Umfrageergebnis anzeigen: Welche Partei wirst du wählen?

Teilnehmer
59. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • CDU/CSU

    7 11,86%
  • SPD

    9 15,25%
  • FDP

    8 13,56%
  • Die Grünen

    5 8,47%
  • Die Linke

    18 30,51%
  • AfD

    6 10,17%
  • Eine andere Partei

    4 6,78%
  • Ich wähle nicht/ungültig

    2 3,39%
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Ergebnis 821 bis 837 von 837

Thema: Butawa 2017 und danach - Aktuell: Merkel 2.0

  1. #821
    Die können ja froh sein, dass sie nicht Kramp-Wagenbauer heißt. Sonst würde man das AKW abkürzen, was den Grünen vielleicht nich so gefiele.
    Finde sie nicht unsympathisch, auch wenn mir manche politischen Positionen nicht gefallen. Aber das ist bei der Partei eh normal für mich.
    Sie ist ja aus dem Saarland und ich selber bin aus Rheinland-Pfalz, meine Oma war aber ausm Saarland. Sind doch nette Leute, von dort.

    Witzig fand ich ja, dass irgendwo manche Verschwörungstheorien rumgingen. Angeblich hätte man am Parteitag irgendwas manipuliert, damit AKK gewinnt. (Das Mikrofon von Merz sei gedimmt worden oder irgendwas in der Art.)
    Bei den ersten Umfragen (eine mit Zeitraum 07. bis 09. Dezember) scheint die Union sich zu stabilisieren. Von 29 auf 32 rauf oder so. Mal gucken, wie das langfristig wird.

    Wichtig wird sein, dass mal Unsicherheit weg ist - egal ob mit Merz oder mit AKK. Jetzt können sich alle wieder anpassen an das, was so kommt.

  2. #822
    Zitat Zitat von PeteS Beitrag anzeigen
    Die können ja froh sein, dass sie nicht Kramp-Wagenbauer heißt.
    Oder Kathrin.

    Zitat Zitat
    Witzig fand ich ja, dass irgendwo manche Verschwörungstheorien rumgingen. Angeblich hätte man am Parteitag irgendwas manipuliert, damit AKK gewinnt. (Das Mikrofon von Merz sei gedimmt worden oder irgendwas in der Art.)
    Ja, AKK soll ja auch nen finsteren Pakt mit Ziemiak geschlossen und alle rechtsrheinischen Brunnen vergiftet haben. Jörg Meuthen, der sich aufgrund seines fortwährenden Dienstverhältnisses an der HöV Kehl weiterhin Prof. nennen darf, schloss daraus (es handelt sich um die 1:1-Kopie eines Leserbriefs von Meuthen im Jürgen-Fritz-Blog), dass es sich um ein Eingeständnis handelte, wenn man sich mit der Verschwörungstheorie nicht tiefgehender auseinandersetze, um sie als wahr oder falsch zu beweisen. Seine Quelle? Ein der Verschwörungstheorie ganz eindeutig Glaubhaftigkeit beimessender Spiegel-Artikel mit folgendem Absatz:
    Zitat Zitat
    [...] allerlei böse Gerüchte und Verschwörungstheorien werden von enttäuschten Merz-Fans gestreut. // So wird etwa behauptet, dass die Parteitagsregie am Freitagnachmittag das Mikrofon während der Rede von Merz bewusst heruntergedimmt habe. Eine Art Dolchstoßlegende: Das Establishment soll schuld daran sein, dass Merz mit seiner Rede nicht so durchgedrungen ist wie erhofft.
    Ich hab ja gehört, AKK hat ein Haus im Wald, das aus Wurst oder Lebkuchen besteht, und hat die Spargelkönigin vom Jäger in den Beruser Wald bringen lassen, um ihr dort das Herz rauszuschälen. AKKs dialektaler Einschlag bringt Stahlträger zum Schmelzen. Im Auftrag von Hillary Clinton hat sie eigenhändig den Bengasi-Anschlag verübt. AKK war die einzige, die Barabbas Begnadigung gefordert hat. Deutschland hätte den ersten Weltkrieg gewonnen, hätte AKK nicht den Dolch in der Hand gehabt. Hab ich was vergessen? Ach ja, AKK ist Maga für Autolobbyismus bei den Illuminaten.


