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Thema: Agentur für Arbeit - Echte Hilfe oder Abstellgleis?

  1. #21
    As said, ich komme ursprünglich aus dem Handwerk und das hat mir gut getan, beide Seiten zu sehen.
    Ich kenne es auch, dass viele Sesselfurzer keine Ahnung davon haben, wie es in der Praxis aussieht. Dein Beispiel ist dafür absolut perfekt.
    Aber wird man es ändern können? Ich fürchte nicht - leider. Die niedrigen Gehälter machen solche Jobs leider auch immer unattraktiver.

  2. #22
    Hänge auch gerade in ner Jobcenter-Maßnahme. Vor 4 Jahren hab ich eine Ausbildung zum Fremdsprachensekretär abgeschlossen, vor 2 Monaten mein Abitur mit 2,0. Ich hab denen von meinem Plan erzählt, mich in Osnabrück auf ein Studium zu bewerben und man hat mich zugleich in eine Maßnahme verfrachtet, in der ich bei einer Bildungsfirma eine Schulung zum Maler mache, mit dem Ziel, bis zum Studienbeginn irgendwo arbeiten zu können. Die Maßnahme fing Mitte August an, das Studium soll Mitte Oktober anfangen und da es in einer anderen Stadt ist, müsste ich eh noch umziehen. Da sieht man doch sofort, dass das ziemlich unsinnig ist.

    Dann wiederum ist das wohl für die auch einfach bloß ne Absicherung, dass sollte ich keinen Studienplatz finden, ich wenigstens schonmal aus der Statistik draußen bin und vielleicht nen Job finde. Eh, ja, toll, hier in der Maßnahme weiß man auch gerade nicht, was man mit mir anfangen soll und deswegen lässt man mich zum Großteil auch einfach in Ruhe. Ich komme auch nur noch hierher, um mein Buch weiterzulesen oder auf Reddit zu surfen, wirklich vermitteln will mich die Firma hier auch nicht, da ich noch bis Oktober ne Chance hab, durch das Nachrückverfahren reinzukommen.

    Das ist ziemliche Ressourcenverschwendung.

    Ungelernt finde ich eh keinen Voll- oder Teilzeitjob, bei dem ich wirklich mehr raus hab, als würde ich den ganzen Tag zuhause rumsitzen.

    Geändert von Byder (02.09.2015 um 10:01 Uhr)

  3. #23
    Ich war ja bereits mehrfach bei der Arbeitsagentur und hab auch so einige Probleme mit denen gehabt.
    Zum ersten Mal hatte ich Ärger, weil ich nach meiner schulischen Ausbildung+Fachabi eine zweite Ausbildung machen wollte. Die haben das bei mir damals auch nicht akzeptiert, dass ich in meiner Ausbildung nicht arbeiten wollte, dabei hatte ich die nur durchgezogen, um mein Fachabi zu machen und anschließend eine gescheite Ausbildung finden zu können, was mir mit meinem miesen Realschulabschluss nich möglich gewesen wäre. Stattdessen wurden mir laufend ungelernte Jobs am Hafen angeboten, zig Bewerbungstrainings und Stellen als Programmierer, was ich weder machen konnte, noch wollte. Da ich unter 25 war, durfte ich davon auch nichts ablehnen, ohne eine Sperre zu bekommen. Hab mir damals dann Trick 17 überlegt und freiwillig einen 1€-Job in einer EDV-Werkstatt angenommen, die PCs für Kindergärten etc. fit machte. Dadurch hatte ich ein Jahr Zeit, mir eine Fachinformatiker-Ausbildung zu suchen, ohne den großen Stress vom Amt. Diesen 1€-Job wollten sie mir aber auch ausreden, da ich dafür ja überqualifiziert wäre, aber ich habe darauf bestanden.
    Während meiner Ausbildung hab ich dann vom Amt Aufstockung bekommen, da ich mit 315€ brutto niemals hätte leben können. Da wurde dann einmal die Zahlung einfach eingestellt ohne jeden Kommentar. Auf Nachfrage bekam ich unter vorgehaltener Hand von meiner ausnahmsweise mal sehr netten Sachbearbeiterin gesteckt, dass das stichprobenartig gemacht wird, um zu schauen, ob das Geld wirklich gebraucht wird und ob die Leute sich melden.
    Ansonsten hatte ich auch immer sehr schwierige Sachbearbeiter. Zuletzt nach meiner Kündigung vor 1,5 Jahren kam ich gerade ins Büro und wurde sofort angestänkert. Witzigerweise hab ich für die 2 Wochen damals noch Hartz4 bekommen, obwohl ich dann direkt eine neue Stelle angetreten habe und das auch gemeldet hatte. Bis heute hats aber keiner zurückgefordert.

