Ich mache es mir nicht einfach, ich betrachte die Sache nur einfach nicht (überspitzt gesagt) idealistisch verblendet sondern realistisch. Auch ich habe einige Titel in meiner Liste bei denen ich es Schade finde, dass gewisse Dinge nicht mehr möglich sind. Genauso habe ich Spiele in meiner Liste die es verdient hätten das ein Nachfolger produziert wird (was aufgrund des geringen Erfolges nicht passieren wird). Als Fan oder Spieler der diese Titel hervorragend fand mag das für mich enttäuschend sein, aus wirtschaftlicher Sicht aber verständlich.Zitat
Bei einem SP mit angehängtem MP , wozu ich übrigens auch GT und Konsorten zähle, zahle ich (bei Neuerscheinen) 50-60€ und dann nie wieder etwas. Dafür kann ich den Titel dann in vollem Umfang einige Jahre nutzen. Wenn wir bei dem genannten GT5 bleiben 4 Jahre lang, für 60€! Im Vergleich ein MMORPG hat zu seiner Zeit, je nach Modell, 10-14€ im Monat gekostet.
EA mag einige Dinge nach 3 Jahren abschalten, aber primär handelt es sich dabei um die Server alter Sportspiele, die jedes Jahr eine neue Auflage bekommen und deren Fans, ein riesiger Teil der gesamten Käufer, diese Titel auch jedes Jahr erwerben. Die Anzahl derer die aktuell noch Fifa 12 spielen möchte dürfte verschwindet gering sein.
Es mag zwar aus Sicht des Spielers schön sein zu sagen wir betreiben das solange bis wir Minus machen, aber dann kannst du dein Unternehmen direkt einpacken. Von was willst du denn weitere Projekte entwickeln, deine Mitarbeiter etc bezahlen ?
Darüber hinaus kommt noch hinzu, dass das AGB technisch alles abgesichert ist und du sowieso kein Spiel erwirbst sondern lediglich nur noch eine Lizenz diese Software zu nutzen, so lange bis der Entwickler/Vertreiber sich das Ganze anders überlegt - nicht unbedingt schön aber das ist nunmal der aktuelle Standpunkt unserer Zeit.
Wer weiß, vielleicht kommt es noch schlimmer und irgendwann kauft man sich nur noch zeitliche Abschnitte in denen man dann per Stream die Software nuzten darf.






Es ist klar, dass die Unternehmen Geld machen wollen bzw. müssen, und aus wirtschaftlicher Sicht finde ich die dazugehörigen Vorgehensweisen auch in vielen Fällen einigermaßen nachvollziehbar. Aber Tatsache ist: Ich bin kein Entwickler oder sitze im EA Management, ich bin ein Spieler, auf der anderen Seite der Gleichung. Ich kann mich vielleicht in deren Position hineindenken, aber warum sollte ich deren Verhalten, wenn es mir nicht passt, als selbstverständlich annehmen oder gar honorieren? Damit öffnet man denen doch Tür und Tor, es beizubehalten oder noch schlimmer zu machen. Dass am Ende die Zahlen stimmen, sollte in der Branche nicht alles sein. Schlag mich nicht dafür, jetzt mit großen Worten rumzuwerfen, aber da gibt es auch noch andere Dinge wie Kunst oder Moral. Einem Spieler, der gerade DLC im Wert eines neuen Retail-Games erworben hat zu sagen, dass das Spiel in ein paar Tagen platt gemacht wird, ist einfach daneben. Ein Werk, in das hunderte von Mitarbeitern ihr Herzblut und Talent gesteckt haben, sollte sich nicht einfach in Luft auflösen sondern der Allgemeinheit erhalten bleiben. Solche und viele andere, damit zusammenhängende Probleme gehören unterbunden oder überdacht und neu bewertet.