    Der Witz ist nicht, dass irgendwo manche Verschwörungstheorien rumgingen. Die Frau aus dem Saarland hat nach Anschauung von Merz-Anhängern über AfD-Spacken bis reddit-Trollen bereits Verrat am Deutscharier-Genom verübt, weil sie mal meinte, man könne 2015 nicht ungeschehen machen (findet sich übrigens auch in Meuthens Leserbrief -- als bräuchte man noch n Hinweis darauf, dass dieser von der HöV Kehl zu Lehre und Forschung Berufene so tief im Chemtrail-Zerstoßer-Milieu sitzt wie nur möglich). Der große Witz ist, dass die Aluhut-Faschos jetzt zweieinhalb Jahre Zeit haben, um ihre Merkel=Hitler-Vergleiche auf AKK umzuspeisen. Ey, ich wünsch wir echt ne Ampelkoalition, nur um diese Anstrengung verpuffen zu sehen; ich würd sogar Lindner wählen, wenn das der Ausgang wäre. (Das wäre auch der einzige Grund, um Lindner zu wählen.)

    Geändert von Mordechaj (11.12.2018 um 00:43 Uhr)

  3. #823
    Zitat Zitat von Ken der Kot Beitrag anzeigen
    Merz empfiehlt Geringverdienern in Aktien zu investieren. Der Mann hat keinen Plan mehr, was die Mittelschicht ausmacht (er zählt sich irrsinnigerweise ja selbst dazu). Aus welchen Verhältnissen er ursprünglich kam ist dabei irrelevant. Ich bin froh, dass es AKK geworden ist. Über Spahn brauchen wir ja, denke ich, nicht großartig zu reden, daher lassen wir den mal gepflegt außen vor.
    Lass mich dir etwas grundlegendes erklären. Nehme an ein Unternehmen, dass noch recht klein ist, schafft in einem Jahr aus 100 €, 110€ zu machen. Sprich: 10% Eigenkapitalrendite.
    Das ist eine tolle Sache und dann wäre es gut, wenn es viel mehr Geld hätte, damit eben auch eine noch höhere Summe dabei an Gewinn herauskommt. Dann kann es zur Bank gehen und sich Geld leihen. Das Problem: Die Bank will 8% Zinsen (das ist realistisch, denn es besteht die Gefahr, dass das Unternehmen pleite geht und dieses Risiko ist eingepreist).
    Also könnte das Unternehmen auch etwas anderes tun. Es löst seinen "Wert" in Aktien auf, und verkauft diese an der Börse (sagen wir nur mal 30% der Aktien werden ausgegeben).
    Dann hat es mehr Geld zu Verfügung und dies zinslos. Merke also: Unternehmen sind deshalb an der Börse, damit sie Geld einsammeln können und ihre Eigenkapitalausstattung erhöhen können.
    In jedem Unternehmen gibt es nun zwei Arten von Tätigkeiten. Ausführende Tätigkeiten (Die Haare werden geschnitten, Das Designermöbel wird gebaut, Das Essen, wird gekocht, Die Heizung wird montiert) und planerische/strategische Tätigkeiten (Die potentielle Abnahmemenge an Dönerspießen wird prognostiziert, Der neue Werk wird in Südafrika gebaut, Die Schweißroboter beschleunigen die Endmontage).
    Frage: Welche Tätigkeiten im Unternehmen tragen mehr zur Wertschöpfung bei? Nun wenn ein normaler "Arbeiter" 100 Produkte am Tag herstellt und durch den neuen Prozess 120 Produkte am Tag, dann hat zwar sein Output erhöht, aber den Prozess hat nicht er gestaltet. Typischerweise haben Menschen Lernkurven. Nach der Ausbildung kannst du ca. 20-30% an Leistung zulegen (je nach Job kann es auch anders sein) und dann bist du fertig und musst gucken, dass du dein Level mindestens hälst, durch Weiterbildung.
    Die Leute mit den planerischen Tätigkeiten haben durchaus auch Lernkurven, aber sie können mit einer Idee die gesamte Wertschöpfung des Unternehmens erhöhen.
    Betrachtet man also den Wert des Unternehmens (der sich naiv betrachtet ca. mit +10% jedes Jahr steigert), so tragen die ausführenden Elemente eher linear bzw. sogar konstant
    zu dieser Steigerung bei und die planerischen eher exponentiell. Der ausführenden Elemente machen überspitzt gesagt jeden Tag das gleiche und steigern sich nicht mehr.
    Ihr Anteil an der Wertschöpfung wird kleiner. Sie haben daher nicht das Recht andauernd mehr Geld zu erhalten, denn die Tatsache, dass mehr Geld da ist, liegt an der planerischen Elementen und natürlich den Menschen die ihr eigenes Geld da reingesteckt haben, nämlich die Investoren.
    Und deshalb gibt es für Menschen in ausführenden Tätigkeiten nur zwei Möglichkeiten aus diesem "oberen" Bereich die "fette" Kohle zu bekommen.
    1. "Aufsteigen". Das ist aber nicht für alle möglich.
    2. Selbst zum Investor werden.

