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  1. #1
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    @Sylverthas

    Ich habe auf Normal gespielt.
    Die Dungeons bieten leider keinerlei Rätsel.
    Nur statt leerer, hässlicher Gänge erwarten einen hier wirklich schöne Dungeons/Gebiete, wie ich sie in JRPGs nur selten erleben durfte.
    Zudem sind die meist recht weitläufig, wo eine Art Enterhaken und Klettern zum erkunden einladen.
    Dass es keine Zufallskämpfe gibt, wertet alles nochmals etwas auf.
    Leider fehlt im Spiel eine Minikarte innerhalb der Dungeons, was für leichte Orientierungsprobleme sorgen kann.

    Muss aber gestehen: Das JRPG-Rad wurde schlussendlich nicht neu erfunden, aber dazu weiter unten mehr.

    @Ligiiihh

    Ich werde es zwar heute wahrscheinlich selber beantworten können, aber ich frage trotzdem: Unterscheidet sich das Kampfsystem von Paper Mario und den Mario & Luigi-RPGs stark?
    Denn zum einen ist mir total entfallen, dass ich im April erst Paper Mario: Die Legende vom Äonentor durchgespielt habe und sich das durchaus ähnlich spielt wie Clair Obscur Expedition 33.
    Gleichzeitig lag am Wochenende Mario & Luigi: Brothership im Briefkasten, womit ich heute anfangen wollte.

    @one-cool

    Da wirst du wohl wieder Geld ausgeben müssen.

    @poetBLUE

    Ich weiß gar nicht, was du meinst.



    Im Nachhinein muss ich dir grob zustimmen.
    Würde die Charaktere halt als bodenständiger oder als nicht so aufgekratzt bezeichnen, was, denke ich, bei vielen gut ankommt.
    Mit Hinblick auf Verso stimmt deine Aussage aber total.
    Dieser Charakter könnte nicht typischer für ein JRPG sein.
    Aber ist es wirklich erfrischend, wenn sich nur ein Mann im Team befindet? Ist das nicht wieder typisch fürs Genre?
    Es geht, also die meisten Final Fantasy, Dragon Quest, etc. Ableger haben mehr als ein männliches Partymitglied. Und mir ging es vor allem darum, dass ich es erfrischend fand, dass der männliche Protagonist hier mal vulnerabel sein darf, er muss nicht der stoische Typ sein, der sagt "Nein, wir müssen jetzt weiter kämpfen!". Gustave will sich zu Beginn am Liebsten das Leben nehmen. Und danach will er am Liebsten mit den übrigen Expeditionsmitgliedern wieder zurück gehen und die Expedition abbrechen. Aber Lune und Maelle dürfen diejenigen sein, die ihm den Peptalk geben und sagen, dass sie gerade jetzt weiter kämpfen müssen. Ich fand das durchaus erfrischend. Es gab schon häufiger JRPGs mit vulnerablen Männern, in denen die Frauen die Party motivieren weiter zu machen, aber es ist dennoch selten genug, dass ich es erfrischend empfinde.

  2. #2
    @Sylverthas

    Ein wenig mehr Abwechslung hätte dem Spiel gutgetan.
    Denn die paar NPCs sind meistens Händler in irgendwelchen Dungeons.

    Zitat Zitat
    1. Wie, nur ein Dorf? Ist das son Hub, um den sich alles dreht?
    2. Solche Systeme sind aber auch in W-RPGs nicht unbeliebt, auch mit Lagerfeuern und Romanzen g
    1. Nein! Das Dorf erreicht der Spieler relativ früh und danach gibt es nur ein Ort, der entfernt an ein Dorf erinnern, es sei denn, ich habe da etwas völlig übersehen.
    2. Nur hier wirkt es unnötig, wenn nicht sogar billig, auf mich.
    Mir wäre mehr Wagnis lieber gewesen, denn Clair Obscur: Expedition 33 wirkte im Vorfeld frisch, und das kann es in mehreren Punkten leider nicht halten.

    @Ninja_Exit

    Nun, der Spieler kann ja entscheiden mit wem der beiden Damen er etwas anfangen möchte und das wird recht überschaubar vorangetrieben.
    Für mich ein totaler Fremdkörper.

    @poetBLUE

    Stimmt schon.
    Im Nachhinein macht Gustaves Tot sogar einiges kaputt, da das Spiel sich so mehr dem Mainstream anpasst.


    Sommer-Challenge Teil 5


    Okay, der Sommer steht wieder an, draußen aktuell 26 Grad und morgen ist der meteorologische Sommeranfang.
    Ich habe Bock, diesmal darf es aber gerne eine umfangreichere Challenge sein, also von jetzt bis zum 30. September.
    Jetzt fehlt noch ein Thema und ich möchte da eines vom letzten Jahr erneut aufgreifen, nur etwas ausgedehnter, und zwar die:

    Piraten-Challenge

    Letztes Jahr habe ich nur das recht kurze Cat Quest III durchgespielt und Assassin's Creed IV: Black Flag habe ich nach wenigen Stunden direkt wieder verkauft.
    Sorry, mich kotzt die gesamte Reihe einfach nur noch an und erst danach erschien vieles passend zur Challenge bzw. habe ich im Angebot ergattert.
    Die Regel bleibt nahezu identisch: Gespielt kann alles, wo es sich vordergründig um Piraten, Strände oder grob um das Bereisen der Weltmeere/all dreht.
    Mögliche Kandidaten sind diesmal:



    Empfehlungen nehme ich natürlich gerne wieder an.
    Now: Eriksholm: The Stolen Dream / Done: Dispatch
    Now: Banshee – Small Town. Big Secrets. Staffel 1 / Done: Peacemaker Staffel 2
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Titans United – Geraubte Kräfte
    RPG-Challenge 2025 / Now: Clair Obscur Expedition 33

  3. #3

    Metaphor: ReFantazio

    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Xbox Series X 29.09.2024 23.05.2025 93:31 Std.

    Nach vielen Unterbrechungen konnte ich mich endlich dazu aufraffen, dieses Projekt abzuschließen.
    Ist nicht leicht, wenn ein Spiel nach einigen Stunden nicht so zündet und man bereits weiß, da 90+ Stunden dranzusitzen.
    Atlus hat mit Persona 5 nämlich so eine Eigenart entwickelt, dass sich viele ihrer Spiele daran orientieren, was nicht immer gut gelöst wurde.
    Metaphor: ReFantazio geht sogar ziemlich in die Persona-Ecke, bloß innerhalb eines mittelalterlichen Fantasy-Settings.
    So macht sich der Held des Spiels auf eine lange Reise, um den Prinzen von einem Fluch zu befreien.
    Dabei wird er zusammen mit seinen Kameraden in einen Wettkampf um die Krone verwickelt.
    So klischeehaft die Geschichte am Anfang klingt und sogar endet, so ist der Mittelteil relativ originell.
    Eine Welt, wo eine Art Wahlkampf geführt wird, um die Bevölkerung auf seine Seite zu ziehen, und dabei begibt man sich mit einem Fährnisläufer durchs ganze Land.
    Und genau hier liegt die Stärke des Spiels, der Mittelteil.
    Ich bin gerne von Ort zu Ort gereist, habe die Probleme gelöst, bis zum nächsten Twist, und dann weiter.
    Denn der Anfang könnte kaum schlechter sein:
    Als neuer Rekrut wird der Spieler stundenlang von einem hässlichen Dungeon in den nächsten gejagt und darf sich wie in Persona 5 unendlich viel Geplapper anhören.
    Dabei kommt die Handlung nicht in die Pötte und der erste richtige Mitstreiter redet zuerst einen Haufen Unsinn.
    Wenn dann endlich die erste Stadt richtig erkundet werden kann, machte sich in mir erneut Ernüchterung breit, denn diese wirkt zum einen unübersichtlich, leer und grau.
    Rassismus ist übrigens ebenfalls ein wichtiges Thema (Tales of lässt grüßen ) und wird präsentiert, als wolle Atlus Viertklässlern Rassismus erklären.
    Ja, die Demo wurde von Atlus unglücklich gewählt.



