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Thema: Landtagswahlen und anderer "Kleinkram"

  1. #1

    Landtagswahlen und anderer "Kleinkram"

    Zitat Zitat
    Klöckner nimmt an Elefantenrunde teil

    Die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Julia Klöckner, wird an der sogenannten Elefantenrunde im SWR teilnehmen. Ihre Zusage verband sie mit massiver Kritik an Ministerpräsidentin Dreyer.

    Wer an einer Diskussionssendung drei Tage vor der Wahl im öffentlichen-rechtlichen Fernsehen teilnehme, "darüber haben wir (die Spitzenkandidaten, Red.) nicht zu entscheiden", kritisierte Klöckner erneut die Absage von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Diese hatte sich "aus ganz persönlichen Gründen" geweigert, in einer Sendung gemeinsam mit einem Vertreter der rechtspopulistischen AfD teilzunehmen. Dreyer wirft der AfD vor, teilweise rechtsextreme Positionen zu vertreten.

    "Ich will mich dem Diskurs stellen", sagte die CDU-Spitzenkandidatin am Donnerstag in Mainz. "Wenn wir die Bürger ernst nehmen und auch wollen, dass sie zur Urne gehen, dann sollten wir auch sagen, wofür wir stehen und uns nicht entziehen." Sie zeigte sich enttäuscht, dass es nicht beim Format aller Spitzenkandidaten bleibe wie erst geplant.

    Nach der Absage Dreyers hatte der Südwestrundfunk (SWR) zunächst nur die Spitzenkandidaten von CDU, SPD und Grünen eingeladen. Die Vertreter von FDP, AfD und Linken sollten per Interviews eingespielt werden. Daraufhin hatte CDU-Landeschefin Klöckner ihre Teilnahme abgesagt. Weil der SWR die Fernsehrunde retten wollte, erklärte die SPD am Mittwoch, dass sie anstelle der Ministerpräsidentin nun ihren Landesvorsitzenden Roger Lewentz in die Sendung schickt.

    SPD verteidigt Kehrtwende
    SPD-Generalsekretär Jens Guth verteidigte die Kehrtwende seiner Partei. "Wir haben jetzt für uns in einem Ringen diese Lösung gefunden, die nicht einfach war, weil wir der Meinung sind, dass die AfD auf diesem Format nichts zu suchen hat", sagte Guth. "Deshalb stand für uns die Frage: Bleibt dieser Stuhl leer und werden wir hinnehmen, dass Äußerungen getätigt werden, denen wir nicht widersprechen können, oder nimmt jemand die Position der SPD wahr?"

    Klöckner sagte, es dürfe nie wieder der Eindruck einer Absprache entstehen.

    In Baden-Württemberg bahnt sich eine TV-Debatte ohne die AfD an. Dort hatten sich SPD und Grüne geweigert, mit der AfD an einem Tisch zu sitzen - und dabei bleibt es voraussichtlich.

    Quelle
    Zitat Zitat
    Kretschmann und Schmid nehmen trotz AfD teil

    Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) und Wirtschaftsminister Schmid (SPD) nehmen beide an der "Elefantenrunde" im SWR Fernsehen teil. Zuvor hatten sie noch wegen der AfD abgesagt.

    Nach der erneuten Aufforderung von SWR Intendant Peter Boudgoust, dem ursprünglichen Konzept der Elefantenrunde zu folgen, haben die Spitzenkandidaten von Grünen und SPD, Ministerpräsident Kretschmann und sein Stellvertreter Nils Schmid, dem SWR doch noch ihre Teilnahme zugesagt.