    Letzten Endes muss man sich bestens mit der Rechtslage auskennen und dementsprechend alles durchsetzen.

  4. #24
    Zitat Zitat
    Letzten Endes muss man sich bestens mit der Rechtslage auskennen und dementsprechend alles durchsetzen.
    Damals hatten meine Eltern noch eine sehr gute Sachbearbeiterin, mit der sie auch über Ecken mal bekannt waren. Die hat den Leuten immer gesteckt, wie die Anträge zu stellen sind, damit man wirklich das bekommt, was einem gesetzlich eigentlich alles zusteht. Ratet mal. Die gute Frau wurde dann irgendwann an den Empfang versetzt. Die staatlichen Sozialausgaben wären viel viel höher, wenn transparent wäre, welche Fördermaßnahmen, Gelder, etc. man beantragen kann. Der Staat spart hier allein dadurch, dass es gelernte Spezialisten braucht, die die Gesetze anwenden können und diese unzureichend beraten ein nicht ganz so kleines Vermögen.

    Zitat Zitat
    As said, ich komme ursprünglich aus dem Handwerk und das hat mir gut getan, beide Seiten zu sehen.
    Ich kenne es auch, dass viele Sesselfurzer keine Ahnung davon haben, wie es in der Praxis aussieht. Dein Beispiel ist dafür absolut perfekt.
    Aber wird man es ändern können? Ich fürchte nicht - leider. Die niedrigen Gehälter machen solche Jobs leider auch immer unattraktiver.
    Meine ganze Familie bestand aus Arbeitern und Bauern da kriegt man das eben brühwarm auf den Tisch, was man sich alles nicht leisten kann und wie man sich für die paar Kröten, die es dann wenigstens gibt, dahinschindet. Mein Vater gehört zu diesen Leiharbeitssklaven. Er wird mit 12,50 und großzügiger Kostenübernahmen relativ gut vergütet, aber unter der Woche ist er nie zu Hause und der Unterhalt des Haushalts funktioniert trotzdem nur, weil meine Mutter auch nebenbei in der Systemgastronomie schuftet. Wenn ich da dann auch noch so einen Unsinn seitens gewisser bayerischer Parteien höre zu irgendwelchen Prämien höre: Für den Großteil der Leute in Deutschland ist es Realität das beide Partner arbeiten müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen.

    Zitat Zitat
    Die Maßnahme fing Mitte August an, das Studium soll Mitte Oktober anfangen und da es in einer anderen Stadt ist, müsste ich eh noch umziehen. Da sieht man doch sofort, dass das ziemlich unsinnig ist.
    Als ich damals mein Abi hatte und mich bis zum Studienbeginn arbeitslos gemeldet hatte, habe ich der guten Frau, die für mich zuständig war, gleich gesagt, dass es nicht lohnt mich für die Zeit beschäftigen zu wollen. Da meinte sie dann, dass sie mir evtl. ein paar Angebote schickt und ich sie dann verwerfen solle, dann hätte ich meine Ruhe. Klang nach einem Deal. Wegen meiner Ausbildung hat sie dann noch hinzugefügt, dass die so speziell sei, dass sie dafür wohl eh keine Stelle finden würden. Wenn die Untätigkeit des Amts halt mal erwünscht ist, ist es eben gut, wenn sie sich nicht zucken. Wäre schön wenn sie auch sonst so kundenorientiert arbeiten würden.

    Zitat Zitat
    Darum würde ich es sehr gut finden, wenn Leute, die Ingenieurswesen oder ähnlichem studieren wollen, zuerst eine handwerkliche Ausbildung absolvieren, um überhaupt mal zu sehen, was das für eine Arbeit ist, über die sie dann entscheiden. Ich habe es vielfach erlebt, dass solche Leute überhaupt keinen Bezug zur Realität haben und z.B. Konstruktionszeichnungen hinrotzen, wo man schon auf Anhieb sehen kann, dass das so nichts wird
    Jap hab ich auch schon von meinem Vater gehört. Sollten die eine Behindertentoilette einrichten und man konnte schon auf Anhieb erkennen, dass der Plan nichts mit der Realität zu tun hat, weil einfach nicht genug Platz dafür da gewesen wäre. Und weitere solche lustigen Sachen.