    Doch dann wird Metaphor besser und das über Stunden.
    Die Welt öffnet sich, der Spieler darf trotz nervigen Kalendersystems, wo die Tage wie in Persona ablaufen, einiges entdecken und habe erstaunlich viel optionalen Kram mitgenommen.
    Auch die aus Persona bekannten Social Links haben mir erstaunlich gut gefallen, weswegen ich mich hinterher umso mehr ärgerte, dass mir bloß ein Rang vom letzten Social Link durch die Lappen gegangen ist.
    Sogar die Party ist erstaunlich liebenswert und konnte besonders mit Hulkenberg, Heismay und Basilio (zum Teil, da zu spät ins Team gekommen) viel anfangen.
    Bis auf die nervige Sängerin waren alle hinterher auf einem guten Level, ohne wirklich zu nerven und haben den ein oder anderen starken Moment.
    Nach 2/3 des Spiels folgt dann ein gewisser Höhepunkt, wo ich echt wissen wollte, wie sich das Spiel entwickelt, und wie schon in Persona 5 war das für mich der Moment, wo das Spiel besser geendet wäre.
    Leider hat Atlus sich dazu entschieden, alles in die Länge zu ziehen, und so zieht sich das letzte Drittel abartig lang, so dass mir echt der Spaß nach und nach flöten ging.

    Die Dungeons sind dazu alle optischer Müll und wiederholen sich in den Nebenmissionen ständig.
    Da hilft auch das leicht taktische Kampfsystem nicht viel, da es mir viel zu langsam ist, was komischerweise immer eine Stärke von Atlus war, da sich die Geschwindigkeit meist anpassen ließ.
    Gut, Gegner können in Echtzeit attackiert werden, was dem Spieler einen Bonus bringt, und ein Kampf kann mittendrin neu gestartet werden.
    Doch ist das die Lösung? Wirkte auf mich eher wie ein Kampfsystem für schlechte Verlierer.
    Gleichzeitig scheint ja heutzutage jeder Entwickler stolz darauf zu sein, wenn sein Spiel extrem lang geht, und speziell in diesem Fall ist all das einfach nur nervig.
    Dass der Spieler zudem unnötig viele Archetypen erhält, die die Jobklasse eines Charakters ausmachen, ist dann auch wieder so ein Thema, was erst cool klingt, sich dann zu nervigem Aufleveln mausert, um bloß immer weitere Typen freizuschalten.
    Hier hätte sich Atlus besser an Bravely Default orientieren sollen.
    Weniger Jobs/Typen, dafür unterschiedlicher, anstatt ständig die gleichen Archetypen in stärkeren Varianten anzubieten, die zudem nicht unterschiedlich genug aussehen.

    So oder so komme ich immer auf zwei Hauptkritikpunkte zurück.

    1. Atlus will all seinen RPGs den Persona 5-Stempel aufdrücken.
    2. Alles im Spiel wird extrem in die Länge gezogen.



    Wenigstens kann sich der Soundtrack hören lassen, auch wenn ich dieses Jahr schon Besseres erleben durfte und von Atlus auch Besseres kenne.
    Und über die Grafik möchte ich lieber den Mantel des Schweigens legen.
    Meist cooles Artdesign, doch schaut die Grafik gefühlt eine ganze Ecke schlechter aus als die in Persona 5 und das ist bereits neun Jahre alt.

    Fazit: Metaphor: ReFantazio hätte richtig was werden können.
    Dass mich die Reise im Mittelteil so bei Laune hält, hätte ich nach der grottigen Demo echt nicht erwartet.
    Besonders das Team, die Reise durchs Land und die Social Links habe ich gerne verfolgt und das Jobsystem ist nicht direkt schlecht, da sich einiges damit machen lässt.
    Doch es gibt viel Schatten.
    Das Kampfsystem ist bei der Länge des Spiels unnötig langsam und aufgeblasen mit Luft, nicht mit wertigem Inhalt, woran die vielen ähnlichen Archetypen Schuld sind.
    Auch ist das Spiel wieder viel zu lang ausgefallen, biedert sich Persona 5 an, hat furchtbare Dungeons (woran Japan fast immer scheitert) und wirkt optisch meist steril.
    20 Stunden weniger und ich hätte vermutlich das bekommen, was ich erwartete.
    So bleibt nur ein gutes JRPG.

    Geändert von Ὀρφεύς (21.07.2025 um 10:38 Uhr)
    Now: Eriksholm: The Stolen Dream / Done: Dispatch
    Now: Banshee – Small Town. Big Secrets. Staffel 1 / Done: Peacemaker Staffel 2
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Titans United – Geraubte Kräfte
    RPG-Challenge 2025 / Now: Clair Obscur Expedition 33

  4. #4

    Star Ocean: The Second Story R & Teenage Mutant Ninja Turtles: Die Mutanten sind los

    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Playstation 5 28.07.2024 04.08.2024 30:54:29 Std.

    Ich war noch nie der größte Star Ocean-Fan.
    Einen gewissen Charme bringen die Spiele mit sich und dasselbe gilt dementsprechend auch für den Entwickler tri-Ace.
    Valkyrie Profile: Silmeria dürfte der einzige Titel sein, den ich uneingeschränkt von denen mochte, und das ist bereits viele Jahre her.
    Dann wäre da noch Resonance of Fate, welches ich ein paar Stunden zum Release damals zockte und welches ich unbedingt nochmal richtig zocken möchte.
    Aber zurück zu Star Ocean.
    Till the End of Time ist ein Trauma meiner Kindheit.
    Furchtbare Charaktere, Story zum Kotzen und dann diese gruselige Grafik.
    Aber das Gameplay hat mich immer wieder motiviert, was für eine Hassliebe gesorgt hat.
    The Last Hope war dann wieder einer der besseren Ableger.
    Damit hatte ich durchgehend Spaß, selbst wenn ich die Charaktere nie wirklich ernst nehmen konnte, aber mit einem augenzwinkern begegnete.
    Integrity and Faithlessness habe ich dann keine 3 Stunden ausgehalten und von The Divine Force kenne ich nur die Demo.
    Irgendwann mache ich vermutlich eine Tri-Ace-Challenge, wo ich mich all deren schrottigen JRPGs hingebe, weil der Trash-Faktor fast Level 100 erreicht *hust*Infinite Undiscovery*hust*.



    Nun gut, Star Ocean: The Second Story erschien damals 1998 und hat somit bereits viele, viele Jahre auf dem Buckel.
    Studio Gemdrops hat sich vor zwei Jahren um die Neuauflage gekümmert und Folgendes wurde geändert:

    - 2.5D-Ästhetik
    - Stellenweise vertont.
    - Upgrade- und Crafting-System wurden angepasst.
    - Automatisches Speichern.
    - Schnellreise möglich.
    - Keine Zufallskämpfe mehr.
    - Neue Charakterportraits (die echt gut ausschauen).
    - Kampfsystem wurde überarbeitet.
    - Neue optionale Bosskämpfe.
    - Überarbeitete Übersetzung.
    - Soundtrack kann zwischen alt und neu umgeschaltet werden.
    - Schwierigkeitsgrade direkt am Anfang wählbar.
    - Zwischensequenzen können vorgespult oder übersprungen werden.
    - Neue Private Actions + neue Endings.

