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Thema: Landtagswahlen und anderer "Kleinkram"

  1. #61
    Die AFD hat hier in Wiesbaden 17% geholt. Das wundert mich nicht. Einer der größeren Vororte ist Nordenstadt. Dort wohnen westlich des alten Ortskerns überwiegend Leute, die sich eben ein Häusschen im Leben erarbeitet haben. Das bei uns die Immobilienpreise hoch sind, dürfte allseits bekannt sein. Nun liegen diese ganzen schönen Häuser, direkt am Feld. Man wohnt also aufm Land, aber ist nur 5km von der City weg. Jetzt kam vor kurzem heraus,dass genau auf diesen Feldern, neu für über 6000 Leute gebaut werden soll. Hier zu sehen

    http://www.hainweg-nordenstadt.de/pl...d-groesse.html

    Was soll dort auch hin? Na da sollen auch Wohnungen für 15% = ca. 900 sozial Bedürftige entstehen. Das sich das die Leute nicht gefallen lassen, und natürlich die Bevölkerung in den Nachbarortschaften Angst hat, ihnen könne so ein Unglück auch passieren, ist meiner Ansicht nach, einer Hauptgründe für dieses Ergebnis. Das Überhaupt gebaut wird, ist schon der Supergau, denn so verliert die Lage massiv an Attraktivität. Wer will auf Häuser schauen? Keiner! Aber dann noch Sozialwohungen. Nee, also diesen Staat kann man nur noch hassen. Wie hier die Existenz der Leute zerstört wird ist unfassbar.

  2. #62
    Ich weiß ja nicht.

    Einerseits liest man wochenlang nur Meldungen wie diese: http://www.focus.de/regional/koeln/u...d_5340075.html und andererseits wundert man sich, dass die Leute dann AfD wählen.

    Es ist eben so, dass über 80% der Bürger Merkels Einwanderungspolitik ablehnen. Auch wenn es niemand in Interviews zugeben wird, sind denke ich fast alle gegen grenzenlose Zuwanderung aus Afrika und Nahost.

    Und anstatt, dass man sich nun fragt warum die Bürger so wählten und auch auf diese eingehen, wird jetzt gesagt man solle nicht AfD wählen und den etablierten Parteien vertrauen. Diese seien auch angehalten ihre "Pläne" in der Flüchtlingskrise besser zu erklären.

    Es ist in meinen Augen nur verständlich. Die Leute erwirtschaften Milliardenüberschüsse für die Wirtschaft. Es sind über 13 Milliarden Euro. Und anstatt, dass man der Bevölkerung dies zugute kommen lässt (Stranßensanierung, Investitionen in Bildung/Gesundheit und Familienwesen) wird alles für Flüchtlinge auf die Seite gelegt.

  3. #63
    Das die Freien Wähler traditionell Kommunal enorm stark sind. Ist für mich zumindest nichts Neues. Bei uns in der Region gibt es zwei bis drei Bürgermeister mit Parteifarbe. Die anderen sind Unabhängige, die nicht offiziell zu den Freien Wählern gehören aber mit denen zusammenarbeiten oder Leute die bei den Freien Wählern organisiert sind. Aber auf Kommunalebene herrschen sowieso ganz andere Anfoderungen an die Politik als auf Landes oder bundesbene. Da werden dann auch Parteien oder zumindest Einzelpersonen dieser Parteien unterstützt, auch wenn man die auf Landes- oder Bundesebene nie wählen würde.

    Neulich wurde hier ein Funktionär der Freien Wähler von den Rechten verbal angegangen, weil er sich für eine menschlichere Unterbringungspolitik für Flüchtlinge aussprach. Soweit ich gehört habe, hat das aber seiner Reputation wenig geschadet, weil er sich im vorvergangenen Jahr "gegen" zugezogene Bulgaren engagiert hat (waren 4 Familien mit relativ vielen Kindern zwischen 10 und 18), die für Ärger und Unruhe in der Stadt gesorgt haben und wegen denen ein vernüntiger Unterrichtsbetrieb an der Schule kaum noch möglich war. Gab unter anderem eine Demonstration vor dem Rathaus, das er mit organisiert hatte. Es sollten Maßnahmen ergriffen und Gespräche geführt werden, die der Bürgermeister nicht führen wollte. Deshalb vertrauen ihm die Leute jetzt, wenn er für Unterbringungsmöglichkeiten wirbt, als jemand der die möglichen Probleme auch im Blick hat.

