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Thema: Star Wars: The Last Jedi – Totalitre Spoilerdiktatur!

  1. #81
    Ich kann alle Kritikpunkte sehr gut verstehen und dennoch fhlte ich mich sehr gut unterhalten und immer noch in Star Wars.

  2. #82
    Anderen Kram les ich mir spter durch, jetzt erstmal rohe Eindrcke. Hab The Last Jedi vorhin auch endlich angeschaut. Bin zwiegespalten, aber tendenziell leicht positiv gestimmt. Glaub ich fand ihn besser als The Force Awakens, wenn auch nicht bedeutend viel. Guter aber nicht berragender Film. Stellenweise etwas durchwachsen. Hatte nach dem ganzen Fan-Aufschrei im Internet echt Schlimmeres befrchtet. Ich hab Erfahrung mit schmerzlichen Franchise-Kanon-Sprengungen und -Verstmmelungen (*hust* Star Trek *hust*) und das hier gehrte fr mich schonmal nicht dazu, wofr ich sehr dankbar bin. Auerdem bietet The Last Jedi ein paar gelungene berraschungen und ist kein Remake eines existierenden Filmes, schon gar nicht von einem in der selben Reihe Aber es gab auch zahlreiche Momente und Aspekte, die mir missfallen haben und die recht strend herber kamen. Meistens nur Kleinigkeiten, die zusammen unterm Strich aber doch massiv den Gesamteindruck runter drcken und einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlassen.

    Hier die ausfhrliche Variante...


    Was mir gefallen hat:



    Was mir nicht so gut oder berhaupt nicht gefallen hat (Nrgel-induzierter Textvolumen-Overkill incoming!):



    Ich habe den Eindruck, dass diesmal letztenendes eigentlich mehr Storyfragen aufgeworfen als beantwortet wurden. Normalerweise wrde mich dieser Umstand faszinieren und Vorfreude auf den nchsten Teil schren. Die Tatsache, dass sie die Trilogie nicht halbwegs vorausgeplant haben, dass Abrams, der berchtigt schlecht darin ist, Geschichten zu Ende zu erzhlen, die Regie von Episode IX bernehmen wird, er das Drehbuch (nach mehreren inzwischen offenbar verworfenen Entwrfen von anderen Autoren wie Jack Thorne oder Derek Connolly) neu zusammen mit Batman v Superman Pappnase Chris Terrio schreibt, und dass die Sequels allem Anschein nach generell wenig (fr meinen Geschmack definitiv zu wenig) Wert auf Erklrung der Hintergrnde legen, fhrt bei mir aber eher zu Besorgnis. Die neuen Filme gehen dermaen schlampig-vernachlssigend mit einer Reihe offensichtlichster Fragen um, dass ich nicht mehr davon ausgehe, zum Beispiel jemals in einem der Hauptwerke zu erfahren, wer Snoke jetzt eigentlich war. Wenn berhaupt. Erwarte ja keinen Exposition-Overdrive, aber bei so einer wichtigen Figur mal irgendwo einen entsprechenden halben Satz fallen zu lassen wre schon angebracht. Jetzt ist es wohl schon zu spt. Hmmm. Hab nichts dagegen wenn in einer Filmreihe ein paar Mysterien bestehen bleiben und nicht weiter verfolgt werden, doch wenn sich das so huft wie hier empfinde ich Star Wars als narrativ lchrig.

  3. #83
    Ich bin enttuscht von dem Film - aber aus anderen Grnden als denen, die ich im Internet gelesen habe.

    Ich finde es immer schwierig, zu argumentieren, dass der Film hier oder da keinen Sinn gemacht hat oder so etwas - wenn man sich die alten Filme ansieht, findet man immer genug Szenen, in denen man hnliche Kritik anbringen knnte.
    Was entscheidend ist, ist folgende Frage: Habe ich diese Fragen und diese Kritik bereits whrend ich den Film ansehe, oder erst danach?

    The Last Jedi ist fr mich ein Film, bei dem ich stndig Fragen hatte. Das muss nichts damit zu tun haben, ob es theoretisch irgendwo eine Antwort im Film gab oder nicht - in dem fraglichen Moment war die Erklrung nicht ausreichend oder nicht befriedigend, und dann funktioniert die Szene nicht.
    Das heit, mir geht es nicht darum zu kritisieren "Luke htte doch das und das tun sollen", sondern mir geht es darum, dass ich whrend einer Szene einfach nicht genug mitgefiebert habe und nicht genug mitgezogen wurde.

    Eine andere, allgemeinere Kritik ist die, dass mir ein Thema fehlte. Das Star Wars Feeling ist fr mich auch immer, dass viel philosophiert wird darber, was es heit, ein Held zu sein und das richtige zu tun. Die Szenen eines Films mssen verschiedene Aspekte einer oder mehrerer zentraler Fragestellungen beleuchten und dadurch irgendwie grob zusammenhngen. Dieser Film hat nichts davon - er hat die entsprechenden heroischen Handlungen, aber nicht den philosophischen Kontext, es fehlt der weise Charakter, der das alles irgendwo verortet. Von den Szenen auf der Insel her htte es sich zum Beispiel angeboten, die Frage nach dem Nutzen der Jedi in dieser Welt noch viel strker zu betonen. Warum brauchen wir Luke berhaupt, das htte irgendjemand fragen knnen, um dann von Leia eine pathetische Antwort zu bekommen. Selbst den fehlenden Hintergrund von Snokes htte man da gewinnbringend einsetzen knnen, indem man die Frage stellt, warum nach jedem Sieg der Guten bereits ein Bser wartet, um das Vakuum zu fllen. Dann ist es egal, wer er ist - wichtig wre dann, dass es immer jemanden wie ihn geben wird, und die Helden mssten sich fragen, wie sie damit leben knnen.
    Das war alles in Anstzen da, aber nicht im Vordergrund, und dadurch fhlte sich der Film viel weniger "episch" an. Selbst Rogue One hatte mehr Star Wars Feeling, weil er ein ganz starkes Thema von Selbstaufopferung hatte.

    The Force Awakens gefiel mir gerade deswegen besser. Er hat auch viele Fragen aufgeworfen, aber keine Szene ist an fehlenden Erklrungen zusammengebrochen. Ich hab ihn mir noch einmal vorher angesehen und denke, dass er den Test der Zeit besser bestehen wird als der neue Film.

    Trotzdem waren im neuen Film viele tolle Szenen. Der Kampf in dem roten Zimmer - WOW. Und alles mit Luke. Mark Hamill war groartig.

  4. #84
    Hattet ihr eigentlich auch das Gefhl, dass sich der Film stellenweise eher wie der dritte Teil einer Trilogie anfhlte? Besonders in der zweiten Hlfte. Ich schtze, whrend Episode IV und I eher fr sich alleine standen und weitgehend in sich abgeschlossen waren, aber dafr V und VI sowie II und III enger zusammenhingen und auch zeitlich innerhalb der Handlung eher aufeinander folgten, schtze ich, dass es bei den Sequels diesmal genau andersherum sein wird: VII und VIII folgen praktisch unmittelbar aufeinander und enden mit einer ziemlichen Zsur. Wrde mich kaum wundern, wenn Episode IX ein paar Jhrchen spter spielt und auch ein wenig eigenstndiger funktioniert, whrend sie sich um die verbliebenen offenen Fden aus The Last Jedi kmmert.


    Zitat Zitat von Schattenlufer Beitrag anzeigen
    Eine andere, allgemeinere Kritik ist die, dass mir ein Thema fehlte. Das Star Wars Feeling ist fr mich auch immer, dass viel philosophiert wird darber, was es heit, ein Held zu sein und das richtige zu tun. Die Szenen eines Films mssen verschiedene Aspekte einer oder mehrerer zentraler Fragestellungen beleuchten und dadurch irgendwie grob zusammenhngen. Dieser Film hat nichts davon - er hat die entsprechenden heroischen Handlungen, aber nicht den philosophischen Kontext, es fehlt der weise Charakter, der das alles irgendwo verortet.
    WTF ^^ ? Ich fand ganz ehrlich, dass das einer der thematisch strksten bisherigen Star Wars Filme berhaupt war. Wie ich oben bereits schrieb, beschftigt sich die Geschichte wirklich intensiv mit Fragen um Heldenverehrung, Nachfolge, Erbe und vor allem mit dem Umgang von Symbolen der Vergangenheit. Das zieht sich wie ein roter Faden bis zum Ende durch. Dabei wird viel hinterfragt und auch ein Stck weit (imho angenehm, weil nicht zu bertrieben) dekonstruiert, wo andere Teile der Saga nur oberflchlich mit Klischees gespielt haben.

    Wie viel von dieser Verehrung ist gerechtfertigt, wie viel von dem Bild, das wir von bestimmten Personen haben, findet nur in unserer Einbildung und unserem Wunschdenken statt? Sind diese Symbole, das Festhalten an der Vergangenheit, nicht vielleicht trotzdem sinnvoll, wenn es den Leuten Kraft geben und/oder sie inspirieren, ja ihnen sogar Perspektive und Ziel geben kann? Was bedeutet es, wenn man sich davon befreit? Wenn man in die Fustapfen von einem Idol tritt, sollte man dann versuchen alles ganz genauso zu machen? Von vorne bis hinten drehen sich die Geschichten und Entscheidungen von Rey, Luke, Kylo Ren, Holdo und am Anfang sogar auch von Rose und Finn in der einen oder anderen Weise um diese Dinge. Findet sich ebenso in bestimmten Gegenstnden (das legendre Lichtschwert weggeworfen, spter sogar entzweit; oder auch dieses Wrfel-Memento von Han) oder offensichtlichen Handlungspunkten (Rey in der Hhle unter der Insel, vor der Luke Angst hat und die letztenendes nur einen Spiegel (!) enthlt; oder auch die frhere Funktion der Basis auf Crait usw. usf.). Kann man darber hinaus auf der Meta-Ebene auch auf die Star Wars Saga als Ganzes bzw. auf einige der Hardcore-Fans beziehen und zu sehr interessanten Schlussfolgerungen gelangen xD

    Zitat Zitat
    Von den Szenen auf der Insel her htte es sich zum Beispiel angeboten, die Frage nach dem Nutzen der Jedi in dieser Welt noch viel strker zu betonen. Warum brauchen wir Luke berhaupt, das htte irgendjemand fragen knnen, um dann von Leia eine pathetische Antwort zu bekommen.