    Und ich habe bestimmt noch was vergessen.
    Zugegeben, ich kenne das Original nicht und weiß bloß, dass es sich hierbei um den Fanliebling handelt.
    Wagen wollte ich es dennoch und habe mich so ziemlich nur auf das Hauptspiel konzentriert.
    Weder habe ich mehrere Endings sehen wollen, noch habe ich alle Charaktere gefunden und das Crafting-System ist eine coole Idee, die ich trotzdem nur ein wenig genutzt habe.



    Von der Handlung her habe ich nicht viel erwartet und ist diese halt typisch Star Ocean.
    Gewählt kann zwischen zwei Charakteren, und ich habe mich für Claude C. Kenny entschieden.
    Denn auch typisch für die Reihe: Der Kerl landet irgendwie auf einem eher mittelalterlichen Planeten und will zurück nach Hause und das Mädel lebt auf besagtem Planeten.
    Natürlich folgen einige Wendungen und am Ende muss das Universum gerettet werden.
    Also mich konnte die Handlung zu keiner Zeit abholen und sie erfüllt viele Klischees.
    Aber sie wird gar nicht schlecht an den Spieler herangeführt.
    Denn wenn ich jetzt ins Jahr 1998 zurückspringen würde, hätte man mich zu der Zeit voll begeistern können.
    Heutzutage sind solche Geschichten ein alter Hut, aber deswegen nicht zwingend schlecht.
    Sprich, ihren Zweck erfüllt sie durchaus, selbst wenn für mich das Gameplay im Vordergrund stand.
    Denn der flotte Spielfluss sorgt für einen wunderbaren Flow.
    Nichts behindert einen, die Dialoge oder auch die Tutorials wurden nicht in die Länge gezogen und wird der Spieler nicht für völlig verblödet gehalten, wo einem ständig alles zehnmal erklärt und vorgekaut wird.
    Das schiebe ich tatsächlich aufs Alter des Spiels, denn in den 90ern sah Zocken ein wenig anders aus.
    Die Grafik macht dabei eine gute Figur, selbst wenn die 2D-Charaktere in 3D-Umgebungen manchmal etwas unnatürlich wirken.
    Soundtrack geht ebenfalls völlig in Ordnung und auch hier wieder: 1998 wäre der für mich sicher eine Klasse interessanter gewesen.
    Aber mein absolutes Highlight war neben der Worldmap das Kampfsystem.
    Das ist etwas, was tri-Ace schon immer draufhatte.
    Ein flottes Echtzeitkampfsystem, mit genügend Möglichkeiten, sich zu entfalten, mit einer Vielzahl von Charakteren mit all ihren Stärken und Schwächen.
    Nichts behindert einen, Herausforderungen sind gegeben und zum Ende können Angriffswellen auf den Gegner niederprasseln, die dem Spieler das Herz aufgehen lassen.



    Fazit: Tolles, altes JRPG im neuen Glanz.
    Kann verstehen, warum Star Ocean: The Second Story der beliebteste Teil der Reihe ist.
    Und selbst für jemanden wie mich, der gerade viele Klischees nicht mehr sehen mag, ein zumindest vom Gameplay her rundes Erlebnis.


    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Playstation 5 01.12.2024 18.01.2025 19 Std.

    Warum ausgerechnet Teenage Mutant Ninja Turtles: Die Mutanten sind los?
    Ich war noch nie ein großer Fan der Turtles.
    Nicht weil ich diese schlecht finde, sondern weil ich nie so richtig am Ball geblieben bin.
    Das hat sich die letzten Jahre etwas geändert, als ich wieder verstärkt mit Comics anfing und auf die The Last Ronin-Comics gestoßen bin, die ich leider noch immer nicht gelesen habe.
    Aber dafür habe ich einige Filme und Serien nachgeholt.
    Seien es die beiden Filme aus 2014 und 2016, in denen die Turtles wirklich wie Mutanten wirken.
    Die ziemlich abgedrehte Serie Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles, von der ich erst eine Staffel kenne und die mir erst mit mehreren Folgen immer besser gefiel, bis zum guten, gleichnamigen Film auf Netflix.
    Highlight war dann Mutant Mayhem aus 2023, wo für mich fast alles passte.
    Die Serie habe ich bereits angefangen und die alten Filme + Serie wollte ich mir auch noch geben.
    Das Spiel hier aber erzählt die Geschichte nach Mutant Mayhem weiter und war schon alleine wegen dem coolen Stil neugierig.



    Kurz zusammengefasst möchten die Mutanten nach Mutant Mayhem ein normales Leben führen und sehen sich mit neuen Problemen konfrontiert, wie etwa Diskriminierung und plötzlichen Wesensänderungen, die die Mutanten aggressiv werden lassen.
    Vom Thema her geht das zwar völlig in Ordnung, nur als Film oder Serie hätte das, glaube ich, mehr Wucht gehabt, denn im Spiel fühlt sich alles extrem langgezogen an und ich habe mir mehr als einmal gewünscht, dass die endlich auf den Punkt kommen mögen.
    Passend zu diesen Hauptthemen gibt es im Spiel einen Social-Link-Part wie in Persona, nur eben deutlich abgespeckter und der zwischen den Hauptmissionen stattfindet.
    Schlecht ist dieser Part trotz Kopie deswegen keineswegs, da die Turtles näher beleuchtet werden und es viel um Akzeptanz geht, sei es, weil Raphael sich mit einer Schwimmerin mit Beinprothese anfreundet und Donatello sein Nerd-Dasein mit einem Jüngeren teilt, der in einer Familie aufwächst, wo nur Gewinnen zählt und da seine Hobbys nicht reinpassen.
    Ansonsten können Nebenmissionen abgeschlossen werden, die sich wie die Hauptmissionen spielen und eben Erfahrungspunkte einbringen, sich aber mehr nach Arbeit anfühlen.
    Die eigentlichen Missionen erinnern schon stark an Side-Scrolling-Beat-'em-ups, nur eben in 3D.
    Man wählt einen Turtle, die sich recht ähnlich spielen, nur hat jeder natürlich seine eigene Waffe und Spezialangriffe.
    Multiplayer wäre auch möglich und so springt und prügelt sich der Spieler von Gegner zu Gegner, lauscht dabei einigen Dialogen und am Ende folgt meistens ein Bossgegner, bis die Handlung nach Beendigung der Mission die Story weiter vorantreibt.
    Danach landet man wieder in seinem Hauptquartier, wo die Zeit bis zur nächsten Mission überbrückt werden kann mit den bereits erwähnten Nebenbeschäftigungen.
    Klingt alles recht simpel und ist es auch.
    Die Fähigkeiten sind begrenzt, die Missionen fühlen sich fast alle gleich an und selbst die Locations wiederholen sich öfters.
    Was hervorsticht, ist der ganze Stil, der Humor, einige Social Links und irgendwo auch seine Einfachheit, wenn jemand eben 1-2 Stunden spielen möchte, ohne viel nachdenken zu müssen bzw. abschalten will.



