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Thema: OT-Geplauder CVI - An fremden Gestaden

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  1. #1
    Zitat Zitat von Skyter 21 Beitrag anzeigen
    Moin Taverne,
    ich konnte mir gerade ein Grinsen nicht verkneifen als ich eure Posts gelesen habe.
    Ja ja, grins du nur, das sind existenzielle Probleme, Brot ist schließlich ein Grundnahrungsmittel.


    Zitat Zitat von Skyter 21 Beitrag anzeigen
    Moin Taverne,
    Spaß bei Seite: Ich kenne das Problem nur zu gut. Ich habe außerdem das Problem, dass ich keine Brotschneidemaschine bzw. ein entsprechendes Messer besitze. Daher lasse ich mir das Brot beim Bäcker immer schon schneiden. Dadurch wird es manchmal schneller trocken (was aber auch von der Brotsorte abhängt). Am Anfang hatte ich das geschnitte Brot in Gefriertüten aus Plastik gepackt und diese dann in eine Art Tupperdose gelegt, die man verschließen konnte.

    Das ging auch eine Zeit lang gut, allerdings hatte ich irgendwann das Problem, dass mir immer die letzten 4-5 Scheiben weggeschimmelt sind. Das lag u.a. an den Plastiktüten. Diese sind nämlich undurchlässig was Flüssigkeiten betrifft und somit kann die Feuchtigkeit aus der Tüte nicht entweichen, was wiederum schnell zu Schimmel führen kann. Mittlerweile lasse ich das geschnittene Brot in den Plastiktüten die ich vom Bäcker bekomme, da diese teilweise mit Löchern versehen sind und die Feuchtigkeit so entweichen kann. In der Wohnung selbst lagere ich das Brot im Backofen und bisher hatte ich außer mit einigen trockenen Scheiben, keine Probleme. Bei mir hält so ein Laib Brot aber auch selten länger wie 3 Tage, da ich vorher alles gegessen habe.

    Bei manchen Bäckerein wird das Brot in einer Art Papiertüte mit kleinen Löchern mitgegeben. Diese Tüten sind noch besser und die Lagerung im Backofen bietet sich weiterhin an, wenn man keinen Brotbehälter aus Keramik hat. Alternativ, wie schon bereits erwähnt, bietet sich das Einfrieren an.
    Also ein Brotmesser hätte ich noch übrig. Ich habe hier einen Alle-lassen-was-übrig-Mehrfachhaushalt.
    Die Plastiktüten musst aber auch mal austauschen (Scherz!)
    Das mit den Spezialtüten habe ich auch schon alles probiert - keine Chance.

    Backofen ist keine schlechte Idee - hier backt eh keiner - nicht mal Brot. Probier ich aus.
    Da läuft wenigstens keine Warmwasserzirkulation durch. Ich kann die aber auch nicht abstellen.
    Oben wohnen nur noch ich und mein PC und der badet so selten.
    Will heißen - Wasser wird oben kaum benutzt, würden völlig versüffen, die Leitungen.

  2. #2
    Zitat Zitat
    Backofen ist keine schlechte Idee - hier backt eh keiner - nicht mal Brot. Probier ich aus.
    Ja das wäre eine Idee. Da ich den Ofen noch von meinem zwangsgeräumten Vormieter übernommen habe, ist der Knopf für die Röhre eh verloren gegangen und ich kann so damit eh nicht backen, also kann ich da auch das Brot reinschieben

    Zitat Zitat
    a ja, grins du nur, das sind existenzielle Probleme, Brot ist schließlich ein Grundnahrungsmittel
    Außerdem hat Deutschland eine international absolut neidenswerte Brotkultur! *mampf*

  3. #3
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Ja das wäre eine Idee. Da ich den Ofen noch von meinem zwangsgeräumten Vormieter übernommen habe, ist der Knopf für die Röhre eh verloren gegangen und ich kann so damit eh nicht backen, also kann ich da auch das Brot reinschieben
    Alles Ausreden - Knöppe gibt's nach oder nimmst 'ne Zange zu Hilfe. Bist aber auch gar nicht kreativ, was Werkzeuge, Wärmflaschen oder Kartoffelstampfer betrifft. Kein Pfadfinder gewesen - hm?