    Zitat Zitat
    Was soll dort auch hin? Na da sollen auch Wohnungen für 15% = ca. 900 sozial Bedürftige entstehen. Das sich das die Leute nicht gefallen lassen, und natürlich die Bevölkerung in den Nachbarortschaften Angst hat, ihnen könne so ein Unglück auch passieren, ist meiner Ansicht nach, einer Hauptgründe für dieses Ergebnis. Das Überhaupt gebaut wird, ist schon der Supergau, denn so verliert die Lage massiv an Attraktivität. Wer will auf Häuser schauen? Keiner! Aber dann noch Sozialwohungen. Nee, also diesen Staat kann man nur noch hassen. Wie hier die Existenz der Leute zerstört wird ist unfassbar.
    Korrigier mich, wenn ich mich irre, aber warst du nicht derjenige, der sich über die explodierenden Mieten hier weitläufig ausgelassen hat? Wenn der Staat jetzt zur Linderung des Wohnungsmangels und damit dem Drücken der Preise Wohnungsbau betreibt und sinnvollerweise ein Teil der Wohnungen für Bedürftige reserviert statt die über dem Markt zu Mondpreisen vermieten zu lassen, dann erscheint mir das doch genau der richtige Schritt zu sein.

    Auf der anderen Seite. Das was die Häuser in der Umgebung verliert ist an virtuellen Wert. Wenn die Leute nicht vor hatten mit ihren Grundstücken zu spekulieren oder sie als Sicherheiten für Kredite zu hinterlegen, sondern sie einfach als Wohnimmobilie weiter zu benutzen, dann werden dort auch keine Existenzen ruiniert.

    Was als Argument zieht ist, dass es ein suburbaner Bereich ist und das man das bei der Genehmigung von Bauvorhaben entsprechend berücksichtigen muss, dass die Bebauung locker und grün ist wie bisher und für ausreichenden Lärmschutz etc. gesorgt wird, damit die Bestandsanwohner die gewohnten Lebensverhältnisse überwiegend erhalten können. Mietshäuser allein und für sich, ruinieren aber noch lange nicht das suburbane Gepräge. Wir hatten auch ein Neubaugebiet in unserer Kleinstadt. Es fügte sich vernünftig ein, weil es relativ klein war und es keine öden Betonwüsten waren, die dort geschaffen wurden. Man muss schauen, dass man die Gebäude klug verteilt und die Umgebung entsprechend gestaltet. 50 Blöcke auf engstem Raum funktionieren halt nicht.

  4. #64
    Naja ich sag mal es kommt auch drauf an was gebaut wird.

    Zieht man wirklich Plattenbauten hoch die über die ganzen grünen Felder ragen, oder schicke moderne Wohnungen.

    In der Kleinstadt aus der ich komme wurden auch Wohnungen gebaut, allerdings sehen diese modern aus, kein Problem.

    Aber wenn ich an die Plattenbauten aus Leipzig denke die waren mancherorts eine echte Zumutung...

    Die Landtagswahlen nächste Woche werden auf jeden Fall spannend, ich bin jetzt schon gespannt welche Erklärungsversuche für 10+X% für die AfD gesucht werden.

  5. #65
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen

    Korrigier mich, wenn ich mich irre, aber warst du nicht derjenige, der sich über die explodierenden Mieten hier weitläufig ausgelassen hat? Wenn der Staat jetzt zur Linderung des Wohnungsmangels und damit dem Drücken der Preise Wohnungsbau betreibt und sinnvollerweise ein Teil der Wohnungen für Bedürftige reserviert statt die über dem Markt zu Mondpreisen vermieten zu lassen, dann erscheint mir das doch genau der richtige Schritt zu sein.

    Auf der anderen Seite. Das was die Häuser in der Umgebung verliert ist an virtuellen Wert. Wenn die Leute nicht vor hatten mit ihren Grundstücken zu spekulieren oder sie als Sicherheiten für Kredite zu hinterlegen, sondern sie einfach als Wohnimmobilie weiter zu benutzen, dann werden dort auch keine Existenzen ruiniert.