    EDIT
    SPIEGEL 19/2014: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-126830901.html "Die Wohlstandslüge"
    kann ich empfehlen.

    Geändert von KingPaddy (02.09.2015 um 12:17 Uhr)

  5. #25
    Wenn ich bedenke, was mir schon für Gehälter angeboten wurden, bin ich sehr froh über mein jetziges Gehalt, was zwar nich hoch ist, aber zumindest akzeptabel.
    Beispiele:
    -Vollzeit als Admin ohne Ausbildung und Berufserfahrung: 600€
    -Vollzeit als Fachinformatiker mit Berufserfahrung in Projekten und Support: 1500€

    Da wunderts mich dann auch nicht, wenn Leute sagen, dafür gehe ich nicht arbeiten. Die zweite Stelle hätte ich fast sogar in Erwägung gezogen, hab sie dann aber nicht bekommen.

  6. #26
    Das Problem ist, dass die Kosten an anderer Stelle geleistet werden. Faktisch findet hier Umverteilung statt von Arm zu Reich. Die Kosten die der Wirtschaft erspart bleiben werden über das Transfersystem auf die Gesamtgesellschaft (Aufstockung, Arbeitslosigkeit, Sozialausgaben für Teilhabe usw.) umgelegt. Die jedoch, die am meisten profitieren bezahlen nicht das Äquivalent ihres Ertrages an Steuern, da das Steuersystem auf die gesamte Masse verteilt wird der Löwenanteil von denjenigen bezahlt die wenig oder nur mäßig an den Erträgen der Wirtschaft beteiligt sind.

    Was das System insofern noch ungerechter macht ist, dass die Menge der Erträge durch Möglichkeiten der virtuellen Kapitalvermehrung mit entsprechenden Grundbeträgen noch enorm gesteigert werden kann. Bestimmte Möglichkeiten der Kapitalanlage lohnen sich erst wenn man schon einen bestimmten Besitz hat und wenn man diesen Besitz hat, kann man sich auch erst entsprechende Berater leisten, die das Geld dann auch gut anlegen. Normal- oder Wenigbegüterten bleibt dazu gar keine Möglichkeit.
    Das Gleiche gilt im Übrigen auch allein schon für so etwas bescheidenes wie Mieten.

  7. #27
    Zitat Zitat von Whiz-zarD Beitrag anzeigen
    Den Job habe ich dann vor ca. 7 Jahren hingemissen, weil man dort eh nichts verdient.
    Zitat Zitat von Cuzco
    Dabei verstehe ich nicht, wieso die Situation so mies ist. In einem Land, das wirtschaftlich so gut dasteht.
    Die geringen Löhne in Deutschland sind aber anscheinend systemisch gewollt - der Exportweltmeistertitel ist der erste Fetisch der politischen Klasse.

  8. #28
    Zitat Zitat von Whiz-zarD Beitrag anzeigen
    Darum würde ich es sehr gut finden, wenn Leute, die Ingenieurswesen oder ähnlichem studieren wollen, zuerst eine handwerkliche Ausbildung absolvieren, um überhaupt mal zu sehen, was das für eine Arbeit ist, über die sie dann entscheiden. Ich habe es vielfach erlebt, dass solche Leute überhaupt keinen Bezug zur Realität haben und z.B. Konstruktionszeichnungen hinrotzen, wo man schon auf Anhieb sehen kann, dass das so nichts wird oder bei der Montage erst mal ein Winkelbohrer erfunden werden müsste.
    Das Problem bemänkelt ein Onkel von mir und die Leute seiner Generation (die während der 60er in blockfreien Staaten auf Montage waren und sich damals gezwungenermassen die benötigten Gerätschaften oft genug selbst zusammenbasteln mussten) auch ständig.

  9. #29
    Mich würde mal interessieren, wer von euch eigentlich einer Gewerkschaft beigetreten ist und sich an dieser sogar aktiv beteiligt.

