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Thema: [ZOOOOOmmxBIES! Staffel 3] Station 6 – Never forget the Alamo

Baum-Darstellung

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  1. #11
    „Tsss.“, machte Liz nur noch grinsend und winkte ab, als Jackman davon sprach, dass der Weg freigeschossen wäre und sie sich keine Sorgen zu machen brauchte.
    „Kaum verirrt er sich einmal aus seiner Siedlung mit den meterhohen Mauern, will er mir was von Gefahr erzählen.“ Sie zwinkerte ihm zu und machte sich dann daran, ihr Zeug zusammen zu packen.
    „Natürlich komme ich mit ins Hotel. So nett die Skypeople auch sind, wahrscheinlich kriegen wir die Gefangenen so nie raus…“

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    Noch immer roch es leicht brandig, als sie schließlich an der ehemaligen Messehalle angekommen waren.
    Das Leben in der Wildnis und Apokalypse der zerstörten Welt hatte sie gelehrt, welche Schicksale sie treffen konnten und neben dem allgegenwärtigen Geruch an faulendem Fleisch konnte man nach einigen überlebten Monaten auch den Geruch von Benzin und Sprengstoff wahrnehmen, der hier deutlich über der Halle lag.
    Ihr erster Impuls, ihre erste Annahme, dass Jemand die Säulen gesprengt hatte, um an die Bewohner des Daches zu kommen, hatte sich als richtig heraus gestellt.
    Zwar hatten die Skypeople nur den östlichen Teil des Gebäudes „bewohnt“, man war versucht, „bewirtschaftet“ zu sagen, doch das anschließende Feuer hatte das ganze Gebäude in sinnloser und brutaler Gewalt und Feuersbrunst zerstört und ein weiteres Bauwerk der Menschen vor dem großen Zehren zerstört.

    Jackman und Evi hielten auf den Fluss zu, der die beiden Gebäude voneinander trennte, da der Schutt ihnen dort exzellent Deckung geben würde und von dort aus konnten sie erkennen, dass hier eine Art Schlacht getobt haben musste.
    Enigma hatte schon zugegeben, dass seine Leute keine Soldaten oder Krieger waren und sich deutlich mehr auf die Kunst der Sprache verstanden, doch was die Beiden hier sehen konnten, kam einem Massaker gleich.
    Mit dem Mut von Todesverachtung hatten sich die Leute von Enigma auf den Feind gestürzt, als ihr Dach sich gleich einer Plattform geneigt hatte und sie ihren Feinden sozusagen fast in die Klauen „gespült“ hatte.
    Es war offensichtlich, dass die Kultisten diesen Schlag genau berechnet haben mussten und der Moment ihres Angriffes konnte kein Zufall sein. Laut Enigma hatten sich die Kultisten bisher die Zähne ausgebissen, da sie in ihren massigen Leibern nicht klettern konnten. Die Skypeople, die fast dreißig zerfetzten Leichen, die hier lagen, gingen vielleicht nicht unbedingt auf das Konto ihres Trecks. Doch der Gedanke, das keine Stimmchen, dass Evi und Hugh zuflüsterte, dass die Skypeople angegriffen worden waren, um als potentielle Verbündete für Shengs Hope nicht in Frage zu kommen, drängte sich mehr und mehr auf.
    Mit selbstgebauten Waffen und Kampfesmut hatten die Pflanzer und Agenten auch einige der Kultisten zu Fall gebracht, doch der Blutzoll war mehr als ungleich verteilt.

    Und dann hörten die Beiden Stimmen. Heiser, doch laut, ein Krächzen wie unter großer Anstrengung und voll bitterbösem Unterton.

    Jackman: Handwerker: Bestanden! (erleichtert)
    Evi: Packesel: Bestanden!


    Geschickt duckten sich die Beiden in die schwarzverbrannte Ruine und die Gefahr wie immer kaum scheuend, stapften sie auf die Stimme zu, sich versteckt haltend, über Scherben und Schutt schreitend.
    Und dann sahen sie direkt vor sich eine riesige umgestürzte, schwarzverbrannte Stahl-Beton-Säule, hinter der sie sich duckten. Obschon der Boden übersät war mit allerlei Trümmern, die Lärm machen mussten, gelang es ihnen perfekt, sich anzuschleichen und in Deckung zu bleiben.

    Direkt vor ihnen war ein Teil des Daches heruntergekommen und fiel ähnlich schräg ab wie sie es auch bei den anderen kontrollierten Sprengungen getan hatte, die Todesfalle für die Skypeople auf dem Dach offenbarend.
    Hier war die geheiligte Druckerpresse Enigmas, ein recht großer, manuell betriebener gußeiserner Klotz nach unten gerutscht und hatte einen Kultisten überfahren und gegen eine halbzerstörte Säule geworfen. Sein nun ruhender Leichnam lag da, halb in die Maschine eingeklemmt und vollkommen zerschmettert.

