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Thema: Elex - it's not Gothic!

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Elex war mal wieder Thema in der aktuelle GameStar (12/2016). Ich hab euch mal wieder die aktuellen Infos rausgeschrieben. Die Redakteure waren wieder beim Entwickler zu Gast und konnten diesmal auch selbst umfangreich anspielen:

    Schwierigkeit
    - individuell einstellbarer Schwierigkeitsgrad --> wird durch eine Reihe von Einstellmöglichkeiten bei den Optionen realisiert, es soll zum Beispiel Optionen zum Ausweichen oder dem gegnerischem Gruppenverhalten geben, sodass man die Kampfschiwierigkeit dann an seine Bedürfnisse anpassen kann
    - bei mächtigen Gegnern, hier handelt es sich um eine Konkretisierung der Aussage das Kampfsystem etwas mehr soulslike zu gestalten, soll jetzt Ausweichen eine deutlich wichtigere Rolle spielen als bisher in PB-Titeln (uA gibt es Gegner, die uns mit wenigen Hieben zu Brei hauen können)
    - der Fernkampf wirkt im Vergleich aber noch sehr mächtig, z.T. übermächtig; allerdings sollen die Gegner entsprechende Verhaltensweisen sowohl für Fern- als auch Nahkämpfer haben, damit man sie nicht zu Kanonenfutter werden; in der Kombination mit dem Jetpack erscheint man dennoch reichlich mächtig zu sein

    Weltdesign
    - Welt gefüllt mit reichlich Questgebern
    - Open World gefüllt mit interessanten und relevanten Orten --> Erkunden lohnt sich also wieder
    - große Umgebungsvielfalt, orientiert sich aber an klassischen Biomen (Wüste, Gebirge, Eis, Grünland)
    - verschiedene Herangehensweise an Quests/ Probleme möglich

    Waffen und Talente
    - gutes Rüstungs- und Waffendesign und große Auswahl, auch an verschiedenen Waffentypen
    - Waffen sollen sockelbar sein
    - verschiedene fraktionsgebundene "magische Talente" --> Magie, Psionik und Stims (alchemistische Steroide)

    Die Grafik wird als schön aber eher zweckmäßig beschrieben. Also sie spielen nicht in einer Liga mit Witcher 3 bspw. auch die Animationen wirken eher hölzern, ebenso wie die Gesichter. Also klassische PB-Grafikissues, die eigentlich nie wirklich gestört haben. Mir persönlich sah das, was auf den Bildern zu sehen war, gut genug aus. Die Stärken von einem PB-Spiel liegen eh woanders.

    Daher bleibt auch nach dem Besuch bei den Redakteuren und auch bei mir auch eine andere Sorge haften: Die Story. Die Welt ist zwar stimmig aber zur Atmosphäre muss es die Story und die Lore tun, also das alles organisch zusammengehört und darin eine gute Geschichte erzählt wird. Erst daraus hat ja Gothic immer so richtig seine Atmosphäre geschöpft. Und darüber schwebt weiterhin ein großes Fragezeichen. Zur Story, zu den Questgeschichten etc, an sich halten sich die Entwickler immer noch bedeckt. Also bis auf die Prämisse "Alp-Commander entdeckt Gefühle" gibt es immer noch keine weiteren Informationen. Ob und was wir da erwarten können, ist also noch unklar. Das macht mir deshalb noch Sorgen.

    Meine andere Sorge, dass die Open world wieder so unnütz wird wie in Risen 2 oder 3 scheinen sie ausgeräumt zu haben. Das, was sich da so lesen ließ, lässt mich glauben, dass sich jetzt das Erkunden, Klettern und Fliegen auch wieder lohnt und das ist eine gute Nachricht.

  2. #2
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Also bis auf die Prämisse "Alp-Commander entdeckt Gefühle" gibt es immer noch keine weiteren Informationen. Ob und was wir da erwarten können, ist also noch unklar. Das macht mir deshalb noch Sorgen.
    Klingt nach Komödien Drama, wenn der Charakter etwas davon labert wie er sich gerade fühlt, aber immerzu die selbe "harter Typ" Stimmlage wie jeder PB Protagonist hat. Dazu noch fluchen wie ein 10 jähriger und das ganze dürfte Hollywood reif sein.
    Ein Beispiel wie das allerdings funktionieren kann, lieferte Machine Games mit Wolfenstein TNO. Da gings es aber nicht darum, dass Blazkowicz seine "Gefühle endeckt". Er ist ein ein Mensch, und das Spiel probiert ihn als Person greifbar zu machen.

    Geändert von Mivey (04.12.2016 um 15:30 Uhr)

  3. #3
    Ja The New Order ist ein gutes Stichwort. Von der emotionalen Tiefe sollen die Alps ja etwa dem klassischen Shooter-Helden entsprechen. Und da das hier ein RPG ist, können sie sich für solche Erzählungen auch mehr Zeit nehmen als TNO nur in den Zwischenmissionsabschnitten hatte. Also ich mache mich gar nicht über die Prämisse lustig, bisher fehlt mir eben noch die Unterfütterung des Themas. Also ob wir die Selbstfindung mit einer motivierenden Weltbestimmungsquest kombinieren oder ob die HQ wie in guten alten Torment-Zeiten sich vor allem um uns selbst dreht.

