Umfrageergebnis anzeigen: Welche Partei wirst du wählen?

Teilnehmer
54. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • CDU/CSU

    6 11,11%
  • SPD

    9 16,67%
  • FDP

    8 14,81%
  • Die Grünen

    3 5,56%
  • Die Linke

    17 31,48%
  • AfD

    6 11,11%
  • Eine andere Partei

    3 5,56%
  • Ich wähle nicht/ungültig

    2 3,70%
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Ergebnis 361 bis 372 von 372

Thema: Butawa 2017 - Aktuell: Rien ne va plus

  1. #361
    Zitat Zitat
    Nehmt es mir nicht übel, wir Linksgrünversifften sind halt schlechte Verlierer.
    Das peinliche ist, dass ihr uns AfD-Wählern unterstellt so abschätzig und verachtend über euch zu denken, wie ihr es gerade mit uns tut.

    Zitat Zitat
    sondern die Rechtsradikalen
    Die sich zum Grundgesetz bekennen und insbesondere Merkel Rechtsbrüche und diktatorische Freihand-Politik vorwerfen und die Einhaltung des Rechtsstaates fordern.

    Zitat Zitat
    die Antisemiten
    die von echten Nazis als semitische Partei und als verjudet wahrgenommen werden, weil sie sich zu Israel bekennen und wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft anprangern und von Juden als Wählern und auch als Mitgliedern frequentiert werden

    Zitat Zitat
    die Homophoben
    die eine lesbische Spitzenkandidatin aufstellen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit einer Frau, mit asiatischen Wurzeln lebt und Kinder hat, und die sich gegen wachsende Homophobie in der Gesellschaft ausspricht

    I see. Die NPD rechts überholt, da muss die NPD aber wirklich schon weit nach links gesunken sein, dass das so möglich geworden ist.

    Wie jede Partei ist die AfD eine Partei mit zwei Gesichtern. Wenn du nach Dreck gräbst, wirst du bis hinab zur Basis in jeder Partei genug davon finden und ich verstehe auch, dass die AfD als rechte Partei besonders im Forkus der Aufmerksamkeit steht, im Endeffekt um überhaupt eine Wahl treffen zu können zwischen Parteien, in denen sich ein schmieriger Hanswurst an den anderen reihen kann, muss man irgendwann anfangen, die problematischen Leute gewissermaßen auszublenden. Nicht zu ignorieren, nicht aber sie wichtiger zu nehmen, als sie im endeffekt vielleicht sind. Und darauf hinzuwirken das Leuten wie Höcke die Tier gewiesen oder, wenn das parteirechtlich nicht möglich ist, ihm innerhalb der Partei das Maul zu stopfen.

  2. #362
    Gaulands Rhetorik ist aber wirklich die eines Rechtsextremen. ^^" Das ist alles schon irgendwie traurig, obwohl das Ergebnis der Wahl natürlich nicht überraschend kommt, die Umfragen haben das ja schon vor Monaten verraten. Ich hoff, dass die SPD echt in die Opposition geht und sich endlich wieder auf das Soziale besinnt, was immerhin in ihrem Namen steckt. Um dann beim nächsten Mal wieder die Regierung zu stellen, ohne die CDU.

  3. #363
    Zitat Zitat
    Ich hoff, dass die SPD echt in die Opposition geht und sich endlich wieder auf das Soziale besinnt, was immerhin in ihrem Namen steckt.
    Steht das S nicht für Schulz? Hätte man während dem Wahlkampf jedenfalls glauben können...

  4. #364
    @Paddy: Ich musste lachen. Ich kann mich zu viel bekennen, was ich mache steht auf einem anderen Blatt Papier. Und auf dem Blatt steht eben, dass Rechtsextreme in den Bundestag gewählt werden, die Partei offen mit Rechtsextremen zusammenarbeitet, mit Neonazis kokettiert. Weidel lebt in einer Partnerschaft, die ihre Partei in Deutschland verbieten würde, wenn sie es könnte. Sie ist der Schwarze aus dem "Ich bin kein Rassist, ich trinke manchmal einen Kaffee mit meinem Schwarzen Kollegen"-Spruch. Und gegen den Antisemitismus und generell gegen die Extreme menschenverachtende Rhetorik wird auch nicht vorgegangen. Im Gegenteil, Kritik daran wird verharmlost, Fakenews befeuert, Allianzen mit ultrarechten gestärkt.
    Das ist nicht tief gegraben, das waren jetzt nur mal Wahlkampfveranstaltungen, Spitzenkandidaten und offizielle Social Media Aussagen. Oberfläche. Und zwar nicht die der Lügenpresse, sondern die eigene.

