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  1. #41
    So, nach einer kurzen, zweimonatigen Pause melde ich mich auch mal wieder mit dem aktuellen Stand zurück.

    Von der Liste geflogen ist bis auf Weiteres Final Fantasy 15, da das letzte Add-On erst im Dezember erscheint und ich nicht glaube dass ich es in diesem Jahr noch anfangen-, geschweige denn durchspielen werde.

    Die entstandene Lücke wurde von Xuan-Yuan Sword: The Gate of Firmament gefüllt. Daran sitze ich nun schon seit einer Weile und bin zu etwa 2/3 durch. Ich habe nicht wirklich viel von dem Spiel erwartet und es eher als taiwanesisches Kuriosum angesehen, doch gefällt es mir überraschend gut. Allerdings muss man, gerade was die technische Seite und die Übersetzungsqualität angeht, ein dickes Fell anhaben.^^




  2. #42
    Xuan-Yuan Sword sieht interessant aus, habe noch nie davon gehört. Wie sieht denn das Kampfsystem aus, ist es actionorientiert (bin mir vom Bild ausgehend nicht so sicher)? Der Graphikstil scheint ja auch ganz nett zu sein.

    Libenter homies id, quod volunt, credunt.
    Alle GF-Aktionen auf einen Blick

  3. #43
    Tja hm, das Kampfsystem ist leider eine Schwäche des Spiels. Es ist nicht schlecht, nur eben relativ flach.

    Es ist eine Art umgekehrtes ATB System. Wenn man eine Aktion ausgeführt hat muss man eine Weile warten bis man die nächste starten kann. Diese Pause ist aber immer konstant, unabhängig von der gewählten Aktion oder den eigenen Statuswerten. Die Aktionen aller Kampfteilnehmer finden dabei parallel statt, weswegen die Partycharaktere von der KI gesteuert werden. Man kann jederzeit zu ihnen wechseln um sie manuell zu kontrollieren, meistens ist das aber nicht nötig.
    Die Sache ist die dass es pro Charakter nur zwei Angriffsaktionen gibt. Die kann man zwar miteinander kombinieren um so verschiedene Combos auszuführen, diese sind aber sehr limitiert und unterscheiden sich praktisch nicht zwischen den Partycharakteren. Alle lösen z.B. mit der Kombination X -> X -> X einen starken Angriff gegen ein Ziel und mit X -> X -> O einen mittleren Angriff gegen alle Ziele aus. Ansonsten kann man noch diverse Zauber wirken. Alles wird über die Facebuttons des Controllers und über Shift-Funktionen ausgeführt (so wie z.B. bei Final Fantasy 14). Ein Auswahlmenü gibt es nicht. Außerdem kann man sich weder frei auf dem Kampffeld bewegen, noch kann man ausweichen oder sich verteidigen, das System ist zu einhundert Prozent auf die Offensive ausgelegt. Die Kampfteilnehmer bewegen sich zwar auf dem Feld, das ist aber nur zur Schau.

    Also im Grunde ist es ganz OK für ein paar Runden, aber auf die Länge des Spiels trägt es nicht wirklich und wird schnell zur Routine.

  4. #44
    Xuan-Yuan Sword: The Gate of Firmament



    System: Playstation 4 (Asia-EN)
    Version: 1.03
    Challenge #: 07


    Vorwort
    Xuan-Yuan Sword ist eine RPG Serie der Firma Softstar/DOMO aus Taiwan die bereits seit 1990 im chinesischsprachigen Raum für den PC existiert. Sie hat es mittlerweile auf sechs Haupt- und genauso viele Nebenteile gebracht. Um einen eben solchen handelt es sich bei Xuan-Yuan Sword: The Gate of Firmament.
    Das Spiel hatte ich ursprünglich nicht auf dem Schirm, doch als Anfang des Jahres eine ins Englische übersetzte Asia Disc-Fassung für die Playstation 4 erschien wurde ich darauf aufmerksam. Die Bilder hatten mich sofort neugierig gemacht und so beschloss ich schließlich, es mir etwas näher anzuschauen.
    Da ich nichts über das Spiel bzw. die Serie kannte habe ich auch nicht viel erwartet und es eher als kleines Kuriosum in der Sammlung angesehen. Doch nachdem ich etwas reingezockt habe hat es mir so gut gefallen dass ich drangeblieben bin.