    Fazit: Meine Erwartungen waren bereits niedrig, von wegen Lizenzspiel und so, was sich irgendwo auch bewahrheitet hat.
    Bereut habe ich es aber nicht, denn für zwischendurch ist das völlig okay, nur das Spiel geht viel zu lang.
    Aber der Stil und der dazu passende Film sind goldwert.
    Außerdem habe ich jetzt das Bedürfnis, mich dem TMNT-Franchise hinzugeben.
    Geändert von Ὀρφεύς (03.09.2025 um 12:42 Uhr)
    Now: Eriksholm: The Stolen Dream / Done: Dispatch
    Now: Banshee – Small Town. Big Secrets. Staffel 1 / Done: Peacemaker Staffel 2
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Titans United – Geraubte Kräfte
    RPG-Challenge 2025 / Now: Clair Obscur Expedition 33

  5. #5
    Hm, Star Ocean lächelt mich schon so leicht nostalgisch an ... Vielleicht, irgendwann, insofern danke für den Eindruck!


    Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D

  6. #6

    Lost Judgment & Cat Quest III

    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Playstation 5 06.03.2025 11.03.2025 20:22 Std.

    Da die Yakuza-Reihe mittlerweile recht umfangreich ausfällt und ich mich nicht direkt durch zig Spiele zocken wollte, um überhaupt etwas zu verstehen, habe ich vor einigen Jahren mit deren Spin-off Judgement geliebäugelt.
    Leider war ich gar nicht so angetan davon, da mir die Charaktere fast alle unsympathisch waren, mir viele Entwicklungen in einem so realistischen Setting zu unglaubwürdig wirkten.
    All die furchtbaren Wege zu immer denselben paar Orten waren dann das i-Tüpfelchen, was vielleicht der Fluch ist, wenn Dreh- und Angelpunkt des Spiels bloß ein Stadtviertel ist.
    Demgegenüber stand aber ein flottes und spaßiges Kampfsystem, eine wirklich gut präsentierte Handlung, die vielleicht hier und da zu wünschen übrig ließ, die sich dennoch wie ein Blockbuster anfühlte.
    Mit der direkten Fortsetzung Lost Judgment habe ich mir dann ein wenig mehr erhofft, da das Thema Mobbing sich gut für einen Privatdetektiv eignet.
    Das Ergebnis ist leider etwas enttäuschend ausgefallen, da es dieselben Fehler wie der Vorgänger macht.



    Drei Jahre sind vergangen, seit sich der Privatdetektiv Takayuki Yagami mit der Yakuza anlegte und mehrere Mordfälle löste.
    In seinem neuen Fall soll er an einer Schule Fälle von Mobbing untersuchen und später einen Mord aufklären.
    Was am Anfang wahnsinnig spannend klingt und wie bereits im Vorgänger erstaunlich hochwertig präsentiert wird, hat leider wieder viele, viele kleine Fehler, die das Spiel unnötig runterziehen.
    So wird aus dem Hauptthema Mobbing ein größerer Fall gestrickt, der leider vieles ruiniert.
    Es folgen dutzende alte und neue Charaktere, die wieder mit der Yakuza oder eben dem Vorgänger zu schaffen haben und sich für mich erzwungen anfühlten.
    Sei es die neue Gang, die sich profilieren möchte, oder das neue Detektivbüro zweier Pappnasen, die der Spieler bereits aus den Vorgängern kennt: Sie harmonieren nicht, und weniger wäre hier mehr gewesen.
    Denn die Yakuza hatte eigentlich einen schönen, runden Abschluss und die beiden Pappnasen fühlen sich so unnötig an, als wolle man unbedingt Charaktere haben, die den Protagonisten ständig in den Arsch kriechen.
    Wäre das Thema Mobbing mit einer neuen Yakuza-Story getauscht worden, würde ich mich nicht beklagen, doch hier passt das gar nicht gut zusammen und nimmt dann Ausmaße an, die ich echt nicht mehr ernst nehmen konnte.
    Wenigstens wird durch die Präsentation ein gewisser Spaßfaktor garantiert, aber nur die Vorstellung, was aus der anfänglichen Mobbing-Story hätte werden können, schmerzt unfreiwillig.
    Gleichzeitig finde ich die meisten Charaktere im Spiel unsympathisch, allen voran Yagami, mit seiner „Ich stehe über alles“-Mentalität.
    Mit einem bestimmten Gegenspieler haben die aber alles richtig gemacht.



    Vom Gameplay hat sich nicht viel verändert.
    Diesmal gibt es einen Stadtteil mehr, der erkundet werden darf, und so entfalten sich wieder zig Minispiele, Nebenmissionen und flotte Kämpfe mit mehreren Kampfstilen, die es richtig schön knallen lassen.
    Wer besonders das Drumherum der Yakuza-Spiele liebt, wird hier wohl seine Freude haben, doch ich habe mich wieder ausschließlich auf die Hauptstory konzentriert, da mich der Rest ziemlich kalt gelassen hat, woran tatsächlich die öden Charaktere Schuld sind.
    Und an all den nervigen Wegen hat sich auch nichts verändert, aber damit habe ich bereits gerechnet.

    Fazit: Meinung bleibt die gleiche wie beim Vorgänger.
    Ich mag die Inszenierung und die coolen Kämpfe.
    Alles Weitere befindet sich so im Mittelfeld oder störte einfach nur.
    Für ein flottes einmaliges Spielen eignet sich dieser Spin-off aber.
    Weitere Teile der Hauptreihe werden definitiv folgen und sollten auch nur die Charaktere besser sein, würde das vieles aufwerten.


    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Playstation 5 10.09.2024 13.09.2024 13 Std.

    Cat Quest III ist der einzige Titel der letztjährigen Piraten-Challenge, den ich durchspielte, und da momentan eine ähnliche Challenge läuft, hier endlich ein paar Zeilen zum Spiel.
    Die ersten beiden Teile habe ich vor einiger Zeit über Epic Games kostenlos abgestaubt und Cat Quest III habe ich nur gekauft, weil es zur Challenge passt und es irgendwie charmant ausschaut.
    Witzig ist, das Spiel ist unfassbar einfach gehalten und genau das funktioniert super.
    Als Katzitän einer Nussschale begibt sich der Spieler schnurrstracks zusammen mit einem Geist als Partner in die Katzribik, auf der Suche nach dem legendären Schatz Nordstern (sorry, die Katzenanspielungen müssen sein).
    Klingt völlig belanglos, simpel, einfach? Ist es auch! Nur der Schnurr... ähm, Flow stimmt.



    Mit 13 Stunden Spielspaß habe ich so ziemlich alles Wichtige im Spiel mitgenommen.
    Dabei steht einem wortwörtlich die ganze Welt offen.
    Denn die Open World von Cat Quest III ist mehr als überschaubar, aber nie langweilig oder fühlte sich nach Arbeit an.
    Der Held und sein Schiff können aufgewertet und optisch angepasst werden, was gut zur ohnehin charmanten Optik passt und manche Lacher bereithält.
    Und abseits dessen können zig Minidungeons nach Schätzen durchsucht, Kopfgelder eingesammelt und Gegner auf hoher See wie auch im Nahkampf besiegt werden.
    Das ist alles zwar nie wirklich anspruchsvoll, aber wie schon gesagt: Das hier ist ein charmantes, kleines Open-World-Action-RPG und hat mich zumindest von der Erkundung her leicht an Dredge erinnert.



    Fazit: Spiel starten und direkt loslegen.
    Keine langen Tutorials, unnötige Dialoge oder anspruchsvolle Kämpfe.
    Klingt vielleicht negativ? Ist so aber nicht gemeint.
    Cat Quest III hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach nur richtig gut unterhalten, mit seinem Piratensetting, dem tollen Humor und seinem flotten Gameplay.
    Geändert von Ὀρφεύς (16.08.2025 um 23:15 Uhr)
    Now: Eriksholm: The Stolen Dream / Done: Dispatch
    Now: Banshee – Small Town. Big Secrets. Staffel 1 / Done: Peacemaker Staffel 2
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Titans United – Geraubte Kräfte
    RPG-Challenge 2025 / Now: Clair Obscur Expedition 33

  7. #7

    Immortals of Aveum & Outcast: A New Beginning

    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Xbox Series X 24.02.2025 28.02.2025 20:31 Std.