    Was als Argument zieht ist, dass es ein suburbaner Bereich ist und das man das bei der Genehmigung von Bauvorhaben entsprechend berücksichtigen muss, dass die Bebauung locker und grün ist wie bisher und für ausreichenden Lärmschutz etc. gesorgt wird, damit die Bestandsanwohner die gewohnten Lebensverhältnisse überwiegend erhalten können. Mietshäuser allein und für sich, ruinieren aber noch lange nicht das suburbane Gepräge. Wir hatten auch ein Neubaugebiet in unserer Kleinstadt. Es fügte sich vernünftig ein, weil es relativ klein war und es keine öden Betonwüsten waren, die dort geschaffen wurden. Man muss schauen, dass man die Gebäude klug verteilt und die Umgebung entsprechend gestaltet. 50 Blöcke auf engstem Raum funktionieren halt nicht.
    1. Die Mieten sinken doch nicht in dem neu gebaut wird und dort Leute einquartiert werden, die gar nicht von hier sind.
    2. Mich interessieren vor allem die Kaufpreise. Diese sind vor allem deshalb hoch, weil es kaum Bauland gibt. Nun wird endlich mal wieder ausgeschrieben und dieses dann wird mit Mietern, auch noch kaum Rendite bringen. belegt, für die die arbeitende Bevölkerung auch noch zahlen muss.
    Das verknappt das übrige Bauland noch mehr und erhöht noch mehr die Preise. Dann soll mehr ausgeschrieben werden? Nee. Wir wollen hier die ländliche Idylle erhalten. Das geht in dem nicht mehr gebaut wird, und die Bevölkerung eher reduziert wird. Wieso dürfen Fremde einfach hier herziehen und werden auch noch bezahlt?
    3.Naja wenn dein Kredit platzt und du eigentlich nur noch 300.000 offen gehabt hättest und das Haus dann statt 500.000 nur noch 200.000 wert ist, also das würde dich dann schon interessieren.
    4. Das Hauptproblem ist vor allem,dass man auf freie Felder schauen wollte und sich von bestimmten Leuten absondern will, wenn man an solche Orte zieht. Das ist ja gerade der Witz: Asoziale bekommen keine Wohnungen in den Dörfern, denn hier gehört alles Privatleuten. Die wollen die doch selbst nicht haben. Wenn jetzt riesige, anonyme Firmen ganze Wohngebiete schaffen, hat die angestammte Bevölkerung keine Kontrolle mehr darüber, wer in die Nachbarschaft zieht. Das darf doch nicht sein! Das macht das gesamte Dorfleben kaputt. Es gibt extra die Stadt, wenn man unbedingt auf anonymes, asoziales Wohnen steht. Deshalb zieht auch kein bodenständiger Mensch freiwillig dorthin, sondern bleibt hier draußen. Nun wird uns unser kleinkarierter, aber schöner, Lebensraum kaputt gemacht.

  6. #66
    Das ist eben das Problem mit Deutschland, der Bevölkerung und der Wirtschaft.

    Deutschland ist global betrachtet ein kleines Land mit einer der dichtesten Besiedlung weltweit.

    Unser Platz in Deutschland ist endlich und unendliches Bevölkerungswachstum funktioniert hier eben NICHT.

    Auch wenn die Wirtschaft gerne immer mehr Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt hätte, ist irgendwann einfach schluss.

    Genau aus diesem Grund wäre es in meinen Augen nicht schlimm wenn sich die Bevölkerung von über 80Mio auf 60Mio verringert.

    Es gibt jetzt schon nicht genug bezahlbarer Wohnraum.

    Die ÖVPN platzt aus allen Nähten, es gibt fast keine Wohnungen, Schulklassen sind überfüllt, unsere Uniräume in der Regel zu klein und dann will man mir noch erzählen, dass wir mehr Menschen in D brauchen.

    Hätten wir die Fläche von Russland oder Kanada würde ich zustimmen, allerdings haben wir die einfach nicht.

  7. #67
    Zitat Zitat von Khosu Beitrag anzeigen
    Deutschland ist global betrachtet ein kleines Land mit einer der dichtesten Besiedlung weltweit.
    Dafür hätte ich ja gern mal eine Quelle, woher du diese Information hast.
    Meine Suchergebnisse sagen mir, dass es gut 40 Länder auf der Welt gibt, bei denen mehr Menschen pro Quadratkilometer leben, als in Deutschland.

