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Thema: Agentur für Arbeit - Echte Hilfe oder Abstellgleis?

  1. #121
    Das klingt schon schwierig - die Situation. Klingt erst mal nach viel Studium und dann danach außer der erwähnten Selbtständigkeit (die wohl nur gelegentlich is, dass man nich davon leben kann) nich nach viel Phasen mit angestelltem Arbeitsverhätlnis. Spontan als Laie ... ich wüsst auch gar nich wo man so Leute braucht bzw. wo/ob es da überhaupt sehr großen Bedarf gibt. So kleine Werbeagenturen werden ja sicher ihre eigenen Werbefachleute haben - wieder ein anderer Ausbildungszweig.

    Die Konzerte und Fernsehsender - das klingt eher so nach Richtung "Event-Agentur" (die mal alles mögliche machen an Veranstaltungen wo auch Ton gebraucht wird) und eben die Fernsehsender ... wäre mal interessant zu wissen, wie viel Personalbedarf die haben. Wenn da ein Nischensender natürlich nur ein paar Leute hat und die größeren Sender doch ein paar mehr (da natürlich viele Leute hin wollen) - dann bleibt da nich vermutlich trotzdem nich sooo viel. Das gibts ja auch jetzt sicher nich alles wie Sand am Meer.

    Kann mir gut vorstellen, dass nebenher eigene selbstständige Tätigkeit auch nix zählt. Weil das ja keiner fremd beurteilt (man kein Zeugnis hat) - und dann die andern das nich für so glaubwürdig halten. Ich hab das schon so gehört in andern Bereichen. (Da müsste man wahrscheinlich schon großartige "Referenzen" vorweisen und für große namhafte Firmen was gemacht haben, etc.)

    Da ist das Jobcenter dann sicher auch überfordert - das kann ich mir gut vorstellen. Die sind ja schon mit leichteren Sachen überfordert. Da wird sicher das übliche Muster gefahren: Man lässt mal bewerben und schickt ein paar Vorschläge, die mehr oder weniger passen (meist weniger) - und dann in regelmäßigen Abständen mal ne Maßnahme, von der man sich bessere Vermittlungschancen erhofft. (Die natürlich nix bringt.) Und dann das wiederholend.

    Da können eigentlich nur echte und teure Umschulungen was bringen - wenn jemand woanders hin will. Oder aggressiv - wenn man in dem Bereich bleiben will - versuchen "billig" einzusteigen. Praktika (die natürlich auch nich ewig sein sollen - und es auch nich sein dürfen. vom Jobcenter aus) - und eben dieser "Eingliederungszuschuss" den es ja auch geben soll. Da weißen die aber auch nich jeden drauf hin. Und bringt halt je länger jemand "raus" ist auch nich viel, wenn dann doch berufserfahrene Leute noch in Konkurrenz sind und sich auch bewerben. Ich weiß jetzt nich wie es mit den Quereinsteigern dort aussieht. Das scheint ja vermutlich doch gut anzukommen dann - wenn da kein Reinkommen mehr ist. Sprich: Die Erfahrungen die die aus andern Bereichen mitbringen ... das wird alles genug sein bzw. sogar eher ein Mehrwert, auch wenn die in derm "Hauptfach" weniger Fachkenntnisse mitbringen.


    Ich würde da nich von "weigern" sprechen. Zumindest nich bei dir speziell. Eher ist es so, dass die wenig fähig sind. Die glauben sie hätten Ahnung von den realen Verhältnissen "draußen" - hocken aber auch nur in ihrem Büro. Haben irgendwo mal bissl was übern Arbeitsmarkt gelesen .. wie und wo Stellen so frei sind. Aber ansonsten ... praktisch wissen die da auch nich wie es da abläuft, die vom Jobcenter. Da hocken teils Leute die schon von Bewerbungsunterlagen noch veraltete Vorstellungen haben. (Wobei das immer besser wird - hab auch schon erlebt, dass man - was modern ist - anspricht, dass es ja nich pauschal zu sagen ist, weil je nach Personaler da auch jeder andere Vorstellungen haben kann wie ne Bewerbung aussieht. Aber solche die stur irgendwelche alten Vorlagen empfehlen ... das gibt es schon noch. Das hilft natürlich niemandem.)