    Extremismus als Thema
    In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten die Politiker, die AfD sei keine normale Partei wie die anderen, sondern vertrete rechtspopulistische bis rechtsradikale Inhalte. "Deshalb schien uns ein herkömmliches Veranstaltungsformat zur Landtagswahl nicht angemessen zu sein." Der SWR habe aber deutlich gemacht, dass dieser Extremismus in der erweiterten "Elefantenrunde" um AfD und Linkspartei eine zentrale Rolle spielen werde. Damit sei auch die direkte Auseinandersetzung mit dem rechtsradikalen Kern der AfD möglich. "An einer solchen Debatte werden wir teilnehmen und die AfD stellen."
    Insgesamt mehrere Podiumsdiskussionen geplant

    Am Freitag war zuvor noch bekannt geworden, dass die Spitzen der baden-württembergischen grün-roten Regierungskoalition und der AfD in Podiumsdiskussionen der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten" zur Landtagswahl aufeinander treffen werden. Daraufhin hatte SWR Intendant Boudgoust mitteilen lassen, die "Elefantenrunde" im SWR Fernsehen Baden-Württemberg sei das beste Podium, um alle Positionen kritisch zu hinterfragen - gerade auch extremistische. "Das war von Anfang an unser Konzept", so Boudgoust.

    Quelle
    Ist den Herren Politikern wohl doch noch aufgefallen, dass ihre Weigerung nicht allzu gut angekommen ist. Wenn ich mir aber Kretschmanns Aussagen so durchlese, habe ich das Gefühl, dass sie bei diesen "Gesprächsrunden" lieber Boxhandschuhe und Eimer voll Schlamm statt Mikrofone verteilen sollten.

    Geändert von Liferipper (19.09.2016 um 11:02 Uhr)

  2. #2
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Ist den Herren Politikern wohl doch noch aufgefallen, dass ihre Weigerung nicht allzu gut angekommen ist. Wenn ich mir aber Kretschmanns Aussagen so durchlese, habe ich das Gefühl, dass sie bei diesen "Gesprächsrunden" lieber Boxhandschuhe und Eimer voll Schlamm statt Mikrofone verteilen sollten.
    Ich dachte eher an Beutel mit Hundekot und Wasserpistolen mit Rinderbrühe wie in der guten alten Zeit. Und es soll bitte jemand auf die Bühne geschickt werden, der den AfD-Vertretern eine Ohrfeige verpasst und sie mit "Nazi, Nazi" beschimpft. Da kommt dann so richtig Nostalgie auf. Generell sollten sie am besten die Drehbuchschreiber von RTL ins Boot holen. Die können dann so richtig schön was aus der Debatte rausholen. Wenn die Leute erstmal bei ihren Känguru-Hoden gepackt sind und die Zuschauer dann per Telefon jemanden aus dem Container voten können, dann hat die Sendung ihre Einschaltquoten sicher. Die richtige Werbung ist ja jetzt im Vorfeld seitens der regierenden Parteien schon gelaufen.

    So wie AfD-Vertreter zuletzt bei verschiedentlichen Gelegenheiten in Talk-Runden versagt haben, verstehe ich ehrlich nicht, warum man sich sonst vorab so ziert, um ihnen in der Diskussion mal die Hammelbeine lang zu ziehen. Abgesehen davon mit AfD und Linken könnte das endlich mal wieder eine echte Fernsehdebatte geben, wo die Leute sich nicht in ihren Konfortzonen verschanzen, wobei man sich wohl wirklich nur in der Extremismusdebatte wirklich nahe kommen wird, weil da das Parkett ohne Rücksichten bespielt werden kann. Die Linke ist da ein interessanter Schachzug, weil der Herr Ramelow sich ja im letzten Jahr noch über die nach wie vor anhaltende Nachstellung des Verfassungsschutzes gegenüber Mitgliedern seiner Partei beklagt hatte und die Linken eigentlich auch noch aus der guten alten Adenauer-Zeit wissen sollten, wie es ist einer gesellschaftlich nicht geteilten politischen Strömung anzugehören. Aber ich glaube nicht, dass man sich da für das Recht eher für die Selbstgerechtigkeit stark machen wird.

    Ich gehe mal davon aus, dass jeder nach Möglichkeit versuchen wird sich an der AfD in den Debatten schadlos zu halten.

