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Thema: Agentur für Arbeit - Echte Hilfe oder Abstellgleis?

  1. #41
    Ich meinte mit meinem Post einfach,dass die Summe also 54.000 im Jahr für einen Berufseinsteiger (Master kein Doktor) an der Realität vorbei geht. Towers Watson zahlt 38.000 und es gibt kein Weihnachtsgeld und ggf 5% Bonus. Spectrum zahlt 36.000. Versicherungen zahlen ca. 42.000 mit 13,14 Gehältern sodass man auf 48.000 kommt. Der öffentliche Dienst rund 44.000 (Tarif 13). Wenn man in die Wirtschaftsprüfung (Consulting) geht und bereit ist 70 Stunden zu machen und zu reisen wie ein Weltmeister, dann sind die 4500/Monat im Rahmen des Möglich,unter Berücksichtigung der Spesen. Ist aber ne Milchmädchenrechnung. Wie gesagt, ich rede von Einstiegsgehältern und war ja extra beim Arbeitsamt um mich beraten zu lassen, wieviel ich so fordern kann und da kam diese Zahl. Als Durchschnittslohn für nen Master ist das hingegen zu wenig stimmt.

  2. #42

    [Guardian Force] Examinierter Senfautomat
    stars_gf
    E13 bekommst du aber nur in den leitenden Funktionen im öffentlichen Dienst, da kommst du als Einsteiger ohne Berufserfahrung gar nicht dran, noRkia. Rechne da lieber mit einer weitaus tieferen Einstufung, da gerade an solchen Einstiegsgehältern sehr gerne gespart wird und sie sogar zum Teil mit E9-Leuten besetzt werden. Ich bin beispielsweise auch zwei Stufen niedriger eingestuft, als ich es eigentlich sein sollte (was sich aber hoffentlich bald ändert).

  3. #43
    Zitat Zitat von noRkia Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich rede von Einstiegsgehältern und war ja extra beim Arbeitsamt um mich beraten zu lassen, wieviel ich so fordern kann und da kam diese Zahl.
    Hey, da könntest du ja genau so gut an deiner eigenen Uni fragen. Wenn ich dran zurückdenke, was die uns alles erzählt haben im ersten Semester. Und paar Jahre später konnte dann nicht jeder zwischen zehn Traumjobs wählen und es warteten auch keine Firmen draussen vor der Tür, uns endlich anstellen zu können. Das Semester fängt ja grad wieder an, das gibt sicher wieder eine tolle Rede von Fachkräftemangel und hunderte Studenten sitzen dann und sabbern sich auf's Hemd beim Gedanken an das Megagehalt, dass in der Zukunft wartet, nach dem die Hochschule sie zu perfekt für den Mark geschaffenen Experten gemacht hat.

  4. #44
    Zitat Zitat von Corti Beitrag anzeigen
    Hey, da könntest du ja genau so gut an deiner eigenen Uni fragen. Wenn ich dran zurückdenke, was die uns alles erzählt haben im ersten Semester. Und paar Jahre später konnte dann nicht jeder zwischen zehn Traumjobs wählen und es warteten auch keine Firmen draussen vor der Tür, uns endlich anstellen zu können. Das Semester fängt ja grad wieder an, das gibt sicher wieder eine tolle Rede von Fachkräftemangel und hunderte Studenten sitzen dann und sabbern sich auf's Hemd beim Gedanken an das Megagehalt, dass in der Zukunft wartet, nach dem die Hochschule sie zu perfekt für den Mark geschaffenen Experten gemacht hat.
    Manchmal stimmt das ja sogar. Als ich mit meiner Ausbildung angefangen habe, gabs totalen Mangel an ITlern, als ich fertig war nicht mehr.

  5. #45
    Zitat Zitat von BIT Beitrag anzeigen
    E13 bekommst du aber nur in den leitenden Funktionen im öffentlichen Dienst, da kommst du als Einsteiger ohne Berufserfahrung gar nicht dran, noRkia. Rechne da lieber mit einer weitaus tieferen Einstufung, da gerade an solchen Einstiegsgehältern sehr gerne gespart wird und sie sogar zum Teil mit E9-Leuten besetzt werden. Ich bin beispielsweise auch zwei Stufen niedriger eingestuft, als ich es eigentlich sein sollte (was sich aber hoffentlich bald ändert).
    Das mag meistens so sein, aber erst vor vier Wochen sass ich beim Statistischen Bundesamt in nem Gespräch. War unter den Top 2, leider nicht unter den Top 1.