  2. #122
    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    Ich kann relativ gute Musikproduktionen liefern, instrumentieren, orchestrieren, Kamera führen, Nachrichtenbeiträge machen (TV und Radio), Bild und Ton schneiden, Bild und Ton mischen, unterrichten, Lautsprecher und Soundsystem durchmessen, Heimkino- und Abhören-Räume konzipieren, Lautsprecher bauen, Sprachregie führen, Musikregie führen, Live-Konzerte planen und durchführen, durckereikonform layouten (InDesign mit Illustrator und Photoshop), analogen Bandschnitt durchführen, Kabel löten und redaktionell arbeiten. Diese Sachen kann ich - um es mal überspitzt zu formulieren - professionell und guten Gewissens gegen Bezahlung erledigen. Im musiktheoretischen Bereich kann ich zudem einen akademischen Abschluss nachweisen, genau wie im Projektmanagement und in der Tontechnik. Diese Abschlüsse sollten über die bloße Tätigkeit noch hinausgehen und selbstständig Transferleistungen ermöglichen.
    Stellst du diese Kompetenzen in einer Bewerbung denn genauso zur Schau wie hier gerade? In diesem Fall würde es mir nämlich außerordentlich schwer fallen, zu glauben, dass dich keiner will. So wie ich das sehe, steht dir rein prinzipiell die komplette Elektronikbranche offen und ich glaube eigentlich auch, dass diese Art der Qualifikation um einiges besser ankommen müsste, als ein "klares Profil", weil du in letzterem Fall davon ausgehen müsstest, dass die Industrie "Fachidioten" sucht und das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Aber werden wir mal konkret. Vielleicht hab ich ja ein paar Ideen, auf die du selbst noch nicht gekommen bist. Wenns was mit Lautsprecher etc. sein soll: Hast du mal bei Sony, Medion, Teufel, etc. nachgefragt? Oder Veranstaltungstechnik im Rahmen von Musikfestivals oder im Theater? Hast du eine Internetdomain, auf der du deine selbst komponierte Musik oder Filmprojekte einstellst und auf die du in deiner Bewerbung verweisen kannst (notfalls einfach eine CD beilegen)? Wie sieht es mit Bewerbungen bei diversen Radiosendern aus (anfangs vielleicht Internetradio, da wollen ggf nicht so viele hin)? Wie sieht deine Bewerbung überhaupt aus? Unterscheidet sie sich signifikant von den anderen Bewerbungen, die ein Personaler pro Tag haufenweise liest?

    Zum Jobcenter: Ich würde mich nicht allein auf die verlassen. Das sind zum Teil auch nur Menschen mit mittlerer Reife, die mit deinen Qualifikationen möglicherweise nicht sonderlich viel anfangen können. Verständlich, denn dafür müssten diese Leute das alles selbst mal gemacht haben. Dementsprechend wird es für die auch schwierig, dich passend zu vermitteln. Sieh es deshalb nur als eine Art Unterstützung an, bei der du aber immer noch die Hauptarbeit übernimmst, denn kein anderer weiß besser, wo du mal hin willst, als du selber.

    Hand aufs Herz: Putzt du grad echt Klos oder ist das im übertragenden Sinne gemeint? Ich würde die Situation gerne besser verstehen.

  3. #123
    Zitat Zitat von PeteS
    Spontan als Laie ... ich wüsst auch gar nich wo man so Leute braucht bzw. wo/ob es da überhaupt sehr großen Bedarf gibt.
    Den Bedarf in der gesamten Branche würde ich so als mittel einstufen. Es gibt immer wieder Stellenanzeigen in dem Bereich und es heißt von allen Seiten, dass immer Leute gesucht werden. Selbst beim Fernsehen, das ja wegen YouTube angeblich tot sei.

    Zitat Zitat
    Die Konzerte und Fernsehsender - das klingt eher so nach Richtung "Event-Agentur" (die mal alles mögliche machen an Veranstaltungen wo auch Ton gebraucht wird) und eben die Fernsehsender ... wäre mal interessant zu wissen, wie viel Personalbedarf die haben. Wenn da ein Nischensender natürlich nur ein paar Leute hat und die größeren Sender doch ein paar mehr (da natürlich viele Leute hin wollen) - dann bleibt da nich vermutlich trotzdem nich sooo viel. Das gibts ja auch jetzt sicher nich alles wie Sand am Meer.
    Es ist insgesamt sehr schwierig ein Volontariat zu bekommen. Das ist egal, ob Du das beim lokalen Kack-Fernsehsender mit maximal 50000 Zuschauern oder beim ZDF machst. Hauptsache Du hast eines gemacht. Dann steht Dir auch der Weg zum Redakteur offen. Redakteure werden tatsächlich im Moment händeringend gesucht - nur müssen die Bewerber schon ein Volontariat gehabt haben. Daher sind rund 10 Bewerbungen von mir für die Richtung abgelehnt worden. Auch die für den Video-Journalisten als auch die für den Kameramann (ohne Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton bei kleinen Sendern bzw. ohne Studium Kamera an der Filmhochschule bei großen Sendern).

    Zitat Zitat
    Kann mir gut vorstellen, dass nebenher eigene selbstständige Tätigkeit auch nix zählt. Weil das ja keiner fremd beurteilt (man kein Zeugnis hat) - und dann die andern das nich für so glaubwürdig halten. Ich hab das schon so gehört in andern Bereichen. (Da müsste man wahrscheinlich schon großartige "Referenzen" vorweisen und für große namhafte Firmen was gemacht haben, etc.)
    Exakt. So läuft der Hase. Aber selbst große Namen auf meiner Referenzenliste bringen nicht viel. Man kann ja einmal eingesprungen sein oder nur Kabel getragen haben...