  3. #3
    Da haben mittlerweile viel Leute Angst vor der AfD. Nur was wollen wir mit denen. Erinnert Euch, in einigen Landtagen sitzen auch noch Piraten. Ohne Programm. Ausser Geld verdienen machen diese Herren und Damen nichts

  4. #4
    Zitat Zitat von obispo Beitrag anzeigen
    Da haben mittlerweile viel Leute Angst vor der AfD. Nur was wollen wir mit denen. Erinnert Euch, in einigen Landtagen sitzen auch noch Piraten. Ohne Programm. Ausser Geld verdienen machen diese Herren und Damen nichts
    Abgesehen davon, dass sie nicht gerade Opposition zum gegenwärtigen Hauptthema (Flüchtlinge) sind, wir da von rechts eine Oppositionspartei sicher vertragen können, kann ich nicht sagen, dass ich unfroh wäre, wenn die Piraten angesichts der Entwicklungen, die wir im 1.984-Thread besprechen, etwas dominanter in den Parlamenten vertreten wären, unabhängig von den anhaltenden internen Problemen.

  5. #5

    Gast-Benutzer Gast
    Auch wenn man nur den Kopf schütteln kann was da so von sich gegeben wird, Haben Sie eines definitiv hinbekommen. Jeder und überall wird über die AfD geredet.

    Davon abgesehen sind die wahlplakete auch mal wieder klasse - ähneln jedes Jahr immer mehr Bild Zeitung Schlagzeilen - Ohne Inhalt .

  6. #6
    Zitat Zitat von Sir Barett Beitrag anzeigen
    Auch wenn man nur den Kopf schütteln kann was da so von sich gegeben wird, Haben Sie eines definitiv hinbekommen. Jeder und überall wird über die AfD geredet.

    Davon abgesehen sind die wahlplakete auch mal wieder klasse - ähneln jedes Jahr immer mehr Bild Zeitung Schlagzeilen - Ohne Inhalt .
    Solange sie nicht auf das Niveau der Wahlplakate der Studentenparteien absinken, die (wie jedes Jahr) zu gefühlt 75% vergessen, wenigstens ihren Parteinamen mit aufs Plakat zu schreiben... Wobei hey, die Phrasen sind auch so generisch, da ist's eigentlich egal, wessen Plakat das ist.
    Und da wundert sich die Uni dann über die katastrophale Wahlbeteiligung.

    Geändert von BDraw (06.02.2016 um 13:31 Uhr)

  7. #7
    Bei uns in BaWü wurden jemand angeschossen, als er ein Plakat der AFD aufhängen wollte, so viel zum Thema radikal...

  8. #8
    Man kann es aber auch irgendwie übertreiben mit der AfD. Sicherlich ist sie eine Partei, die Deutschland gewissermaßen spaltet und wie es schon erwähnt wurde zum Diskutieren bringt. Würden Petry oder Höcke mal ihre Schandfressen halten, würden sie von anderen Politikern oder Medien weit nicht so weit rechtsradikal eingeordnet werden, so sehe ich sie nämlich auch nicht. Zumindest unser Kreisverband ist noch nie nennenswert verbal über das Ziel hinausgeschossen und hat sich zu solchen Äußerungen hinreißen lassen wie es Petry und Höcke tun. Ich persönlich sehe sie rechts von zum Beispiel der CDU, würde sie aber keinesfalls als rechtsradikal oder rechtspopulistisch bezeichnen. Das ist nach meiner Einschätzung wirklich ein bisschen hoch gegriffen.

  9. #9
    Ich würde raten einmal das Wahlprogramm der AFD durchzulesen, ansatt das Gelaber von diesen uncharismatischen Pfeiffen wie Maas, Stegner, Oppermann,Steinmeier, den Grünen+Linken,etc. einfach zu glauben.

    Eine rechtsextreme Partei ist wohl kaum für Einwanderung von Migranten nach dem kanadischen Vorbild.

