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Thema: Endzeit

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    @ Ark_X
    Der Film ist mir dann doch etwas zu salopp. Kein Wort über Atombestien, Superkräfte und erst recht nicht einmal der Ansatz eines aufrichtigen Erklärungsversuchs, weshalb sich von der Atombombe getroffene Städte zu Ruinenarealen voller Umgebungsrätsel arrangieren. Pah! Wer sich seriös und unvoreingenommen über die Auswirkungen informieren möchte, greife weiterhin zu "Endzeit".

    (Ich mag die Videoreihe von Kurzgesagt.)

  2. #2
    Gibt nur weniges was wirklich zu Endzeit passt (muss doch ne deutsche entsprechung aus der Zeit geben) ^^


    Geändert von fedprod (07.06.2021 um 18:47 Uhr)

  3. #3
    Es bleibt nicht aus, ich muss ein Wort der Warnung aussprechen, also lest diese wahrhaft ergreifende Geschichte.

    Mir ging es anfangs ja genauso. In unschuldiger Neugier wühlte ich mich durch Youtubes Beutesack nuklearexplosiver Videos. Die Raketensiloklappe im endzeitlichen Bunker beispielsweise habe ich einer originalen Minuteman-Abschussvorrichtung aus den 60ern Jahren nachempfunden. Und wie war so eine Bunkeranlage im Kalten Krieg eigentlich aufgebaut? Man findet sehr schnell interessante Zeichnungen, Fotos, Interviews, Beschreibungen der Kommandoketten, sowie einen Ablaufplan, wie man 10 m unter der Erde einen Atomkrieg beginnt. Sehr erhellend. Zwischendurch habe ich mich zwar schon gefragt, wie klug das eigentlich von der offenen, westlichen Gesellschaft sei, solche Informationen mal eben ins Netz zu stellen, aber dann dachte ich mir, wenn das geheim gehalten würde, könnte ich es ja gar nicht mehr lesen und war wieder zufrieden. Ich hatte eine richtig schöne Lektürezeit mit Explosionen, Druckwellen, Todeszonen und radioaktiv verstrahlten Städten.

    Die anschließenden drei Wochen verbrachte ich in einem spärlich möblierten Zimmer mit dem neugierigen Herrn Brögenbeck vom Bundesnachrichtendienst (nebst weiteren Schattengestalten hinter einer unzureichend getönten Scheibe), der ganz zwanglos wissen wollte, welche Stadt ich im Auftrag welcher Macht in nächster Zeit in die Luft zu sprengen trachte. Ich hätte da ein durchaus interessantes Stöberprofil hinterlassen, zu dem er nun ein paar Fragen hätte.
    Aber Euer Hochwohlgeboren, winselte ich, das ist doch nur ein Missverständnis!
    Ach?, fragte er.
    Ei gewiss!, konnte ich zu meiner Verteidigung sagen und zum Glück hatte ich diese wasserdichte Geschichte, da ich doch für ein im postapokalyptischen Brüssel angesiedeltes Atomkriegsmakerspiel recherchierte und zwingend auf Informationen aus erster Hand angewiesen wäre, um die durch das erstaunliche Atom verliehenen Superkräfte dokumentarisch korrekt darzustellen. Ich kam da wieder raus.
    Aber jetzt fragt euch mal, was ihr Herrn Brögenbeck antworten könntet, wenn er euch zum Gespräch bittet.

  4. #4

    Users Awaiting Email Confirmation

    Du hast ja auch zuerst geguckt und dann gemakert. Wer weiss. Vielleicht hattest du vor dem Gespräch mit Herrn Brögenbeck nie vor Endzeit zu makern? Dem können wir am ende noch dankbar sein, dass du die ausrede am Laufen halten musst und wir es spielen können.

  5. #5
    @ Spielkind
    Aufgeflogen! Das gesamte Spiel ist doch nur mein nachträglicher Alibiversuch. Erbarmen, Herr Brögenbeck!

  6. #6
    Zum Glück hätte ich eine gute Ausrede für den Herrn Brögenbeck:

    "Aber Herr Brögenbeck, das ist doch klar, dass ich nicht vorhabe, einen atomaren Schlag auszuführen - wäre dem so, würde ich mich doch niemals auf einer Seite informieren, von der man eigentlich wissen MUSS, dass sie von den Behörden kontrolliert wird! Da wäre ich ja schön blöde!

