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Thema: Trump 2017 - 202X

  1. #21
    Du, ich hatte heute mittag mal in die Comments zu Hillary Clintons Tweet dazu geschaut. Ganz ehrlich, wäre ich Muslim in Amerika, würde ich ernsthaft über Auswanderung nachdenken. Andererseits haben die exakt unsere Flüchtlingsdebatte da auch: "Clinton und Obama haben die Flüchtlinge rein gelassen! Die sind verantwortlich!" Dass der Schütze in Amerika geboren ist - und das offensichtlich nicht erst während der Syrienkrise - ist ja auch Nebensache.

    Wunderbar ist aber auch
    Zitat Zitat
    Goofy Elizabeth Warren, sometimes referred to as Pocahontas, pretended to be a Native American in order to advance her career. Very racist!

    https://twitter.com/realDonaldTrump/...88371174699009
    Was lernen wir daraus? Racism kann man anscheinend super mit Racism rechtfertigen. Super!

  2. #22
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Seine Online-Unterstützer sind anscheinend wirklich Neonazis, die zu Anime mastrubieren.
    Oder Leute mit mehr als 2 intakten Gehirnzellen.

  3. #23
    Meinst du Peter Thiel und Palmer Luckey?

    Der eine will sich junge Männer an den Körper nähen lassen damit er ihr junges Blut absorbieren kann und der andere hat eine Gruppe Trollen Geld gegeben, die ihm versprachen Hilary Clinton mit "maymay magic" zu schaden.

    Das sind klar luzide Vertreter ihrer Rasse, ihres Geschlechts und ihrer Spezies.

  4. #24
    Wenn wir von Unterstützern mit größerem Bekanntheitsgrad reden, meine ich u.a. Stefan Molyneux, Paul Joseph Watson, Milo Yiannopoulos, Dave Cullen und Nigel Farage.

  5. #25
    Nigel Farage ist der Hellste in der Liste, bedenkt man, dass diese Ratte nach dem Brexit-Votum als erste das Schiff verlassen hat. Milo Yiannopoulos ist ein sich selbst hassender Troll, der sein Fähnlein in jeden Furz hängt. Hat man bei GG gut gesehen. Stefan Molyneux ist anschienend ein Anarcho-Kapitalist, muss man dem ernsthaft noch was hinzufügen? Dave Cullen? Literally who? Der Baseballspieler? Die Literally Whos kommen hard und fast hier. Diesen Paul Joseph Watson hier habe ich nur im Zusammenhang mit Mitarbeitern von Verschwörungsseiten gefunden, denn den Ökoterroristen kannste kaum gemeint haben.

    Die erfolgreichste und bekannteste Person deiner eigenen Liste ist Nigel Farage. Nach ihm kommt ein Typ, der sich seinen Lebensunterhalt als professioneller Ja-sager, Hausneger und Betrüger verdient, einer der glaubt, dass der kapitalisische Weihnachsmann im Anarchismus keine Insekten und Vögel ermorden wird, wenn er mit Überschallgeschwindigkeit die Geschenke ausliefert und zwei Leute, die anscheinend professionell für Verschwörungsseiten schreiben.

    Willst du die Liste nicht vielleicht noch mal überarbeiten? Ich meine, das ist z.B. Ted Cruz, der on the record gesagt hat, dass er Gottes Stimme in seinem Kopf hören kann.

  6. #26
    Zwei reichlich beschädigte und ungeliebte Kandidaten, von denen Trump vermutlich trotzallem den kürzeren ziehen wird, weil Amerika doch noch nicht bereit ist, sich ins Schwert zu stürzen. Was mir aber nach wie vor immer noch befremdlich vorkommt ist die seit einigen Jahren verstärkte Neigung dazu, dass man sich fremden Ländern, insbesondere auch unter Poltikern anmaßt das Wahlgeschehen anderer Staaten zu kommentieren und (normativ) zu beurteilen oder sich in die Wahlkämpfe anderer Länder hinein einzumischen.

  7. #27
    Zitat Zitat
    Nigel Farage ist der Hellste in der Liste, bedenkt man, dass diese Ratte nach dem Brexit-Votum als erste das Schiff verlassen hat.
    Verstehe nicht, warum man ihm immer Feigheit unterstellt. Er hat von Anfang an einen Austritt aus der EU zu seinem Ziel erklärt und nie so getan, als wäre da viel mehr dahinter. Ziel nennen, erreichen und im Anschluss abdanken; wäre eigentlich schön, wenn mehr Politiker so handeln würden. Feigheit wäre es dann, wenn er zu dem was er sagt nicht steht, weil er unter dem einhergehenden Druck einknickt aber das trifft ja nicht zu. Was das eingeht, hat eine Merkel viel mehr auf dem Kerbholz.