  10. #10
    Es wäre extrem dumm von der AfD, ihr Wahlprogramm auf irgendwas ernsthaft Rechtes zu fokussieren. Die Leute, die Wahlprogramme lesen, sind schließlich nicht die, die eine Partei für ihre rechtsextremen Anwandlungen wählen (die wählen sie sowieso schon, keine Sorge), sondern die, die darauf hoffen, eine inhaltliche Alternative zu finden.

    Davon abgesehen ... Wahlprogramme. :<

  11. #11
    Außerdem geht es der AfD in unserer Stadt nicht darum, die Flüchtlinge zu isolieren und heimzuschicken, sondern darum, bald auch mal eine Grenze zu ziehen, weil Gießen als Kommune mit Flüchtlingen aus fast allen Nähten platzt und man sich als Bürger langsam wirklich fragt, wie wir den ganzen Ansturm der Flüchtlinge standhalten sollen. Ein Schäuble ist eben der Meinung, dass es wichtiger sei, in jeden Flüchtling zu investieren, der wie einer ausschaut und ihn auf Hölle komm raus zu integrieren egal wie wenig er sich bereit dazu fühlt.



    Damit stellt er Familien oder etwa das komplette Gesundheits/Rentensystem komplett in den Hintergrund und lässt diese Themen unrelevant erscheinen.

    Ernsthaft: Die Blauen haben mittlerweile ne Zeit lang schon nen Stand bei uns in der Fußgängerzone und immer wird gut hörbar geschimpft und ihnen einmal vor die Füße gespuckt, dass das Nazis sind. Ich habe es noch nie erlebt, dass mal jemand an den Stand kommt und sagt: "Eure Leitlinien sind scheiße, lasst mich erläutern, warum ich die scheiße finde...". und so etwas wird es wohl auch nicht geben. Da wird mal wieder das wiedergeben, was gelesen und gehört wurde, ohne sich selbst davon ein vernünftiges Bild zu machen. Das kann nämlich irgendwo auch nicht sein.

  12. #12
    Ich denke viele finden es einfach "cool", dass sie jetzt wieder was zum hetzen und hassen haben und dann auch noch öffentlich "legitimiert".

    Das war schon früher bei mir in der Schule so wo sich alle auf die Nazis eingeschossen haben und sogar gefordert wurde, dass man mit der ganzen Schulklasse auf ne Gegendemo geht (da waren wir erst 13 oder so ...)

    Und nach der Stunde hies es: "Ey voll geil die darf man beschimpfen, bespucken und so weiter und es ist vollkommen in Ordnung, lasst uns da hingehen!"

    Ich denke eben, dass dieser neue "Staatsfeind" eben heute die AfD ist.

    Da darf man sogar mal mit ner Pistole auf jemanden schießen der ein Plakat aufhängt, das schafft es nicht groß in die Medien, aber wehe die Frau Petry zitiert das Gesetz ...

    Mich wunder es nicht, dass diese Partei immer mehr zulauf bekommt, gerade wenn man solche volksverachtenden Sachen wie von WS sieht.

    Es kann ja nicht sein, dass man als Bürger immer zurückstecken muss (haben kein Geld dafür ...) und dann kommen Leute aus einem völlig anderem Land und dann auf einmal werden die Milliarden auf den Kopf gehauen.

    Ich sag es euch Leute: Ich bekomme kein Bafög, obwohl meine Großeltern nach dem Krieg Deutschland mit der Schippe wieder aufgebaut haben (und das meine ich wörtlich...), ich kann selber schauen wo ich Geld herbekomm: Ich trinke nur Leitungswasser und essen oft Reis mit Bohnen weil einfach nicht mehr drin ist, aber Leute die es über die Grenze schaffen, die noch nie einen Cent Steuern bezahlt haben bekommen BaföG und alle anderen Förderungen die es noch so gibt.

