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Thema: Brexit? Yexit!

  1. #21
    Mit dem Ergebnis habe ich heute Morgen im Zug nicht gerechnet. Mir tun all jene leid die all das Chaos das Folgen wird mit einem "Remain" verhindern wollten. Ich kann nur hoffen das die EU aus dieser Geschichte lernen wird, aber im Moment sieht Zukunft nicht so rosig aus. Eine Stärkung schwachmatischer Rechtsfaschisten und eine weitere Wirtschaftskrise kann ich wirklich nicht gebrauchen.


    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Wenn ich schon an diese widerlichen Gedankenspiele von vor einem Jahr denke, wo darüber philosophiert wurde, ob ein Austritt der Briten nicht den Weg zu engerer Vergemeinschaftung frei machen würde, dann könnte ich eher kotzen.
    Bevor das passiert müssen wir Europäer erst Inkompentenz und Nationalismus hinter uns lassen, was im Moment nicht mehr als ein ferner Wunschtraum ist. Aber wo schon von Gedankenspielen die Rede ist, die Nordiren zeigen Interesse sich eventuell mit Irland zusammenschließen, während Schottland klar für die EU ist. Mal sehen ob sich in den Punkten was tun wird.


    Zitat Zitat von noRkia Beitrag anzeigen
    Was mich beunruhigt ist, dass nun das Thema Volksabstimmungen in Deutschland definitiv für alle Zeiten tabu sein wird.
    Nicht das die Politiker hierzulande großartig Kompentenz zeigen, aber glaubst du wirklich das die Mehrheit des Volkes sich besser anstellen würde?


    EDIT:

    Wenn man vom Teufel spricht...

    Geändert von Master (24.06.2016 um 10:12 Uhr)

  2. #22
    Ohoh. So unzufrieden ich mit der EU-Politik bin, ist mir klar, dass wenn Frankreich abstimmt und da dem Austritt zugestimmt wird, dass es dann ganz hart wird. Die Briten haben wenigstens keinen Euro.

    Zitat Zitat von Lonicera Beitrag anzeigen
    Ja, das hat mich zwar nicht verwundert aber doch aufgeschreckt - nachdem ja oft genug gesagt wurde, dass wohl kein Dominoeffekt eintreten werde.
    Noch ist es ja nicht so weit. Aber fordern tun die das natürlich.

  3. #23
    Wenn zusätzlich zu den Briten noch Frankreich austritt würd ich auch sagen, dass Deutschland raus soll - könnte man allein nich mehr stemmen, da die Deutschen jetzt schon viel zahlen und dann noch mehr auf uns entfällt, wenn andere Länder die auch zahlen wegfallen. Würde dann sagen man sollte die EU komplett auflösen.

    Bin aber mal gespannt, wie das mit UK bzw. Great Britain aussieht. Da die Schotten doch heftig anders gestimmt haben und nich nur ein bissl abweichend ... wäre denkbar, dass die doch noch unabhängig werden. Vielleicht kriegen die Leute die Nordirland mit Irland vereinigen wollen auch nen Boost.

    Dann würde UK sowieso keinen Sinn mehr machn. Great Britain auch nich so. Wäre eher nur noch klein Britain dann. Dann könnten Wales und England auch seperat bleiben und unabhängig voneinander.

    Wäre interessant, ob die Wähler die für Brexit stimmten das auch so wollten - die stellen damit ja gute Weichen. Oder ob die dann nachher jammern würden, obwwohl sie selber dazu beigetragen hätten.

  4. #24
    Dazu sage ich nur: VOLKSENTSCHEIDE!

    He. Scheide.


    Wobei ich (noch) nicht denke, dass der Brexit eine sonderlich schreckliche Sache ist. Klar, es ist rein wirtschaftlich und diplomatisch betrachtet problematisch, aber es ist einer der größten Schüsse vor den Bug der EU seit langem. Die müsen Shit ändern, sonst ziehen haufenweise Staaten nach.

    Geändert von T.U.F.K.A.S. (24.06.2016 um 11:54 Uhr)

  5. #25
    Frag mich was das für die Einigkeit der UK selbst bedeuten wird. Die EU war ja eines der stärksten Argumente für den Verbleib von Schottland in der EU, nun ein Argument für einen Austritt. Natürlich hängt das auch alles davon ab, wie nun in Zukunft die Beziehung zwischen UK und EU wird, ich denke es könnte locker bis zu 5 wohl eher 7 Jahre dauern bis man da neue Verträge in der Hand hat, wahrscheinlich kriegt die UK dann eine ähnliche Rolle wie Island und Norwegen in der EEA.
    Das größte Problem für England dürfte jetzt die Zeit der ökonomischen und politischen Unsicherheit werden. Für Investoren großes Pfui und könnte das Land auch langfristig schaden, da es wohl ein sehr langer Prozess werden wird, bis wieder Normalität einkehrt.