    Inzwischen habe ich mich in der Botschaft etwas umgesehen, einen lustigen Logik-Parcours mit vielen Ecken überwunden, einen peniblen Anwalt ausgezahlt, mich erfolgreich den Tücken der Mathematik gestellt, das Konferenztisch-Rätsel gemeistert, sämtliche Kraftfelder deaktiviert und selbstverständlich eine (längst überfällige) Korrektur an der Tafel des deutschen Botschafters vorgenommen.
    Auf der Liste der offenen Dinge stehen nun noch die Deaktivierung des Schutzes im Atom-Labor, die Hilfe für die weinende Frau, die Lösung des Mordfalles, sowie das Geheimnis der Mühle zu ergründen - oder besser gesagt, wie ich den Klumpen (Keine Ahnung, ob das der Müller selbst oder etwas verstimmtes Mehl ist) entfernen soll.

    Einen gewissen Entschluss bereue ich mittlerweile, was die Wahl meines neuen "Verbündeten" angeht ... was natürlich GAR NICHTS mit seiner Raketenunterstützung zu tun hat.

    Geändert von Shadowlord (09.06.2021 um 18:41 Uhr)

  7. #7
    @ Shadowlord
    Was hast du gegen die Raketen? Die kommen doch wie gerufen.





  8. #8
    @real Troll
    Mit ihrem Kommen habe ich gar keine Probleme - die kommen wie bestellt! Die Einschlagsstellen sind es, die mich ein klein wenig stören ...

    Vielen Dank für Deine Hilfe!
    Schutzvorrichtung: Hier könnte ich mich selbst beißen - oder in bester Kapitän-Atom-Manier gegen etwas treten, weil mir das nicht selbst aufgefallen ist. :P
    Weinende Frau: Mist, ich wusste doch, dass ich da was vergessen hatte, zu erledigen ... Ich hatte das arme Krustentier auf eine Rundreise durch das zerstörte Brüssel mitgenommen ...
    Lösung des Mordfalles: Ich hatte mich sogar noch gefragt, wer so verrückt sein könnte, DIESEN Köder für harmlos zu halten!
    Mühlenzugang: Oh, das hätte ich wirklich nicht so gefunden - ich hatte die besagte Stelle da vermutet, wo das entsprechende Werkzeug stand.

    Die Art, wie man sich ins Hauptquartier des Feindes stehlen kann, ist super gemacht und spiegelt echten Teamgeist (nicht den von Europa) wider!
    Ich stellte mir auch das Gesicht des Kommissars vor, als Kapitän Atom sich zu erkennen gab ...

    Die nächste und letzte Folge verspricht schon spannend zu starten, denn es beginnt wohl mit einem lange erwarteten Treffen!
    Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass dem finalen Showdown zwischen der Liga und der White Skull noch ein wahres verbales Duell zwischen Kapitän Atom und Kommissar Totenkopf ansteht, da beide Wordgewandte Streiter sind!

  9. #9
    Zitat Zitat von Shadowlord Beitrag anzeigen
    Die Art, wie man sich ins Hauptquartier des Feindes stehlen kann, ist super gemacht und spiegelt echten Teamgeist (nicht den von Europa) wider!
    Freut mich, dass die Spielmechanik derart deutlich "spricht". Genau das war die Idee, auf der ich den Abschnitt gebaut habe: Die sichtlich zusammengewachsene Liga in gemeinsamer Aktion zu sehen.
    Während das gemeinschaftliche Agieren zum Episodenbeginn im Krater noch reichlich improvisiert wirkt, mutet es zum Folgenende wesentlich koordinierter an. Auf die Weise bildet die Spielmechanik eine Klammer und zeigt die Entwicklung der Heldengemeinschaft auf. Und als Spieler hat man was zu tun, das nun auch nicht völlig trivial ist, sondern einen möglichst vergnüglich auf Trab hält.

    Der Anfang der finalen Episode ist natürlich schon längst im Kasten und er ist

  10. #10
    Werter Meister,
    wie sieht es aus? ich werde immer leicht nervös, wenn ich so lange nichts lese....
    am liebsten würde ich natürlich lesen: "Bin fertig!"

