Umfrageergebnis anzeigen: Welche Partei wirst du wählen?

Teilnehmer
59. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • CDU/CSU

    7 11,86%
  • SPD

    9 15,25%
  • FDP

    8 13,56%
  • Die Grünen

    5 8,47%
  • Die Linke

    18 30,51%
  • AfD

    6 10,17%
  • Eine andere Partei

    4 6,78%
  • Ich wähle nicht/ungültig

    2 3,39%
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Ergebnis 681 bis 700 von 700

Thema: Butawa 2017 - Aktuell: Keiner will regieren

  1. #681
    Muss nicht sein. Es kommen dann halt echt gewollte Sachen durch die mal von unterschiedlichen Konstellationen unterstützt werden. Nich halbe Sachen (Kompromisse).
    Kann halt natürlich sein, dass bestimmte Sachen die die Union nich will dann andere einfach machen im Parlament. Oder dass bestimmte Sachen die sie will nicht durchkommen.

    Malu Dreyer - hatt ich vorhin gelesen - schlägt ja einen "Tolerierungsvertrag" vor. Also so ähnlich wie Koalitionsvertrag aber man einigt sich nur auf die wichtigen Punkte in denen die SPD dann die Union unterstützt. Bei andern Sachen wo es nicht passt müssen sie halt gucken.

  2. #682
    Zitat Zitat von PeteS Beitrag anzeigen
    Muss nicht sein. Es kommen dann halt echt gewollte Sachen durch die mal von unterschiedlichen Konstellationen unterstützt werden. Nich halbe Sachen (Kompromisse).
    Kann halt natürlich sein, dass bestimmte Sachen die die Union nich will dann andere einfach machen im Parlament. Oder dass bestimmte Sachen die sie will nicht durchkommen.

    Malu Dreyer - hatt ich vorhin gelesen - schlägt ja einen "Tolerierungsvertrag" vor. Also so ähnlich wie Koalitionsvertrag aber man einigt sich nur auf die wichtigen Punkte in denen die SPD dann die Union unterstützt. Bei andern Sachen wo es nicht passt müssen sie halt gucken.
    Jo das sehe ich auch wie Pete. Das könnte auch von den Redebeiträgen erfrischend sein. Könnte in die Richtung gehen, wie Aufhebung des Fraktionszwanges (wobei ich eher die Vermutung habe, dass man sich trotzdem weiter vorher mit möglichen Verbündeten abstimmen wird). Interessant wären bspw. pazifistischere Resolutionen da hat die AfD ja auch deutlich gemacht mit der Linkspartei stimmen zu wollen. Wenn als Mandatsverlängerungen für Auslandseinsätze anstehen, dann hätte die SPD zum Beispiel die Wahl mit stimmen von Linken, Grünen und AfD die Truppe heimzuholen. Auch gegen den Willen der CDU.

    Wäre mal eine Abwechslung für den parlamentarischen Betrieb und im besten Fall womöglich auch ein besserer Showcase für den pol. Aktivbürger, was er abseits von Parteiprogrammen von seinen parteien halten kann.

  3. #683
    Könnt mir aber nicht vorstellen, wie das mit nem wirklich handlungsfähigen Kabinett aussehen sollte. Auch Verabschiedung des Haushaltes wäre ne schwierige Kiste, weil spätestens dann alle zusammenkommen müssten für einen Konsens.

  4. #684
    Deswegen werden Minderheitsregierungen, damit überhaupt erstmal nen Regierungschef auch gewählt werden kann vernünftig, man kanns natürlich auch bis zur einfachen mehrheit treiben, aber das wäre wirklich dann fruchtlos, in der Regel bei uns mit nur tolerierenden Partei assoziiert, die gerade für solche Fälle, wo man Mehrheiten braucht, nen Partner ist, auf den man sich im Zweifel verlassen bzw. auf den man zur Not zurückkommen kann. Selbst da könnte ich mir vorstellen, dass das mit dem Haushalt mit der SPD geht, zumal als nomineller Oppositionsführer, die SPD bleibt ja in der Rolle, fällt ihr natürlich auch die Rolle des Vorsitzenden des Haushaltsausschusses zu. Also sehe ich da auch noch keine grundsätzlichen Probleme. Ist halt alles eine Frage des Entgegenkommens und Nahles hat ja schon den Ton dort vorgegeben.