    @ Corti

    Ja, die Vorstellungen der Studierenden scheinen sehr mit der Realität auseinander zu gehen. Aber das man nicht 10.000/Monat haben wird, auch nicht als Arzt im Krankenhaus, war mir mit 19 klar. Einigen meiner Bekannten nicht. Das große Erwachen nach dem Studium war für einige so schlimm,dass sie entweder sofort in die Schweiz sind, oder überlegen jetzt was zu studieren was ihnen Spass macht XD

  6. #46

    [Guardian Force] Examinierter Senfautomat
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    Natürlich erzählen dir die das erstmal so, die Überraschung folgt dann ja auch auf den Fuss, wenn dann die erste Abrechnung vom zuständigen Besildungsamt kommt (merke: dafür ist nicht die einstellende Behörde zuständig und das erste Gehalt bekommst du mit Glück drei Monate nach Einstellung). Die setzen nämlich dann die Berechnung an und da wird immer erstmal runtergerechnet.

  7. #47
    Hm du willst also sagen,dass die in der Stellenausschreibung einen anderen Tarif angeben als das was wirklich gezahlt wird?? Wooah!

  8. #48

    [Guardian Force] Examinierter Senfautomat
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    Fies gesagt: ja. A13 oder E13-Stelle heisst leider Gottes nicht, dass man zwangsweise dann auch in dem Tarif landet. Es ist leider Gang und Gebe, dass da zwar eine solche Stelle ausgeschrieben wird, man dann aber quasi mit dem Vertretungsgehalt (z.B. E11) eingestuft wird. Perspektivisch wirst du zwar irgendwann doch da landen, aber das kann dauern. Wobei zwischen E11 und E13 dann auch mal gut 600 Euro Unterschied im Monat liegen plus ein vergleichbarer Betrag zwischen Verbeamtung und Angestelltemdasein.

    Und dann kommt natürlich noch die Tatsache hinzu, dass A13 bzw. E13 wirklich schon ziemlich die Spitze darstellen, was du bekommen kannst. Das sind dann meist leitende Angestellte und Behördenleiter. Otto-Normal-Bearbeiter kann da froh sein, wenn er zu Beginn in E9 bis E11 landet.

    Insgesamt eine nicht so schöne Sache und unter anderem eben auch Grund, warum ich bei der GEW gelandet bin.

    Ich habe mir da bei denen jetzt aber auch mal deren Stellenangebote angeguckt und muss dich da auch ein wenig beim Gehalt einbremsen. Denk dran, dass da zwei Gehaltstabellen parallel laufen, nämlich die vom TVÖ-D und TVÖ-L. Das hört sich zwar erstmal gleich an, macht aber einen nicht geringen Unterschied. Die 44.000 sind da definitiv zu hoch gegriffen, zumal es kein Weihnachtsgeld und ähnliches mehr im öffentlichen Dienst gibt.

  9. #49
    Wie ist es denn dann bei Lehrern? Nur aus Interesse?

  10. #50
    Das die IG Metall die ITK als IT-Gewerkschaft hat, war mir bekannt. Das Verdi auch nach dem ITlern greift war mir nicht bekannt.

    Ich kenne einige Leute für das Jobcenter/Agentur für Arbeit wirklich ein Abstellgleis ist. Langzeitarbeitslosigkeit, fast schon im Rentenalter und durch Krankheit und Depression nicht mehr arbeitsfähig - um einige Schlagworte in den Raum zu werfen.
    Ein Fall ist mir bekannt, wo jemand für einige Monate eingestellt wurde und dem dann gekündigt wurde, vermutlich weil die Förderung durch das Jobcenter auslief.

    Ich selber habe ziemlich genau 50 Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz geschrieben, nicht mal 20% davon wurden überhaupt beantwortet. Das meiste ging wohl direkt in den Papierkorb, gerade mal 3 Vorstellungsgespräche (also 6% der Bewerbungen) kamen zu Stande.
    Da soll es ja doch Haufenweise unbesetzte Lehrstellen und den angebliche Fachkräftemangel - besonders im IT-Bereich - geben. Ich bezweifel das stark und überlege wie lange das Märchen schon erzählt wird.

  11. #51
    Meiner Erfahrung als Mathe Master Absolbent nach ist eine Fachkraft nicht ein Absolvent oder ein Azubi, sondern jemand der mindestens 6-8 Jahre in der Branche am besten bei mindestens 3 Arbeitgebern am besten international gearbeitet hat. Das is ne Fachkraft.