    Mittlerweile reicht es sogar schon meiner Oma, die sich aufregt, dass sie seitdem sie 15 war gearbeitet hat und nur 900€ Rente bekommt. (und muss alles selbst zahlen, sogar ihre Medikamente für den Blutdruck)

  13. #13
    @Khosu
    Das ist einerseits ein berechtigtes Argument, wenn man das von einer nationalen Perspektive aus betrachtet, allerdings werden hier zwei miese Nummern ausgespielt. Die Verhältnisse sind länger schon an dem und man fragt sich zurecht warum das so ist. Allerdings hilft es nicht, dass jetzt auf die Flüchtlinge zu schieben. Die Rente ist nicht so niedrig und du bekommst 0-Bafög weil es Flüchtlinge gibt, dass war schon vorher der Fall. Jetzt nur lässt sich dafür eine vermeintlich schuldige Personengruppe dingfest machen. Das ist NPD-Rethorik (Geld für die Oma statt für Sinti und Roma) und greift zu kurz und ich halte dich für intelligent genug das zu durchschauen. Das Ganze ist ein gesellschaftliches Verteilungs- und auch Effizienzproblem und das besteht schon seit Jahren und ist entsprechend kritikwürdig. Aber mit Reformen, die alte Zöpfe abgeschnitten hätten, wollte sich kein Politiker unbeliebt machen, derweil man an einer schwarzen Null des Images wegen festgehalten hat (ich bin für Staatsschuldenabbau, allein wegen der Zinsen, aber wenn die schwarze Null dadurch zustande kommt, dass man die Infrastruktur kaputt spart, die Kosten also nur in die Zukunft verlagert, dann ist das witzlos).

    Das jetzt Geld für Flüchtlinge locker gemacht wird, bedeutet an der Stelle, Geld für ein Problem auszugeben, dass man ausgeben muss, weil das Problem nicht fortzuschieben ist. Sind die Flüchtlinge hier haben sie einen Anspruch auf eine gesetzliche Grundversorgung mit Unterkunft, Nahrungsmitteln usw. (was auch keineswegs so üppig ist, wie gerne dargestellt wird aber in der Masse eine Menge Geld kostet) hat man dazu den Anspruch (und hier könnte Kritik ansetzen) eben soviele aufzunehmen, weil es die Humanität oder das Gesetz bzw. eine sehr humanitäre Interpretation des Gesetzes erfordern, dann kommen diese enormen Kosten zusammen und müssen, wenn man sich dafür nicht noch verschulden will über Steuern, Beiträge oder Kürzung von Transferleistungen erbracht werden. Ich habe weiter oben schon erläutert, dass Investitionen in Flüchtlinge auf kurze und mittelfristige Sicht sinnvoll sind, auch weil sie uns etwaige Folgekosten ersparen, die allein für die Zeit des Aufenthalts (wenn wir ganz positiv gedanklich annehmen, dass fast alle wieder zurückkehren würden) anfallen würden, wenn wir die Investitionen unterlassen.

    Dieses, ich nenne es mal NPD-Argument, krankt an zwei Stellen. Die prekäre Lage bei Investitionen und Transferleistungen in Deutschland ist kein durch Flüchtlinge verursachtes Problem sondern besteht schon seit Jahren. Transferleistungen für Flüchtlinge machen das nur noch einmal deutlich. Da wird der Schwarze Peter einer Gruppe zugeschoben (sieht man von Wirtschaftsmigranten mal ab und die sollten sowieso abgeschoben werden), die dafür nichts kann, einfach weil es sich mit dem Feindbild dieser Partei deckt und sich das leichter angreifen lässt als eine sozialreformunwillige Bundesregierung, denn dafür bräuchte man mehr Sachverstand, Gegenkonzepte und vor allem lassen sich mit Verwaltungs- und Transferreformen nicht so gut Bürger mobilisieren, eher im Gegenteil, sobald es heißt, dass man unnütze Leistungen streichen will, weil es immer jemanden gibt, der bis dahin zumindest rein materiell profitiert hat.
    Was man ankreiden kann ist dann wirklich die schiere Masse. Es ist den Leuten nicht zu verkaufen selbst den Gürtel enger zu schnallen, aber dann über jedes Verhältnis immer mehr zu versorgende Personen aufzunehmen. Selbst wenn man dem humanitären Anspruch entsprechen will, muss man die Verhältnisse beachten und man kann nicht über Gebühr einerseits von den eigenen Bürger soziale Zurückhaltung verlangen, dann ggf. noch mit Ideen von höheren Abgaben spielen und gleichzeitig verkünden, wir werden weiterhin ein sicheres Hafen sein. Das erzeugt Probleme und die kann und sollte man ansprechen.