    Was eher zu fürchten ist, ob die CDU nicht doch noch ein Fünkchen Selbstachtung aufbringen wird an der Stelle

  5. #685
    Zitat Zitat
    Eine Art offene Ehe?

    GroKo, Minderheitsregierung, Neuwahlen - oder doch ganz anders? SPD-Chef Schulz hat ein Koalitionsmodell ins Spiel gebracht, in dem nur bestimmte Projekte vertraglich vereinbart würden. Andere Vorhaben sollten offen bleiben und dann im Parlament ausverhandelt werden.

    In der SPD wird angesichts des Widerstands gegen eine Große Koalition eine bislang noch nicht da gewesene Form der Regierungszusammenarbeit geprüft. Parteichef Martin Schulz erläuterte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa in der Fraktionssitzung ein Modell, bei dem nur bestimmte Projekte im Koalitionsvertrag verankert würden.

    Andere Vorhaben würden in dem Modell dagegen bewusst offen bleiben, damit sie im Bundestag diskutiert und ausverhandelt würden. Das würde mehr Raum zur Profilierung geben. So könnten auch aktuelle Strömungen in der Gesellschaft in den vier Jahren einer solchen Regierungskooperation aufgenommen werden, erläuterte Schulz laut dpa.

    Die Agentur beruft sich auf Angaben von Sitzungsteilnehmern. Das Modell sei von Schulz eines von mehreren bezeichnet worden.

    Gezeichnet von 2013
    In der SPD wird heute der Koalitionsvertrag mit der Union von 2013 kritisch gesehen. Auf 185 Seiten legte er detailliert alle Gesetzesvorhaben für die Legislaturperiode fest, die dann vier Jahre lang abgearbeitet wurden. Obwohl viele Gesetze wie etwa die Einführung des Mindestlohns die Handschrift der SPD führten, gelang es den Sozialdemokraten nicht, damit bei den Wählern zu Punkten. Viele Sozialdemokraten fürchten, sich im Falle einer Neuauflage der Großen Koalition erneut nicht genügend profilieren zu können und weiter an Stimmen zu verlieren.

    Wenn bestimmte Themen offen bleiben, könnte die SPD - so das Kalkül - beim Ringen um Projekte deutlicher machen, wer wofür steht und was auf wessen Betreiben durchgesetzt wird, notfalls auch mit anderen Mehrheiten. Als ein Beispiel gilt die kurz vor der Bundestagswahl gegen die Union durchgesetzte Ehe für alle, die auch Schwulen und Lesben die Ehe ermöglicht hat.

    Geht das mit Merkel?
    Unklar ist, ob dieses Modell in der Partei mehrheitsfähig ist und ob die Union sich auf eine solche Variante einlassen würde. Kanzlerin Angela Merkel hatte am Mittag nach einer Vorstandssitzung auf eine rasche Bildung einer stabilen Regierung gedrängt und damit auch der Idee einer Minderheitsregierung eine Absage erteilt. Merkel begründete dies unter anderem mit der Notwendigkeit, in Europa handlungsfähig zu sein und verwies auf die Reformvorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

    SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles dämpfte dagegen die Erwartungen auf ein schnelles ZUsammenkommen von Union und SPD. Es werde auch nach ersten Treffen der Spitzen von CDU, CSU und SPD "auf keinen Fall" feststehen, in welche Richtung es gehen werde, sagte sie nach der Sitzung der Fraktion.

    Ab Mittwoch wird es konkreter
    An diesem Mittwoch wollen die Spitzen von CDU, CSU und SPD erstmals Gemeinsamkeiten ausloten. Der SPD-Parteitag hatte am Donnerstag ergebnisoffenen Gesprächen mit CDU und CSU zugestimmt. Die Vorbehalte gegen eine erneute große Koalition sind bei den Sozialdemokraten aber groß.

    Als Streitpunkt zeichnet sich unter anderem die von der SPD geforderte Einführung einer Bürgerversicherung ab. Während Merkel sagte, dies berge die Gefahr einer "Einheitskasse", kommentierte Nahles dies mit der Bemerkung, hier "muskele" sich jemand auf. Es gehe hier nicht um "Steckenpferdchen" der SPD, sondern um notwendige Verbesserungen.

    Quelle
    Wurde ja auch hier im Thread schon diskutiert. Wäre auf alle Fälle "interessant", nur Zweifel hab ich noch daran, dass es auch "gut" wäre...