  4. #4
    Zitat Zitat
    Kein Pfadfinder gewesen - hm?
    Absolut nicht. Was sowas angeht, bin ich eine ziemliche Nulpe. Und an diesem Ding von einem Ofen hantiere ich lieber nicht rum. Ich hab nämlich als auch der Knopf einer der Herdplatten abfiel, während sie an war, das Ding ewig nicht ausgekriegt, weil sich eben der Metallstift das Schalters nicht mehr adäquat bewegen ließ, weil die Kraft nicht mehr richtig angreifen konnte. Nein danke.

    Und was die Wärmflasche angeht. Die hatte ich am Dienstag nötig und siehe da, da ich die mit einer Glasflasche improvisiert habe, fiel sie mir prompt runter, durchweichte meinen Teppichboden, den ich mühevoll getrocknet habe und da ich ihn einmal vom Boden gelöst habe, jetzt leider nicht mehr ganz am Boden anliegt, sodass sich in einer Ecke des Zimmers jetzt unschöne Hohlräume darunter gebildet haben >__>

    In einem PnP-System haben improvisierte Sachen einen Fehlerwert, der dafür sorgt, dass mit genügend Pech einem das Ding um die Ohren fliegen kann. Das scheint bei mir auch regelmäßig der Fall zu sein, also lass ich solch verrückte Experimente lieber sein.

    Was die Röhre angeht. Ich habe einen tragbaren Mini-Backofen. Noch aus meiner ersten Wohnung. Die hatte nämlich gar keinen Herd sondern nur Kochplatten. Zur Not kann ich den benutzen, aber ich wollte ohnehin mal auf einen neuen Herd sparen, denn das Ding ist wirklich jenseits von gut und böse. Würde ich nur nicht ständig von allen Seiten zur Kasse gebeten werden, dann wäre wohl inzwischen auch was zusammen gekommen.

  5. #5
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Absolut nicht. Was sowas angeht, bin ich eine ziemliche Nulpe. Und an diesem Ding von einem Ofen hantiere ich lieber nicht rum. Ich hab nämlich als auch der Knopf einer der Herdplatten abfiel, während sie an war, das Ding ewig nicht ausgekriegt, weil sich eben der Metallstift das Schalters nicht mehr adäquat bewegen ließ, weil die Kraft nicht mehr richtig angreifen konnte. Nein danke.

    Und was die Wärmflasche angeht. Die hatte ich am Dienstag nötig und siehe da, da ich die mit einer Glasflasche improvisiert habe, fiel sie mir prompt runter, durchweichte meinen Teppichboden, den ich mühevoll getrocknet habe und da ich ihn einmal vom Boden gelöst habe, jetzt leider nicht mehr ganz am Boden anliegt, sodass sich in einer Ecke des Zimmers jetzt unschöne Hohlräume darunter gebildet haben >__>

    In einem PnP-System haben improvisierte Sachen einen Fehlerwert, der dafür sorgt, dass mit genügend Pech einem das Ding um die Ohren fliegen kann. Das scheint bei mir auch regelmäßig der Fall zu sein, also lass ich solch verrückte Experimente lieber sein.

    Was die Röhre angeht. Ich habe einen tragbaren Mini-Backofen. Noch aus meiner ersten Wohnung. Die hatte nämlich gar keinen Herd sondern nur Kochplatten. Zur Not kann ich den benutzen, aber ich wollte ohnehin mal auf einen neuen Herd sparen, denn das Ding ist wirklich jenseits von gut und böse. Würde ich nur nicht ständig von allen Seiten zur Kasse gebeten werden, dann wäre wohl inzwischen auch was zusammen gekommen.
    Na na - Nulpe! Ich habe doch nur ein bisschen geflachst.

    Hohlräume in Zimmerecken verbergen vielleicht Geheimnisse.

    Also uns fliegt nie was um die Ohren, mein Mann, repariert alles - Pfadfinderkarriere hat sich gelohnt.

    Bevor du mal ein Heidengeld für einen Herd ausgibst, schaust dich vielleicht mal bei gebrauchten um. Unser ist für 'nen Hunderter von privat erstanden worden, AEG Profiline in Edelstahl mit Ceranfeld - tut schon Jahre seine guten Dienste. War nur ziemlich dreckig, die Vorbesitzerin war wohl etwas ... Sie wollte mir die Roste und Bleche gar nicht zumuten, habe sie mir dennoch geschnappt und alles blitzblank bekommen. Gibt doch auch Händler für Gebrauchtgeräte, die sind dann sauberer.