    Zitat Zitat
    Da ist das Jobcenter dann sicher auch überfordert - das kann ich mir gut vorstellen. Die sind ja schon mit leichteren Sachen überfordert. Da wird sicher das übliche Muster gefahren: Man lässt mal bewerben und schickt ein paar Vorschläge, die mehr oder weniger passen (meist weniger) - und dann in regelmäßigen Abständen mal ne Maßnahme, von der man sich bessere Vermittlungschancen erhofft. (Die natürlich nix bringt.) Und dann das wiederholend.
    Bei mir war das Jobcenter ziemlich bösartig - zumindest mein Sachbearbeiter. Haben mir auch meinen Lebenslauf um die Ohren gehaun und mich als Nichtsnutz beschimpft. So einen Lebenslauf hat noch keiner von denen gesehen. Daher wurde ich auch automatisch als nicht vermittelbar eingestuft.

    Zitat Zitat
    Da können eigentlich nur echte und teure Umschulungen was bringen - wenn jemand woanders hin will.
    Habe ich versucht - habe aber leider die Ausbildung nicht bestanden. Ich sag's aber mal so: Es lag tatsächlich nicht an mir. Deshalb habe ich mir noch mal den Luxus eines richtigen Musikstudiums gegönnt, da ich auch Bafög erhalten konnte. Dieses ist jedoch eher ein Upgrade zu meinem bisherigen Medien-Werdegang als eine echte Umschulung.

    Zitat Zitat
    Ich würde da nich von "weigern" sprechen. Zumindest nich bei dir speziell. Eher ist es so, dass die wenig fähig sind. Die glauben sie hätten Ahnung von den realen Verhältnissen "draußen" - hocken aber auch nur in ihrem Büro. Haben irgendwo mal bissl was übern Arbeitsmarkt gelesen .. wie und wo Stellen so frei sind. Aber ansonsten ... praktisch wissen die da auch nich wie es da abläuft, die vom Jobcenter. Da hocken teils Leute die schon von Bewerbungsunterlagen noch veraltete Vorstellungen haben. (Wobei das immer besser wird - hab auch schon erlebt, dass man - was modern ist - anspricht, dass es ja nich pauschal zu sagen ist, weil je nach Personaler da auch jeder andere Vorstellungen haben kann wie ne Bewerbung aussieht. Aber solche die stur irgendwelche alten Vorlagen empfehlen ... das gibt es schon noch. Das hilft natürlich niemandem.)
    Ich habe mich ja nicht arbeitssuchend gemeldet. Erstens bleibe ich freiberuflich tätig, wobei ich teilweise einfach gar nichts verdiene und zweitens hätte ich eben den Status nicht vermittelbar, weshalb die mich in Maßnahmen stecken würden - zum Beispiel die Sache mit der Gebäudereinigung. Ich habe schon die Adresse der Firma bekommen mit der Bitte, mich dort vorzustellen, sollte ich Leistungen beantragen wollen. So viel dazu...

    Zitat Zitat von Ken der Kot
    Stellst du diese Kompetenzen in einer Bewerbung denn genauso zur Schau wie hier gerade?
    Ich passe jede Bewerbung individuell auf die jeweilige Stellenanzeige an. Zusätzlich hänge ich noch ein umfassendes Profil mit Referenzen in jedem Bereich an. Also ja.

    Zitat Zitat
    In diesem Fall würde es mir nämlich außerordentlich schwer fallen, zu glauben, dass dich keiner will. So wie ich das sehe, steht dir rein prinzipiell die komplette Elektronikbranche offen und ich glaube eigentlich auch, dass diese Art der Qualifikation um einiges besser ankommen müsste, als ein "klares Profil", weil du in letzterem Fall davon ausgehen müsstest, dass die Industrie "Fachidioten" sucht und das glaube ich ehrlich gesagt nicht.
    Das stimmt schon so. Wenn ich mich mit Leuten aus der Branche unterhalte, dann sagen die mir auch immer, dass ich sehr wohl gefragt sein müsste. Es sei einfach nur Pech. Allerdings ist es dann schon äußerst merkwürdig, dass es gerade keine Stellen gibt, auf die ich passe.

    Zitat Zitat
    Wenns was mit Lautsprecher etc. sein soll: Hast du mal bei Sony, Medion, Teufel, etc. nachgefragt?
    Tatsächlich Bose, B&O und Harman. So wie alle Automobil-Unternehmen und die Ingenieurdienstleister-Fremdfirmen. Aber Teufel werde ich vielleicht auch mal anschreiben. Danke für den Tipp.

    Zitat Zitat
    Oder Veranstaltungstechnik im Rahmen von Musikfestivals oder im Theater?
    Auch das. In mehreren Bereichen. Kein Interesse oder ein Stundenlohn unter dem Mindestlohn.

    Zitat Zitat
    Hast du eine Internetdomain, auf der du deine selbst komponierte Musik oder Filmprojekte einstellst und auf die du in deiner Bewerbung verweisen kannst (notfalls einfach eine CD beilegen)?
    Ich will jetzt hier nichts zeigen, da ich meine Identität hier nicht offenlegen möchte. Aber es gibt Einspielungen mit Orchester oder von Ensembles von meinen Stücken. Einige lege ich davon natürlich in der Regel bei, als Download (oder sehr selten sogar auf CD). Dabei kann ich dann einsehen, ob die Stücke von mir heruntergeladen werden. Das war aber bisher nie der Fall.