  6. #686
    Es gibt übrigens jetzt nen neuen Begriff und ne Abkürzung dafür:
    Kooperationskoalition - oder abgekürzt KoKo.

    (Musste irgendwie an Kokos denken und an die leckeren Kokosmakronen die es zur Weihnachtszeit auch gern mal gibt.)
    Wird immer lustiger mit den Abkürzungen. Frage mich ob das überhaupt so gut ist so viele eher lustig klingenden Abkürzungen einzuführen von den Medien (denke die Medien gebn das vor, nich die Politiker). Führt nur dazu, dass man Politik(er) noch weniger ernst nimmt als es jetzt schon der Fall ist.

  7. #687
    Zitat Zitat
    Kooperationskoalition - oder abgekürzt KoKo.
    ich Hasse Menschen :P

  8. #688
    Angi und Maddin machen Koko.

  9. #689
    Zitat Zitat von PeteS Beitrag anzeigen
    Angi und Maddin machen Koko.
    kann dieser User bitte gebannt werden?

    (oh mein gott , fuck das hat mich zum laut lachen gebracht)

  10. #690
    Ob die Sache mit der automatischen Diätenerhöhung so clever war ... ?
    Ich bezweifle ja dass das taktisch ein guter Zug war - wo gerade Union/SPD so viel verloren haben. Wenn da jetzt scheinbar alle dafür waren (hab nur Berichte aber noch keine Infos exakt zur Abstimmung gefunden wo für jeden Abgeordneten namentlich gelistet wird) aber Linke und AfD dagegen ...

    Da kann doch die AfD nur gut wieder hetzen und bei den gierigen anderen Stimmen abgreifen. (Aber gut bis zur nächsten Wahl ist ja noch hin ... aber falls doch bald vorzeitige Neuwahlen kommen wärs schlecht. So schnell vergessen die Leute das nicht.)
    Genau zu sehen wer die gestimmt hat wär interessant - vielleicht waren doch auch ein paar von der AfD gierig.

    Die Grünen waren wohl laut Berichten die ich las okay mit der Diätenerhöhung.
    Aktuelle Umfrageergebnisse gehn munter hin und her (je nach Institut auch anders). So wie man es gewohnt ist. Sagen nich viel aus. Da ist das mit den Diätenerhöhungen auch noch nich erfasst (man muss immer auf den Befragungszeitpunkt gucken, nich wann Umfrageergebnisse veröffentliht wurden).

    Nur dass die FDP jetzt an Zustimmung verliern. Anfangs konnten sie sich halten, auch nach Sondierungsabbruch. Aber so langsam sind sie nich mehr im Gespräch und die GroKo wird nur wahrscheinlicher und die Leute haben da kein Bock drauf. (Könnte gut sein wenns doch nich GroKo wird dass FDP dann wieder an Zustimmung gewinnen. Jetzt erst mal Schuld dass doch vielleicht GroKo worauf keiner Bock hat. KoKo wollen die Union usw. wohl nich. )

  11. #691
    Zitat Zitat
    Sondierungen vorbei - und nun?

    Die Spitzen von CDU, CSU und SPD wollen Koalitionsgespräche über eine erneute Große Koalition. Das heißt aber noch lange nicht, dass es auch zu diesem Regierungsbündnis kommt. Und das liegt vor allem an der SPD. Termine und Hürden im Überblick.

    Es war wieder zäh. Doch nach mehr als 20-stündigen Final-Verhandlungen stieg weißer Rauch aus dem Willy-Brandt-Haus auf. Damit ist ein erster Grundstein für eine Neuauflage einer Großen Koalition gelegt. Wie geht es nun weiter? Vor allem die SPD gilt als Wackelkandidatin, ist sie doch anders als die Union "ergebnisoffen" in die Sondierungen gegangen. Hat die SPD den Eindruck, genügend eigene Forderungen durchgesetzt zu haben, soll es eine positive Empfehlung an den Parteivorstand geben, der dann Koalitionsgesprächen zustimmen müsste.