    "Waren sie England in ner Bank?"
    "Ja, haben sie nicht mal neben dem Studium einfach mal in verschiedenen Städten gearbeitet? Frankfurt,Köln,Hamburg,München? SOWAS halt ?
    "Wie, sie kommen von der Uni? Ja wr suchen schon Berufseinsteiger und Absolventen...aber halt mit Berufserfahrung."
    "Wir suchen Leute die im Aktuariat arbeiten wollen. Und da wäre es am besten wenn sie schon dort gearbeitet hätten. WENIGSTENS mal 3 Jahre."
    "Ihr Master ist 1.3 in Mathe naja. Ihr ABI is aber zu schlecht."
    "Mich interessiert keine Promotionsempfehlung und das sie alles selbstständig erarbeitet haben. Wichtiger wäre doch,dass sie einfach mal ein paar Jahre Büroluft geschnuppert hätten."
    "Sorry sie sind hier bei IIIIIIWHY, also ohne Auslandsaufenthalt sehe ich da gar keine Möglichkeit."
    "Im Consulting ist halt schon 90-100% TRAVELRATE. Also ob sie als Einsteiger dem gewachsen sind wäwwäw"
    "Als Absolvent nehmen wir keine Praktikanten. Das wäre Ausbeutung. Wir können sie nicht als Master einstellen. Sie haben zu wenig Praktika."

    Das sind so meine Erfahrungen. Ich habe mir jetzt ne Deadline gesetzt bevor ichs mit Vitamin B versuche oder falls selbst das nicht klappt ich nach München zu meinem Prof gehe, ohne Stelle promoviere und "mich selbst finanziere" (= weiter HartzIV empfangen ohne die Promotion im Amt zu melden). Wenn es soweit ist,dass die Leute ihren Doktor machen,weil sie als Master keinen Job bekommen, und da kenne ich drei Leute, dann wisst ihr doch was die Glocke geschlagen hat.

  12. #52
    Wo ist steels fantastischer Post-Daumen, wenn man ihn mal sucht?

    Meine Bewerbungszeit ist nun auch schon gut zehn Jahre her, aber ich denke da arbeiten z.T. auch noch die gleichen Mechanismen. Ich hatte mit 1,8 wahrlich nicht den schlechtesten Schnitt als ich von der Realschule ab bin. Über 100 Bewerbungen habe ich geschrieben und mich in ganz Deutschland beworben. Meine Mutter vor allem hat mich quer durch die ganze Republik zu Tests und vorstellungsgesprächen gefahren. Und mit überall und quer durch die Republik meine ich wirklich überall. Ich war an der Schweizer Grenze, in Dortmund, Stuttgart und irgendwo in den Tiefen von MeckPomm. Ich habe einen Großteil der Fehltage des Schuljahres einfach damit verbracht eben diese Termine wahrzunehmen. Damals sollten wir im Sekretariat der Schule angeben, wieviel Kopien unseres Zeugnisses wir für die Bewerbungen haben möchten. Ich habe vorsorglich "nur" 30 Stück angegeben. Reaktion der Schule: Soviele braucht man doch garantiert nicht. Du kriegst fünf Stück. Dreiviertel der Bewerbungsmappen kamen nie zurück. Wir haben einfach irgendwann angefangen die Zeugnisse nur noch selbst zu kopieren, anstatt ständig die Schule um beglaubigte Kopien anzuhauen. Ja fünf reichten völlig aus

    Und wie gesagt man ist so flexibel (zu der Zeit war ich das noch mehr als jetzt) und hätte da quasi überall angefangen. Keine Chance. Schlussendlich hatte ich schon als Notnagel eine Fachhochschule in BEtracht gezogen. Dann kurz vor knapp gab es eine Bestätigung einer einzigen Bewerbung. Eine einzige. Das war dann in meinem Bundesland und in einem Job, den ich ursprünglich eigentlich nicht lernen wollte, sondern der nur eine Alternative war.

    Etliche Bekannte damals von der Schule sind auch nicht gleich auf den Füßen gelandet, vom Aufwand her, habe ich es aus der Klasse wohl am dollsten getrieben, aber die anderen haben auch nicht gerade schnell was gefunden. Manche wurden in Maßnahmen verbracht, andere haben Ausbildungen angenommen, die sie eigentlich nicht wollten, um überhaupt was zu haben, und die sie dann auch geschmissen haben. Ein anderer mit einem richtig gute Notenschnitt, der mit mir zu den stärksten Schülern gehörte, hat es damit "nur" zum Altenpfleger gebracht. Der dritte im Bunde wiederum hat es recht schnell an eine Bank in Süddeutschland geschafft.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das heute nicht sonderlich anders aussehen wird.