    Zitat Zitat
    Wie sieht es mit Bewerbungen bei diversen Radiosendern aus (anfangs vielleicht Internetradio, da wollen ggf nicht so viele hin)?
    Ich muss halt ein Volontariat machen. Ich habe mich dafür vor allem bei kleineren Sendern beworben. Aber auch da nie ne Antwort gekriegt.

    Zitat Zitat
    Wie sieht deine Bewerbung überhaupt aus? Unterscheidet sie sich signifikant von den anderen Bewerbungen, die ein Personaler pro Tag haufenweise liest?
    Die Bewerbungen sind relativ aufwendig gestaltet mit Layout, einzelnen Schlagwörtern und übersichtlichen Absätzen. Sehen sehr modern aus. Sie unterscheiden sich einerseits dadurch von anderen Bewerbungen, wobei mittlerweile viele bis zum Äußersten gehen, was Design und Optik angeht. Also wiederum nicht so sehr. Bei einigen Bewerbungen habe ich versucht, etwas "Besonderes" zu machen. Eine Bewerbung ist daher aufgebaut wie ein Kartenspiel, eine andere wie eine riesengroße Landkarte. Diese sind aber nicht die Regel.

    Zitat Zitat
    Zum Jobcenter: Ich würde mich nicht allein auf die verlassen. Das sind zum Teil auch nur Menschen mit mittlerer Reife, die mit deinen Qualifikationen möglicherweise nicht sonderlich viel anfangen können. Verständlich, denn dafür müssten diese Leute das alles selbst mal gemacht haben. Dementsprechend wird es für die auch schwierig, dich passend zu vermitteln. Sieh es deshalb nur als eine Art Unterstützung an, bei der du aber immer noch die Hauptarbeit übernimmst, denn kein anderer weiß besser, wo du mal hin willst, als du selber.

    Hand aufs Herz: Putzt du grad echt Klos oder ist das im übertragenden Sinne gemeint? Ich würde die Situation gerne besser verstehen.
    Tatsächlich habe ich von einem Jobcenter - wie oben erwähnt - schon die Adresse einer Gebäudereinigungsfirma bekommen - mit dem Hinweis, dass ich diesen 30-Wochenstunden-Ein-Euro-Job machen muss, sollte ich Leistungen beantragen. Schließlich begünstige mein Ausbildungsstand nicht die Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

    Ich habe bis jetzt leider keine guten Erfahrungen mit Jobcentern gemacht und auch nicht mit dem Arbeitsmarkt. Ich habe allerdings jetzt auch ein paar Freunde und einen Karriereberater, die mir helfen wollen und sich ein Bein ausreißen, um mich irgendwo unter zu bekommen. Ich denke mal, dass ich schon noch etwas finden werde, sobald ich einmal die Chance bekomme, mit den entsprechenden Leuten zu reden. Ich werde mich daher vermehrt von Bewerbungen abwenden und dem "verdeckten Stellenmarkt" zuwenden und auf die Hilfe anderer vertrauen. Anders wird es in dem Bereich nämlich sehr schwer. Denn die Jobs sind auch bei Leuten beliebt, die nicht vom Fach sind. Ich denke aber, dass es nicht hoffnungslos ist. Ich hatte in meinem Leben in solchen Dingen immer schon etwas mehr Pech, aber das heißt nicht, dass ich die Hoffnung aufgebe. Ich brauche halt etwas länger. Gleichzeitig ist die Jobsuche sehr frustrierend, energieraubend und kostet wirklich viele Nerven.

    Also sorry, dass ich im Moment etwas negativ eingestellt bin und man es aus meinen Posts herauslesen kann. Ich gehe aber trotzdem davon aus, dass ich in den nächsten Monaten etwas finde. Schließlich suche ich schon seit über sechs Monaten. Irgendwann wird es so weit sein. Je länger, desto näher rückt der Job - hoffe ich zumindest.

  4. #124
    Zitat Zitat von Innocentia Beitrag anzeigen
    Großes Kino, was du da von dir gibst. Kennst du auch die Arbeitsabläufe und Gesetze, nach denen diese Menschen arbeiten müssen?
    Aber klar, meckern ist einfacher, als sich damit näher zu befassen.
    Wenn sie damit nicht klar kommen haben sie offensichtlich den falschen Job gewählt.

    Zitat Zitat von Innocentia Beitrag anzeigen
    Ansonsten kann ich Kelven hierbei nur zustimmen. Nur weil jemand vielleicht "scheiße" zu dir war, heißt das nicht, dass alle Menschen, die da arbeiten, "keine Menschlichkeit zeigen", "ganz ganz schlechte Menschen sind" und "keine Tugenden haben".
    Deshalb schrieb ich ja auch zum Grossteil. Klar gibts auch gute Menschen die dort arbeiten, allerdings die Minderheit meiner Erfahrung nach.