  8. #28
    Um mal die aufkeimende Brexit-Kiste direkt wieder zuzunageln - hat jemand von euch sich die drei Debates angeschaut? 1 und 2 hatte ich tatsächlich live geguckt, die 3. gestern(/heute) hatte ich aber glatt vergessen und überlege, mir das nachher noch auf Youtube oder so zu geben.

    Gab zwar genügend Zusammenfassungen, aber mir ist nach den letzten beiden schon aufgefallen, dass die Artikel oft sehr eingefärbt sind. CNN berichtet völlig anders als FOX (logo), BBC als der Guardian, und die deutsche Presse sagt nochmal was anderes...
    Scheint aber, als hätte Trump diesmal etwas mehr Fassung bewahrt, wenn auch nur um dann zu zeigen, dass er Clinton erst recht nicht gewachsen ist, wenn es um konkrete Pläne und Fakten geht. Naja, und dann war da die Sache von wegen Trump guckt dann mal, ob er eine Niederlage auch anerkennen würde oder nicht. Hahaha.

    Clinton twitterte heute übrigens ein Zitat von vox.com: "Hillary...crushed Donald Trump in the most effective series of debate performances in modern political history." Äh... naja. So oder so, zumindest die Debates, die ich gesehen habe, waren insgesamt ein Armutszeugnis. Da was zu gewinnen (wo sich ja auch niemand einig ist), ist jetzt echt keine große Auszeichnung. <_<

  9. #29
    Zitat Zitat
    Verstehe nicht
    2016<2017

    Dem tatsächlichen Austritt und den dazugehörigen Verhandlungen bleibt er politisch so fern wie möglich.

  10. #30
    Na der größte Skandal der dritten Debatte war wohl bloß die Drohung mit der Nichtanerkennung der Wahlergebnisse, was für eine Demokratie ein reichlich erbärmliches und deshalb auch provokantes Bild ist, aber das ist ohnehin das letzte Pferd auf das Trump setzt. Das zeigt eigentlich deutlich, dass er nicht einmal mehr selbst an seinen Sieg glaubt. Nicht das Hillary in dem Wahlkampf davn gekommen wäre, ohne auch arg Federn zu lassen, aber im Endeffekt wird sie wohl als die weniger unsympathische gewählt werden.

  11. #31
    Ich glaube in Sachen Sympathie tun die zwei sich nicht viel, wenn ich die letzten Umfragen richtig im Kopf habe. Es gibt bloß einfach wahnsinnig viele, die Trump für schlicht nicht tragbar halten und Clinton als das kleinere übel. Mögen tun sie die Frau aber dafür trotzdem keinen Deut mehr ^^° (Wenn ich an diverse Sanders-Supporter denke vermutlich eher gerade deshalb weniger...)

  12. #32
    Zitat Zitat
    Na der größte Skandal der dritten Debatte war wohl bloß die Drohung mit der Nichtanerkennung der Wahlergebnisse
    Wo soll das denn passiert sein? Nach ca. einer Stunde wird er gefragt, ob er wie Pence und seine Tochter, das Ergebnis im Fall einer Niederlage voll und ganz akzeptieren wird. Darauf hat er geantwortet "I will look at it at the time", eigentlich eine typische Politikerantwort und hat halt ausgeführt wie korrupt die Medien sind und mit "I'll keep you in suspense" abgeschlossen. Würde sagen, das ist genau das Gelaber, das man sich von ihm erwartet und nicht annähernd sein schlimmster Kommentar.

    Verblüffend allerdings, wie das auch hierzulande breitgetreten wird, insbesondere auch in Österreich, wo der grüne Präsidentschaftskandidat (der ironischerweise auch schon Präsident wäre, wäre die Wahl nicht angefochten und für ungültig erklärt worden) geradeheraus sagt, dass er als Präsident einen gewählten FPÖ-Bundeskanzler nicht angeloben würde.

    Geändert von Surface Dweller (21.10.2016 um 16:09 Uhr)

  13. #33
    Äpfel und Birnen. Der Bundespräsident wählt den Bundeskanzler in Österreich. Die einzige Stimme, die in dieser Entscheidung gezählt wird ist die des Bundespräsidenten.