    Spannende Zeiten.

  6. #26
    Zitat Zitat von T.U.F.K.A.S. Beitrag anzeigen
    Dazu sage ich nur: VOLKSENTSCHEIDE!

    He. Scheide.


    Wobei ich (noch) nicht denke, dass der Brexit eine sonderlich schreckliche Sache ist. Klar, es ist rein wirtschaftlich und diplomatisch betrachtet problematisch, aber es ist einer der größten Schüsse vor den Bug der EU seit langem. Die müsen Shit ändern, sonst ziehen haufenweise Staaten nach.

    Das Problem ist, dass die EU so reagieren wird, dass sie der UK den Ausstieg so salzig wie möglich machen wird, um "Nachahmer" zu verschrecken. "Seht ihr, das wollt ihr doch auch nicht, oder?" statt sich mal um grundlegende Reformen zu bemühen. Schuld sind halt immer die Abweichler, nicht das System.

    Volksentscheide empfinde ich als sehr kritisch, wenn das Ergebnis so knapp ausfällt. mMn bevorzuge ich Volksentscheide, die an eine Mindeststimmenzahl und/oder auch eine Mindestwahlbeteiligung gekoppelt sind. z.B. dass man mindestens 65% der Stimmen braucht, sonst bleibt alles beim Alten.

    Die Wahl jetzt im VK hat sicherlich einen größeren Einfluss gehabt als drei Parlamentswahlen zusammen. Um am Ende haben bei einer Wahlbeteiligung von 70% unter den 46 Millionen Wahlberechtigten nur knapp die Mehrheit für den Brexit gestimmt. Das entspricht gerade einmal ca. 26% der Gesamtbevölkerung, die die Entscheidung verantworten (wobei Nichtwähler ja auch in gewisser Weise ihr Statement abgegeben haben).

    Ich bin ein Freund der Demokratie, aber auch ein Freund des demokratischen Kompromisses. Bei einer solch knappen Entscheidung muss ein Kompromiss her, kein Winner Takes It All Resultat...

    Geändert von Itaju (24.06.2016 um 12:42 Uhr)

  7. #27
    Dann ist es jetzt wohl damit vorbei, "Europa" synonym für die EU zu verwenden. Das war zuvor schon waghalsig genug. Allerlei Nachahmer haben mittlerweile bereits eigene Austritts-Referenden angekündigt. Ich hoffe, die von den Auguren der Angst angekündigte Austrittswelle wird nicht in der gewahrsagten Massivität eintreten. In politischer, wirtschaftlicher, militärischer, blickwinkelreichhaltiger Hinsicht ist die Staatenbund durch den Austritt ausgerechnet eines solchen Mitglieds schon geschwächt genug.

    Vielleicht nimmt die betrübliche Angelegenheit wenigstens mittelfristig eine günstige Wendung. Nun steht neben der kleinen Schweiz und der norwegischen Randerscheinung plötzlich ein großer, westlicher, europäischer Staat als direkte Vergleichsmöglichkeit bereit. Hier nach wie vor die EU als Modell struktureller Integration, dort nun der Nationalstaat mit seinen Möglichkeiten fallweiser Kooperationen. Welcher Weg auf welchen Feldern zu günstigeren Resultaten führt, lässt sich dann in praktischer Ansicht vergleichend betrachten. Wenn nun ausgerechnet Großbritannien das Land ist, dem es auf diese Weise gelingt, die EU in einen Wettbewerb zu stellen, ergäbe das eine historisch zum Schmunzeln anregende Pointe.

  8. #28
    Zitat Zitat
    Bei einer solch knappen Entscheidung muss ein Kompromiss her, kein Winner Takes It All Resultat...
    Gibt doch einen Kompromiss: Großbritannien spaltet sich ab, Nordirland und Schottland spalten sich von Großbritannien ab und treten wieder ein, Kleinbritannien bleibt draußen.