    Vor ziemlich genau zwei Jahren erschien der sogenannte Einzelspieler-Magieshooter Immortals of Aveum.
    Nach der Ankündigung war ich damals richtig interessiert an dem Spiel.
    Kein Multiplayer-Shooter und zur Abwechslung Magie statt Schusswaffen in einem Ego-Shooter.
    Die Ernüchterung folgte sehr bald, als das Spiel in den Medien ziemlich schlecht davonkam und das Entwicklerstudio sich bald darauf von vielen Angestellten verabschieden musste.
    Von einem Kauf habe ich dann zwar abgesehen und bin Anfang des Jahres dann doch schwach geworden, als es für 11,99 Euro bei Mediamarkt herumlag.



    Dabei könnte die Handlung nicht klischeehafter sein und erinnert gerne an Herr der Ringe für Arme.
    Im fernen Land Aveum herrscht seit Jahrhunderten ein Krieg zwischen den beiden Reichen Lucium und Rasharn.
    Dieser Krieg wird Everwar genannt und als Oberbösewicht hält Sandrakk her, der optisch stark an Sauran erinnert.
    Der Spieler übernimmt die Rolle vom Dieb Jak, der nach einem Trauma die Gabe entwickelt, alle drei bekannten Magietypen nutzen zu können, was nur einige wenige können.
    Wie? Das sind noch nicht genug Klischees? Die drei Magieklassen sind Macht (blau), Leben (grün) und Chaos (rot).
    Ja, der gesamte Anfang ist ein fetter Facepalm-Moment, bis sich Jak zu den Immortals hocharbeitet, einer Spezialeinheit von Kampfmagiern.



    Okay, okay, das klingt bis hierhin mies, aber wenigstens fühlte ich mich wie im Kino, denn die Kampagne wirkt filmreif.
    Zwar ein 08/15-Fantasiestreifen, aber KINO!!!
    Schauspieler Darren Barnet leiht hierbei Jak sein Gesicht und funktioniert als Held erstaunlich gut.
    Habe etwas viel Nervigeres erwartet, doch seien es die Charaktere oder die Handlung, die haben mich gut genug unterhalten und hätte ich so nicht erwartet, was aber nicht für die vielen Wendungen gilt.
    Die Grafik ist dabei ein Bonbon, Bugs hatte ich keine und die Sprachausgabe ist total in Ordnung.



    Jetzt klingt Immortals of Aveum schon besser, oder?
    Der dritte und letzte Part ist hingegen weder Fisch noch Fleisch.
    Denn es ist cool, statt mit Schusswaffen auf drei Magiearten zu setzen, die Schwachpunkte der Gegner zu finden und seine Magie weiterentwickeln zu können, doch wiederholt sich der Ablauf der Kämpfe stark.
    Irgendwann geht der gut 20-stündigen Kampagne nämlich die Luft aus.
    Das gilt zwar nur fürs Gameplay, denn die Handlung wirkte auf mich von der Länge her perfekt und die Welt bleibt bis zum Schluss abwechslungsreich, nur die Gegnertypen kennt der Spieler irgendwann auswendig.
    Für Abwechslung sorgen dann nur noch einige Rätsel oder die Momente, wenn außerhalb der Gefechte der Spieler mit anderen Charakteren in seiner Basis quatschen kann.
    Schön wäre nur gewesen, wenn es mehrere lebendige Siedlungen gegeben hätte, denn das Spiel bietet sich regelrecht an, mehr erzählen zu können.

    Fazit: Immortals of Aveum ist das perfekte Beispiel, mich mehr danach zu richten, welche Vibes mir Trailer und sonstige News eines Videospiels geben.
    Zwar verlasse ich mich meistens darauf, doch hier habe ich mich vielleicht ein wenig zu sehr von außen beeinflussen lassen.
    Natürlich bin ich froh, keine 70 Euro zum Release ausgegeben zu haben, und es hat deutliche Schwächen, doch für popelige 11,99 Euro gibt es von mir Bronze.
    Denn ich kam mir vor wie in einer soliden 20-Stunden-Fantasieserie, mit einigen netten Ideen.


    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Xbox Series X 16.09.2024 23.02.2025 35:35:42 Std.

    Oh Mann, auf diese Zeilen habe ich gewartet.
    Kennt irgendjemand Outcast von 1999?
    Nein? Und das Remake Outcast: Second Contact ? Wieder keiner?
    Also mir sagt weder das Original noch Remake etwas und ich habe in einer Aktion die Fortsetzung blind gekauft.
    Nach zwei Stunden hätte ich kotzen können, da alles so unfassbar schlecht wirkte.
    Danach folgte eine Pause von mehreren Monaten und ich habe dann weitere zwei Stunden investiert und mir danach so hart am Kopf gepackt, weil ich nicht mehr wusste, ob ich lachen oder weinen soll.
    Falls sich jemand fragen sollte, warum, hier die ersten Beispiele:


    Danach war ich neugierig genug und habe mich mit Outcast: A New Beginning intensiver beschäftigt.
    Intensiver bedeutet hier, dass am Ende knapp über 35 Stunden zusammengekommen sind und ich fast jeden Quatsch mitgenommen habe.
    Dabei ist die Handlung für mich zuerst ein Buch mit sieben Siegeln gewesen.
    Cutter Slade landet oder erscheint vielmehr erneut auf dem Planeten Adelpha.
    Einem Planeten, bewohnt von den Talanern, deren Ressourcen von gierigen Menschen abgebaut werden.
    Held ist, wer hilft, und so unterstützt Slade, von allen Ulukaï genannt, die Talaner, auch weil dieser sich erhofft, so nach Hause zu seiner Tochter zu gelangen.
    Natürlich werden die Zusammenhänge zum Vorgänger näher beleuchtet, vieles kann nachgelesen werden und fühlt sich das Spiel oft wie eine Verarsche von Avatar – Aufbruch nach Pandora an, nur dass Outcast bedeutend älter ist und vielleicht sogar als Vorlage diente.
    Aber genau dieser Witz macht die stereotypische Handlung so gut, da ich jeden Dialog mitnehmen wollte und nichts ernst nehmen konnte.



    Neben all den geilen Sprüchen ist die Welt ein weiteres Highlight des Spiels.
    Zwar gibt es wieder eine Open World, nur diese lässt sich dank Jetpack schnell erkunden und ist von der Grafik her vielleicht nur Durchschnitt, aber von den Ortschaften, der Weitsicht und der Abwechslung her besser als vieles, was mir die letzten Jahre so untergekommen ist.
    Die befindet sich nie auf dem Niveau eines The Witcher 3, aber ein Assassins Creed wird hier wortwörtlich locker überflügelt.
    Denn mit Jetpack geht es in die Lüfte oder ins kühle Nass und je nach freigeschalteter Fähigkeit kann auch über den Boden geschwebt werden, sofern es jemand direkter braucht und alles haargenau unter die Lupe nehmen möchte.
    Wer das macht, wird mit vielen spaßigen Herausforderungen belohnt, die ich allesamt gerne bewältigt habe, wie zum Beispiel Parkourflüge oder Gork-Ausbrüche.
    Sogar die von mir oft gehassten Außenposten haben es ins Spiel geschafft, nur hier wartet eine solche Menge von Gegnern auf einen, dass ich mich gerne als Scharfschütze versucht habe, und die Feuergefechte machen schon Laune.
    Das liegt aber nicht daran, dass diese so ausgefeilt sind, sondern daran, dass es ausreichend Möglichkeiten gibt, diese anzugehen.
    Wegfliegen, in den Nahkampf wechseln, Schild aktivieren oder zwischen den Waffen wechseln macht Spaß und fühlt sich immer wie ein rundes AA-Game-Erlebnis an.



