Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
Weil LNs ja auch überhaupt nicht formelhaft aufgebaut sind...
Es gibt noch mehr als shounen harem fantasy battle LN, auch wenn man das bei den Anime Adaptionen manchmal nicht glauben mag.

Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
Ich will nicht abstreiten, dass Saekano in vielerlei Hinsicht eine Meta-Geschichte über typische VN-Geschichten ist (diese ganze Meta-Schiene ist ja in den letzten Jahren auch stark in Mode gekommen) und sich zum Teil gegen bestimmte Konventionen auflehnt, aber sie richtet sich im Kern immer noch an dieselben Leute. Sie ist immer noch Eskapismus und Fan-Catering wie fast alle VNs, MC ist der einzige männliche Charakter im Hauptcast, die Charaktere basieren immer noch stark auf den archetypischen Schablonen, es ist immer noch eine Geschichte über einen eierlosen Otaku-Hauptcharakter, auf den magischerweise X Mädels abfahren, funktioniert immer noch nach dem Self-Insert-Prinzip, hat immer noch Otakus als Zielgruppe. In gewisser Hinsicht ist es ein bisschen mit der Monogatari-Serie vergleichbar, die hinsichtlich ihrer Präsentation ziemlich eigen ist und die Stereotypen der Charaktere etwas bricht, indem unerwartete Elemente reingemischt werden, aber noch massiv auf die typischen Tropes setzt. Das ist für mich persönlich nicht konsequent genug. Die Geschichte zeigt einerseits auf, was grundlegend mit dem Genre nicht stimmt, zelebriert aber andere Aspekte des Genres, die genauso kritikwürdig sind.
Es ist keine Dokumentation. Natürlich ist es somit erst einmal "genau das selbe", bis man dann näher hinschaut. Das ist schon Sinn der Sache. Ich würde mich auch nicht einmal wundern, wenn manche das ganze unironisch ernst nehmen und toll finden.
Nun, wie gesagt, S1 ist etwas her, und da es hier wirklich um die Details geht, kann ich jetzt schlecht genau darüber schreiben.