    Wir haben mal eine ganze Küche für ein Vereinsheim bei einer Jugendwerkstatt für "nen Appel und n Ei" gekauft - alles super!

    Wer bittet dich denn ständig zur Kasse?

  6. #6
    Zitat Zitat
    Also uns fliegt nie was um die Ohren, mein Mann, repariert alles - Pfadfinderkarriere hat sich gelohnt.
    nein Werken lag mir überhaupt nie. Es gab da auch dieses verstörende Erlebnis in der zweiten Klasse, das mir das dann auch noch grundsätzlich verdorben hat, von den zwei linken Händen mal abgesehen. Ich hab noch einen Stifthalter aus Holz in irgendwie Form eines Nilpferdes, auf das ich zwar nicht stolz bin, aber es eben immer noch in meinem Regal stehen habe, so als Beweis, dass ich auch mal was von Wert hervorgebracht habe ^^

    Hauswirtschaft ab der siebten hingegen lief ganz gut. Ich eigne mich mehr zum Hausmann als zum "Mann im Haus"

    Zitat Zitat
    Bevor du mal ein Heidengeld für einen Herd ausgibst, schaust dich vielleicht mal bei gebrauchten um.
    Neu hätte ich sicher keinen gekauft. Da wird man ohnehin nur über den Tisch gezogen. Preislich ist es da häufig sogar sinnvoller sich gleich eine Einbauküche zu kaufen, weil die in Relation kosteneffizienter ist als einen einzelnen Herd anzuschaffen. Aber selbst gebraucht ledert man noch 100 - 200 Euro hin wenn man was Anständiges haben will. Da mein Herd immer noch funktioniert, steht das bei meinen Prios nicht ganz so weit oben, bis ich das nötige Geld mal zur Seite gelegt habe.

    Zitat Zitat
    Wer bittet dich denn ständig zur Kasse?
    Die Uni, als nächstes die Versicherung und die Bahn. Die Abos sind glaube ich inzwischen durch, achja und nicht zu vergessen die 300 Euro, die mir eine Vertragsstrafe eingebracht hat, über die ich jetzt nicht näher ins Detail gehen möchte (nur so grundsätzlich die 300 Euro wären so oder so fällig geworden, nur nicht jetzt und nicht auf einmal). Die Jahresmitte ist wegen der vielen Fix- und Flexkosten, die zusammenfallen echt immer ein Spagat. Dann kriege ich ja seit diesem Monat auch kein Kindergeld mehr und das mein BAFöG davor auch schon nicht berauschend war, das brauch ich ja nicht mehr zu erwähnen.

  7. #7
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Hauswirtschaft ab der siebten hingegen lief ganz gut. Ich eigne mich mehr zum Hausmann als zum "Mann im Haus"
    na, das macht doch alles wett! Ein super Wortspiel.

    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Die Uni, als nächstes die Versicherung und die Bahn. Die Abos sind glaube ich inzwischen durch, achja und nicht zu vergessen die 300 Euro, die mir eine Vertragsstrafe eingebracht hat, über die ich jetzt nicht näher ins Detail gehen möchte (nur so grundsätzlich die 300 Euro wären so oder so fällig geworden, nur nicht jetzt und nicht auf einmal). Die Jahresmitte ist wegen der vielen Fix- und Flexkosten, die zusammenfallen echt immer ein Spagat. Dann kriege ich ja seit diesem Monat auch kein Kindergeld mehr und das mein BAFöG davor auch schon nicht berauschend war, das brauch ich ja nicht mehr zu erwähnen.
    Immer wieder zum Würgen, wie schwer es ist, sich durch die Ausbildung zu quälen. Verständnis habe ich dafür nicht. Das müsste ohne finanzeillen Eiertanz gehen, natürlich mit Kontrolle, ob da nicht jemand Dauerferien macht. Ofis müssten frei sein.

  8. #8
    Ach, du meinst den ÖPNV. Dann ist ja gut.