    Da hätte ich doch gerne noch ein bisschen mehr Futter. Also sie müssen jetzt nicht großartig Inhalte oder Zwischenetappen spoilern aber mal so ein bisschen Info dazu, was einen da jetzt von der Richtung her erwartet, wäre schon cool. Das derzeit so konsequent auch nach dem Reinfall bei Risen 3 (bei dem ja auch schon mit moralischer Charakterkonstruktion geworben wurde, obwohl das zum Ende hin völlig irrelevant war und sich glaube ich auch nur auf ein oder zwei Begleiter ausgewirkt hat, ob die mitkommen wollten oder nicht) das Thema bei der Präsentation gemieden wird, wirkt schon verdächtig.

  4. #4

    THQ Nordic: Elex und Spellforce werden verschoben

    Wie gesagt sollen sie sich die Zeit nehmen, die sie brauchen, allerdings macht das eben keinen guten Eindruck. Der Schatten von Gothic 3 hängt immer noch ein bisschen über der ganzen Produktion:

    Zitat Zitat
    Piranha Byte-Fans warten schon eine Weile auf einen konkreten Release-Termin des kommenenden neuen Rollenspiels der Gothic-Macher: Elex. Zunächst war nur der Release-Zeitraum mit dem ersten Quartal 2017 angegeben, was demnächst hätte also soweit sein müssen. Inzwischen gab der Publisher THQ Nordic allerdings Verschiebungen bekannt.

    Sowohl Elex als auch der Rollenspiel-Strategie-Mix Spellforce 3, das eigentlich bereits im letzten Jahr erscheinen sollte, verschieben sich noch bis in das dritte Quartal 2017. Gründe dafür wurden nicht angegeben, es ist zu vermuten, dass die letzte Entwicklungsphase womöglich noch etwas Zeit braucht.

    by RPG²square

  5. #5
    Wirklich? Nach 3 Spielen und über 10 Jahren? XD
    Ich finde Piranha Bytes hat seit Gothic 3 den Anschluss verloren. Insbesondere Beim Kampfsystem und Animationen hinken sie deutlich hinterher.

  6. #6
    Zitat Zitat von Gamabunta Beitrag anzeigen
    Wirklich? Nach 3 Spielen und über 10 Jahren? XD
    Ich finde Piranha Bytes hat seit Gothic 3 den Anschluss verloren. Insbesondere Beim Kampfsystem und Animationen hinken sie deutlich hinterher.
    Über Elex zumindest, weil es das versucht zu sein, was Gothic 3 sein wollte... nur größer. Deshalb weckt da jede Verschiebung natürlich auch entsprechende Erinnerungen, insbesondere bei den Leuten die Piranha Bytes ohnehin auf dem Kieker haben. Das Kampfsystem soll sich gut anfühlen. Die Animationen, naja mein Gott. Da hab ich keine besonderen Ansprüche, solange es nicht völlig Panne aussieht.

  7. #7
    Bei Animationen gibt es eh kaum RPG Studios die das gut können. CD Projekt Red eventuell, die es aber sich leisten können mehr Personen genau dafür anzustellen. Selbst bei BioWare, wie man die neuerlichen Trailer analysiert, schlampt man hier ziemlich, da ihnen wohl Zeit und Geld für die Feinarbeit abgeht. Echte Perfektion wird man in großen Rollenspielen, mit komplexen Systemen und relativ viel Spielerfreiheit nie haben können. Das geht nur bei sowas wie Uncharted, linearen Action-Abenteuern, wo alles bis auf den Kamerawinkel genau festgelegt und fixiert werden kann.

  8. #8
    Ich hab zudem mal gelesen, dass CD-Project zumindest früher mit generierten Animationsabläufen in Gesprächen gearbeitet hat. Ein Tool berechnet dann für ein Gespräch zufällige Bewegungsabläufe und der jeweilige Designer lässt das Tool solange neue berechnen bis er eines findet, dass gut passt. So lassen sich Gespräche, sofern man eben eine passende Grundlage bereits hat, mit relativ wenig Aufwand lebendiger gestalten und auch etwas individualisieren. Aber ja im Endeffekt greifen in einem Open World Rollenspiel deutlich mehr andere Systeme ineinander und du kannst das Geschehen, gerade bei automatisierten Tagesabläufen, wenn die Figuren auch noch halbwegs authentisch auf dich reagieren sollen, dann verschiedentlich stören.

    Wobei ich zumindest bei den letzen Risen-Teilen auch das Gefühl hatte, dass eher die Animationsdichte abgenommen hatte, also nicht mehr so viele verschiedene Sachen passierten, wie in Gothic 1 wo sich die Lager wirklich halbwegs lebendig anfühlten. Aber da kann der Schein vielleicht trügen.