    Was ist denn das andere Gesicht der AfD, welches ich hier nicht sehe? Würde mich wirklich interessieren.

  5. #365
    Zitat Zitat von WeTa Beitrag anzeigen
    Ok, falls ich irgendwo AfD Wählern unterstellt haben sollte, dass sie Nazis seien: Nehmt es mir nicht übel, wir Linksgrünversifften sind halt schlechte Verlierer.
    Ihr habt natürlich nicht die Nazis gewählt, sondern die Rechtsradikalen, die Antisemiten, die Homophoben.
    Sorry, ist mir im Eifer des Gefechts unterlaufen
    Ich muss Paddy zugute halten, dass er einer der ganz, ganz wenigen AfD-Wähler ist die ich nicht für hirnverbrannt halte und dessen Konversation ich schätze. Aber ich bin auch noch in weiteren Boards aktiv, wo man tagtäglich wirklich jedes - und ich meine wirklich jedes - Klischee des AfD-Wählers antrifft. Gestern habe ich z. B. - ohne danach zu suchen! - zwei Kommentare gesehen die wortwörtlich lauteten: "Libtards halt, gehören vergast." und "es geht um dreckige Flüchtlinge und scheiß Ausländer, da kann man schonmal beide Augen zudrücken". Dann noch ein gehöriges in der Opferrolle suhlen, dass sie in der öffentlichen Wahrnehmung als braunes Gesindel wahrgenommen werden, durchsetzt davon sich permanent an Angela Merkel als Volksmörderin abzuarbeiten, dass alle Medien linksgrünmarxistisch vercuckt sind und von Soros gesponsored, etc. pp. ...

    Und da wundern sich dann genau diese Leute warum man sie als braunes Gesindel wahrnimmt in Kombination mit make völkisch völkisch again und Erinnerungswende um 180°.

  6. #366
    Zitat Zitat
    Dubravko Mandic (geb. 1980, Rechtsanwalt)

    Der Direktkandidat im Wahlkreis Tübingen sympathisiert mit der rechtsextremen Identitären Bewegung, schwärmt auf Facebook von einem „entstehenden rechtsradikalen Netzwerk zwischen AfD und Identitärer Bewegung“. Mandic glaubt, seine Partei unterscheide sich von der NPD „vornehmlich durch unser bürgerliches Unterstützerumfeld, nicht so sehr durch Inhalte“. Hält Menschen, die die Forderung „Deutschland den Deutschen“ ablehnen, für Verräter. Fordert die Einführung des Straftatbestandes „Volksthumsleugnung“. Flüchtlingen zu helfen, ist für ihn nichts anderes als „moderner Reichsarbeitsdienst“. Behauptet, Deutschland stehe seit sieben Jahrzehnten unter „Besatzung durch die USA“. Nannte Barack Obama einen „Quotenneger“.

    Thomas Seitz (geb. 1967, Staatsanwalt)

    Direktkandidat im Wahlkreis Emmendingen-Lahr. Vor seinen Freunden auf Facebook nennt er Flüchtlinge „Migrassoren“, den Propheten Mohammed einen „sadistischen Blutsäufer und Kinderschänder“. Findet es richtig, „Menschen mit schwarzer Hautfarbe auch weiterhin Neger zu nennen“.

    Benjamin Nolte (geb. 1982, Ingenieur)

    Fiel 2009 bei einem bundesweiten Burschenschaftstreffen auf, als er einer gemäßigten Kölner Verbindung, die ein dunkelhäutiges Mitglied in ihren Reihen hatte, eine Banane schenkte. Wechselte später zur Burschenschaft Danubia, einer Verbindung, die vom bayerischen Verfassungsschutz als „rechtsextremistische Organisation“ eingestuft wird und mehrere NPD-Größen sowie den Holocaust-Leugner Horst Mahler zu Gast hatte. Kandidiert auf der Landesliste Bayern.

