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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Spiel 8: Bloodborne.

    Eigentlich war ja Tales of Symphonia 2 geplant - das habe ich auch angefangen - aber dann lief der Big in Japan Sale im PSN Store und Bloodborne + The Old Hunters hat mich als letztes von mir noch verschmähtes Soulsborne-Spiel angelächelt. Somit haben wir ein weiteres Action-RPG in der Challenge.

    Bloodborne kann man kurz als schnelleres, offensiveres Dark Souls beschreiben. Hinter dem Schild verstecken ist nicht, stattdessen wird ausgewichen und ausgeteilt. Um das zu unterstützen ist das Kampfsystem weniger träge, und offensives Verhalten wird belohnt, da dadurch kürzlich eingebüßte Lebensenergie wiederhergestellt werden kann. Zudem gibt es mit der Pistole eine schnellere Version des Parier-Features, welches auch in vielen Bosskämpfen nützlich eingesetzt werden kann.

    Die zuweilen etwas sehr komplex und verworren anmutenden Systeme aus alten Demon's und Dark Souls Zeiten wurden etwas entschlackt: das Waffenupgraden ist kinderleicht und erfordert nur eine Sorte Steine, zudem können Waffen noch mit Gems infused werden. Es gibt nur noch 6 Werte zum Leveln (Leben, Ausdauer und 4 Schadensklassen), und da man sich ja meistens auf 1-2 Schadenswerte beschränkt können so deutlich mehr Punkte in Vitalität gesteckt werden (was auch bitter nötig ist, denn spätere Gegner teilen ordentlich aus und blocken ist ja nicht). Etwas konfuse Systeme gibt es immer noch (Frenzy, Insight, merkwürdige Sidequests...) aber wirklich spielentscheidend ist das nicht.

    Die Geschichte ist mal wieder sehr geheimnisvoll und wird am Ehesten noch durch Itembeschreibungen umrissen. Um ehrlich zu sein habe ich nicht so viel daraus gezogen und immer noch keinen Plan warum die Welt hier so ist wie sie ist, und wie sie funktioniert. Ich war aber noch nie so ein Lore-Fanatiker und habe mich hauptsächlich auf das Spielen beschränkt.

    Gameplaytechnisch hatte ich eine Menge Spaß mit Bloodborne und würde sagen dass es sogar das spaßigste Kampfsystem der Reihe bietet. Einige Kleinigkeiten stoßen dennoch sauer auf: Ein Estus-basiertes Heilsystem hätte mir besser gefallen, verbringt man doch so regelmäßig ein paar Minuten mit dem Farmen von Blutphiolen. Außerdem waren viele Bosskämpfe etwas enttäuschend bezüglich des Schwierigkeitsgrades. Bei jedem Souls-Teil gab es da mehrere Bosse die einem deutlich mehr abverlangt haben. Der Weise von Kos war für mich der einzige wirklich fordernde Boss im Spiel, den ich öfter als 1-3 mal probieren musste.

    Als Zusatzcontent gibt es noch die Chalice-Dungeons. Diese sind eine nette Dreingabe und eignen sich auch gut zum Farmen von Seelen oder Blutjuwelen, sind aber ästhetisch letztendlich doch sehr abwechlungsarm, weswegen ich nur 3 Stück gespielt habe.

    Insgesamt hatte ich eine Menge Spaß mit Bloodborne und würde mich über einen zweiten Teil auch freuen.
    Wertung: 9/10
    Geändert von dasDull (16.05.2018 um 11:30 Uhr)

  2. #2
    Mit Bloodborne verbinde ich die Zahl 43.
    So viele Sekunden haben nämlich die Ladezeiten benötigt, was nach Dark Souls einer Zumutung gleichkam.
    Ansonsten ist Bloodborne ein tolles Spiel und für mich das fünfte Playstation 4 exklusive Spiel, wofür sich die Konsole lohnt.
    Now: Donkey Kong Bananza / Done: Metroid Prime 4: Beyond
    Now: One Piece Staffel 2 / Done: Stranger Things Staffel 5
    Now: John Constantine - Hellblazer, Bd. 1: Hölle auf Erden / Done: Titans: Bd. 1: Die Rückkehr von Wally West
    RPG-Challenge 2026 / Now: Prince of Persia: The Lost Crown

  3. #3
    Kann es sein, dass die das mal durch einen Patch verbessert haben? Die Ladezeiten waren schon spürbar, und gerade beim Farmen nervig weil man zum Respawnen der Gegner zwei mal teleportieren musste. Aber gefühlt waren das eher 20 Sekunden.

    Vielleicht kam es mir aber auch nur so vor, weil die Souls-Spiele einen ohnehin zu einer Engelsgeduld erziehen.

  4. #4
    Würde mich nicht wundern.
    War damals einer der größten Kritikpunkte und habe Bloodborne selber kurz nach Release gespielt.
    Wie lange geht eigentlich The Old Hunters und was hast du im Sale bezahlt?
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  5. #5
    5 Euro extra für The Old Hunters, fand ich angemessen da der DLC mit ca. 8 Stunden durchaus recht umfangreich ist. Es gibt 2 große und ein kleines neues Gebiet sowie 4 Bosse, wovon der letzte für mich mit Abstand der härteste im Spiel war.

  6. #6
    Ich hatte mit den Bossen in Bloodborne besonders zu Beginn teils richtige Probleme, wenn man nen Adeligen zu Beginn nimmt, der mit Blutfärbung einen Fokus auf einen absolut nutzlosen Statuswert für lange Zeit im Spiel hat, muss man schon übelst einstecken, nicht zu vergessen der Dandy Stock, der zwar in den Leveln und mit seiner Reichweite echt gut ist (und einfach mal die coolste Waffe im Spiel ist) aber bei den Bossen nicht sonderlich viel austeilt.
    Von solchen Faktoren hängt dann schon sehr stark der Schwierigkeitsgrad des Spiels ab, weswegen für mich Bloodborne allein von den Bossen (die Level waren mit den zu hohen Maximum an Blutphiolen einfach) und den Fakt dass man zu Beginn schnell seine Blutphiolen aufbrauchen kann, mit das unbarmherzigste Spiel.
    Bluthungrige Bestie ist wirklich mit einer der agressivsten und gefährlichen Gegner wenn die Statuswerte deinen ebenbürtig sind. Gewisse Gegner wie Ludwig werden mit Sägewaffen auch zu einen Witz, nur muss man das erst mal wissen.

    Ich kann also sagen, wie schon bei den Souls Spielen ist der Schwierigkeitsgrad von sehr vielen Faktoren abhängig weswegen das Spiel von viel zu leicht zu sau schwer jedes Spektrum abdecken kann, es bleibt (leider) nicht einheitlich.

  7. #7
    Spiel 9: Tales of Symphonia: Dawn of the New World

    Auf die Fortsetzung war ich gespannt, denn Tales of Symphonia auf dem Gamecube war eines der ersten Rollenspiele, die ich gespielt habe und dementsprechend schwingen da auch verklärte Erinnerungen mit. Dank mittelmäßiger Wertungen habe ich den zweiten Teil damals aber übersprungen, und tatsächlich verpasst man da nicht so viel.

    Die ersten 10-15 Stunden dümpeln unglaublich lahm vor sich hin. Die Stärke des ersten Teils - eine packende Story mit tollen Charakteren und vielen Wendungen - vermisst man hier schmerzhaft. Emil und Marta haben nicht die gleiche Klasse wie die Besetzung des Vorgängers, besonders am Anfang ist Emil einfach nur ein Lappen und Marta eine unerklärlicherweise anhängliche Nervensäge.

    Dafür hat man die Schwächen aus dem Vorgänger leider übernommen - das Kampfsystem ist doch größtenteils Knöpfe malträtieren und es gibt einfach zu viele Kämpfe, welche die Dungeons etwas in die Länge ziehen. Schade ist auch dass man nur 2 feste Charaktere hat - der Rest der Party wird mit Gastcharakteren aus dem ersten Teil besetzt, die aber nicht aus eigener Kraft gelevelt oder ausgerüstet werden können. Alternativ kann man auch im Pokemon-Stil Monster fangen, trainieren, entwickeln und als Nebencharaktere einsetzen. Dieses System ist aber reichlich mystisch, besonders was die Evolution angeht (wie oft kann man Monster entwickeln? Welche Voraussetzungen gibt es? Oh Mist, ich habe mich einmal verklickt und mein Level 80 Fenrir ist wieder ein Level 1 Wolf!?) und daher eher so lala.

    Ab der Hälfte etwa nimmt das Spiel aber an Fahrt auf. Dies liegt zum einen daran, dass mit Sheena und Zelos endlich mal spaßige Charaktere in die Party kommen und die Stimmung etwas aufheitern. Zum anderen wird die Rahmenhandlung um Emil auch endlich interessanter und es gibt einige Twists. Auch wenn einiges immer noch unlogisch ist (Emils Zieheltern, Lyods Verhalten...) ist die zweite Hälfte viel unterhaltsamer als die erste und rettet das Spiel noch über die Unzulänglichkeiten hinweg.

    Wer sich das Spiel geben möchte, dem sei vorher das intensive Studium der Anleitung zu empfehlen, denn es gibt essentielle Spielfeatures, wie z.B. das anwenden der ultimativen Spezialattacke oder das Belegen des Steuerkreuzes mit Zaubern anderer Charaktere, welche das Spiel einem leider nicht erklärt, und welche in den Menüs auch sehr versteckt sind. Außerdem sind die Voraussetzungen für das Erreichen des guten Endes total willkürlich (man darf sich z.B. im Blitzdungeon maximal 13 mal von den Blitzen treffen lassen. Ohne dass es natürlich im Spiel auch nur einen Hinweis darauf gäbe. WTF?). Aber immerhin muss man sich schon anstrengen um die Voraussetzungen zu verhauen. Trotzdem ist sehr fraglich, was sich die Entwickler dabei gedacht haben - eine Frage die man sich im Spiel leider etwas zu oft stellen muss.

    Wertung: 6/10

    So, halbes Jahr rum, schon 9 Spiele geschafft. Ich bin recht zuversichtlich, dass ich mit der Challenge durchkomme.
    Im Moment habe ich in meinem 3DS-Backlog noch Etrian Mystery Dungeon und Persona Q, habe aber gerade nicht so viel Lust auf Etrian Odyssey. Daher spiele ich vielleicht erstmal wieder einen SNES-Klassiker. Lufia II hätte ich zum Beispiel Lust drauf, das hatte ich mal angefangen aber nie beendet.

  8. #8
    Zitat Zitat von dasDull
    Lufia II hätte ich zum Beispiel Lust drauf, das hatte ich mal angefangen aber nie beendet.
    Es lohnt sich!

  9. #9
    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    Es lohnt sich!
    Genau das!
    Definitiv eines der Spiele die man wenigstens mal angespielt haben muss.

    Patch 1.1.4 in Arbeit...!

  10. #10
    Zitat Zitat von dasDull Beitrag anzeigen
    Lufia II hätte ich zum Beispiel Lust drauf, das hatte ich mal angefangen aber nie beendet.
    Spiel es!

  11. #11
    Lufia II ist ein wahres Meisterwerk. Wenn du die Möglichkeit hast, es zu spielen, spiel es.

  12. #12
    Mein größter Kritikpunkt an dem Spiel (als jemand der es damals nicht gespielt hat) war dass der Core-Gameplay Loop wirklich fast immer haargenau dasselbe ist und in seiner Linearität fast nie Abweichungen zulässt, man rennt wirklich von einem Ort zum nächsten ohne sich groß mit der Geschichte davon auseinanderzusetzen (die haben sie sowieso nicht) und durchstreift dann erneut irgendeinen gleich aussehenden Dungeon mit dem eher zweckmäßigen Kampfsystem, mit tollen Rätseln.

    Also es macht schon Spaß kann aber auf Dauer ein bisschen monoton werden wegen der stagnierenden Struktur des Spielverlaufs.

  13. #13
    Ok, es wird auf jeden Fall Lufia 2 nach diesen zahlreichen Ermutigungen!

  14. #14
    Spiel 10: Lufia 2

    Die ersten Spielstunden haben mir sehr gut gefallen, das Dungeondesign und die dort stattfindenen Rätsel sowie das Monster/Encountersystem sind sehr vielseitig und können sich auch heute noch sehen lassen. Der Schwierigkeitsgrad ist auch ganz gut ausbalanciert, vielleicht etwas zu einfach bei den Bossgegnern, die nie eine große Herausforderung waren. Trotzdem wurde mir nach ca. 10 Stunden wieder klar, warum ich das Spiel damals abgebrochen hatte.

    Sieht man von den Rätseln ab, ist das Gameplay ansonsten leider extrem eintönig. Ich muss Klunky hier recht geben: es gibt relativ wenig Story, man rennt einfach von Dorf zu Dorf zu Dorf, kauft Ausrüstung, macht den Dungeon und zieht weiter. Die Standardkämpfe werden dann zuweilen auch etwas nervig. Ich habe das Spiel dann wirklich hautptsächlich für die Rätsel noch weiter gespielt.

    Das ist etwas Schade, da von der Story her durchaus Potential da ist. Die Rolle von Tia beispielsweise, die irgendwann einsehen muss, dass Maxim sie nicht liebt und ihrer Wege zieht: das hat mich überrascht und so etwas sieht man in Spielen doch eher selten. Oder aber auch die schöne Szene vor dem Spiegel der Wahrheit sowie das Finale des Spiels - das sind alles Ausreißer nach oben wo man sich wirklich involviert fühlt. Deswegen geben ich trotz der Monotonie noch eine Wertung über dem Durchschnitt.

    Wertung: 6 / 10

    Als nächstes spiele ich glaube ich Final Fantasy XIII-2, was ich günstig gebraucht aufgegabelt habe. Oder ich warte auf Octopath Traveller. Mal schauen.

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