  13. #53
    Zitat Zitat von niR-kun Beitrag anzeigen
    Da soll es ja doch Haufenweise unbesetzte Lehrstellen und den angebliche Fachkräftemangel - besonders im IT-Bereich - geben. Ich bezweifel das stark und überlege wie lange das Märchen schon erzählt wird.
    Ja, es gibt haufenweise unbesetzte Stellen.
    Das sind aber meist Berufe, in den keiner mehr arbeiten will, bzw. es keine Zukunftsperspektiven mehr gibt. Wie z.B. in Baumschulen oder als Kellner.
    Man bekommt lediglich nur eine Zahl von offenen Stellen an den Kopf geknallt, aber nie, wie sich diese Zahl aufschlüsselt. Man hört also immer, dass z.B. noch 26.000 Stellen offen sind, aber nie zu welchen Berufen. Dass dann z.B. 25.000 Stellen eben zu den unattraktiven Jobs gehören, wird natürlich nicht berichtet. Ein Beispiel wäre da die Deutsche Post/DHL. Seit Jahren prahlen sie damit, dass sie immer mehr Azubis aufnehmen. Dass sie aber 2004 die Handwerksausbildung von Mechanikern, Elektrikern, Elektronikern oder auch im Neudeutsch Mechatronikern ersatzlos eingestellt haben, wird natürlich nicht berichtet. Tatsächlich wird dann also nur die Stellen der Brief- und Paketzusteller erhöht, und das tun sie wohl auch nur, weil man pro Azubi bis zu 6.000 € vom Staat subventioniert bekommt. Also verursacht der Azubi im ersten Jahr so gut wie keine Kosten und im zweiten Lehrjahr kann man ihn dann als unterbezahlte Fachkraft arbeiten lassen.

    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Meine Bewerbungszeit ist nun auch schon gut zehn Jahre her, aber ich denke da arbeiten z.T. auch noch die gleichen Mechanismen. Ich hatte mit 1,8 wahrlich nicht den schlechtesten Schnitt als ich von der Realschule ab bin. Über 100 Bewerbungen habe ich geschrieben und mich in ganz Deutschland beworben. Meine Mutter vor allem hat mich quer durch die ganze Republik zu Tests und vorstellungsgesprächen gefahren. Und mit überall und quer durch die Republik meine ich wirklich überall. Ich war an der Schweizer Grenze, in Dortmund, Stuttgart und irgendwo in den Tiefen von MeckPomm. Ich habe einen Großteil der Fehltage des Schuljahres einfach damit verbracht eben diese Termine wahrzunehmen. Damals sollten wir im Sekretariat der Schule angeben, wieviel Kopien unseres Zeugnisses wir für die Bewerbungen haben möchten. Ich habe vorsorglich "nur" 30 Stück angegeben. Reaktion der Schule: Soviele braucht man doch garantiert nicht. Du kriegst fünf Stück. Dreiviertel der Bewerbungsmappen kamen nie zurück. Wir haben einfach irgendwann angefangen die Zeugnisse nur noch selbst zu kopieren, anstatt ständig die Schule um beglaubigte Kopien anzuhauen. Ja fünf reichten völlig aus
    Joa, so sah es bei mir auch aus. Bei 80 Bewerbungen hatte ich aufgehört, die Bewerbungsschreiben durchzunummerieren. Es waren aber mehr als Einhundert, und zwei Wochen bevor die Ausbildung anfing habe ich dann tatsächlich mal eine Zusage erhalten. Das war eine Zeit, wo es angeblich nicht genug Lehrstellen gab. Heute gibt es angeblich genug und ich höre heute von der jetzigen Generation immer noch die selben Stories. Da sollte man sich auch dann nicht wundern, wenn immer Jugendliche anfangen zu studieren, weil sie eh keine andere Alternative haben.

