Ys VIII – Lacrimosa of Dana (PS4)
Handlung
Adol strandet auf einer augenscheinlich unbewohnten Insel und weil er ein toller Hecht ist, muss er natürlich wieder die Welt retten. Vorher erkundet man aber eine Insel mit echt guter Hintergrundgeschichte ein viel mysteriösem Drumherum.
Ys Celceta war mir, was die Handlung angeht, zu langsam und bot nicht genug Überraschungen. Hier sah es am Anfang genauso aus, entwickelt sich dann aber ziemlich gut: Ich fand die Geschichte rund um die Insel (Name vergessen) schön mysteriös und es machte Spaß, nach und nach aufzudecken, was wohl in Danas Zeit passiert ist. Die zwei Zeiten, in denen die Handlung spielt, tragen ihr Übriges dazu bei.
Die Charaktere fand ich dagegen durchwachsen. Überwiegend sind die „ganz nett“, strotzen aber vor Klischees; vor allem Laxia fand ich anfangs furchtbar. Dazu kommt dann noch, dass Falcom hier schon wieder so eine lächerliche Szene nach dem Schema „Mädel wird aus Versehen beim Baden gesehen und knallt dem Typen, der nicht daran schuld ist, eine“ einbauen musste. Da fühlt man sich direkt in die Pubertät zurück … Moment, das fand ich auch damals nicht lustig.
Nach den anfänglichen Stunden beruhigt sich das glücklicherweise und dann hatte mich die Geschichte doch ziemlich gepackt.
Gameplay usw.
Hier habe ich wenig auszusetzen. Die Kämpfe machen Laune, das allgemeine Spieltempo ist angenehm schnell und das Erkunden der Insel macht ausnahmsweise mal wirklich Spaß, inkl. Der Nebenmissionen (überwiegend). Die Überlebenden-Dorf-Aufgaben fand ich dagegen so lala: Verteidigungsmissionen sind total langweilig, Angriffsmissionen machen dafür richtig Spaß (leider gibt es davon weniger).
Ich müsste so gut wie alle Nebenmissionen erledigt haben und habe soweit alles gesehen, was die Insel zu bieten hat, etwas, was ich nur mache, wenn mir ein Spiel richtig Spaß macht. Hier war die Mischung irgendwie sehr unterhaltsam und auch der Sammelfaktor funktioniert, z.B. indem man erst durch eine ausreichende Anzahl an gefundenen Überlebenden weitere Wege öffnen kann.
Ich habe allerdings gemerkt, dass mir solche Spiele auf der Vita nur bedingt Spaß machen (fehlende Tasten u.a.) und bin deshalb auf die PS4 gewechselt. Keine Ahnung, ob es auch anderen so geht, aber solche Rollenspiele brauche ich irgendwie auf einer der „großen“ Konsolen.
Graphik und Musik
Die Graphik fand ich das Spiel überwiegend ansprechend und mochte es auch, dass viele Orte auf der Insel unterschiedlich aussehen. Die Charaktermodelle sehen ebenfalls ordentlich aus, mit der Einschränkung, dass die Entwickler bei Laxia und Dana anscheinend ihre Teenie-Phantasien ausleben wollten. Na ja, wieso beschwere ich mich eigentlich … es kommt doch immer wieder vor. Unangemessen finde ich diese Darstellung trotzdem, da sie sich nur auf weibliche Charaktere beschränkt, was es sehr offensichtlich macht, welche Zielgruppe man da im Kopf hatte. Davon abgesehen sieht Dana eigentlich nett aus, was es doppelt ärgerlich macht.
Musik? Sehr eingängig, ins Ohr gehend und hörenswert, ich mochte viele Stücke sehr. Vom Niveau her steht das hier für mich direkt neben Ys Seven und definitiv über Celceta.
Fazit
Für mich ist das hier das beste Ys bisher, mit ein paar Dingen, die man besser hätte machen können, aber auch sehr vielem, das Spaß macht und zum Weiterspielen motiviert. Vor allem die Geschichte hat mir diesmal gefallen; schon ungewöhnlich für eine Reihe, die ich eher mit gutem Gameplay und uninteressanten Geschichten in Verbindung gebracht habe.
Insgesamt: 9/10
Spielzeit: 28 Stunden

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