    Und das hat Friedrich Merz erkannt. Sein Vorschlag: Den Bürger an der Wertschöpfung in einem höherem Maße zu beteidigen.
    Ich brauch wohl nicht zu erwähnen, dass die fette Wertschöpfung heute global betrachtet in relativ wenigen Deutschen Unternehmen stattfindet.(google etc. hust)
    Durch Aktien kann man an der Wertschöpfung globaler Unternehmen partizipieren. Das ist 1000 mal sicherer als ein Industriebeamten Job bei Opel. Oder als eine
    Altersvorsorge bei einer Deutschen Versicherung.

    Aktiensparpläne kannst du bei comdirect oder consorsbank (oder anderen, aber die sind günstig) ab 25€ /Monat, also 3 Maximenüs + Eiscreme, starten.
    Machst du das für 45 Jahre, sind das gut und gerne 80.000€ was da rauspringt, wenn man die historische Durchschnittsrendite an der Börse von 7-8% pro Jahr betrachtet.
    Man kann das schon für sein Kind machen. Also ab 0. Dann bis 67 oder 70, springen da nochmal deutlich mehr heraus.
    Ich verstehe also nicht, wieso das nicht möglich sein soll. Aber vermutlich kann einfach kaum ein Bürger das ausrechnen....

  4. #824
    Naja, woher soll der durchschnittliche Deutsche denn wissen wie das mit den Aktien funktioniert? Die Leute haben eh kaum Geld, also wieso sollten sie in irgendwas investieren, von dem sie nicht mal ansatzweise wissen wie es funktioniert und ob/wann da am Ende ein Plus für sie rausspringt? Das erklärt einem ja keiner. Wie viel Geld bekomme ich durch Aktien und wann/in welchem Zeitraum? Was muss ich dafür tun, um durch Aktien Geld zu bekommen (abgesehen vom Kauf der Aktien)? Wie kann ich die Risiken abschätzen und wo liegen die überhaupt? Welches Grundwissen brauche ich im Umgang mit Aktien? Können Aktien eine sichere Einnahmequelle sein wie der Monatslohn? Wo investiere ich und wo eher nicht? Ab wann lohnt sich eine Aktie für mich? Das sind viele Fragen, deren Antworten dir aber niemand auf dem Silbertablett servieren wird, weil es für dich ja sonst ein leichtes wäre, Unmengen an Kohle zu verdienen. Bevor ich sowas nicht weiß und mir 100% sicher bin, dass ich genügend Plan von der ganzen Sache hab, würde ich nen Teufel tun und in Aktien investieren.