  5. #85
    Ich als Nicht-Fan der Star Wars Filme fand den Film deutlich besser, als ich dachte und fr mich ist das der beste Star Wars Film. Kylo Ren ist aus meiner Sicht die interessanteste Figur der Filmreihe und seine Darstellung hat mir hier wirklich gut gefallen. Fr mich ist The Last Jedi auch der Film, der am besten mit den Jedis, der Macht und dem Gut-Bse-Konflikt umgegangen ist, weswegen ich es im Nachhinein sehr schade finde, dass so viel Zeit in langweiligen Weltraummumpitz gesteckt wurde. Fynn war langweilig und sein Abenteuer fr mich nichts anderes als ein viel zu weit gestreckter Sideplot, sein Love-Interest war gnzlich unntig und viel zu schlecht verpackt. Der Groteil von dem, was sich auf dem Schiff der Rebellen abgespielt hat, hat mich ebenfalls gelangweilt (bis auf diesen einen "OH SHIT!"-Moment, bei dem ich dann doch wieder mitgefiebert hab) und ich wnschte mir, man wrde mehr von Luke und Kylo Ren zeigen.

  6. #86
    Zitat Zitat von Enkidu Beitrag anzeigen
    WTF ^^ ? Ich fand ganz ehrlich, dass das einer der thematisch strksten bisherigen Star Wars Filme berhaupt war. Wie ich oben bereits schrieb, beschftigt sich die Geschichte wirklich intensiv mit Fragen um Heldenverehrung, Nachfolge, Erbe und vor allem mit dem Umgang von Symbolen der Vergangenheit. Das zieht sich wie ein roter Faden bis zum Ende durch.
    Letzterem kann ich nicht zustimmen. Einige ganz bestimmte Szenen beschftigen sich mit dem, was du ansprichst, aber es ist eben gerade kein roter Faden. Die Szenen von Finn, Poe und dem Rest der Resistance beschftigen sich nie damit. Tatschlich wird in diesen Szenen nichts wirklich thematisiert.
    Mit "thematisiert" meine ich brigens nicht, dass etwas einmal kurz angesprochen wird oder dass es irgendwie eines von vielen Leitmotiven ist, ich meine schon, dass Charaktere sich konkret ber das Thema austauschen. Die Szenen mit Rey hatten durchaus ein klares, wichtiges Thema, dieser Teil des Films gefiel mir auch gut.
    Im anderen Teil waren genug Anstze und Leitmotive da, aber es wurde nichts davon auf einer philosophischen Ebene oder als direkter Konflikt ausgetragen, bzw. nicht zum Abschluss gebracht. Ich sehe, dass Gehorsam/Eigensinn ein Leitmotiv war, aber wohin fhrte es nun? Es hat lediglich fr ein bisschen Spannung und Konflikt gesorgt, es hat aber keinen Erkenntnisgewinn gebracht, keiner der Charaktere hat sich sichtbar weiterentwickelt.


    Zitat Zitat

    Gendert von Schattenlufer (02.01.2018 um 21:32 Uhr)

  7. #87
    Zitat Zitat von Byder Beitrag anzeigen
    Kylo Ren ist aus meiner Sicht die interessanteste Figur der Filmreihe und seine Darstellung hat mir hier wirklich gut gefallen.
    Ich war wirklich berrascht, wie sehr sie durch die vermutlich grte Wendung des Films so sehr das Ruder mit ihm rumreien konnten, obgleich es noch immer viele Stimmen gibt, die ihn als Big Bad fr zu schwach halten. In The Force Awakens war ich auch der Meinung, dass er zu Milchbubi-Emoteen-mig rberkam, um als der groe Schurke der Trilogie ernst genommen zu werden, erkannte aber doch einiges an erzhlerischem Potential. Wo The Last Jedi nun vllig unerwartet hingesteuert ist, macht ihn als Charakter imho jedenfalls wesentlich interessanter als zuvor!


    Zitat Zitat von Schattenlufer Beitrag anzeigen
    Die Szenen von Finn, Poe und dem Rest der Resistance beschftigen sich nie damit.
    Das spielt auch darin stets eine Rolle, wenn auch nicht so sehr wie bei Luke, Rey und Kylo:


    Zitat Zitat
    Tatschlich wird in diesen Szenen nichts wirklich thematisiert.
    Na komm, das ist in jedem Fall zu pauschal bertrieben, denke ich.


    In dem Zusammenhang frage ich mich, wo du die durchgngigen und intensiv philosophisch beleuchteten Themen in der bisherigen Saga gesehen hast. "Heldentum" an sich ist als Dreh- und Angelpunkt von Geschichten meistens furchtbar langweilig, wenn es nicht kritisch hinterfragt wird. Fand auch nicht, dass es die Filme automatisch epischer gemacht htte als den aktuellen Teil :-/

    Zitat Zitat
    keiner der Charaktere hat sich sichtbar weiterentwickelt.


    Ich behaupte, dass alle zentralen Figuren im Film eine sichtbare Weiterentwicklung erfahren haben.

    Zitat Zitat
    Naja. Ich versteh das wirklich nicht so ganz, denn epische Szenen gab es imho so einige darin, sie waren nur eben nicht immer einseitig heroisch. Die ganze Auseinandersetzung in Snokes Thronsaal zum Beispiel wurde fr mich begleitet von einem Gefhl von Gravitas und Bedeutung, wie ich es in der Franchise schon lange nicht mehr erlebt habe. In den frheren Teilen waren es auch nicht irgendwelche willkrlichen Statisten, die tief philosophische Gesprche oder groe Offenbarungen hervorriefen. Ich stimme zu, dass sich der Film in gewisser Weise kleiner anfhlte als die meisten Vorgnger, aber das hat fr mich weitaus direktere /simplere und erzhltechnisch pragmatischere Grnde. Der Personenkreis, um den sich die Geschichte hauptschlich dreht, ist klein, und scheint sogar noch weiter zu schrumpfen. Die meisten neuen Figuren und ein paar von denen aus dem Vorgnger haben kaum mehr als erweiterte Gastauftritte, wo sie mit ein paar prgnanten Szenen mehr ebensogut neue Protagonisten oder Antagonisten htten werden knnen. Man hat auch keinen guten Einblick in die Galaxis von Star Wars mehr bekommen, da ein Groteil des Films auf zwei Raumschiffen und auf einer einsamen Insel spielt, weshalb weniger exotische Orte und weniger "Leute" zu sehen sind.

    Und was ist dagegen einzuwenden, wenn endlich mal jemand die Jedi profund und mit guten Grnden infrage stellt? War imho lngst berfllig.


    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    das allerschlimmste war Brendan Gleeson und seine Rolle als Cux oder wie auch immer der heit. das war SOOOOOO schlecht geschrieben und gespielt, dabei ist das ja eigentlich ein knorke schauspieler. wei nicht, wer das verpfuscht hat. aber selbst ne Karikatur wre besser gewesen, das war einfach nur crap.


    Zitat Zitat
    war irgendwie zu viel. fr mich war der Hhepunkt die Sache im Thronsaal und danach kamen ja noch gut 30-40 Minuten (gefhlt) mit nem weiteren Showdown hinten drein.
    Ja, der Aufbau war sehr ungewohnt. Das hat mir zum Teil eigentlich gefallen, aber gegen Ende hat es sich dann doch ein kleines bisschen zu lang angefhlt.

    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Meine Erwartungen/Wnsche an Episode 9:



    Zitat Zitat
    Auf die schnelle einen weiteren, bisher unbekannten Bsewicht zu etablieren wrde einer Filmtrilogie allerdings gewaltig Unrecht tun.
    Ich frage mich ja immer noch, was aus den Knights of Ren geworden ist. Sie wurden sowohl in Episode VII als auch VIII erwhnt, in VII soweit ich mich erinnere sogar mal kurz nebuls gezeigt.



    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Aber Nostalgie wird eben von nichts geschlagen. ber Palpatine wurde auch in der Originalentrilogie nix wichtiges bekannt, aber wenn man ber Snoke nichts erfhrt rufen alle Star Wars Fans pltzlich die Gotteslsterung am Originalstoff aus. Dass Captain Phasma kaum zu sehen ist, wird kritisiert, aber Boba Fett ist der geilste Hund, den es je gesehen hat. Es wird echt mit zwei Ma gemessen.
    Sehe das eher ambivalent. Die Sache ist die, damals waren das die ersten Teile einer werdenden Franchise. Kein Vorwissen ntig, kein Vorwissen gegeben. Nach Jahrzehnten von Ausbau, Erklrungen zu den Hintergrnden usw. ist das aber was anderes. Speziell nach den Prequels, die mit der Exposition oft bertrieben haben, erscheint es vielen jetzt als seltsame nderung der Prioritten, auf einige sonst wichtige Elemente so gut wie gar nicht mehr einzugehen. Zumal manche Figuren aus der Originaltrilogie mit den Prequels ihre umfassende Vorgeschichte bekommen haben, aber nicht davon auszugehen ist, dass etwas vergleichbares mit Figuren aus den Sequels geschehen wird, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Vor allem nicht, wenn sie endgltig tot sind. Glaube nicht, dass Episode IX nochmal so richtig darauf eingehen wird, wer Snoke war. Ich erwarte da ja nicht viel, aber irgendwo an passender Stelle ein paar Sekunden /Dialogzeilen unterzubringen, damit man sich einen Reim drauf machen kann, wre schon hilfreich und nicht zu viel verlangt.

    Ich denke auch, dass zum Teil aus nostalgischen Grnden mit zweierlei Ma gemessen wird - gerade von manchen Hardcore-Fans. Aber man muss differenzieren. Ich fand zum Beispiel immer schon, dass der Hype um Boba Fett vllig berzogen war und blo auf ein stylishes Design (ursprnglich noch dazu aus dem allseits verhassten, peinlichen Weihnachts-Special xD) zurckgeht. Seine Screentime ist minimal, sein Ableben in Return of the Jedi geradezu peinlich und nebenschlich. Das heit aber nicht, dass ich mir nicht damals schon mehr Boba Fett bzw. einen angemessenen Ausbau dieser kleinen Nebenfigur gewnscht htte. Entsprechend sehe ich auch Captain Phasma, die schlielich eine hnliche Funktion in der Geschichte erfllt. Von Anfang an so viel Potential da, aber (bis jetzt?) so gut wie nichts davon genutzt.