  9. #9
    Zitat Zitat von niR-kun Beitrag anzeigen
    Brot hält sich länger, wenn es nicht (vor-)geschnitten ist. Denn teilweise werden auch die Brotschneide-Geräte bei den Bäckereien nicht richtig gereinigt und das führt natürlich zu vermehrter Schimmelbildung.
    Da ist was dran. Zumal ich jetzt gelesen habe, dass Ganzbrote ohne Konservierungsmittel sind. Wenn ich mir das jetzt da schnippeln lasse, kann ich mir schon Schimmel einschleppen. Vorgeschnittenes Brot vom Discounter ist dagegen konserviert.
    Da wir nur Bäcker-Ganzbrot kaufen, habe ich mich nie damit beschäftigt.
    Zitat Zitat von niR-kun Beitrag anzeigen
    Aber auch wenn man danach googlet hat von 3 Personen mindestens 5 Meinungen. Ich denke mal: Ausprobieren hilft.
    Wie wahr! Bäckerei XYZ aus Bayern empfielt Frischhalte- oder Alufolie. Klar, da achte ich beim Deo auf Aluminiumfreiheit, um mir das Zeugs dann über's Brot reinzuschaufeln. Geht's noch?
    Der NDR empfiehlt, unglasierte Keramikbehälter und diese jede Woche mit Essig zu reinigen. Schimmelpilze lieben saures Milieu - na die freuen sich über Essig und vermehren sich prächtig.

    Ich habe dann aufgehört, zu lesen - alles nur Hirnrisse.

    @ niR-kun
    schicke Frisur
    Geändert von Lonicera (11.07.2016 um 07:54 Uhr)

  10. #10
    Ein Sturm zieht auf. Der Wind nimmt zu und die Blätter tanzen gerade heftig im Wind. Der Himmel ist dunkel und es knallt in der Entfernung. Ich hoffe, dass es vorbei ist, bevor ich nachher los muss 0.o Müsste ich nicht weg, wäre das eigentlich ein cooles Wetter, um nebenbei an meinem Referat zu arbeiten.

    EDIT: Ooohkay kein Regen sondern fette Hagelkörner 0.0

  11. #11
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Der Himmel ist dunkel und es knallt in der Entfernung.

    EDIT: Ooohkay kein Regen sondern fette Hagelkörner 0.0
    Ich glaube, es kommt Nachschub. Zieht hier grade durch nach Osten. Knallt aber heftig, das ganze Haus bebt. Hagel keiner - bleibt für dich.

  12. #12
    Hm nein war nur kurz. Der Himmels ist zwar immer noch irgendwie grau aber ansonsten war es jetzt schwül, heiß. In den Bahnen hat das wieder keine Sau ausgehalten. Auch wieder schön. Stellwerksstörung, unregelmäßige Züge und gerappelt voll. Diese Kackbahn. Nicht auszuhalten.

  13. #13
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Hm nein war nur kurz. Der Himmels ist zwar immer noch irgendwie grau aber ansonsten war es jetzt schwül, heiß. In den Bahnen hat das wieder keine Sau ausgehalten. Auch wieder schön. Stellwerksstörung, unregelmäßige Züge und gerappelt voll. Diese Kackbahn. Nicht auszuhalten.
    Mir geht es heute auch so. Ein Glück, dass ich noch alternative Fahrverbindungen habe. In der U-Bahn und dem Regio ist es so warm. Ich habe deswegen keine Jacke angezogen.

    Bei so einem grauen Himmel ist das aufstehen auch nicht so leicht gewesen. Mist Wetter!
    Geändert von niR-kun (14.07.2016 um 06:42 Uhr)

  14. #14
    Mal was neues aus der Kategorie: Ist das Kunst oder kann das weg?

    Zitat Zitat
    ne 91-jährige Rentnerin nahm das wörtlich - und füllte das "Kreuzworträtsel" im Neuen Museum Nürnberg kurzerhand aus. Damit hat sie sich eine Strafanzeige und Kripo-Ermittlungen eingehandelt.

    Museumssprecherin Eva Martin bestätigte am Donnerstag lokale Medienberichte. Demnach hatte die 91-Jährige mit anderen Mitgliedern der "Literaturwerkstatt" eines Seniorenzentrums am Mittwoch die Ausstellung besucht. Dort werden Werke verschiedener Kunstrichtungen gezeigt, unter anderem das etwa 150 mal 80 Zentimeter große Bild des 1977 gestorbenen Malers Köpcke. Das aus dem Jahr 1965 stammende Werk mit dem Titel "Reading-work-piece" zeigt einen Ausschnitt eines Kreuzworträtsels.

