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Thema: Anime Spring Season 2017

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Na ja, bleibt halt eine im Kern relativ typische Harem-Serie mit einer etwas anderen Präsentation..
    Ich muss mir S2 von Saekano zwar noch ansehen, aber die Serie funktioniert nicht als relativ typische Harem-Serie. Der Autor dahinter hat einige recht bekannte klassische VN geschrieben (unter anderem Parfait und White Album 2), und Saekano ist so ein bisschen eine Anspielung darauf. Der Titel sagt ja da schon einiges: "How to raise a boring girlfriend." Und soweit ich mich erinnerte, funktionierte S1 in der Richtung wunderbar, da sie zeigte, was so verdammt falsch bei der VN Industrie etc. läuft. (Und in gewisser Weise aber auch auf Manga und co überschwappt)
    Ich habe das glaub ich schon einmal geschrieben, aber soweit ich das sehe, ist Saekano eine ganz eigene und spezielle Serie, die man nur wirklich zu schätzen wissen kann, wann man sich gut in der Materie auskennt. Ich habe vor die Serie bald noch einmal zu schauen und S2 dann auch dahinter zu schieben, vielleicht schreib ich dann mal etwas mehr darüber, wenn ich noch daran denke.


    Das VN Genre ist mittlerweile so ein bisschen bekannt dafür, dass so einige Autoren es ja mögen wollen, aber Probleme haben, auch schon wegen den typischen Erwartungen der "Fans".
    Ich habe bereits etwas gelesen, wo der Autor offensichtlich und klar gegen das typische VN Schema vorgeht und das ganze Thema darauf aufbaut. Es hält sich zwar immer noch an den Status Quo, damit es sich verkauft, aber der Inhalt.. nunja. Beispielsweise waren alle "Routen" außer der Hauptroute an absolut unmöglichen Punkten, wo kaum einer so eine Route haben wollen würde, und keine hatte irgendwie ein richtiges Ende. Dazu war das Hauptthema "unerwiderte Liebe", und das VN hat sich ziemlich stark damit befasst, wie sehr beschissen es für diejenigen ist, deren Liebe nicht in Erfüllung geht. Quasi etwas, dass 95% aller VNs ignorieren oder zumindest trivialisieren.
    Dazu sind auch einige Autoren komplett auf LN umgestiegen, ganz einfach weil das, was sie machen wollen, kaum noch umzusetzen ist oder die Erwartungen einfach zu dumm werden.
    Es ist ganz interessant, und das Medium und "Genre" sicherlich nicht komplett bescheuert, aber es gibt sicherlich so einige Probleme.

  2. #2
    Ich will nicht abstreiten, dass Saekano in vielerlei Hinsicht eine Meta-Geschichte über typische VN-Geschichten ist (diese ganze Meta-Schiene ist ja in den letzten Jahren auch stark in Mode gekommen) und sich zum Teil gegen bestimmte Konventionen auflehnt, aber sie richtet sich im Kern immer noch an dieselben Leute. Sie ist immer noch Eskapismus und Fan-Catering wie fast alle VNs, MC ist der einzige männliche Charakter im Hauptcast, die Charaktere basieren immer noch stark auf den archetypischen Schablonen, es ist immer noch eine Geschichte über einen eierlosen Otaku-Hauptcharakter, auf den magischerweise X Mädels abfahren, funktioniert immer noch nach dem Self-Insert-Prinzip, hat immer noch Otakus als Zielgruppe. In gewisser Hinsicht ist es ein bisschen mit der Monogatari-Serie vergleichbar, die hinsichtlich ihrer Präsentation ziemlich eigen ist und die Stereotypen der Charaktere etwas bricht, indem unerwartete Elemente reingemischt werden, aber noch massiv auf die typischen Tropes setzt. Das ist für mich persönlich nicht konsequent genug. Die Geschichte zeigt einerseits auf, was grundlegend mit dem Genre nicht stimmt, zelebriert aber andere Aspekte des Genres, die genauso kritikwürdig sind.

    Geändert von Narcissu (25.06.2017 um 10:08 Uhr)

  3. #3
    Zitat Zitat
    Dazu sind auch einige Autoren komplett auf LN umgestiegen, ganz einfach weil das, was sie machen wollen, kaum noch umzusetzen ist oder die Erwartungen einfach zu dumm werden.
    Weil LNs ja auch überhaupt nicht formelhaft aufgebaut sind...

  4. #4
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Weil LNs ja auch überhaupt nicht formelhaft aufgebaut sind...
    Es gibt noch mehr als shounen harem fantasy battle LN, auch wenn man das bei den Anime Adaptionen manchmal nicht glauben mag.