    Zitat Zitat von Keaton Beitrag anzeigen
    Jo

    Zitat Zitat


    Zitat Zitat
    der Showdown war einfach nur lame: ich hatte wenigstens auf ein bisschen Action von Luke gehofft... die Botschaft ist richtig: Luke fhrt mit seinen Jedi Mind Tricks Kylo Ren einfach nur in Versuchung und in die Enge



    Zitat Zitat von Wohan Beitrag anzeigen
    Was mir auch fehlte waren richtige Weltraumschlachten
    Zitat Zitat von Dennis Beitrag anzeigen
    Es hat an allem gefehlt, was die alte Trilogie, zu guten Teilen auch die Prequels hatten (...): Den Charme, den Beitrag zum Kanon, die Weltraumschlachten, das stilvolle Sbelrasseln zwischen Martial Arts und ritterlichem Schwertkampf, die Fortsetzung der Fucking Saga - nichts.
    Die groen Weltraumschlachten gab es bis jetzt immer im ersten und letzten Teil der Trilogie, nicht in der Mitte. In Episode II und V hat das ebenso gefehlt, strte mich von daher hier berhaupt nicht. Man kann sich sicher sein, dass Episode IX was das angeht wieder dick auftragen wird. Hoffe aber, dass das dann auch mit emotionalem Gewicht versehen ist und nicht so wie in The Force Awakens, wo ich wirklich gar nichts beim Kampf um die Starkiller Basis gesprt habe.

    Und was "Sbelrasseln zwischen Martial Arts und ritterlichem Schwertkampf" angeht - die Konfrontation zwischen Luke und Kylo zum Finale war ja mal sowas von genrebeeinflusst und stilsicher inszeniert, das war praktisch eine direkte bertragung aus klassischen Samurai-Streifen.

    Zitat Zitat von Dennis Beitrag anzeigen
    zu viel Voodoo-Firlefanz. Was sollte die Spiegelszenen? Ah, sie wollten einen 3D-Effekt einbauen, is klar.
    Nicht mehr Firlefanz als in Empire Strikes Back mit der Hhle im Sumpf. Und die Bedeutung des Spiegels fr Luke bzw. Rey ist nun wirklich nicht schwer zu kapieren.


    Zitat Zitat von Jerome Denis Andre Beitrag anzeigen
    Was mir im Nachhinein nicht gefiel:



    Zitat Zitat von Wohan Beitrag anzeigen
    Die Republik demilitarisierte sich komplett, nur der Wiederstand hat(te) Kampfverbnde und ehe die Republik die Mglichkeit bekam eine neue Order herauszugeben die eine Wiederbewaffnung zulie wurde ihr das Genick gebrochen (sicher nicht im Sinne der Waffenlobby ^^)
    Soweit ich mich erinnere, wird in Episode VII klar gesagt, dass die Starkiller Basis neben dem Senat auch "die Flotte der Republik" zerstrt hat. Das hat mir damals an The Force Awakens wirklich nicht gefallen. Es htte um die Neue Republik gehen mssen, nicht um den Widerstand, der nur eine billige Kopie der Rebellenallianz aus der Originaltrilogie ist. Wie dem auch sei, die Neue Republik mag tatschlich nicht groartig bewaffnet gewesen sein, vielleicht auch um Vertrauen zurckzugewinnen, aber denke nicht, dass es sich da um blinde Pazifisten handelte. Sie wollten nur nicht direkt einen offenen Konflikt mit der Ersten Ordnung riskieren. Andererseits war es seltendmlich, nicht fr besseres Verteidigungspotential zu sorgen und dann auch noch ihre gesamte Flotte (?) im Hosnian-System zu stationieren. WTF? Das wurde viel zu bequem geschrieben und krankte wahrlich an einem Mangel an Exposition. JJ Abrams eben.


    Zitat Zitat von MeTa Beitrag anzeigen
    All diese Fragen waren Johnson dann einfach egal.
    Wohl kaum, wenn er das meiste davon mit Bedacht beantwortet hat. Nur weil er manche Handlungsfden in eine Richtung entwickelte, die nicht der Erwartung mancher Fans nach Episode VII entsprach, heit das noch lange nicht, er htte keine Fortsetzung gemacht. Abrams und Kasdan haben, wenn man sich Episode VII mal anschaut, eigentlich erstaunlich wenig etabliert, sondern nur Vorlagen und Schablonen geliefert, auf die die Nachfolger aufbauen wrden. Ein Groteil von Episode VII war schlicht Setup. Teils verstndlich, als erster Film in einer Trilogie, aber auch schade, dass so wenig darber hinausgegangen und etwas zu den Hintergrnden beleuchtet wurde. Ich bin Johnson dankbar dafr, dass er Star Wars als Saga begreift, und nicht als ein Konstrukt von Abrams, an das er sich sklavisch halten muss. Vieles an Episode VII wurde bewusst offen gelassen - und damit meine ich wirklich offen: Es wurde offiziell immer wieder betont, dass es keinen groen Plan gibt, dem die Sequels zu folgen htten. Auch Abrams hatte diesen nicht! Zuschauer haben unter anderem aufgrund der Erfahrungen in frheren Filmen der Reihe in diverse Szenen von VII etwas hineininterpretiert, das gar nicht angedeutet wurde.

    Entsprechend finde ich es seltsam, dass manche den neuen Film kritisieren, weil er zu sehr von ihrem "Headcanon" abweicht. Ein paar deiner Fragen haben sich mir nach Episode VII zum Beispiel nie gestellt. Ich persnlich fand es hervorragend, dass dank Johnson endlich mal wieder mit ein paar berraschenden Wendungen und Enthllungen aufgewartet wurde. In den Prequels wussten wir alle schon von vornherein, wohin das fhren wrde, aber die Sequels htten fr meinen Geschmack von Anfang an mit berraschungen und Neuerungen aufwarten mssen. Stattdessen wurde eine schwchere New Hope Kopie mit viel Fanservice geliefert, die von Anfang bis Ende vorhersehbar war. Ein gut gemachter Film mit einigen schnen Sequenzen und teils gelungenen neuen Charakteren, aber fr mich relativ oberflchlich und weitgehend ohne den Zauber, den Star Wars in der Originaltrilogie noch hatte, als die ganze Galaxis voller Mglichkeiten offen schien. The Last Jedi brachte nach ber 30 Jahren etwas davon zurck und geht mehr in die Tiefe. Trotz einiger inhaltlicher Probleme (Pacing und World Building vor allem) konnte ich diesmal ber die meiste Zeit mitfiebern, wo mich selbst das grte Spektakel von The Force Awakens tendenziell eher kalt gelassen hat.

    Johnson traut Star Wars etwas zu, macht daraus mehr als das Abspulen alter Muster und Klischees, aber verliert dabei die Tradition und das Erbe trotzdem nicht aus den Augen, sondern behandelt es mit respektvoller Hrte, hinterfragt, dekonstruiert und setzt wieder zusammen. Imho ein schwieriger Balance-Akt, der in Episode VIII nicht hundertprozentig, aber doch grtenteils gelungen ist, und den Abrams mit seiner billigen Mysterybox-Masche so wahrscheinlich niemals hinbekommen htte. Ist vielleicht wirklich eine bloe Geschmacksfrage, aber ich mchte kein stndiges more-of-the-same, sondern eine Star Wars Franchise, die mutig neue Kapitel aufschlgt und frisch wirkt, sich weiterentwickelt und nicht permanent in der Vergangenheit haften bleibt. Genau darum ging es ja auch inhaltlich in The Last Jedi.

    Etwas schmunzeln musste ich schon, dass du schreibst, wie respektlos Johnson mit Abrams Vorlage aus Episode VII umgegangen sei, obwohl Abrams sich begeistert von Johnsons Drehbuch gezeigt und sogar gesagt hat, er wnschte, er wre auf diese Ideen gekommen und knnte damit bei VIII selbst Regie fhren.

    Zitat Zitat
    geschichtlich so getan, als wrde er den ersten Film einer Trilogie drehen (nur ohne das Erdenken und Etablieren der eigentlichen Charaktere).
    Hatte eher das Gefhl, dass es sich um den letzten Teil einer Trilogie handelt, der sozusagen die Mitte bersprungen hat. In jedem Fall nicht ein Film, der die Geschichte von Neuem beginnt. Wenn es so wre, wie du schreibst, wrde nicht so intensiv Bezug auf The Force Awakens genommen werden. Die Handlung schliet unmittelbar daran an, erwhnt immer wieder Ereignisse daraus, und fhrt alle wesentlichen Strnge weiter.

    Zitat Zitat
    Kylo ist... ach, wir knnen uns da noch nicht so richtig entscheiden. Am Ende des Films stellen wir die Anfangssituation wieder her und haben quasi nichts geleistet.
    H o_O ? Am Ende des Films hat sich die Situation sowohl in Bezug auf die meisten Hauptfiguren, als auch in Bezug auf das Machtgefge in der Galaxis grundlegend gendert. Jetzt mal ganz unabhngig davon, ob man die Entwicklungen mag oder nicht, keine Ahnung wo du da eine Rckkehr zur Ausgangslage siehst.

  8. #88

  9. #89
    Hab den Film dann gestern auch endlich mal gesehen. Hat mir sehr gut gefallen, sehr viel besser als der eher mittelmige EP7, aber nicht so gut wie EP 3 oder EP 6. Wobei man dazu sagen muss, irgendwie gehts mir bei Star Wars in erster Linie um coole Kmpfe, ob nun Rumschlachten, Bodenkmpfe oder coole Lichtschwertduelle. Fragt mich nicht wieso, das ist bei quasi keiner anderen Filmserie so, aber die Story in Star Wars ist mir grtenteils ziemlich egal. Hauptsache die Action ist gut. xD

  10. #90
    Zitat Zitat von MeTa Beitrag anzeigen
    Ich gehe schon davon aus, dass deine Eindrcke zu groen Teilen auf Johnsons Entscheidungen zurckgehen. Mir fllt es nur schwer, das nachzuvollziehen, aber Geschmcker sind halt verschieden. Es ging in deinem Beitrag ja nicht blo um die Personalie und die kreativen Eigenheiten, sondern um diese Dinge im Verhltnis zum von dir sehr gemochten The Force Awakens, die dich durch ihre Abweichungen gestrt haben. Daher schlussfolgerte ich, auch anhand deiner Kritikpunkte, dass dir die drastischeren Wendungen nicht zugesagt haben, eben weil sie manchmal drastisch waren. Du sprachest davon, dass dem Regisseur die erwhnten Fragen "egal" gewesen seien. Glaubst du das wirklich? Ich denke, der hat da ziemlich intensiv drber nachgedacht, wie es normal bei der Entwicklung eines Drehbuchs ist.