    "Einige Kästchen hat der Künstler bereits vorausgefüllt", sagte die Sprecherin. Andere noch unausgefüllte Rätselfragen habe die ältere Dame mit Kugelschreiber beantwortet. Im Museum sei man schon erstaunt, dass kein Teilnehmer der Gruppe Anstoß daran genommen habe - dabei sollte doch eigentlich jedem Besucher klar sein, dass man Kunstwerke keinesfalls beschriften dürfe, sagte Martin. "Wir können doch nicht neben jedem Kunstwerk einen entsprechenden Hinweis aufstellen."

    Nach einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" hat die 91-Jährige beispielsweise das in dem Rätsel abgefragte englische Wort für Mauer, "Wall", auf das Bild gekritzelt. Wie viele Kästchen die Rentnerin ausgefüllt habe, blieb zunächst offen. Es seien aber mehrere Kreuzworträtsel-Lösungen eingetragen worden. Mitarbeiter hätten das beschädigte, mit 80 000 Euro versicherte Bild sofort in das Depot gebracht. Man gehe davon aus, dass man das Bild wieder restaurieren könne, sagte Martin.

    Nach ihren Angaben versuchte Museums-Chefin Eva-Christina Kraus, der Frau die Dimension ihrer Tat deutlich zu machen. Die Rentnerin habe sich über die Vorwürfe der Museumsleitung überrascht gezeigt.

    Gleichzeitig erstattete Kraus Strafanzeige. "Uns ist schon klar, dass die ältere Dame das nicht böse gemeint hat. Trotzdem sind wir als staatliches Museum um eine Strafanzeige nicht herumgekommen. Schon aus versicherungsrechtlichen Gründen mussten wir den Vorfall der Polizei melden." Zwei Kripobeamte hätten die Seniorin noch am selben Tag vernommen. Gegen sie werde nun wegen des Verdachts der "gemeinschädlichen Sachbeschädigung" ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Die Kripo warte nun das Gutachten des Museums ab und werde den Fall dann der Staatsanwaltschaft vorlegen.
    Ich hätte zu gerne gewusst, was der Künstler dazu gesagt hätte. Und ich bin gar nicht überrascht, was das Verhalten der Frau angeht. Moderne Konzept und Installationskunst macht häufig den Besucher zum Teilhaber der Kunst, in dem sie ihn ins Kunstwerk einbindet. Eigentlich zeigt dieser Fall exemplarisch die Krux daran, wenn man nicht jeden alltäglichen (Mist), der mit einer bestimmten Intention arrangiert wird als Kunst klassifiziert und dann mit Besuchern konfrontiert. Sich dann hinzustellen und verwundert zu tun, lässt nur auf überbordende Fachidiotie schließen. Sprich wenn das Alltägliche zur Kunst gemacht wird, sollte man sich nicht wundern, wenn sich das Alltägliche auch wieder der Kunst bemächtigt.

  15. #15
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Mal was neues aus der Kategorie: Ist das Kunst oder kann das weg?



    Ich hätte zu gerne gewusst, was der Künstler dazu gesagt hätte. Und ich bin gar nicht überrascht, was das Verhalten der Frau angeht. Moderne Konzept und Installationskunst macht häufig den Besucher zum Teilhaber der Kunst, in dem sie ihn ins Kunstwerk einbindet. Eigentlich zeigt dieser Fall exemplarisch die Krux daran, wenn man nicht jeden alltäglichen (Mist), der mit einer bestimmten Intention arrangiert wird als Kunst klassifiziert und dann mit Besuchern konfrontiert. Sich dann hinzustellen und verwundert zu tun, lässt nur auf überbordende Fachidiotie schließen. Sprich wenn das Alltägliche zur Kunst gemacht wird, sollte man sich nicht wundern, wenn sich das Alltägliche auch wieder der Kunst bemächtigt.
    Super Statement von dir!