    Peter Boehringer (geb. 1969, Kaufmann und Autor)

    Die Nummer zwei auf der Landesliste Bayern ist ein Freund von Verschwörungstheorien: glaubt an die Existenz geheimer, global operierender Eliten, die im Hintergrund an einer sogenannten „New World Order“ (NWO) arbeiten - einer neuen Weltordnung. Die Gesellschaft solle dabei so verändert werden, dass die Eliten sie besser kontrollieren können. Auf Facebook erklärt Boehringer, in Deutschland steuere die NWO bereits die Bundesregierung, habe aber auch die evangelische Kirche, die Bahn, die CSU, die Grünen in Baden-Württemberg, diverse Hilfsorganisationen sowie die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft infiltriert. Die Vereinten Nationen werden laut Boehringer ebenfalls von der NWO gesteuert - dort seien allerdings auch die Freimaurer aktiv. Glaubt außerdem, die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten seien Teil einer gesteuerten Invasion. Die Flüchtlinge würden für die Überfahrt nach Europa Geld erhalten, etwa aus Saudi-Arabien. Ziel sei, Europa zu islamisieren. Hat beim rechtslastigen Kopp-Verlag ein Buch veröffentlicht, verbreitet Beiträge der rechten „PI-News“.

    Die meisten AfD-Hardliner, die ihr Gedankengut offen äußern, sind Männer. Viele fühlen sich der Pegida-Bewegung eng verbunden und versprechen, deren Stimme ins Parlament zu tragen. Manche treten bei den Protesten auch selbst als Redner auf.

    Wilhelm von Gottberg (geb. 1940, Beamter im Ruhestand)

    Nannte den Völkermord am europäischen Judentum in einem Essay im „Ostpreußenblatt“ ein „wirksames Instrument zur Kriminalisierung der Deutschen“. Stimmte einer Aussage des italienischen Neofaschisten Mario Consoli zu, wonach „immer mehr Staaten die jüdische ,Wahrheit über den Holocaust unter gesetzlichen Schutz“ stellten. Der Holocaust solle demnach „ein Mythos bleiben, ein Dogma, das jeder freien Geschichtsforschung entzogen bleibt“. In seiner Bewerbungsrede beim AfD-Parteitag im Februar forderte er, den „Kult mit der Schuld zu beenden“. Kandidiert auf der Landesliste Niedersachsen.

    Thomas Göbel (geb. 1971, Maler- und Lackierermeister)

    Glaubt, AfD und Pegida verfolgten die gleichen Ziele. Erklärte im Juni bei einem Pegida-Auftritt in Dresden, die deutsche Volksgemeinschaft sei krank und leide „unter einem Befall von Schmarotzern und Parasiten“, welche dem deutschen Volk „das Fleisch von den Knochen fressen“ wollten. Sagt, es werde auf die „historische Schuld“ der Deutschen gepocht, damit „diejenigen, die nichts erlitten haben, auch in Zukunft weiter abkassieren können von denen, die nichts verbrochen haben“. Behauptet auf Facebook, die Bundesregierung hole Flüchtlinge absichtlich ins Land und setze sie als „Migrationswaffe“ ein, um eine „Vermischung“, „Umvolkung“ und letztlich den „Volkstod“ der Deutschen zu erreichen. Möchte jeden Bundestagsabgeordneten, der für die „Ehe für alle“ gestimmt hat, vor Gericht stellen lassen. Glaubt, die „Ehe für alle“ sei in Wahrheit gar nicht für Homosexuelle gemacht, sondern ein weiterer Schritt zur „Islamisierung des Landes“. Wahres Ziel sei die Legalisierung der Mehrfachehe, womöglich auch der Kinderehe, um es den muslimischen Flüchtlingen recht zu machen. Kandidiert auf der Landesliste Sachsen.