    Persnlich halte ich die Erwartung fr berzogen, dass ein Film eines anderen Filmemachers (Regie und Drehbuch) sich mehr oder weniger genauso anzufhlen hat wie der seines Vorgngers, auch innerhalb einer laufenden Reihe - zumindest so lange die Kontinuitt und der Stil grob gewahrt bleibt, und das war hier der Fall (Episode VIII hat VII in keinem Punkt widersprochen). Zu bedenken ist dabei auch, dass ursprnglich nicht Abrams den neunten Teil schreiben und Regie fhren sollte. Wir werden jetzt nie erfahren, was Colin Trevorrow damit angestellt htte, aber ich bezweifel, dass er sich Abrams wieder angenhert htte. Es ist nichtmal auszuschlieen, dass Abrams mit Episode IX selbst neue Wege geht, aber fr die Kritiker lsst sich das nun alles schn auf Johnsons Mittelteil schieben.

    Zitat Zitat
    Die aufgefhrten Punkte meinerseits sind im Kontext dessen, was der Film mir gezeigt hat - und so habe ich es ja auch gefasst - aber ein Symptom dafr, dass der Film das Universum und auch sich selbst nicht ernst genug nimmt, wenn es nach mir geht. Das war und ist mein Hauptkritikpunkt, der im Wesentlichen mit allem anderen zusammen hngt und diese anderen Aspekte beeinflusst.
    Okay, du erwhntest mehrfach den Humor, stimmt. Der hat mir oft auch nicht so zugesagt und war in The Force Awakens imho besser und dezenter platziert. Johnson begrndete das damit, dass er nicht der Erwartungshaltung eines zwangslufig dstereren zweiten Teils einer Trilogie entsprechen, sondern stattdessen von Beginn an (siehe schlechter Telefonstreich - obwohl auch das gnzlich Poes Attitde und zynischen Bemerkungen aus dem Vorgnger entsprach) und durchgehend klarmachen wollte, dass der Film auch einfach Spa machen soll. Den Eindruck, dass sich die Geschichte und Welt deshalb irgendwie selbst nicht mehr ernst nimmt, habe ich aber berhaupt nicht gewonnen und so war das offensichtlich auch nicht gemeint. Es gab massig dramatische und emotionale Szenen, die nicht sofort mit einem unpassenden Witz "aufgelockert" wurden. Das Publikum, mit dem ich den Film schaute, schien die meisten Scherze und Sprche zu mgen.

    Ich vermute aber auch, dass dir manche Momente sauer aufgestoen sind, die man als "Respektlosigkeit" gegenber dem/den Vorgnger/n verstehen kann, aber bei genauerem Hinsehen narrativ eben Hand und Fu hatten. Viele Fans beschwerten sich zum Beispiel darber, dass Luke das Lichtschwert sofort einfach wegwirft. Wie logisch und sinnvoll das im Hinblick auf seine derzeitigen berzeugungen und die Hintergrundgeschichte seinem Charakter entspricht, wird dabei gerne mal bersehen. Ebenso, dass ein Mensch sich in dreiig Jahren verndern kann.

    Zitat Zitat


    Zitat Zitat
    Also mal so ohne Erwhnung eines Schmunzelns, berraschte Smileys und andere Herabwrdigungen meiner dargelegten Rezeptionserfahrungen.
    Nicht gleich persnlich nehmen. Muss aber schon sagen, dass mir so absolute Darstellungen, die fast alles in einem negativen (oder positiven) Licht sehen und zu diversen Hyperbeln neigen, meist suspekt sind. Besonders, wenn du das dann auch noch lapidar ironisch aus der Perspektive der Filmemacher formulierst ("wir"), als wrdest du ihre Gedanken festhalten, und es damit ins Lcherliche ziehst. Dabei gibt es fr viele dieser Aspekte aus erzhlerischer Perspektive gute Grnde, auch wenn sie nicht deinen persnlichen Prferenzen entsprochen haben mgen. Bei einigen Punkten wie etwa General Hux als Witzfigur, oder auch, dass klassische Charaktere wie Chewie zu kurz kommen, stimme ich dir total zu.

    Du sprachest von einem Knistern zwischen Finn und Rey und der Frage, wie es damit weitergehe. Davon habe ich in Episode VII nicht viel vernommen (vor allem nicht in romantischer Weise), alles rein freundschaftlich und zweckmig. So oder so war davon auszugehen, dass die Charaktere mit dem Schluss von The Force Awakens fr den nchsten Teil erstmal getrennt werden wrden. Sprach soweit ich das sehe nichts dagegen, einen neuen weiblichen Charakter als mglichen Love Interest fr Finn einzufhren, zumal das im Laufe der Handlung sehr einseitig bleibt und nur von ihr ausgeht, nicht von ihm. Es bringt eine neue Dynamik rein, ohne die alte aufzugeben. Um darauf wieder einzugehen, dafr ist in Episode IX immer noch genug Platz. Mochte Rose auch nicht so sehr, aber prinzipiell sehe ich da kein Problem.

    Oder "Verkraftet die First Order, dass die Starkiller Base kaputt ist?": Ist das nicht vllig zweitrangig? Ging es in Episode V um den Verlust des ersten Todessterns? Dir schien es zu missfallen, dass die First Order nach diesem heftigen Schlag riesige Schlachtschiffe hat. Ich gebe zu bedenken, dass die Handlung von VIII unmittelbar auf die von VII folgt, soll heien, es ist so dargestellt, dass all das auch schon zur Zeit des vorherigen Films bereits vorhanden war. Warum sollten ihnen solche Technologien nicht zur Verfgung stehen, wenn sie davor schon die Ressourcen hatten, um einen ganzen Planeten (!) in eine Kampfstation umzubauen? Versteh mich nicht falsch, ich htte mir auch mehr Exposition gewnscht, aber es war Abrams Film, der damit angefangen hat, die politischen Dimensionen und konomischen Verhltnisse, ja den Status der Galaxie vllig im Dunkeln zu lassen. Wir erfahren kaum etwas ber die Erste Ordnung, die Republik oder den Widerstand in Episode VII, dem Film, der eigentlich dazu da war, sie zu etablieren. Daher erscheint es mir nicht ganz fair, letzteren zu loben, aber die Fortsetzung dafr zu kritisieren, dass sie es The Force Awakens gleichtut und sich auf die vordergrndige Handlung und die Hauptfiguren konzentriert.

    Auch ber die "Sidequest" kann man sich streiten:


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    Kann sein, dass einige dieser Aspekte redundant waren - vor allem bezglich Finn htten Johnson & Co sich was besseres einfallen lassen knnen. Ging fr mich aber nie so weit, dass es den Film als Ganzes beeintrchtigt htte.

  11. #91

  12. #92
    Zitat Zitat von Enkidu Beitrag anzeigen
    Das spielt auch darin stets eine Rolle, wenn auch nicht so sehr wie bei Luke, Rey und Kylo:


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    Zitat Zitat
    Na komm, das ist in jedem Fall zu pauschal bertrieben, denke ich.


    Zitat Zitat
    In dem Zusammenhang frage ich mich, wo du die durchgngigen und intensiv philosophisch beleuchteten Themen in der bisherigen Saga gesehen hast. "Heldentum" an sich ist als Dreh- und Angelpunkt von Geschichten meistens furchtbar langweilig, wenn es nicht kritisch hinterfragt wird. Fand auch nicht, dass es die Filme automatisch epischer gemacht htte als den aktuellen Teil :-/
    Drnge mich bitte nicht in eine Ecke, die am anderen Ende des Raums ist. Wenn ich "episch" sage, meine ich nicht, dass ich schwarz-weies einseitiges Heldentum will. Und ich will keinen intensiven philosophischen Diskurs, das habe ich so auch nicht gesagt. Ich verlange von einem "Thema", dass es adquat problematisiert wird - nicht, dass es einmal am Rande erwhnt wird ("guck mal, der verkauft an beide Seiten").
    Wo sehe ich die durchgngigen Themen in den alten Episoden? In Episode 4 ist da zum Beispiel das stndige Entdecken einer neuen, interessanten und gefhrlichen Welt. Jede nchste Szene zeigt etwas Neues und Abenteuerliches, und die Macht und die Dialoge ber sie verkrpern das ganz besonders. Luke fngt als Bauernjunge an, der sich nach Abenteuer sehnt, und findet am Ende einen Platz im Kampf gegen das Bse. Der Film ist durch und durch seine Coming-of-Age-Geschichte. In Episode 5 war dann eher die Frage im Vordergrund, was es heit, ein Held zu sein und wie schwierig es sein kann, das Richtige zu tun. Das war durchaus interessanter als einfach nur "sei ein strahlender Held, Luke!". Der Film hat auf Hoth klar gemacht, dass Luke eine fr die Rebellen sehr wichtige Gabe hat. Aber Yoda erklrt ihm, dass diese Gabe gefhrlich sein kann, selbst wenn er sie fr etwas "Gutes" nutzen mchte, nmlich die Rettung seiner Freunde und den Sieg ber Darth Vader. Yoda stellt hier klar, dass ein "Held", der die falsche Motivation hat und nicht mit sich selbst im Reinen ist, durchaus ein Bsewicht werden kann. Ja, Gut und Bse sind klar festgelegt - aber dieses Verfhrerische, auch fr den Helden, war etwas, das diese Schwarz-Wei-Malerei interessant gemacht hat. Und meiner Meinung nach war die Verfhrung und die Macht der dunklen Seite ein klares Thema, das eben auch durch den Verrat durch Lando Calrissian aufgegriffen wurde und erst recht durch den absoluten Twist des Films, nmlich Darth Vaders Offenbarung, dass er Lukes Vater ist, und sein Angebot, mit ihm gemeinsam zu herrschen. Und diese Szenen waren allein durch Schaupltze und Charaktere direkt verwoben mit den Abenteuern von Lukes Freunden. Es ist alles derselbe Handlungsstrang.
    Reys Erkenntnisse zu der Macht und ihre Kmpfe gegen Kylo Ren und Snokes hingegen sind komplett losgelst von allem, was sich beim Widerstand ereignet. Vielleicht ist das der Kern des Problems - Rey ist von Anfang an woanders. Ihre Handlung ist losgelst, und hat nur peripheren Einfluss auf die anderen Entwicklungen. Niemand wei, dass sie gerade wichtige Entscheidungen trifft. Und auch Finns Abenteuer geschieht ohne Kenntnisse von vielen anderen Figuren. Dadurch fiebern die Figuren nicht gegenseitig mit, der Film wirkt zerstckelt und die Themen, die in Reys Szenen behandelt werden, sind zu losgelst von den restlichen Szenen.