    Keine Kunst, aber ähnlich - sehr sehr funny: Bordstein

  16. #16
    Zitat Zitat
    Keine Kunst, aber ähnlich - sehr sehr funny: Bordstein
    Wenn die Verwaltung mal arbeitet, dann ist es auch nicht recht. Das hätten die Wissenschaftler vielleicht direkt mal kommunizieren sollen, anstatt einfach davon auszugehen, es werde sich schon nichts tun.

    So Leute heute ist der letzte ernstzunehmende Tag der Vorlesungszeit. Noch einen vortrag, ein quasi Essay verfassen und noch eine Zusammenfassung schreiben (ja das würde ich am liebsten heute noch alles erledigen). Dann noch den Rest der Woche rumbringen und ich bin erstmal vom Haken und habe ENDLICH wieder die Möglichkeit freie Zeiteinteilung zu betreiben und meinen gewaltigen Hausarbeiten-Backlog abzuarbeiten. Inklusive der drei Arbeiten, die schon seit mindestens einem halben Jahr halbfertig herumliegen.


    Bevor ich gleich los muss noch eine nervige Episode aus dem Zug gestern. Ich wusste es konnte nur Ärger bedeuten, wenn abends so viele Leute auf dem Bahnsteig warten. Ich sage immer eine gute Bahnfahrt ist, wenn ich die ersten vier Stationen meiner Strecke allein in meinem Abteil bin. Das konnte ich knicken. Es geht auch noch wenn die Leute ruhig sind. Und ich erdulde es mit großen Gleichmut, wenn sie leise miteinander reden.

    Aber da setzt sich so ein Pärchen in den Zug direkt an meiner Station. Sie - irgendwo naja - er ein kleingewachsener Albaner, was sie ihrer Mutter gegenüber mehrfach zu betonen hatte, bevor sie abgefahren sind. Machen dann Musik an, so natürlich das das ganze Abteil was davon hat. So allgemein Chart-Pop-Grütze und dann Rap. Ich hab mir das zwei Stationen angehört, obwohl ich eigentlich an dem Essay arbeiten wollte, was leider schwer ging, weil man vor dumpf triefenden Rap-Scheiß seine eigenen Gedanken nicht mehr verstehen konnte. Ich habe dann verzweifelt nach meinen Kopfhörern gesucht, um die Musik mit meiner eigenen zu überblenden und habe keine gefunden und dann wurde harmonisch-dissonant zurückgenervt. Ich hab Ooomph! angeworfen. Die frühen Werke, wo sie noch richtig hart sind. Wer Suck Taste Spit kennt, weis, wovon ich reden. Voll aufgedreht. Und den 6 Minuten Track durchlaufen lassen. Da stank ihr Müll dagegen ab. Dann kurz gewartet. Nein sie haben ihren Mist lauter gemacht. Ich hab eine Station abgewartet, aber nein es dudelte immer noch. Dann der nächste Track: Ice Coffin (wobei das noch echt melodisch ist) Wieder durchlaufen lassen. Als der durch war, war die Musik hinten kurz aus. Gut ich war zufrieden. Dann drehte ihr beschissener Freund die wieder auf. Wieder einen Moment gewartet und dann Wunschkind rein. Als die sechs Minuten auch wieder durch waren, blieb hinten dann endlich die Musik auch aus.

    Dann bringen wir so den Rest der Strecke fast hinter uns und bevor die beiden aussteigen wollen, will sie nochmal aufs Klo. Kommt an mir vorbei, sieht meinen Laptop, bleibt stehen. "Warst du das, der vorhin ständig die Musik angemacht hat?" Der Tonfall ist aggressiv. Ich versuche mein teilnahmslosestes gesicht aufzusetzen, das ich habe, schaue sie an und sage: "Ich dachte heute wäre der Tag an dem Volltrottel das ganze Abteil beschallen dürfen", dann meint sie, dass ich mich gerade selbst beledigt habe. Ich kalt: "Das ist richtig, aber wenigstens habe ich noch die Einsicht und den Anstand zu erkennen, dass ich mich wie ein Volltrottel benehme. Das geht manch anderen hier ab" Inzwischen war ihr albanischer Gnomenfreund nach vorne gekommen, der echt noch nen kopf kleiner ist als ich war und der jetzt dicke tun wollte. Die haben dann versucht auf mich einzureden, ich hab sie dann ignoriert, was sie sauer gemacht hat. Zur Sicherheit hatte ich den Schlüssel in meiner Jackentasche umklammert, für den Fall das er handgreiflich werden wollte. Grummelnd und laut murrend haben sie sich dann wieder hingesetzt, ohne das sie aufs Klo gegangen wäre und sind eine Station später auch direkt ausgestiegen.