    Das Spiel
    Es sind unruhige Zeiten. Die Regierung der Shang befindet sich im Chaos, das Land wird von Dürren und Flutkatastrophen heimgesucht, Clans die die göttliche Legitimation der Shangs anzweifeln bekämpfen sich gegenseitig und Banditen fallen über Dörfer her.
    Von eben einer solchen Bande wird Qingmei, die Adoptivschwester des Protagonisten Sikong Yu, entführt. Da in dem Dorf Youxiong in dem er wohnt fast nur noch Alte leben beschließt er, sie alleine aus den Fängen ihrer Häscher zu befreien. Im Lager der Banditen findet er sie schließlich zusammen mit einem mysteriösen, stummen Mädchen und flüchtet mit beiden zurück ins Dorf. Doch dauert es nicht lange bis die Banditen ihre Fährte aufgenommen und das Dorf angegriffen haben. Dort findet sich Yu bei der Verteidigung in der Unterzahl wieder, doch kurz vor seiner Niederlage greift das bis dato stumme Mädchen, welche sich als Muyue zu erkennen gibt, mit mächtiger Magie ins Geschehen ein und vertreibt die Unholde.
    Es stellt sich heraus dass sie auf der Suche nach einem Weg zurück in ihre Heimat Huaxu ist. Da im Dorf niemand über jenes Land bescheid weiß erteilt der Älteste Yu den Auftrag, Muyue als Dank für die Verteidigung des Dorfes als Leibwächter auf der Suche nach ihrer Heimat zu begleiten.
    Auf ihren Reisen schließen sich ihnen die etwas schusselige aber bärenstarke Ziqiao die ebenso einen Bärenhunger hat und der eloquente sowie charismatische Fengyu, hinter dem mehr zu stecken scheint als es den Anschein hat, an. Ebenfalls begleitet werden sie von dem Geisterferkel Aqi, welches eine Urne auf dem Rücken trägt die einige Gameplay Elemente ermöglicht.






    Die Geschichte ist in neun Kapitel unterteilt und auch echt gut, der Fokus liegt aber definitiv auf den vier Hauptcharakteren und ihre Beziehung untereinander. So vergeht kein Dungeon ohne mindestens eine Rast um über das Geschehene zu reflektieren oder einfach nur so zu plaudern. Das Spiel nimmt sich für diese Dialogsequenzen sehr viel Zeit. Seeehr viel Zeit! Sagen wir es mal so, auf Microsoft oder Nintendo Konsolen würden die Controller derweil wohl in den Standby Betrieb wechseln. Für die nötige Dynamik in der Geschichte wird dadurch gesorgt dass immer wieder einzelne Charaktere die Gruppe für eine kurze Zeit verlassen. Nett ist, dass alle bereits gesehenen Sequenzen nochmals im Startmenü einsehbar sind. So könnte man sich theoretisch das ganze Spiel nachträglich noch einmal als Film anschauen. Das erinnert etwas an die Xenosaga.

    Doch leider macht sich hier auch schnell eine Schwäche des Spiels kenntlich die für Viele ein KO Kriterium sein könnte: die Übersetzung ist... nennen wir es mal "suboptimal". Während die Sequenzen der Hauptgeschichte noch einigermaßen OK sind, sind gerade die Gespräche mit den NPC katastrophal. Von zahlreichen Rechtschreib-, Grammatik- und Satzzeichenfehlern, nicht übersetzten Textzeilen, NPC Textboxnamen die nicht mit denen im Textinhalt übereinstimmen bis hin zu ganzen Sätzen die vorne und hinten keinen Sinn ergeben ist wirklich alles vertreten. Man kann zwar immer noch entziffern was gemeint ist, es kann aber doch anstrengend werden. Absurd wird es bei einigen (wenigen) nichtvertonten aber selbstablaufenden Dialogsequenzen. Dort bleiben die Untertitel nämlich nur für eine Sekunde stehen und man muss ständig auf Pause drücken um mitzukommen.




    Die Spielwelt ist in unterschiedliche Segmente wie Städte und Dungeons unterteilt die man, ähnlich wie bei Grandia, über eine Übersichtskarte erreichen kann. Neue Gebiete werden dabei nach und nach freigeschaltet. Es ist zwar schade dass die Oberwelt nicht frei begehbar ist, als Ersatz gibt es aber immerhin eine nette Animation in der eine SD-Version des Hauptcharakters zu dem ausgewählten Gebiet läuft.

    In den zahlreichen Städten sind viele NPCs unterwegs die alle auch viel zu sagen haben. Zu dem dass sich deren Dialoge meistens zweimal pro Kapitel ändern reagieren sie auch unterschiedlich auf den gerade ausgewählten Partycharakter. So lassen sich bestimmte Nebenquests auch nur dadurch starten indem man einen NPC mit dem richtigen Charakter anspricht. Die Quests erzählen of kleine Minigeschichten und man muss viel mehr mit verschiedenen Charakteren sprechen als Items oder Monster einzusammeln. Für eine lebendige Welt ist also durchaus gesorgt.




    In den Dungeons selbst geht es oft darum in verzweigten Korridoren das Ende zu finden. Zwar gibt es hin und wieder kleinere Puzzles oder sogar Schleichpassagen, diese halten sich jedoch in grenzen. Für Abwechslung sorgen eher die bereits erwähnten Dialoge, für die die Dungeon-Hatz unterbrochen wird. Witzig ist ein kleines Minispiel welches bei verschlossenen Schatztruhen startet, in welchem man unter Zeitdruck fehlende Buchstaben in englischen Wörtern ersetzen muss. Das hat etwas von Englisch Unterricht in der fünften Klasse.
    Obwohl das Spiel grafisch bestenfalls mittleres Playstation 3 Niveau erreicht sind die Dungeons stilistisch trotzdem wunderschön gestaltet und es macht einfach Spaß die Kamera stets in alle Richtungen zu drehen um zu versuchen das perfekte Bild einzufangen. Die Puzzle Elemente aus Persona 5 und das Design von Xuan-Yuan Sword ergäben für mich die perfekten Dungeons.