  5. #825
    Ehe ich in Aktien investiere, würde ich eher mein Bankkonto plündern und ins Casino gehen. Das ist genauso sicher, geht aber schneller und macht vermutlich auch mehr Spaß.

  6. #826
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Ehe ich in Aktien investiere, würde ich eher mein Bankkonto plündern und ins Casino gehen. Das ist genauso sicher, geht aber schneller und macht vermutlich auch mehr Spaß.
    Wenn du damit zocken willst, sicher. Du kannst aber auch konservativ anlegen und warten bis sich das ganze über die Dividende amortisiert...

  7. #827
    Ganz Unrecht hat er nicht. Das stimmt. Viele sehen aber auch nur die Möglichkeit zu Spekulationsgewinnen (und eben die große Gefahr von Verlusten hierbei auch). Macht dann wirklich nur Sinn, wenn man langfristig dabei ist - und auch stabile Unternehmen hat, wo man davon ausgehen kann, dass die nie Konkurs anmelden (zumindest so lang man lebt nich).

    Dann kannst du tatsächlich was rausholen (sofern auch ausgeschüttet wird oder man langfristig mi Gewinn verkauft - was aber auch nich immer möglich sein wird, wenn man halt Pech hat und der Kurs sich irgendwo niedriger etabliert und da verharrt auch langfristig). Da wird dann aber trotzdem das Problem sein, dass viele gar nich mal normal sparen können - Aktien gehen dann sowieso nich.

    Es muss auch erst mal was übrig bleiben, nach monatlichen Lebenshaltungskosten und dem gelegentlichen Luxus, den man sich vielleicht erlauben will. Sehr viele werden das schon mal nich können. Die, die es können ... die haben gar nich so die Probleme, dass sie sich über Geld zu viel Gedanken machen.


    Interessant wäre, wenn man Mitarbeiteraktien fördert - also vom Staat Anreize setzt bzw. verstärkt, dass diese ausgegeben werden und auch gekauft werden. (Beidseidig die Anreize, also für Unternehmen, aber auch für Mitarbeiter.) Dann wären immer die Mitarbeiter direkt an den eigenen Produktiosnmitteln beteiligt.Langfristig wäre das ja witzig, wenn plötzlich alle Aktien sich bei Mitarbeitern befänden (okay wird nie so sein,. werden eh neue dazukommen die dann verteilt werden, der Rest bleibt bei den Großen) - da hätten die im Endeffekt die volle Macht. Bei der aktuellen Mitbestimmung in Aufsichtsräten sind ja schon Arbeitnehmervertreter erforderlich ... also wenn die Arbeitnehmer da noch genug Anteil zusammenkriegen um über die Anteilseigner-Seite Vertreter hinzuschicken könnten sie ja die Mehrheit holen.

    Das wird aber halt aus eigenem Anreiz nur für große Unternehmen interessant sein, die sich langfristig Spezialisten sichern wollen - weil damit auch Mitarbeiterbindung verbunden ist. (Die wichtig ist.)


    Beim Kapital ist eher das Risiko relevant, weshalb die Kapitalgeber auch mehr davon haben sollten, als der nur rein angestellte Arbeitnehmer, der seinen Lohn kriegt. Die Bezahlung für "planerische" Sachen - die höher ist - wird sich eher an Angebot und Nachfrage orientieren. Weil das nich jeder kann (man braucht höhere Bildung) und es da weniger Leute gibt ... wird besser bezahlt, etc. Dass rein die immer für so extrem viel mehr Wertschöpfung verantwortlich sind ... muss ja auch nich zwingend sein. Die können trotzdem Werte vernichten. Und bei fixen Bestandteil ihres Gehaltes dann noch mehr rausholen als der kleine Produktionsmitarbeiter, der konstant produziert (also nix damit zu tun hat, dass durch ne Fehlentscheidung von oben Verluste gemacht wurden).