    In den letzten 10 Jahren durfte ich auch schon etliche Betriebe von Innen sehen und in allen Betrieben war die Situation der Azubis äußerst miserabel: Weltkonzerne stellen pro Standort vielleicht maximal 10 Azubis ein, obwohl dort mehrere Tausend Mitarbeiter täglich arbeiten und in mittelständischen Unternehmen, wo vielleicht ein oder zwei Azubis rumdümpeln, werden sie nicht richtig gefördert. In einem Betrieb, wo ich mal gearbeitet habe, gabs eine Mechatroniker-Azubine. In der Praxis hatte sie echt was drauf. Sie war pünktlich, schnell, ordentlich und hatte immer eine Idee zu jedem Problem. Nur in der Theorie haperte es ein wenig, sodass sie in der theoretischen Prüfung zwei Mal durchfiel. Anstatt sie an die Hand zu nehmen und ihr bei den Problemen zu helfen, hat man einfach das Ausbildungsverhältnis auslaufen lassen, und ihr geraten, die Ausbildung einzustellen und dass obwohl die Firma neue Mitarbeiter gesucht hat. Leider hatte ich dann zu ihr keinen Kontakt mehr, da ich die Firma ebenfalls verlassen habe. Ich kann mich aber noch an das breite Grinsen von ihr erinnern, als sie erfuhr, dass ich ebenfalls gekündigt hatte. Vermutlich ist aber die Firma wohl nicht davon ausgegangen, dass ich in der Probezeit kündigen würde und dachten wohl, man könne die Azubine gegen mich austauschen.

  14. #54
    Zitat Zitat von Whiz-zarD Beitrag anzeigen
    Das sind aber meist Berufe, in den keiner mehr arbeiten will [...] als Kellner.
    Wieso? Bester Job für Studenten, Hausfrauen und sonst jeden, der nur paar Stunden die Woche paar Euros verdienen will. Oder gibts auch IHK-geprüfte Kellner?

  15. #55
    Zitat Zitat von Corti Beitrag anzeigen
    Oder gibts auch IHK-geprüfte Kellner?
    Ja, die gibt es.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Restaurantfachmann

  16. #56
    Die Arbeitsbezeichnung im Artikel klingt wie die des Vorarbeiters für die Studenten und Muttis

  17. #57
    Oh noes. Arbeitsamt Thread. Als ich schon den Titel las kam ein wenig Hass in mir hoch.
    Bin ja - leider - von der Agentur abhängig und hab da bis dato viel zu viel Rotz erlebt.

    Momentan aber langsam auf der Siegerstraße, nachdem ich etwas mehr Durchsetzungsvermögen angehäufelt habe und der zuständige Rehaberater (im nachfolgenden kurz RB genannt) endlich mal merkt, dass ich mich nicht so einfach abwimmeln lasse.
    Aber uuuuuugh, dieser ewige Zeitverlust ist zum kotzen. Ende März den ersten Termin gehabt, meinen Plan erläutert bezüglich einer Ausbildung mit vorherigem Rehavorbereitungslehrgang (3 Monate) in einem Berufsförderungswerk, welches ich mir vor dem Termin gut genug angeschaut habe und auf einer Informationsveranstaltung auch einen guten und positiven Einblick bekam.
    Jedenfalls argumentierte RB damit, dass man ja nicht wüsste ob ich überhaupt in der Lage bin die Ausbildung zu schaffen und das es alles Geld kostet. Die Sorge, ob ich in der Lage bin stammt daher, dass ich im letzten Jahr schonmal einen Versuch startete, allerdings in einem komplett anderen Rahmen. Dieser hatte als Ziel mich in eine betriebliche Ausbildung zu vermitteln mit zusätzlicher Betreuung durch Pädagogen. Funktionierte allerdings natürlich gar nicht, was ich dem RB von Anfang an sagte, dass dieser Bildungsweg eher nicht für mich in Betracht kommt. Leider war ich vor einem Jahr noch nicht so weit und machte den "Versuch" mit.