    Die Gegner laufen sichtbar in den Dungeon umher und stürmen sofort auf den Spieler zu sobald man in ihren Sichtbereich gerät. Das passiert so schnell dass eine Flucht dann nicht mehr möglich ist. Allerdings ist ihr Sichtbereich so klein dass es kein Problem ist sich an ihnen vorbeizumogeln, sofern der Korridor breit genug ist.
    Man kann allerdings auf die Initiative ergreifen und eine charakterspezifische Fähigkeit einsetzen um den Kampf zu seinen Gunsten zu verschieben. So kann Sikong Yu dem Gegner mit seinem Stab eins überziehen, wodurch der Kampf mit für einige Sekunden betäubten Gegnern startet. Fengyu kann allen Gegnern bereits bei Kampfbeginn einen Teil ihrer HP abziehen und ist zudem der schnellste Läufer, Ziqiao kann zusätzliche Materialdrops forcieren und Muyue kann sich für einige Sekunden unsichtbar machen um so leichter an Gegnern vorbeizuschleichen.





    Das Kampfsystem selbst ist eine Art umgekehrtes ATB System. Nachdem eine Aktion ausgeführt wurde muss man eine Weile warten bis man die nächste starten kann. Diese Pause ist aber immer konstant, unabhängig von der gewählten Aktion oder den eigenen Statuswerten. Die Aktionen aller Kampfteilnehmer finden dabei parallel statt, weswegen die Partycharaktere von der - leider nicht justierbaren - KI gesteuert werden. Man kann jederzeit zu einem anderen Charakter wechseln um diesen manuell zu kontrollieren, bis auf einige hochlevelige Bonusbosse ist das aber eigentlich nicht nötig.
    Pro Charakter gibt es allerdings nur zwei physische Angriffsaktionen auf den Tasten X und O. Diese können zwar miteinander kombiniert und dadurch verschiedene Combos ausgeführt werden, deren Anzahl ist aber sehr limitiert und unterscheiden sich praktisch nicht zwischen den Partycharakteren. Alle lösen z.B. mit der Kombination X -> X -> X einen starken Angriff gegen ein Ziel und mit X -> X -> O einen mittleren Angriff gegen alle Ziele aus. Ansonsten können noch diverse Zauber gewirkt werden. Bis zu vier davon werden auf die Facebuttons des Controllers gelegt und über Shift-Funktionen ausgeführt (wie z.B. bei Final Fantasy 14). Alle Aktionen werden durch dedizierte Tasten ausgeführt, ein Auswahlmenü wie in anderen rundenbasierten RPGs gibt es nicht. Außerdem kann man sich weder frei auf dem Kampffeld bewegen, noch kann man ausweichen oder sich verteidigen. Das System ist zu einhundert Prozent auf die Offensive ausgelegt. Die Kampfteilnehmer bewegen sich zwar auf dem Feld, das ist aber nur zur Schau.
    Die KI ist leider nicht sonderlich gut und macht oft lange Pausen obwohl der Cooldown nach einer Aktion eigentlich schon lange abgeklungen sein sollte. Fairerweise gilt das aber auch für die Gegner. Brisanter ist da schon eher, dass die KI Charaktere Zugriff auf das Inventar haben und auch munter HP und SP Heilgegenstände verwenden. Gerade wenn man ihnen Magie ausrüstet bevorzugen sie diese vor physischen Angriffen und plötzlich steht man ohne SP Items da. Das ist vor allem in den ersten beiden Kapiteln problematisch, wenn das Geld noch knapp ist und man es lieber in neue Ausrüstung steckt. Dies hat dazu geführt dass ich Skillpunkte zu Beginn eher in passive Fähigkeiten als in Magien investiert habe. In den darauf folgenden Kapiteln hat man allerdings immer genügend Geldreserven übrig um sich dutzendfach mit Heilitems einzudecken.





    Zwei Features die das Kampfsystem mit sich bringt sind Aqi, das Geisterferkel und das Formationssystem.
    Aqi kann losgeschickt werden um Gegner in seiner Urne einzufangen. Diese können dann für allerhand Dinge verwendet werden. Z.B. kann man mit ihnen bestimmte Talismane verstärken oder sie zu neuen, stärkeren Monstern fusionieren.
    Man kann sie allerdings auch in eines der vier Formationsfelder einsetzen. Diese Felder, die sich im Kampf beliebig umherschalten lassen, geben den Charakteren passive Bonus auf deren Statuswerte. So erhöht das rote Feld z.B. den physischen Angriff, während das Gelbe die physische Verteidigung verstärkt. Pro Feld gibt es vier Positions-Slots in denen die einzelnen Charaktere platziert werden können und die weitere, unterschiedliche Bonus auf die Statuswerte geben.
    Zudem lässt sich, wie bereits erwähnt, pro Formationsfeld ein Monster einsetzen welches, neben passiven Verbesserungen der Statuswerte, ebenfalls aktiv beschworen werden kann um so einen Angriff gegen einen Gegner zu starten.