    Und vielleicht braucht es hier dann eben eine nationale Kraft, die den Finger eben auch bei den Wahlen in die Wunde legt. Da das eigene Volk bei den Nationalen im Zweifel bei den Prioritäten oben steht, holen sie und das will ich an der Stelle nicht negativ verstanden wissen, die Politiker zurück in die Niederungen der Nöte ihrer Wähler, die sich selbst für ihre Aufgeschlossenheit und Mildtätigkeit gegenüber den Beladenen gegenseitig auf die Schulter klopfen und etwaige Ansprüche der eigenen Leute mit den Hinweis, wie gut es uns doch gehe (gemeint ist im Vergleich zu den Leuten, die zu uns kommen) das wir uns nicht beschweren sollten, aber das ist eben nicht, wofür sie gewählt sind, sondern das sie AUCH unsere Interessenvertreter sind.

  14. #14
    Ich stimme dir zu, natürlich lässt sich die Schuld nicht dieser Personengruppe zuschieben, allerdings schiebe ich sie zu den Politikern.

    Wenn auf einmal die USA ihre Grenzen öffnet und sagt kommt alle her, es gibt keine Obergrenze, wir nehmen jeden auf.

    Und mir dann noch jemand erzählt, dass ich ein Haus in Malibu, mit tollem V8 Mustang und mehrere tausend Dollar Starthilfe bekomme, kann ich es natürlich nachvollziehen, dass die halbe Welt zu uns kommt.

    Ich bin auch definitiv für die Aufnahme der Syrer, allerdings ist es eine Selbstverständlichkeit, dass diese nach Kriegsende wieder zurück müssen ihr Land aufbauen. Dabei könnne sie auch gerne von uns unterstützt werden.

    Ich habe allerdings kein Verständnis, dass ganz Nordafrika sich auf den Weg macht um sich hier dauerhaft in die Sozialkassen niederzulassen.

    Auch hier muss ich sagen, dass ich diese Leute verstehen kann. Die Politiker müssten einfach sagen:

    Halt! Wer unberechtigt hier her kommt bekommt keine Sozialleistungen, er darf in eine Massenunterkunft und bekommt essen und sobald wie möglich fliegen wir dich nach Hause.

    Diese Vermisching von Asyl und Einwanderung regt mich auf. Und noch dazu, dass man Leute ohne Pass reinlässt, die sagen sie seien Kriegsflüchtlinge, die man nie wieder abschieben kann.

    Und wenn dann diese genannten Personengruppen Sozialleistungen erhalten ist es ungerecht den Bürgern gegenüber.

    Und nochmal: Das hat die Politik verbockt und darüber bin ich so sauer.

    Und das absurdeste ist, dass jeder vernünftige Vorschlag abgelehnt wird.

    Ich stimme dir auch zu,dass man die Menschen die hier sind versorgen muss. Man kan sie ja nicht verhungern lassen.

    Aber muss es wirklich 150€ Taschengeld geben? Muss es für jeden eine Wohnung in einer Großstadt sein? Ist es rechtens, dass Leute ohne Pass, oder Wirtschaftsflüchtlinge das eben genannte auch bekommen?

    Problematisch ist wie auch bereits gesagt, die Tatsache, dass man immer noch nichts für die Zukunft unternimmt, denn der Migrantenstrom wird niemals abreißen.

    Solange man hier besser Leben kann als in den Herkunftsländern und man quasi nur die Grenze passieren muss, wird sich nichts ändern.