    Ein Problem wird sein, dass ganz hohe Entscheidungsträger nicht (genug) am negativen Risiko beteiligt sind. Also die Manager über die man sich beschwert, wenn irgendwo mal Millionen vernichtet werden. Die vielleicht dann keine Gewinnbeteiligung/Bonus mehr kriegen. Aber trotzdem noch nen hohes Fixum und Abfindung, etc. Da kann irgendwo der Anreiz weg gehen, optimal zu agieren. (Wobei bei ner hohen Beteiligung am Verlust halt weniger Leute den Job machen würden. Da muss man auch drauf vertrauen, dass die Gewinnbeteiligung - und eventuell eigene Aktien die derjenige hält - doch schon dazu führt, dass die ihr bestes geben. Und dass Fehler die vorkommen auch jedem andern hätten passiern können.)

  8. #828
    Zitat Zitat von Ashrak Beitrag anzeigen
    Wenn du damit zocken willst, sicher. Du kannst aber auch konservativ anlegen und warten bis sich das ganze über die Dividende amortisiert...
    Wenn man das kann, sicher. Aber wer von denen, denen Herr Merz empfohlen hat, ihr nicht vorhandenes Geld in Aktien anzulegen, weiß schon, wie das geht? Wenn solcherart Geldgeschäfte Teil der Allgemeinbildung wären, wär der Rat vielleicht sogar gut. So, wie es sich darstellt, ist aber ein bisschen zu viel Konjunktiv (aber wenn das tatsächlich so einfach mit dem verantwortungsvoll Geld anlegen ist, wie manchmal behauptet, dann müsste das ja auch in der Schule vermittelbar sein. Ein Halbjahr zehnte Klasse Politik oder so, um mal einen konkreten Vorschlag zu machen).

    Dann sind auch die Erfahrungen mit Telekomaktie und dem, was während der Finanzkrise an kleinen Anlagen verdampft ist noch präsent. Vor allem erstere (damals auch als Volksaktie beworben) wirkt nicht gerade als vertrauensbildende Maßnahme nach. Wenn Merz jetzt völlig ohne Fundament so einen Vorschlag ablässt, wirkt das einfach wie blanker Hohn auf mich.

    Im Endeffekt bin ich sehr froh, dass Frau Kramp-Karrenbauer das Rennen gemacht hat. Sie wirkt angenehm unprätentiös, während ich bei den beiden anderen immer wieder das Gefühl habe, dass die beide Hände voll damit haben, ihre eigenen Egos vor sich herzutragen. Ich finde weder Merz noch Spahn vertrauenswürdig. Oder überhaupt würdig für das Amt.

  9. #829
    Ich denke ein weiterer Punkt ist auch, dass das höchstens mittel- bis langfristig hilft (wenn denn überhaupt). Die Leute aber, deren Rente jetzt schon nicht reicht oder für die das bald kommt, haben davon gar nichts, jetzt das Geld irgendwo nochmal neu anzulegen. Einige Leute unken schon wieder, dass es auf einmal nur noch um Rente und Rentner gehe, aber... das ist halt ein echt großer Teil der Bevölkerung, von dem es einem nicht kleinen Teil tatsächlich nicht allzu gut geht. Die jetzt einzusammeln ist ein extrem wichtiger Schritt, auch, damit die nicht - so noch nicht geschehen - dann zu Protestwählern und darüber zu "echten" AfD-Wählern werden.

  10. #830
    Mich schockiert das hier vorhandene Unwissen über die Aktienmärkte.

    Klar: Heut gekauft und morgen mit 20% Gewinn verkauft oder 50% verloren das ist Zockerei (und wir reden hier nicht von Games). Das betrifft allerdings in der Regel Einzelaktien, also wenn nur von einer Firma Aktien im Depot habe. Das ist ziemlich dämlich. Wenn ich natürlich breit streue, dann wird weder das eine noch das andere eintreten.
    Wie kann man streuen? Entweder selbst viele verschiedene Aktien kaufen oder einen ETF (am besten einen Index-ETF) kaufen. Z.b den S&P 500. Damit man hier sein Geld verliert,
    müssen die 500 besten Unternehmen der Welt pleite gehen. Oder den Russel 3000. Dafür müssen die 3000 größten US Firmen pleite gehen. Ich behaupte, dass ist viel unwahrscheinlicher
    als das eine deutsche Versicherung pleite geht. Die investieren übrigens ebenfalls in Aktien... vom Geld der Versicherten. Dann monatlich einzahlen, blos nicht verkaufen wenn alles fällt und 30,40 Jahre warten. Durchschnittsrendite des Marktes 7-8% pro Jahr. Wo das nun Zockerei sein soll, keine Ahnung. Übrigens haben die Deutschen die geringste Aktienquote der westlichen Welt. Ca. 8%. In den USA haben über die Hälfte Aktien zur Altersvorsorge.