    In einigen, seltenen Fällen kommt es vor dass ein Monster die Party in ein Gespräch verwickelt. Wählt man hier die richtigen Antwortmöglichkeiten aus kann der Kampf umgangen werden und man erhält zur Belohnung seltene Gegenstände. Meistens sind das Items die die Statuswerte dauerhaft verbessern.




    Das Skillsystem ist recht einfach gehalten. Es ist in physische, magische und passive Fähigkeiten unterteilt.
    Die physischen Fähigkeiten werden automatisch beim erreichen bestimmter Charakterlevel freigeschaltet. In magische und passive Fähigkeiten kann man hingegen seine Skillpunkte, die man bei Level-Ups erhält, investieren. Der Clou daran ist, dass diese nicht verbraucht werden sondern jederzeit von einem Skill abgezogen und in einen anderen reinvestiert werden können.

    Anstatt Ausrüstung einfach im Laden zu kaufen lassen sich bessere Versionen über das Crafting-System auch selbst herstellen. Dazu benötigt man lediglich ein Rezept - welches billiger ist als wenn man das entsprechende Ausrüstungsteil normal kaufen würde - und die erforderlichen Materialien. Diese erhält man nach gewonnenen Kämpfen. Was und wie viel mal bekommt hängt aber vom Zufall ab, weswegen es ratsam ist, die Kämpfe stets mit Ziqiao zu starten, deren Fähigkeit für garantierte Drops sorgt. Die Rezepte gibt es in den Ausprägungen physisch und magisch, was jeweils einen Bonus der entsprechenden Statuswerte auf das herzustellende Ausrüstungsteil bedeutet.




    Eine weitere Achillesferse des Spiels ist die Technik. Nach der Introsequenz habe ich mich erst einmal gewundert warum alle Charaktere nur aus blau-weiß schattierten Polygonen bestehen. Erst als ich die Konsole auf Englisch umgestellt habe wurden die Texturen korrekt geladen. Bei den Trophy Informationen oder Patch Notes muss die Konsole sogar explizit auf en_US stehen damit diese korrekt angezeigt werden. Dass man nach dem starten des Spiels einem einminütigen, schwarzen Ladescreen zusehen muss, noch bevor das erste Herstellerlogo angezeigt wird, ist ebenfalls befremdlich.
    Weiterhin leidet das Spiel unter einer sehr inkonsistenten Framerate bei der es immer wieder zu Rucklern oder Slowdowns kommt und extremen Popups von Schatten sowie Vegetation, die sich erst spät vor dem Spieler aufbauen. Auch sind die Animationen nicht sonderlich toll. Charaktere "drehen" ihre Körper oder Köpfe abgehackt zum entsprechenden Gesprächspartner, es gibt dafür keine Animation. Von NPCs die in der Luft schweben oder der Möglichkeit, an manchen Stellen in der Geometrie stecken zu bleiben will ich jetzt gar nicht erst anfangen...


    Trotz der durchwachsenen Technik kann man den Entwicklern nicht vorwerfen dass ihnen das Spiel egal wäre. Denn etwa zur Mitte des Spiels hin kann man ein tolles Bonusgebiet freischalten. Bei diesem handelt es sich um ein Museum in dem die Entwickler, durch SD-Avatare dargestellt, herumblödeln, in dem die Geschichte der Spielserie in Form von Statuen und Bildergallerien dargestellt wird und in dem es einige nicht ganz ernst gemeinte Nebenquests zu absolvieren gilt. Es war wirklich interessant durch die Hallen zu schlendern und sich die Artworks der Serienvorgänger genauer anzuschauen.

    Ebenfalls positiv möchte ich hier noch die Musik erwähnen, seien es nun die chinesischen Popsongs oder die orientalisch geprägten Stadt- und Dungeon- Themes die dem Spiel ihr eigenes Flair vermitteln.







    Fazit
    Xuan-Yuan Sword hat handwerklich viele Fehler. Wären diese nicht vorhanden, wäre das Kampfsystem tiefgehender und die Übersetzung nicht so holprig, so wäre durchaus eine top Wertung drin gewesen, denn gerade inhaltlich überzeugt es auf ganzer Linie.
    Wer also kein Gameplay Fanatiker ist und für den Story und Charaktere wichtiger sind, wer überlange Zwischensequenzen herbeisehnt und wer bei der Übersetzung mindestens zwei Augen zudrücken kann, für wen die Technik nebensächlich ist und der mit Fehlern gut umgehen kann, der könnte dem Spiel durchaus eine Chance geben.



    Wertung: 2/4





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  5. #45
    Die diversen Kritikpunkte, die du ansprichst (Übersetzung, Technik, 'Itemklau'...) klingen tatsächlich nicht so prickelnd, aber ich stimme dir zu, dass besonders die Graphik viele Bonuspunkte sammelt. Das Kampfsystem erscheint mir ziemlich hektisch - in dem Video hab ich nicht wirklich geschnallt, wann denn nun die Gegner und wann die Charaktere Schaden abbekommen haben (beide Schadenswerte in rot darzustellen war vermutlich keine so gute Idee der Entwickler).