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    Naja. Ich versteh das wirklich nicht so ganz, denn epische Szenen gab es imho so einige darin, sie waren nur eben nicht immer einseitig heroisch. [...] In den frheren Teilen waren es auch nicht irgendwelche willkrlichen Statisten, die tief philosophische Gesprche oder groe Offenbarungen hervorriefen. [...] Und was ist dagegen einzuwenden, wenn endlich mal jemand die Jedi profund und mit guten Grnden infrage stellt? War imho lngst berfllig.
    Okay, knnen wir diese Versuche, den Gesprchspartner lcherlich zu machen, bitte sein lassen? Denn das wirkt hier wirklich auf mich, als wolltest du mir Sachen in den Mund legen, die mich wie einen beleidigten Fanboy klingen lassen, der nicht wei, was er will oder nur altbackene Konzepte wiedergekut bekommen mchte.
    Wie gesagt, die besagten Szenen fand ich episch und cool, dennoch war ich enttuscht von dem Film und versuche hier einfach nur zu erklren, wieso das so ist. Ich denke, wenn die Szenen, die Themen haben, besser mit den Szenen verwoben gewesen wren, in denen einfach nur spannende/dramatische Entwicklungen passieren, htte der Film besser funktioniert. Das htte durch thematische Parallelen passieren knnen, aber eben auch ber Charaktere, die irgendwann Fragen zu den anderen Handlungsbgen stellen und dadurch einen Dialog erffnen, der als verbindendes Element fungiert. Ich wei nicht, was das soll, jetzt zu sagen "sowas gab's aber in den alten Episoden nicht", so als msste jedes einzelne Element des neuen Films ein quivalent in einem alten Film haben. Nebenbei bemerkt ist das natrlich Quatsch, es gab zum Beispiel den Statisten in Episode 4, der ber die Macht lstert, nur damit uns Darth Vader die Macht auf eindrucksvolle Weise demonstrieren kann.
    Und nein, es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Leute, speziell Luke, die Jedi kritisieren. Wei nicht, wie du drauf kommst, dass ich was dagegen haben knnte. Die Szenen fand ich mit am strksten und ich fand schade, dass sie nicht noch mehr ins Detail gegangen sind.

    Gendert von Schattenlufer (04.01.2018 um 02:18 Uhr)

  13. #93
    Wie Mark Hamel einmal sagte und die Emprung einer gesamten Fangemeinde auf sich zog .....

    "Es ist nur ein FILM !"

  14. #94
    @MeTa: Ja, ich habe es zwar nicht so empfunden, aber kann verstehen, dass die Sache mit dem Humor etwas ist, was einem den Film versauen kann, wenn man sich dran strt. Besonders da das in der ersten Hlfte immer wieder passiert. Habe zum Beispiel selbst einen ziemlichen Hass auf Slapstick-Elemente in ansonsten ernst gemeinten Drama-Filmen eines jeden Genres. Wrde mir Star Wars ungeniebar machen, wenn es darin zu viel davon gbe. Wenn man sehr enttuscht oder gar wtend ist, macht man sich keine Gedanken um die Wirkung der Worte - kenne ich. Und die Nebenhandlung mit Finn und Rose, von der ich eigentlich sogar noch mehr htte sehen wollen damit es schlssiger und sinniger ausgearbeitet wirkt, hat dafr, dass sie spter ins Leere luft, wirklich zu viel Zeit eingenommen.


    Zitat Zitat von Schattenlufer Beitrag anzeigen
    (Und komm mir bitte nicht mit "man muss dem Zuschauer ja nicht alles mit dem Holzhammer erklren", so wie du es weiter unten tust, nur weil ich deine Ansicht nicht teile.)
    Das war eine generelle Aussage, die ich ernst meine und die ich nicht "nur" auspacke, weil du meine Ansicht nicht teilst. Ja, The Last Jedi hat wenig ber Gesprche verdeutlicht, vielleicht zu wenig - hat sich Johnson wohl bei Abrams abgeschaut. Aber es ist andersherum auch nicht unbedingt die beste Idee, thematisch alles mglichst klar in den Dialogen unterzubringen, wie es in deinen Beispielen mehrfach auftaucht, weil sich das nunmal unheimlich schnell wie ein Holzhammer anfhlen kann. Mir sind subtilere Andeutungen und visuelles Storytelling nicht immer aber hufig lieber, auch auf die Gefahr hin, dass manche Elemente fr die Zuschauer untergehen. Raum fr Interpretationen kann auch was Feines sein. Ich glaube, ich habe whrend der Vorstellung noch nie so viel ber einen Film dieser Franchise nachgedacht. Das alleine macht Episode VIII fr mich bereits thematisch relevanter und interessanter als die meisten seiner Vorgnger. Wir brauchen nicht fr jede Frage eine ausgearbeitete Diskussion der Charaktere auf der Leinwand, wie teilweise in den Prequels. Wenn die richtigen Fragen an der richtigen Stelle gestellt werden, und sei es nur indirekt, dann erzielt das oft ganz alleine schon den ntigen Effekt.

    Das war fr mich hier der Fall. Bestimmte Themen tauchen immer wieder auf und werden aus unterschiedlicher Perspektive von verschiedenen Charakteren beleuchtet, zumindest meiner Meinung nach. Selbst wenn du den Part mit Finn, Rose und Poe komplett rausrechnest, ziehen sich die erwhnten Motive immer noch durch den Film bis hin zum Finale (Luke: "...und ich werde nicht der letzte Jedi sein."). Unter anderem ein paar professionelle Kritiker (glaube darunter war auch die New York Times, wei ich aber nicht mehr genau) sind zu dem selben Schluss gekommen wie ich unabhngig davon im Kino, auch wenn die damit nicht so ins Detail gingen, und in den Online-Diskussionen kam die Sache mit Erbe, Nachfolge, Umgang mit der Vergangenheit ebenfalls immer wieder zur Sprache. Das mag nur eine mgliche Sichtweise sein, aber zeigt mir persnlich, dass diese Gedanken nicht an den Haaren herbeigezogen oder konstruiert, sondern im Film selbst verankert sind.

    Zitat Zitat
    Die Idee, dass Finn so drauf sein knnte, kam mir tatschlich, wird so auch angedeutet, und das fast ohne Worte. Aber sie sind unter Zeitdruck und lassen letztenendes Taten sprechen. Htte es ja auch nicht schlecht gefunden, wenn Johnson da noch mit nem halben Satz mehr drauf eingegangen wre, aber so wie du es beschreibst klingt das fr mich sofort schon zu dick aufgetragen :-/ Glaube nicht, dass in der Situation Platz fr ein solches Gesprch gewesen wre, ohne dabei schmalzig oder gar George-Lucas-Level unglaubwrdig rberzukommen. Viele haben sich so wie es ist bereits darber beschwert, dass diese Nebenhandlung zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Jeder einzelne Satz mehr htte das nur fhlbar in die Lnge gezogen. Und ich htte im Austausch dafr ungern auf Roses knappe Erzhlung aus ihrer Vergangenheit verzichtet. Sie blieb so schon blass genug, das htte es imho nur noch schlimmer gemacht.

    Zitat Zitat
    cool und unerwartet, ja,aber problematisch, weil es einen Deal bricht, den ich in Episode 7 eingegangen bin, nmlich dass ich in Episode 7 mit dem Fehlen einer tieferen Erklrung der First Order leben kann in Erwartung einer etwas tiefergehenden Analyse im nchsten Teil.)
    So einen Deal bin ich brigens nie eingegangen. Ich sehe das vorrangig als Versumnis von Abrams und Kasdan in The Force Awakens. Damals schon. Dort htte man unter Bercksichtigung dieser fehlenden 30 Jahre zwischen den Trilogien meiner Ansicht nach bereits viel strker auf die Erste Ordnung (und den Widerstand und die Republik usw.) eingehen mssen. Stattdessen haben sie den Film so behandelt, als wre er der erste einer Franchise, nicht der siebte. Weil Hintergrundinformationen um dieses zeitlich neue Setting zu fllen kann man ja immer noch in Merchandise, Comics und Videospielen unterbringen >_> Der erste Teil einer Trilogie sollte dazu da sein, die Basis zu schaffen, was den zweiten Teil von der Notwendigkeit befreit, diese Grundlagen nochmal durchzukauen, um sich ganz auf die Handlung konzentrieren zu knnen. Ich nehme es Johnson nicht bel, dass er eine in vielerlei Hinsicht typische Fortsetzung geschrieben hat, die sich darum nicht schert, sondern (manchmal kompromisslos) die Geschichte weiterspinnt. Aber das nur am Rande.

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    Wo sehe ich die durchgngigen Themen in den alten Episoden? In Episode 4 ist da zum Beispiel das stndige Entdecken einer neuen, interessanten und gefhrlichen Welt. Jede nchste Szene zeigt etwas Neues und Abenteuerliches, und die Macht und die Dialoge ber sie verkrpern das ganz besonders. Luke fngt als Bauernjunge an, der sich nach Abenteuer sehnt, und findet am Ende einen Platz im Kampf gegen das Bse. Der Film ist durch und durch seine Coming-of-Age-Geschichte.
    Halte ich ehrlich gesagt fr kein explizites Thema. Der Film ist eine Space Opera mit massiven Pulp-Einflssen und streng nach dem klassischen Monomyth- /Hero's Journey-Modell aufgebaut. Alles was du sagst ist natrlich wahr, aber das ist ungefhr so, als wrde man das Thema eines Abenteuerfilms mit "Abenteuer" beschreiben. Zumal sich das alles so oder hnlich auch in so ziemlich jedem Film des selben Genres wiederfindet. Wenn man das heranzieht, unterstreicht es imho blo die Eindimensionalitt einiger der frheren Episoden. Soll nicht heien, dass das Modell was Schlechtes ist, im Gegenteil, ich liebe es. Aber besser wirds, wenn in diesem uerst groben Rahmen auch noch nher auf bestimmte Dinge eingegangen wird und ich etwas zum Grbeln bekomme.