  11. #831
    Ist halt ne unglaublich langweilige Thematik - das mit den Aktien. Selbst wenn man sich für "Wirtschaftskram" interssiert. Genausolangweilig wie Versicherungen, etc. (Aber für den Mathematiker - das kann ich nachvollziehen - sicher interessant.) Dass man da streuen kann (und sollte) hat auch nich speziell was mit den Aktien zu tun. Das hat man ja überall, dass man Risiko minimieren kann, durch Diversifizierung.

    Bei den Amerikanern wirds dran liegen, dass die fast gar kein Sozialsystem haben. Zur Vorsorge gezwungen sind - und auch Familie haben sollten, die mal hilft im Alter. Der Deutsche denkt eher kurzfristig. Unser System gibts einfach her. Selbst wenn du ne kleine Rente hast und gar keine Aktien ... man muss hier nich verhungern. (Deshalb würd ich da auch nich zu viel jammern. Aber gut ich bin eh wenig gewohnt, manche sind mehr gewohnt und wollen das auch im Alter und die Rentner machen nen großen Anteil an Wählern aus.)

    Prinzipiell eigentlich okay - der Gedanke, dass der Staat mit Grundsicherung dafür sorgt, dass auch im Alter überlebt werden kann - und für den Rest jeder selber sorgt. Zu mehr ist ja eigentlich auch keine Pflicht. Viele wollen aber auch jetzt gut leben ... und später auch noch. Und vergessen, dass es ne zeitliche Abwägung ist. Jetzt weniger ... dafür später bissl mehr. So lang privat anzusparen halten auch sicher nich viele durch. Da kriegt man dann eher mal Lust auf Urlaub und löst irgendwo ein paar Tausender aus ner Anlage auf und verlebt es, etc.

    Die 80.000 Euro im Beispiel irgendwo oben - sind sicher auch schnell verlebt. Grad wenn der Alte da dann das Geld liegen sieht und sich komplett den selben Lebensstandard wie früher gönnen will oder gleich mal ein paar Kreuzfahrten macht, etc. Um nur von Zinsen zu leben bräuchte man ja weit mehr. (Gut mit staatlicher Rente - und die 80.000 dazugerechnet ist wieder ne andere Sache, da hat man dann schon viel. War jetzt im Beispiel auf pure Selbstversorgung bezogen.)

    Da müssen Leute auch irgendwo lernen, mit Geld umzugehen. Es gibt zwar viele "Hartz IV"ler die auch gern mal über ihrem Niveau leben - was da leicht mal passiert. (Trotz viel Freizeit und dass man eigentlich drauf achten kann und sich halt keinen teuren Luxus holt.) Erstaunlicherweise hab ich aber öfter auch mal den Eindruck, dass grad Leute mit viel Geld (wenn Geld nich grad ihr Beruf ist) - nich wirklich damit umgehen können. Man liest ja gelegentlich, dass Lott-Millionäre mal sich übern Tisch ziehn lassen, Geld schnell weg ist. Irgendwelchehn Unterhaltungskünstlern die Geld machen - aber nich damit umgehen können, weil es nich ihr beruf ist - passiert sowas auch gelegentlich. Gibt genug Leute wo man denkt "das hätte denen doch langen müssen bis die 120 Jahre alt sind und an Altersschwäche sterben", die es in <5 Jahren weg kriegen.


