Wenn ein Pate den einzigen Brunnen im Dorf kontrolliert, abgesehen von kleinen schmutzwasserquellen wo genauso schlimme oder noch schlimmere Dealer ihr Zeug verticken würdest du doch auch bei ihm kaufen?
Wie gesagt ich will keine Diskussion über Steam und seinen sicher auch guten Service auslösen. Die Sache mit Steam ist, dass es schon lange keine wirklich freie Entscheidung mehr ist. UPlay und Origin sind genauso große oder noch schlimmere Probleme, aber man kann sie noch umgehen, wenn man z.B. eher wenig EA-Spiele spielt, mitunter auch weil einem das Portfolio nicht zusagt und das deswegen keinen großen Verlust bedeutet. Aber wenn du am PC bleiben willst, dann kommst du an Steam eigentlich praktisch kaum mehr vorbei, wenn du außerhalb des Indie-Bereichs noch aktuelle AAA und AA-Spiele spielen willst, was ja auch der Grund war, warum ich inzwischen auch als einer der letzten Mohikaner eingeknickt bin. Skyrim ging nicht, Fallout 4 würde nicht gehen, Fallout: NV geht nicht, Civ 5 nicht, Beyond Earth nicht und die Liste ließe sich da noch deutlich fortsetzen und es ist auch keine Änderung für Spiele in der Zukunft in Sicht.
Der einzig konsequente Weg Steam zu vermeiden wäre die Spiel irgendwo illegal zu saugen oder wie es ein paar Freunde gemacht haben, konsequent dem PC den Rücken zu kehren und auf Konsole umzusteigen und zu hoffen, dass die wichtigsten Titel ohnehin auch dafür erscheinen werden.
Dazu noch unschlagbare (manchmal schon ekelhafte) Preise und wenn du erstmal ein gewisses Portfolio hast, willst du einerseits soweiso nicht mehr weg, andererseits willst du dann auch lieber alles an einem Ort haben. Die Frage ist nicht ob man Steam vermeiden kann, die Frage ist worauf man zu verzichten bereit ist. Aber für einen PC-Spieler ist das die Frage nach dem Brunnen. Du kannst beim Wasserpaten kaufen oder verdursten. Du kannst Steam benutzen oder bleibst halt irgendwann 2008/2009 stehen oder knapselst nur noch mit Kleinspielen von Entwicklern rum, die auf freien Plattformen wie GoG oder komplett ohne Registrierung arbeiten und noch freie Datenträger in den Handel bringen, aber das gleicht dann den Leuten die sich einreden das ihr Urlaub auf Balkonien auch so schön ruhig und befreiend war und nicht so anstrengend wie diese Luxuskreuzfahrt, obwohl man die auch gerne gemacht hätte aber kein Geld dafür hatte.
Also 100 Millionen Nutzer heißt nicht, dass die jetzt alle Steam geil finden. Viele werden sich womöglich auch nur damit arrangiert haben in den Zahlen sind zudem auch eine Menge Leute drin, haben mal erhebungen ergeben, die Steam allein für zwei oder drei Spiele benutzen.
Die Fixierung auf Steam kommt für mich daher (ich meine aber UPlay und Konsorten da eigentlich immer mit) da er der Anbieter mit der größten Zwangmacht ist, der dazu damals ja diesen ganzen Wahn ausgelöst hat.








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