    Zitat Zitat von Khosu Beitrag anzeigen
    Auch wenn die Wirtschaft gerne immer mehr Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt hätte, ist irgendwann einfach schluss.
    Kommt dir also nicht gelegen, dass Zuwanderer mit (unter Umständen) geringerer Bildung die Jobs machen, zu denen du kein Bock hast? Also Müllmann oder Reinigungspersonal?

    Zitat Zitat von Khosu Beitrag anzeigen
    Genau aus diesem Grund wäre es in meinen Augen nicht schlimm wenn sich die Bevölkerung von über 80Mio auf 60Mio verringert.
    Und das würde an der Situation genau was verbessern?

    Zitat Zitat von Khosu Beitrag anzeigen
    Hätten wir die Fläche von Russland oder Kanada würde ich zustimmen, allerdings haben wir die einfach nicht.
    Richtig, weil Deutschland mit dieser Fläche sicherlich weiterhin nur 80 Millionen Einwohner hätte

  8. #68
    @ norkia
    Zitat Zitat
    1. Die Mieten sinken doch nicht in dem neu gebaut wird und dort Leute einquartiert werden, die gar nicht von hier sind.
    Die Mieten sinken wenn das Angebot an Wohnraum gegenüber der Nachfrage erhöht wird. Wenn das Angebot stagniert oder sogar zurückgeht obwohl die Nachfrage steigt, steigen auch die Preise (zumindest in einem Rahmen, in denen noch jemand bereit oder in der Lage ist das bezahlen) weil die Vermieter mehr verlangen können. Das sind die einfachsten Mechanismen des Marktes. Die sind aufgrund der gesetzlichen Rahmenbestimmungen noch etwas erweitert, aber im Grunde funktionieren sie auch hier.
    Wenn du also durch Flüchtlinge oder Migranten eine erhöhte Nachfrage hast aber dann nichts tust um das Angebot auszuweiten hast du ggf. steigende Preise. Die einzig andere Möglichkeit wäre seitens der Vermieter Migranten oder Flüchtlinge als potenzielle Mieter von vornherein auszuschließen aber das würde schnell vor Gericht landen.

    Bei uns wurde bereits ein Block wegen mangelndem Bedarf abgerissen und die Mieten sind auch recht niedrig. Es gibt halt aus nachvollziehbaren Gründen keinen Bedarf entsprechend können die auch keine hohen Mietpreise verlangen. Würden wir im erweiterten suburbanen Raum ein Großstadt wohnen, wäre das was anderes und dann wäre es eben sinnvoll zu bauen, um den Druck zu reduzieren.

    Zitat Zitat
    3.Naja wenn dein Kredit platzt und du eigentlich nur noch 300.000 offen gehabt hättest und das Haus dann statt 500.000 nur noch 200.000 wert ist, also das würde dich dann schon interessieren.
    Hm gut Hier hast du einen Punkt.

    Zitat Zitat
    2. Mich interessieren vor allem die Kaufpreise. Diese sind vor allem deshalb hoch, weil es kaum Bauland gibt. Nun wird endlich mal wieder ausgeschrieben und dieses dann wird mit Mietern, auch noch kaum Rendite bringen. belegt, für die die arbeitende Bevölkerung auch noch zahlen muss.
    Das verknappt das übrige Bauland noch mehr und erhöht noch mehr die Preise. Dann soll mehr ausgeschrieben werden? Nee. Wir wollen hier die ländliche Idylle erhalten. Das geht in dem nicht mehr gebaut wird, und die Bevölkerung eher reduziert wird. Wieso dürfen Fremde einfach hier herziehen und werden auch noch bezahlt?
    Weil Bauland das ausgeschrieben und nicht bebaut wird Schwachsinn ist. Wenn Bauland knapp ist, ist das Bauen in die Höhe also die Konzentration von möglichst vielen Familien auf eine kleine Fläche die logische Antwort. Maximierungsansatz Dazu sind nur 15% davon Sozialwohnungen, wie du schreibst, wo es eine Vorzugsmiete gibst oder die ganz vom Staat getragen wird. Der Rest sind demnach normale Mietobjekte für die ehrlich arbeitende Leute ebenfalls Geld bezahlen müssen. Du kannst dir jetzt höchstens anschauen, wer jetzt Träger ist, dem das Geld dann zufließt.