    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Ich will nicht abstreiten, dass Saekano in vielerlei Hinsicht eine Meta-Geschichte über typische VN-Geschichten ist (diese ganze Meta-Schiene ist ja in den letzten Jahren auch stark in Mode gekommen) und sich zum Teil gegen bestimmte Konventionen auflehnt, aber sie richtet sich im Kern immer noch an dieselben Leute. Sie ist immer noch Eskapismus und Fan-Catering wie fast alle VNs, MC ist der einzige männliche Charakter im Hauptcast, die Charaktere basieren immer noch stark auf den archetypischen Schablonen, es ist immer noch eine Geschichte über einen eierlosen Otaku-Hauptcharakter, auf den magischerweise X Mädels abfahren, funktioniert immer noch nach dem Self-Insert-Prinzip, hat immer noch Otakus als Zielgruppe. In gewisser Hinsicht ist es ein bisschen mit der Monogatari-Serie vergleichbar, die hinsichtlich ihrer Präsentation ziemlich eigen ist und die Stereotypen der Charaktere etwas bricht, indem unerwartete Elemente reingemischt werden, aber noch massiv auf die typischen Tropes setzt. Das ist für mich persönlich nicht konsequent genug. Die Geschichte zeigt einerseits auf, was grundlegend mit dem Genre nicht stimmt, zelebriert aber andere Aspekte des Genres, die genauso kritikwürdig sind.
    Es ist keine Dokumentation. Natürlich ist es somit erst einmal "genau das selbe", bis man dann näher hinschaut. Das ist schon Sinn der Sache. Ich würde mich auch nicht einmal wundern, wenn manche das ganze unironisch ernst nehmen und toll finden.
    Nun, wie gesagt, S1 ist etwas her, und da es hier wirklich um die Details geht, kann ich jetzt schlecht genau darüber schreiben.

  5. #5
    Ach fühlt sich das gut an, wenn mal alle Serien, die man schaut, pünktlich enden^^ Die nächste Season kann kommen.

    Shingeki no Bahamut: VIRGIN SOUL 12: Das war echt ein fiese Stelle um aufzuhören. Der neue Fluchtversuch war jedenfalls unterhaltsamer.

    Boku no Hero Academia 2 13: Schöne Sache mit den Heldennamen. Nur warum besteht Bakugou auf Murderer? xD. Bei der Andeutung fragt man sich allerdings, was wohl passieren wird.

    Alice to Zouroku 13: Jup, nettes Finale mit einer interessanten Auflösung. Der Hase lernt, was Sana schon weiß^^ Und der Abschluss hat sich auch ziemlich rund angefühlt, auch wenn der Manga vermutlich noch sehr viel Material zu bieten hat. Hätte auch gerne etwas mehr von der erwachsenen Sana gesehen.
    Hat mir jedenfalls gut gefallen und vor allem die Charaktere waren sehr herzlich und Sanas Eskapaden lustig^^ Die Zweiteilung der Serie macht es aber auch ein wenig schwer einzuschätzen, wo die Reise hingegen sollte. Vor allem am Anfang. Schließlich packt die Serie einen großen Teil ihrer teils düsteren Action in den Anfang rein, mitsamt Höhepunkt, der auch gut ein Finale hätte sein können. Fühlt sich dadurch ein wenig wie zwei Serien an. Man könnte es vielleicht auch so sehen, dass hier einmal ausführlich betrachtet wird, wie das "normale" Leben eigentlich nach dem Ende einer Action-Serie weitergeht^^ Gefallen haben mir beide Teile, aber ich würde sagen, dass ich den zweiten Teil ingesamt stärker fand, da er einfach stimmiger war bzw. alles besser zusammengepasst hat.

    Little Witch Academia 25: Nun das Finale hatte ordentlich was zu bieten. Stellenweise vielleicht etwas dick aufgetragen, aber das gehört einfach bei so was dazu^^ Man merkt aber auch dem Finale ein paar Schwächen an, zum Teil auch einfach Sachen, die die Serie halt verschlafen hat. Vermutlich wollten sie da einfach etwas zu viel bzw. haben sich nicht so gut eingeteilt. Merkt man ziemlich stark daran, wie sehr sich der Fokus im Laufe der Serie auf sehr wenige Charaktere verengt hat und die anderen sind ziemlich kurz gekommen.
    Nun ja, kritisieren könnten man sicherlich noch einiges mehr, aber auch zusammen mit der letzten Szene schafft es das Finale, die Serie auf einer guten Note zu beenden. Insgesamt bleibt aber, dass sie entweder zuviel in die Serie reingestopft haben oder sie wussten nichts damit anzufangen. Bleibt einfach zu viel auf der Strecke, was mir vor allem in der zweiten Hälfte auffiel. Aber es ist dennoch eine unterhaltsame Serie, die mir auch jede Menge Spaß gemacht hat^^

    Zero kara Hajimeru Mahou no Sho 12: Wenias muss ein sehr kleines Land sein, wenn man bedenkt, das die Charaktere innerhalb weniger Stunden? einmal quer durch und zurück sind xD. Auch ein schönes Finale, nur der Umschwung zum Frieden zwischen Menschen und Hexen kam verdammt schnell, aber gut, das war dann ja auch ein wenig im Zeitraffer nehme ich an. Der kleine Textpart des Dämons erschien mir wie ein kleiner interessanter Hinweis und die Reise der Beiden geht weiter. Guter Abschluss für die Serie.
    Das Highlight der Serie waren ganz klar die beiden Protagonisten, die eine tolle Beziehung und Dynamik miteinander haben. Die anderen Charaktere gingen auch klar, reichen aber nicht an die zwei heran. Kein Meisterwerk, aber eine schöne solide Fantasy-Serie, von der ich gerne mehr sehen würde, falls es je dazu kommen sollte^^

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