf ein kleines Baldur's Gate im JRPG Format gehofft. Dass es beim Leveldesign nicht besser wird habe ich im Hinblick auf Bravely Default sowieso befürchtet, dieser Entwickler macht seine Kulissen aber auch immer so verdammt steril und mit kaum etwas interagierbar, es ist eben ein abklappern von als interagierbar gekennzeichneten Objekten, für meinen Geschmack zu vorhersehbar.

    In letzter Zeit habe ich aber ohnehin das Gefühl dass viele auf klassisch getrimmte JRPG's an Innovationsarmut leiden, gut das mit "klassisch" in einem Satz klingt jetzt widersprüchlich, doch ich habe gerade zu der PS2 Zeiten oft das Gefühl bekommen dass man versucht hat viele der starren Spielmechaniken aufzubrechen und für etwas noch nicht dagewesenes zu sorgen, viele der Serien wie ein Final Fantasy, Breath of Fire oder Wild Arms wurden dabei experimentiell. Das sorgte zwar auch häufig für gemischte Gemüter, aber ich fand es dann doch immer wieder erfrischend, Spiele mit vollkommen eigenen Regelwerken kennen zu lernen. Man hat sich eben doch wirklich Gedanken gemacht neue interessante Spielstrukturen zu etablieren.
    Wenn ich das heute so betrachte klammert man sich doch nur allzu gerne an Genre-Standarts und modernen Spielekonventionen fest und versucht das ganze eher mit eigentümlichen Stories auszugleichen. Das bemerke ich ja dann auch bei Spieleserien die ich trotz allem immer noch schätze.

    Naja, die Pionierzeit ist eben einfach vorbei. :/
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •