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  1. #321
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    @Rusk

    Wie viele Stunden hast du bereits investiert?
    Habe selber meine 5 Std. benötigt und kann es manchmal sehr langatmig sein.
    Solltest du darüber längst hinaus sein, greifen hier meine letzten beiden Sätze vom Fazit.
    Disco Elysium, ist halt sehr speziell und wirklich zur Hälfte ein Point-&-Click-Adventure.

    Was Disco Elysium für mich so besonders macht ist denke ich die Art, wie es an den Spieler herangetragen wird.
    Es ist einfach so komplett durchgeknallt und anders als viele andere RPGs und obwohl die meisten Quests total ausschweifend sind und eine Menge Quatsch geredet wird, wo man sich echt an die Stirn packt mit einem zwinkern, kommt das trotzdem oder gerade deswegen so gut rüber für mich.
    Puhh keine Ahnung, es waren nicht viele. Vllt. 2-3h. Mom. hab ich es zur Seite gelegt, wenn man mein Backlog aufs kleinste geschrumpft ist und ich nix besseres zum Zocken habe, werde ich einen neuen Versuch starten. Ich hoffe es wird halt kein Divinity OS 2.0, wo ich fast 10 Versuche gebraucht habe.

    Was lustiges aber nebenbei: Ich zocke nun auch Dragon Quest 11 in der S Edition und bin so wie du deutlich euphorischer als noch in der Ursprungsfassung. Hätte ich echt nicht gedacht, aber die Änderungen stehen dem Spiel echt gut und bisher macht es viel Laune. Der Orchester-OST hat bei mir trotzdem zu Ohrenbluten geführt, aber durch die Umstellung auf den OST von Dragon Quest 8 ist es viel angenehmer. Die Musik ist sooo viel besser, als diese Shit-Musik von DQ11. Gilt leider nur außerhalb des Kampfes, aber naja.

  2. #322

    Dragon Quest XI S & Darksiders Genesis

    Dragon Quest XI S: Streiter des Schicksals - Definite Edition - Wibbly-Wobbly, Timey-Wimey.
    Vom 27.06.2021-15.07.2021 - Fortschritt: Stunde 32-77.

    Wollte schon längst was zu DQXI getippt haben, aber dann hat LittleChoco bereits dermaßen viel dazu geschrieben, dass ich mich jetzt kurzhalten werde.
    Nach der ersten große Wende innerhalb der Geschichte ist DQXI genauso geblieben wie erwartet.
    Ein klischeehaftes und trotzdem sehr gut erzähltes Abenteuer mit einer äußerst sympathischen Truppe, wovon schlussendlich Hendrik & Serena sich mit ihrer Charakterentwicklung in mein JRPG-Herz (ja, das existiert noch) geschlichen haben.
    Wirklich großes Kino wie jeder seine Momente bekommt und gerade der stark vorhandene optionale Kram kann sich sehen lassen.
    An jeder Ecke lässt sich was entdecken und dabei kommen manche Gegner zum Vorschein, die ein gut was abverlangen.
    Ich musste später öfters ein wenig leveln, denn der Endboss hat mich beim ersten Anlauf in den Boden gerammt.



    Und da wären wir nämlich beim nächsten Abschnitt und zwar der Endboss.
    Ich mag wie das Spiel mit Hagrimor endet, da die Truppe durch den Tod von Vanessa stärker zusammensteht und man sieht, es geht eben nicht immer alles gut aus.
    Besonders für Serena war das vom Vorteil und wird sie vom grauen Mäuschen zur absoluten Sympathieträgerin.
    Wenn dann Hendrik sich als Bodyguard vom Lichtträger gibt, dem die Reue ins Gesicht geschrieben steht, macht das gleicht doppelt Spaß Hagrimor die Fresse zu polieren.
    Danach wird es nur etwas komisch mit der bereits angedeuteten Zeitreise.
    Ich mag das Thema Zeitreisen an sich zwar, nur gab es davon in letzter Zeit für mich ausreichend Input (Synchronic, Loki, M.O.D.O.K. & Trollhunters) und gerade in DQXI kommt dieser Aspekt hinzu, dass es den ernst der Lage, den man zuvor erschaffen hat, zu sehr abfedert.
    Auch das nur der Lichtbringer sich an alles erinnert ist ein wenig befremdlich.
    Die anderen sagen zwar ständig manche Situationen kommen ein bekannt vor, doch auf den Punkt bringt man all das nicht.
    Dafür macht es umso mehr Spaß zu sehen wie die Welt sich entwickelt, wenn Hagrimor nicht mehr ist und Khalasmos als eigentliches Übel in den Mittelpunkt rückt.
    Das letzte Drittel hält sich dennoch gut über Wasser und bringt alles zu einem runden Abschluss.


    Fazit: Der bloß solide aber bei weitem nicht mehr miese Soundtrack, der stumme Held und die hässlichen Dungeons ziehen mir die Reise zwar gelegentlich ein wenig zu sehr runter aber habe die Handlung gerne verfolgt und dank all den Anpassungen der Definitive Edition bleibt ein extrem schönes Old School JRPG übrig.
    Die Kämpfe sind flott, die Oberwelt ein Traum und breitet sich (ohne Pferd) ein gigantisches Abenteuer mit viel optionalen Kram vor ein aus, welches ich genauso sehr schätzen gelernt habe wie damals Dragon Quest VIII.
    Selbst wenn ich dafür einen zweiten Anlauf benötigte so wie eine verbesserte Version.

    Playtime: 77:18 Std.
    Stufe: 73
    Wertung:


    Die Challenge für das 60ste RPG habe ich somit erfüllt und ja, ich werde mir in Zukunft die anderen Teile auch noch geben.
    Bin gespannt wie lange ich diesmal bei Dragon Quest VII am Ball bleibe?


    Darksiders Genesis - Schreiben wir die Bibel neu.
    Vom 06.12.2019-03.08.2021 - Fortschritt: Stunde 0-17.

    Beim Backlog abarbeiten ist mir Darksiders Genesis aufgefallen.
    Angefangen 2019 und dann ist es verschwunden in den Tiefen meiner Steam-Bibliothek.

    Da ich die Geschichte der vier Reiter im letzten Jahrzehnt lieben gelernt habe und mich trotz permanenten Genrewechsel nicht abschrecken konnte, war nun also Genesis dran.
    Diesmal hat man sich ein wenig an Diablo orientiert und gleichzeitig fühlt man sich manchmal an das erste Darksiders erinnert, wenn man mit Strife & War kleinere Rätsel lösen muss und durch die Gegend hüpft.
    Denn selbst wenn man sich dem Geschehen in isometrischer Ansicht wie ein Diablo 3 gibt und durch Gegnerhorden metzelt, so bleibt es mehr ein Action-Adventure mit Skilltree.
    Habe nach Kapitel 1 selber nicht mit einer solchen Entwicklung gerechnet und sah mich vielmehr zwischen den Blutfontänen meiner Feinde stehen, als an irgendeiner Mauer baumeln, aber diese Kombination funktioniert super, selbst wenn es zuerst ein wenig ungewohnt wirkt.



    Doch worum geht es überhaupt?

    Denn stattdessen Strive wie die anderen Reiter ein Soloabenteuer erhält, hat man ihm seinen Bruder War zur Seite gestellt.
    Nötig hat es dieser Charakter zwar nicht und ist er mehr das Plappermaul von den Vieren, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat.
    Das passt außerdem gut zu seiner Ausrüstung, denn Strive ist der einzige Reiter der auf Schusswaffen setzt und so manchmal an Dante aus Devil May Cry erinnert.
    Zusammen mit Nahkämpfer War bekommen die Brüder den Auftrag Luzifers Pläne zu vereiteln, der dabei ist das Gleichgewicht zu stören.
    Klingt an sich nicht sonderlich spannend, wird aber mit jeder Stunde besser.
    Zwar erreicht man nicht die Stärke der Vorgänger, hat aber seine Momente und gibt interessante Einblicke, zu den Teilen davor.
    Schließlich spielt all das vor Teil 1, wie der Name bereits vermuten lässt.
    Das miteinander zwischen Strive & War ist dann meistens etwas angespannt, was für witzige Dialoge sorgt, während man sich durch die einzelnen Kapitel kämpft und rätselt.
    Zwischen den Kapiteln kann man sich neu ausrüsten, mit Kreaturenkerne verbessern, Fähigkeiten leveln usw.



    Was mir gut am Spiel gefallen hat ist, wie sehr man darin über Stunden versinkt.
    Jeder Ort schaut fantastisch aus, lädt zum erkunden ein und wird von einem sehr imposanten Soundtrack untermalt, der aus Herr der Ringe stammen könnte.
    Zusammen mit den coolen Gegnern, wobei die großen Brocken in Cutscenes wie in einem Comic präsentiert werden, kommt ein feiner Flow auf.
    Dabei switcht man zwischen Strife & War, die jeder für sich eine umfangreiche Auswahl an Fähigkeiten haben und macht seinen Gegnern damit das Leben zur Hölle... in der Hölle.
    Dafür fühlt sich Genesis immer wie ein kleines Darksiders an.
    Das soll gar nicht negativ gemeint sein, bloß bringt man die eigentliche Handlung damit nicht voran.

    Fazit: Ich liebe diese Reihe und daran ändert Genesis überhaupt nichts.
    Im Gegenteil, man zeigt 1x mehr wie gut man zwischen Genres jonglieren kann, selbst wenn mir hier nicht jeder zustimmen mag.
    Darksiders verbinde ich mit Abwechslung und geilem Setting, was mir in so ein Format nicht oft untergekommen ist, innerhalb neuer Marken der letzten 10 Jahre.
    Und jetzt freue ich mich weiter auf einen fünften Teil, selbst wenn ich dafür weitere Jahre für warten muss.

    Playtime: 17:22:42 Std. Std.
    Wertung:


    @Jack

    Oh, habe deinen Spoilerkasten ganz unten total übersehen, sorry.
    Aber ist genau das nicht typisch Disco Elysium?
    Alles ist so schräg und durchgeknallt, da kommt so ein belangloser Mörder der vermutlich von den Insulindian Phasmid beeinflusst wurde genau richtig.
    Ich hatte mit dieser Art Auflösung meinen Spaß, selbst wenn ich die Kritik dahinter gut nachvollziehen kann.
    Geändert von Ὀρφεύς (27.08.2021 um 21:59 Uhr)
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    RPG-Challenge 2022 / Now: Elden Ring

  3. #323
    Rein vom Interesse her: Hattest du bei DQ XI irgendwelche Abstürze?
    BITE ME, ALIEN BOY!

    Spiele gerade: Radiant Historia, Tales of Graces f
    Zuletzt gespielt: Wild Arms 2, Star Stealing Prince, E.V.O. - The Theory of Evolution
    Best games ever: Paper Mario: The Origami King, Tales of the Abyss / Vesperia / Symphonia / Legendia, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Zelda - Skyward Sword / Ocarina of Time / The Minish Cap, Kingdom Hearts 2, Dragon Quest VIII & XI, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis, Final Fantasy 6, 7, 9 & 12

  4. #324
    @LittleChoco

    Keinen einzigen.
    Das Spiel ist am PC völlig von Bugs verschont geblieben.


    Octopath Traveler - Zeit zum kotzen?
    Vom 20.03.2021-09.09.2021 - Fortschritt: Stunde 0-88.

    Wie fange ich nach der tollen Überschrift am besten an?
    Ich weiß wie:

    Eine Woche...
    Eine verdammte Woche habe ich mit optionalen Kram + leveln verbracht bzw. verschwendet und dann heute um Punkt 0:02 Uhr Galdera völlig zerpflückt, zerstört, ja, regelrecht vernichtet.
    Eine Woche in der ich das Spiel am liebsten 1000x deinstalliert hätte.
    Eine Woche wo ich mich in meiner freien Zeit geärgert habe mich noch immer damit zu beschäftigen.
    Eine Woche in der ich das Spiel aber auch aus einer anderen Perspektive kennengelernt habe und zwar aus der optionalen.
    Denn schon lange war das nicht mehr so befriedigend einen Endboss zu zermalmen, denn was man sich im letzten Drittel erlaubt hat ist nicht mehr feierlich.
    Ich mag schwierige Spiele und durch Octopath Traveler kommt man eigentlich sehr gut, ohne Leveln zu müssen.
    Sein Team pflegen und ein wenig aufpassen und man bekommt wie ich finde die leicht abgespeckte Variante von einem Bravely Default.
    Das Spiel mit den einzelnen Jobs, den vielen Fertigkeiten und wann man ein günstiges Zeitfenster für einen Bruch findet, sorgen für eine taktische Note die sich sehen lassen kann.
    Aber schwer empfand ich es bis Ende von Kapitel 4 nicht.
    Doch was man danach rausgehauen hat und sich komplett optional anfühlt, ist gelinde gesagt meist zum kotzen.
    Man streckt die Spielzeit wo es nur geht und selbst wenn man die gesamte Welt durchkämmt und ich durchaus meinen Spaß damit hatte, leveln gehört nicht dazu.
    In den letzten JRPGs wo ich vorm Boss etwas grinden musste, habe ich etwas wie Spaß empfunden (Dragon Quest XI + Bravely Default 2) aber garantiert nicht mit Octopath Traveler.
    Denn egal ob man sich im härtesten Gebiet im Spiel aufhält (Wald der Läuterung) und/oder durch Fertigkeiten + Ausrüstung mehr EXP/LBP erhält, es dauert viel zu lange.
    Gefahrenstufe 58 für das schwierigste Gebiet ist natürlich schwach und wenn maximal 2.000-2.200 EXP rausspringen, ist das vielmehr eine Zumutung.
    Warum gibt es kein Gebiet mit Gefahrenstufe 70, 80 oder 90? Damit alles länger dauert? Oder warum gibt es keinen richtigen Enddungeon, wo man speichern kann? Nein, man kloppt sich blöd durch 8 bekannte Gegner und dann kommt der Obermacker.
    Speichern? Fehlanzeige! Nicht jeder hat 2+ Std. am Stück Zeit und ist es vor allem langweilig.
    Sicher, mit der Taktik, die ich am Ende hatte, hätte ich mir bestimmt 5 Level sparen können, doch wirklich Probleme gemacht hat mir nur die erste Form.
    Die zweite habe ich auf Anhieb besiegt, wo mir glaub ich die besagten 5 Level mehr vom Vorteil waren.
    Trotzdem bleibt ein ekelhafter Nachgeschmack, denn ich habe mir von diesem letzten Part viel mehr erhofft und hätte man besser weglassen oder völlig überarbeiten sollen.
    Denn wenn ich es direkt mit meinem letzten JRPG vergleiche, wofür ich 11 Stunden weniger investiert habe, wird ein erst die Dimension bewusst, wie sehr man alles in die Länge gezogen hat.
    Dragon Quest XI hingegen war ein riesiges Abenteuer, wo immer was los war und Octopath Traveler passt da 2x rein.
    Dabei war ich irgendwo bei Stunde 54, als ich mit meinem letzten Charakter das Ende von Kapitel 4 erreicht habe.
    Und darauf folgen weitere 34 Stunden für den letzten Endgegner? Irgendwie verkehrt.
    Natürlich habe ich irgendwann lieber irgendwelche Quests gemacht und bin der perfekten Ausrüstung nachgejagt, da ich keine Lust mehr zum leveln hatte, aber es fühlt sich einfach zu gestreckt an.



    Aber kommen wir zu den guten Punkten.
    So hatte ich am Anfang die Befürchtung dieses Kapitelformat würde mir gar nicht schmecken und wirkten einige Geschichten echt lahm.
    Besonders die von Alfyn, Tressa & Ophilia sahen nach nichts aus.
    Tja, am Ende war für mich nicht eine schwache Geschichte dabei.
    Höchstens normale oder gute Stories, denn ich weiß es zu schätzen, wenn zur Abwechslung persönliche Geschichten erzählt werden, wo nicht gleich die gesamte Welt vorm Untergang steht.
    Mit Therion habe ich angefangen und fungierte dieser bis zum Ende als Gruppenführer.
    Meine Favoriten waren dennoch Olberic, Primrose & H'aanit.

    Was hingegen sich wie ein Fremdkörper anfühlte war der klägliche Versuch die Truppe als solche irgendwie in Einklang zu bringen.
    Denn man kämpft nur zusammen und innerhalb der einzelnen Geschichten hat keiner Auswirkungen auf die Handlung des jeweils anderen.
    Da bringen selbst die kleinen Dialoge innerhalb der Truppe nichts, selbst wenn diese meistens ganz witzig sind, sich dafür oft nur um die Jobklassen im Team drehen.
    Wirkt ein wenig befremdlich wenn man nichts zu berichten hat als über den eigenen Job zu labern.

    Was Octopath Traveler aber wirklich sehr gut hingekriegt hat ist zum einen der absolut geile Soundtrack und die hübsche Grafik, die mich immer an die alten SNES-Klassiker erinnert hat.
    Außerdem wird Erkundung groß geschrieben.
    Man kann relativ frei die Welt erkunden und an jeder Ecke abbiegen, einen Dungeon erkunden (die leider immer viel zu kurz ausfallen) und natürlich hoffen nicht in viel zu starke Gegner reinzustolpern.
    Auch die enorme Anzahl an Ortschaften kann sich sehen lassen.
    Jede Klimazone wird abgedeckt, man kann durch einzelne Fähigkeiten NPCs ausrauben, herausfordern, studieren usw. womit man an seltene Objekte gelangt und die vielen Quests mit lösen kann, die ein wenig Hirnschmalz erfordern.
    Denn man muss auf die Lösung selber kommen, wo man z.B. wen hinbringen oder ob man jemanden ausrauben muss.
    Erzählerisch vielleicht kein WRPG aber immer noch besser als was man sonst so in einem JRPG vorgesetzt bekommt und vor allem anspruchsvoller als Quests, wo ein sogar die Richtung vorgegeben wird.



    Fazit: Man was macht ein dieses JRPG schwer es im letzten Drittel zu mögen.
    Und so sehr mich die vielen Fehler stören, es ist deutlich besser geworden als erwartet.
    Durchhalten lautet die Devise oder man hört nach allen 8 Geschichten auf, denn das was danach kommt fühlt sich rein optional an.
    Schließlich hat keiner was im Team zu sagen wenn man vorm Endkampf steht und wirkt das so gestellt.
    Somit bleibt neben viel Licht auch eine Menge Schatten, womit man schon Spaß mit haben kann.
    Jeder der das Spiel aber völlig entnervt aus'n Fenster schmeißt darf sich von mir verstanden fühlen.

    Playtime: 88:34 Std.
    Stufe: 77
    Wertung:
    Geändert von Ὀρφεύς (09.09.2021 um 19:29 Uhr)
    Now: Horizon Forbidden West / Done: The Medium
    Now: Mixed-ish Staffel 2 / Done: Moon Knight Staffel 1
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    RPG-Challenge 2022 / Now: Elden Ring

  5. #325
    Hab auch vor einigen Tagen das Spiel beendet, nur mit dem Unterschied, dass ich mir diese eine Woche wie du sie hattest, komplett gespart habe. Nein meine lieben Freunde der Sonne, aber so etwas, was sich der Orpheus angetan hat, tue ich mir in 100 Jahre nicht an. Egal wie befriedigend der Sieg über den Boss ist, aber das ist too much. Flott nen Trainer vom Netz gesaugt und dann hats sich für mich getan. Für mich rechtfertigt kein Argument 1 Woche pures Grinding, noch dazu wo es das Spiel absichtlich einem das Leveln schwer macht. Ich hab nichts gegen "normales" Grinden, aber so was? Ne, dafür ist meine Zeit zu kostbar. Dafür habe ich einen zu anstrengenden Job und alles drumherum ist auch nicht immer einfach, da brauch ich zumindest beim Zocken meine Entspannung und Ruhe. Außerdem bietet einem das Spiel ja danach nichts mehr wirklich. 1 Woche Grinden und dann noch ein paar Zwischensequenzen-Sekunden und das wars? Das Spiel kann mich mal.

  6. #326
    Zitat Zitat von Rusk Beitrag anzeigen
    Hab auch vor einigen Tagen das Spiel beendet, nur mit dem Unterschied, dass ich mir diese eine Woche wie du sie hattest, komplett gespart habe. Nein meine lieben Freunde der Sonne, aber so etwas, was sich der Orpheus angetan hat, tue ich mir in 100 Jahre nicht an. Egal wie befriedigend der Sieg über den Boss ist, aber das ist too much. Flott nen Trainer vom Netz gesaugt und dann hats sich für mich getan. Für mich rechtfertigt kein Argument 1 Woche pures Grinding, noch dazu wo es das Spiel absichtlich einem das Leveln schwer macht. Ich hab nichts gegen "normales" Grinden, aber so was? Ne, dafür ist meine Zeit zu kostbar. Dafür habe ich einen zu anstrengenden Job und alles drumherum ist auch nicht immer einfach, da brauch ich zumindest beim Zocken meine Entspannung und Ruhe. Außerdem bietet einem das Spiel ja danach nichts mehr wirklich. 1 Woche Grinden und dann noch ein paar Zwischensequenzen-Sekunden und das wars? Das Spiel kann mich mal.
    Mein Beleid, das bedeutet dass der Moment der Erfüllung am Ende ausbleibt.

    Wenn man aber wirklich vollkommen stumpfen grind stundenlang durchführen muss, um überhaupt die Voraussetzungen mitzubringen, kann ich die Entscheidung nachvollziehen.
    Ich hatte in Strange Journey beim vorübergehenden Endboss "Mem Aleph" irgendwann auf Easy geschaltet. (wenn du es irgendwann mal nachholst Orpheus, will ich sehen dass du das auf "Schwer" durchziehst, keine Chance! Chaos-Route ist Easy-Route. )
    Es ging ums verrecken nicht, was der Boss an Vorbereitungsphase, pures Power-Creep und Glück benötigt, lässt alle bisherigen JRPG-Endbosse alt aussehen.
    In dem Zeitraum musste ich auch viel studieren, also dachte ich mir "fuck it". Anschließend habe ich aber das Spiel einfach beendet, die Motivation den Redux Enddungeon zu machen war einfach dahin.
    Solche Spiele spielt man eben schon vor allem wegen des Gameplays, wenn ich mir das einmal relativiert habe ist der Damm gebrochen, da fehlt komplett der Reiz. Schon deswegen finde ich es wichtig dass mir Spiele nicht die Möglichkeit dazu lassen, so hätte ich es vielleicht doch noch irgendwann durchgezogen, nur nicht sofort.

    Cheat-Engine zu benutzen ist ja immer möglich auf PC, aber der Weg dahin ist weit genug und dieser klare Akt des Cheatens der nicht zum Spiel gehört, müsste noch mal durch meine gedankliche "Purismus-Blockade".

    Joa man nimmt natürlich was man kriegt. Also bitte nicht falsch verstehen, ich mache es niemanden zum Vorwurf solche Optionen zu nutzen, derlei Kritik zielt immer auf die Spiele, die diesen Pfad des geringsten Widerstands so bereitwillig hergeben.
    Deswegen habe ich großen Respekt davor dass Octopath Traveller so eine wahnsinnigen Endkampf gewagt hat, ohne Kompromisse, der ist ja sehr berüchtigt und die Leute die ihn (ohne cheese) geschlagen haben berichten häufig begeistert von ihrem Erfolgserlebnis. So schafft man Stoff für Diskussionen. (was nicht heißt dass der Weg dahin nicht kritikwürdig ist)
    Geändert von Klunky (09.09.2021 um 21:38 Uhr)
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

  7. #327
    @Rusk

    Oh Gott, ich muss hinterm Mond leben.
    Ein Trainer? Runterladen? Davon höre ich heute zum ersten Mal.
    Aber gerade diese Zeitfrage ist ja der Knackpunkt.
    Mir ist meine Zeit verdammt kostbar und wäre davor das Spiel nicht so spaßig gewesen, ich hätte direkt aufgegeben.
    Aber eigentlich mag ich sehr gerne fordernde RPGs und ein "schaffe ich nicht" hat mein Stolz nicht zugelassen.
    Und egal wie nervig, der Teil, wo es um den optionalem Kram ging, haben Spaß gemacht.
    Da sind einige nette Quests mit bei und ich habe vermutlich jeden Bewohner in Orsterra beklaut.

    @Klunky

    Bin gerade am überlegen.
    Strange Journey habe ich 2015 durchgezockt.
    Und stimmt, habe die Chaos-Route genommen.
    Dort bekämpft man Mem Aleph also nicht?
    Und hast du dann von Schwer auf Easy gestellt? Gab es kein Normal?
    Habe nämlich nur das Original gespielt und weiß jetzt nicht welche Unterschiede es zu Redux gibt?
    Jedenfalls zähle ich Strange Journey mit zum besten was die Reihe je zu Stande bekommen hat.

    Der Knackpunkt in Octopath Traveler ist finde ich dieser Zeitaufwand.
    Wenn diese acht Gegner zuvor nicht wären und ein Speicherpunkt auf einen wartet, würde man viel schneller die passende Taktik erstellen und wer das nicht möchte, levelt halt vorher ohne Ende, was extrem lange dauert.
    Aber gerade dieser Zeitaufwand macht das so fies.
    Ich musste 2x das Spiel beenden.
    Nicht weil ich gegen Galdera verloren habe, sondern weil ich am nächsten Tag arbeiten musste bzw. etwas anderes vor hatte.
    Man ist halt keine 14 mehr, wo man sich die Nacht gönnt und dann im Unterricht schläft.
    Und mit der Runelord-Class hat man den halben Kampf in der Tasche, was ich erst viel später bemerkt habe, da dieser Job erst total uninteressant ausschaut.
    Bloß die letzte Fähigkeit, Balogar's Blade, haut dann so richtig rein.
    Habe ich dann mit Alephan's Enlightenment kombiniert, Armor Corrosive war generell auch nicht verkehrt und dann geht richtig die Post ab.
    Das dafür nur Cyrus in Frage kam und ich seinen elementaren Angriff vorher übelst nach oben gejagt habe, versteht sich von selbst.
    Geändert von Ὀρφεύς (10.09.2021 um 08:47 Uhr)
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  8. #328
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    @Klunky

    Bin gerade am überlegen.
    Strange Journey habe ich 2015 durchgezockt.
    Und stimmt, habe die Chaos-Route genommen.
    Dort bekämpft man Mem Aleph also nicht?
    Und hast du dann von Schwer auf Easy gestellt? Gab es kein Normal?
    Habe nämlich nur das Original gespielt und weiß jetzt nicht welche Unterschiede es zu Redux gibt?
    Jedenfalls zähle ich Strange Journey mit zum besten was die Reihe je zu Stande bekommen hat.
    Wenn du die Chaos-Route in Strange Journey beendest, kämpfst du gegen Pillar Zelenin, auf den anderen beiden Routen wartet "Mem Aleph" die Mutter der Schwarzwelt. Und Pillar Zelenin ist verglichen mit ihr... ziemlich einfach^^" Ich habe noch nie so eine extreme Spike gesehen. Es fühlt sich so an als würden zwischen dem Vulkan- und dem Illusionssektor einfach noch 2 weitere Zwischensektoren fehlen.

    Zu den Neuerungen: Redux fügt 3 neue Routen hinzu welche die Chaos-Neutral-Law Gesinnungen noch mal eine "Light" Variante bescheren (gibt ja noch die 2. Achse die in Apocalpyse fast ausschließlich eine Rolle gespielt hat)
    Es gibt einen neuen Dungeon den man optional besuchen kann, aber nicht muss, jedoch sollte, weil das Balancing neu angepasst wurde, dass man von der Levelkurve gut hinkommt. Quasi pro jeden Sektor macht man eine Etage des neuen Dungeons, ist ein bisschen so wie der Extra-Dungeon in den Etrian Odyssey Untold Remakes, falls du die kennst.
    Nach dem Endboss gibts dann ebenfalls noch einen weiteren neuen Dungeon, den ich jedoch nicht mehr gemacht habe. Ja es gibt auch einen "normalen" Schwierigkeitsgrad und der Kampf wäre darauf wohl immer noch bockschwer gewesen, doch habe ich mich zu Beginn des Spiels auf ein Setting geeinigt, breche ich dieses Setting, ist für mich die Progression sowieso dahin, das ist wie aufgeben, dann kann ich es auch auf "einfach" durchrotzen, weil "Challenge" ja offensichtlich eh kein Grund mehr war fortzufahren. Hätte ich von Anfang an auf Normal gespielt, wäre das wohl anders gewesen. kA ob das vielleicht komisch klingt.

    Naja die Neuerungen lohnen sich auf jeden Fall denke ich mal, auch Cutscenes sind an einigen Stellen anders weil sie an einen neu eingeführten Charakter angepasst werden müssen, dadurch soll aber die Story, so habe ich mir das sagen lassen, sich noch mal dichter anfühlen, weil es mehr Dialoge gibt und so zwischen der Story mehr passiert. Zudem sieht im Remake Zelenin deutlich weniger fies und gutmütiger aus, auch nach ihrer Verwandlung. Ich finde das passt besser zu ihren eigentlich pazifistischen Charakter.


    Zitat Zitat
    Der Knackpunkt in Octopath Traveler ist finde ich dieser Zeitaufwand.
    Wenn diese acht Gegner zuvor nicht wären und ein Speicherpunkt auf einen wartet, würde man viel schneller die passende Taktik erstellen und wer das nicht möchte, levelt halt vorher ohne Ende, was extrem lange dauert.
    Aber gerade dieser Zeitaufwand macht das so fies.
    Ich musste 2x das Spiel beenden.
    Nicht weil ich gegen Galdera verloren habe, sondern weil ich am nächsten Tag arbeiten musste bzw. etwas anderes vor hatte.
    Man ist halt keine 14 mehr, wo man sich die Nacht gönnt und dann im Unterricht schläft.
    Und mit der Runelord-Class hat man den halben Kampf in der Tasche, was ich erst viel später bemerkt habe, da dieser Job erst total uninteressant ausschaut.
    Bloß die letzte Fähigkeit, Balogar's Blade, haut dann so richtig rein.
    Habe ich dann mit Armor Corrosive + Alephan's Enlightenment kombiniert und dann geht richtig die Post ab.
    Das dafür nur Cyrus in Frage kam und ich seinen elementaren Angriff vorher übelst nach oben gejagt habe, versteht sich von selbst.
    Kann ich absolut verstehen, 2 Stunden straight am Stück konzentriert spielen zu müssen, ist schon richtig hardcore. Wenn das wirklich Teil der Challenge sein soll 8 Bosse vorher nochmal zu schlagen, dann sollte man mindestens eine Suspension-Save Funktion nutzen können, vermutlich ist das mit der Standby-Funktion der Switch komfortabler als auf dem PC, aber immer noch nicht perfekt. Ich finde man sollte ein Spiel zu einem beliebigen Zeitpunkt beenden können (mal Cutscenes ausgeschlossen) nur das beliebig neu laden, das sollte eben eine Design-Frage sein, aber temporäre Speicherstände die sich nach dem Laden von selbst löschen, würden die Zeitfrage definitiv klären.

    Trotzdem, 2 Stunden am Stück klingt krank aber andererseits plädiere ich ja mehr dafür dass man sich nicht gezwungen fühlen soll etwas zu machen, was man eigentlich nicht machen möchte. Daher hat Rusk wohl schon richtig gehandelt, wobei ich ihm eher geraten hätte, es einfach sein zu lassen, damit er etwas hat zu dem er zurückkehren kann, selbst wenn das erst in 20 Jahren oder nie eintreten sollte. (naja gut nicht jeder wird da wohl so wie ich ticken, bzw ich bekenne mich ja selbst schuldig in mancherlei Hinsicht)
    Dennoch Glückwunsch und Respekt dafür dass du es durchgezogen hast Orpheus, das war gewiss keine einfache Zeit, aber ich denke schon dass man stolz auf sich sein kann das gepackt zu haben, auch wenn es eine sehr monotone Tätigkeit mit involviert.


    Zitat Zitat
    Oh Gott, ich muss hinterm Mond leben.
    Ein Trainer? Runterladen? Davon höre ich heute zum ersten Mal.
    Genau so wie es ein Markt ist, dass jedes PC Spiel kurz nach Veröffentlichung direkt gecracked wird, so ist es auch ein Markt das zu jedem Spiel kurz nach Veröffentlichung irgendwelche Tools zum Cheaten erscheinen, der PC-Markt bietet da absolute Freiheit. Mit all ihren positiven und negativen Seiten
    https://www.cheathappens.com/ auf dieser Seite findest du Cheats, Hacks, Trainer zu so ziemlich jedem möglichen PC-Spiel. (für manche muss man jedoch auch bezahlen) Damit kann man sogar einfach Achievments freischalten, glaube irgendwo stand in den AGB's geschriebend dass Steam sowas nicht erlaubt, andererseits scheint man aber auch nichts deswegen zu machen, weil das nutzen genug Leute. Daher Pustekuchen.
    Geändert von Klunky (10.09.2021 um 00:44 Uhr)
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  9. #329
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Wenn du die Chaos-Route in Strange Journey beendest, kämpfst du gegen Pillar Zelenin, auf den anderen beiden Routen wartet "Mem Aleph" die Mutter der Schwarzwelt. Und Pillar Zelenin ist verglichen mit ihr... ziemlich einfach^^" Ich habe noch nie so eine extreme Spike gesehen. Es fühlt sich so an als würden zwischen dem Vulkan- und dem Illusionssektor einfach noch 2 weitere Zwischensektoren fehlen.
    Ich erinnere mich.
    Habe die sofort unangespitzt in den Boden gerammt.
    Redux fällt momentan zwar weg, weil ich keinen 3DS mehr besitze und klingt vielleicht komisch, doch ich mochte dieses unglaublich altbackene Spiel, welches sich jeden Komfort für 2009 verweigerte und zu der Zeit war bereits viel mehr drin.
    Einfach wieder ein knallhartes JRPG oder besser gesagt ein Megami Tensei ohne den Hauch von Luxus.
    Es war sperrig, fast keiner kannte es und habe mich da über 70 Std. durchgebissen ohne Sprachausgabe, schicken Charakter Portraits, höheres Tempo, anpassbare Schwierigkeitsgrade oder speichern innerhalb der Dungeons.
    Jetzt würde ich in jedem anderen Game sofort die bessere Version bevorzugen, aber vor einigen Jahren war Strange Journey exakt das, was ich nach langer Zeit brauchte.

    Etrian Odyssey, habe ich 2x versucht, liegt mir komischerweise gar nicht.
    Mag weder den Stil, noch dieses Karten zeichnen und war mir alles zu sehr 0815-Fantasy.
    Vielleicht gebe ich mir eines Tages irgendeinen neueren Teil, doch sonst bin ich nie mit der Reihe warm geworden.

    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Ja es gibt auch einen "normalen" Schwierigkeitsgrad und der Kampf wäre darauf wohl immer noch bockschwer gewesen, doch habe ich mich zu Beginn des Spiels auf ein Setting geeinigt, breche ich dieses Setting, ist für mich die Progression sowieso dahin, das ist wie aufgeben, dann kann ich es auch auf "einfach" durchrotzen, weil "Challenge" ja offensichtlich eh kein Grund mehr war fortzufahren. Hätte ich von Anfang an auf Normal gespielt, wäre das wohl anders gewesen. kA ob das vielleicht komisch klingt.
    Auf Normal wäre halt der erste Schritt gewesen, den ich gegangen wäre.
    Aber wenn man total die Schnauze voll hat und ein Spiel nur noch beenden möchte, kann ich das durchaus nachvollziehen.
    Ich habe schon Spiele aus belangloseren Gründen vom Schwierigkeitsgrad her reduziert, z.B. weil mir die Lust nach 2x krepieren fehlte.

    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Trotzdem, 2 Stunden am Stück klingt krank aber andererseits plädiere ich ja mehr dafür dass man sich nicht gezwungen fühlen soll etwas zu machen, was man eigentlich nicht machen möchte. Daher hat Rusk wohl schon richtig gehandelt, wobei ich ihm eher geraten hätte, es einfach sein zu lassen, damit er etwas hat zu dem er zurückkehren kann, selbst wenn das erst in 20 Jahren oder nie eintreten sollte. (naja gut nicht jeder wird da wohl so wie ich ticken, bzw ich bekenne mich ja selbst schuldig in mancherlei Hinsicht)
    Dennoch Glückwunsch und Respekt dafür dass du es durchgezogen hast Orpheus, das war gewiss keine einfache Zeit, aber ich denke schon dass man stolz auf sich sein kann das gepackt zu haben, auch wenn es eine sehr monotone Tätigkeit mit involviert.
    Es nagt ja leider an einen, wenn man vorschnell aufgibt.
    Gerade wenn man ein Spiel nach Monaten endlich als abgeschlossen in die Challenge aufnehmen möchte und dann immer wieder scheitert, kann man sich herausgefordert fühlen.
    Und die acht Bosse vorher dienen nämlich bloß zur Streckung der Zeit.
    Einer hält nicht extrem viel aus oder bringt einen ins schwitzen, bloß zusammengerechnet kommt es ein hoch, weil sich all das wie die reinste Zeitverschwendung anfühlt.
    Ich bin immer noch der Meinung man hätte das Spiel ab der 8ten Story ganz beenden sollen und den Spieler deutlich gemacht, dass alles danach rein optional ist.
    Denn es fühlt sich in keinem Moment wie das Ende an, da so armselig umgesetzt.

    Sagen wir es mal so, von diesen zusätzlichen 34 Stunden für das Endgame ist vielleicht die Hälfte für optionale Gegner, zusätzliche Ausrüstung und Dungeons draufgegangen.
    Da dieser Part Spaß gemacht hat, bleiben effektiv 17 Stunden grinden.
    Ist immer noch viel zu viel und wie bereits erwähnt, für mich ist Octopath Traveler ein kleines Bravely Default II.
    Denn die Konkurrenz hat doppelt so viele Jobs und somit Unmengen an Möglichkeiten mehr.
    Das steigert den Spielspaß für mich enorm, selbst wenn ich damit Octopath Traveler's Kampfsystem nicht schmälern möchte.
    Nur bei gleicher Auswahl wäre der Endboss ein Fest geworden und weil ich beide Spiele dieses Jahr gespielt habe, liegt ein Vergleich so nahe beieinander.
    Alleine die Möglichkeiten die man mit mehr Jobs gehabt hätte, geil.

    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Damit kann man sogar einfach Achievments freischalten, glaube irgendwo stand in den AGB's geschriebend dass Steam sowas nicht erlaubt, andererseits scheint man aber auch nichts deswegen zu machen, weil das nutzen genug Leute. Daher Pustekuchen.
    Ist wohl Segen und Fluch zugleich.
    Denn wenn ich nur an die sperrigen Konsolen denke, wo selbst die Savegames nicht von anderen Gamern übernommen werden können, kann das mächtig nerven.
    Weiß noch wie mir damals die PS4 abgestützt ist und dann waren 10 Stunden Horizon Zero Dawn weg.
    Am PC hätte ich da vielleicht noch was retten oder mir Hilfe, in Form von einem anderen Spielstand, holen können.
    Auf Konsole konnte ich mich nur wieder den ersten 10 Stunden widmen.
    Now: Horizon Forbidden West / Done: The Medium
    Now: Mixed-ish Staffel 2 / Done: Moon Knight Staffel 1
    Now: Trees 1: Ein Feind / Done: Gideon Falls 04: Das Pentoculus
    RPG-Challenge 2022 / Now: Elden Ring

  10. #330
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Da sind einige nette Quests mit bei und ich habe vermutlich jeden Bewohner in Orsterra beklaut.
    Wer nicht? Wenn man mal ein Spiel hat, wo das funktioniert...

    Ich muss sagen, ich kann aber deinen Ärger, was den Endboss betrifft, ein bisschen nachvollziehen - ich mein, als ich das durchgespielt habe, wurde ich ziemlich klar davor gewarnt, weswegen ich den in einem Versuch erledigen konnte. Mit dem Viehzeug, was vor dem eigentlichen Boss kam, hatte ich zwar keine Probleme, alles in drei Runden tot (Nerf Cyrus, plz), aber wenn man nicht weiß, wie man das anstellen soll, ist das Ganze schon eine harte Nummer.

    Aber Glückwunsch zum Durchspielen. Hast du die Quests für den superboss mit Guide gefunden oder einfach so? Ich musste mir ja hier Hilfe geben lassen, weil das so konfus war.

    Bravely Default 2 muss ich mir aber auch mal anschauen, wenn's vergleichbar mit Octopath ist. Irgendwann.

    Oh, und nochwas:

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Playtime: 88:34 Std.
    Da hab ich zur Abwechslung ja mal was schneller durchgespielt. Normalerweise bin ich doch so lahm.
    Geändert von Kael (12.09.2021 um 16:22 Uhr)

  11. #331

    Maneater, Flynn: Son of Crimson & Deltarune Chapter 2

    @Kael

    Die benötigten Infos welche Quests wichtig sind für den Endboss habe ich mir aus'n Internet besorgt.
    Alles andere hätte den Rahmen gesprengt.
    100 Stunden wollte ich nämlich nicht in Octopath Traveler investieren.

    Maneater - Yummy, Yummy, Menschenfleisch.
    Vom 04.10.2021-06.10.2021 - Fortschritt: Stunde 0-12.

    Mit einem Jahr Verspätung habe ich mich endlich als Bullenhai versucht und wollte in einem trashigen Hai-Game die Kultreihe Der Weiße Hai, die Show stehlen.
    Denn Maneater ist nichts anders als ein völlig übertriebenes und blutiges Gemetzel mit viel schwarzem Humor.

    Zur Story: Als junger Bullenhai möchte man sich am Mörder seiner Mutter retten.
    Die wurde nämlich von einem ziemlich bekloppten Hai-Jäger namens Scaly Pete getötet.
    Und so wird man als Hai von einem Erzähler begleitet der alles kommentiert was man so macht.
    Zum Teil kommt da der größte Unsinn bei rum und dann wieder wissenswertes über Haie, andere Tiere, Umweltverschmutzung usw.
    Parallel dazu begleitet ein Kamerateam Scaly Pete, den man nach jedem erkundeten Bereich einen Besuch abstattet.
    Die Handlung nimmt sich dabei nie ernst und nimmt jedes Hai-Klischee auf die Schippe.


    Vorher - Nachher. Da ist Digimon ein Witz gegen.

    Aber so witzig die Story auch sein mag, beim Gameplay klaut man ordentlich von Ubisoft.
    Man hat eine umfangreiche Open World die sich in verschiedene Bereiche aufteilt.
    Erst fängt man in den Sümpfen an und irgendwann gelangt man ins offene Meer.
    Dazwischen kann man seinen Sammelwahn befriedigen oder schließt immer die selben Missionen ab damit man weiterkommt.
    Töte 10 Menschen, Haie, Welse oder stelle dich den nächsten Endgegner, erkunde Höhlen, lege dich mit zig merkwürdigen Hai-Jägern an und dazwischen sammelt man fleißig neue Ausrüstung + Erfahrung und entwickelt sich damit in seiner Höhle weiter.


    Sightseeing + Fressmeile neu definiert.

    Leider fehlt es Maneater an ausreichend Angriffe.
    Klar, man ist ein Hai und einige Fähigkeiten hat man trotzdem, bloß bedient man sich an immer den selben zwei Standardangriffen.
    Das ist recht ernüchternd und wäre man hier ideenreicher gewesen, hätte man das gesamte Gameplay ordentlich aufwerten können.
    Denn an sich ist es anfangs witzig Menschen in die Tiefe zu reißen oder Fische mit seiner Flosse über die Meeresoberfläche zu knüppeln.
    Nur nach wenigen Stunden wird es langweilig.

    Fazit: Der große Vorteil von Maneater ist seine knackig kurze Spielzeit für ein Open World Spiel.
    Knapp über 12 Stunden und dafür bekommt man eine ziemlich große, hübsche Unterwasserwelt geboten, die unverbraucht wirkt und zudem spielt man einen Hai, was man dann mit viel Witz & Blut garniert.
    Da kann ich über die Schwächen im Gameplay halbwegs hinwegsehen, was bei einer Spielzeit von 20+ Stunden sicherlich anders zu beurteilen wäre.
    Alles im allen kommt hier aber ein kleines, spaßiges Open World Spiel auf einen zu geschwommen, deren Argumente bissig gut sind.

    Playtime: 12:16 Std.
    Stufe: 30
    Wertung:



    Flynn: Son of Crimson - Metroidvania die Hundertste.
    Vom 03.10.2021-07.10.2021 - Fortschritt: Stunde 0-8.

    Im Xbox Game Pass entdeckt, installiert und innerhalb weniger Tage durchgespielt.
    Flynn ist ein Metroidvania und macht eigentlich nichts besonders aber auch nichts wirklich schlecht.
    Es gibt eine böse Macht und man übernimmt die Rolle des jungen Auserwählten, der die Welt retten möchte.
    Dabei bereist man die unterschiedlichsten Orte, erlernt nach und nach neue Fertigkeiten und kann mit diesen in früheren Gebieten neue Wege erreichen.
    In einer Stadt lockt ein Sammelspiel und holt man Infos ein und das war so ziemlich alles.
    Was fehlt ist der nötige Umfang, ein Wiedererkennungswert, denn es gibt extrem viel Konkurrenz die einiges oder alles besser machen.



    Fazit: Ich spiele wirklich gerne Metroidvanias und Flynn: Son of Crimson sticht nicht aus dieser Masse hervor.
    Im Gegenteil, es verschwindet regelrecht neben den Großen im Genre, da man weder anhand des Umfangs, der Handlung oder vom OST her etwas besonderes abliefert.
    Von daher finde ich, dass es im Xbox Game Pass gut aufgehoben ist, denn mehr als 10 Euro sollte dafür keiner ausgeben müssen.

    Playtime: 8:34 Std.
    Wertung:



    Deltarune Chapter 2 - Bitte keine Fortsetzung mehr!
    Vom 14.10.2021-15.10.2021 - Fortschritt: Stunde 0-5.

    Ich mochte Undertale sehr gerne und an Deltarune Chapter 1 hatte ich vor einigen Jahren für wenige Stunden meinen Spaß, weswegen ich mich auf das kostenlose zweite Chapter wirklich gefreut habe.
    Der Humor ist zwar nicht mein Ding und empfinde Deltarune als schwächer als seinen Vorgänger, nur wer will für 0 Cent schon pingelig sein? ICH!!!

    Denn was erwartet ein in Chapter 2?
    Direkt am nächsten Morgen nach Chapter 1 verlieren Kris, Susie & Ralsei keine Zeit und nach der Schule landet unser Trio gleich in die nächste Welt.
    Diesmal befindet man sich in einer Cyber World und legt man sich mit der Queen an.
    Vorgekommen bin ich mir hier wie in Thron, was mir gar nicht passte, denn ich kann mit einer solchen Welt im diesen Universum von Toby Fox nichts anfangen.
    Es fühlt sich an wie ein Fremdkörper, der mit kleineren Geschicklichkeitsrätseln auflockern möchte und gnadenlos daran scheitert.
    Währenddessen scheint man den Humor um 100% erhöht zu haben, da selbst der Hauptgegner eine einzige Witzfigur ist.
    Ständig will man witzig sein und gibt es kaum eine ernste Szene.
    Wenn der Humor dann nicht greift, hat man schon verloren.
    Das Kampfsystem nutzt sich mit Teil 3 langsam ebenfalls ab, die Charaktere gingen mir mit ihren permanenten Liebeleien auf die Nerven, da man schon erahnen kann wo all das hinführt.
    Ein wer mit wem? Oder wie findet man Mitschüler XY? Boah ne, noch mehr Teeniedrama brauche ich wirklich nicht und überspannt Toby Fox meiner Meinung nach den Bogen bei weitem.
    Irgendwann darf man sich auch gerne mehr auf die eigentliche Story konzentrieren, die viel zu kurz kommt und sich dabei doppelt solange (im Vergleich zu Chapter 1) in die Länge zieht.
    Sogar die NPCs haben mir zu viel unnötiges Zeugs erzählt und ein Sound-Bug hat das Spiel auch noch.



    Fazit: Undertale + Deltarune haben mir damals viel Spaß bereitet.
    Deltarune Chapter 2 hat mir leider alles kaputt gemacht und kann auf eine Fortsetzung verzichten.
    Bis auf die kleinen Rätsel wollte mir nichts gefallen und frage mich ernsthaft ob es rein subjektiv ist, dass der Humor drastisch erhöht worden ist oder ist das tatsächlich so?
    Nein, mein Nervenkostüm wurde hier regelrecht auf die Probe gestellt und muss mich korrigieren, gut das hierfür kein Geld verlangt wurde.

    Playtime: 5:51 Std.
    Stufe: 2
    Wertung:
    Geändert von Ὀρφεύς (28.10.2021 um 23:38 Uhr)
    Now: Horizon Forbidden West / Done: The Medium
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  12. #332
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    und frage mich ernsthaft ob es rein subjektiv ist, dass der Humor drastisch erhöht worden ist oder ist das tatsächlich so?
    Da die Episode wesentlich länger ist, kommt hier natürlich auch viel mehr Humor zum Einsatz. Die Episode hat gleichzeitig aber auch eine sehr ernste Route zu bieten die in gewisser Weise sogar schlimmer ist als die Genocide Route von Undertale. Snowgrave Und ich bin gespannt ob sich solch alternative Routen jetzt durchs komplette Spiel ziehen werden. Wäre immerhin seltsam wenn das in dieser Episode eine Ausnahme gewesen wäre, zumal die drastische Folgen für den Rest der Story haben könnte.



    Dass die Hauptstory zu kurz kommt hat mich zwar auch ein bisschen gestört, aber dafür fand ich die Charakterinteraktionen gut gemacht. Und das Ende der Episode könnte zumindest darauf hindeuten dass die nächste eventuell ein bisschen mehr Story zu bieten hat. Weil es Toriel mit in die nächste Welt verschlagen dürfte, wodurch man eventuell ein bisschen mehr über Kris erfährt. Und selbst wenn nicht, werden laut Tobys Plan ja drei Episoden gleichzeitig veröffentlicht. Irgendwie sollte die Story also auf jeden Fall vorangetrieben werden, schon weil danach ja nur noch zwei Episoden zu fehlen scheinen.
    Geändert von ~Jack~ (29.10.2021 um 03:48 Uhr)

  13. #333
    Shin Megami Tensei V - Nahobino in der Sackgasse.
    Vom 12.11.2021-02.12.2021 - Fortschritt: Stunde 0-68.



    Lang erwartet und innerhalb von drei Wochen durchgeballert.
    Da kann es sich nur um ein Shin Megami Tensei handeln, Atlus Mittelfinger Richtung kunterbunter JRPGs.
    Diesmal aber mit einigen Änderungen, die nicht unbedingt für sich sprechen.

    Denn die Story passt auf einen Bierdeckel und selbst dafür reicht die Vorderseite völlig aus.
    Man findet sich als Schüler in einem zerstörten Tokyo wieder, lernt unterschiedliche Gruppierungen kennen, wählt irgendwann seine Route und kämpft sich von Gebiet zu Gebiet.
    In Nocturne hat man mich damals kalt erwischt mit diesem Minimalismus, wo man sich wirklich vieles durch ausprobieren (bei 8 Endings) erarbeiten musste, man zig Siedlungen aufsuchte und in dieser lebensfeindlichen Umgebung ums überleben kämpfte.
    SMTIV hat mich ähnlich gefesselt, da man mehr an die Hand genommen wird, durch den stärkeren roten Faden.
    Teil 5 wiederum ist irgendwie das Wenigste von beidem.
    Es wird ein am Anfang eine zielgerichtete Story verkauft und dann lässt man den Spieler ähnlich wie in Nocturne in die Welt fallen.
    Nur während man in Nocturne Stück für Stück die Lücken füllt, durch die bereits erwähnten Infos in den Siedlungen oder wenn man von den Scheusalen attackiert wird und man sich fragt WTF?, passiert hier überhaupt nichts nennenswertes.
    Dämonen stehen mitten auf der Karte irgendwo rum und erzählen etwas, das einzige Dorf - wenn man das überhaupt so nennen möchte - ist eine Ansammlung von einigen Dämonen, wo man nichts machen kann.
    Manchmal läuft man wirklich einen wichtigen NPC übern Weg, der dann meist 2-3 Sätze von sich gibt die ziemlich belanglos sind und Punkt.
    Erst nach so ein Gebiet kommen einige Storyfetzen hinzu und selbst die fallen mit 3 bzw. 4 Routen, die sich diesmal erst zum Ende hin entscheiden, mickrig aus.
    Die Haupthandlung um Bethel empfand ich sogar als ziemlich lahm so bleibt bloß ein netter Anfang und ein imposantes Ende.
    Natürlich hat die Reihe mit Wiederholungen zu kämpfen, nur hat Atlus sich mit den beiden Vorgängern meiner Meinung nach mehr Mühe gegeben, damit man halt nicht zu identisch wirkt.

    Was dem Spiel zusätzlich mehr geschadet hat sind die Persona Vibes.
    Ehrlich, was sollte das???
    Man eckt an einen Schulalltag an und lässt das direkt wieder fallen.
    Trotzdem muss jeder in Schuluniform rumrennen und wird ein auf Social Link gemacht, dabei kennt man seine Klassenkameraden wenig bis gar nicht und lernt man diese auch nicht viel besser kennen.
    Da bringen die überaus kurzen Dialoge auf dem Dach im Wohnheim absolut nichts und bedient man sich hier mehr an Persona.
    Somit macht SMTV exakt den selben Fehler wie zuvor Persona 5 und zwar kopiert man zu sehr von den starken Vorgängern/Ablegern.



    Die größte Neuerung dürften die riesigen, offenen Gebiete sein, in denen man regelrecht reingeworfen wird und verabschiedet man sich damit fast gänzlich von den klassischen Dungeons, was viele freue dürfte, da diese immer so abwechslungsarm waren.
    Leider sind die einzelnen Gebiete extrem groß und genauso eintönig.
    Hier muss jeder für sich entscheiden was ihm lieber ist?
    Vier offene Gebiete, wo man locker jeweils 15 Stunden investieren kann oder stattdessen ein duzend Dungeons erkunden von jeweils wenigen Stunden Spielzeit?
    In den ersten 30 Stunden hätte ich mich für die offene Welt entschieden, da es etwas völlig neues innerhalb der Reihe ist und erst gut funktioniert.
    Man kann Mimans für Glorie & Objekte abklappern, Quests antreten oder einfach jeden Winkel nach neuen/stärkeren Dämonen durchkämmen.
    Die zweite Halbzeit habe ich mir dann die klassischen Dungeons zurückgewünscht, da viele eintönige Dungeons für mich mehr Abwechslung bedeutet.
    Hatte früher aber nie Probleme mit den Dungeons, was glaube ich gerade viele in Strange Journey gehasst haben.


    Bester Verkäufer überhaupt.

    Der wahrscheinlich größte Pluspunkt ist für mich aber das Kampfsystem mit seinem coolen OST (außerhalb der Fights ist der dann nicht mehr so super) plus das hinarbeiten auf sein perfektes Team.
    Wieder ist man am verhandeln, leveln, fusionieren und wirkten auf mich besonders die Verhandlungen viel frischer als alles was Atlus zuvor serviert hat.
    Sogar kleinere Dialoge zwischen den Dämonen finden statt (wenn z.B. die Mythologie übereinstimmt) und sorgen für ein Grinsen.
    Das Kampfsystem allerdings haben gerade Kenner vermutlich schnell durchschaut, denn auf Normal war bis zur Mitte des zweiten Gebiets das Spiel fordernd.
    Danach hatte ich bis kurz vorm Ende des letzten Gebiets wenige bis gar keine Probleme mit irgendeinen Kampf und habe fast alle Quests abgeschlossen.
    Ich würde den Schwierigkeitsgrad von daher als fordernd bezeichnen.
    Man kommt wirklich gut durchs Spiel, war finde ich in SMTIV aber nicht anders.
    Dennoch ist das immer noch um Längen anspruchsvoller, als was die Konkurrenz so abliefert und kann man sich ein so vielseitiges Team heranzüchten oder Wunder, also Vorteile im Kampfsystem erlernen, Skills & Resistenzen von erworbene Dämonen-Essenzen übernehmen und, und, und.
    Hier entsteht alles zusammen genommen ein harmonischer Pool aus Möglichkeiten, womit man sich viele Stunden beschäftigen kann.

    Mein größter Kritikpunkt ist aber wie schlampig SMTV auf Nintendos Switch läuft.
    Framerate ist eine Katastrophe & Kantenflimmern so wie Pop-ins sorgen für Kopfschütteln.
    Hier besser in Zukunft auf ein anderes System setzten, aber wenigstens sind die Ladezeiten kurz bzw. pro Gebiet gar nicht vorhanden.



    Fazit: SMTV erinnert mich an Xenoblade Chronicles X damals für die Wii U.
    Man wartet jahrelang auf eine Fortsetzung seiner geliebten JRPG-Reihe und eigentlich wird man nicht enttäuscht, da man mit Freude Stunde um Stunde ins Spiel investiert.
    Das Spielprinzip ist viel offener als in den Vorgängern, man kann sich austoben, Dämonen fusionieren und immer weiter an das perfekte Team arbeiten.
    Stil, OST oder das Kampfsystem wissen immer noch zu gefallen, leider musste anscheinend die Handlung dran glauben.
    Interessanter Anfang, ungemein blasser Mittelteil und ein nettes Ende.
    Mehr kommt da nicht bei rum, was auch für die NPCs gilt, die bestenfalls nerven.
    Da haben mich SMTIII-IV mehr angesprochen oder verglichen mit einem Digital Devil Saga 1-2 (ja, fieses Beispiel) ist die Handlung sogar ein schlechter Scherz.
    Also ja, SMTV ist ein geiles JRPG, nur nicht der große Wurf den ich erwartete.
    Dafür steht sich die Story und besonders der immer gleiche Ablauf der einzelnen Routen - wie in fast jedem Ableger - zu sehr selbst im Weg.
    SMTVI darf in einigen Jahren gerne die neue spielerische Freiheit von V, den Umfang der einzelnen Routen von III & den Story-Fokus von IV vereinen.
    Zusätzlich dringend diese Persona Vibes ausmerzen und es auf ein potentes System veröffentlichen, denn sonst zocke ich lieber erneut mein Serien-Liebling Nocturne zum 3x durch.



    Pro:

    + Umfangreiches JRPG
    + Ordentlicher optionaler Content
    + Deutsche Untertitel
    + Geiler Artstyle
    + Forderndes Kampfsystem
    + Cooler Soundtrack

    Contra:

    - Dünne Handlung
    - Schwache NPCs
    - Endings serientypisch identisch
    - Da'at auf Dauer eintönig
    - Switch völlig überfordert
    - Persona Vibes

    Playtime: 67:57 Std.
    Schwierigkeitsgrad: Normal
    Miman: 130
    Level: 84
    Ende: Destroy the Throne Was anderes kam nicht in Frage!
    Wertung:
    Geändert von Ὀρφεύς (03.12.2021 um 20:42 Uhr)
    Now: Horizon Forbidden West / Done: The Medium
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    Now: Trees 1: Ein Feind / Done: Gideon Falls 04: Das Pentoculus
    RPG-Challenge 2022 / Now: Elden Ring

  14. #334
    Irgendwie klingt das Game wie mein größer Albtraum: Open World Abschnitte mit minimalster Story und nervigen NPCs (obwohl sie kaum Screentime haben? Wie geht das überhaupt ).

    Zitat Zitat
    Vier offene Gebiete, wo man locker jeweils 15 Stunden investieren kann oder stattdessen ein duzend Dungeons erkunden von jeweils wenigen Stunden Spielzeit?
    Geht nicht auch einfach... ne gute Mischung?^^°
    Erinnert mich gerade hart an BotW, wo sie ordentliche Dungeons fast komplett rausgestrichen haben und die Open World in den Vordrgrund zu rücken. Klingt so, als hätte das Spiel aber auch noch das Problem, dass die Abschnitte selber nicht mal Vielfalt bieten, was für mich wie ein KO Kriterium klingt. Vielleicht... irgendwann, wenn ich den Rest der Reihe durchhabe, widme ich mich dem Titel (in der Erwartung, dass ich darüber übelst ragen werde xD).
    Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 20xx): Tales of Zestiria; Tales of Arise; Omori; Scarlet Nexus; Ys VI; Code Vein; Landstalker; AI - Somnium Files; Zanki Zero


  15. #335
    @Jack

    Spoiler klingt zwar interessant, leider finde ich die Umsetzung solcher Szenen im Spiel nicht glaubwürdig genug.
    Erst recht nicht wenn man das ganze Kapitel über rumalbert.

    @Sylverthas

    Wenn du Sand magst, dann magst du auch die Open World von SMTV.


    Tales of Arise - Spieglein, Spieglein.
    Vom 03.11.2021-12.12.2021 - Fortschritt: Stunde 0-54.

    Nach einigen Unterbrechungen habe ich mich gezielt die letzten zwei Wochen mit Tales of Arise beschäftigt.
    Der Anfang war wie bereits erwähnt leicht unglücklich und hat mich relativ nüchtern daran erinnert, wie unspektakulär Tales sein kann.
    Und mit Cyslodia hat man zwar eine weitere öde Map abgeliefert, doch das Kampfssystem bockt erst - und besonders bei den Lords - ordentlich.
    Überall knallt es, man haut Boost-Angriffe der Charaktere raus, um Angriffe im richtigen Moment zu unterbrechen oder zu parieren, leider trügt der Schein.

    Meinen Höhepunkt hatte ich vermutlich in Elde Menancia & Mahag Saar.
    Die aufpolierte Grafik kommt gut zur Geltung, mit jeden neuen Charakter kommt eine weitere Neuerung im Kampfsystem hinzu und lassen sich diese gut steuern.
    In keinem anderen Tales habe ich mich an andere Charaktere bedient, doch in Arise kann das zum Vorteil sein.
    Gerade mit Shionne, wenn man auf Abstand gehen muss.
    Der dritte Lord hat mir passend zum gelungenen Gebiet selbst auf normal gut was abverlangt.
    Endlich kein stumpfes Gekloppe mehr und dann diese Effekte, wow.
    Dann jedoch bröckelt langsam die hübsche Fassade.
    Plötzlich kämpft man mit der 5 Version des selben Gegners, die Wachen sehen alle gleich aus und sogar Bosse werden als Gegner recycelt.
    Und somit steht sich das Kampfsystem selbst im Weg.
    Denn was nutzen mir diese Möglichkeiten, wenn ich immer und immer wieder gegen die selben Gegner kämpfe + mit mehr KPs?
    Man weiß bereits wie man kämpfen muss und dann gehen ein selbst die Boost-Angriffe irgendwann auf die Nerven.
    So geil die am Anfang auch ausschauen mögen, nach gefühlt hundert Wiederholungen kann man die nicht mehr sehen und überspringen kann man die Szenen auch nicht.
    Spätestens jetzt war ich genervt, nur hat man das nochmals getoppt indem die KPs der Monster ins unendliche erhöht wurden.
    Ohne Scheiß, man prügelt endlos auf seine Gegner ein mit immer den selben Angriffen bis man im Strahl kotzen könnte.
    Besonders im letzten Drittel übertreibt man das so sehr, dass ich ab den Enddungeon alle Gegner ausgewichen bin (was bei all den fetten Viechern nicht funktioniert) und den Schwierigkeitsgrad auf "Handlung" gestellt habe, da es einfach nur noch aufhören sollte und ich kurz vorm explodieren war.
    Da ist mir ein schnelleres und leicht anspruchsloseres Kampfsystem 1000x lieber.
    Was mir dafür gefallen hat waren die Waffen die man schmieden kann und auf große Materialjagd einlädt so wie die Fertigkeiten-Matrix, wo man für einen neuen Talentkreis Voraussetzungen erfüllen muss.
    Diese Idee darf man gerne in Zukunft weiter ausbauen und erkenne darin eine Menge Potenzial.



    Kommen wir zur Truppe an sich.
    Kurz formuliert, die sind erwachsener als das was man sonst von Tales kennt und macht dieser Punkt die ironischerweise langweiliger.
    Denn da gibt es diese Skits, die ich wirklich liebe.
    Ernsthaft, ich habe schon einige Teile der Reihe hassen gelernt, aber die Skits waren mir immer lieb und teuer.
    Animierte Szenen, wo die Gruppe über alles und jeden diskutiert.
    Oft witzig und immer reine Unterhaltung.
    In Arise fallen diese sehr durchwachsen aus.
    Alles in der eher realistischen Spielegrafik, wo der gesamte Charme der animierten Szenen flöten geht und kaum Humor.
    Wenn man die Unfähigkeit von Dohalim zur Schau stellt hat man was zum lachen, wobei ich die an einer Hand abzählen konnte.
    Sonst bleibt alles sehr trocken.
    Man redet nicht über alles mögliche und das über das gesamte Spiel verteilt, nein, hier wird man nach jeder wichtigen Szene gleich 3x hintereinander (und zwar immer exakte fucking 3x) und im letzten Drittel alle 2 Meter mit Skits zugeballert.
    Und die sind SO schlecht, reinste Folter.
    Da bringt es auch nichts diese hochwertig zu vertonen, denn der Inhalt ist Mist.
    Jeder der sechs Charaktere hat seine 1-2 Themen bzw. Standpunkte und das schmiert man den Spieler permanent aufs Brot.

    Alphen gibt sich tolerant und will jeden retten.
    Shionne gibt sich kalt und will die Lords beseitigen.
    Law trainiert und macht sich Vorwürfe.
    Rinwell hasst Rena und ist eine ganz, ganz, gaaanz wichtige Magierin, deswegen sieht sie sich als dritte Gruppe neben Renäer & Dahnäern weil... völlig falsche Warnehmung???
    Kisara liebt angeln und ihren Bruder.
    Dohalim ist unser realitätsferne Aristokrat der mit gemeinen Pöbel auf Reisen geht.

    Gleichzeitig wird jede Szene hinterher tot diskutiert.
    Man geht davon aus der Spieler sei völlig verblödet oder hat eine doppelt gescheiterte Lobotomie hinter sich.
    Anders kann ich mir diesen Schwall voller Schwachsinn nicht erklären.
    Jede Belanglosigkeit wird bis zum erbrechen erwähnt, damit wirklich jeder es verstanden hat.
    Angefangen beim Thema Diskriminierung, welches innerhalb der Reihe immer von Bedeutung war, wo unermüdlich die Frage aufgeworfen wird, ob Renäer & Dahnäern wirklich³ zusammenleben können oder ob man das selber kann und ob vielleicht sogar ein Zeugel falsch verstanden wird.
    Und für all diesen Schwachsinn verkleinert Bandai Namco die Gruppe, haut die witzigen Skits raus und macht alles etwas erwachsener (zumindest vom Alter her)?
    Das war die falsche Entscheidung, denn sobald jeder seinen Standpunkt geäußert hat, darf man sich auf zig Stunden voller Wiederholungen freuen.



    Wer jetzt meint zumindest die Handlung wäre wenigstens besonders, kann diesen Gedanken direkt verwerfen.
    Der Mittelteil kann sich sehen lassen und das wars
    Anfang ist unglaubwürdig, da man sich wie in einem Dorf vorkommt und das letzte Drittel ruiniert ein fast das gesamte Spiel mit langgestreckten Dungeons und völlig verblödeten Szenen wie z.B.:
    - Vholran der unbedingt zum Schluss noch eine Szene bekommen musste.
    Der Kerl springt aus ein Raumschiff und man selber parkt seins am Eingang vom langweiligen Dungeon.
    Dann darf Alphen endlich seinen Heldenmonolog halten, indem er erklärt wie er alle retten möchte und Vholran so ist weil er keine Freunde hat.
    Meine Fresse, wie selbstgerecht ist der Kerl? Hat der Psychologie studiert oder spricht man damit 12 jährige an?
    - Rinwell die plötzlich zur Artes-Spezialisten wird und ein auf heilige Maid macht, die ständig voller Demut zu Boden schaut und die Hände faltet.
    - 3 Männer, 3 Frauen und ganz viele peinliche Szenen = Nehmt euch endlich ein Zimmer.
    - Protagonist mit Gedächtnisverlust.
    - Protagonist war früher eine Laborratte.
    - Andere Welt ist böse und will die bessere Welt verschlingen, aussaugen, whatever.


    Sorry, doch ich war gerade mit Mahag Saar fertig, da habe ich die restliche Story bereits vorausgeschaut und dann liest man in den zahlreichen Reviews wie super die Handlung sei.
    Also bitte, man kriegt hier 0815-Kost auf den Teller die vielleicht als nett durchgeht und mehr nicht.



    Der Rest fällt relativ durchschnittlich aus.
    OST ist okay und finde das erste Intro äußerst gelungen.
    Die Nebenbeschäftigungen sind abwechslungsarm, lohnen sich dafür, da man permanenten Geldmangel hat und springen kostbare FP raus.
    Bis auf den Enddungeon schaut vieles um einiges besser aus als in Zestiria & Berseria, was man trotzdem nicht konsequent über das gesamte Spiel durchgezogen hat und dann wären da noch die störenden Pop-Ins.

    Fazit: Tales of Arise ist größtenteils ein Blender.
    Ich muss zwar die Grafik loben (in ein Tales!!!!) was nach Berseria wie die richtige Richtung wirkte, dafür hat man in fast allen anderen Punkten 1-2 Schritte zurück gemacht.
    Das Kampfsystem schöpft sein Potenzial nicht aus, die neuartigen Skits sind ein Graus, Charaktere flach wie ein Brett und das letzte Drittel ist furchtbar und hat mir das Wochenende versaut.
    Ich vollende jetzt den Titel: Spieglein, Spieglein an der Wand, ist Arise das beste Tales im ganzen Land? Garantiert nicht!
    Mein Herz schlägt nach wie vor für Berseria, selbst wenn ich Arise nicht verteufeln möchte.
    Der Mittelteil war zu gut als es schlecht zu finden.
    1x durchzocken mit nicht all zu hohen Erwartungen geht schon irgendwie in Ordnung.

    Playtime: 54:47:17 Std.
    Schwierigkeitsgrad: Normal (im Enddungeon dann auf Handlung umgestellt)
    Level: 46
    Wertung:
    Geändert von Ὀρφεύς (15.12.2021 um 05:23 Uhr)
    Now: Horizon Forbidden West / Done: The Medium
    Now: Mixed-ish Staffel 2 / Done: Moon Knight Staffel 1
    Now: Trees 1: Ein Feind / Done: Gideon Falls 04: Das Pentoculus
    RPG-Challenge 2022 / Now: Elden Ring

  16. #336
    Du verdienst eine Antwort auf deinen XXL-Post. Da ich das Spiel mittlerweile auch durchhab, kann ich ja was dazu sagen.

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Teil 5 wiederum ist irgendwie das Wenigste von beidem.
    Es wird ein am Anfang eine zielgerichtete Story verkauft und dann lässt man den Spieler ähnlich wie in Nocturne in die Welt fallen.
    [...]
    Die Haupthandlung um Bethel empfand ich sogar als ziemlich lahm so bleibt bloß ein netter Anfang und ein imposantes Ende.
    Natürlich hat die Reihe mit Wiederholungen zu kämpfen, nur hat Atlus sich mit den beiden Vorgängern meiner Meinung nach mehr Mühe gegeben, damit man halt nicht zu identisch wirkt.
    Ich muss auch sagen, irgendwie hab ich mir das auch ein wenig anders vorgestellt. Viele Bosse sind auch ziemlich typisch und nur da, weil da ein Boss sein muss (Hydra & Loup-Garou z.B.), haben aber keinerlei Bezug zur Story, die dann, wie du schon gut erwähnt hast, in Kuchenstückform präsentiert wird... und eigentlich kann man die ersten 3/4 der Story fast weglassen, weil die eh nicht relevant sind, sondern nur Vorbereitung auf das Finale. Dafür fand ich das dann ziemlich cool: Die Konferenz der Götter, wo erst einmal jeder Abdiel gepflegt ins Gesicht spuckt, war ziemlich köstlich, das empfand ich auch so ziemlich als Highlight des Spiels bwzogen auf die Story. Noch besser wird's dann eh, wenn man die alle nach und nach plattmacht. xD

    Der Rest der Story war ziemlich dünn, inklusive der Motivation von Ichiro und Yuzuru, sich den jeweiligen Fraktionen anzuschließen. Letzterer hatte ja gar kein Profil, ersterer... naja gut, gegen hoffnungslose Verblendung kann man halt nicht viel machen, aber irgendeinen Dödel braucht man dafür halt auch.

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Was dem Spiel zusätzlich mehr geschadet hat sind die Persona Vibes.
    Ehrlich, was sollte das???
    Man eckt an einen Schulalltag an und lässt das direkt wieder fallen.
    Trotzdem muss jeder in Schuluniform rumrennen und wird ein auf Social Link gemacht, dabei kennt man seine Klassenkameraden wenig bis gar nicht und lernt man diese auch nicht viel besser kennen.
    Das hab ich auch nicht ganz verstanden, wofür genau das gut war. Vielleicht guck ich mir aber nochmal meine Screenshots durch. Da ich kein Persona gespielt habe, weiß ich aber auch nicht, was genau du mit "Persona-vibes" meinst.

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Vier offene Gebiete, wo man locker jeweils 15 Stunden investieren kann oder stattdessen ein duzend Dungeons erkunden von jeweils wenigen Stunden Spielzeit?
    In den ersten 30 Stunden hätte ich mich für die offene Welt entschieden, da es etwas völlig neues innerhalb der Reihe ist und erst gut funktioniert.
    Man kann Mimans für Glorie & Objekte abklappern, Quests antreten oder einfach jeden Winkel nach neuen/stärkeren Dämonen durchkämmen.
    Als jemand, der keinen anderen Teil gespielt hat (nur mal kurz SMT 3 auf der PS2, daran kann ich mich aber nicht mehr erinnern... und Dx2, das Mobile-Game), fand ich die offenen Gebiete ganz gut, eben weil sich Erkundung absolut gelohnt hat. Den Dämon Setanta gab's z.B. nur auf dem Berggipfel, Mitama gab es auch an den unwirtlichsten Orten und bei einigen Miman fragst du dich, wie die überhaupt dahin gekommen sind. Ich hab viel zu viel Zeit mit der Erkundung verplempert, gerade da ich nahezu jeden Demon gefused habe, aufgrund dessen war ich chronisch Macca-arm und musste die ganze Zeit über Extrarunden einlegen. Hat aber Spaß gemacht, oft findet man auch nach dem Zweiten Nachgucken noch einen Getränkeautomaten (oder was-auch-immer das darstellen sollte). Erkundung war top, ich würd's nicht missen wollen. Dafür hat mich der zweite Dungeon ziemlich angekotzt.


