@ Ark_X
Sehr schön.Möge das Wiki wachsen und gedeihen. Wenn es hilft, baue ich auf der HP noch einen Hinweis als Dünger ein.
Seyd mir gegrueszet / O troglodyte realis / edeler vil=geprisener / artifex venerabilis / poeta computatoris etc. etc.
Puh, geht nicht mehr so leicht von der Feder wie einstmals. Ich spare mir also weiteres Kanzleyteutsch für heute und komme gleich zum Kern: Gerade habe ich, nach knapp fünf Stunden Folge 1 des neuen Werkes abgeschlossen. Und ich kann nur sagen: Es war – wieder einmal - ein audiovisueller ebenso wie narrativer und humoresker Hochgenuss, und zwar jeder Augenblick davon. Ich weiss nicht, wie Du das machst, aber jedes Deiner Spiele sprüht nur so vor Kreativität, weiss vermeintlich ausgelutschteste Szenarios neu zu beleben, setzt neue Akzente und behält dennoch den typischen “Trollstil” bei. Die Allreise, El Dorado 2 sowie Wolfenhain und jetzt auch Endzeit gehören jedenfalls zu den richtigen Höhepunkten meiner weit über zwanzig Jahre Spielgeschichte. Der real Troll-Ordner wandert seit Jahren von einem PC zum andern, von einer externen Festplatte zur nächsten und wird gehütet wie ein digitaler Augapfel.
Mir gefällt vieles am Atomödentrip: Die Experimentierfreude mit dem Maker ist grossartig und begeistert. Allein schon die anstossbaren und sich dann selbständig bewegenden Gegenstände oder Pflanzen machen richtig viel Freude und lassen die Spielwelt gleich weniger statisch wirken. Auch die korrekten Schattenwürfe finde ich genial, ich habe so etwas noch nie in einem RPG-Makerspiel gesehen. Details wie wegtretbare Gegenstände sind zwar gameplaybezogen "sinnlos", aber machen die Welt gleich viel glaubhafter (vergleichbar den vielen an sich ebenso "sinnlosen" Möglichkeiten in Ultima VII). Dass Du trotz modernerer Technik den alten, herrlichen Pixelstil beibehälst, finde ich ebenfalls grossartig. Das Einzige, was mir hier ein klein wenig gefehlt hat, waren die Portraits der Figuren, die hatten stets einen sehr eigenen, kunstvollen Stil, der das Spielerlebnis zusätzlich bereichert hat.
Was mich ausserdem sehr beeindruckt: Wirklich jeder noch so kleine Gegenstand und jeder verborgene Winkel wartet mit einer höchst amüsanten Beschreibung auf, quasi nonstop war ich am Schmunzeln. Verrückte Einfälle (die Mexikaner haben mich gar komplett aus der Bahn geworfen), Gags am laufenden Band. Dabei schafft es der Humor, stets niveauvoll und gehoben zu bleiben, bleibt aber auch immer ironisch genug, um nicht elitär zu wirken. Ich habe auch den Eindruck dass der kleinere Rahmen des Spiels dieser Humordichte entgegenkommt. Echtzeit ist sogar das erste Spiel, bei dem ich das Episodenformat anerkennen kann.
Auch die Erzählweise an sich gefällt mir sehr gut. Die Charaktere harmonieren wunderbar miteinander. Ich mag es, dass auch in Punkto dramatis personae wieder der typische Trollstil spürbar ist.
Mit grossem Begehr erwarte ich Nachschub. Also ran an den Maker mit Dir!
Gruss
Athanasius
--
@ Athanasius
So eine luxuriös ausführende Meinung zum neuen Spiel lese ich gern. Das Humorlob lasse ich mir gerade besonders schmecken. Bei aller Fabulierfreude und einem durchweg vorhandenen Interesse an Hintersinn und Anspielungen breche ich gern in die Gefilde fröhlicher Doofheit und kreativer Unrast aus. Dann entdeckt der Belgier plötzlich den inneren Mexikaner, die Kleinwelt des Atoms enthüllt die Wahrheit (!!!) über die Physik und aus der nuklearen Vernichtung der Welt wird eine beschwingte Abenteuersause.
Mit dem RPG Maker XP sind viele unterstützende Technikspielereien möglich. Neu dürfte davon nichts sein, immerhin habe ich für die Wackel- und Schatten- und sonstigen Effekte bereits vorhandene Scripte genutzt, also reiche ich die mitklingende Anerkennung einfach an die Techniker weiter und proste den namentlichen Nennungen im Abspann zu. Der klare Pixelstil harmoniert gut mit der "neuen" Technik. Mal ganz abgesehen davon, dass ich Lust auf einen Makerwechsel hatte, hat mich vor allem ein Exempel überzeugt, dass so eine Mischung aus Klötzchengrafik und moderner Programmierung gut zusammenpasst. Ich würde jetzt gerne eine Makerspiel nennen, aber tatsächlich war es "Stardew Valley".
