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Auserwählter
Spiel ist zwar offiziell noch nicht erschienen in Europa, aber ein Händler in meiner Stadt hat es schon früher. Ich habe A Fragmentary Passage ein bisschen gespielt, aber nicht zu lang, da es ja nun nicht sonderlich umfangreich ausfallen soll und ich mir die Zeit gut einteilen möchte um möglichst viel davon zu haben.
Also erst mal zum Anfang, Wow, richtige Gänsehaut. Das Spiel hat so ein richtiges Blockbuster Feeling, wie man es von einem Hauptteil erwarten würde, man bekommt schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Präsentation eines Kingdom Hearts 3.
Zur Story an sich, es ist schlichtweg immer noch ein Kingdom Hearts, man hat nicht viel an der Formel geändert es gibt sehr viele Zwischensequenzen zwischen den spielbaren Passagen, so viele dass es manche vielleicht stören könnte, aber mir kommt das ganz recht, denn gerade dadurch besitzt das Spiel eine so dichte Erzählung.
Man sollte jetzt auf jeden Fall nicht den Tenor einer Disneywelt erwarten, wer schwermütige Erzählungen nicht abkann wird vielleicht weniger Spaß an A Fragmentary Passage entdecken.
Die Atmosphäre im Reich der Dunkelheit ist unglaublich erdrückend und deprimierend, Aqua scheint schon Ewigkeiten in dieser Welt festzustecken und weiß selbst nicht so Recht wo sie überhaupt hinläuft. Ständig Erinnerungen die Aufblitzen, Halluszinationen, absolute Einsamkeit, das hat sich jetzt über weite Teile gezogen, finde ich aber dennoch nicht nervig, sondern greifbar, denn genau so kommt die entsprechende Atmosphäre auf.
Das Gameplay ist ebenfalls noch sehr den neueren Spin-offs ähnlich, nur dass es nun keine Deckkommandos mehr gibt. Dafür ist jedoch Magie in dem Spiel nun um ein vielfaches wirkungsvoller geworden, ich glaube in Kingdom Hearts 2 kenne ich niemanden der ernsthaft viel damit herumhantiert hat.
Möglicherweise liegt das aber auch daran dass die Zauber alle schon auf der höchsten Stufe verfügbar sind, das ist nämlich auch eine sehr coole und nachvollziehbare Sache. Aqua startet das Spiel direkt auf Level 50, nen krassen Schlüsselschwert und Highlevel Fähigkeiten, den ganzen Pipapo, den man sich normalerweise in Kingdom Hearts in 30 Stunden erarbeiten muss. Das macht ja auch alles Sinn, denn schließlich ist Aqua eine Schlüsselschwertmeisterin und durch die Geschehnisse in Birth by Sleep ja wohl genug kampferfahren, als dass man jetzt plötzlich ohne Grund wieder auf Stufe 1 zurück fällt. (ich bin ja mal gespannt wie sie das dann bei Sora erklären wollen.)
Ein besonders geiler moment war als ich gemerkt habe dass man auf die Eiszapfen, die man mit Eisga beschwört, selbst grinden kann und den Gegner dann in einer fahrenden Kombo noch weiter behakt, das klappt zwar nicht ganz perfekt ist aber schon mal ein sehr geiler Ansatz, der vielleicht auch noch für Rätsel Anwendung finden könnte.
Besonders motivierend ist wohl dass man bei dem Spiel dazu angehalten wird, die Augen so gut es geht offen zu halten, man kommt recht schnell in ein offeneres Gebiet und bekommt dann "Missionen" freigeschaltet, das sind dann Anforderungen die man erfüllen muss, wie "5 Angriffe kontern" oder "den höchsten Punkt auf der Map erklimmen" als Belohnung gibt es für jede dieser Aufgaben ein Accessoire, Kleidungsstücke mit denen man Aqua visuell anpassen kann. Darunter eben Kopfbedeckungen, Armschienen, was für den Rücken und verschiedene Muster die man über die Kleidung stülpt, alles mit Farben anpassbar. Ich fühlte mich ein klein wenig an Lightning Returns erinnert, aber ich mag solche Anpass-Features und vor allem macht es das nur umso motivierender die Missionen anzugehen. Ich denke mal dass sie damit die an sich kurze Spielzeit von A Fragmentary Passage ein bisschen strecken wollen.
Zu guter Letzt sei noch die Kulisse erwähnt, woooah was man da für eine Pracht geboten bekommt ist wirklich sondergleichen, noch die sah diese Reihe so gut aus. Man hängt in einer Welt fest in der die Zeit stehen geblieben ist, als solches sieht man haufenweise Trümmer aufeinandergestapelte Gebäude und verschiedene zerstörte Disneywelten zu einem riesiegen Klumpatsch vereint, aber alles auf eine wundervolle Weise mit einem Aurora umhüllten Sternenhimmel. Richtig schön anzusehen und die atmosphärische Musik tut dabei ihr übriges.
Also bislang habe ich einen sehr guten ersten Eindruck, ich könnte mir aber vorstellen dass das Spiel trotzdem nichts für jeden ist, durch die spielflussunterbrechende Handlung und dem sehr deprimierenden Setting.
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