  5. #125
    Es ging (wenn ich das einfach mal stellvertretend für Inno behaupten darf) nicht darum, wie die SachbearbeiterInnen klarkommen, sondern darum, dass sie zu einer bestimmten Arbeitsweise verpflichtet sind, egal ob diese Arbeitsweise nun sinnvoll oder würdig oder sonderlich hilfreich ist. Diese Leute befinden sich im öffentlichen Dienst und vertreten dem Kunden gegenüber die Interessen der Agentur, die wiederum die Interessen des Sozialstaats vertritt, der wiederum die Interessen des Steuerzahlers vertritt. Und weil es hier meistens um die Prüfung und Bearbeitung von Leistungsansprüchen geht: hier regiert äußerste Sorgfaltspflicht. Stell dir vor, du entscheidest, ob jemand rechtmäßig Leistungen beziehen darf, und der datiert ein Anschreiben falsch. Jetzt bist du als Sachbearbeiter damit konfrontiert, dass es Inkonsistenzen in der Akte gibt. Du als Sachbearbeiter musst da jetzt wieder Konsistenz herstellen, weil du dich sonst genaugenommen eines Dienstvergehens schuldig machst: Die Nachweis-Abläufe beispielsweise sind maßgeblich bei der Bemessung des Bewilligungszeitraums. Und das machste halt in verschiedenen Härtegraden ein paar hundertmal die Woche für verschiedene Härtegrade an Menschen.

    Davon ganz abgesehen, denke ich, brauchen wir uns hier jetzt nicht unterhalten, wie groß der Anteil an "Untermenschen" bei der Agentur ist, oder ob nur manche oder aber gar alle "Untermenschen" sind. Dass du mit deinen Mitmenschen auch schlechte Erfahrungen machst und dass diese schlechten Erfahrungen sich auf der Arbeitsagentur häufen, das liegt ein wenig schon in der Natur der Sache.

  6. #126
    @Cuzco:
    Ich gehöre wohl zu den Leuten, die kein Verständnis für Langzeitarbeitslose haben, die keinen Bock auf Arbeit haben und finde den Ansatz, dass man dann zur Not auch unangenehme Dinge machen soll, gar nicht so schlecht (wenn o.g. Fall gegeben ist). Für einen Hochschulabsolventen, der durch seinen Abschluss schon gezeigt hat, dass er etwas machen will, finde ich Kloputzen allerdings echt entwürdigend. Es kann schlecht sein, dass es da keine andere Alternative geben soll.

    Was mir aufgefallen ist (fühl' dich bitte nicht persönlich angegriffen, die Absicht liegt mir fern): Du hast viel Verschiedenes gemacht, was dein Profil für Arbeitgeber so wirken lassen könnte, als hättest du keinen rechten Plan, wohin dein Weg denn nun gehen soll. Aber gut, dass du schon jemanden hinzugezogen hast, der dir bei der Schärfung deines Profils hoffentlich helfen kann.

    Das ist andererseits natürlich auch eine Möglichkeit, um über den Tellerrand zu schauen, anstatt sich an einer Sache festzubeißen, immerhin geht es um dein berufliches Vorankommen. Wenn ich wüsste, dass eine Stelle auch nur irgendetwas mit einem Volontariat Verwandtes voraussetzt, würde ich, pardon, laufen gehen.
    Aber es gibt doch zig andere Möglichkeiten, die du dir ebenfalls anschauen kannst. Spontan sind mir da eingefallen: Musiklehrer, VHS, Werbeagenturen, Drucker, Medientechnologe, Zeitung, vielleicht Verkauf bei irgendetwas, was mit Ton zu tun hat (erstmal drin ist drin). Mit Projektbetreuung und -Planung, Marketing geht in anderen Bereichen auch gerne mal was (so ein klassischer Bürojob ist eher zu finden). Irgendwas mit der Betreuung von sozialen Medien? Mediengestalter? Und mach' Praktika bei allem, was irgendwie interessant ist - das kann auch schon ein Weg sein, um einen Fuß in die Tür zu bekommen und die Leute für dich zu interessieren. Na ja, und zur Not nehmen Callcenter wohl jeden und das ist definitiv besser als Kloputzen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es gar nichts für dich gibt.

  7. #127
    Hallo.

    Zitat Zitat von Winyett Grayanus
    Du hast viel Verschiedenes gemacht, was dein Profil für Arbeitgeber so wirken lassen könnte, als hättest du keinen rechten Plan, wohin dein Weg denn nun gehen soll.
    Das ist tatsächlich einer der Gründe, warum viele Bewerbungen von mir einfach nicht angenommen werden. Oder wie es der vom Jobcenter damals gesagt hat: "Ihr Lebenslauf ist eine ausgemachte Katastrophe!" Ist tatsächlich ein ganz wichtiger Punkt.

    Zitat Zitat
    Das ist andererseits natürlich auch eine Möglichkeit, um über den Tellerrand zu schauen, anstatt sich an einer Sache festzubeißen, immerhin geht es um dein berufliches Vorankommen. Wenn ich wüsste, dass eine Stelle auch nur irgendetwas mit einem Volontariat Verwandtes voraussetzt, würde ich, pardon, laufen gehen.
    Ich habe auch schon etwas anderes gemacht - bin da aber voll auf die Fresse geflogen, weil einige Leute hinten rum waren und diese offenbar gerne andere Personen fertig gemacht haben. Volontariat ist leider im Medienbereich sehr weit verbreitet - nicht nur Redakteure, auch Bild- und Tontechniker in aufnahmeleitender Position werden oft danach gefragt.

