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Thema: [Gestrandet] - Episode 3 - Verlassen (Tag 2 - Tag 3)

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    "Aber wenn du dir die Hände wirklich schmutzig machen möchtest, dann schau doch da hinten in der Hütte bei Sarah vorbei... die hat einen Eimer voller Schnitzel... like literally."

    Susanne hatte gerade die Tür zu 2A geöffnet, als diese Worte an ihr Ohr trafen. Schnitzel? Hatte sie richtig gehört? Sie machte also auf dem Absatz kehrt und ging wieder nach draußen zu Zoe.
    "Hey, hast du gerade was von Schnitzeln gesagt? Also, Fleisch, zum essen?" Die dunkelhaarige nickte ihr zu. "Ja, Sarah hat da drüben noch ein paar Fleischreserven. Kannst ihr gerne beim kochen helfen." Das ließ sich Susanne nicht zweimal sagen. "Ja, das ist eine gute Idee!" und schon begab sie sich zwei Häuser weiter.

    "Sarah?!" rief sie fragend in den Flur, als sie die Haustür durchschritten hatte. "Hier drüben!" schall es ihr aus Richtung der Küche der rechten Wohnung entgegen. "Hi, ich bin Susanne." begrüßte sie daraufhin die ältere Frau. "Zoe meint hier gibt es was zu essen und du könntest noch Hilfe gebrauchen? Kochen gehört zu meinem liebsten Hobby, also hier bin ich!"

    [Susanne hilft beim kochen. Probe auf Intelligenz (2) + Spezialfähigkeit "Köchin"]

  2. #2
    So langsam aber sicher ist die Luft raus aus dem Abenteuerurlaub und die Games auf dem iPhone wollen nicht, weil kein Netz. Was ne Scheiße, wer denkt sich sowas aus?
    Alle Anderen haben sich in irgendwelche Keller verkrochen oder nerden sich sinnfrei durch Akten, als ob das helfen würde hier gerettet zu werden.
    Ugur ist kurz davor irgendwen anzupöbeln, als der Geruch von brutzelndem Fleisch in der Luft zum ersten Mal heute sowas wie Vernunft erkennen lässt.

    Hey Mädels, lasst mich mal helfen. Ich kann gut mit Fleisch. (Probe auf Geschick)

    Geändert von WeTa (07.06.2016 um 12:01 Uhr)

  3. #3
    Der Anblick der hauseigenen Keller-Fleischerei war vielleicht doch etwas hart. Jedenfalls hart genug, um sie dazu zu bewegen, den Keller des Hauses zu verlassen. Während Ross also mit Rich davon gestapft war, um sich nützlich zu machen, war Brittney mehr und mehr danach, sich mal wieder auszuruhen. Das hatte sie immerhin lang genug nicht getan.

    So fiel die Wahl auf Bills Bett. Das war immerhin die nächste Möglichkeit. Zudem könnte niemand die Waffe unter der Matratze finden, so lange sie darauf lag. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Apropos Fliegen - das sich diese nicht zahlreich eingefunden hatten, wunderte die 19-Jährige fast. Sie hätte bei den ekligen Kadavern im Keller definitiv mit mehr davon gerechnet.

    Mit einem flauen Gefühl im Magen kuschelte sie sich so gut es ging deckenlos in das Bett des Verschollenen. Natürlich roch das Bettzeug nicht frisch, aber selbst in heimischeren Gefilden war das nicht ihr Anspruch an eine Schlafstätte. Dieses mindestens ein Jahr alte Laken hatte mehr Luxus als sie gewohnt war und auch das half ihr womöglich dabei, trotz der gelegentlichen Geräusche - vorwiegend aus Richtung Untergeschoss - in einen traumlosen Schlaf zu versinken.


    ***


    "Okay Leute, wird Zeit Fleisch zu braten. Ich hoffe ihr mögt well-done, was anderes kriegt ihr von mir nicht."

    "Kochen gehört zu meinem liebsten Hobby, also hier bin ich!"

    "Hey Mädels, lasst mich mal helfen. Ich kann gut mit Fleisch."

    "Maaaaaan..."