  9. #29
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Gibt doch einen Kompromiss: Großbritannien spaltet sich ab, Nordirland und Schottland spalten sich von Großbritannien ab und treten wieder ein, Kleinbritannien bleibt draußen.
    Das wird jetzt tatsächlich wohl die nächste, spannende Frage. Es ging bei der ganzen Brexit-Sache ja gerade bei der älteren Bevölkerung auch ein gutes Stück um die Identitätsfrage - bloß es heißt ja nicht umsonst das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Nicht nur Europa wird mit dem Brexit ein Stückchen instabiler, dem vereinigten Königreich könnte auch anfangen, der Putz zu bröckeln.

  10. #30

    Gast-Benutzer Gast
    Auch wenn er Sportmoderator ist fand ich Franks Buschmanns Aussage heute morgen passend, wenn auch eher in eine sehr düstere Zukunft blicken.
    "Fehlt nur noch das Le Pen und Trump die Wählen gewinnen und jeder wieder anfängt stolz auf sein Land zu sein. Die Menschen vergessen zu schnell."

    Ich interpretiere mal dass er hierbei den politischen Stolz gegenüber anderen Nationen und nicht Stolz auf die Kultur etc zu sein. Innerhalb des alten Europas war nicht rein zufällig so lange Frieden zwischen den einzelnen Nationen wer weiß aber wie die das in 10 oder 20 Jahren aussieht wenn die Nationalisten in den einzelnen Ländern es schaffen die EU zu sprengen.

    Was das Thema Volksentscheid angeht, was ja irgendwie mit dran hängt. Das mag ja noch schön und in Ordnung sein auf kommunaler Ebene, Aber bei internationalen Angelegenheiten sicherlich nicht - da haben viel zu wenige den Durchblick um so etwas entscheiden zu können - selbst wenn man versucht sich zu informieren wird man hier häufig durch die auch nicht objektiven Medien in eine bestimmte Richtung gelenkt.

    Zu dem Wahnsinn so etwas dann such nicht von Beziehungen abhängig zu machen würde ja schon geschrieben.

  11. #31
    Zitat Zitat
    Aber bei internationalen Angelegenheiten sicherlich nicht - da haben viel zu wenige den Durchblick um so etwas entscheiden zu können - selbst wenn man versucht sich zu informieren wird man hier häufig durch die auch nicht objektiven Medien in eine bestimmte Richtung gelenkt.
    Wenn die Medien wirklich die Wahlen kontrollieren, wieso haben dann nicht 99% der Briten gegen den Brexit gestimmt? Ich habe jetzt nicht die britischen Medien verfolgt, aber zumindest hier bei uns haben sich doch alle nur mit möglichen Horrorszenarien im Falle eines Brexits zu überbieten versucht.

  12. #32
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Wenn die Medien wirklich die Wahlen kontrollieren, wieso haben dann nicht 99% der Briten gegen den Brexit gestimmt? Ich habe jetzt nicht die britischen Medien verfolgt, aber zumindest hier bei uns haben sich doch alle nur mit möglichen Horrorszenarien im Falle eines Brexits zu überbieten versucht.
    War in England tatsächlich eher durchwachsen: Die "angesehenen" Medien, wie Times und Guardian berichteten von den hohen Risiken vis a vis den geringen Chancen, also eher negativ. Aber der Boulevard, der wohl viel mehr Einfluss hat bei einer viel größeren Menge an Personen, war dediziert für einen Brexit.

    Man merkt übrigens in England wirklich eine Spaltung, sowohl zwischen England und Rest-UK als auch innerhalb von England zwischen Land und Stadt. Die urbane Bevölkerung war für die EU.

  13. #33


    Happy Independence Day!

  14. #34

    Gast-Benutzer Gast
    Ich habe nicht geschrieben dass dir Medien die Wahlen kontrollieren, ich habe geschrieben, dass die Medien nicht immer objektiv sondern durchaus parteiisch berichten was eine objektive Information'sgewinnung erschwert.