    Michael Limburg (geb. 1940, Ingenieur)

    Gilt innerhalb der AfD als Experte für Energiepolitik. Leugnet in Interviews den menschengemachten Klimawandel. Sagt: „Es gibt kein Klimaproblem.“ CO2-Emissionen sollten nicht sanktioniert, sondern im Gegenteil belohnt werden: „Jeder, der CO2 ausstößt, müsste noch Geld dazu bekommen.“ Schließlich sei die chemische Verbindung gut für Pflanzen. Kandidiert auf der Landesliste Brandenburg.
    [Tagesspiegel-Wahl-Spezial]

    Enrico Komning (geb. 1968, Rechtsanwalt)

    Direktkandidat im Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte I - Vorpommern- Greifswald II. Ist Mitglied der rechten Greifswalder Burschenschaft Rugia, der auch ein bekannter Holocaustleugner angehört. Saß früher im Landesvorstand der rechtspopulistischen „Partei Rechtsstaatlicher Offensive“ von Ronald Schill. Lehnt „gesellschaftspolitische Umerziehungsmaßnahmen wie Gender-Mainstreaming“ ab. Will das Waffenrecht lockern. Prahlt auf Facebook, dass er mit seiner kleinen Tochter die erste Strophe der Nationalhymne singt.

    In den Reihen der Partei finden sich viele Geschichtsrevisionisten, die versuchen, deutsche Vergangenheit umzudeuten. Ihre Aussagen widersprechen massiv dem heutigen Forschungsstand.

    Stefan Scheil (geb. 1963, Historiker)

    Der Direktkandidat im Wahlkreis Kaiserslautern doziert in Vorträgen bei Landsmannschaften und Hobbywissenschaftlern über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs - zum Beispiel die „militärischen Ambitionen Polens“. Glaubt, dass Polen einen Krieg gegen Deutschland beginnen wollte, um das eigene Staatsgebiet auf Kosten Deutschlands zu erweitern. Spricht vom „Mythos Polen als ewiges Opfer“. Stellt Winston Churchill als einen Rassisten dar, der massenhaft Deutsche töten wollte. Er habe deutsche Friedensangebote torpediert und „Bombenterror“ gegen die deutsche Zivilbevölkerung „herbeigesehnt“. Dagegen hätte es von deutscher Seite vielfach den Versuch gegeben, „den Krieg mit einem Kompromiss abzubrechen und zu diesem Zweck die besetzten Länder wieder weitgehend zu räumen“. Nennt den deutschen Überfall auf die Sowjetunion einen „Präventivkrieg“.

    Sebastian Schulze (geb. 1976, Kaufmann)

    Veranstaltet einmal im Jahr den „Alternativen Wissenskongress“, bei dem neurechte Verschwörungstheoretiker und Stichwortgeber der Reichsbürgerszene als Redner auftreten dürfen. Auch Rechtsaußen Jürgen Elsässer war schon als Redner vor Ort. Auf Facebook verbreitet Schulze Beiträge vom rechten Kopp-Verlag, postet Hetze gegen Israel. Besonders intensiv bewirbt er den Kanal freigeist.tv, auf dem Verschwörungstheoretiker wie der rechtsextreme Esoteriker David Icke oder Gerhard Wisnewski zu Wort kommen. Letzterer glaubt, IS-Anschläge wie der auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz seien sogenannte „False Flag“-Attacken, also beispielsweise von der deutschen Regierung inszeniert, um Kriegsstimmung im eigenen Volk zu verbreiten. Schulze ist Direktkandidat im Wahlkreis Herford - Minden - Lübbecke II.

    Julian Schmidt (geb. 1989, Student)

    Weil er Ursula von der Leyens Ankündigung, Wehrmachtsdevotionalien aus Bundeswehrkasernen zu entfernen, für eine „hysterische Hexenjagd“ hielt, schrieb der Direktkandidat im Wahlkreis Marburg der Verteidigungsministerin einen offenen Brief. Darin erklärte er, dass der „ganz große Teil der Wehrmachtsoldaten nicht Täter, sondern Opfer“ gewesen sei.