Wie schon in "El Dorado" setze ich in "Endzeit" auf Heldengrafiken aus einem Guss. Sie sind in Gesprächen, in Kämpfen und Aktionen von einheitlichem Aussehen und Format, um durch den Zusammenhalt der Form den des Inhalts auszuweisen. Pixelgesichter sind damit natürlich nicht für alle Zeit gestorben. Für das Folgeprojekt habe ich schon ein paar Testgrafiken erstellt - Facesets inklusive. Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt versuche ich erst einmal, deinen Abschlusswunsch nach Kräften zu erfüllen und werke mit Lust an "Endzeits" zweiter Episode.
Das erneute Spielen der erste Folge, um Infos für das WIKI zu sammeln, gemixt mit der Erwartung der noch kommenden Episoden, lässt mich natürlich auch spekulieren, was vlt. noch kommen mag.
Das z.B. atomar-resistente Gegner (Wallonen) bereits extrem früh auftauchen, macht mich neugierig, ob sich in dieser Richtung noch etwas steigern lässt. Gerade das wandelnde Wesen des atomischen Elements lässt auf Gegner hoffen, die die Attacken des Kapitäns nicht (nur) absorbieren, sondern (stattdessen) nach einer gewissen Menge atomischen Schadens während des Kampfes eine Metamorphose durchlaufen, neue Fähigkeiten entwickeln und mehr EP geben - oder man lässt eben nur Hulker und Ingstrom an die unterentwickelte Kreatur ran, um einen einfacheren, sichereren Sieg zu erringen.
Auch frage ich mich, ob sich der von Ingstrom verschluckte Schlüssel noch als Plot-relevant herausstellen wird (sofern er nach den 3 Wochen immer noch im Doktor steckt).
Und zu meinem früheren Vorschlag habe ich einige etwas weitergehende Ideen:
--Endzeit-WIKI - Wolfenhain-WIKI!
Aphonia heroica: Unvermögen eines Helden, eigene Dialoge zu generieren. Prominente Fälle: Link (Legend of Zelda), Crono (Chrono Trigger), Edel (Hell Gates 2)
Pi = 2! ...zumindest in 1D...
Kutte benutzt Dinkelplätzchen. - Es ist sehr effektiv!
@ Ark_X
Der atomresistente Wallone war insofern ein Vorgeschmack, weil es keinen Schweizertaschenmesserhelden geben wird, der alle nützlichen Fähigkeiten in sich vereint und den Rest des Trupps nur als Heiltrankzulieferer mitschleift. Ich möchte ein klassisches Gruppenrollenspiel bauen, in dem jeder der Helden seine Glanzmomente hat, da jeder seine solitären Nischen besitzen wird. So wird jeder Held seine eigenen Problemgegner haben, die er nur mit der Hilfe seiner Gefährten aus dem Weg räumen kann. Bislang setze ich dazu zwei Spielinstrumente ein: Resistenzen und Nachteile (passive Talente, die einen spezifischen Malus verleihen). Es wird noch was Neues hinzukommen, eventuell schon in Folge 2.
Allerdings baue ich es sukzessive auf. Ich möchte niemanden - oder wenigstens: kaum jemanden - mit einem drohend errichteten Spielmechanikungetüm ängstigen. Daher rechne bitte auch nicht zu fest mit deiner Boss-Idee aus dem Spoilerkasten. Die Idee ist famos, nur richtet sich ein solcher, raffiniert interaktiver Bosskampf an ein Publikum, in dem ich eine merklich andere Vorliebenballung als in dem von mir anvisierten vermute.
Also jetzt rechne ich irgendwie schon mit atomresistenten, kugelsicheren Monstern, die an akuter Trypanophobie leiden, damit der gute Doktor mal so richtig auftrumpfen kann.
Und was den Bossvorschlag anbelangt:
1. Kann ich zumindest abschätzen, dass es mit einem nicht zu vernachlässigenden Aufwand einhergeht, alle Bestandteile so auszubalancieren, dass sie in beliebiger Kombination fair bleiben.
2. Wäre es ja, wie schon festgestellt, ein optionaler Boss und die dürfen ruhig etwas grober zulangen (Final Fantasy Omega Weapon und deren geistige Erben) und vlt. auch ein bischen mehr eine Randgruppe der anvisierten Zielgruppe bedienen.