    Zitat Zitat
    Aber es gibt doch zig andere Möglichkeiten, die du dir ebenfalls anschauen kannst. Spontan sind mir da eingefallen: Musiklehrer, VHS, Werbeagenturen, Drucker, Medientechnologe, Zeitung, vielleicht Verkauf bei irgendetwas, was mit Ton zu tun hat (erstmal drin ist drin). Mit Projektbetreuung und -Planung, Marketing geht in anderen Bereichen auch gerne mal was (so ein klassischer Bürojob ist eher zu finden). Irgendwas mit der Betreuung von sozialen Medien? Mediengestalter? Und mach' Praktika bei allem, was irgendwie interessant ist - das kann auch schon ein Weg sein, um einen Fuß in die Tür zu bekommen und die Leute für dich zu interessieren. Na ja, und zur Not nehmen Callcenter wohl jeden und das ist definitiv besser als Kloputzen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es gar nichts für dich gibt.
    Ich habe tatsächlich schon sehr sehr viele Sachen versucht, die nur eine kleine Überschneidung mit meiner Ausbildung haben. Als (studierter) Komponist einen Komponisten-Job zu finden, ist schließlich so gut wie unmöglich, da mach ich mir keine Illusionen. Letztendlich suche ich in dem Bereich auch gar nicht. Das mit den Bürojobs habe ich im Jobcenter ja auch angesprochen - mir wurde halt gesagt, dass ich das nicht kann. Auch eigenmächtige Bewerbungen im Bereich Stadtmarketing oder kaufmännische Mitarbeit in einem Audio-Konzern sowie Verkäufer in einer HiFi-Abteilung (mit Probearbeiten und anschließender mündlicher Zusage - dann aber Ablehnung durch Personalabteilung) habe ich nicht unversucht lassen. Allerdings sollte das Einkommen stimmen - es ist halt doof, wenn ich mit 800 Euro im Monat nach Hause gehe - das mach ich ja jetzt schon (allerdings ohne rentenversichert zu sein). In allen diesen Bereichen hätte ich übrigens mit einem BWL-Studium was finden können. Da hätte ich aber auch viele besser bezahlte Berufe iN Aussicht. Viele Personaler in diesen Bereichen denken übrigens, dass ich das nur übergangsweise machen würde, womit sie sogar recht haben, da ich ja einen anderen Job suche. Eine Firma die nach TVÖD zahlt hat mir aufgrund meiner etwas "zu hohen" Qualifikation abgesagt, da ich mit meinem Abschluss ja in Entgeltstufe 13 fallen müsste.

    Außerdem bin ich ja wirklich breit aufgestellt. Ich habe es ja in einem Post geschrieben, was ich alles professionell machen könnte - und allein das sind schon ein halbes Dutzend Berufsbilder, wo auch immer regelmäßig Stellen ausgeschrieben sind. Ich denke einfach wirklich, dass ich bisher etwas Pech hatte und bestimmte Sachen falsch angegangen bin. Wenn ich jetzt jünger wäre - dann würde ich Elektrotechnik oder ähnliches studieren. Die Schonung meiner Nerven wäre mir auch ein nicht ganz so passender Beruf wert, solange ich gut verdiene. Außerdem finde ich auch Ingenieur einen sehr interessanten Weg. Aber noch mal 4-6 Jahre studieren? Vor allem wo ich nicht unbedingt der Schlaueste und technisch hochbegabteste bin: No Way! Außerdem wüsste ich nicht wie ich die vier bis sechs Jahre dann überleben soll.

  8. #128
    Das Problem ist, dass das Jobcenter da auch nich viel machen kann. Außer eben bestimmte Sachen anbieten, die hier schon angesprochen warn. (Umschulung oder eben Arbeitgeber versuchen mit Geld zu ködern, in dem man nen Zuschuss zu den Lohnkosten zahlt.) Viele Firmen haben auch bissl merkwürdige Vorstellungen. Da wird teils groß gejammert, dass kein Personal zu finden ist - dann stehen Stellen monatelang ausgeschrieben, auf die man ne Absage kriegt. (Selbst wenn man es erneut versucht und davon ausgeht, dass ja eigentlich Bedarf da sein müsste, wenn eben die Stelle so lang offen ist.) Die könnten ja ruhig mal dann versuchen da was mitzunehmen. Nen Mitarbeiter ausprobiern der volles Gehalt kriegt und dann halt vom Jobcenter sich nen Zuschuss holen zu den Kosten.