  15. #35
    Sieht man ja auch in Amerika, wenn es um die Todesstrafe geht. So gab es ja unlängst in Kalifornien eine Volksabstimmung, ob diese Art der Bestrafung beibehalten oder abgeschafft werden sollte. Leider entschieden sich die Wähler mit einer knappen Mehrheit (52%), dass die Todesstrafe beibehalten werden sollte, das waren bei der damaligen Wahlbeteiligung ungefähr 6 Millionen, also 1/5 der Bevölkerung...
    (Quelle: https://ballotpedia.org/California_P...tiative_(2012))
    Aber die Berichterstattung in den amerikanischen Medien zu diesem heiklen Thema ist, wie mir gesagt wurde, äußerst lasch. Daher sind auch viele junge Leute wohl einfach so dafür, weil's sie halt gibt. Aktuell läuft in diesem Bereich allerdings auch einiges schief und zu den Bundesstaaten, die sie schon abgeschafft haben, gesellen sich stets neue. Durch die Probleme, die dieses System aktuell hat, wird auch die Berichterstattung komplexer und die Zustimmung sinkt ebenfalls. Alle Amerikaner, die ich kenne, sind absolut gegen die Todesstrafe und verstehen es zum Teil selbst nicht, wieso diese nicht schon vor Jahrzehnten abgeschafft wurde.

    Aber zurück zum Thema: In Großbritannien ist der europäische Gedanke anscheinend eher negativ behaftet, mal von Schottland und Nordirland abgesehen. Auch alle Briten, die ich so kenne, sind gar nicht amused und ein Bekannter schämt sich sogar für seine Nationalität, was auch wieder Quatsch ist. Auf jeden Fall wurden in England ebenfalls irgendwelche populistischen Ansätze vertreten, wie dass die Souveränität des Staates (Stichwort "We want our country back!") eingeschränkt sei. Das sieht man ja immer an den Bildern der Anti-EU-Demonstrationen. Und das führt zwangweise an Stammtischen zu einer Diskussion, in der es nur schwarz und weiß gibt. Dasselbe erleben wir hier mit der Flüchtlingsproblematik. Hier haben sogar unsere Medien mit aller Gewalt versucht, die ganzen Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Leider vergebens - der Begriff "Lügenpresse" war geboren. In diesem Zusammenhang völlig zu Unrecht.

    Was ich damit sagen will ist: Die Debatte verlief emotional. Der Brexit ist ein Schnellschuss. Wir wissen auch, wenn es mit der EU so weiter geht, wie bisher, geht es vielleicht nicht mehr lange gut. Dennoch ist der Austritt Großbritanniens ein schwerer Schlag, der die Situation in der EU, wie die Vorredner bereits angemerkt haben, auch nicht unbedingt "verbessert". Ich finde es nur schade. Eigentlich ist es ein wunderschöner Gedanke, dass alle europäischen Länder vereinigt sind.Dabei wird die Fremdenfeindlichkeit und der National-Chauvenismus auf ein Minimum reduziert. Wir erinnern uns zurück an die deutsche Kaiserkrönung in Versailles - ein reiner Akt der Demütigung gegenüber unseren französischen Nachbarn... Jetzt sind wir Freunde - Austausch findet statt und das ist ein wunderschöner Gedanke. Großbritannien war noch nie im Schengenraum und man muss teilweise schon sehr lange am Flughafen anstehen, bis man ins Land darf, aber Big Ben hat sich neben dem Eifelturm und dem Brandenburger Tor auf einer EU-Postkarte sehr gut gemacht. Aber mal sehen wie's weiter geht... der DAX reagiert traditionell empfindlich, aber das tut der ja auch schon, wenn der Deutsche Bank-Chef einmal zu kräftig niest. Eine Wirtschaftskrise und massiver Arbeitsplatzverlust sollte aber auf jeden Fall vermieden werden.

    Ach ja: und zum Thema EU: Bürokratieabbau und bessere Strukturen (etwas weniger Lobbyismus) würden das Modell langfristig wieder fit machen. Dann würden auch solche unsinnigen Sachen, wie Glühlampenverbot (das aber nicht nur in der EU ein Thema ist, sondern auch in vielen anderen Ländern) und Gurkenkrümmungen bis max. 20mm und solche Dinge, nicht mehr so häufig und in dem Maß auftreten. Und andere Länder würde man auch nicht so schnell verprellen. Ich find ja auch extrem krass, wie schnell sich Politiker aus anderen (reichen) Ländern (Holland, Frankreich) echauffieren und den Austritt auf den Weg bringen wollen. Dann müsste Deutschland aber auch raus - denn dann ist das Unterfangen finanziell - glaube ich - nicht mehr zu bewältigen. Ich hoffe trotzdem, dass es nicht so weit kommt.

    EDIT: Ich habe diesen Post nach Lesen von Loniceras 12:39 - Post verfasst. Daher konnte ich auf die Beiträge darunter nicht eingehen, denn sie waren noch nicht da. Ich muss unbedingt schneller schreiben lernen!

