Die Diskussion ist doch schon tausend mal breitgetreten worden, ich habe da ehrlich gesagt gar kein großes Interesse mehr, drüber zu reden. Letztlich läuft es immer auf dieselben Argumente hinaus. Wir diskutieren ja auch nicht mehr über Gewalt in Videospielen, ein Thema, das durchaus auch mal umstritten und heftig diskutiert war.

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Ich kann mich Sölf da nur anschließen. Schonmal auf die Idee gekommen, dass solche Änderungen zwar ein paar möglicherweise vorhandene anzügliche/zweideutige (und in den meisten Fällen dennoch völlig harmlose) Szenen für besonders empfindliche Leute akzeptabler machen, dafür aber aller Wahrscheinlichkeit nach sehr viel mehr Szenen bzw. der gesamte Rest des Spiels in jenen Zusammenhängen plötzlich unglaubwürdig oder seltsam sinnentstellt wirkt, weil das Verhalten nicht mehr zur gegebenen Beschreibung passt, oder durch sowas die ganze Gruppendynamik durcheinandergewürfelt wird? Mal ganz abgesehen davon, dass das unmittelbare Änderungen an Storyinhalten sind, die die Intentionen der Autoren verfälschen und ja, so etwas finde ich aus solchen Gründen, wenn es nicht gerade deutliche, drastische Fälle sind, ebenfalls "hirnrissig". Zumal so etwas an der visuellen Darstellungsweise überhaupt nichts ändert (diejenigen, die sich normalerweise empören würden, aber für die durch ein paar neue Zahlenwerte, egal wie unrealistisch im Gesamtzusammenhang, auf einmal alles in bester Ordnung ist, setzen komische Prioritäten), und somit potentiell mehr kaputt macht, als es nützt. Ich will nicht erst für jedes Spiel recherchieren müssen, wie denn die Charakteristika meiner Party tatsächlich (/in Japan) aussehen. Wie gesagt, bei Bravely Default wurde genau das Gleiche gemacht. Für erzählerisch geprägte Medien ist das relative Alter der Figuren üblicherweise von zentraler Bedeutung, umso stärker in jüngeren Lebensabschnitten, wo Welten von Unterschieden zwischen nur ein paar Jahren mehr oder weniger liegen können.