    Hugh und Evi versuchten mehr zu erkennen, zumal sie die Stimme noch immer hörten und blickten dann mitten in ein lachendes, pausbäckiges Gesicht:


    Direkt vor ihnen, in Blickrichtung ihrer Feinde, prangte eines der unnachahmlichen Propagandaplakate der Skypeople im Stile der Plakate aus dem kalten Krieg, wie sich Jackman noch vage erinnern konnte. Ganz typisch mit klugem Spruch und Bild und einer gehörigen Portion Patriotismus.
    Als sie das Stück Papier jedoch vorsichtig zur Seite schoben und durch den entstehenden Schlitz zweier Betonblöcke blicken konnten, erkannten sie den Rest der Szenerie, der an der Druckerpresse stand.

    Eine hochgewachsene Frau mit strahlend blondem Haar und bleichen, unnatürlich makellosem Gesicht. Neben ihr stand ein recht junger Mann, der ein Pferd am Zügel führte, des ebenfalls wirkte, als wäre es mit Drogen behandelt worden, ähnlich wie das Pferd des McAldrin. Neben den beiden Familienmitgliedern aus dem Tempel der Kultisten, standen auch zwei der muskelbepackten Kultisten in den schwarzen Roben und den Masken, offensichtlich die Leibwächter der Beiden.
    Die Frau ließ bedächtig den Finger über die Presse fahren und ein Grinsen umspielte ihre Mundwinkel und das aristokratisch wirkende Gesicht. Ihre Stimme klang unnatürlich sanft, während sie sprach, während die des jungen Mannes neben ihr, der sie mit unverhohlener Bewunderung anblickte, das Krächzen war, das sie hierher gelockt hatte.

    „Da schickt uns der Heiland selbst die Waffe des Feindes. Endlich gefunden. Des Großmeisters Traum seiner Bibel kann also wahr werden.“
    Der junge Mann lachte krächzend.
    „Gut, Bruder Victorius, Eile ist geboten. Bruder Jack wird die Truppe um den Apostel nicht für immer aufhalten können. Irgendwann wird auch er klein beigeben müssen.“
    Der Mann nickte und machte sich bereit, sein Pferd zu satteln. „Bruder, du wirst zu Bruder Jack McAldrin reiten und dich darüber informieren, wie sein Gefecht läuft. Danach wirst du ihm befehlen, den Kampf langsam aber sicher zu verlieren. Er soll die Leibwache des Apostels stark dezimieren, aber kampffähig genug halten, damit sie Adam beschützen können auf ihrer Reise.“
    Sie lächelte nun wieder versonnen.
    „Brutus und Herakles hier werden die Druckerpresse zum Großmeister bringen, so dass sein Werk mit Ankunft des Messias und seines Apostels beginnen kann. Ich selbst werde mich aufmachen und dafür sorgen, dass alles vorbereitet ist. Es wird Zeit, diesen Sheng seiner Berufung und seinem Schicksal vorzustellen.“
    „Zu Befehl, Herrin.“
    , krächzte der junge Mann und bestieg sein Pferd. „Ich reite sofort los, doch, wenn ich es wagen darf… Ihr seid alleine?“
    „Ja. Und wehrhaft genug. Es sind nur wenige Schritt bis zum Tempel. Was soll mir schon passieren?“, sie lachte glucksend und fröhlich, ein Laut, der die Ohren des jungen Mannes rot werden ließen, als würde die Kultistin mit ihrem Schicksal und der Gefahr regelrecht liebäugeln oder kokettieren. Der Eindruck wurde noch verstärkt, als sie einen feinen Speer aus silbrigem Chrom und Metall vom Boden wieder aufhob. „Ich bin keinesfalls nackt…“, gurrte sie.

    Jackman und Evi sahen sich an und wussten, dass nun Eile geboten war!
    Sie waren nur zu zweit, hatten aber drei wichtige Aufgaben vor sich – sie konnten sich entweder aufteilen oder zusammen bleiben. (Alleine: Probe um 10% erschwert, zusammen, Probe um 20% erleichtert)
    Und sie mussten sich entscheiden, was sie tun wollten – die weibliche Tempelvorsteherin war vielleicht wichtig und ihr Tod würde die Verteidigung ihrer Gegner schwächen! (Kampfprobe)
    Auf der anderen Seite war es vielleicht wichtig, den Boten Victorius aufzuhalten, der unterwegs zu dem Mann war, den sie bereits lange schon geschlagen hatten und dessen sterbliche Überreste der einzige Beweis war, wie weit die Reisenden in Wirklichkeit schon vorgedrungen waren. (Plan auf Hinterhalt + entweder Kampf- oder sportliche Probe)
    Oder sie konnten versuchen, die beiden Kultistenbrecher aufzuhalten, die sich gerade daran machten, die Druckerpresse abzutransportieren. Für Enigma war dieses Objekt alles und er würde es ihnen sicherlich niemals vergessen, sollten sie es für ihn beschützen und bergen. (Kampfprobe)

    Geändert von Daen vom Clan (26.10.2015 um 22:21 Uhr)

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