    Die Hauptproblematik beim aktuellen System ist sicher, dass die Jüngeren für die Rentner einzahlen - und es immer weniger Jüngre und immer mehr Ältere gibt. Ich frage mich ob es so 1:1 besser ist, wenn man direkt umstellen würde/könnte - darauf, dass jeder selber vorsorgt. Das wird schon mal gar nich gehen. Weil bei den jetzt Alten ist ja nix da. Aber wenn es ginge ... jeder der Jüngeren hätte mehr und müsste das selber investieren (oder er verkonsumiert und hat später nix). Da müssten die Volkswirtschaftsprofis sich Gedanekn drüber machen. Wenn plötzlich extrem viele in Aktien wollen hat das ja sicher Auswirkungen auf die Kurse. Wenn die alles verkonsumieren ist das sicher auch nich schlecht.

  12. #832
    https://www.derwesten.de/politik/kan...215997979.html

    Zitat Zitat
    Berlin. Wird die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (56) etwa schon bald Kanzlerin Angela Merkel (64) beerben? Von dieser Möglichkeit berichtet die „Bild“ (Bezahlinhalt) und spricht von einem „Geheim-Plan“.

    AKK, wie Annegret Kramp-Karrenbauer auch genannt wird, könne demzufolge entweder zur Europa-Wahl Ende Mai 2019 oder zur Halbzeit der Großen Koalition (GroKo) im Herbst 2019 Kanzlerin werden. Beide Termine seien „Sollbruchstellen“ der GroKo.


    Annegret Kramp-Karrenbauer als Merkel-Nachfolgerin? Das ist der CDU-Plan

    Die CDU plane laut „Bild“ schon eine Kanzlerschaft von AKK – ohne SPD, mit der CDU als Minderheitsregierung. FDP und Grüne müssten dieses Modell tolerieren.

    Spätestens im Frühling 2020 werde AKK als Kanzlerin auf Angela Merkel folgen, damit Kramp-Karrenbauer aus dieser Position heraus in den Wahlkampf gehen kann.
    AKK seit CDU-Parteitag neue Chefin der Partei

    Kanzlerin Angela Merkel hatte im Oktober verkündet, dass sie als CDU-Vorsitzende zurücktreten wird. Am vergangener Freitag haben 1001 Delegierte in Hamburg ihre Nachfolgerin gewählt: Annegret Kramp-Karrenbauer.

    Die beiden anderen Kandidaten waren Friedrich Merz und Jens Spahn. Letzterer wurde allerdings als Außenseiter gehandelt, holte dann im ersten Wahlgang aber einen überraschenden Achtungserfolg. (lin)
    Puh, wenn das so stimmt wäre das eine noch krassere Wählerveraschung. Klar ist es legitim und Verfassungskonform, dass eine Bundeskanzlerin nicht dem Bundestag angehört, aber eine Kanzlerin, die nicht einmal indirekt vom Volk gewählt wurde... hat schon ein Geschmäckle.

    Die Europawahl könnte vermutlich ein Desaster für die Union werden. Wobei 30% der letzten Wahl nicht unbedingt meilenweit unterboten werden. Wenn die Union 28% schafft, wird man nicht groß herumpöbeln bei der neuen Partei-Chefin. Wenn dann aber noch wie zu erwarten ist die drei ostdeutschen Wahlen ende des Jahres in die Hose gehen würde AKK ziemlich angeschlagen ihre Kanzlerschaft antreten. Wenn Merz es geschickt macht, lässt er sich jetzt noch zum Wirschaftsminister ernennen und sägt dann in einem Jahr gewaltig am Stuhl der gewählten Gottkramperin.

    Geändert von Itaju (12.12.2018 um 15:55 Uhr)

  13. #833
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Puh, wenn das so stimmt wäre das eine noch krassere Wählerveraschung. Klar ist es legitim und Verfassungskonform, dass eine Bundeskanzlerin nicht dem Bundestag angehört, aber eine Kanzlerin, die nicht einmal indirekt vom Volk gewählt wurde... hat schon ein Geschmäckle.
    Naja, bei aller Liebe... das ist erstmal nicht mehr als eine Mutmaßung der BILD!-Zeitung. Dass es wirklich so weit kommt, darf erst mal bezweifelt werden. Die CDU täte sich keinen Gefallen damit, so extrem mit der Tür ins Haus zu fallen, schon gar nicht auf diese Art und Weise. Ich denke, das ist den alten, weißen Anzugträgern durchaus klar.