  14. #34
    Man unterstellt Trump ja in den sozialen Medien nicht, Kompetenzen zu übertreten (es steht ja auch jedem frei, ein Wahlergebnis nicht anzuerkennen), sondern ein bestimmtes Demokratieverständnis bzw. irgendwelche amerikanischen Traditionen nicht zu achten. Da wäre ein Präsident, der einen Kanzler ernennt ohne auf die Mehrheitsverhältnisse im Nationalrat Rücksicht zu nehmen, auch ein Apfel, nur mit wesentlich mehr Würmern bzw. so ein Vorgehen ist alles andere als demokratisch (weit schlimmer, um genau zu sein).

  15. #35
    Die Abgeordneten im Parlament besitzen theoretisch die Mandatsfreiheit und somit ist nicht undemokratisches daran, wenn der Präsident aus diesem Pool den Kandidaten pickt, den er für fähig hält, die für Österreich beste Regierung zu bilden. Die Rücksicht auf die Mehrheiten innerhalb des Parlaments sind hier die realpolitischen Einschränkungen, die sich dadurch ergeben, dass die Parteien die größte Macht im Staat besitzen und das die Mandatsfreiheit IRL nur beschränkt gegeben ist.

    Es ist höchst utopisch und positiv, wenn in der Theorie angenommen wird, dass der in freier, allgemeiner Persönlichkeitswahl von einer einfachen Mehrheit aller österreichischen Wähler ernannte Präsident unabhhängig von Parteizugehörigkeiten eine Person auswählt, die wieder einen von Parteizugehörigkeiten unabhängige Mehrheit aus den hoffentlich besten Köpfen bilden wird, welche die Geschicke des Staates bestimmen. Effektiv ist der Präsident hier ein Instrument, dass den Volkswillen gegen die Parteien verteidigt. In einer repräsentativen Demokratie ist das nicht undemokratisch, besonders da der Präsident mehr Wähler hinter sich wissen darf als jede einzelne nach Verhältniswahlrecht berufene Partei im Parlament für sich.

  16. #36
    Ist dann nur wieder eine praktische Frage, nämlich die danach, wie gut ein Kanzler ohne eigene Parlamentsmehrheit regieren kann, zum anderen geht es hier nicht um die Befähigung eines spezifischen Kandidaten, sondern die Aussage bezog sich auf eine Partei generell und damit auf eine komplette politische Ausrichtung. Entsprechend entscheidet der Präsident, damit nicht nach der Befähigung eines personellen Kandidaten sondern nach dessen ideologischer Befindlichkeit und erkennt die eine politische Ausrichtung damit an und eine andere nicht, entscheidet damit also, welche politische Meinung legitim sei und welche nicht tolerierbar. Entsprechend er damit die Wähler, die hinter dieser Partei stehen, faktisch von der demokratischen Möglichkeit zur friedlichen Übernahme der Regierungsgewalt ausschließt. Im Endeffekt also einen Grundkonsens der Demokratie sprengt. Eine gesellschaftliche Gruppe, deren Möglichkeit zur Mitwirkung oder Bestimmung des demokratischen Prozesses von vornherein ausgeschlossen wird, wird damit der Grund weil die Möglichkeit entzogen, sich überhaupt noch an der demokratischen Willensbildung zu beteiligen und wird gezwungen auf andere Mittel zur politischen Machtnahme zurückzugreifen.

    Was gemeinhin - freilich nur von ohnehin Gegnern der FPÖ - als Zeichen gegen Rechtspopulismus des Präsidenten gelobt wird, ist eigentlich ein Armutszeugnis für die Demokratie und lässt, wie auch hier zulande bei der Aktion gegen die AfD, eher am Demokratieverständnis der selbst ernannten Verteidiger der Demokratie zweifeln. Denn auch wenn es gerne so dargestellt wird, hat keine der beiden Parteien (im Gegensatz zum Beispiel zu Kräften wie der NPD) Anlass dazu gegeben, sich um den Erhalt des demokratischen Systems zu sorgen. Das man mit der Poltik dieser Parteien nicht einverstanden ist, rechtfertigt hingegen keinesfalls ein solches, moralisch begründetes, Vorgehen.

    Man stelle sich die allgemeine Empörung vor, wenn sich heute, wie seinerzeit gegen die Grünen, ein Politiker der Konservativen/ Rechten hinstellen würde und den Grünen Unmoralität vorwerfen und ihr deshalb die demokratische Legitimität absprechen würde, wenn sie so widerwärtige Praktiken wie die von Homosexuellen unterstützen.

    Die Linke scheint auch vergessen zu haben, dass sie das, was sie jetzt gegenüber den Rechten an Medialen Geschützen, parteipolitischer und gesellschaftlicher agitation und politisch-staatlichen Machtmitteln gegen die pösen Rechten in Stellung bringen, noch vor einigen Jahrzehnten selbst harsch kritisiert und verurteilt haben, als der konservative Zeitgeist diese Dinge genutzt hat, um gegen sie selbst vorzugehen.