    Jedes besuchte Dorf hat wie üblich seine eigenen Probleme und Charaktere und hier greift eine Art Quest-Protokoll, welches mehrere Aufgaben bereithält, um ein Dorf von den Invasoren zu befreien.
    Das Prinzip mag nur auf dem Papier originell wirken, aber es hat was, nicht dumm eine Quest nach der anderen zu erledigen, sondern auf etwas Großes, Ganzes an mehreren Fronten hinzuarbeiten.
    Die wichtigen Charaktere sind dann natürlich die, die für die geilen Dialoge und Quests sorgen, und davon gibt es reichlich.
    Optisch sehen die Talaner dafür so ziemlich alle gleich aus und die Gesichtsmimik könnte aus PS4-Zeiten stammen.
    Wer sich zudem mit normalen Einwohnern unterhält, bekommt fast immer nur die gleichen Dialogoptionen, was mir erst missfiel, später aber zu gefallen wusste, weil hier auf das Wesentliche konzentriert wird und nicht alles in die Länge gezogen wird, wie das in Open-Worlds meistens der Fall ist.



    Was mich am meisten am Spiel störte, waren einige Bugs, die es über ein Jahr nach Release noch immer gibt und die ich für völlig inakzeptabel empfinde.
    Denn Slade bleibt gerne irgendwo hängen oder das Spiel läuft schlagartig so langsam und mit Unterbrechungen in der Synchronisation oder mitten im Spielfluss, dass entnervt der letzte Checkpoint geladen werden muss.

    Fazit: Am Anfang fühlte sich Outcast: A New Beginning wie ein schlechter Scherz an und jetzt will ich den Vorgänger unbedingt nachholen.
    Zu witzig sind die Dialoge, zu spaßig die Feuergefechte und die Erkundung der Open World ist endlich mal etwas Neues und weit weg vom ekelhaften Einheitsbrei.
    Dass die Handlung dabei keinen Preis gewinnt, die Talaner fast alle gleich ausschauen und sich einige nervige Bugs reingeschlichen haben, ist zwar schade, macht aber auch viel vom Charme eines Double-A-Spiels aus.
    Wer also ein witziges, überschaubares Open-World-Action-RPG sucht, kann für den schmalen Taler ruhig einen Blick riskieren.
    Ich bereue keinen Cent und handelt es sich hier um ein stabiles Gut in meiner Wertungsskala, nicht um ein wackeliges Gut.

    Geändert von Ὀρφεύς (16.08.2025 um 23:04 Uhr)
    Now: Eriksholm: The Stolen Dream / Done: Dispatch
    Now: Banshee – Small Town. Big Secrets. Staffel 1 / Done: Peacemaker Staffel 2
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Titans United – Geraubte Kräfte
    RPG-Challenge 2025 / Now: Clair Obscur Expedition 33

  8. #8
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Kennt irgendjemand Outcast von 1999?
    Nein? Und das Remake Outcast: Second Contact ? Wieder keiner?
    Ich habe das Original gespielt und sogar beendet, ja. War vermutlich sogar der erste Open World artige Titel den ich je gespielt habe. Das Remake besitze ich ebenfalls, habe es allerdings noch immer nicht gespielt. Von daher kann ich zu dem Spiel ansonsten gar nicht so viel sagen. Das Original ist einfach viel zu viele Jahre her. Mir ist aber zumindest eine Sache in Erinnerung geblieben: in der deutschen Fassung wurde Cutter Slade von Manfred Lehmann gesprochen, welcher auch Bruce Willis in vielen (allen?) Filmen synchronisiert. Und das hat das Spiel in meinen Augen vermutlich cooler gemacht als es eventuell war Heutzutage würde ich das aber nicht mehr auf Deutsch spielen.

    Das Sequel werde ich vermutlich auch irgendwann noch kaufen um zu sehen was sie noch aus dieser Welt gemacht haben, nachdem das ursprünglich geplante Sequel leider vor langer Zeit gecancelt wurde. An meinem größten Kritikpunkt aus den Trailern hat sich aber offensichtlich nichts geändert: dass Cutter Slade im Sequel furchtbar generisch aussieht.
    Geändert von ~Jack~ (17.08.2025 um 00:10 Uhr)

  9. #9
    Das Original war damals echt so ein "Ding"! Ich weiß noch, dass die Anforderungen viel zu hoch für unseren Gümmel-PC waren, aber diese Art von (scheinbarer) Open World, zusammen mit einer solchen Optik, hat schon zu hochgezogenen Augenbrauen geführt, wenn man es in den Magazinen gesehen hat, weil es echt LANGE war, bevor all das normal geworden ist. Und scheiße geschrieben waren die meisten Spiele damals eh.
    Gespielt habe ich es letztlich leider nie, aber ich bin mir auch relativ sicher, dass sich mein persönliches Zeitfenster dafür endgültig geschlossen hat.


    Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D

  10. #10

    Chrono Trigger & To Hell With the Ugly

    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    PC (Steam) Mai 2020 26.08.2024 27:43 Std.



    Chrono Trigger – alleine der Titel hat mich jahrzehntelang erschaudern lassen.
    Dieses eine hochgelobte JRPG aus 1995 für das SNES, dessen Soundtrack ich in- und auswendig kenne.
    Aber das Spiel an sich? Nie gespielt!
    1999 erschien es dann für die PS1, 2009 für Nintendo DS und 2011 auf Android.
    Drei weitere verpasste Chancen und dann 2018 endlich der Release auf Steam, dessen erste Version für viel Kritik sorgte.
    2020 gab ich mir dann einen Ruck, kaufte es und spielte ca. drei Stunden, bevor ich wieder eine Pause von weiteren vier Jahren einlegte.
    Erst die Akira-Toriyama-Challenge 2024 motivierte mich nach Sand Land genug, diesen Klassiker nachzuholen.
    Was folgte, war ein ca. 24 Stunden langer Zockermarathon in nur wenigen Tagen, bis ich mit knapp 28 Stunden Spielzeit und nach Jahrzehnten der Peinlichkeit sagen konnte: „Hey, ich kenne Chrono Trigger auch.“



    Im Königreich Gardia findet die 1.000-Jahresfeier statt und unser stummer Protagonist Chrono testet während einer Vorführung die neueste Erfindung seiner Freundin Lucca.
    Hierbei wird er zusammen mit dem Mädchen Marle 400 Jahre in die Vergangenheit teleportiert.
    Nach dem ersten Schock übernimmt Chrono natürlich die Heldenrolle und begibt sich auf eine lange Reise durch Raum und Zeit.
    Die Handlung wirkt auf den ersten Blick nicht so spannend, was 1995 vielleicht anders war, und das ist wohl einer der Gründe gewesen, warum ich trotz all des 90er-Jahre-Charmes für lange Zeit pausierte, aber im Nachhinein muss ich gestehen: Ich mag Zeitreisegeschichten echt gerne und Chrono Trigger hat mich hinterher äußerst überrascht.
    Denn sobald das Zeitreise-Wirrwarr erst so richtig losgeht und das Team immer größer wird, bleibt es bis zum Ende spannend und ich kam mir vor wie auf einer richtigen Abenteuerreise, mit Höhen und Tiefen, wo der Spieler sein Team wirklich kennen und lieben lernt, was nicht mehr so oft vorkommt und zuletzt JRPGs wie Dragon Quest oder Omori schafften.