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    Und meiner Meinung nach war die Verfhrung und die Macht der dunklen Seite ein klares Thema, das eben auch durch den Verrat durch Lando Calrissian aufgegriffen wurde (...)
    Letzteres ist auch nicht weniger konstruiert. Lando hatte mit dem Imperium zu tun, nicht direkt mit der dunklen Seite als Versuchung. Er hat die Gruppe auch nicht verraten, sondern wurde gentigt und hatte keine Wahl. Die Zukunft der ganzen Wolkenstadt stand auf dem Spiel.

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    Mglich, dass ein engerer Zusammenhang bzw. ein gemeinsamer Start der Gruppe die Geschichte besser gemacht htte, aber fr mich war das kein nennenswertes Problem. Viele groe Geschichten arbeiten mit Parallelhandlungen, die keinen oder nur wenig Einfluss aufeinander haben, und erst am Ende zusammenlaufen und sich gegenseitig beeinflussen. Siehe Herr der Ringe. Zwei Bcher/Filme lang sind Frodo, Sam und Gollum unterwegs nach/in Mordor. Hat trotzdem wunderbar funktioniert. Aber selbst wenn man diesen Faktor in The Last Jedi bemngelt, geht das in erster Linie auf die unvorteilhafte Ausgangslage zurck, mit der Abrams seinen Film beendet hat. Jeder ging davon aus, dass die Figuren mindestens fr eine Weile getrennt bleiben wrden. Htte auf mich seltsam gewirkt und die Wirkung massiv geschmlert (vielleicht sogar den ganzen Film zerstrt), wenn Johnson Reys Handlungsstrang mit Luke auf Ahch-To mglichst schnell abgefrhstckt htte, um die Leute wieder zu vereinen. Gerade dass Luke so lange zgert und es erst eine "Intervention der Macht" durch seinen alten Lehrmeister braucht, um ihn zum Eingreifen zu bewegen, hat mir gefallen. Luke war schon in der Originaltrilogie ein Dickkopf, schien mir logisch, dass das im Alter nur noch intensiver wird -_^ Auch ist es durchaus so, dass die anderen durch das Ende von Episode VII wissen, wohin und mit welchem Ziel Rey unterwegs ist, und erwhnen sie mehrfach. Der Einfluss war gering, aber vllig losgelst voneinander oder total anders als im allseits geliebten Empire Strikes Back war das auch nicht.

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    Okay, knnen wir diese Versuche, den Gesprchspartner lcherlich zu machen, bitte sein lassen? Denn das wirkt hier wirklich auf mich, als wolltest du mir Sachen in den Mund legen, die mich wie einen beleidigten Fanboy klingen lassen, der nicht wei, was er will oder nur altbackene Konzepte wiedergekut bekommen mchte.
    Wie gesagt, die besagten Szenen fand ich episch und cool, dennoch war ich enttuscht von dem Film und versuche hier einfach nur zu erklren, wieso das so ist.
    Ich mache berhaupt nichts lcherlich. Ich sehe die meisten dieser Dinge offensichtlich anders. Wo dir etwas fehlt, wurde ich thematisch bestens versorgt. Vielleicht verstehe ich einige deiner Ausfhrungen falsch, vielleicht haben wir auch schlicht unterschiedliche Definitionen, aber ich gehe nur auf das ein, was du schreibst. Du hast von dem "Blick auf das groe, epische Ganze" gesprochen - den habe ich trotz diverser Mngel mit diesem Film bekommen. Schade, dass du daran nicht auch so viel Freude hattest. Das mit dem beleidigten Fanboy ist alleine dein Eindruck, nicht meine Intention, jedoch ist es eine ziemliche Unterstellung, ich wrde hier versuchen, dich lcherlich zu machen.

    Zitat Zitat
    Und nein, es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Leute, speziell Luke, die Jedi kritisieren. Wei nicht, wie du drauf kommst, dass ich was dagegen haben knnte.
    Zitat: "Ich will nicht, dass ein anderer Charakter die Jedi infrage stellt" (Hatte ich auch weiter oben schon eingefgt).

    Wahrscheinlich ein Missverstndnis, aber sag mir nicht, ich htte das aus dem Zusammenhang gerissen. Danach gehst du nmlich darauf ein, was du stattdessen gerne gesehen httest. Falls du mit "anderer Charakter" eine der Hauptfiguren meintest und das dem unbedeutenden Soldaten gegenberstellen wolltest, war das missverstndlich formuliert, denn der unbedeutende Soldat (der nicht auf Ahch-To sein kann) macht in deinem Vorschlag etwas anderes, als die Jedi (inhaltlich, wie im Film durch Luke geschehen) grundstzlich infrage zu stellen, und bei Leias hypothetischer Reaktion sprichst du auch nur unspezifisch von etwas thematisch Relevantem. Klang fr mich halt so, als wrest du mit den entsprechenden Szenen im Film nicht einverstanden gewesen.

    Davon abgesehen begreife ich tatschlich nicht, wieso es eine Geschichte fr dich grer und epischer macht, wenn willkrliche Randfiguren die "Stichwortgeber" fr wichtige Dialogzeilen sind (oder war auch das anders gemeint?!). Mehr Statisten htte ich auch gerne, auch mit dem einen oder anderen Satz, um die Welt auf der Leinwand besser auszufllen und grer und lebendiger wirken zu lassen. Aber so zentrale Dinge wie Lukes berzeugungen sollten meiner Ansicht nach lieber auf die Figuren beschrnkt bleiben, die es direkt was angeht.

  15. #95
    Ich gehe jetzt nicht auf alles ein, ich denke nicht, dass es zu irgendetwas fhrt. Ganz ehrlich, mich rgert diese Art der Diskussion, wo jedes Wort angezweifelt wird und nicht versucht wird, einfach mal dem anderen seine Meinung zu glauben.

    Nein, ich htte nicht gewollt, dass Rey sofort wieder zurckkommt. Ich habe andere Ideen vorgestellt, mit denen ich eine thematische Verbindung zwischen den Handlungsstrngen herstellen wrde, ohne dass Rey physisch anwesend sein muss. Es reicht, wenn ber sie und die Relevanz ihrer Abenteuer geredet wird. Das machen Aragorn, Pippin etc. brigens stndig, Frodo ist zwar lange Zeit weg, aber nie aus ihren Gedanken, sie wissen was seine Aufgabe ist und mindestens einen Kampf kmpfen sie ausschlielich, um es Frodo einfacher zu machen, indem sie Sauron ablenken. Das ist GENAU die Art von Verbindung zwischen Handlungsstrngen, die sie da extrem gut gemacht haben, und die ich mir hier gewnscht htte.

    Was Episode 4 und 5 angeht, so sind das meiner Meinung nach einfach die groen Themen der Filme. Das sind die Themen, die die lngsten Dialogszenen bekommen und die den Filmen wichtig sind. Ich habe nie gesagt, dass das Thema etwas Anspruchsvolles sein muss. Fr mich muss es nur einen roten Faden darstellen. Und in Episode 5 war die bermacht und Bedrohung durch die dunkle Seite bzw. das Imperium allgegenwrtig, das sehe ich nicht als konstruiert, denn es steht bereits im Titel.

    Und meine Idee fr Finn und Rose ist groartig und berhaupt nicht zu dick aufgetragen! ;(
    Und mir hat Roses Backstory nichts gegeben, mir wre ein Dialog, der sie mir JETZT sympathisch und interessant macht, lieber gewesen.

    Zitat Zitat von Enkidu Beitrag anzeigen
    Ich mache berhaupt nichts lcherlich. Ich sehe die meisten dieser Dinge offensichtlich anders. Wo dir etwas fehlt, wurde ich thematisch bestens versorgt. Vielleicht verstehe ich einige deiner Ausfhrungen falsch, vielleicht haben wir auch schlicht unterschiedliche Definitionen, aber ich gehe nur auf das ein, was du schreibst. Du hast von dem "Blick auf das groe, epische Ganze" gesprochen - den habe ich trotz diverser Mngel mit diesem Film bekommen. Schade, dass du daran nicht auch so viel Freude hattest. Das mit dem beleidigten Fanboy ist alleine dein Eindruck, nicht meine Intention, jedoch ist es eine ziemliche Unterstellung, ich wrde hier versuchen, dich lcherlich zu machen.
    Ich habe dich darauf hingewiesen, dass du einige meiner Aussagen falsch verstehst, und deine Reaktion darauf war, sie auch nach der Richtigstellung falsch zu verstehen und zumindest scheinbar ins Lcherliche zu ziehen. Das kam mir unverschmt vor. Wenn es nicht so gemeint war, alles gut.

    Zitat Zitat
    Zitat: "Ich will nicht, dass ein anderer Charakter die Jedi infrage stellt" (Hatte ich auch weiter oben schon eingefgt).

    Wahrscheinlich ein Missverstndnis, aber sag mir nicht, ich htte das aus dem Zusammenhang gerissen. Danach gehst du nmlich darauf ein, was du stattdessen gerne gesehen httest. Falls du mit "anderer Charakter" eine der Hauptfiguren meintest und das dem unbedeutenden Soldaten gegenberstellen wolltest, war das missverstndlich formuliert, denn der unbedeutende Soldat (der nicht auf Ahch-To sein kann) macht in deinem Vorschlag etwas anderes, als die Jedi (inhaltlich, wie im Film durch Luke geschehen) grundstzlich infrage zu stellen, und bei Leias hypothetischer Reaktion sprichst du auch nur unspezifisch von etwas thematisch Relevantem. Klang fr mich halt so, als wrest du mit den entsprechenden Szenen im Film nicht einverstanden gewesen.

    Davon abgesehen begreife ich tatschlich nicht, wieso es eine Geschichte fr dich grer und epischer macht, wenn willkrliche Randfiguren die "Stichwortgeber" fr wichtige Dialogzeilen sind (oder war auch das anders gemeint?!). Mehr Statisten htte ich auch gerne, auch mit dem einen oder anderen Satz, um die Welt auf der Leinwand besser auszufllen und grer und lebendiger wirken zu lassen. Aber so zentrale Dinge wie Lukes berzeugungen sollten meiner Ansicht nach lieber auf die Figuren beschrnkt bleiben, die es direkt was angeht.
    Also erst einmal hast du das natrlich komplett aus dem Zusammenhang gerissen. Ich wei nicht, wie ich es noch verstndlicher machen kann.
    Schattenlufer: "Die Frage, warum Luke bzw. die Jedi fr den Widerstand so wichtig sind, dass groer Aufwand betrieben wird ihn zu finden, htte gestellt werden knnen. Damit Leia dann darber redet. Die Frage kann ja einfach von irgendeinem Soldaten kommen."
    Enkidu: "Nur Luke sollte die Jedi kritisieren."
    Schattenlufer: "Ich will doch gar nicht, dass jemand die Jedi kritisiert. Es soll z.B. ein Soldat eine Frage in den Raum werfen, damit Leia eine coole Antwort darauf geben kann und der Teil mit dem Widerstand etwas von der Epik des anderen Teils abkriegt und der rote Faden klarer wird."
    Enkidu: "Wieso willst du nicht, dass die Jedi kritisiert werden? Und warum ist es episch, wenn Statisten Fragen stellen?"