    Aber gut, da ich ja selber wusste wie es im letzten Jahr lief, erwähnte ich auch ausdrücklich den 3 monatigen Rehavorbereitungslehrgang, der drauf ausgelegt ist das man überhaupt wieder in den Rhythmus eines Arbeitstages findet, bisschen Schulstoff auffrischt und generell schaut welche individuellen Probleme man noch beheben sollte. War dem RB aber irgendwie relativ wurscht. Schickte mich erstmal wieder zum Psychologischen Dienst der Arbeitsagentur, bei der ich im letzten Jahr schon die ganzen Testungen mit Teils überdurchschnittlichen Ergebnissen hatte. Da Ostern vor der Tür stand würde es wohl laut seinen Aussagen etwas dauern bis zum Termin. Dies war auch der Fall, Post mit Termin flatterte Ende April bei mir ein. Ende Mai konnte ich dann zum Psychodienst antanzen... nach kurzem warten hatte ich ein ca. 30 minütiges Gespräch mit einer recht netten Psychologin, der ich genau den gleichen Plan darlegte, wie ich es bereits beim RB tat. Sie hatte jedenfalls mehr Verständnis und nichts gegen einzuwenden. Im Nachhinein war der Termin dort eigentlich relativ sinnfrei und Zeitverschwendung. Neuen Termin beim RB gemacht, welcher Ende Juni stattfand. Der fing mal wieder an irgendwas zu labern und einen abzuwimmeln. Aber nope, ich hab ihm dann mal die Meinung gesagt und vorallem aufgezeigt wie viel Zeit verschwendet wurde, bei einer Sache die von Anfang an schon hätte erledigt sein. Daraufhin war er dann ruhig und etwas genervt, händigte mir dann den Antrag zur Förderung zur Teilhabe am Arbeitsleben aus und joar.
    Stand jetzt ist, dass ich demnächst erstmal eine Art Belastungserprobung mache und danach hoffentlich mit dem eigentlichen Plan fortfahren kann. Interessant ist vorallem, dass ich von meiner Betreuerin davon telefonisch erfuhr, da sie einen Brief bezüglich der Reisekostenerstattung erhielt. Ich hab bisher aber noch gar nichts im Briefkasten. Mal abwarten was das noch gibt.


    Wenn man sich meinen "Leidensweg" mal so durchliest kommt man schon irgendwie zum Schluss, dass Menschen die wirklich WOLLEN, durch solch eine Hinhaltetaktik gezielt abgewimmelt und abgeschreckt werden. Vorallem jene, die unter psychischen Problemen leiden und im Hintergrund keine sonderlich große Unterstützung erhalten... Find ich schon ekelhaft wie man damit umgeht.
    Weiterhin machte mein RB auch einen extrem inkompetenten Eindruck auf mich. Der schien nicht so, als könne er mit psychischen Leiden etc. was anfangen. Unter einem "Rehaberater" verstehe ich aber eine Person die zumindest ein generelles Verständnis über "aktuelle" Krankheitsbilder besitzt. Meiner gab eher den Eindruck, dass er mal eben schnell in 2 Wochen vom Gärtner zum Rehaberater umgeschult wurde. Ausserdem erinnert er mich immer an Theon Greyjoy von Game of Thrones. Ugh.

  18. #58
    Es sollte ja auch das Arbeitsamt etc. gehen. Mir wurden Excelkurse angeboten. Kosten 2000-3000 Euro, da hätte fast 90 min hingebraucht. Da frag ich ob die mir nicht Excel und ebook über VBA zahlen können,sodass ichs selbst nochmal etwas genauer reinschauen kanm. Kostet 100 euro.
    Nein. DAS geht aber nicht. Das dürfen wir nicht. Dann sollte ich mich halt soviel möglich bewerben. "Schauen sie hier. Bei pwc, EY, KMPG sind jobs im Consulting gesucht.Bewerben!" ähm. Ich hab keinen Führerschein. Sorry das können wir nicht übernehmen. Hab ich ja gar nicht gefragt. Wenn sie jetzt einen LWK-Führerschein wollten oder ein Busführerschein. Das ginge. Wieso? Ja weil,dass dann Berufsspezifisch wäre. Den normalen Führerschein könnten sie ja auch privat nutzen. Oh man. Können sie mir einen Kurs in SAS bezahlen,das bringt mir sicher mehr. Nee das geht nicht. Das ist nicht Berufsspezfisch. Aber Excel auch nicht. Nee,aber das ist son Allroundding... SAS ist da zu spezifisch. Oh man.
    Am besten ist,wenn man hinkommt und die die Homepage der Jobbörse der Agentur für Arbeit aufrufen. "Da sind Jobs!" WOWWWWAH echt??? Die hätte ich Trottel allein nie gefunden -___-

  19. #59
    http://web.de/magazine/geld-karriere...slich-30890846

    Ich fand es witzig, dass ich das gerade nebenbei entdecke, während ich in diesen Thread reinschaue.

  20. #60
    Zitat Zitat von noRkia Beitrag anzeigen
    Kosten 2000-3000 Euro
    Bischen mehr als 3000 habe ich für meine Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar bezahlt. War unter Garantie profitabler als ein Excel-Kurs, aber niemand scheint von Arbeitsamt zu verlangen, dass es die Kohle vernünftig anlegt.

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