    Gekämpft wird in Runden und ja, Chrono Trigger ist hier kein Vorreiter mehr oder irgendwie besonders.
    Dafür spielt es sich flott, hat mit den einzelnen Charakteren ausreichend Abwechslung bei den Angriffen, nervt nicht mit Zufallskämpfen und kann darüber hinaus mit richtig tollen Dungeons punkten, die super funktionieren.
    Dazu folgen innerhalb jeder Epoche viele Veränderungen, sodass sich dieselben Ortschaften immer anders und doch vertraut anfühlen.
    Wer dann noch Zeit in den optionalen Part steckt, kann wirklich viele Stunden versenken, denn seien es Nebenaufgaben, die eine Zeitlinie verändern können, oder die Begleiterquests: Hier wurde in Sachen Umfang abgeliefert.
    All das wird von einem hervorragenden Soundtrack begleitet, der mich, wie bereits erwähnt, schon viele Jahre begleitet.
    Die hübsche Grafik strotzt zudem nur so vor Charme und jeder, der etwas anderes behauptet, weil das Spiel eben alt ist, lügt.



    Fazit: Bis letztes Jahr war Terranigma mein liebstes SNES-Spiel.
    Und vielleicht ist es unfair, die Steam-Version von Chrono Trigger als Maßstab zu verwenden, da ich echt nicht viele SNES-Spiele kenne, Terranigma aber auf diesem System zockte.
    Doch Chrono Trigger ist selbst heute noch so gut, wie alle sagen, woran ich mit jedem verstrichenen Jahr mehr zweifelte, da die eigenen Ansprüche immer weiter steigen.
    Dass erst der Tod von Akira Toriyama und die Idee einer dazu passenden Challenge mich zum Zocken brachten, ist irgendwie bittersüß, aber ohne Spaß: Chrono Trigger ist ein kleines Meisterwerk, welches sich weder damals noch heute vor der Konkurrenz verstecken muss.
    Ich hoffe nur, nie ein modernes Remake erleben zu müssen, denn damit könnte vieles zerstört werden.
    Wenn, dann lieber ein 2.5-Remake wie mit Star Ocean oder Dragon Quest.


    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    PC (GOG) 04.11.2024 06.11.2024 6:25 Std.

    To Hell With The Ugly ist ein Abenteuerspiel nach dem französischen Roman „Et on tuera tous les affreux“ von Boris Vian.
    Aufmerksam geworden bin ich erst durch die echt hübsche Cartoon-Optik und als wäre das nicht schon eine merkwürdige Kombination, ist der Publisher ARTE France.
    Also ein paar Euros zusammengekratzt und auf ins leicht versaute Abenteuer.



    Ihr spielt Rock Bailey, einem recht oberflächlichen, gutaussehenden jungen Mann, der bis zu seinem 20. Geburtstag Jungfrau bleiben möchte.
    Eines Abends wird er in einem Jazz-Club unter Drogen gesetzt und entführt.
    Als er aufwacht, befindet er sich nackt in einem Bett in einer Art Krankenhaus und eine Frau versucht, ihn zu verführen.
    Aufgabe ist es nun, zu entkommen und das Rätsel hinter der Entführung zu lüften.
    Ich muss zugeben, die Handlung plus die oft witzigen Dialoge sind zur Abwechslung mal was anderes.
    Zwar wird es nie wirklich anspruchsvoll, doch der Mix aus Adventure und Rollenspiel kann sich sehen lassen für einige wenige Stunden.
    Denn Kopfnüsse sucht der Spieler vergebens und aufleveln lässt sich Rock auch nicht.
    Vielmehr muss sich der Spieler an Gegnern vorbeischleichen und in den Rundenkämpfen aufpassen, die richtigen Aktionen auszuwählen.
    Hat man das raus, spielt sich alles ziemlich flott und schön abwechslungsreich.
    Denn ich war nach gut sechs Stunden durch und kam mir ein wenig vor wie in einer Miniserie bzw. einem zweiteiligen Film.



    Fazit: To Hell With The Ugly ist anders und war letztes Jahr ein kleines Highlight für mich.
    Solche Indie-Games hätte ich gerne öfters und nicht immer nur solche Walking-Simulatoren, die außer in Sachen Optik und Handlung nichts zu bieten haben.
    Ob Rock Bailey aber Jungfrau bleibt, müsst ihr selber herausfinden.
    Now: Eriksholm: The Stolen Dream / Done: Dispatch
    Now: Banshee – Small Town. Big Secrets. Staffel 1 / Done: Peacemaker Staffel 2
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Titans United – Geraubte Kräfte
    RPG-Challenge 2025 / Now: Clair Obscur Expedition 33

  11. #11

    Star Wars Outlaws & South of Midnight

    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Xbox Series X 30.08.2024 14.02.2025 18:17 Std.

    Ja, Star Wars.
    Die Science-Fiction-Filmreihe schlechthin.
    Jeder kennt und liebt sie.
    Über Comics, Filme und Serien gibt es natürlich auch reichlich Games.
    Ich betrachte mich zwar als mächtig unerfahren in dieser Franchise, da ich nur einen Film, zwei Staffeln The Mandalorian und die beiden Star Wars Jedi-Games kenne.
    Davon waren genau 50 Prozent toll und die anderen 50 Prozent in Ordnung bis ziemlicher Blödsinn.
    Also nein, ich bin kein Fan, sehe aber viel Potenzial in diesem Universum, weit weg von Jedis und Siths.
    Und hier kommt Star Wars Outlaws ins Spiel.
    Eine eigenständige Geschichte einer Diebin im Star Wars-Universum.
    Klingt wie für mich gemacht und es haben sich über Monate so einige Hoffnungen entwickelt, die leider kaum erfüllt wurden.



    Kommen wir gleich zum größten Kritikpunkt: der Geschichte.
    Die Diebin Kay Vess träumt von einem ruhigen Leben mit ihrem Haustier Nix.
    Dumm nur, dass es für die Rente viel zu früh ist, mit gerade einmal zweiundzwanzig.
    Passt aber voll in die Generation-Z-Schiene.
    Jedenfalls ist unsere kleine Diebin auf Cantonica zuhause.
    Verlassen von der Mama und viele doofe Ideen später soll ein großer Raub alles richten.
    Dieser gerät nur leider völlig aus den Fugen und so müssen Kay und Nix vom Planeten fliehen, da jetzt das komplette Zerek-Besh-Syndikat hinter ihr her ist.
    Aber anstatt dass Kay ihr Handeln reflektiert, suhlt sie sich wie ein Schwein in Selbstmitleid und versucht, mit noch mehr Straftaten ihre Rente durchzuziehen, weil ihr Leben angeblich so hart war.
    Tja, Süße, von nichts kommt nichts.
    Was mich an der ganzen Sache stört: Kay macht ein auf Opfer und stellt sich indirekt als die Gute da … unter Verbrechern.
    Wären die Schreiberlinge von Massive Entertainment nur mutig genug gewesen, Kay ein anderes Image zu verpassen, hätten die richtig was reißen können.
    Aber nicht als dumme Gans, die bloß viel schnattern kann.
    Darüber hinaus bleiben fast alle anderen Charaktere furchtbar blass und der einzige Hoffnungsschimmer ist Haustier Nix.
    Ja, manchmal kann stumm sein oder quieken ein Segen sein.
    Auch alles, was nach dem Prolog kommt, ist zum Gähnen.
    Kay trommelt ein Team zusammen für einen noch größeren Raub und dafür müssen mehrere Planeten bereist werden.
    Großartige Wendungen oder Charakterentwicklungen bleiben aus und so plätschert die Handlung belanglos vor sich hin.



