Stimme da Kiru im Wesentlichen zu , wenn ein Spiel zur richtigen Zeit, den richtigen Nerv trifft und clever vermarktet wird, kann es sehr schnell dazu kommen dass Reviewer überschwänglich werden, das betrifft gerade auch die Titel welche die Nostalgie-Schiene fahren.
Ich könnte mir vorstellen dass die meisten Reviewer nicht einmal so weit gespielt haben, da es ja doch ein ganz schönes Weilchen dauert bis es so weit kommt. Der Wiederholung in BD stehe ich zwiespaltig gegenüber, für mich war es besonders zäh da ich mich gezwungen gefühlt habe alle Zwischenbosse wieder und wieder zu bekämpfen, gleichzeitig war das aber auch der Zeitpunkt wo das Spielsystem seine volle Stärke entfaltet hat und die Gegner durch im vertracktere Kombinationen und stärkeren Fähigkeiten das Taktikerherz haben höher schlagen lassen. (wenn man bewusst auf ein paar exploitbare Mechanismen verzichtet) aber abseits der Nebenquests lässt sich eine dieser Wiederholungen in weniger als 15 Minuten durchspielen. Wenn man auf den Kram absolut keine Lust hat, kann man es auch schnell hinter sich lassen.Zitat
Und wenn ich jetzt mal ein bisschen böse sein darf, im Prinzip ist das was Octopath Traveller in seinen Prolog-Geschichten macht auch nicht anders. Prinzipiell hast du 8x den selben Spielablauf nur mit anderen Anstrich und anderer Geschichte, der grundlegende Spielablauf wurde so stark gestreamlined dass er sich fast gleicht. Bei mir persönlich hat das dafür gesorgt dass ich nach den ersten paar Geschichten keine Lust mehr auf die weiteren hatte. Da war die einzige Motivation die jeweiligen Fähigkeiten auszuprobieren. Kampfsysteme konnten diese Entwickler schon immer echt gut, doch was das Level- und Weltendesign betrifft wählen sie stets einen bequemen Weg.
Was ist daran so seltsam? In Lux Stream habe ich diesen Vergleich auch gemacht. Das Spiel erinnert mich besonders bei der Art wie die Sprites dargestellt werden an Final Fantasy 6. Wenn man den menschlichen Bossgegnern normal im Spiel begegnet, sind sie genau so groß wie die Protagonisten, wenn es dann aber zu einen Kampf kommt, wachsen sie auf einmal zu 5-fache Größe an. Doch auch der gesamte Grafikstil scheint sich tatsächlich an dem Stil der SNES Final Fantasy Teile zu orientieren allen voran Final Fantasy 6, vergleiche dort einfach mal ein paar der Monstermodelle.Zitat
Insgesamt halte ich aber berufliche Reviewer für keinen guten Anhaltspunkt, ich finde nicht dass sie sich in irgendeinem Sinne vom Ottonormal-Verbraucher unterscheiden, der sich eben viel für Videospiele interessiert. Viel schlimmer ist es dass sie stets eine Deadline zu befolgen haben und das Spiel nicht nach eigenem Tempo spielen können, genau so wie sie sich nicht immer gerade aussuchen können, was sie denn Testen wollen. Daher informiere ich mich lieber durch die Gesamtsumme aus typischen Konsumentenmeinungen, um mir ein genaueres Bild zu machen.
Ich kann mir auch gut vorstellen dass viele Tester die Octo gespielt haben, Bravely vorher nicht gespielt haben und diesen Titel evtl. nicht einmal im Hinterkopf hatten. Also damit auch nicht diesen Vergleich angestellt haben.

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