    Doch auch die CSU gilt als Unsicherheitsfaktor - die erfolgsverwöhnte Bayern-Partei ist nach dem für sie desaströsen Umfrageergebnis von nur noch 40 Prozent im jüngsten BayernTrend neun Monate vor der Landtagswahl hochnervös. Zu viel sozialdemokratische Politik in einer künftigen Berliner Koalition dürfte daher erhebliche Abwehrreaktionen hervorrufen. Hinzu kommen: ein Parteichef Seehofer auf Abruf, ein verbal kraftmeiernder Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und ein Markus Söder, dem im Zweifel Bayern wichtiger ist als Berlin. Erst am Montag entscheidet der CSU-Vorstand über das Sondierungsergebnis.

    Aufgrund der erheblichen Zweifel innerhalb der SPD-Führung an einem neuen Bündnis mit der Union dürfte es in den Sitzungen von Parteigremien und Bundestagsfraktionen viel Redebedarf geben. Viel mehr als bei der CDU, hier sind keine großen Widerstände zu erwarten - was vor allem an fehlenden attraktiven Alternativen zur GroKo liegt.

    Über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der SPD entscheiden bei CDU und CSU die Parteigremien, bei der SPD hat hingegen die Basis die Entscheidungsgewalt eingefordert. Parteispitze und Fraktion können nur eine Empfehlung für oder gegen eine GroKo aussprechen. Alle Blicke richten sich dann auf den SPD-Sonderparteitag am 21. Januar. Rund 600 Delegierte kommen dann in Bonn zusammen. Die SPD-Spitze hatte ursprünglich einen kleineren Parteikonvent geplant, um diesen Beschluss zu fassen. Auf Druck vor allem des Landesverbandes NRW wurde dann aber auf dem Bundesparteitag im Dezember entschieden, erneut eine große Parteiversammlung einzuberufen.

    Und weil Schulz weiß, dass die Sache durchaus kippelig ist und die Vorbehalte gegen die GroKo groß sind, hat er einen einwöchigen Werbefeldzug vor sich. Am Montag und Dienstag will er zu den Vorbesprechungen der Delegationen aus dem mächtigen und zugleich GroKo-kritischen Landesverband Nordrhein-Westfalen für den Sonderparteitag reisen. Auch bei der Bayern-SPD, die nach NRW die zweitgrößte Delegation beim Parteitag stellt, will Schulz persönlich um Zustimmung werben. Der Parteichef fährt daher am Mittwoch nach Irsee, wo sich die SPD-Fraktion des bayerischen Landtags zur Klausur trifft. Mit Landeschefin Natascha Kohnen, die neu in die Stellvertreterriege der SPD aufgestiegen ist, hat es Schulz mit einer scharfzüngigen GroKo-Skeptikerin zu tun.

    Ein positiver Ausgang des Sonderparteitags vorausgesetzt, könnten Koalitionsverhandlungen also frühestens am 22. Januar beginnen. Wie lange es dann noch dauert, hängt davon ab, wie schnell es den Beteiligten gelingt, sich inhaltlich zusammenzuraufen. Bei der bisherigen Großen Koalition vergingen zwischen Bundestagswahl 2013 und Regierungsbildung knapp drei Monate. Es könnte also durchaus März oder April werden. Und dann haben die rund 440.000 SPD-Mitglieder das Wort. Sie müssen dem ausgehandelten Koalitionsvertrag zustimmen - wie auch schon 2013. Damals betrug der Abstimmungszeitraum eine Woche, die dann zum Verhandlungszeitraum hinzukäme.

    Quelle
    Man hat sich darauf geeinigt, dass man eventuell, wenn keiner was sagegen hat, vielleicht mal über eine künftige Regierung reden könnte .

  12. #692
    Gut wäre, wenn der Parteitag nein sagt. Keine GroKo. Und Schulz könnte sich rausreden, dass er dann nich Schuld sei. Aber man wird vermutlich so lang dran rumdoktorn bis es irgendwie passt oder sie machen notfalls es gegen den Willen der Basis. Ich hoffe jedenfalls auf ein Nein der SPDler beim Parteitag.

    Und dann wollen die am Ende auch noch alle Mitglieder abstimmen lassen und nich nur nen Parteitag.
    Wird schwer.