    Zweitgrößter Kritikpunkt wäre dann die Open World.
    Ja, in der heutigen Zeit muss alles riesig und unübersichtlich sein.
    Die Ubisoft-Formel wird hier bis auf den letzten Tropfen gemolken.
    Alles blinkt den Spieler an, Fraktionen wollen einen mit öden Nebenquests zumüllen und natürlich will jede Ecke erkundet werden und möglichst viel Zeit kosten.
    Zu blöd, dass all das total langweilig für mich war und ich nach den ersten Stunden so genervt war, dass ich mich ausschließlich auf das Hauptspiel konzentrierte.
    Und genau das war dann der Moment, wo so etwas wie Spaß aufkam.
    Denn die Planeten sehen allesamt echt stark aus und mit seinem Gleiter(?) durch die Gegend zu brettern, ist verdammt cool.
    Und Nix als ständiger Begleiter und als Unterstützung beim Schleichen, Schießen oder bei manch kleineren Rätseln ist ein großer Gewinn fürs Spiel.
    Auch die Städte pulsieren vor Leben und wenn dann noch geklettert werden darf, entsteht manchmal ein richtiger Flow.
    Das Erlernen von neuen Fähigkeiten hingegen ist an sich schön umgesetzt, da Missionen erfüllt, statt Erfahrungspunkte gesammelt werden.
    Nur wenn diese Missionen langweilig sind, geht der Schuss wieder nach hinten los.



    Fazit: Mein Bruder war überrascht, als ich ihm erzählte, keine 20 Stunden in Star Wars Outlaws investiert zu haben.
    Er befand sich nämlich irgendwo bei 90+ Stunden.
    Nur genau diese Schnelligkeit hat mich vor einem mittelmäßigen Spiel bewahrt.
    Denn Star Wars Outlaws ist so ein 50/50-Spiel.
    Wer keine riesigen Open Worlds oder Star Wars mag, wird hier vermutlich kaum glücklich.
    Nur dann ploppen einige echt gute Punkte auf, die schnell von der Masse an Zeitverschwendungen begraben werden können.
    Doch dieses zügige Durchspielen hat vieles nicht so schlimm werden lassen, als wenn ich 40+ Stunden reingeknallt hätte.
    Für mich ist Outlaws von der Wertung exakt wie Survivor vor zwei Jahren.
    Mit Ach und Krach ein gerade noch gutes Spiel mit einem Meter langen Minuszeichen dahinter und am Ende halt enttäuschend, da ich mehr erwartete.


    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Xbox Series X 08.04.2025 13.04.2025 17:14 Std.

    South of Midnight war direkt nach Clair Obscur: Expedition 33, der für mich wichtigste Game-Pass-Titel in diesem Jahr.
    Denn düstere Folklore im tiefen Süden der USA mit deftigen Southern-Gothic-Touch gibt es wenig bis gar nicht in Games.
    Hier hat sich Entwickler Compulsion Games ein frisches Setting einfallen lassen.
    Problem ist nur: Besagter Entwickler hat gute Ideen, aber vom Gameplay her taugen die meisten Spiele kaum was.
    Contrast und We Happy Few sind die besten Beispiele, aber ich war diesmal vorbereitet.



    Die junge Hazel Floods lebt mit ihrer Mutter im Örtchen Prospero.
    Als ein Hurrikan kurz bevorsteht und Hazel nach den Nachbarn schaut, wird ihre Mutter samt Haus von einer Sturzflut weggespült.
    Während Hazel zur Hilfe eilt, scheint sich die Realität um sie herum zu verändern und landet sie am Ende bei ihrer Großmutter.
    Hier entwickelt sie mehr aus der Not heraus die magischen Fähigkeiten einer Weberin, die die große Tapisserie sieht.
    Einen Wandteppich, der die gesamte Schöpfung zusammenhält.
    Denn überall in Prosperu tauchen auf einmal Geister auf, die bekämpft werden müssen, und gleichzeitig wird Hazel auf der Suche nach ihrer Mutter mit den Schicksalen einiger Einwohner konfrontiert und versucht, diesen zu helfen.
    Der grobe Umriss der Geschichte macht einiges her, dabei wird es tatsächlich eher still statt imposant an den Spieler herangetragen.
    Denn die einzelnen Schicksale sind meistens interessanter als Hazels eigene Geschichte.
    Sei es ein Mann, der sich in eine Sagengestalt verwandeln kann, bis hin zu entführten Kindern, oder ein Mann, eingesperrt in einem Baum: Hier haben sich die Köpfe von Compulsion Games Gedanken gemacht und einige bizarre und emotionale Geschichten ins Spiel gepackt.



    Bis hierhin ist South of Midnight genau das geworden, was ich mir erhoffte.
    Doch besagtes Gameplay könnte vieles ruinieren, was zum Glück ausgeblieben ist.
    Zugegeben, das Kampfsystem ist simpel und es gibt wenige Gegnertypen und einen überschaubaren Skilltree.
    Hier funktioniert das Spiel nur, doch hinzu gesellen sich viele ruhige Momente, in denen gehüpft und geklettert wird oder sich viele Tagebucheinträge finden lassen, die die einzelnen Schicksale näher beleuchten.
    Außerdem gibt es richtig coole Bosskämpfe, die allesamt einen eigenen Song haben und bombastisch präsentiert werden.
    Das sind die Momente im Gameplay, wo das Spiel ordentlich punktet und sich so gut die Waage hält mit dem eher schwachen Kampfsystem gegen immer die gleichen paar Gegner.
    Was mir außerdem gut gefiel, war der lineare Ablauf der 14 Kapitel.
    Keine Open World, keine zig Umwege, sondern ein Spiel, das weiß, wo es langgeht.



    Und ähnlich wie in Clair Obscur: Expedition 33 sind Grafik und Soundtrack so einzigartig, dass ich jedem einen Blick empfehlen kann, der weg möchte vom Einheitsbrei.
    Denn neben der etwas comichaften Grafik kommt ein Stop-Motion-Effekt zum Einsatz, der sicherlich als störend empfunden werden kann, mir aber total gut gefallen hat.
    Dazu ein Soundtrack, der das Südstaaten-Feeling perfekt einfängt, aber durchaus gewöhnungsbedürftig ist und von Südstaaten-Künstlern eingespielt wurde.
    Sei es Blues oder selbst Honky-Tonk, Abwechslung wurde großgeschrieben.





    Fazit: South of Midnight ist für mich das mit Abstand beste Spiel des Entwicklers und gleichzeitig so außergewöhnlich, dass ich Angst um das Studio habe.
    Denn finanziell erfolgreich wird das Spiel vermutlich nicht sein und Microsoft ist gut im Vernichten von tollen Studios.
    Zwar darf vom Gameplay nicht zu viel erwartet werden, doch die Stärken sind reichlich und überwiegen die Kritikpunkte.
    Denn so simpel das Kampfsystem und die Welt auch sein mögen, es fühlt sich durchgehend frisch an, was selten geworden ist.
    Now: Eriksholm: The Stolen Dream / Done: Dispatch
    Now: Banshee – Small Town. Big Secrets. Staffel 1 / Done: Peacemaker Staffel 2
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Titans United – Geraubte Kräfte
    RPG-Challenge 2025 / Now: Clair Obscur Expedition 33

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