    Jens Maier (geb. 1962, Richter)

    Pegida-Redner und Vorstandsmitglied der „Patriotischen Plattform“. Über Platz zwei auf der Landesliste Sachsen fast sicher im Bundestag. Bezeichnet Muslime als „Gesindel“ und „Schleiereulen“. Trat im Januar in Dresden bei derselben Veranstaltung auf, bei der Björn Höcke das Berliner Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ bezeichnete. Dort erklärte Maier den angeblichen „Schuldkult“ der Deutschen für „endgültig beendet“, warnte vor der „Herstellung von Mischvölkern“ in Europa. Bezeichnete die NPD als „einzige Partei, die immer entschlossen zu Deutschland gestanden hat“. Sagte bei einem Pegida-Auftritt, es genüge ihm nicht, dass die im Zweiten Weltkrieg bei der Bombardierung Dresdens zerstörte Frauenkirche wieder aufgebaut wurde. Zitat: „Die Frauenkirche ist auferstanden Aber das reicht noch nicht, da muss noch mehr kommen Ich will, dass Deutschland wieder aufersteht.“ Soll bei einer Veranstaltung des „Compact“-Magazins Verständnis für den norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik geäußert haben: Breivik sei aus Verzweiflung über die Einwanderung von Kulturfremden zum Massenmörder geworden. Maier bestreitet diese Aussage. Der tatsächliche Wortlaut lässt sich nicht rekonstruieren, weil der Veranstalter den Videomitschnitt gelöscht hat.

    Robert Teske (geb. 1990, Speditionskaufmann)

    Gestaltet zusammen mit einem Mitglied der rechtsextremen Identitären den neurechten Podcast „90 Grad“. Darin heißt es zum Beispiel, die Gewalttaten Rechtsextremer in der US-Stadt Charlottesville seien provoziert worden: „Die Eskalation war gewollt.“ Kandidiert auf der Landesliste Bremen.

    Petr Bystron (geb. 1972, Unternehmer)

    Der Direktkandidat im Wahlkreis München-Nord unterstützt die rechtsextreme Identitäre Bewegung, lobte sie bei einer Veranstaltung in Oberbayern als „tolle Organisation“ und „Vorfeld-Organisation der AfD“. Fordert, seine Partei müsse als „Schutzschild“ für die Identitäre Bewegung und Pegida fungieren. Wird inzwischen vom Verfassungsschutz beobachtet. Ein Münchner Gericht befand, Bystron zeige „Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen“.

    Neben Neulingen, die noch nie in der Öffentlichkeit standen, kandidieren auch Parteiwechsler, denen die alte politische Heimat nicht rechts genug war. Außerdem ein ehemaliger Vizechef von „Bild am Sonntag“, der mit islamfeindlicher Polemik im eigenen Haus für Empörung sorgte.

    Nicolaus Fest (geb. 1962, Publizist)

    Der Direktkandidat in Charlottenburg- Wilmersdorf will alle Moscheen schließen. Vergleicht das Tragen von Kopftüchern mit dem Zeigen von Hakenkreuzen. Nannte Gruppen „arabischer, türkischer oder afrikanischer Jugendlicher“ in seinem Blog „primitiv und bösartig“. Schreibt, man müsse das Wort von Max Frisch, „dem zufolge wir Gastarbeiter riefen, aber Menschen bekamen, vielleicht korrigieren: Wir riefen Gastarbeiter, bekamen aber Gesindel“.

    Martin Hohmann
    (geb 1948, Ex-Bundestagsabgeordneter)

    Beklagte 2003, damals noch als CDU-Mitglied, die Deutschen würden wegen der Verbrechen im „Dritten Reich“ als „Tätervolk“ abgestempelt. Dagegen werde kaum thematisiert, wie viele Juden während der russischen Revolution gemordet oder Morde befohlen hätten. Hohmann wurde daraufhin aus der CDU ausgeschlossen. Jahre später erklärte er, bei der Kritik an ihm gebe es eine „gewisse Steuerung von interessierter Seite“. Belege habe er dafür zwar nicht. Es sei aber offensichtlich, dass „einflussreiche Juden dunkle Kapitel jüdischer Geschichte lieber im Dunkeln belassen“ wollten. Kandidiert für den Bundestag auf der Landesliste Hessen.

