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Thema: Nintendo-Thread - It's a-me, the money printing machine

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    Naja, so vollwertig ist das "Remake" nicht. Natürlich werden sämtliche Assets in die neue Engine portiert und Texturen hochauflösender gemappt, aber neu gemacht ist wirklich kaum etwas. Klar - sie haben jetzt ein Inhalts-Update, denn ein drittes Mal eine Veröffentlichung ohne ein Zuckerl für die, die es schon ein oder zweimal gekauft haben, wäre dann schon dürftig. Richtige Remakes sind in meinen Augen Dinge wie Final Fantasy VII oder Resident Evil 2/3 Remake als auch Trials of Mana. Da wird wirklich (fast) alles neu gebaut, es handelt sich daher auch nicht mehr 1:1 um das gleiche Spiel. Natürlich weichen die Unterschiede ab von sehr weit (FF VII) bis gar nicht so sehr (ToM). Ein Beispiel eines sehr akribisch gestalteten Remakes ist "Monster Boy: the Dragons Trap". hier wurde eine komplett handgezeichnete überarbeitete dem Original entsprechende Version erstellt, die man auf Knopfdruck in die alte 8-bit-Welt umschalten kann. Der Inbegriff eines Remakes. Dass Xenoblade Chronicles Definitive Edition aber mehr Remake ist als z.B. Zelda Windwaker HD (das nur in der Grafik aufgeblasen wurde und einige zusätzliche Funktionen erhielt) oder gar Twilight Princess HD (bei dem lediglich Texturen und Grafik verbessert wurden), das kann ich schon sagen. Ich würde es aber nach wie vor als Remaster einordnen.

    Als Port würde ich die Wii-U-Neuveröffentlichungen wie Mario Kart 8, New Super Mario Bros. U und Donkey Kong Country Tropical Freeze bezeichnen. Auch wenn die Spiele teils etwas leichter gemacht wurde und ein neuen spielbaren Charakter (Funky) haben - so richtige Remaster sind sie auch nicht.

    Dann gäbe es noch, nicht zu vergessen, den Reboot: Das sind neuinterpretierte Klassiker, die aber an sich komplett neue Spiele darstellen. Eigentlich tendiert das Final Fantasy 7 Remake auch dazu, ein Reboot zu sein (da man es auch auf mehrere Teile auslegt, und einige Dinge grundlegend ändert), aber Spiele wie Devil May Cry mit dem jugendlichen Dante passen da eher in das Konzept. Sie orientieren sich lose am Vorgänger und machen doch etwas komplett eigenes.
    Final Fantasy VII ist eben KEIN klassisches Remake, da es sich gameplay technisch sowie narrativ eine absolut freie Interpretation des Originals ist. Im englischsprachigen Raum werden solche Titel inwzischen zurecht meist als "Reimagening" betitelt. Bei Final Fantasy VII kommt noch die episodenhafte Struktur hinzu, die es für mich nicht mal in dem Kontext ein vollwertiges Spiel werden lassen.
    Remakes sind die Neuauflage von Resi 1, Super Mario All Stars, Shadow of The Collossus PS4, Crash Insane (was ironischer- und fälschlicherweise von den Devs als Remaster betitelt wird) etc.
    Resident Evil 2 wiederum ist ein Reimagening, was auch von Capcom so kommuniziert wurde aus den oben genannten Gründen. Weitere Beispiele sind Metroid Zero Mission oder eben das erwähnte FFVII.

    Vor dem Hintergrund entspricht Xenoblade Chronicles vollumfänglich der Definition eines Remakes. Nämlich der authentischen, zur Vorlage treuen Neuauflage in einer neuen Engine, mit neuer Technik und bestenfalls minimalen strukturellen Veränderungen oder Quality of Life Improvements.

    Remasters hingegen sind nichts anderes als Ports, die hochskalliert werden und dementsprechend nicht 1:1 Ports zu nennen sind. Sie bedienen sich aber der gleichen Engine und sind grundsätzlich das gleiche Spiel. Das ist eine fixe Definition und dementsprechend ist es objektiv nicht richtig, die Xenoblade Chronicles Definitive Edition als Remaster zu klassifizieren.

    Reboots wiederum sind Titel, die - wie beispielsweise Tomb Raider - sich nur sehr grob an der originären Prämisse einer Reihe orientieren ohne daran gebunden zu sein und ein neues Franchise daraus formen.
    Dies macht FFVII nicht, da es sich grundsätzlich immer noch an der etablierten Lore orientiert.

    Ich bin da mit der Terminologie sehr kleinlich, aber ich finde es wichtig, um zu verstehen worüber man überhaupt spricht, Sprache präzise anzuwenden.

    Geändert von N_snake (31.03.2020 um 19:31 Uhr)

  2. #2
    Okay, dann laufen unsere Terminologien wohl auseinander. Das ist dann wohl so. Ich nutze den Begriff des Re-Imagening nicht (kannte ich gar nicht), aber für mich sind Remaster Nachbildungen von Spielen in anderen Engines. Strenggenommen kann es natürlich aber auch Port bedeuten, aber dann würde man zwischen Remaster und Port nicht unterscheiden. Jeder Port ist in gewisser Weise ja für die neue Plattform gemastert. In der Tontechnik wird auch ein Musikalbum bspw. für jeden Tonträger eigens gemastert (zumindest, wenn man sich Mühe gibt). So hat man unterschiedliche (Pre-)Masterings für die CD und für den Download und natürlich auch für die gute alte Langspielplatte.

    Wenn ich Musik für zwei unterschiedliche Formate mastern muss, dann greife ich teilweise sogar noch mal in die Mischung ein - das heißt: Ich baue in einer neuen Engine die ganzen Assets nach. Das ist aber dann kein Remake. Das ist es dann, wenn die Musiker die ganzen Dinge noch mal neu einspielen. Da ich nicht mehr an die Aufnahme selbst rangehe, ist es quasi ein Remaster. Ein Port hingegen wäre, wenn ich einfach eine CD für den Download-Vertrieb "rippen" würde. Da ich aber noch mal hergehe und speziell für dieses Format ein eigenes Master erstelle (aus den Original-Files), mache ich mehr ein Re-Master.

    Daher bleibt für mich dieses Xenoblade-Spiel auf jeden Fall ein Remaster, zumindest zu einem großen Teil. Es ist auf jeden Fall so, dass eine Neuentwicklung (wie Xenoblade 2 bspw.) Nintendo viel mehr Geld und Monolith viel mehr Zeit und Mitarbeiter reinstecken müsste, als sie es bei diesem Teil machen. Natürlich wird es nicht so ein 6-Monate-12-Mitarbeiter-Kinderspiel wie beim Windwaker HD, aber auch keine jahrelange Kleinarbeit, wo das ganze aufwendig nachgebaut wird.

    Einigen wir uns einfach auf eine Mischung aus Remake und Remaster.

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