    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Der wahrscheinlich größte Pluspunkt ist für mich aber das Kampfsystem mit seinem coolen OST (außerhalb der Fights ist der dann nicht mehr so super) plus das hinarbeiten auf sein perfektes Team.
    Wieder ist man am verhandeln, leveln, fusionieren und wirkten auf mich besonders die Verhandlungen viel frischer als alles was Atlus zuvor serviert hat.
    Sogar kleinere Dialoge zwischen den Dämonen finden statt (wenn z.B. die Mythologie übereinstimmt) und sorgen für ein Grinsen.
    Das Kampfsystem allerdings haben gerade Kenner vermutlich schnell durchschaut, denn auf Normal war bis zur Mitte des zweiten Gebiets das Spiel fordernd.
    Das Kampfsystem fand ich tatsächlich nicht so gut, obwohl es halt typisch SMT ist. Es macht schon etwas her, aber die Taktik bei egal welchem Boss ist halt gleich: Entweder du kennst ihn und packst Schwachpunkte und im idealfall Null-resistenzen mithilfe der Essenzfusion mit hinein, dann ist der Boss kein Thema, weil er entweder nicht mal zum Zug kommt (In Gebiet 3 hatte ich das, wo fast jeder Dämon physischen Multi-Target-Schaden gemacht hat - Physisch-Abschwächer, die Skill-Variante reingepackt und keiner der Bosse hatte den Hauch einer Chance) oder man geht erstmal mit wehenden Fahnen unter. Spätestens nachdem man die Ultimate vom Boss gesehen hat, ist der Boss aber überhaupt kein Thema mehr, da passende gegenmaßnahmen getroffen werden können und das primär deswegen, weil man Skills homplett abblocken kann. Das ist irgendwie nicht gut, so kommt kein interessanter Kampf zustande. Man könnte das umgehen, indem man die AI verbessert, oder den Bossen verschiedene Skills gibt... aber viele ließen sich wirklich durch "Null Element X" komplett lahmlegen. Nicht nur so ein bisschen. Ich empfinde sowas als mieses Design. Immerhin hat der Superboss, den du vermutlich nicht gemacht hast, etwas getaugt. xD

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Mein größter Kritikpunkt ist aber wie schlampig SMTV auf Nintendos Switch läuft.
    Framerate ist eine Katastrophe & Kantenflimmern so wie Pop-ins sorgen für Kopfschütteln.
    Liegt das am Spiel oder an der Konsole?

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Man wartet jahrelang auf eine Fortsetzung seiner geliebten JRPG-Reihe und eigentlich wird man nicht enttäuscht, da man mit Freude Stunde um Stunde ins Spiel investiert.
    Also ja, SMTV ist ein geiles JRPG, nur nicht der große Wurf den ich erwartete.
    Das fasst meine Meinung zu SMTV auch ziemlich gut zusammen: Gutes Spiel und empfehlenswert, keine Frage. Aber halt eben auch nicht das JRPG 2021, dafür hatte es sowohl im Story-Bereich, als auch bedingt in dem Aufbau der Spielwelt (srsly, 4x Sand in verschiedenen Farben? Eh.) als auch im Gameplay viel zu viele (kleinere) Macken. Das Gesamtbild ist trotzdem positiv, sonst hätte es mich auch nicht so gefesselt. Auf der anderen Seite spiel ich aber auch mittlerweile (fast) alles durch, was ich anfange.

    Danke auf jeden Fall für die Eindrücke.
    Geändert von Kael (14.12.2021 um 23:16 Uhr)

  17. #337
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    @Sylverthas

    Wenn du Sand magst, dann magst du auch die Open World von SMTV.
    Heiße ich Anakin?!

    Zitat Zitat
    Meinen Höhepunkt hatte ich vermutlich in Elde Menancia & Mahag Saar
    Klar, da kommt ja auch Kisara dazu

    Hmmm... witzigerweise empfand ich die Kämpfe bis auf den letzten Dungeon gar nicht als so spongy. Es ist aber recht variabel: Wenn die Gegner geeignet stehen und die Boost Attacks gut verfügbar sind, dann kann man schon mal schnell in 30 Sekunden den Bildschirm abräumen. Wenn es schlecht läuft, kann ein normaler Kampf hingegen auch mal 2 Minuten dauern (Enddungeon länger, wie immer^^). Im Mittel wars in Ordnung, finde ich, und bevorzuge das bei weitem der Gegnerflut aus Zestiria / Berseria. Und von ner Katastrophe wie Xenoblade Chronicles 2, wo jeder Kampf viel zu lange gedauert hat (bis man gegen Ende ne Blade bekommen, hat die total broken war) ists zum Glück auch.

    Ansonsten decken sich Deine Gameplayeindrücke ja im wesentlichen mit meinen. Pop-Ins kann man ja zum Glück in der PC Version sehr schön rausmodden (das ist schon lächerlich, wenn NPCs und Mobs auf den Karten 5m vor einem aufploppen ), und das Spiel läuft mit dem Mod auch gut. Zestiria hatte ja auch einige Probleme, wie z.B. dass Monster direkt vor einem spawnen. Irgendwie hats Bamco immer nicht so mit den neuen Engines, aber ich bin gespannt, wie sie es im nächsten Teil dann aufbohren. Für den sie sich hoffentlich genügend Zeit lassen, damit er poliert ist.

    Was ich bei den Skits ja einfach verrückt finde: Sie haben diese jetzt mit ingame Grafik aufpoliert, was sie theoretisch ausdrucksstärker machen sollte (weil man die Modelle ja beliebig bewegen kann). Aber am Ende fühlen sie sich viel steifer an als die simplen Artworks mit sprechenden Mündern. Die älteren Teile haben das halt auch ganz cool genutzt, wenn sich die Bilder bewegt haben, oder speziell plaziert waren. Hat auch leichter ermöglicht, dass viele Charaktere miteinander sprechen (und alle auf Sachen reagieren, durch die leichten Anime Emotes) - daher gabs früher echt viele Gruppengespräche. In Arise sinds viel mehr Gespräche, wo nur zwei beteiligt sind, und leider ist einer davon meist Alphen, der nie was interessantes, aber oft was klugscheißerisches, zu sagen hat^^°
    Naja, was tut Bamco nicht, damit sie ihre käuflichen Kostüme noch attraktiver machen können, weil man diese jetzt auch in den Skits zu sehen bekommt, ne? *g*
    Geändert von Sylverthas (15.12.2021 um 13:34 Uhr)
    Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 20xx): Tales of Zestiria; Tales of Arise; Omori; Scarlet Nexus; Ys VI; Code Vein; Landstalker; AI - Somnium Files; Zanki Zero


  18. #338
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Klar, da kommt ja auch Kisara dazu
    Das beste an ToA waren noch die Strand-Outfits... Kisara durfte bei mir nur im Bikini rennen. Der Rest des Spiels ist purer Müll, einfach nur Kotze mit Regenbogenfarbe vermischt.

  19. #339
    Rusk behandelt jedes einzelne Videospiel wie eine neue Beziehung.

  20. #340
    @Kael

    Das man hinterher sich eine Partei nach der anderen vorknöpft ist ziemlich typisch für SMT.
    Macht zwar immer wieder Spaß, aber auch hier, alles irgendwo bekannt.

    Zitat Zitat von Kael Beitrag anzeigen
    Da ich kein Persona gespielt habe, weiß ich aber auch nicht, was genau du mit "Persona-vibes" meinst.
    Ironie dahinter ist ja, dass eben Persona von SMT abstammt und ich werde das Gefühl nicht los, dass man durch den Erfolg von Persona 5 sich jetzt ein wenig davon für die Hauptreihe abgeschaut hat, was ich total lächerlich finde.
    Meine Kritik ist auch in erster Linie an das Schulsetting angelehnt, was ja eben eine sehr groß Rolle in Persona spielt.

    Ich kann die Kritik zum Kampfsystem zwar voll nachvollziehen, nur mir drängt sich immer der Vergleich zu anderen JRPGs auf.
    Denn egal aus welcher Sicht ich es betrachte, die Konkurrenz macht es nicht wirklich besser.
    Im Gegenteil, die meiste Zeit drückt man irgendwelche Angriffe und es läuft, hier sticht SMT - trotz Mängel - für mich immer noch positiv hervor.
    An ein Divinity: Original Sin reichen die aber alle nicht ran.

    Zitat Zitat von Kael Beitrag anzeigen
    Immerhin hat der Superboss, den du vermutlich nicht gemacht hast, etwas getaugt. xD
    Liegt das am Spiel oder an der Konsole?
    Das war Shiva, oder?
    Bis zum Enddungeon habe ich jede Quest erledigt und wollte erst das True Ending erreichen.
    Dann habe ich mich an besagten Gegner versucht und 1x verloren.
    Joa, irgendwie war da bereits die Luft raus und hatte keine Lust zu leveln, weswegen ich das Spiel daraufhin direkt durchgespielt habe.
    Die Odin Quest habe ich auch nicht mehr gemacht.

    Und ich möchte behaupten das liegt an der Konsole.
    Mir fällt gerade kein neueres JRPG ein, welches auf der Switch völlig flüssig läuft.

    Am Ende ist SMTV wirklich nicht der große Hit geworden, was ich Schade finde, da in den letzten 13 Jahren einige Ableger mein persönliches GotY waren.
    Nichtsdestotrotz ein ziemlich gutes JRPG.

    @Sylverthas

    Habe die Woche Sable angefangen und da gibt es auch ne Menge Sand.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Klar, da kommt ja auch Kisara dazu
    Was soll ich sagen? Höhepunkt und RInwell schließen sich halt aus.

    Die Skits sind leider sehr langweilig bzw. nach den großen Szenen sogar nervig.
    Ich verstehe nicht wie man dermaßen viel Charme aus einem Tales nehmen konnte?
    Gerade diese kleinen witzigen Dialoge über Gott und die Welt haben viel ausgemacht.
    Wenn man dann bedenkt, dass man besonders die Grafik in den Vorgängern kritisiert hat und genau das jetzt das Beste von Arise ist, muss ich unweigerlich lachen wie sehr man die Prioritäten verschoben hat und meiner Meinung nach noch immer keinen Hit abliefern konnte.

    So, jetzt möchte ich gerne wissen wie eine Beziehung von Rusk so abläuft.
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