    Zitat Zitat
    4. Das Hauptproblem ist vor allem,dass man auf freie Felder schauen wollte und sich von bestimmten Leuten absondern will, wenn man an solche Orte zieht. Das ist ja gerade der Witz: Asoziale bekommen keine Wohnungen in den Dörfern, denn hier gehört alles Privatleuten. Die wollen die doch selbst nicht haben.
    Nicht alle Leute, die Sozialwohnungen brauchen sind Asoziale. Darunter sind viele mit niedrigem Einkommen, die sich nichts anderes leisten können. Auszubildende gehören mitunter auch zu diesen Leuten. Gerade in Gebieten mit hohen Mieten es das manchmal die einzige Möglichkeit an Wohnraum zu kommen.
    Desweiteren leben auf dem "Dorf" auch in Privathäusern genug Asoziale. Hab ich hier bei meinen Eltern in der Gegend auch genug rumspringen. Die klauen, Leute verprügeln, saufen und ihre Häuser so verkommen lassen, dass man meint auf dem Hinterhof würde ein Tier verwesen.

    @ Khosu
    Zitat Zitat
    Genau aus diesem Grund wäre es in meinen Augen nicht schlimm wenn sich die Bevölkerung von über 80Mio auf 60Mio verringert.

    Es gibt jetzt schon nicht genug bezahlbarer Wohnraum.

    Die ÖVPN platzt aus allen Nähten, es gibt fast keine Wohnungen, Schulklassen sind überfüllt, unsere Uniräume in der Regel zu klein und dann will man mir noch erzählen, dass wir mehr Menschen in D brauchen.

    Hätten wir die Fläche von Russland oder Kanada würde ich zustimmen, allerdings haben wir die einfach nicht.
    Du sprichst damit von den Städten. Platzmangel ist kein Problem sondern zunehmende Verstädterung. Industrialisierung zumindest im kleinen Rahmen fand früher überall statt. Es gab Mittelunternehmen selbst in klein und Mittelstädten überall in Deutschland und haben für eine Verstädterung im breiten ländlichen Raum gesorgt in dem eben in direkter Nachbarschaft zu Dörfern Arbeitsplätze entstanden und kleine Städte etwas wohlhabender und größer wurden. Diese Zeiten sind vorbei. Die Verstädterung konzentriert sich auf immer weniger große Zentren oder Großräume. Es ist eine Landflucht wie zu Beginn der Industrialisierung. Die Städte wachsen nicht schnell genug mit der zu ihnen hinstrebenden Bevölkerung mit, die sich dort ein besseres Leben und Arbeitsplätze erhofft. Das sind einerseits Migranten, die eben auch keinen Grund haben in die Provinz zu gehen, zumal ihre "Communities" sich bereits in den Städten konzentrieren zum Anderen eben viele Deutsche.
    Zwar konzentrieren sich Unternehmen aus wirtschaftlichen und Ressourcen-Interessen immer mehr in großen Orten nzw. in den Speckgürteln am Rand aber auch sie können das Wachstum an Bevölkerung nicht mit einer größeren Anzahl an Arbeitsplätzen abdecken.
    Die Verstädterung und mangelnde Breitenförderung ist hier das Problem. Wer nie aus der Stadt rauskommt, keine sich auflösenden Dörfer und verweisten Innenstädte kennt, dem kann es schon erscheinen, dass Deutschland aus allen Nähten platzt, aber das stimmt nicht. Wenn die ländlichen Räume mit Subzentren, Arbeitsplätzen und Nahverkehr attraktiv genug sind um die Leute wieder zu binden oder sogar Zugezogene anzuziehen, dann nimmt der Druck in den Großstädten direkt ab.