    Es ging nie darum, ob Jedi kritisiert werden sollten oder nicht. Das hast du nur da reingelesen und ich versuche dir zu sagen, dass ich von etwas ganz anderem rede.
    brigens, der "Statist" (deine Wortwahl) htte ruhig auch Holdo, Akbar oder sonst jemand sein knnen, der in der Resistance Bedeutung hat. Es war mir schlichtweg egal, wer das Thema anspricht.

  16. #96
    Zitat Zitat von Schattenlufer Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich, mich rgert diese Art der Diskussion, wo jedes Wort angezweifelt wird und nicht versucht wird, einfach mal dem anderen seine Meinung zu glauben.
    Was mich ursprnglich so aufgestachelt hat war die Aussage, dass das, was ich an dem Film mit am meisten zu schtzen wusste und was ihn fr mich von seinen Vorgngern positiv abhebt, angeblich gar nicht existiere. Daraufhin habe ich versucht, meine Sichtweise zu erlutern, um das begreiflich zu machen. Mir geht es nicht darum, irgendeine Meinung zu ndern, aber es ist auch nicht gerade erbaulich, wenn die meiste Zeit so abgeblockt wird, als wren diese Dinge weit hergeholt und abwegig, ohne wenigstens die Mglichkeit in Betracht zu ziehen, dass man das so sehen kann, oder einzurumen, dass es dafr diverse Anhaltspunkte gibt. Auch wenn diese Auffassung insgesamt letztenendes nicht geteilt wird.

    Ein kurzer Dialog kann etwas thematisieren. Wenn es nur ein oder zwei Szenen betrifft, dann handelt es sich wahrscheinlich nicht um das Thema des ganzen Filmes, kann diesen aber trotzdem bereichern (wie etwa die Sache mit den Waffenhndlern oder Arm und Reich in Canto Bight). Verstehe, dass dir das nicht weit genug ging, aber ich fand es toll, dass sie so etwas berhaupt mal eingebaut haben. Das Thema, das ich jedoch dem Film als Ganzes zuschreibe und nun schon mehrfach erwhnt habe, zieht sich aber abschnittweise durch die komplette Laufzeit, selbst wenn du die deiner Meinung nach abwegigeren Verbindungen rausrechnest und es ausschlielich auf Luke und Rey und Kylo beziehst. Dass sich der Film mindestens in diesen Szenen intensiv damit beschftigt, steht fr mich und manch anderen vllig auer Frage. Wenn fr dich eine Star Wars Episode oder generell ein Film nur dann einen roten Faden bzw. ein Thema hat, wenn sich dieses in ausnahmslos allen Handlungsstrngen eindeutig wiederfindet, dann akzeptiere ich das, obgleich mir dieser Anspruch etwas zu hoch gegriffen scheint.

    Und nur frs Protokoll: Ich habe bereits im Kinosessel ber diese Verbindungen auch und gerade in Bezug auf Kylo Rens Werdegang nachgedacht und denke nicht, dass ich da der einzige war. Das war mehr als nur ein Machtvakuum nach dem Kampf im Thronsaal, schlielich war Snoke sein Meister und Kylo spricht nicht umsonst darber, Jedi und Sith hinter sich und die Vergangenheit sterben zu lassen. Das war nichts, was man sich erst spter zu Hause zusammenreimen muss. Wenn ich meine, dass der Umgang mit der Vergangenheit ein zentraler thematischer Aspekt ist, und dieser Aspekt wie hier an einigen der dramatischsten Stellen wortwrtlich genannt wird, dann geht das eigentlich kaum offensichtlicher. ber Poe und Finn und Rose kann man sich streiten, aber Kylo steckt da so tief drin wie es nur geht, schon alleine durch seine Hintergrundgeschichte mit Luke.

    Zitat Zitat
    Ich habe nie gesagt, dass das Thema etwas Anspruchsvolles sein muss.
    Ich hab lieber was halbwegs Anspruchsvolles, auch wenn es dafr nicht so durchgngig behandelt oder in den Vordergrund gerckt wird Habe brigens nie bezweifelt, dass die Gefahr und Versuchung durch die dunkle Seite in Empire Strikes Back wesentlich ist. Ich finde nur nicht, dass ausgerechnet Lando da ein passendes Beispiel ist.

    Zitat Zitat
    Also erst einmal hast du das natrlich komplett aus dem Zusammenhang gerissen.
    So wie du die Konversation darstellst, ist das nicht wirklich gelaufen. Wir haben aber gewiss heftig aneinander vorbei geredet. Aus deinem ursprnglichen Beitrag ging nicht eindeutig hervor, dass du blo zustzliche Szenen meintest, die sich neben Luke mit den Jedi beschftigen, wegen dem extrem irrefhrenden Satz "Warum brauchen wir Luke berhaupt, das htte irgendjemand fragen knnen, um dann von Leia eine pathetische Antwort zu bekommen." Httest du die ersten fnf Worte in Anfhrungszeichen gesetzt und nicht nur mit Kommata getrennt, she das schon anders aus und es wre wahrscheinlich nie zu diesem Durcheinander gekommen

    Ich erkenne jetzt, dass du versucht hast, es danach nochmal zu erklren, aber das hat die Verwirrung mit deinen weiteren Ausfhrungen (u. a. Verquickung von Dialogbeispiel und "Blick auf das groe, epische Ganze") fr mich irgendwie nur noch schlimmer gemacht. Vielleicht htte ich mir den Kram aus dem vorletzten Beitrag aber auch einfach noch fnfmal genauer durchlesen mssen, bis es endlich Sinn ergibt. War an dem Abend wohl zu viel Material. Als ich daraufhin offen zugab, dass ich immer noch nicht kapiert htte, was du meintest, kamst du allerdings sofort mit der Anschuldigung vonwegen Lcherlichmachen.

    Mit solchen Szenen wie du sie vorschlgst htte ich durchaus kein Problem gehabt. Etwas ber Sinn und Unsinn von Reys Mission nach dem Ende von Episode VII oder andere allgemeine Aussagen, die fr eine strkere Verbindung der Handlungsstrnge htten sorgen knnen, indem sie die Jedi tangieren... ja, das wre mit fast jeder Figur mglich gewesen. Allerdings ist es tricky, die Macht effektiv zu thematisieren, wenn es nur so wenige Charaktere auf Seiten der Helden in der Geschichte gibt, die direkt mit ihr zu tun haben. Auerhalb von Rey und Luke auf Ahch-To kam dafr wirklich nur noch Leia infrage, aber die war ja leider ber einen groen Teil des Films verhindert.

  17. #97
    Zitat Zitat von Enkidu Beitrag anzeigen
    Was mich ursprnglich so aufgestachelt hat war die Aussage, dass das, was ich an dem Film mit am meisten zu schtzen wusste und was ihn fr mich von seinen Vorgngern positiv abhebt, angeblich gar nicht existiere. Daraufhin habe ich versucht, meine Sichtweise zu erlutern, um das begreiflich zu machen. Mir geht es nicht darum, irgendeine Meinung zu ndern, aber es ist auch nicht gerade erbaulich, wenn die meiste Zeit so abgeblockt wird, als wren diese Dinge weit hergeholt und abwegig, ohne wenigstens die Mglichkeit in Betracht zu ziehen, dass man das so sehen kann, oder einzurumen, dass es dafr diverse Anhaltspunkte gibt. Auch wenn diese Auffassung insgesamt letztenendes nicht geteilt wird.
    Okay, fair enough. Ich habe ziemlich viele deiner Aussagen abgeblockt, tut mir leid dass es wie ein Nichtzulassen deiner Meinung rberkam.
    Ich hab mich eher in einer Verteidigungshaltung gesehen, d.h. dass meine Sichtweise kritisiert wurde, und daher habe ich eben deine Argumente zurckgewiesen, weil ich sie nicht teile. Ich wollte aber nie ihre Legitimitt als persnliche Meinung in Frage stellen.

    Zitat Zitat
    Ein kurzer Dialog kann etwas thematisieren. Wenn es nur ein oder zwei Szenen betrifft, dann handelt es sich wahrscheinlich nicht um das Thema des ganzen Filmes, kann diesen aber trotzdem bereichern (wie etwa die Sache mit den Waffenhndlern oder Arm und Reich in Canto Bight). Verstehe, dass dir das nicht weit genug ging, aber ich fand es toll, dass sie so etwas berhaupt mal eingebaut haben.
    Ich auch! Ich fand das auch spannend und hab mich gefreut, dass sie mal etwas interessantere Fragen stellen (das fing auch schon in Episode 7 an und mochte ich dort auch). Wir reden hier ja nur im Kontext "war das etwas, das ich unter einem Thema des Films verstehe", und da ist es fr mich ein klares Nein. Um ein Thema des Films zu sein, htte es relevanter fr die Story sein mssen.

    Zitat Zitat
    Das Thema, das ich jedoch dem Film als Ganzes zuschreibe und nun schon mehrfach erwhnt habe, zieht sich aber abschnittweise durch die komplette Laufzeit, selbst wenn du die deiner Meinung nach abwegigeren Verbindungen rausrechnest und es ausschlielich auf Luke und Rey und Kylo beziehst. Dass sich der Film mindestens in diesen Szenen intensiv damit beschftigt, steht fr mich und manch anderen vllig auer Frage. Wenn fr dich eine Star Wars Episode oder generell ein Film nur dann einen roten Faden bzw. ein Thema hat, wenn sich dieses in ausnahmslos allen Handlungsstrngen eindeutig wiederfindet, dann akzeptiere ich das, obgleich mir dieser Anspruch etwas zu hoch gegriffen scheint.
    Wir sind uns einig, dass die Szenen von Rey thematisch stark waren und generell "gut". Aber meine Meinung ist, dass sie zu losgelst vom Rest des Films sind. Vielleicht habe ich nicht klar genug gemacht, dass "thematische Verbindung" fr mich einfach ein Mittel zum Zweck wre, um einen Bezug herzustellen - aber halt ein sehr elegantes. Ein anderes wren die erwhnten Dialoge/Szenen, die die Verbindung der Handlungsstrnge verstrken, auch wenn sich diese nicht kreuzen. Wie gesagt, Herr der Ringe hat das ganz gut hinbekommen.
    Aber ich muss wirklich betonen, dass das entscheidend ist fr mich - ganz berspitzt gesagt, wenn ich Szenen aus Citizen Kane in einen Transformers-Film schneide, dann haben diese Szenen natrlich trotzdem ihre alten Strken, aber ich muss dafr sorgen, dass sie im Kontext Sinn ergeben und den Film als Ganzes aufwerten.
    So schlimm ist es natrlich nicht, aber es ist schon der Punkt, wo der Film fr mich nicht zusammenkommt und dann diesen faden Beigeschmack hinterlsst, obwohl einzelne Szenen hervorragend sind.