  10. #30
    Ich wollte ursprünglich. Da ich nach meiner Ausbildung nicht in meinem Job geblieben bin, lohnte sich das aber erstmal nicht mehr. Das wäre damals die Verdi gewesen. Meine Muter ist seit zig Jahren in IG Metall, obwohl sie jetzt eher in eine Gewerkschaft für Gastronomie passen würde (aber Gott behüte, dass die Angestellten in ihrer Filiale sich gewerkschaftlich organisieren und dann noch sowas wie einen Betriebsrat gründen. Da rollen dann schnell Köpfe).

    Ich persönlich hab aber vor in die Gewerkschaft einzutreten, sobald ich weis, wo ich mal lande.

  11. #31
    Zitat Zitat von relxi Beitrag anzeigen
    Mich würde mal interessieren, wer von euch eigentlich einer Gewerkschaft beigetreten ist und sich an dieser sogar aktiv beteiligt.
    Ich wr anfangs in der IG Metall wie mein Vater, bis ich feststellte, dass ich zu ver.di muss...nach ner Mail war das erledigt.
    Inwiefern aktiv beteiligen? ^^"

  12. #32
    Es kommt immer drauf an, bei wen man beim Jobcenter landet. Wenn man einen Sachbearbeiter/in kriegt, der/die keine Lust hat, so hat man schlechte Karten.

    Ich hatte das Glück bei einer wirklich kompetenten Sachbearbeiterin zu landen, die mir wirklich weitergeholfen hat - auch nachdem ich mein Studium abgebrochen hatte. War etwa ein halbes Jahr arbeitslos bis ich einen Ausbildungsplatz gefunden habe.
    Ich bin jetzt im 3ten Ausbildungsjahr FiAn, habe eine schlechte Ausbildungsvergütung, das ist aber besser als gar nichts. Vermutlich finde ich schon relativ schnell nach der Ausbildung eine neue Stelle (denn meinem Betrieb zahlt sehr schlecht und ist sehr weit vom meinem Wohnort weg).

  13. #33
    Warum sollte ich mich als Softwareentwickler einer Gewerkschaft anschließen? Es kümmert sich ja keiner um die IT-Berufe.
    IG Metall und Verdi buhlen zwar um die ITler, aber ansonsten halten sie ja schön die Füße still. Warum sollte ich solchen Leuten mein Geld in deren Rachen schieben?

  14. #34
    Zitat Zitat von Whiz-zarD Beitrag anzeigen
    Warum sollte ich mich als Softwareentwickler einer Gewerkschaft anschließen? Es kümmert sich ja keiner um die IT-Berufe.
    IG Metall und Verdi buhlen zwar um die ITler, aber ansonsten halten sie ja schön die Füße still. Warum sollte ich solchen Leuten mein Geld in deren Rachen schieben?
    Ist auch mein Gedanke.

  15. #35
    Zitat Zitat von Corti Beitrag anzeigen
    Eine Firma, die nicht sucht, hat in unserer Wachstum&Gewinn-Welt schnell einen Hauch vom absteigenden Ast.
    Ich habe mal mich mal vor zwei Jahren bei dieser Firma hier beworben. Natürlich ohne Antwort.

    Die "Career"-Seite auf der Homepage ist exakt noch dieselbe wie vor zwei Jahren. Solche Teile der Homepage sind nur Ansagen an die Konkurrenz und Kunden, dass es der Firma gut geht. Wow, sogar bezahlte Praktika können die sich leisten! O_O

  16. #36
    Ich finde die Leute auf dem Bild sehen schon nicht so sympathisch aus. :/ Keine Ahnung wieso, aber auf mich wirkt das nach Arschloch-Vorgesetzten.

  17. #37
    Ich wollte nochmal kurz was zu Handwerksberufen und Lehrstellen sagen.