    Geändert von Cuzco (24.06.2016 um 13:44 Uhr)

  16. #36
    Zitat Zitat von T.U.F.K.A.S. Beitrag anzeigen
    Die müsen Shit ändern, sonst ziehen haufenweise Staaten nach.
    Lasst uns die EU beschuldigen für etwas, dass der Schweineficker und die Medien in GB zu verantworten haben.

    Macht 101% Sinn das, ja.
    Zitat Zitat von real Troll
    Vielleicht nimmt die betrübliche Angelegenheit wenigstens mittelfristig eine günstige Wendung. Nun steht neben der kleinen Schweiz und der norwegischen Randerscheinung plötzlich ein großer, westlicher, europäischer Staat als direkte Vergleichsmöglichkeit bereit
    Die Schweizer haben allerdings ständig damit Probleme, dass man ihnen aus Brüssel Gesetze zuschiebt, bei deren Formulierung sie nicht anwesend waren und über deren Annahme sie nicht im Parlament abstimmen können. GB gewinnt nichts durch den Exit, im schlimmsten Fall fallen ihnen auch noch Schottland und Irland ab.

  17. #37
    Ich hab einen Witz für euch:

    Treffen sich ein Nationalist und ein Linker in der Uni und sprechen über den Brexit. Findet der eine den Brexit gut, der andere nicht. Der Linke war plötzlich der größte Fan von Nigel Farrage.

    Mal im Ernst. Ich hab vorhin mit ein paar Leute gesprochen. Einer von denen (Mutter hier lebende Britin) war besonders mies drauf und fragte mich schnippisch, ob ich nun zufrieden sei. Ich fand mich in der absurden Situation wieder den Brexit auch doof zu finden, während die kapitalismuskritischen Linken froh sind sowohl die neoliberalen Briten und ihre Banken los zu sein als auch der EUropäischen Bankendiktatur damit einen Schlag versetzt zu haben. Ich hatte ja schon gesagt, dass ein EU-Austritt ja gerade aus nationale Sicht völliger Blödsinn ist, da es die Nationalstaaten schwächt, noch dazu ich dann auch den Kopf bis zur Übelkeit schütteln wollte, als jetzt dieses rechtspopulistische Viehzeug auch noch Beifall geklatscht hat.

    Das grundsätzliche Problem ist das, was die EUromantiker wollen und durchzubringen versuchen. Aber das wehrt man nicht ab, in dem man austritt. Um das System zu reformieren, muss man Teil des Systems bleiben. Jetzt wo die Briten raus sind, wird es für die Leute in Brüssel jetzt nur noch einfacher werden, sich auf ihrer arroganten Vergemeinschaftungshaltung auszuruhen, denn die Briten sind als kritische Stimme raus und es fällt jetzt deutlich leichter auch alle Vergemeinschaftungskritiker als destruktive Leute abzustempeln. Zudem wenn alle jetzt nur noch darauf setzen, nur schnell aus der EU zu kommen, wird sich eben keiner mehr um Reformen bemühen und die EU hat auch keinen Grund mehr, auf die leute überhaupt noch zu reagieren.

  18. #38
    Wäre das eigentlich schlimm für England und Wales - wenn Schottland und Nordirland weg wären? Logische Konsequenz müsste ja sein, dass sie froh sind - zumindest die Brexit-Befürworter, die ja mehr eigene Entscheidunten treffen wollen als sich von der EU Sachen vorschreiben zu lassen. Somit könnten sie noch mehr uneingeschränkt entscheiden, ohne dass irgendwie Leute von Nordirland und Schottland noch was mitzureden hätten.

  19. #39
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Lasst uns die EU beschuldigen für etwas, dass der Schweineficker und die Medien in GB zu verantworten haben.
    Na, ich würde der EU zumindest einen Teil der Schuld geben durch ihre stetige Passivität in dieser Angelegenheit. Die haben halt jetzt auch das Problem, dass sie in einer Art merkwürdigen Bringschuld sind, was das Vertrauen anderer Staaten angeht die auch schon mit dem Gedanken spiel(t)en auszutreten.

    Und nur zur Info: wer ist der mysteriöse Schweineficker?

  20. #40
    Der will bestimmt selber dass mehr Platz in der EU frei wird damit er auch eintreten kann - weils hier die besten Schweine gibt. (Nicht alle davon sind Tiere. )

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