    Es kam jammernd aus den Mundwinkeln. Die Stimmen hatten sie aus dem wahrlich erholsamen Schlaf undefinierbarer Länge aufgeweckt. Und jetzt gesellte sich der aufdringliche Geruch bratenden Fleisches dazu. Warum hatte man sich denn genau diese Küche hier ausgesucht, um zu kochen? Hatte die dumme Sarah nicht selbst 'ne Küche?

    Das Mädchen drückte sich mit den Armen von der Matratze ab und wischte sich im Anschluss mit den Fingern die Müdigkeit aus den Augen. Dann stand sie auf und stolperte in Richtung der Dämpfe. Ihre Beine fühlten sich an, als wäre sie ein Jahr lang nicht gelaufen und würde es jetzt erstmalig wieder versuchen. Doch mit jedem Schritt wurde es einfacher.

    "Jo", kündigte sie sich selbst an als sie zu der Crew stieß, die sich scheinbar um das Essen kümmerte. "Kocht ihr für alle?" Mehrere Köpfe nickten, während sie überall nur Fleisch, Fleisch und Fleisch sah. Es ekelte sie an. Doch im selben Moment befeuerte es natürlich auch den gewaltigen Hunger, der schon gewaltig war als sie das Dorf erreicht hatten. Über den Anblick der Tierleichen im Keller hatte sie sogar vergessen, sich etwas von den Früchten zu schnappen. "Macht ihr auch eine Portion ohne tierische Produkte?", fragte sie, gar nicht mal mit dem sonst zu giftigen Unterton. Vielleicht war sie zu hungrig. Oder zu müde. "In einer separaten Pfanne? Oder zwei... Bree will bestimmt auch." Sie sah Ugur, Nova und Susanne abwechselnd an und klemmte die linke Seite ihrer Unterlippe dabei mit den Schneidezähnen ein.

    "Bitte?"

  4. #4
    "Macht ihr auch eine Portion ohne tierische Produkte? In einer separaten Pfanne? Oder zwei... Bree will bestimmt auch. Bitte?"

    "Wir haben hier nicht viel anderes als Fleisch, aber als Beilage machen wir wahrscheinlich Rüben, da kannst du dann von essen. Es sind auch noch Beeren und sonstige Wurzeln im Keller, wenn du davon möchtest."

    Ohne abzuwarten, wie Brix nun reagierte, drehte Sarah sich zu den drei Helfern, die sich eben auch eingefunden hatten. Sie stellte drei größere Pfannen auf den Herd, sowie einen Topf dazu.

    "Okay, wir haben tatsächlich immer noch ein wenig Salz hier, keine Ahnung, wieso da so viel da war. Das heißt wir können das Fleisch wenigstens etwas salzen. Ansonsten haben wir keine Gewürze hier, wir könnten höchstens noch einige Beeren dazuwerfen."

    Dann warf sie den Herd an und sie begannen damit, die Fleischscheiben anzubraten, während gleichzeitig die Rüben vorbereitet wurden. Es war eindeutig, dass der Hauptteil der Mahlzeit das Fleisch sein würde, offensichtlich verschiedenes Wild, denn die Menge an Steckrüben, die sie zur Verfügung hatten, war eindeutig nicht ausreichend für die gesamte Gruppe.

    Während Nova [Intelligenzprobe gelungen] und Ugur [Geschickprobe gelungen] vor dem Herd standen und überwachten, dass dort alles gut lief und nichts anbrannte, half Susanne [Intelligenzprobe gelungen] Sarah dabei, die Rüben zu zerschneiden und aus den Beeren eine Paste zuzubereiten, die ebenfalls als Beilage gedacht war. Die Arbeit lief recht flüssig und sie schienen ein gutes Team abzugeben, auch wenn es natürlich eine Weile dauerte, schließlich hatten sie nur drei Pfannen und jede Menge Mägen zu füllen.