  11. #11
    @ why not?
    Die gute Nachricht: Ich bin mittlerweile coronaangeimpft und werde also vermutlich nicht zu einer wirklich unpassenden Zeit plötzlich weggeseucht, stehe vielmehr als gesundheitliche Hochoptimierungsmaschine zur Verfügung.

    Die noch bessere Nachricht: Seit der letzten Statusmeldung ist "Endzeits" finale Episode weiter angewachsen und umfasst nun Herrlichkeiten wie einen niederträchtig gemeinen Geheimkeller, einen Schwung neuer PAB-Erntemöglichkeiten (ausnahmsweise generös), eine auf die Spielerentscheidungen abgestimmte Tatenfolge, eine gerade im Bau befindliche Festivitätsruine, weil mir noch rechtzeitig aufging, dass "Endzeits" Atomkrieg und Belgiens Nationalfeiertag Kalenderzwillinge sind, eine Atombestie gewordene Scheußlichkeit durchtrieben motivierter Entwicklerhinterhältigkeit, vor allem aber eine sich Schritt um Schritt zuspitzende Dramatik, da bei allem Ulk das Abenteuer zu einem runden Ende geführt werden soll, offene Rechnungen inklusive.


    Edit:
    Weil es gerade passt, plaudere ich aus dem Entwicklernähkästchen, wie ein Monster geboren wird.


    Einmal arglos um die Ecke gelaufen und da ragt es vor einem auf: das RPG-Monster! Aber was verleiht diesen Gesellen nur ihren immanenten Schrecken, der jeden Spieler adrenalinstoßgeschüttelt nach der Mama schreien und dem Kuscheltier greifen lässt? Die Antwort ist einfach formuliert, aber etwas schwieriger umgesetzt - eine gute Konzeption. Ich schildere mal am aktuellen Beispiel des gegenwärtigen "Endzeit"-Monsters, wie ich einen Gegnertyp entwerfe.

    Damit sich nicht jedes Monster auf die gleiche Weise bekämpft, setze ich auf unterschiedliches Kampfverhalten. Hier stelle ich mir zwei Fragen: Was macht das Monster so? Was bringt das dem Spiel? Das aktuelle Monster kann beispielsweise einen Helden mit einem Einzelangriff betäuben. Dadurch mischt der zufällig ausgefallene Held die Routinen in den Kampfrollen auf, da der Spieler genötigt wird, seine eingespielten und womöglich etwas eingefahrenen Kampfbefehlabfolgen zu modifizieren. Allerdings nervt eine Betäubung potenziell, da sie die spielerischen Eingriffsmöglichkeiten reduziert. Das Monster benötigt weitere Fähigkeiten, um nicht Runde um Runde Held um Held und damit Spieloptionen auszuschalten. Ich habe mich für einen Massenangriff auf die Heldengesundheit als Zweitangriff entschieden. Der verhindert zu häufiges Betäuben, erhält somit das Heldenagieren, enthält aber seine eigene zu lösende Schwierigkeit, weil mit jedem Angriff die Gesundheit aller Gruppenmitglieder weiter schwindet und die Frage aufwirft, welcher der Helden welchen seiner Kameraden zu welchem Zeitpunkt heilen soll, um keine Kampfrunde zu verschenken, aber das Sicherheitspolster der Lebenspunkte nicht übermäßig zu riskieren.

    Eigentlich reicht so ein Monsterverhalten schon aus, um einen interessanten Standardgegner zu kreieren. Ich setze noch einen drauf, indem ich dem Gegner eine Elementunempfindlichkeit verpasse. Dadurch muss nicht nur der Heldennutzen in der Situation neu bewertet werden (Routinebruch), ich schlage zugleich einen Bogen zu einem früheren Gegnertyp, dessen ähnliche Beschaffenheit den Spieler womöglich vorwarnen könnte, ihn die Situation also antizipieren und sich mit Recht schlau fühlen lässt. Schließlich erstelle ich die Monstergrafiken, animiere das Mutantengewobbel auf eine Weise, die das Monster auch als szenischen Beitrag in der Spielwelt platziert und feile in den anschließenden Kampftests an der interessantesten Häufigkeitsabmischung der Gegnerfähigkeiten. Fertig.

    Geändert von real Troll (15.07.2021 um 10:25 Uhr)

  12. #12
    Gratuliere zur Impfung! Guter Troll!

    Monster: Gute Güte! *bibber + Kissen über den Kopf zieh*

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