    Wir sprechen auch nicht von mehr Leuten. Das relevante ist der Bevölkerungsmix und der Bevölkerungserhalt. Aber hier bin ich auch ganz klar der Ansicht, dass wir uns vorrangig selbst erhalten müssen und wir uns die Frage stellen müssen, warum etwas so natürliches wie Fortpflanzung und Kinderbekommen in unserer Gesellschaft scheinbar zu so einer Belastung geworden ist, dass es nicht mehr ausreichend gemacht wird. Dazu haben wir Potenziale in der Gesellschaft, die noch nicht richtig ausgeschöpft werden usw. Wie gesagt Einwanderung ist aus meiner Sicht für die Wirtschaft eine schnelle Droge. Die Politik sollte sich darauf nicht einlassen und lieber an den langfristigen Stellschrauben drehen.

    @ Simon
    Zitat Zitat
    Kommt dir also nicht gelegen, dass Zuwanderer mit (unter Umständen) geringerer Bildung die Jobs machen, zu denen du kein Bock hast? Also Müllmann oder Reinigungspersonal?
    Kenne genug Leute, die sich über so einen Job freuen würden, wenn er ausreichend wäre, um nicht beim Amt um Aufstockung zu betteln. Auf dem Weg zur Informationsgesellschaft ziehen wir dennoch noch genug Leute hinter uns her, die dieses Leistungsniveau nicht schaffen oder deren Fähigkeiten auf einem anderen Niveau liegen. Auch die brauchen Arbeit

    Geändert von KingPaddy (08.03.2016 um 12:56 Uhr)

  9. #69
    @KingPaddy

    Ich glaube du lässt die Mentalität der hiesigen Bevölkerung ausser Acht. Wenn ein Asozialer in ein Haus zieht, ziehen die anderen Leute sofort weg und dann wird das ganze Haus zu einem Asozialenbunker. Wir Hessen sind extreme Stammtischdickys.

  10. #70
    Isso. Meine Großeltern leben auch in Wiesbaden, genau genommen auf dem Gräselberg, falls es dir, noRkia, was sagt. Mein Großvater erzählt, dass bei seinem Einzug vor 30 Jahren mindestens mal 10 von 15 möglichen deutschen Mietparteien, die beiden inklusive, gewohnt haben. Heute sind meine Großeltern abgesehen noch von einer Großfamilie die einzigen Deutschen im Mehrfamilienhaus. Die anderen sind alle weggezogen, seitdem immer mehr ausländische und...ich sag einfach mal..."bildungsfernere" Mietparteien dort eingenistet waren. Und ich kann mich auch erinnern, als Kindergartenkind wesentlich mehr heimischen Mietanteil wahrgenommen zu haben, wenn ich immer meine Großeltern besucht habe. In dem Haus wirst du halt heute schief angeguckt, weil du Deutscher bist.

  11. #71
    Zitat Zitat von Haudrauf Beitrag anzeigen
    Isso. Meine Großeltern leben auch in Wiesbaden, genau genommen auf dem Gräselberg, falls es dir, noRkia, was sagt. Mein Großvater erzählt, dass bei seinem Einzug vor 30 Jahren mindestens mal 10 von 15 möglichen deutschen Mietparteien, die beiden inklusive, gewohnt haben. Heute sind meine Großeltern abgesehen noch von einer Großfamilie die einzigen Deutschen im Mehrfamilienhaus. Die anderen sind alle weggezogen, seitdem immer mehr ausländische und...ich sag einfach mal..."bildungsfernere" Mietparteien dort eingenistet waren. Und ich kann mich auch erinnern, als Kindergartenkind wesentlich mehr heimischen Mietanteil wahrgenommen zu haben, wenn ich immer meine Großeltern besucht habe. In dem Haus wirst du halt heute schief angeguckt, weil du Deutscher bist.
    Das ist ein Problem der Gettoisierung mit dem Problem, dass das Getto als solches erst entsteht, sprich nicht von Anfang an ein solches war. Wenn die Anteile im Viertel kippen und es zu einer Konzentration kommt, dann wird das Viertel zu einem Getto. Die Leute ziehen weg, weil sie mit den neuen Verhältnissen nicht zurecht kommen und verstärken somit dieses Problem. Die Eingesessenen werden somit selbst zur Minderheit. Deshalb sage ich ja, dass es eine dumme Idee ist auf engsten Raum bspw. 50 Blöcke zu konzentrieren. Der Wohnraum muss entsprechend gestaffelt werden und Problemparteien und Migranten möglichst breit gestreut werden.