  5. #5
    Ross und Casey lasen eine Weile schweigend die Artikel und wirkten beide einerseits interessiert, aber andererseits auch enttäuscht.
    "Die haben es drauf, trotz diverser Angaben bei den wichtigen Sachen immer noch unangenehm vage zu bleiben.", sagte Ross schließlich, als er "Wahrheitsserum" in die Suchzeile eingab. Das war eigentlich eher ein Schuss ins Blaue, genauso wie 'Phänomene auf Middle Island", was er als nächstes Probieren wollte. Vielleicht auch nur "Phänomene", wenn das nicht klappte. Aber hier wurde ja wirklich nichts weiter benannt und erklärt - warum konnte das hier nicht wie Wikipedia funktionieren, wo man sich einfach von einem Begriff zum nächsten klicken konnte?
    Als der Geschäftsmann auf Enter drückte, drehte er sich mit einem schiefen Grinsen zu Casey. "Falls überhaupt was ausgespuckt wird, ist es sicher wieder Passwortgeschützt, oder irgendso ein Mist." Er ließ seinen Blick kurz durch das Büro kreisen. "Meinst du, wir sollten für die geschützten Artikel doch auch so ein bescheuertes Passwort versuchen, wie den Hochzeitstag der Nolan-Turteltäubchen?" Nun stand er sogar kurz auf, weil es ihn unruhig machte, so auf der Stelle zu treten, obwohl sie ja eigentlich auch irgendwie vorankamen. Das war ein ganz seltsames Gefühl.
    "Irgendwo muss es doch Hinweise auf verdammte Passwörter geben. Mindestens die Türcodes wird ja wohl kaum immer jeder bloß im Kopf behalten haben. Und die mussten ja auch verteilt werden - wie haben die das kommuniziert? Per Funk? Aber selbst dann würde doch irgendeine Menschenseele in diesem Dorf das irgendwo auch schriftlich festgehalten haben." Er setzte sich wieder. "Was denkst du?"
    So ein bisschen wünschte er sich Iker herbei, mit dem er denktechnisch irgendwo auf einer Ebene war... zumindest ergänzten sie sich irgendwie und der Junge war definitiv klug. Aber Casey konnte er nicht einschätzen. Sie hatten eigentlich kaum je ein Wort miteinander gewechselt, obwohl sie durchaus mit denselben Dingen beschäftigt gewesen waren. Bestimmt war er als Reporter auch nicht auf den Kopf gefallen und musste doch irgendwo auch Talent in Nachforschungen aufweisen. Aber dann wiederum war er womöglich sogar ein Betroffener dieser "Phänomene" und machte sich vielleicht ganz andere Gedanken. Ja, wirklich schwer einzuschätzen, der Typ.

  6. #6
    "Irgendwo muss es doch Hinweise auf verdammte Passwörter geben. Mindestens die Türcodes wird ja wohl kaum immer jeder bloß im Kopf behalten haben. Und die mussten ja auch verteilt werden - wie haben die das kommuniziert? Per Funk? Aber selbst dann würde doch irgendeine Menschenseele in diesem Dorf das irgendwo auch schriftlich festgehalten haben." Er setzte sich wieder. Recht unruhig war er, fiel Casey amüsiert auf."Was denkst du?"

    "Die ganzen Passwörter sind sicher irgendwo festgehalten. Die ganze Anlage hier wirkt zu millitärisch als das einfach jeder verschlüsselt was ihm lieb ist. Da gab es sicher ein komplexes Protokoll. Vielleicht gebunden an den Rang. Das würd aber auch heißen, das wir das Büro von jemand wichtigem finden müssten. Dieser Nolan arbeitete ja hier, also musste er auch ein Labor und einen Arbeitsplatz haben. Ich denke was wir hinterm Waserfall gefunden haben führt genau in so ein Komplex, das würd zumindest die Tür erklären." Casey musste an die stahlgepanzerte Tür mit dem großen Psi denken.
    "Rich hat etwas von einer Tür geredet. Das wäre wohl unsere nächstes Ziel."

    Casey hatte sich neben dem Monitor hingessessen als er so über ihre Lage sinnierte.

    "Hmm, was hier wohl passiert ist? Scheinbar ist das mit den Wissenschaftlern bloß der zweite Vorfall, davor gab es scheinbar Soldaten die durchdrehten, wie viele Jahrhzehnte vorher ... Wenn ich so nachdenke, wirkt Sarah nicht ewas jung? Die ganzen Dokumente, inklusive von diesem Nolan sprechen über Vorgänge in den 80ern. Falls Sarah damals schon arbeitete, müsste sie ja jetzt in ihren 50ern sein, falls sie nicht gerade ein kleines Kind war. Oder kam sie in einer seperaten Expedition, Jahrzehnte später?"

    Casey schüttetle sich den Kopf. Er konnte sich aus der zeitlichen Abfolge hier immer noch keinen Reim machen.

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