    Na klar kam ich mir vor wie ein Volltrottel, dass ich mich da auf so einen Musik-Bitch-Fight eingelassen habe. Allerdings hilft es selten die Leute zu bitten die Musik auszumachen. Hab schon oft genug erlebt, dass solche Leute hächstens, wenn überhaupt nur auf die Zugbegleiterin hören.

    Es hat zumindest funktioniert. Vielleicht haben sie begriffen, dass nicht jeder ihre Musik gerne hören würde. Hardrock oder Metal sind halt ein gutes Kontrastprogramm. Vor allem mit anderer Musik ist das so schön dissonant, dass die von ihrer eigenen Mucke einfach nichts mehr haben
    Geändert von KingPaddy (18.07.2016 um 09:47 Uhr)

  17. #17
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    [...]
    "Ich dachte heute wäre der Tag an dem Volltrottel das ganze Abteil beschallen dürfen", dann meint sie, dass ich mich gerade selbst beledigt habe. Ich kalt: "Das ist richtig,[...]
    Mutig mutig! Da hast aber auch Glück gehabt. Aber deine Sprüche sind genial. Wenn ich nur auch mal auf sowas kommen würde.

    Das ist mir nur einmal bisher gelungen - und war tatsächlich auch noch ein wenig unter der Gürtellinie.
    Es war Gründonnerstag bei Aldi und ich treffe zwei Freunde. Nach dem Bezahlen bleiben wir stehen und sind so dusselig,
    das im Weg zu tun mit zwei Einkaufswagen - ich gebe es zu - gedankenlos eben. Personen konnten durch, aber nicht noch ein Einkaufswagen.

    Kommt ein Rentner und giftet extrem aggressiv rum. Wir machten sofort Platz und normalerweise hätte ich mich entschuldigt. Aber der war so eklig, dass ich ganz laut sagte: "Oh, sind Sie auf der Flucht?" und noch lauter: "Macht Platz, der Herr muss noch Eier färben, rote hat er wohl schon."
    Der ganze Laden lachte sich schlapp.

    Weiß nicht, wer mir das eingegeben hatte.

  18. #18
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    [...]Sprich wenn das Alltägliche zur Kunst gemacht wird, sollte man sich nicht wundern, wenn sich das Alltägliche auch wieder der Kunst bemächtigt.
    Darf ich das behalten und bei passender Gelegenheit anbringen?

    Mir stellt sich tatsächlich eher die Frage, ob dieses spezielle Kunstwerk nicht gerade durch das unbedarfte "Verschönern" in seiner Aussagekraft aufgewertet wurde. Zumindest könnte ich einen Text schreiben, der es so darstellt^^.

    Zitat Zitat von Lonicera Beitrag anzeigen
    Keine Kunst, aber ähnlich - sehr sehr funny: Bordstein
    Uh. Ich weiß grad gar nicht, ob ich das witzig finde.
    Ok, ich hab gelacht.
    Aber...

    Aber irgendwie hab ich mit den Wissenschaftlern weit mehr Mitgefühl als mit der Museumsfrau .

    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Bevor ich gleich los muss noch eine nervige Episode aus dem Zug gestern. [...]
    Und genau darum fahr ich Auto. Jawoll.

    Zitat Zitat
    Na klar kam ich mir vor wie ein Volltrottel, dass ich mich da auf so einen Musik-Bitch-Fight eingelassen habe. Allerdings hilft es selten die Leute zu bitten die Musik auszumachen. Hab schon oft genug erlebt, dass solche Leute hächstens, wenn überhaupt nur auf die Zugbegleiterin hören.
    Fast geanu so schlimm sind Leute, die mit dir diskutieren wollen, warum du ihr nervtötendes Getue jetzt gerade zu tolerieren hast. Oder so. Das ist das Problem, im Zug Maul aufmachen ist ganz schlecht. Plötzlich bist du nämlich alleine im Abteil. Also nicht wirklich. du bist allein im Abteil mit irgendeinem Psychopathen oder Grapscher und einer variablen Anzahl von Leuten, die angestrengt so tun, als seien sie nicht da.