    Die Leute werden sicher nicht alle sofort ihre Sachen packen, wenn ein paar mehr muslimische Familien im Viertel wohnen. Sie müssen aber in der Mehrheit bleiben um das bisherige vertrauensvolle Klima aufrecht zu erhalten. Bei der Stadtentwicklungsforschung gibt es sogenannte Quartierforschung, die genau solche Vorgänge untersucht und die zu dem sicherlich menschlich unschönen, aber validen Ergebnis kamen, dass gesunde Viertel über ein Potenzial überdurchschnittlich gebildeter und oder engagierter Leute verfügen, die sich für die Ordnung ihrer Umgebung (manchmal auch zu sehr) interessieren und damit die allgemeine Wohnqualität und Nachbarschaftlichkeit aufrecht erhalten. Wenn man diese Leute verliert, verwahrlost das Quartier und führt zum Abzug weiterer Leute, was ihr beschreibt. Homöopathische Dosen jedoch stören nicht. Wenn die Zugezogenen keine Möglichkeit für sozialen Rückzug erhalten, zum Beispiel in einer parallelen Community der eigenen Herkunftsgruppe wie in Ethno-Gettos, dann funktioniert das. Man muss hierbei die Anteile im Auge behalten. Nur weil jetzt vier Bulgarische Familien ins Dorf gezogen sind, sind die Leute nicht in Scharen geflohen. Wären das gleich 100 Familien gewesen, bestünde die Chance schon eher.

    Geht also vornehmlich darum die Quartierplanung eben intelligent zu machen. Man kann also da neues Bauland erschließen und auch Bedürftige da unterbringen, man darf sie nur nicht konzentrieren.

  12. #72
    Äh doch natürlich versuchen die Leute sofort wegzuziehen, wenn sie zwielichtige Gestallten in der Nachbarschaft erblicken. Genau so kommen doch die extremen Mietpreise in den "normalen" Wohnvierteln zu Stande.

    Wir halten eher unser Maul, regen uns privat auf, schaffen einfach weiter und verpissen uns dann und wählen die AFD. Alternative ist wie in Sachsen, auf die Strasse und Randale, aber das geht hier nicht, weil was sagen denn dann die Leute?

  13. #73
    Oder wählen gar nicht. Wahlanalysen haben gezeigt, dass ein Erstarken der sogenannten rechten Parteien bei den Kommunalwahlen in Hessen den Nichtwählern verschuldet ist, die sich absolut fast verdoppelt haben, während diese rechten Parteien kaum neue Wähler dazugewonnen haben.

  14. #74
    Woran das wohl liegt, dass es immer mehr Nichtwähler gibt. Die Menschen sind unzufrieden mit der aktuellen Regierung unter Merkel und haben immer weniger Vertrauen in diese. Was in meinen Augen auch teilweise gerechtfertigt ist. Frau Merkel rudert einfach immer weiter und schaut nicht mehr nach links oder rechts. Kurs geradeaus. Da Frau Merkel momentan auch alternativlos ist brauch der Wähler erst gar nicht CDU wählen, weil dann geht das Spiel noch mal vier Jahre weiter. SPD ist für viele auch nur noch eine Randerscheinung. Grüne und Linke und AfD will keiner wählen. Was bleibt also übrig? Nix. Also geht man auch nicht wählen.
    Jedoch gehen die ganzen Protestler jetzt auf die "extremeren" Parteien zu. Ob sie hoffen, damit einen Umbruch zu erzwingen oder es denen da oben einfach mal nur zu zeigen, was die von einem halten. Wer will es denen verübeln.
    Bin mal sehr gespannt, was da am nächsten Sonntag passiert.

  15. #75
    Zitat Zitat
    Da Frau Merkel momentan auch alternativlos ist brauch der Wähler erst gar nicht CDU wählen, weil dann geht das Spiel noch mal vier Jahre weiter.
    Bei Landtagswahlen sogar 5 Jahre (außer Bremen).

    Zitat Zitat
    Da Frau Merkel momentan auch alternativlos ist brauch der Wähler erst gar nicht CDU wählen, weil dann geht das Spiel noch mal vier Jahre weiter. SPD ist für viele auch nur noch eine Randerscheinung. Grüne und Linke und AfD will keiner wählen. Was bleibt also übrig? Nix.
    Wegen dir müssen die armen kleinen FDPler jetzt weinen!