    Karsten Hilse (geb. 1964, Polizeibeamter)

    Der Direktkandidat im Wahlkreis Bautzen glaubt, dass die „Ehe für alle“ von Strippenziehern im Hintergrund durchgesetzt wurde, um soziale Bindungen unter Menschen sowie deren Bezug zu Heimat und Traditionen zu kappen und diese zu einer „Grauen Masse“ zusammenzuschmelzen. Ziel sei, dass Menschen gegen „jedwede Umerziehung“ nicht mehr rebellierten. Fürchtet, dass nach der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare jetzt die Legalisierung von Polygamie und Pädophilie gefordert wird.

    Nicolas Lehrke
    (geb. 1965, Angestellter)

    Wirft Angela Merkel auf Facebook eine „Flutung Deutschlands mit illegalen Einwanderern aus rückständigen Kulturen“ vor. Glaubt, dass Deutschland in einen islamischen Gottesstaat umgewandelt werde. Fordert, der Islam müsse „endlich europaweit verboten werden“. Sagt: „Pegida ist Zivilcourage.“ Kandidiert auf der niedersächsischen Landesliste.

    Sebastian Münzenmaier (geb. 1989, Fraktionsgeschäftsführer)

    Rheinland-pfälzischer Spitzenkandidat. War früher Mitglied bei der islamfeindlichen Partei „Die Freiheit“, die vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Steht aktuell vor Gericht, weil er 2012 mit rund 50 Hooligans aus Kaiserslautern auf Mainzer Fußballfans eingeprügelt haben soll. Der Vorwurf lautet: schwere Körperverletzung. Münzenmaier wird von einem Mitangeklagten belastet, für Oktober sind weitere Zeugen geladen. Er selbst schweigt vor Gericht.
    Ein paar der neuen, freundlichen Gesichter, die demnächst dann wohl im Bundestag sitzen Aber sicher alles nur akzeptierte Rhetorik oder so, ist ja keine rechtextreme Partei oder homophob oder antisemitisch oder so. Holocaustleugnen und N-Bomben droppen ist halt in, weischd.
    Quellen im Artikel.
    http://www.tagesspiegel.de/themen/re.../20350578.html

  7. #367
    Naja dann klaut die AFD der CDU mal ein paar Stimmen ist doch auch ooooooooook??

  8. #368
    Weil immer, in meinen Augen auch zu Recht, gegen die AFD geschossen wird, lasse ich mal eine Grafik hier, die viele von euch auch schon einmal heute Abend gesehen habt:

    Mehr als die Hälfte, wenn dieser Umfrage halbswegs Glauben geschenkt werden darf, der AFD-Wähler sehen sich nicht selbst in der Partei wieder, sondern haben diese aus Frust und Enttäuschung gewählt. Ausgelöst durch die großen Parteien.
    Wieso sollte der Wähler also wieder etwas wählen, woran er nicht mehr glaubt. Nichtwählen war sicherlich auch keine große Alternative, dies lässt sich aus den Wählerwanderungen erkennen. Hier konnte auch die AFD viele Menschen mit abholen. So hat sich der vernachlässigte Bürger an die AFD gewandt. Mit dem Erfolg, alle Parteien reden über die AFD und wie das passieren konnte. In meinen Augen kommt die Einsicht viel zu spät.

    Ich will mich nicht für die ADF einsetzen oder das gutheißen, was sie tut. Aber für mich sind an diesem Wahlausgang vor allem die anderen Parteien Schuld. Wenn die endlich mal in die Gänge kommen, dann kann die Politik schauen, wie mit den restlichen 40% umgegangen werden muss.

  9. #369
    @Tako:

    Gute Auflistung. Die ZEIT hat da auch was zusammengestellt. Hier die ersten 70 Kandidaten der Landeslisten. Das wird uns demnächst "vertreten".

    Ich habe meine Lehre aus dieser Wahl gezogen. Ich hab viel zu lange geschwiegen und der braunen Gülle nichts entgegen gesetzt. Ich sollte öfter den Mund aufmachen und laut werden.
    Gerade an Paddy möchte ich die Worte "Wer Unrecht duldet, stärkt es." richten. Du weisst sicherlich wer das gesagt hat. Auch wenn du das ganze natürlich wieder auf die böse Regierung unter der CDU beziehen wirst.