  14. #834

    [Guardian Force] Examinierter Senfautomat
    stars_gf
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Puh, wenn das so stimmt wäre das eine noch krassere Wählerveraschung. Klar ist es legitim und Verfassungskonform, dass eine Bundeskanzlerin nicht dem Bundestag angehört, aber eine Kanzlerin, die nicht einmal indirekt vom Volk gewählt wurde... hat schon ein Geschmäckle.
    Außerdem wäre es auch nicht das erste Mal, dass dies der Fall wäre. Bei Kurt Georg Kiesinger war das ja auch schon von 1966 bis 1969 der Fall, dass er kein Bundestagsmandat hatte, da er vorher Ministerpräsident Baden-Württembergs war.

  15. #835
    Einigen Wählern wäre es sicher lieber, Merkel wäre früher weg, als später. Mit Wähler-Verarschung hat das auch so überhaupt gar nix zu tun. Die könnten nen Affen als Kanzler wählen - wäre es gesetzlich zugelassen - und das wär nich groß anders wie jetzt. Der Wähler hat ja weiterhin das, was er wählte: Die Abgeordneten die er wählte, hocken im Parlament. Und ist genauso indirekt - egal wen die zum Kanzler machen. Es ist ja derselbe Weg.

    Es verletzt höchstens Wahlversprechen - falls irgendwo versprochen (oder indirekt vermutet) wurde, dass Merkel die nächsten 4 Jaher Kanzlerin bleibt. Aber daran ist ja eh niemand gebunden, die können ja vorher lustig sagen, was sie wollen. Bundespräsident kann glaub ich auch jeder werden, der die sonstigen Voraussetzungen erfüllt. (Die müssen ja glaub alle andenr Sachen die sie sonst vorher noch hätten abgeben, damit sie dieses Amt antreten können.)

    Wenn ne Firma nen Geschäftsführer bestellt, muss der auch nich gleichzeitig Anteile halten an der Firma.. Etc. ...

  16. #836
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    ["]Die CDU plane laut „Bild“ schon eine Kanzlerschaft von AKK – ohne SPD, mit der CDU als Minderheitsregierung. FDP und Grüne müssten dieses Modell tolerieren.

    Spätestens im Frühling 2020 werde AKK als Kanzlerin auf Angela Merkel folgen, damit Kramp-Karrenbauer aus dieser Position heraus in den Wahlkampf gehen kann.["]
    Was für ein Unfug. Sorry, aber wer bitte hat sich das denn ausgedacht? Das kann doch keiner ernsthaft glauben. Niemand kann ernsthaft denken, grade Freie Demokraten und Grüne wären zu nem Tolerierungsvertrag bereit. Niemand kann ernsthaft denken, die Union ließe die weichgewordene SPD fallen. Das ist höchstens ein Planspiel, wenn die SPD-Basis den Druck nach oben erhöht und die Koalition platzt.

    Ach, die Bild ... immer noch für Späße zu haben. Merkel wird ihre Amtszeit beenden, AKK wird das unterstützen. Die Grünen werden auf eine Regierungsbeteiligung hoffen, die SPD darauf, sich in die Opposition zurückzuziehen, die FDP wird wie immer irgendwas eklatant falsch machen und AfD und Linke werden weiterhin möglichst nah an den Notausgängen sitzen.

  17. #837
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Ein Führungswechsel ganz ohne Drama? Naja, bleibt ja erstmal noch abzuwarten, ob sich dadurch überhaupt was ändert, oder ob AKK einfach weitermerkelt...
    Da denk ich mir, AKK als Ablöse von Merkel, ganz einfach und furztrocken: die nächste bitte...

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