  9. #9
    PC Gamer hatte eine 20 minütige Vorschau zu Elex, wohl relativ nah an der fertigen Version, was Features betrifft. Schaut jedenfalls nicht mehr so sehr nach alpha Software aus.

  10. #10
    Puh.
    Ich denke, dass es Spaß machen könnte. Aber es sieht auch einfach so aus, als wäre das Entwickler Team in der Vergangenheit stecken geblieben.

  11. #11
    Zitat Zitat von Gendrek Beitrag anzeigen
    Puh.
    Ich denke, dass es Spaß machen könnte. Aber es sieht auch einfach so aus, als wäre das Entwickler Team in der Vergangenheit stecken geblieben.
    Ich denke, das dürfte in ihrer Zielgruppe durchaus gut ankommen. Ob sie darüber hinauskommen, darf man allerdings anzweifeln, ja.

  12. #12
    Zitat Zitat von Gendrek Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass es Spaß machen könnte. Aber es sieht auch einfach so aus, als wäre das Entwickler Team in der Vergangenheit stecken geblieben.
    Ich bleib auch bei dem "Ich denke", mehr sehe ich in dem Spiel nicht drin. Auf der vorherigen Seite ist ein Beitrag von mir von August 2016 zu lesen, wo ich damals schon gesagt habe, dass sich an Elex nicht mehr viel verändern wird... und was für eine Überraschung sonderlich viel hat sich nicht getan. Das Spiel dürfte nur Piranha Bytes Fanboys wirklich zufrieden stimmen (Top-Wertung from GameStar is coming), international sehe ich da echt kein Land für dieses Spiel. Nicht zuletzt wegen der fehlenden Öffentlichkeitsarbeit von Nordic bezweifle ich einen Verkaufserfolg.

    Ich muss Gendrek zustimmen, man sieht beim Team null Entwicklung. Die Animationen und das KS waren ja schon immer die Nemesis der Entwickler, aber allein dieses HUD oder diese Bluteffekte sind eine echte Zumutung für den modernen Spielers 2017.

  13. #13
    Zwei Punkte, die mir negativ aufgefallen sind, sind die wieder sehr, sehr statischen Gespräche und ja auch die Bluteffekte. Der Rest ist eigentlich nichts, was mich persönlich stört, aber ich BIN wahrscheinlich auch genau die Zielgruppe. Das es technisch nicht zeitgemäß ist, ist vollends richtig, aber das ist mir einfach egal. Das ist kein Anspruch den ich an ein Rollenspiel habe, dass trotzdem noch gut ausschaut. Ich mache mir nach wie vor ehrlich gesagt mehr Sorgen um die Quests, die Story und die Charaktere, die wir darin treffen.

    Das wäre vielleicht auch ein spanennendes Thema, um darüber mal einen Talk zu halten. Tatsächlich würde ich nämlich das auch nicht so ohne Weiteres auf die Fans allein schieben. Tatsächlich fiel mir damals bei der WoG ein guter Fanartikel in die Hände, der einige Punkte ansprach, die wieder mehr zu einer Evolution (zumindest der technischen) von Gothic seinerzeit noch beitragen könnten, in dem Piranha Bytes in Zukunft mal wieder die Größe der Welt radikal beschneidet. Das Minental oder Farangar waren damals auch immer noch sehr groß und offen. Aber so hätten sie die Entwicklungskapazitäten frei, um wirklich mal wieder eine richtige Technikstudie zu machen. Den wirklichen Techniksprung hat CD Projekt zum Beispiel auch erst mit Witcher 2 hinbekommen, ein im Vergleich zum Vorgänger sehr viel überschaubareres Spiel, das, wie ich finde, sich in vielerlei grafischen und technischen Dingen dann in Witcher 3 als Grundlage wiederfindet, wo man sagen kann, vielleicht muss man sich einfach mal die Zeit für so ein Intermezzo mit stärkerem Technik-Fokus nehmen, wenn man denn schon ein recht kleines Studio ist, dass vielleicht nicht das Budget hat beide Entwicklungen gleichzeitig zu stemmen.

    Und gleichzeitig waren die überschaubareren Spielwelten (auch Gothic 2 war an sich ja nicht so riesig) für die Spieler an sich auch viel motivierender, weil mit deutlich mehr details ausgestattet und durchdesignt. Besagter Artikel damals zum Beispiel referenziert nämlich wunderbar wie effizient Gothic 1 die Fläche seiner Spielwelt damals ausgenutzt hat. Im Moment spricht alles dafür, dass ich mir das Spiel vom Start weg kaufe, denn eigentlich kann ich nach dem Gesehenen wirklich nur noch von der Story und den Questen enttäuscht werden. Das ist zwar nicht unwichtig, wir befinden uns hier aber auf einem besseren Status als bei Risen 2 und Risen 3 definitiv.

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