3. Und so lange noch nicht alle Episoden fertig sind, werde ich hoffen können! Und falls es tatsächlich nichts wird, werde ich das auch überleben...
bestimmt...
vielleicht...
eventuell...
also könnte sein...
--Endzeit-WIKI - Wolfenhain-WIKI!
Aphonia heroica: Unvermögen eines Helden, eigene Dialoge zu generieren. Prominente Fälle: Link (Legend of Zelda), Crono (Chrono Trigger), Edel (Hell Gates 2)
Pi = 2! ...zumindest in 1D...
Kutte benutzt Dinkelplätzchen. - Es ist sehr effektiv!
@ Ark_X
Lass mich dich mit Alternativen bezirzen.
a) Fast noch schwerer als ein guter Boss im RPG Maker zu bauen: Eine Wendeltreppe.
b) Eine unverhoffte Möglichkeit für gewiefte Erkunder, ein Minispiel zu entdecken, das mit einem permanenten Attributsbonus belohnt.
c) Eine Ehrerweisung an den fantastischen Erfolg der belgischen Sportler bei den Olympischen Spielen 1920 (Antwerpen), in der insbesondere die belgischen Bogenschützen den Rest der Welt deklassierten, u.a. weil in manchen Disziplinen ausschließlich Belgier gegeneinander antraten, was immer vorteilhaft ist, wenn man die Medaillenausbeute für das eigene Land maximieren möchte und darum hoffe ich für die nächsten Olympischen Spiele auf die offizielle Disziplin "Schlagerschunkeln" und reibe bereits in vorfreudiger Erwartung auf einen deutschen Medaillenregen die Hände, wenngleich der zunehmend bandwurmige Fortsatz so langsam keinen Bezug mehr ... na egal, im übrigen schossen sie damals auf Vögel.
d) Alles zusammen.
Tipp: Bitte entscheide dich für d), denn die angesprochenen Sachen sind ja eh schon im Bau und größtenteils fertig.
Aber nicht übertreiben mit dem Bezirzen! Als Schwein lässt sich die Tastatur so schlecht bedienen.
Spontan entstehen in meinem Kopf Bilder von einem Angriff der "Wildecker Herzbuben"-Atomzombies (die muss es damals schon gegeben haben, schließlich existieren sie, solange, wie ich denken kann!).Zitat
Da ich bereits in Folge 1 zwei Albatrosse (fette Möwen?) und ein (zugegebenermaßen bereits dem Leben entrissenes) Hundi atomisierte, habe ich den allgemeinen Tierschutz in "Endzeit" bereits aufgegeben. Aber immerhin erfahren ja ausgewählte animalische Individuen besonderen Schutz (Kätzchen!).Zitat
Leg noch einen Blumentopf (atomisch zu Selbstbewusstsein gelangt?) mit obendrauf und ich nehme das Paket.Zitat
![]()
--Endzeit-WIKI - Wolfenhain-WIKI!
Aphonia heroica: Unvermögen eines Helden, eigene Dialoge zu generieren. Prominente Fälle: Link (Legend of Zelda), Crono (Chrono Trigger), Edel (Hell Gates 2)
Pi = 2! ...zumindest in 1D...
Kutte benutzt Dinkelplätzchen. - Es ist sehr effektiv!
@ Ark_X
Die "fette Albatrosmöwe"ist der (eigentlich ausgestorbene) Dodo, dessen Wiederkehr an die stattgefundene Umkehr der Verhältnisse gemahnt. Die Frage, welche Art noch so aussterben könnte, ist infolge eines Atomkrieges nicht nur wieder auf dem Tisch, sondern besitzt sogar menschheitsbezügliche Brisanz.
Wird die [Hier den vom Spieler gewählten Namen einsetzen]-Liga der allgemeinen Untergangshaltung der Welt Einhalt gebieten können? Mehr in Folge 2!
Auch bei mir möchte sich die zweite Errungenschaft nicht einstellen. Der Raum sieht bei mir so aus:
https://imgur.com/a/En56X
Übersehe ich etwas???
Geändert von retrogamer (01.12.2017 um 23:22 Uhr)
@retrogamer: Wenn ich versuche, deinen Anhang zu öffnen, erhalte ich nur eine Fehlermeldung.
--Endzeit-WIKI - Wolfenhain-WIKI!
Aphonia heroica: Unvermögen eines Helden, eigene Dialoge zu generieren. Prominente Fälle: Link (Legend of Zelda), Crono (Chrono Trigger), Edel (Hell Gates 2)
Pi = 2! ...zumindest in 1D...
Kutte benutzt Dinkelplätzchen. - Es ist sehr effektiv!
@Ark_X: Da ist was schiefgelaufen. Hab den Anhang durch einen Link zum Bild ersetzt.