    Solcher Begegnungen der Dritten Art wegen hab ich gerade nochmal 800 Flocken in die Reparatur meines 16 Jahre alten Autos gesteckt .

  19. #19
    Zitat Zitat von Glannaragh Beitrag anzeigen

    Uh. Ich weiß grad gar nicht, ob ich das witzig finde.
    Ok, ich hab gelacht.
    Aber...

    Aber irgendwie hab ich mit den Wissenschaftlern weit mehr Mitgefühl als mit der Museumsfrau .
    Ich fand es super witzig und Mitleid habe ich mit denen keins. Es ist überall das gleiche, verschiedene Institute und Ämter haben einfach keine Kommunikation. Selbst schuld sage ich da nur. Man hätte ja mit einem simplen Schild schon was erreicht. Erstens wäre es informativ für Passanten und vielleicht konnte ein Bauarbeiter lesen.

  20. #20
    Zitat Zitat
    Uh. Ich weiß grad gar nicht, ob ich das witzig finde.
    Ok, ich hab gelacht.
    Aber...

    Aber irgendwie hab ich mit den Wissenschaftlern weit mehr Mitgefühl als mit der Museumsfrau
    Ja das stimmt schon. Allerdings bin ich da mehr der meinung von Lonicera

    Zitat Zitat
    Darf ich das behalten und bei passender Gelegenheit anbringen?
    Oh gerne ^^
    Zitat Zitat

    Mir stellt sich tatsächlich eher die Frage, ob dieses spezielle Kunstwerk nicht gerade durch das unbedarfte "Verschönern" in seiner Aussagekraft aufgewertet wurde. Zumindest könnte ich einen Text schreiben, der es so darstellt^^.
    Jup das dachte ich mir auch und habe mich gefragt, was der Künstler wohl dazu gesagt hätte. Sowas ist in Museen ja schon häufiger passiert und in manchen Fällen, wo es den Künstler noch gab, hat der dann gemeint, dass das Kunstwerk quasi seinen Zweck erfüllt hat Wäre wirklich mal ein interessantes Thema für einen Essay.

    Zitat Zitat
    Solcher Begegnungen der Dritten Art wegen hab ich gerade nochmal 800 Flocken in die Reparatur meines 16 Jahre alten Autos gesteckt
    Trotz allen Rumgemosers mag ich Zugfahren ja trotzdem. Nicht nur weil es auf den strecken, die ich regelmäßig abfahre unschlagbar günstig ist, ich mag auch sonst die Atmosphäre. Du hast halt diese Tage ab und an und dann hast du wieder viele guten Tage, selbst wenn sich der Zug mal um fünf oder zehn Minuten verspätet. Eine entspannte Fahrt, ein freundlicher Zugbegleiter und die Welt ist in Ordnung. Im Sommer ein kühles Bier, im Winter Tee in der Thermoskanne dazu ein Buch lesen oder aus dem Fenster schauen und für eine bis eineinhalb Stunden einfach zu genießen quasi von der Welt entkoppelt zu sein und einfach nur über Land zu gleiten. Wenn nicht gerade solche Leute unterwegs sind, sind für mich die Zugfahrten häufig auch ein Ort der Muße.

    Also trotz aller sonstigen Schwernisse: Generell finde ich es immer noch die angenehmste Art zu reisen. Es hat zudem auch etwas Magisches. Die Züge von heute, die leider immer mehr die Ausstrahlung von Krankenhäusern bekommen, sind in der Hinsicht nicht mehr so wirklich mit den Zügen, wie man sie noch aus den alten Filmen kennt, vergleichbar, aber so ein bisschen vom Zauber diese Reiseart haben sie behalten. Eine Freundin von der Uni will irgendwann unbedingt mal mit der Transsibirischen fahren und da bekommst noch so diese alte Reisegefühl, wo du auch im Zug mitunter mehrere Tage oder Wochen noch unterwegs bist. Das könnte ich mir vielleicht auch noch vorstellen in Begleitung, auch wenn ich sonst sage, dass ich Deutschland eigentlich nicht verlasse

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