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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Hmm ich weiß ich kann da nicht mitreden, aber so wie du es beschreibst hatte ich die 2. Demo von dem Spiel empfunden wo jeder Charakter-Arc trotz erzählerischer Unterschiede immer den selben Aufbau gefolgt ist. Ich bin echt am hin und her überlegen ob ich es mir noch holen soll, je mehr ich von dem Spiel höre desto weniger bin ich gewillt. Tatsächlich klingen lediglich die Bosse in dem Spiel ganz interessant, aber dafür allein geht mir das Spiel insgesamt zu lang.
    Echt schade dass man nicht irgendwie mehr aus der Prämisse des Spiels rausholen konnte, also ich war am Ende schon ein wenig ernüchtert dass es dann trotz seines eigenwilligen Stils einer viel zu typischen und zusätzlich repetetiven Spielstruktur folgt, ich hatte da auf ein kleines Baldur's Gate im JRPG Format gehofft. Dass es beim Leveldesign nicht besser wird habe ich im Hinblick auf Bravely Default sowieso befürchtet, dieser Entwickler macht seine Kulissen aber auch immer so verdammt steril und mit kaum etwas interagierbar, es ist eben ein abklappern von als interagierbar gekennzeichneten Objekten, für meinen Geschmack zu vorhersehbar.

    In letzter Zeit habe ich aber ohnehin das Gefühl dass viele auf klassisch getrimmte JRPG's an Innovationsarmut leiden, gut das mit "klassisch" in einem Satz klingt jetzt widersprüchlich, doch ich habe gerade zu der PS2 Zeiten oft das Gefühl bekommen dass man versucht hat viele der starren Spielmechaniken aufzubrechen und für etwas noch nicht dagewesenes zu sorgen, viele der Serien wie ein Final Fantasy, Breath of Fire oder Wild Arms wurden dabei experimentiell. Das sorgte zwar auch häufig für gemischte Gemüter, aber ich fand es dann doch immer wieder erfrischend, Spiele mit vollkommen eigenen Regelwerken kennen zu lernen. Man hat sich eben doch wirklich Gedanken gemacht neue interessante Spielstrukturen zu etablieren.
    Wenn ich das heute so betrachte klammert man sich doch nur allzu gerne an Genre-Standarts und modernen Spielekonventionen fest und versucht das ganze eher mit eigentümlichen Stories auszugleichen. Das bemerke ich ja dann auch bei Spieleserien die ich trotz allem immer noch schätze.

    Naja, die Pionierzeit ist eben einfach vorbei. :/

  2. #2
    Das ich am Wochenende bettlägerig war hatte immerhin ein Gutes: ich hatte endlich Zeit für Spiel 12:

    Star Wars Episode XII - The Zodiac Age

    Als großer Fan des ersten Xenoblade Chronicles fand ich es sehr interessant das Spiel zu spielen, denn man sieht dass man hier einen spirituellen Vorgänger vor sich hat, was Kampfsystem und Gameplay angeht, sogar inklusive der Chain Attacks. Das Spiel ist aus der heutigen Sicht wohl als Open Schlauch zu bezeichnen, aber zur Release-Zeit war die "offene" Spielwelt, gerade nach dem recht linearen FF10, vermutlich etwas beeindruckender. Tatsächlich ist das Spiel aber größtenteils recht linear mit einigen optionalen Gebieten am Wegesrand.

    Die Story ist relativ komplex und man wird etwas ungestüm hineingeworfen, ohne dass einem alle Details und Regeln der Welt direkt erklärt werden. Das hat mir ganz gut gefallen, da die Welt sich dadurch eher lebendig und echt anfühlt, in manchen politischen Zwischensequenzen habe ich aber auch nicht ganz durchgeblickt. Nebenbei, die animierten Zwischensequenzen sehen wirklich gut aus. Für lange Zeiten des Spiels befindet man sich aber auch einfach auf aufgedehnten Reisen zu den wenigen relevanten Orten, sodass die Story nicht zu sehr im Vordergrund steht.

    Die Charaktere sind ein gemischter Haufen: Balthier und Fran sind interessant und haben auch spannende Hintergrundgeschichten, Bash und Ashe sind so lala und Vann und Penelo bleiben sehr blass. Ich hatte nach dem Spielen von FF Tactics Advance erwartet, dass die Party auch stärker rassendurchmischt ist und man mehr über die verschiedenen Völker von Ivalice erfährt, was jedoch in diesem Spiel kaum passierte.

    Gameplaytechnisch hat das Spiel serientypisch ein Jobsystem, in dem man jedem Charakter zwei Skillbäume aufdrücken kann und führt dann für Kämpfe das sehr innovative Gambitsystem ein, mit dem man seine Mitstreiter "programmieren" kann. Prinzipiell interessant und viele Taktiken ermöglichend, allerdings führt dies auch dazu dass man, sobald einmal gute Gambits gesetzt sind, alle Kämpfe vollautomatisch ablaufen und man höchstens mal im Bosskampf eine die Gambits tauscht oder manuelle Aktionen raushaut. Das macht das Kerngameplay, welches leider fast nur aus Kämpfen besteht, doch recht eintönig (Xenoblade löst das z.B. besser durch die QTEs). Ich war hier sehr froh über die Turbofunktion des Remasters, die ich auch extensiv genutzt habe. Das Spiel ist darüber hinaus nicht wirklich fordernd, selbst die meisten Bosse besieht man ohne größere Probleme im ersten Versuch.

    Abseits der Kämpfe gibt es nicht viel zu tun: es stehen ein paar Schatztruhen in der Wildnis rum, aber das war's auch. Es gibt Jagdmissionen in denen besonders starke Monster erlegt werden müssen, diese bieten aber meist eher läppische Belohnungen. Anscheinend gibt es auch noch weitere Sidequests, für die es aber keinen Questlog gibt.

    Insgesamt hat mir das Spiel ganz gut gefallen, ohne Turbobutton hätte ich es aber nicht so gerne gespielt. FF13 hat da was das Kampfsystem angeht sinnvoller angesetzt.

    Wertung: 6 / 10

    Damit bin ich mit der Challenge 2018 durchgekommen! Das das Jahr noch ein paar Monate hat wird es wohl noch 1-2 Bonusspiele geben.

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