    Trotzdem würde ich dem Spiel wahrscheinliche eine Chance geben. Ich könnte mir schon vorstellen, es in meinen Backlog zu integrieren, sofern ich denn eine PS4 hätte - nicht unbedingt sehr weit vorne, aber auch nicht extrem weit hinten.
    BITE ME, ALIEN BOY!

    Spiele gerade: Hyrule Warriors Legends
    Zuletzt gespielt: Meitantei Conan - Karakuri Jiin Satsujin Jiken & Meitantei Conan - Kigantou Hihou Densetsu, God Medicine, Blue Dragon
    Best games ever: Tales of the Abyss, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Skyward Sword, Kingdom Hearts 2, Ocarina of Time, Dragon Quest VIII, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis
    Größte Enttäuschungen: Twilight Princess, Chrono Cross, Xenosaga 2

  6. #46
    Zitat Zitat von LittleChoco Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir schon vorstellen, es in meinen Backlog zu integrieren, sofern ich denn eine PS4 hätte
    Das Spiel gibt es auch auf Steam. Und das um einiges billiger als es bei der PS4 Fassung der Fall zu sein scheint.

  7. #47
    Danke für den Hinweis, aber ich bin kein Freund von Steam und Konsorten, weil ich a) es nicht mag mich alle naselang irgendwo anzumelden (und damit meine Daten im Netz zu verteilen) und b) meine Spiele als Hardware bevorzuge. Bin halt 'n kleiner Freak.
    BITE ME, ALIEN BOY!

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    Zuletzt gespielt: Meitantei Conan - Karakuri Jiin Satsujin Jiken & Meitantei Conan - Kigantou Hihou Densetsu, God Medicine, Blue Dragon
    Best games ever: Tales of the Abyss, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Skyward Sword, Kingdom Hearts 2, Ocarina of Time, Dragon Quest VIII, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis
    Größte Enttäuschungen: Twilight Princess, Chrono Cross, Xenosaga 2

  8. #48
    Zitat Zitat von LittleChoco
    Das Kampfsystem erscheint mir ziemlich hektisch - in dem Video hab ich nicht wirklich geschnallt, wann denn nun die Gegner und wann die Charaktere Schaden abbekommen haben (beide Schadenswerte in rot darzustellen war vermutlich keine so gute Idee der Entwickler).
    Man wird im Spiel recht behutsam an das Kampfsystem herangeführt. Anfangs kämpft man nur mit einem Charakter gegen ein bis zwei Gegner und das ganze Effektgewitter ist mangels Skills ebenfalls noch nicht vorhanden. Nach und nach kommen dann mehr Charaktere, Gegner und Fähigkeiten hinzu.
    Das mit der Farbe der Schadensanzeigen finde ich auch unglücklich. Im Grunde schaue ich da gar nicht mehr drauf sondern nur noch auf die Energiebalken in der unteren linken Ecke. Und wenn die zu lange im kritischen Bereich bleiben wechsle ich auf Muyue um manuell einen Heilzauber zu wirken.

    Zitat Zitat von LittleChoco
    Danke für den Hinweis, aber ich bin kein Freund von Steam und Konsorten, weil ich a) es nicht mag mich alle naselang irgendwo anzumelden (und damit meine Daten im Netz zu verteilen) und b) meine Spiele als Hardware bevorzuge. Bin halt 'n kleiner Freak.
    Dem kann ich nur applaudieren!





    Intermezzo



    Illusion of Time (Bonus Dungeon: Seltsames Anwesen)

    Zwar habe ich Illusion of Time bereits in meiner Kindheit auf einem originalen SNES durchgespielt, mehrfach sogar, aber mit einer Sache hatte ich nie wirklich Glück und das war das Sammeln aller 50 roten Juwelen um in den Genuss des Bonus Dungeons zu kommen.
    Beim ersten Durchlauf hatte ich eines in Engelstadt übersehen, bei den beiden anderen Durchläufen erschien aufgrund von Bugs nie die Kiste mit dem Juwel am Anfang der Pyramide.
    Nun, mehr als zwanzig Jahre später, habe ich beschlossen dieses Versäumnis endlich nachzuholen. Also schnell einen Spielstand aus dem Internet besorgt und losgelegt.

    Die Steuerung hatte ich relativ schnell wieder intus und ich habe sogar den Spin Dash hinbekommen. Früher hing ich ewig an der chinesischen Mauer fest bis ich herausgefunden hatte wie der funktioniert.^^
    An dem Dungeon ist nicht wirklich viel Fleisch dran. Er ist ziemlich kurz und das Leveldesign einfallslos generisch. Dafür ist er mit Monstern vollgestopft. Den Boss habe ich nach zig Versuchen schließlich nur mit Savestates geschafft da er mich mit seinen Energiebällen, die er im Sekundentakt abfeuert, jedes mal regelrecht vernichtet hat.
    Also tja, ist ein netter Bonus aber muss man nicht unbedingt gespielt haben. Die fünfzehn Minuten waren es mir wert und zumindest kann ich dieses Thema nun abhaken.