  10. #370
    Zitat Zitat von Schnorro Beitrag anzeigen
    Weil immer, in meinen Augen auch zu Recht, gegen die AFD geschossen wird, lasse ich mal eine Grafik hier, die viele von euch auch schon einmal heute Abend gesehen habt:

    Mehr als die Hälfte, wenn dieser Umfrage halbswegs Glauben geschenkt werden darf, der AFD-Wähler sehen sich nicht selbst in der Partei wieder, sondern haben diese aus Frust und Enttäuschung gewählt. Ausgelöst durch die großen Parteien.
    Wieso sollte der Wähler also wieder etwas wählen, woran er nicht mehr glaubt. Nichtwählen war sicherlich auch keine große Alternative, dies lässt sich aus den Wählerwanderungen erkennen. Hier konnte auch die AFD viele Menschen mit abholen. So hat sich der vernachlässigte Bürger an die AFD gewandt. Mit dem Erfolg, alle Parteien reden über die AFD und wie das passieren konnte. In meinen Augen kommt die Einsicht viel zu spät.

    Ich will mich nicht für die ADF einsetzen oder das gutheißen, was sie tut. Aber für mich sind an diesem Wahlausgang vor allem die anderen Parteien Schuld. Wenn die endlich mal in die Gänge kommen, dann kann die Politik schauen, wie mit den restlichen 40% umgegangen werden muss.
    Danke!

    Abschließend zitiere ich mich hiermit noch mal selbst:
    Zitat Zitat von Haudrauf im Dialog mit Ryo
    Dazu finde ich das Wahlbild der AfD-Wähler interessant. Es ist ja mittlerweile bekannt, dass 30% der AfD-Wählerschaft die sogenannten Hardliner sind. Wer davon jetzt rechtskonserativ, welcher Teil wirtschaftsliberal ist, sei an dieser Stelle mal einerlei. Und dann kommen aber über 60% der Wähler dazu, welche die AfD aus purem Frust gewählt haben. Und wie schon gesagt hat die AfD momentan keinen Sozialplan. Also kann man davon ausgehen, dass diese 60% der Frust-Wähler davon ausgehen, dass die AfD noch einen nachhaltigen und glaubhaften Sozialplan nachlegen werden (Wovon aber aktuell eher weniger auszugehen ist. Wenn aber die AfD scheitert, weil die Wähler merken, dass die AfD außer Meckern und Gröhlen keine Kompetenzen hat, wird der Frust-Sektor wieder zu den anderen Parteien zurückkehren.

    Und schlussendlich darfst Du Dich natürlich auch bei den Leuten bedanken, die überhaupt nicht wählen gegangen sind und damit das gute Abschneiden der AfD unterstützt haben.

  11. #371
    Zitat Zitat von Schnorro
    Mehr als die Hälfte, wenn dieser Umfrage halbswegs Glauben geschenkt werden darf, der AfD-Wähler sehen sich nicht selbst in der Partei wieder, sondern haben diese aus Frust und Enttäuschung gewählt.
    Ich glaub nicht, dass man von dem Ergebnis so viel ableiten kann. Bei solchen Umfragen denkt doch kaum einer lange über die Antwort nach, Enttäuschung klingt viel toller und die meisten AfD-Wähler sind sicher auch von der Politik der Regierung enttäuscht, die wollen eben lieber etwas Radikaleres. Vermutlich werden viele der frustrierten AfD-Wähler nicht mal das Parteiprogramm kennen, demnach wüssten sie nicht mal, womit sie sich identifizieren könnten - oder nicht.

  12. #372
    Interessant bei dem Link von Gendrek. Bei denen aus Rheinland-Pfalz 2 die vorher in CDU warn und einer der vorher bei Grünen war. Und so einer der stärker rechts ist und in ner "Die Freiheit" war. Beruf: "Hat 2 Jahre Jura studiert".
    Lehramsstudent einer derer aus Rheinland-Pfalz. Und eine "Regierungsschuldirektorin beim Pädagogischen Landesinstitut".

    Ansonsten bei denen in andern Bundesländern auch ein Staatsanwalt dabei. (Einer der krasser rechts ist laut Beschreibung.)
    Richter - darunter einer der ehemals SPD war - unter anderem auch.

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