  13. #693
    Zitat Zitat
    SPD zerpflückt Sondierungs-Kompromiss

    Nur wenige Tage nach der Einigung greifen führende Sozialdemokraten das Ergebnis der Sondierungsgespräche mit der Union an: Sie fordern deutliche Änderungen bei den gemeinsam beschlossen Punkten - und provozieren damit den Widerstand von CDU und CSU. Berlins Bürgermeister Michael Müller sieht eine Neuauflage von Schwarz-Rot "sehr kritisch", wie er im Tagesspiegel am Sonntag sagte. Er finde im Papier von Union und SPD zwar "gute Ansätze" in der Bildungspolitik und für bessere Arbeit und Ausbildung, erklärte das SPD-Präsidiumsmitglied. Aber: "Bei Wohnen, Zuwanderung und Integration geht es so nicht." Müller fügte hinzu: "Die Bürgerversicherung fehlt ganz. Viel zu tun also." Eine Fortsetzung der bisherigen Koalition ohne entscheidende Veränderungen überzeuge ihn nicht.

    Der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner pochte zudem auf ein Verbot von Job-Befristungen ohne sachlichen Grund. "Ich bin für Koalitionsverhandlungen. Eine Koalition aber bilden sollte die SPD nur, wenn auch die sachgrundlose Befristung fällt", sagte er der Welt am Sonntag. "Diesen Punkt sollte der SPD-Parteitag am 21. Januar klarmachen."

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte, Sondierungen und Koalitionsverhandlungen seien "unterschiedliche Paar Schuhe" Die SPD werde versuchen, "in den Koalitionsverhandlungen noch Erfolge zu erzielen", kündigte sie in den Zeitungen der Funke Mediengruppe an.

    Die SPD-Führung hatte am Samstag eine herbe Schlappe an der Basis erlebt: Bei einer ersten Befragung über das Sondierungsergebnis sprach sich der Landesparteitag der SPD Sachsen-Anhalts in Wernigerode mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen eine Neuauflage von Schwarz-Rot aus.

    Hätte dieses Ergebnis Signalwirkung, würde das die weiteren Verhandlungen für die Parteispitze höchst kompliziert machen. Denn die SPD lässt am 21. Januar erstmals nach Sondierungsgesprächen einen Bundesparteitag über die Aufnahme förmlicher Koalitionsverhandlungen entscheiden. Falls dieser Parteitag den Weg für Verhandlungen frei macht, stimmen am Ende noch die Mitglieder in ihrer Gesamtheit noch einmal über den dann auszuhandelnden Koalitionsvertrag ab.

    Widerstand gegen die neuen Vorstöße aus der SPD kommt unter anderem aus der CSU. Bayerns designierter Ministerpräsident Markus Söder lehnte weitere Zugeständnisse ab und pochte auf strikte Einhaltung der Sondierungsergebnisse: "Natürlich gilt alles. Die von allen Delegationen einstimmig beschlossene Sondierungsvereinbarung ist mit 28 Seiten doch fast schon ein Koalitionsvertrag", sagte er der Bild am Sonntag. "Auch die SPD hat dabei viel erreicht." Noch härter äußerte sich CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt: SPD-Chef Martin Schulz müsse "jetzt zeigen, dass die SPD ein verlässlicher Koalitionspartner sein kann und er den Zwergenaufstand in Griff bekommt."

    Quelle
    Die SPD ist also der Meinung, nicht genug herausgeholt zu haben... Dazu gibt es eigentlich nur eines zu sagen:


  14. #694
    Vergiss nicht, dass Angela Merkel sich ihre vierte Kanzlerschaft schön teuer einkaufen muss, genau wie die letzten drei Jahre. Die letzte GroKo wurde mMn überdeutlich von sozialdemokratischer Politik geprägt, dabei hat sich am Verhältnis Union/SPD fast gar nichts verändert (sogar leichter Vorteil zu Gunsten der SPD).

  15. #695
    Die aktuellen Umfragen sind mal wieder lustig. FDP schwankt (war schon mal bei 8 Prozent). Union meist wieder stärker. Grüne und AfD auch stärker als beim Ergebnis der letzten Wahl. Bei den Linken schwankt es auch.
    Die aktuellste Umfrage von INSA sieht Union nich sooo stark. Linke und AfD stärker. Und die SPD kackt total ab.

    AfD ist da mit 14 Prozent. SPD mit 18,5. Tja ... bald hat die AfD die SPD "geknackt". GroKo dürfte dann wirklich problematisch werdn wenn es mit Union + SPD nich für Stimmenmehrheit reicht weil SPD zu schwach (und Union ja auch nich mehr so stark wie früher).