    Treasure of the Rudras


    Übers Wochenende habe ich mit Treasure of the Rudras angefangen. So richtig warm geworden mit dem Spiel bin ich aber noch nicht.
    Auf der einen Seite ist die Story ziemlich ernst, von wegen Umweltverschmutzung und drohendes Armageddon durch eine göttliche Macht, auf der anderen Seite werden in den unpassendsten Situationen gezwungene Slapstick Einlagen rausgehauen, so dass die Vermutung nahe liegt dass man das Spiel auf Teufel komm raus auf eine jüngere Zielgruppe zuschneiden wollte.
    Außerdem gab es bisher noch kein richtiges Highlight. Allerdings bin ich noch ganz am Anfang und habe mit allen drei Protagonisten erst vier von vermutlich fünfzehn Tagen absolviert. Jeder Protagonist hat sein eigenes Szenario mit einer eigenen Party. Ich spiele diese parallel und wechsle nach größeren Ereignissen. Somit ergibt sich eine episodenartige Struktur. Man könnte auch ein Szenario komplett durchspielen und danach erst das Nächste anfangen, allerdings sind die Geschehnisse untereinander verwoben und ich denke dann würden Storylücken entstehen die erst viel später aufgelöst werden.

    Das Magiesystem bei dem man mit selbstgeschriebenen Worten Zauber herstellt ist interessant. Als ich anfangs etwas damit herumgespielt und doch schon recht mächtige Zauber hervorgebracht hatte (die ich mangels MP noch gar nicht nutzen konnte), dachte ich zuerst ich wäre mega klug, bis ich kurz darauf festgestellt hatte dass praktisch alles was man da so rein schreibt irgend einen Effekt hat.^^'
    Besonders hervorstechen tut das Spiel allerdings musikalisch, was da geboten wird ist teils einfach nur fantastisch!



    Geändert von Nayuta (15.08.2017 um 19:14 Uhr)

  9. #49
    Zitat Zitat von Nayuta Beitrag anzeigen
    Dem kann ich nur applaudieren!
    Danke dir.

    @Illusion of Time - Bonus Dungeon

    Mir ist damals bei meinem Durchgang von Illusion of Time ebenfalls eins von diesen doofen Juwelen durch die Lappen gegangen und zwar war das in einem Krug vor einem einsamen Haus und als ich auf der Weltkarte war, konnte ich nicht mehr umdrehen. Weil ich davor auch längere Zeit nicht gespeichert hatte, hatte ich keinen Bock auf 'nen Neustart.

    Schön zu wissen, dass ich nicht wirklich was verpasst habe.

    @Treasure of the Rudas

    Spiel ich auch noch.
    Irgendwann.
    Ganz bestimmt...
    BITE ME, ALIEN BOY!

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    Größte Enttäuschungen: Twilight Princess, Chrono Cross, Xenosaga 2

  10. #50
    Treasure of the Rudras



    Challenge #: 08
    Originaler Titel: Rudra no Hihou
    System: SNES [NTSC-J] (Fanübersetzung / Emulator)
    T+Eng2.00_AGTP / snes9x_1.53


    Vorwort
    Treasure of the Rudras ist ein weiteres Spiel von dem ich mir vor einigen Jahren eine englische Reproduktion mit schöner Box und Anleitung zugelegt habe. Beim Anspielen hat es aufgrund des Szenarios und einiger Musikstücke sofort mein Interesse geweckt, doch leider bin ich bis jetzt nie dazu gekommen es richtig anzugehen. Allerdings habe ich schon immer vermutet dass sich hinter dem Titel eine echte Perle verbergen könnte. Ob das auch wirklich der Fall ist?


    Das Spiel
    Alle viertausend Jahre wird die Welt von einem Unheil heimgesucht, einem Todesgott namens Rudra, geschickt um die gerade vorherrschende Rasse zu vernichten. Vier Rassen hat er schon die Existenz gekostet, den weisen Danans, dem Meeresvolk, den kriegerischen Reptilien und den mächtigen Giganten.
    Die Menschheit, welche die aktuelle Rasse darstellt, hatte einst hochtechnologisierte Zivilisationen hervorgebracht, doch auf ihrem Höhepunkt vor zweitausend Jahren, wurde die Umwelt fast komplett zerstört und mittlerweile leben die verbliebenen Menschen in einzelnen Siedlungen auf einem Niveau welches eher dem Mittelalter gleicht. Nun, am Ende des vierten Millenniums, steht auch die Menschheit fünfzehn Tage vor ihrem Untergang.
    Die Geschichte von Treasure of the Rudras spielt in diesen letzten Tagen, wobei jeder einzelne Tag durchlebt wird. Vier von besonderen Jadesteinen Auserwählte machen sich auf ihr Schicksal zu erfüllen. Sion ist ein Ritter der nach seinem Lehrmeister sucht, Dune ist ein verschlagener DiebSchatzjäger, Riza wurde als einzige bereits mit einem Jadestein in der Stirn geboren und wird als Auserwählte angesehen die auf eine Pilgerreise aufbricht um die Umwelt von der Verschmutzung zu reinigen. Und dann ist da noch Surlent, ein Gelehrter der nach altem Wissen forscht und der einfach umgebracht wird... natürlich stellt das noch lange nicht sein Ende dar.
    Anfangs noch unwissend, erfahren sie auf ihren Reisen nach und nach über die drohende Katastrophe, über den Rudra, über die Jadesteine und über den Hintergrund des Zyklus von Zerstörung und Wiedergeburt.