  16. #76
    Also wir sind auf Platz 17 der Bevölkerungdichte weltweit (https://www.laenderdaten.info/bevoelkerungsdichte.php)

    Zitat Zitat
    Kommt dir also nicht gelegen, dass Zuwanderer mit (unter Umständen) geringerer Bildung die Jobs machen, zu denen du kein Bock hast? Also Müllmann oder Reinigungspersonal?
    Die Leute die jetzt kommen haben aber keine Lust solche Jobs zu machen. Schau dir doch mal die Interviews mit den Leuten an, da heißt es immer "ich habe eine glorreiche Zukunft vor mir", ich jabe gehört hier verdient man viel Geld, ich will studieren und Arzt werden, in der Türkei arbeitet man mir zu lange usw...

    Zudem wollen sie auch nicht ihre eigenen Unterkünfte sauber machen, da es in ihren Augen die Arbeit einer Frau ist, daher kommen regelmäßig Putzfirmen, um das zu erledigen.

    Zitat Zitat
    Und das würde an der Situation genau was verbessern?
    Ein sich entspannender Wohnungsmarkt, weniger Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, die Tram wäre nicht zum erbrechen voll, keine 30 Leute Klassen mehr, keine überfüllten Räume in der Uni...

    Mittlerweile ist ja die Balkanroute dicht, bin mal gespannt ob das eine Auswirkung auf Sonntag hat

  17. #77
    Für die Interessierten: Morgen (10.3.) ab 20:15 Uhr TV-Duell der Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz im SWR:

    Zitat Zitat von Teilnehmer Baden-Württemberg
    Winfried Kretschmann (Grüne)
    Nils Schmid (SPD)
    Guido Wolf (CDU)
    Hans-Ulrich Rülke (FDP)
    Jörg Meuthen (AfD)
    Bernd Riexinger (LINKE)
    Zitat Zitat von Teilnehmer Rheinland-Pfalz
    Roger Lewentz (SPD)
    Julia Klöckner (CDU)
    Eveline Lemke (B‘90/Die Grünen)
    Volker Wissing (FDP)
    Jochen Bülow (Die Linke)
    Uwe Junge (AfD)

  18. #78
    Zitat Zitat
    Ein sich entspannender Wohnungsmarkt, weniger Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, die Tram wäre nicht zum erbrechen voll, keine 30 Leute Klassen mehr, keine überfüllten Räume in der Uni...
    Wie gesagt das klingt mir eher nach Großstadtproblemen

    Zitat Zitat
    Für die Interessierten: Morgen (10.3.) ab 20:15 Uhr TV-Duell der Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz im SWR:
    Ah danke für den Hinweis. Ich erwarte mir zwar nichts großartiges dort zu hören aber kann man sich ja mal angucken.

  19. #79
    Ich habe bis zu meinem 20. Lebenjahr in einem Dorf nahe einer Kleinstadt gelebt und bin heute immer noch regelmäßig dort.

    Auch bei uns im Dorf und in der Kleinstadt bestanden die Klassen immer aus 30 Schülern, Wohnungen waren zwar wirklich günstiger als in Großstädten gab es aber weder zum überfluss, noch geschenkt.

    Die Busse waren auch immer überfüllt ohne Gnade, ab Haltestelle Busbahnhof mussten alle Leute die reinkamen stehen, genauso wenn ich morgens im Dorf losgefahren bin.

    Mag sein, dass man aufgrund weniger Menschen weniger Busse/Klassenzimmer usw. stellt, wirkte für mich aber früher nie so, als seien wir kurz vorm aussterben.

    Und auch die Dorfflucht kann ich bestätigen, viele Leute gehen heutzutage einfach studieren und in Kleinstädten sieht es da eher mau aus, von Dörfern braucht man hier erst garnicht zu sprechen.

    Es ist auch einfach schick zu sagen, dass man in ´ner Metropole wohnt.

    Aus diesem Grunde sollte man auch die Flüchtlinge aufs Land verteilen.

  20. #80
    Hm, bei Bundestagswahlen guck ichs ja. Hier ganz vergessen - is wohl auch nich sooo interessant. Aber wird sicher irgendwo im Netz sein, dass man sich das noch mal angucken kann, diese "TV-Duelle". Morgen mal gucken.

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