  15. #15
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    @Khosu
    Allerdings hilft es nicht, dass jetzt auf die Flüchtlinge zu schieben. Die Rente ist nicht so niedrig und du bekommst 0-Bafög weil es Flüchtlinge gibt, dass war schon vorher der Fall. Jetzt nur lässt sich dafür eine vermeintlich schuldige Personengruppe dingfest machen.
    Ich denke nicht,dass jemand das ernsthaft glaubt,dass MOMENTAN alles so ist wegen der Flüchtlinge. Die Sorgen der meisten Menschen beziehen sich auf die ZUKUNFT. Sprich, man denkt,dass es wegen der Flüchtlinge in Zukunft noch beschissener wird.

    Schauen wir uns die vergangenen 40 Jahre an. In jeder mindestens mittelgroßen Stadt gibt es ein Asozialenviertel, auch sozialer Brennpunkt genannt. Dort wird günstig gebaut/vermietet. Wenn man da alle aufeinander reinhockt, wie toll werden die sich dann integrieren?
    Ja 0. Das wird nach hinten losgehen. Also müssen die Leute überall verteilt werden. Sprich müssen überall (große) Häuser gebaut werden mit x% Flüchtlingen und y% nicht-Flüchtlingen. Dann kann Integration gelingen. Aber das gibt es noch ein Problem. Wieso gibt es denn überhaupt ein Asozialenviertel,"normale" Viertel und teure Viertel in jeder Stadt? Es könnten doch auch die reichen ins günstige Viertel ziehen, damit sie mehr sparen können und noch reicher werden. Aber es scheint so zu sein,dass keiner mit bestimmten Leuten in Berührung kommen will. Die Leute wollen sich abschotten. Und deshalb wird es auch nicht funktionieren jetzt neu zu bauen und dort die Leute zu vermischen. Ist doch auch klar,stellt euch vor, ihr kommt müde von der Arbeit nach x Überstunden um eurem einem Kind die neuste Konsole zu Weihnachten kaufen zu können und seht dann ein paar dutzend Leute in und vor eurem Haus rumlunger die gar nix schaffen, fünf mal mehr Kinder haben, Weihnachten scheiße finden, Deutschland hassen, euch als Kufar bezeichnen und sofort bereit sind euch aufs Maul zu hauen, wenn ihr irgendwas gegen die sagt. Und das sich aus den jetzt noch demütigen Flüchtlingen langfristig auch wieder solche Leute das ist die große Angst.

    Wie sollte es soweit kommen zu dieser Transformation? Jeder sagt doch,dass sie gerne hier arbeiten und leben möchten und auch unsere Politik verkauft es allen so, selbst den Leuten selbst macht er die Illusion, sie könnten hier was reißen. Geht aber nicht.
    Wieso? -> Siehe Gehälter, auch von Akademikern. Entweder die Leute packen es gar nicht son Job zu bekommen zb. mangels Qualifikation, Auftreten bei Kundenkontakt oder mangels Vitamin B, oder die schaffen und werden dann Gehälter einfahren, die hier maximal zum
    Leben mit 1 Frau und 1 Kind reichen. Dann erfolgt die Aufstockung und damit beginnt die Unfairness gegenüber den Deutschen arbeitenden Menschen, die sich nur leisten ,was sie sich auch leisten können. Selbst mit Aufstockung ist es letztlich nur HartzIV, dann kommen die
    Sozialwohnungen ins Spiel, weil aufgrund unserer Gesetze kein Mensch als privater Eigentümer an jemand vermietet, der im Zweifelsfall kein Vermögen hat und nix zahlen kann, also müssen die Leute in die angesprochenen Sozialwohnungen ziehen. Da werden über kurz oder lang alle normalen Deutschen abhauen, es kommt zur Ghettobildung. Die Kinder wachsen dann nur mit Migrantenkindern im Ghetto auf, da ist die Kriminalität höher und es fehlen Integrationsvorbilder. Statistisch bestimmt in Deutschland das soziale Milieu der Eltern auch das der Kinder, wodurch diese Kinder ebenfalls
    zu solchen halben Sozialfällen werden. Dann heißt es langfristig, dass die Armut zugenommen hat. Es müssen mal die Leute die soviel Glück haben und einen Job haben mehr Steuern zahlen etc. Und das sind so die Horrorvisionen der meisten Leute nach meinem Eindruck.