    Back to Topic:
    Die Nicht-Anerkennung einer Wahl ist sicher ein berechtigtes Unterfangen, wenn es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten oder Lücken für Manipulation bei einem gleichzeitig sehr knappen Wahlausgang gibt, so wie das in Österreich bei der Präsidentenwahl durchaus der Fall war. Bei ein paar Tausendstimmen zwischen Sieg oder Niederlage ist dann doch sehr relevant, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist, entsprechend war es richtig, wenn die FPÖ das Ergebnis noch einmal einer Prüfung unterzieht.

    Der Skandal bei Trump ist, dass er den demokratischen Wahlprozess im Vorfeld und generell bereits beschädigt, in dem er mit den Verschwörungsvorwürfen das Prozedere in Zweifel zieht. Er erweckt damit anders als bei Al Gore seinerzeit nicht den Eindruck es gehe um eine punktuelle Ungenauigkeit oder Unstimmigkeit sondern delegitimiert von vornherein den gesamten Prozess als Farce und untergräbt damit das in demokratischen Systemen enorm wichtige Grundvertrauen in die allgemeine Richtigkeit demokratischer Abläufe.

    Das ist wirklich noch einmal ein Unterschied.

  17. #37
    Zitat Zitat
    Es ist höchst utopisch und positiv, wenn in der Theorie angenommen wird, dass der in freier, allgemeiner Persönlichkeitswahl von einer einfachen Mehrheit aller österreichischen Wähler ernannte Präsident unabhhängig von Parteizugehörigkeiten eine Person auswählt, die wieder einen von Parteizugehörigkeiten unabhängige Mehrheit aus den hoffentlich besten Köpfen bilden wird, welche die Geschicke des Staates bestimmen.
    Genau das tut dieser Präsidentschaftskandidat aber nicht. Van der Bellen hat bekundet, dass er kein Problem mit Strache, also die Eigenschaften der Person an sich, sondern mit der Partei hat. Er wählt also nicht parteiunabhängig den besten Mann sondern ernennt niemanden der Partei zum Regierungschef, selbst wenn 80% der Bevölkerung diesen für den besten halten würden.

    Genau so antidemokratisch ist Hofers Erwähnung, die gewählte Regierung zu entlassen, wenn er sie schlecht findet. Oder findest du das auch demokratisch?

    Zitat Zitat
    Er erweckt damit anders als bei Al Gore seinerzeit nicht den Eindruck es gehe um eine punktuelle Ungenauigkeit oder Unstimmigkeit sondern delegitimiert von vornherein den gesamten Prozess als Farce und untergräbt damit das in demokratischen Systemen enorm wichtige Grundvertrauen in die allgemeine Richtigkeit demokratischer Abläufe.
    Kannst du mal, bezugnehmend auf meinen Post 3x drüber, beschreiben wo er solche Aussagen gemacht hat? Insbesondere wo er den ganzen Prozess als Farce abtut? Ich finde Kritik zum Ablauf einer Wahl völlig in Ordnung, wenn sie berechtigt ist. Der demokratische Prozess muss kritisch betrachtet und kontrolliert werden, sonst hast du Wahlen wie in Nord Korea.

    Geändert von Surface Dweller (21.10.2016 um 21:37 Uhr)

  18. #38
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Ist dann nur wieder eine praktische Frage, nämlich die danach, wie gut ein Kanzler ohne eigene Parlamentsmehrheit regieren kann, zum anderen geht es hier nicht um die Befähigung eines spezifischen Kandidaten, sondern die Aussage bezog sich auf eine Partei generell und damit auf eine komplette politische Ausrichtung. Entsprechend entscheidet der Präsident, damit nicht nach der Befähigung eines personellen Kandidaten sondern nach dessen ideologischer Befindlichkeit und erkennt die eine politische Ausrichtung damit an und eine andere nicht, entscheidet damit also, welche politische Meinung legitim sei und welche nicht tolerierbar.
    Die Realität ist erstens, dass Mandatsfreiheit nicht gegeben ist und zweitens, dass die Parteien nicht die besten Leute für die anstehenden Probleme ins Parlament abstellen. Drittens hat die FPÖ schon mal gezeigt, dass ihr Personal nicht gut ist und viertens hat die Aufnahme der FPÖ in die Bundesregierung dem österreichischen Staat schon unter Schwarz-Blau schon nicht schlecht geschadet.