    1. Als HartzIV-Empfänger bekommt man als Single 45m² warm zu ortsüblichen Preis (hier sind das 539 €/Monat) + 398€ zum Leben. Dazu diverse Vergünstigungen. Sind dann bis 937 € im Monat und damit mehr als zb. ein Student oder Azubi hat.
    2. Der Mindestlohn von 8,5/h brutto ergibt rund 1035€ netto. Wer als für den Mindestlohn arbeitet und 98€ Kosten wie Auto,Kleidung oder sonst was hat, legt schon drauf. Plus der Faktor Freizeit.
    3. Im Handwerk sind viele Löhne leider auch nicht besonders hoch. 1200,1300 € für voll Knüppeln mit Morgens da Auto beladen und Abends abladen und von Kunde zu Kunde rasen. Also da ist die Mehreinnahme gegenüber dem Nichtstun, wenn man vielleicht echtn nochn Auto braucht nahe 0.

    Deshalb ist die These,dass alle unausgebildeten,Arbeitslosen und jugendliche aus sozial schwierigen Verhätltnissen ja gut in diese "praktisch begabten Jobs" rein können, nicht die Realität. Zudem ist eine Ausbildung zb. als Heizungsbau/Anlagentechnik keineswegs ein Job für Grobiane ohne Hirn, die nix machen ausser die Heizkörper zu schleppen. Die Theorie ist anspruchsvoll und geht in einigen Teilen mehr in die Tiefe als der Abistoff. Bei meinem Kumpel wurden von 28 Leuten 3 vorgezogen, nämlich er und die anderen mit Abi, so 15 haben dann später bestanden und die hatten meistens den Realschulabschluss. Die anderen sind an der Theorie gescheitert. Klar: Anspruch steigt nicht nur in sowieso schon hochqualifizierten Berufen. Auch im Handwerk gibt es Trens und Neuentwicklungen. Das scheint die Öffentlichkeit nicht wahrzunehmen.

    Wir haben also Probleme:

    1. Anreiz zu gering da reale Löhne auf HartzIV-Niveau sind
    2. Image schlecht - > Das ist kein cooler Job um die Weiba abzuschleppen Digga. Lieber Handyverkäufer in nem modern aussehenden Laden oder bei Starbucks, weils so hip is.
    3. Notwendige Qualifikation höher als von Gesellschaft gedacht.

    Mir hat das Arbeitsamt übrigens gesagt, dass ich als Mathematiker auf jedenfall so 4500 brutto verlangen kann. Als Berufseinsteiger

  18. #38
    Du kannst auch 100.000 verlangen, nur ob das einer zahlt, das ist die Frage.
    Aber hab auch schon solche Summen bei Mathematikern gehört. Das ist schon übel. Kommt aber wie bei anderen Berufen darauf an, welchen akademischen Grad du hast und wo und als was du arbeitest.

  19. #39
    Ich denke als Mathematiker sind diese Löhne schon verdient. Ich kenne kaum jemanden, der so einen abstrakten Zahlenjob freiwillig machen würde.

  20. #40

    [Guardian Force] Examinierter Senfautomat
    stars_gf
    Zitat Zitat von relxi Beitrag anzeigen
    Mich würde mal interessieren, wer von euch eigentlich einer Gewerkschaft beigetreten ist und sich an dieser sogar aktiv beteiligt.
    Sowohl das eine als auch das andere. Ich bin als angestellter Lehrer Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Deutschen Gewerkschaftsbund (dgb). Auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt modern erscheinen mag, in einer Gewerkschaft Mitglied zu sein, so bietet es mir dann doch einige Vorteile. Alleine wenn ich die Versicherungen (Schlüssel- und Berufshaftplficht) zusammenrechne, dann rechnet sich die Mitlgiedschaft schon. Daneben werde ich zusätzlich noch monatlich mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Schule per "Neue Deutsche Schule" und der "Erziehung und Wissenschaft" (beides Zeitschriften der Gewerkschaft) informiert, was bei diversen anderen Verlagen auch ein Heidengeld kosten würde.

    Desweiteren hat man als Lehrer halt auch nicht die Möglichkeit, direkt über sein Gehalt zu verhandeln und gerade im Bereich der angestellten Lehrer herrscht da ein ganz gewaltiges Ungleichgewicht im Vergleich zu den verbeamteten (wohlgemerkt bei teilweise sogar wesentlich mehr geleisteter Arbeit). Von daher macht es da so schon Sinn, sich da zu organisieren und gemeinsam für oder wider eine bestimmte Zielrichtung abzustimmen, zumal in Zeiten, wo einem die verbeamteten Kollegen vom Deutschen Beaamtenbund dann auch gerne mal in den Rücken fallen.

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