    Die Charaktere spielt man dabei zunächst nicht in einer Party, vielmehr wird jedem ein eigenes Szenario mit eigener Party gewidmet. Drei davon sind von Anfang an auswählbar. Die Szenarien spielen alle zur gleichen Zeit und die Wege der Gruppen kreuzen sich immer wieder für kurze Begegnungen, Informations- oder Gegenstandsaustausch. Manchmal sind auch einfach nur die Auswirkungen anderer Gruppen auf die Welt erkennbar. Die Szenarien lassen sich dabei in beliebiger Reihenfolge spielen und können auch zugunsten eines anderen Szenarios unterbrochen werden. Ich selbst habe sie in einer episodenartigen Struktur gespielt. Anfangs habe ich noch nach jedem Tag gewechselt, später dann mehrere Tage am Stück pro Charakter gespielt. Im letzten Szenario schließen sich die Protagonisten schließlich zu einem Team zusammen.
    Interessant ist auch dass es hin und wieder die Möglichkeit gibt, verschiedene Ereignisse in unterschiedlicher Reihenfolge zu absolvieren, wodurch die Folgen unterschiedlich ausfallen.


    Das alles hört sich erst einmal ganz gut an. Das Problem, zumindest für mich, ist aber, dass das Spiel, abgesehen von der allgemeinen Prämisse, inhaltlich recht wenig bietet was mich begeistern konnte. Die Geschichte plätschert oft leicht konfus vor sich hin, einige Dinge werden durch andere Szenarien aufgelöst, andere bleiben obskur. Es gibt einfach keine richtigen, mitreisenden Höhepunkte, stattdessen aber merkwürdigen, unpassenden Slapstick. Nicht wirklich schlecht aber auch nicht wirklich gut. Mittelmaß eben.




    Die Welt gibt sich zu Beginn überschaubar. Es gibt drei relativ kleine Kontinente und jeder der zunächst verfügbaren Protagonisten fängt auf einem anderen an. Nach und nach erschließen sich aber weitere Bereiche der Welt welche diese enorm erweitern. Diese bereist man meist zu Fuß. Es gibt zwar Fahrzeuge wie Schiffe etc., diese lassen sich allerdings, bis auf eine Ausnahme am Ende von Rizas Szenario, nicht manuell steuern. In einigen Szenarien gibt es noch über die Welt verteilte Teleporter, die allerdings äußerst umständlich zu erreichen sind und nicht alle Orte abdecken. Dafür kann man aber überall, sei es in Städten, Dungeons oder eben auf der Oberwelt rennen, wodurch Entfernungen relativ schnell zu überbrücken sind.

    Es gibt zahlreiche Dungeons wobei nur einige für das jeweilige Szenario relevant sind. Die anderen können zwar meist betreten werden, bieten dann allerdings nur Bonusinhalt in Form von Schatztruhen. Deren Status wird übrigens nicht zwischen den Szenarien geteilt, man kann sie also in jedem Szenario wieder öffnen. Insofern kann es sich durchaus lohnen optionale Dungeons zu betreten und sich mit besseren Waffen und sonstigen Gegenständen auszurüsten. Sonstige Nebenquests gibt es ohnehin nicht, also kann man sich auch dem Backtracking hingeben. Weiterhin fördert das Spiel Backtracking anhand spezieller Schatztruhen die nur von bestimmten Charakteren geöffnet werden können oder Türen die sich nur zu bestimmten Tagen öffnen. Leider gibt es in den Dungeons, außer den obligatorischen Abzweigungen oder Geheimwegen für Schätze, keine weiteren Puzzles oder Ähnliches.




    Die Encounter Rate innerhalb der Dungeons ist recht hoch, von einem Dual Orb 2 aber noch weit entfernt. Das Kampfsystem geht recht fix von der Hand und oft sind die Kämpfe bereits vorbei noch bevor die Musik richtig ansetzen kann. Eine kluge Ausnutzung des Elementarsystems ist dabei essentiell und viel wichtiger als die reinen Statuswerte. Hat man das richtige Element ausgerüstet so verursachen die Gegner kaum noch Schaden, hat man jedoch Ausrüstung mit dem falschen Element angelegt so kann es sein dass man selbst einen Standardkampf nur knapp überlebt. Allerdings muss man vorsichtig sein und aufpassen dass man nicht Ausrüstung mit gegensätzlichen Elementen anlegt, dann geht der Bonus nämlich verloren und man steht ohne Schutz da. Hier kann man aber mit einer Überzahl an Teilen gleicher Elemente gegenwirken. Legt man z.B. einen feuerresistenten Schild und eine wasserresistente Rüstung an, so annullieren sich diese gegenseitig. Setzt man sich nun aber noch zusätzlich einen feuerresistenten Helm auf so erhält man wieder die Verteidigung gegen das Feuerelement. Teilweise ist es sogar ratsam auf gewisse Ausrüstungsteile zugunsten des Elementarbonus komplett zu verzichten. Bei den Waffen gilt dieses System nicht da man ohnehin nur eine anlegen kann. Hier verstärkt sich dafür der Angriff, wenn deren Element mit dem eines Ausrüstungsteils übereinstimmt.
    Sehr schön ist auch dass man die Zugreihenfolge der Partymitglieder jederzeit manuell anpassen kann. So kann man z.B. zuerst die Magier angreifen lassen die mit Flächenangriffen das Gröbste erledigen, während die Nahkämpfer anschließend alles was noch steht in die Zange nehmen. Allerdings wird dann der Geschwindigkeitswert des zuerst angreifenden Partymitglieds für die Zugberechnung herangezogen und es kann sein dass zuerst die Gegner die Initiative ergreifen, da deren Geschwindigkeit höher ist.




    Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal des Spiels ist aber das Magiesystem. Magie wird nicht einfach erlernt, gekauft oder gelevelt, sondern man baut sie sich selbst zusammen. Dies geschieht über Mantras, magische, bis zu zwölfstellige Worte die man selbst in einem Texteingabesystem schreiben kann. Das System reagiert dabei sowohl auf feste Begriffe die die Grundzauber bilden, als auch auf die verschiedensten Vor- und Nachsilben die, beliebig kombinierbar, die Magien auf verschiedene Weise verstärken.
    Bis zu zweiunddreißig dieser Worte können gleichzeitig pro Szenario gespeichert werden und alle Charaktere können sich aus diesem Pool bedienen, eingeschränkt nur durch die zur Verfügung stehenden Magiepunkte. Verstärkt man seine Grundmagien regelmäßig mit mächtigeren Silben, so hat man im Spiel eigentlich kaum Probleme. Auch mit Buffs und Debuffs habe ich gute Erfahrungen gesammelt und gerade im späteren Spielverlauf regen Gebrauch davon gemacht.
    Erlernen kann man die verschiedenen Worte bzw. Silben entweder durch Gespräche mit NPCs oder aber im Kampf direkt von den Gegnern. Die Namen gerade gewirkter Zauber werden nämlich in einer Box am unteren Bildschirmrand angezeigt und können dadurch jederzeit notiert werden. Naja oder man macht sich, Emulator sei Dank, einen Screenshot für allzu lange Zungenbrecher.^^




    Die Grafik ist wirklich schön anzusehen, leider gleichen sich gerade zu Beginn die Städte und Dungeons architektonisch doch sehr. Später wird das Spiel in diesem Bereich aber zumindest ein bisschen Vielseitiger. Besonders stark gibt es sich im Kampfsystem, hier steht man nämlich, wie in Final Fantasy, großen detaillierten Gegnersprites Gegenüber, die im Gegensatz zu jener Serie sogar voll animiert sind. Auch musikalisch gibt es einige sehr schöne herausstechende Themen, wenn auch leider viel Mittelmaß darunter ist.

    Ansonsten hatte ich noch einige kleine, wenig dramatische Bugs. So wurde mir z.B. in zwei Szenarien nach unterschiedlichen Ereignissen plötzlich ein Tag am Zähler abgezogen, diesen erhielt ich aber mit voranschreitender Story wieder zurück. An einer anderen Stelle habe ich mich aus einem Haus teleportiert und fand mich plötzlich Unterwasser wieder.







    Fazit
    Treasure of the Rudras ist ein nettes Spiel welches ein interessantes Szenario, eine hübsche Grafik und teilweise schöne Musik sowie ein flottes Kampfsystem mit unverbrauchtem Magiesystem zu bieten hat. Leider haben mich die Geschichte und die Charaktere zu keiner Zeit wirklich packen können und stellenweise war es mir etwas zu konfus erzählt. Es ist ein gutes Spiel, aber leider kein Highlight wie es auf den ersten Blick auf mich den Anschein gemacht hat.



    Wertung: 2/4





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  11. #51
    @Nayuta: Habe mir Xuan-Yuan Sword für 30 Ocken bei Ebay besorgt und konnte es mittlerweile anspielen; der erste Eindruck ist ganz gut, obwohl ich das Intro sowas von wirr fand. An dieser Stelle auf jeden Fall noch einmal Danke für den Tip, von solchen Spielen liest man sonst ja kaum etwas.

    Zitat Zitat von LittleChoco Beitrag anzeigen
    Danke für den Hinweis, aber ich bin kein Freund von Steam und Konsorten, weil ich a) es nicht mag mich alle naselang irgendwo anzumelden (und damit meine Daten im Netz zu verteilen) und b) meine Spiele als Hardware bevorzuge. Bin halt 'n kleiner Freak.
    Willkommen im Club.

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  12. #52
    Freut mich dass ich dich auf einen etwas anderen Titel aufmerksam machen konnte.

    Ich habe zu Beginn ebenfalls nur Bahnhof verstanden aber das erschließt sich einem dann alles mit fortschreitender Story.
    Auch mit dem chinesischen Namenswirrwarr kommt man mit der Zeit zurecht.

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