    Van der Bellen's Weigerung ist eine Anerkennung der realpolitischen Begebenheiten und angesichts des demokratischen Mandats hat er auch rein numerisch vermutlich das Recht dazu.

    Zitat Zitat
    Genau so antidemokratisch ist Hofers Erwähnung, die gewählte Regierung zu entlassen, wenn er sie schlecht findet. Oder findest du das auch demokratisch?
    Er hat das Mandat dazu, genauso wie van der Bellen es hätte wenn er gewählt werden würde, und es ist Teil seiner Funktion dies zu tun, wenn er es für notwendig erachtet. Nebenbei tangiert die Entlassung der Regierung nicht die Zusammensetzung des Parlaments und verzerrt somit nicht die Wahlergebnisse oder den tatsächlichen Zulassungsprozess für Gesetze. Also selbst wenn er dann eine reine FPÖ-Minderheitsregierung einsetzen würde, müssten alle Gesetze immer noch durch besagtes, demokratisch und nach dem Verhältniswalrecht besetzes Parlament.
    Und selbst in den gestzesformenden Gremien existiert immer noch ein verhältnismäßiges Mitspracherecht der Opposition, also selbst dort ist die theortische FPÖ-Alleinregierung nicht wirklich allein oder in der Mehrheit.

    Geändert von Ianus (21.10.2016 um 22:04 Uhr)

  19. #39
    Trump sagt, bevor die Wahl überhaupt stattgefunden hat, mal schauen, ob er das Wahlergebnis akzeptieren kann. Das zeugt weniger von Sorge um die Demokratie, sondern von einem allgemeinen Misstrauen gegenüber dem demokratischen Prozess. Wenn du schon vor der Wahl ausdrücklich vorbehältst die Wahlergebnisse prüfen zu wollen, in dem du ausdrückst, dass ich mri erstmal das Ergebnis anschauen muss, dann zeugt das nicht von einem generellen Ver- sondern Misstrauen gegenüber dem demokratischen Apparat. Der Normalzustand ist nicht die legitime Wahl sondern der Wahlbetrug. Eine solche Aussage ist vllt. in einer korrupten Bananenrepublik angebracht, in einer Demokratie wie der USA ist das, trotz ihrer offensichtlichen Fehler, ein gefährliches Spielen mit Ressentiments gegenüber der demokratischen Ordnung, die eben dadurch beschädigt wird, wenn deren Legitimität fragwürdig gemacht wird. Es gibt derzeit nämlich keinen Anlass dafür, dieses Ergebnis erst prüfen zu müssen.

  20. #40
    Zitat Zitat von Surface Dweller Beitrag anzeigen
    Verblüffend allerdings, wie das auch hierzulande breitgetreten wird, insbesondere auch in Österreich, wo der grüne Präsidentschaftskandidat (der ironischerweise auch schon Präsident wäre, wäre die Wahl nicht angefochten und für ungültig erklärt worden) geradeheraus sagt, dass er als Präsident einen gewählten FPÖ-Bundeskanzler nicht angeloben würde.
    Was heißt "hierzulande"? Ich verfolge zwar nicht jede einzelne Landespresse, aber immerhin ist das ein ziemlicher GAU laut deutschen, britischen und amerikanischen Medien - davon, dass die Republikaner selbst gerade ordentlich zusehen, dass sie Land gewinnen aufgrund dieser Äußerung, mal ganz zu schweigen.

    Trumps rumgeeiere bei der Antwort ist ein Problem, weil es mehrere Dinge impliziert: Entweder, die Wahlen sind komplett gefälscht, oder er pfeift auf die Wähler. Beides wäre für eine Präsidentschaftswahl eine Katastrophe. Dass das in Trumps falle, wie er ja auch prompt bei nächster Gelegenheit witzelte, heißt "Wenn ich gewinne ist alles super, aber sonst war's Betrug!" kann man sich denken.

    Schon jetzt schadet diese Farce von Wahlkampf dem politischen System und Ansehen gewaltigt - schau dir bspw. mal die Artikel zum gestrigen Benefizessen an; eine traditionell friedliche Veranstaltung bei dem Clinton und Trump es aber wieder nicht lassen konnte -' wenn jetzt noch suggerier wird, es sei legitim den ganzen Prozess zu Untergraben, wenn es einem in den Kram passt (!= berechtigte Kritik), ist das der größtmögliche Tritt in die Leistengegend.

    Trump übt keine berechtigte Kritik, er plärrt los wenn ihm nicht passt, dass sein Verhalten ein Echo bewirkt. Er baut sich eine kleine Fantasiewelt, in der grundsätzlich jemand anders die Schuld hat.

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