@ Cathi
Freut mich zu lesen.Wären die Charaktere nicht geglückt, lahmte das gesamte Spiel wie ein Gaul mit einer ganz ekligen Entzündung im Huf. Ich schicke ja gerne Helden ins Spielgeschehen, die bereits eine Biographie haben, deren "Leben" mithin schon lange vor dem Spielstart begonnen hat und die deshalb erkennbare Eigenschaften erworben haben, die auch nicht umgehend wieder gewechselt werden. Wenn manch andere Spiele das nicht machen, glaube ich allerdings nicht (in jedem Fall), die weniger markante Heldengestaltung sei ihren Autoren versehentlich unterlaufen. Eine blassere Persönlichkeitskontur kann auch Vorteile haben und deshalb ganz bewusst gewählt worden sein - etwa weil man sich sorgt, unpopuläre Charakterzüge könnten die Spieler vergraulen oder weil man dem Spieler mit der Heldenfigur ein Identifikationsangebot unterbreiten möchte, dem ein vorformulierter Charakter hinderlich wäre. Ich habe natürlich ganz offensichtlich andere Präferenzen und entwerfe Helden mit einer oft deutlichen Einstellung zur Welt. Demnächst gibt es Zugang. Der vierte Heldenplatz ist noch frei und ich bin schon gespannt, wie sich der Neuzugang schlagen wird. Es ist mal was anderes.
Nur bei Kämpfen und Rätseln hoffe nicht auf Sonnenschein. Mit der ersten Folge habe ich die ungefähre Schwierigkeitsgradhöhe gesetzt und bastele in der Weise fort. Dass allerdings eine immer beträchtlichere Reihe von Spielen einen optionalen Spaziergängermodus anbietet, ist mir auch nicht entgangen. "Endzeit" wird den nicht erhalten - ein Spiel sollte schon so konzipiert sein, dass der Flaneur-Modus nicht draufgepappt erscheint -, aber nach dem Projekt ist bei mir immer vor dem Projekt. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
@ D4rkplayer
Du sprichst gleich zu Beginn etwas an, worauf ich inzwischen schon etliche Gedanken verwendet habe: Wie wecke ich Neugier auf die nächste Folge? Was ich gar nicht nutzen möchte, sind harte Cliffhanger. Eine Szene soll nicht abrupt abbrechen und erst in der Folgeepisode fortgesetzt werden. Sowas mag ich auch als Zuschauer in Serien nicht. Stattdessen versuche ich, in jeder Folge einen Strang zu erzählen - nicht nur Fragen aufzuwerfen, sondern auch Antworten zu liefern - und zum Folgenende auf eine anschlussfähige Entwicklung hinzusteuern, die mit ihrer Inszenierung bestenfalls Neugier weckt, ohne zu sehr zu enttäuschen, dass es nicht gleich weiter geht. Zum Glück habe ich die weitere Entwicklung bereits vollständig konzipiert und muss nicht ins Blaue hinein dramaturgisieren.
Den Faceset-Wunsch lese ich wegen des inhärenten Lobs natürlich mit Freude und das nächste Projekt wird auch wieder die gewohnten Gesichter haben. Für "Endzeit" strebe ich hingegen eine Heldengestaltung aus einem Guss an, darum gibt es für das typische Tatentrio im Rollenspiel (Laufen, Reden, Kämpfen) den Helden in einer einzigen, kohärenten Darstellung ohne Nahaufnahme.
Sobald ich auf eine der Spinnenbeinproblematik verwandte Spielschwäche stoße, sage ich selbstredend umgehend Bescheid und bin in dieser Angelegenheit ohne jede Furcht, denn wie sich erwies, ist alles lösbar. Sogar so ein Kapitalproblem!






Wären die Charaktere nicht geglückt, lahmte das gesamte Spiel wie ein Gaul mit einer ganz ekligen Entzündung im Huf. Ich schicke ja gerne Helden ins Spielgeschehen, die bereits eine Biographie haben, deren "Leben" mithin schon lange vor dem Spielstart begonnen hat und die deshalb erkennbare Eigenschaften erworben haben, die auch nicht umgehend wieder gewechselt werden. Wenn manch andere Spiele das nicht machen, glaube ich allerdings nicht (in jedem Fall), die weniger markante Heldengestaltung sei ihren Autoren versehentlich unterlaufen. Eine blassere Persönlichkeitskontur kann auch Vorteile haben und deshalb ganz bewusst gewählt worden sein - etwa weil man sich sorgt, unpopuläre Charakterzüge könnten die Spieler vergraulen oder weil man dem Spieler mit der Heldenfigur ein Identifikationsangebot unterbreiten möchte, dem ein vorformulierter Charakter hinderlich wäre. Ich habe natürlich ganz offensichtlich andere Präferenzen und entwerfe Helden mit einer oft deutlichen Einstellung zur Welt. Demnächst gibt es Zugang. Der vierte Heldenplatz ist noch frei und ich bin schon gespannt, wie sich der Neuzugang schlagen wird. Es ist mal was anderes.
"Wolfenhain" fertig. "Endzeit": fertig. Neues Projekt: "Nachbarlicht" 
Zitieren