    Ich weiß nur nich was die SPD stärker abfallen würde: In die GroKo gehn ... oder dagegen stimmen. Auf jeden Fall dürfte die Angst vor Neuwahlen dort größer werden. Jeder könnte dabei seinen Sitz verliern. Also doch eher ein Zeichn dafür dass die Fraktion (notfalls gegen den Willen dar Partei - sie sind ja nich gebunden) GroKo mitmachen.

  16. #696
    Ach bei Neuwahlen würden sowieso CDU und SPD zusammengehen und sagen:

    " Jetzt sehen wir ganz deutlich, dass wir den Regierungsauftrag bekommen haben."

    Und falls sie zusammen unter 50% sind, nehmen sie noch die Grünen hinzu und sagen:

    " Jetzt sehen wir ganz deutlich, dass wir den Regierungsauftrag bekommen haben."

    Ihr glaubt ja wohl selbst nicht, dass jemand links von der FDP mit der AFD regieren würde? Die AFD müsste minimum auf so 40% kommen, damit dann vielleicht die FDP eine Koalition anbietet. Im Zweifelsfalle geht die CDU vermutlich sogar mit den Linken zusammen und AFD zu verhindern.

    Mir schwebt seit längerem eine Partei zwischen SPD und CDU vor. Ich arbeite in einer durchaus bekannten Versicherung. Ich verdiene gegen eine arme Sau die 12 Stunden Fliesen für 1100€ verlegen muss und von Hüfte bis zum Rücken über die Knie in meinem "Alter" schon halb im Sack wär, vermutlich absolut fürstlich. Dennoch müsstet ihr mal, wenn wieder Tarifverhandlungen sind, diese Emails vom Betriebsrat etc. Lesen. Die sind fast 1:1 so:

    " Liebe Genossen, wir Kämpfen für unser Recht auf menschliche Bedingungen in der Versicherungsbranche. Da werden Milliarden umgesetzt und es wird Zeit für eine soziale Umverteilung an die Arbeiterschaft. Daher ziehen wir für euch alle in den Arbeitskampf und fordern nur das, was uns mindestens zusteht. Nämlich 6% Gehaltserhöhung für alle!. Der Kampf geht weiter. Das findet auch Martin Schulz, unser Mann für den kleinen Arbeiter!!!"

    Das ist jetzt kein Trollversuch. Die sehen sich wirklich als arme Arbeiter. Leute die mit 50.000+ einstiegen. Alles hoch Studierte bei mir in der Abteilung. Die haben alle die SPD gewählt, damit es in ihren Augen den Bonzen an den Geldbeutel geht, weil das kann ja nicht sein, dass wir hier so hart arbeiten müssen und die Manager bekommen 1-2 Mio Gehalt!!!
    Das mit ner 38 Stundenwoche, Stechkarte, Dienst nach Vorschrift, geregelte Pause von 30min, 60-90 noch so Kaffeetalks etc., Fressen am Arbeitsplatz, Piss, Scheiß und sonstige Pausen so viel man will, Gleitzeit, kommen und gehen wann man will, 0 Druck, BaV wo der Arbeitgeber das doppelte Einzahlt und 2.5% garantiert, sämtliche Mittel die Quantität zu messen, also wie viel jemand bearbeitet und wie schnell z.B einer testet oder programmiert, fallen unter Datenschutz und dürfen nirgends festgehalten oder gar ausgewertet werden usw, Urlaub bei Umzügen, Urlaub bei Geburten, Hochzeiten, besonderen Familien oder Religiösen festen, bei Betriebsjubiliäen, dazu Bonuszahlungen, Zinslose Mitarbeiterkredite für Sonderfälle, Rabatte auf Fonds bestimmter Banken. Und das sind alles extrem Ausbeuterbedingungen. Leute: Diese gewindelten Saftsäcke, die da teils drinhocken, haben noch nie im echten Leben geschafft und vermutlich mit 30 noch nie ihre eigene Unterhose gewaschen.