    (Wobei das natürlich auch gekoppelt sein wird. Wenn sie nich zufrieden sind und derjenige schnell gekündigt wird, werdne die auch den Zuschuss zurückzahlen müssen.) Frag mich aber auch wer dann sonst den Kram macht. Gerade bei dem mit "zu hoher Qualifikation" müsste denen doch eigentlich klar sein, dass sie nich nach Qualifikation zahlen, sondern nach dem was die Stelle so fordert. (So ist es meist üblich, danach wird ja eingruppiert - sonst würd das Jobcenter auch nich probiern "niedrigere" Sachen einem anzubieten, wenn man eh davon ausgehen müsste, dass der Bewerber ja "zu teuer" wär für die Firma. Auch wenn es Modelle gibt, wo die Qualifikation bezahlt wird, auch wenn der Arbeitgeber diese gar nich voll abruft.)

    Du scheinst tatsächlich "gut aufgestellt" zu sein. Ich wüsste auch nich, wie man da "beratungstechnisch" mehr machen könnte, von Seiten des Jobcenters. Außer halt die gesetzlich möglichen Leistungen anbieten. Firmen dazu zwingen einzustellen können die ja nich. Da dürfte höchstens auch verzweifelte Versuche kommen in "niedrigere" Helferstellen zu vermitteln, wenn schon Bürokrams nich klappt. (Was - finde ich - eine ganz sinnvolle Alternative ist. Wird ja nich überall nen "Fach"bürokaufmann geben ... auch wenns das schon in immer mehr Bereichen gibt. Da ist so ne tatsächliche technische Fachkraft die nebenher sich bissl Bürowissen aneignet sicher ein Gewinn.)

    Wie "verkaufsstark" man rüberkommt dürfte auch ne wichtige Sache sein. (Also nich nur wenn man in den Verkauf will, sondern wenn man sich selber verkaufen muss.) Kann mir gut vorstellen, dass das - gerade wenn möglicher Verdacht auf Depressionen schon im Raum steht (zumindest ist man nicht happy - verständlich, bei der Lage) - es nich leicht ist, da immer motiviert rüberzukommen, wenn vielleicht unterbewusst eh schon die Absage sieht/hört. Gibt sicher auch die Fragen - wenn du bei Büroberufen in Musikranche arbeiten willst - die dann darauf abzielen "ja wieso arbeiten sie nich in ihrem Bereich und machen technisch/musisch". Da dann ne geile Antwort zu haben ... ist sicher nich leicht. Wenn du sagst "hat bisher nich so geklappt" dann wirkt es als wäre der Büroberuf nur zweite Wahl. (Was er ja vermutlich auch ist, aber wie soll man motiviert rüberkommen - der Arbeitgeber erwartet ja immer, dass etwas der Traumberuf von einem ist und man am besten noch von dem entsprechenden Unternehmen geträumt hat schon immer. "Übergangsweise" - was die halt dann schon wissen/ahnen ... mögen sicher nich so viele. Außer in Bereichen wo eh viel Fluktuation ist.)


    Da tut sich mancher leichter, der andere wieder schwerer. Ich persönlich habs generell nich so mit Lügerei und würd bei allem was nich Traumberuf ist am liebsten sagen "ja irgenwie muss ich halt Geld verdienen" - kommt natürlich auch nich gut, wenn das Jobcenter davon erfährt. Also wird notgedrungen es bissl anders formuliert. Aber ne Hypermotivation ... also da müsste man auch schon schauspielerisches Talent haben um das rüberubringen, wenn es eigentlich nich so ist.


    Ganz nebenbei - hab am Rande irgendwo vernommen, dass das BVerfG zum den Sanktionen beim Alg 2 - nach Ewigkeiten (glaub 2 Jahre oder so liegt das schon dort) Januar 2019 verhandeln will. (Ist aber wohl noch nich sicher.) Unter anderem sehr strittig, dass U25 schärfer sanktioniert werden können. (Altersdiskriminierung.) Und dass KdU (Kosten der Unterkunft) gestrichen werden kann und die Lebensmittelgutscheine Ermessensleistung sind (also nich Pflicht). Mal gespannt was rauskommt. Wünschenswert wäre ja, wenn das alles "behoben" wird. KdU sicher und halt die Geldleistung komplett wegsanktionierbar aber Gutscheine (die nich Ermessen sind und eh nur einen bestimmten Teil abgecken und kein Alkohol/Tabak damit zu kaufen) - das wär schon ein erster positiver Schritt. Wobei trotzdem noch genug Anreiz da ist. Da der Gutschein eben viel weniger ist.

    Totalsanktion bei der auch Mietschulden sich anhäufen und Leute obdachlos werden ... eher kontraproduktiv. Da arbeitet doch erst recht keiner mehr, wenn er am Ende nur noch Schulden bedienen muss oder nich mal mehr nen Wohnsitz hat um sich zu erholen nach der Arbeit. Da ist eher die kostenlose Unterkunft in einer JVA vorzuziehen.

  9. #129
    Es gibt mit Sicherheit auch engagierte Sachbearbeiter in Jobcentern, die dann auch speziell und individuell auf die Arbeitnehmer eingehen. Bei mir hieß es halt pauschal: Der taugt nur als Kloputzer. Die haben mich so drangsaliert, dass ich nie Leistungen bezogen habe. Sonst müsste ich automatisch ja den Ein-Euro-Job annehmen, da ich bereits im ersten Beratungsgespräch als "schwer vermittelbar" eingestuft wurde und die Mappe mit meinem Lebenslauf auf dem Boden landete (nicht von mir).