  16. #16
    Zitat Zitat von noRkia Beitrag anzeigen
    Da werden über kurz oder lang alle normalen Deutschen abhauen, es kommt zur Ghettobildung. Die Kinder wachsen dann nur mit Migrantenkindern im Ghetto auf, da ist die Kriminalität höher und es fehlen Integrationsvorbilder.
    Nicht zwangsweise, es kommt durchaus vor, das der deutsche Hartz IV-Asi mit dem ausländischen Hartz IV-Asi in derselben Bruchbude lebt. Und beide gucken den gleichen verdummenden Scheiß im TV an. Natürlich soll das nicht heißen das jeder Hartz IV-Bezieher auch tatsächlich ein Asi ist, auch will ich nicht abstreiten, dass es Viertel gibt, in denen der Ausländeranteil überwiegt. Eh, wie auch immer, ich bin mal gespannt wie Clownstruppen, die aus Regierung und Wirtschaft das in Zukunft, in Angesicht der fortschreitenden Automatisierung hinbiegen wollen. Denn egal ob Einheimischer, Ausländer, Flüchtling oder sonst was, irgendwann werden nicht mehr genug Jobs da sein. Vorausgesetzt sie haben das Land nicht vorher durch Gier und Inkompetenz komplett in den Sand gesetzt.

  17. #17
    Also wenn ihr Thatcher-Poster an der Wand habt und Bush für einen großartigen Wirtschaftspolitiker haltet, dann ist die AdF zu empfehlen. Ihr Wirtschaftsprogramm ist durch und durch Neoliberal. Sollte man vielleicht bedenken, denn die Wirtschaftspolitik in Deutschland tendiert durchaus schon in diese Richtung - es wird der Partei nach erfolgreichen Wahlen also sehr leicht fallen, unter etablierten Parteisoldaten zusätzliche Stimmen für ihre Politik zu gewinnen. Leichter auf jeden Fall als für die Flüchtlingspolitik.

  18. #18
    Der Wahl-O-Mat für Sachsen-Anhalt ist online. Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sollten im Lauf der Woche folgen.

  19. #19
    Interessant. Aber da es um Landtagswahlen ging, waren entsprechende Fragen bezüglich der Flüchtlingspolitik eher auf Sachzwänge ausgerichtet wie dezentrale Unterbringung und medizinische Versorgung und da hatte ich eigentlich nichts dagegen, was wohl die hohe Übereinstimmung erklären dürfte. Ansonsten sozial- und umweltpolitische Items bestätigt und ich nehme mal an das der Vorschlag Bürgerwehren zur Unterstützung der Polizei einzuführen von AfD und NPD kam Gott was ein Schmarn. Die Fragen wirkten dazu noch irgendwie ein bisschen Random. Aber das zeigt vielleicht, wie lange ich da schon aus der Landespolitik raus bin, wenn es offenbar eine relevante Debatte dazu gibt, ob Bundeswehrsoldaten weiterhin an Schulen für den Bund werben dürfen oder nicht.
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    (NPD ist mit 44,7 noch hinter der CDU bei mir gelandet) DIE PARTEI hat übrigens bei mir soviel Übereinstimmung wie die Liberalen xD

  20. #20
    Die Partei 86,8%
    Die Linke 78,9%
    Grüne 77,6%
    SPD 63,2%
    FDP 42,1%
    NPD 39,5%
    AfD 38,2%
    CDU 28,9%

    Bin sehr zufrieden; allerdings finde ich über 40% Übereinstimmung mit der FDP sehr bedenklich. (:

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