    Der einzige motivierte, der dauernd neue Ideen bringt und Sachen verändern will, bin ich und da sind fast alle auch noch drüber schockiert. Wieso ich denn soviel da arbeiten wollte? Das wäre ja der völlig falsche Ansatz. "Die Großen sollen einfach mehr Gehalt zahlen. Und überhaupt, sollen die alle mal froh sein, dass "wir" da arbeiten. "Ich" bin ja schon hier 5 oder 10 Jahre dabei."
    Genau so Typen hocken zu 90% in so riesigen Läden und genau das sind noch die einzigen Wähler der SPD (und teils der Grünen oder sogar der Linken). Nix FDP. "Wir" sind doch alle keine Kapitalisten. Wir sind arme Arbeiter, die von großen Firmen unterdrückt werden. Das ist schon hart so viele, so "schlaue" Leute zu kennen, die völlig den Bezug zur Realität verloren haben. Und sone Partei will natürlich kein echter Arbeiter mehr wählen.

  17. #697
    SPD hat für GroKo gestimmt. 362 zu 279 oder so. Habs grad im Livestream rechtzeitig zugeschaltet. Wird später noch in der Presse zu lesen sein.
    Damit dürfte die Partei erledigt sein.

    Erst so groß dagegen sein - dann Nahles die den andern noch auf die Fresse geben wollte als Verfechterin der GroKo. Die Partei hat 0 Glaubwürdigkeit. Und bei so knapper Abstimmug (musste ausgezählt werden) - sind ja auch recht viele in der Partei gegen GroKo gewesen. Bin gespannt ob sich die Partei spaltet. Genug Leute hätten sie ja für 2 Parteien die je 5-10 Prozent der Wählerstimmen holen - statt eine die 15-20 (über 20 seh ich sie nich mehr so schnell) holen.

    Kühnert aber wohl mitreißender als Schulz bei der Rede. Und er sah die Partei meilenweit von ner Spaltung entfernt. (Laut Berichten hab die Rede usw. nich geshen.) Mal gespannt ob er da falsch liegt oder richtig.

  18. #698
    Bis jetzt haben sie ja erstmal nur zugestimmt, "richtige" Koalitionsverhandlungen zu führen. Dann wird nochmal darüber abgestimmt (diesmal von der Parteibasis) ob Schulz wirklich seine Unterschrift unter den Koalitionsvertrag setzen darf. Es bleibt also weiter alles in der Schwebe .

  19. #699
    Absage beim Mitgliederentscheid wäre fatal. Jetzt wo die Führung an Glaubwürdigkeit eingebüßt hat - wenns dann auf Neuwahlen zuging deswegen ... so schnell können die gar nich alle unglaubwürdig gewordenen Köpfe austauschen und an Glaubwürdigkeit gewinnen. Jetzt müssen sies schon durchziehen. Notfalls darauf hoffen dass sich ne Möglichkeit bietet die Union als die Bösen dastehn zu lassen und die Koalition platzen zu lassen nach 2 Jahren oder so. Wenn die Umfragen sich vielleicht stabilisiern. Mal sehn.

    Bin auf die ersten Werte gespannt. Dürften Mitte/Ende der Woche kommen mit Befragungszeitraum von nach dem SPD-Parteitag. (Man muss immer auf Befragungszeitraum achten. Könnte morgen ne Umfrage veröffentlicht werden wo die Befragung noch vorm Parteitag stattfand.) Denke Union bleiben stabil. SPD 16-18 Prozent. FDP, Grüne, AfD, Linke gewinnen leicht das was SPD verliert.

    Einzige Möglichkeit heil rauszukommen wäre wenn Mitglieder dagegen entscheiden und man es tatsächlich so verkaufen kann, dass erst in den eigentlichen Koalitonsverhandlungen Sachen nich durchkamen oder sich so ergaben wie man es wollte. Aber der einfache Wähler kriegt so viel schon wieder gar nich mit. Und die die sich informiern sind vom Affentheater genervt.

  20. #700
    Ganz konfuser Gedanke, der mir aber die Tage häufiger kommt: Ich bin mal gespannt, wie die Parteienlandschaft generell bald aussieht, nicht hinsichtlich der Verteilung, sondern wen oder was es überhaupt so gibt. Es gibt zur Zeit ja bei mehreren Parteien ordentliche Grabenkämpfe - Sahra Wagenknecht bei der Linken, die anhaltende Kiste mit CDU und CSU, die SPD mit ihren JuSos - sodass ich gespannt bin, wann der Punkt erreicht ist, an dem die ideologischen Gräben so groß werden, dass sich da Abspaltungen ergeben.

    Sofern nicht was großes passiert glaube ich jedenfalls nicht, dass unsere zukünftigen Wahlen sonderlich viel besser werden. Gerade was die Union und SPD angeht.

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