    Allerdings ist es wie schon gesagt - alles sehr individuell. Und wie auch andere schon gesagt haben, sind viele Jobcenter noch auf einem veralteten Stand. Aufgrund der Individualität des Arbeitsmarktes sind es zu wenige und die ganzen Maßnahmen und Schikanen werden - denke ich - nur deswegen gemacht, weil die Jobcenter Quoten einhalten müssen. Angeblich haben wir ja richtig wenig Arbeitslose - laut Statistik, auch wenn die Zahl der Leistungsempfänger eine andere Sprache spricht. Worauf ich aber hinaus will, ist, dass die Sachbearbeiter gezwungen werden, mit allen Mitteln, die Zahl der in der Statistik aufgeführten Arbeitslosen möglichst niedrig zu halten. In manchen Landkreisen bedeutet das Druck. Und dieser wird natürlich an die Arbeitssuchenden weitergegeben.

    Die andere Sache ist:

    Zitat Zitat von PeteS
    Da tut sich mancher leichter, der andere wieder schwerer. Ich persönlich habs generell nich so mit Lügerei und würd bei allem was nich Traumberuf ist am liebsten sagen "ja irgenwie muss ich halt Geld verdienen" - kommt natürlich auch nich gut, wenn das Jobcenter davon erfährt. Also wird notgedrungen es bissl anders formuliert. Aber ne Hypermotivation ... also da müsste man auch schon schauspielerisches Talent haben um das rüberubringen, wenn es eigentlich nich so ist.
    Meinen Job in dieser ominösen HiFi-Abteilung hätte ich eigentlich bekommen müssen. Alle Leute mit denen ich gesprochen habe, haben gesagt, das passt - nach zwei Tagen Probearbeit - und man könne es definitiv probieren. Gibt ja auch noch die Probezeit. Das Problem war dann jedoch: Jemand aus der Personalabteilung, mit dem ich nie zu tun hatte, hat sein Veto eingelegt. Da meine Qualifikation ja "höher" sei, würde ich diese Stelle nur als Übergang nutzen und weitersuchen und sofort weg sein, wenn ich was anderes finde. Das war vor fünf Jahren. Hätten sie mich eingestellt würde ich voraussichtlich heute noch da arbeiten, weil ich ja so nix finde. Aber so kann man sich irren.

  10. #130
    Ja. Das ist das Problem, dass es Kosten verursacht, Personal zu rekrutieren. Von Stellenausschreibung bis jemand 100 Prozent einsatzfähig ist - vergeht ja einige Zeit (und Geld). Stellenanzeige. Dann müssen Bewerbungen ausgewertet werden. Vorstellungsgespräche, etc. Und wenn derjenige eingearbeitet wird, ist er noch nich bei 100 Prozent.

    Da will man natürlich, dass der Mitarbeiter auch lang bleibt. Wobei das bei sehr speziellen Stellen (vor allem wenn stark aufs Unternehmen zugeschnittenes Wissen in der Einarbeitung noch vermittelt wird und Mitarbeiter noch gezielt mit externen Schulungen gefördert werden, etc.) - nochmal ne andere Sache wird.

    Bei nem simplen Verkäufer stell ich es mir nich so krass vor, dass man deswegen jetzt lieber monatelang die Stelle unbesetzt lässt (was bei den "besseren"/spezielleren) Sachen sicher der Fall ist. Wobei beim Verkäufer in HiFi natürlich die Konkurrenz größer sein wird die sich bewirbt. Einer der von Geburt aus schon super gern verkauft (das gibt es ja - so Leute die von Call-Centern zu Versicherungen oder anderswo hin und her - pur auf Vertrieb aus sind und das mögen und gut darin sind) - der wird halt dann eher genommen. Auch wenn der von dem was er verkauft Null Ahnung hat und man ihm da Wissen vermitteln muss. (Er hat zumindest Wissen im Verkauf. Und/oder die Motivation lange im Verkauf bleiben zu wollen - und er kann das glaubwürdig rübergringen wenn er eh nur im Verkauf immer war.)

  11. #131
    Zitat Zitat von PeteS Beitrag anzeigen
    Bei nem simplen Verkäufer stell ich es mir nich so krass vor, dass man deswegen jetzt lieber monatelang die Stelle unbesetzt lässt (was bei den "besseren"/spezielleren) Sachen sicher der Fall ist.
    Das ist vor allem bei jeglicher Art von Mini-Job der Fall, weil du in diesem Fall für das Unternehmen eine komplett austauschbare Ressource bist. Du erledigst hierbei Aufgaben, die so gut wie jeder andere Mensch ebenfalls erledigen kann ohne eine Qualifikation für die Tätigkeit aufzuweisen. Die Unternehmen haben demnach nichts zu verlieren, wenn sie dich von einem auf den nächsten Tag für den Job einstellen, weil sie dich im Zweifelsfall auch genauso schnell wieder entlassen werden, sofern sie der Ansicht sind, dass ein anderer deinen Job besser oder schneller macht.

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