Joho. Versteh mich nicht falsch, ich hätte auch nicht prinzipiell etwas gegen in-einer-Reihe-stehen und wenn es eine Entweder-oder-Wahl wäre, würde ich das gegenüber einer wilden und gravity defying Advent Children Choreographie definitiv bevorzugen. Ich habe allerdings ein gewisses Verständnis dafür, dass Square Enix ersteres nicht mehr will, weil es gerade für ein Projekt dieser Größenordnung und auf dieser Konsole keine angemessene Präsentation mehr wäre (und wirklich nicht viel dazu gehört, die Figuren auf dem Schlachtfeld automatisch umherlaufen zu lassen, das hat unter anderem Wild Arms 3 schon 2002 gemacht). Bloß handelt es sich dabei um Oberflächlichkeiten, die wirklich nicht der Knackpunkt sein sollten. Wenn sie es schaffen, nicht die Gameplay-Möglichkeiten des Originals einzuschränken (alle Charaktere im Kampf kontrollierbar lassen usw.), dann finde ich mich auch mit den inzwischen übertrieben coolen Moves ab (die Story-Cutscenes sind da nochmal eine ganz andere Geschichte, aber das würde jetzt zu weit führen - den Unterschied mit Zack hast du ja schon sehr treffend angesprochen). Vielleicht ist "Spinner" zu viel gesagt, aber man muss schon der übelste Hardcore-Purist sein, um selbst bei Details wie diesen jede Veränderung kategorisch abzulehnen. Problem ist nur, dass Square Enix /Nomura da nach letzten Interview-Aussagen keine klare Trennlinie zieht, und Kosmetik gleich mit tiefgreifenden Eingriffen in die Spielmechanik verknüpft, als wäre es die natürlichste denkbare Konsequenz. Ist sie aber nicht, ganz im Gegenteil. Sie nehmen das alte Final Fantasy VII nicht mehr als Schablone, um es zu verbessern, zu modernisieren und anzupassen, sondern lediglich noch als Orientierungspunkt und Inspiration für ein "Remake", bei dem im Grunde doch bei Null angefangen wird.

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