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  1. #28
    Spiel 5: La Pucelle Tactics (PS2)

    Gestartet: 17.2.2017
    Beendet: 28.2.2017

    Warum gerade dieses Spiel?
    Es wurde mal wieder Zeit für ein SRPG! Hatte nämlich schon länger keines mehr gespielt gehabt. (Das letzte war glaube ich Disgaea 4) Eigentlich muss ich an dieser Stelle auch mal erwähnen, dass ich gar nicht soooo wirklich gut in SRPGs bin. Final Fantasy Tactics und Suikoden Tactics haben mich damals beispielsweise in den Wahnsinn getrieben. In Suikoden Tactics sind mir damals der Reihe nach die Charaktere krepiert und in Final Fantasy Tactics war jeder Kampf ein erneutes Bangen. Das war auch die Phase, wo ich ganz lange Zeit keine SRPGs mehr gespielt hatte. Ich hatte sogar schon Alpträume von miesen, kleinen Piraten, die natürlich schön die Stage ausnutzen konnten, nur um mich daraufhin leiden zu sehen!.... Aber dann holte ich mir relativ spontan Disgaea 1 für PS2 und fand wieder Gefallen am Genre. Grinding sei' Dank!

    Worum gehts?
    Gleich vorweg: La Pucelle Tactics entstammt aus der gleichen Entwicklerschmiede wie Disgaea und co. Das Besondere hierbei ist jedoch, dass La Pucelle Tactics das erste Spiel von Nippon Ichi war und somit also auch den Grundstein für Disgaea und andere Konsorten in den Folgejahren legte.

    #erhattefranzösischnichtimabiturtutaberauftotalschlau:
    La Pucelle ist Französisch und bedeutet "Das Mädchen", demzufolge bekommt man es im Spiel also mit einem Mädchen zu tun. Und ein paar anderen. Das Mädchen, um das es hier speziell geht heißt Prier und arbeitet mit ihrem Bruder zusammen für die Kirche, genauer gesagt gehören sie einem Exorzistenverband an, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Dämonen aus der Welt zu vertreiben, ob mit oder ohne Gewalt.
    Dabei kommen sie im Laufe der Geschichte einer okkulten Gruppe auf die Schliche, die interessiert daran ist, einem ominösen, Dark Prince zum Leben zu erwecken.
    Unterwegs gabeln sie dann noch einen Dämonenjäger, eine Prinzessin sowie einen Piraten und seine tollkühne Tiercrew auf.

    Auffällig an der Geschichte ist natürlich, dass sie im Gegensatz zu Disgaea gar nicht so abgedreht erscheint. Und tatsächlich stimmt das auch: La Pucelle Tactics ist für ein Nippon Ichi Spiel erstaunlich bodenständig ausgefallen. Zwar wird auch hier mit humoristischen Einlagen nicht gegeizt, nimmt sich die Geschichte aber im späteren Verlauf sehr ernst und weiß sogar mit einem kleinen, aber feinen Twist zu überraschen! Ja, wirklich! Ich hätte niemals gedacht, dass mich ein Nippon Ichi SRPG storymäßig mal überraschen könnte...

    Gameplay
    Das Spiel ist in zwölf Kapitel eingeteilt. Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man kurz was zu seiner aktuellen Mission und dann geht es vom Prinzip her auch schon los.
    Gekämpft wird in typischer SRPG Manier, es gibt jedoch ein paar Besonderheiten.
    Zum einen klappert man nicht einfach nur irgendwelche Stages, sondern richtige Dungeons ab. Das heißt, dass wir uns auf der Weltkarte unser aktuelles Missionsziel, beispielsweise der nahe gelegene Wald aussuchen und uns daraufhin Stück für Stück durch diesen Wald kämpfen. Wenn eine Stage erfolgreich abgeschlossen wurde, kommt man in das "Dungeonmenü", wo man dann entscheiden kann, wohin man als nächstes gehen möchte. Es gibt sogar ab und an ein paar Sackgassen, also ist es nicht zwingend erforderlich, alle Stages eines Dungeons zu machen. Erfolgreich abgeschlossene Abschnitte müssen natürlich nicht wiederholt werden.

    Durch dieses System wirken die Orte tatsächlich wie kleine Dungeons, zumal man sogar jederzeit die Möglichkeit hat, aus einem Kampf zu fliehen oder aber zu einer anderen Stage vorzupreschen.
    Verstärkt wird diese Immersion sogar noch mit den Kampfszenen, wo der Schlagabtausch in klassischer Sideview Ansicht vonstatten geht.

    Erfahrungspunkte erhalten nur die Charaktere, die den Feinden den letzten Schlag verpassen. Ist aber nicht schlimm, da das Spiel über ein Kombosystem verfügt, wodurch die Charaktere, die an dem Komboangriff mitgewirkt haben, ebenfalls Erfahrungspunkte zugeschrieben bekommen. So ist es also auch kein Problem, schwächere Charaktere im Kampf einzusetzen.

    Apropos Charaktere: Man kann so ziemlich jeden Gegner im Spiel rekrutieren, wenn man ihn... reinigt. Wie echte Exorzisten halt.
    Außerdem gibt es auch in La Pucelle Tactics so etwas wie Elementarfelder, die sich ähnlich wie beim Rekrutieren reinigen lassen, wodurch der Effekt dann letztendlich verschwindet. Das lohnt sich aber nicht nur dafür, da man mit dem Reinigen an lukrative Gegenstände kommen kann und die Gegner kommen ja auch nicht von irgendwoher: Reinigt man bestimmte Stellen auf der Stage nicht, kommen immer wieder neue Gegner zum Vorschein. Und das will man ja nicht. Es sei denn, man will ein wenig grinden.

    Übrigens kann man die Kapitel mit einem guten, oder aber einem schlechten Ende abschließen. Das hängt davon ab, was man in den Kapitel alles macht. Beispielsweise muss man im einem Kapitel dafür sorgen, dass ein Gegner nicht stirbt, obwohl das handlungstechnisch die eigentliche Mission wäre. Man muss also selbst herausfinden, wie man es schaffen kann, das zu verhindern.

    Erlebnisse beim Spielen
    Kein dunkles Gericht, keine Item World...
    Im Gegensatz zu Disgaea wirkt La Pucelle Tactics recht minimalistisch. Dabei ist das gar nicht böse gemeint, eher im Gegenteil. Das Spiel konzentriert sich mehr auf die Story und verzichtet dabei bewusst auf mehr Gameplay. Inwiefern das einem zusagt muss jeder natürlich für sich selbst entscheiden. Der Twist gegen Ende war aber echt cool und die Kapitelbewertung interessant. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß mit dem Mädchen Strategie, c'est gentil.

    Wie durchgespielt?
    26 Stunden. Hatte auch eher selten ein gutes Ende im Kapitel.....

    C'est 7 von 10 Punkten
    Geändert von Kynero (28.02.2017 um 21:00 Uhr)

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