    Zitat Zitat
    Und nur frs Protokoll: Ich habe bereits im Kinosessel ber diese Verbindungen auch und gerade in Bezug auf Kylo Rens Werdegang nachgedacht und denke nicht, dass ich da der einzige war. Das war mehr als nur ein Machtvakuum nach dem Kampf im Thronsaal, schlielich war Snoke sein Meister und Kylo spricht nicht umsonst darber, Jedi und Sith hinter sich und die Vergangenheit sterben zu lassen.
    Was ich als "nach dem Kino"-Analyse sehe, ist die Einordnung in ein "Erbe und Nachfolge"-Thema, welches du auch in den Szenen mit Leia, Holdo und Poe gesehen hast, ich aber im Rest des Films berhaupt nicht sehe und in dieser Szene mit Kylo und Rey zumindest nicht "spre". Befreiung von alten Lehren und Fesseln, ja! Hinterfragung des Festhaltens an der Vergangenheit steckt auch bei beiden Charakteren mit drin. "Erbe und Nachfolge" impliziert fr mich aber einen viel strkeren Einfluss der lteren Generationen, als ich ihn hier sehe/als er hier angesprochen wurde (weder Snoke noch Kylo erwhnt ihre Beziehung als Lehrer und Schler in irgendeiner Weise, wenn ich mich recht erinnere). Gerade auch weil wir ber Snoke und Reys Eltern nichts weiter erfahren und Rey ja sogar geradezu "vergangenheitslos" ist , spre ich hier nicht die groe Relevanz von Erbe und Nachfolge. Aber wie ich schon meinte, das kann trotzdem ein guter Aufhnger fr eine Interpretation sein, den ich nicht schlechtreden will. Und wenn du im Kino direkt an Erbe und Nachfolge gedacht hast, dann glaube ich dir das - dann haben wir wohl einfach wirklich andere Gedankengnge.

    Zitat Zitat
    wegen dem extrem irrefhrenden Satz "Warum brauchen wir Luke berhaupt, das htte irgendjemand fragen knnen, um dann von Leia eine pathetische Antwort zu bekommen." Httest du die ersten fnf Worte in Anfhrungszeichen gesetzt und nicht nur mit Kommata getrennt, she das schon anders aus und es wre wahrscheinlich nie zu diesem Durcheinander gekommen
    Okay, jetzt sehe ich, wo das Missverstndnis herkommt. Der Satz ist missverstndlich und grammatikalisch mies, zugegeben! Wobei es meiner Meinung nach im Kontext keinen Sinn macht, ihn anders zu verstehen, weil dann die Aussage des Absatzes ja wre "von den Szenen mit Luke her htte es sich angeboten, noch viel mehr auf die Frage nach dem Sinn der Jedi zu fragen - und man htte Luke aus dem Film streichen sollen". What?
    Aber du hast Recht, nchstes Mal formuliere ich das klarer.

    Zitat Zitat
    Mit solchen Szenen wie du sie vorschlgst htte ich durchaus kein Problem gehabt. Etwas ber Sinn und Unsinn von Reys Mission nach dem Ende von Episode VII oder andere allgemeine Aussagen, die fr eine strkere Verbindung der Handlungsstrnge htten sorgen knnen, indem sie die Jedi tangieren... ja, das wre mit fast jeder Figur mglich gewesen. Allerdings ist es tricky, die Macht effektiv zu thematisieren, wenn es nur so wenige Charaktere auf Seiten der Helden in der Geschichte gibt, die direkt mit ihr zu tun haben. Auerhalb von Rey und Luke auf Ahch-To kam dafr wirklich nur noch Leia infrage, aber die war ja leider ber einen groen Teil des Films verhindert.
    Fr mich wre es tatschlich auch interessant gewesen zu hren, was sich Leute in der Resistance, die keinen Bezug zur Macht haben, von der Luke-Suche erhofften. Fr sie ist er eine Legende, fr Leia ist er "nur" ihr Bruder. Und die Legendenbildung wird ja auch als Thema aufgegriffen - zunchst sieht Luke diesen Aspekt sehr kritisch und ist verbittert darber, spter macht dann eine weitere Legende um ihn die Runde und schafft es bis zu diesen Kindern am Ende. Und die Helden der Resistance werden natrlich am Anfang von Rose wie Stars behandelt, was auch in dieses Bild passt. Von daher htte es gut in den Film gepasst und htte meiner Meinung nach mit nur einer Dialogszene diese verschiedenen Anstze und Szenen verbinden knnen, um daraus auch ein groes Thema der Story der Resistance zu machen.

    Gendert von Schattenlufer (05.01.2018 um 11:18 Uhr)

  18. #98
    Sorry fr den Doppelpost, aber diese beiden Kritiken habe ich gerade gefunden, fand ich sehr fair und ich stimme ziemlich zu 100% mit den Punkten berein.

    https://www.the-fanboy-perspective.c...last-jedi.html
    (In diesem Fall passt auch der Hintergrund des Autors perfekt zu mir - ich bin kein Riesenfan und kenne mich nicht perfekt im SW-Universum aus, aber mag die Filme, und ich mochte The Force Awakens sehr gerne wegen genau den Dingen die er positiv erwhnt.)

    https://www.facebook.com/ericdwebb/p...06029779136167
    (Sehr hnliche Punkte, aber trotzdem interessant und ich mag die Erkenntnis, dass Kylo Ren in beiden Filmen jeweils den Film selbst perfekt verkrpert - in Ep. 7 sehr auf die Vergangenheit fokussiert, in Ep. 8 dagegen smtliche Brcken zur Vergangenheit einreiend.)

    Aber ja, die Punkte hier sind sehr gut und greifen Vieles auf, das ich mich whrend des Films gefragt hatte oder treffen den Kern dessen, was ich oben mit fehlenden thematischen Verbindungen etc. zu erklren versuchte.

  19. #99
    Hab jetzt auch die Episode VIII gesehn. Solider Film. Ich fand ja die lteste Trilogie am besten. Bei den dann folgen den I bis III auch nich schlecht diese, mit Ausnahme von III. Den fand ich extrem schlecht. War mir bissl zu langweilig - ich guck halt auch immer auf Handlung, Charaktere. Aber ist halt bei Filmen die hauptschlich drauf ausgelegt sind lockere Kost fr die Familie - und viel Special Effekts und Kmpfe gut vs. bse zu bieten - eher weniger.

    VII war eher langweiliger. VIII besser wie VIII. Aber reicht bisher noch nich an die vorigen Filme ran. Mich strt bei sowas immer dass man halt weniger mit den Charakteren mitfhlt bzw. die einem eher egal sind, da die Filme actionlastig sind. (ber Plot und Backgrounds mach ich mir deshalb keine Gedanken gro wie manche eingefleischte SW-Fetischisten es tun.) Die ganzen "Seiten"-Geschichten lenken auch nur ab - wenn ein paar Leute vom Kriegsschauplatz weg sind was anderes machen und am Ende erst alle zusammengefhrt werden. Da wo die Action ist, da liegt auch die Spannung. Taktieren, angreifen, etc.

    Da hatte VIII schon ein paar gute Szenen und Charaktere die mir auch kurz gefielen:
    Ich sach mal 6-7/10 Punkten. Nich schlecht, aber auch kein must-see. Fr die eingefleischten Fans natrlich schon.

  20. #100
    So, auch endlich geschafft! ^^

    Kontext: Ich bin immer noch nicht der grte Fan der Star-Wars-Filme.
    Fr mich ist The Last Jedi der bisher beste Star-Wars-Film, was ganz eindeutig daran liegt, dass die Sachen, die mich an Star Wars faszinieren, hier am besten funktioniert haben. Es gibt zwar vieles, was ich doof oder berflssig fand, aber im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Filmen der Reihe konnte dieser hier punkten, wo es fr mich persnlich ernsthaft zhlt, nmlich in seiner Epik, in seinen Interaktionen, in seinem philosophischen Bullshit-Unterbau, in seinen Eindrcken und vor allem seinen krassen Momenten. Gawd, waren das viele. wirklich. krasse. Momente. *__*
    Vom Pacing her hat es sicher auch geholfen, dass die meisten Sachen, die ich als merklich strend empfand, im zweiten Drittel passiert sind, whrend das dritte Drittel ziemlich perfekt war. ^^'' Htten sie das irgendwie umgedreht, htte da ein ganz anderer Eindruck herauskommen knnen. Letztlich hat es der Regisseur aber geschafft, meine Skepsis und Genervtheit problemlos wegzufegen, und das ist genau das, was ich von so einem Film will. Also ja, gebt ihm BITTE die nchste Trilogie, damit er von Null anfangen kann. Die meisten Sachen, die hier doof waren, haben so ein bisschen nach Altlasten und uerem Einfluss gerochen.

    Bin aber auch sehr gespannt, was aus dem nchsten wird, gerade mit JJ im Stuhl. Kylo Ren ist ja schon seit Episode VII ein toller Charakter, aber dadurch fehlt Star Wars jetzt halt das erste Mal ein klassischer Schurke. Eigentlich haben sie nur wenige Mglichkeiten: Sie bringen Snoke zurck (no), fhren einen neuen Schurken ein oder versuchen, den groartigen Hux zu einer ernsthaften Bedrohung zu machen (pls don't, JJ), oder sie gehen die Handlung von einer Richtung an, die eben nicht mehr auf Klassisch Gut gegen Klassisch Bse hinausluft. Was ich ja ernsthaft groartig fnde.

    Die letzte Seite Zitatschlacht war mir brigens zuviel, die hab ich nur noch berflogen.

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