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Thema: Über den moralischen Wert des Vegetarismus\der Tierschonung

  1. #21
    Diese Studie über vegetarische bzw. vegane Ernährung bei Hunden hat mich jetzt echt überrascht, zumal die Gebundenheit an Fleisch bei Tieren oft genannt wird.
    http://www.peta.de/studievegetarischehunde#.VLwFckdfZpU

  2. #22
    Mh, da hab ich echt extreme Zweifel. 1) trau ich Peta alles mögliche zu, um ihre Ideologie zu verteidigen. Die sind auch nicht so sauber, wie sie tun. 2) Sind Carnivore das nicht umsonst - ihre Verdauung funktioniert anders als bei Pflanzenfressern oder Omnivoren, ihr Darm ist z.B. kürzer.
    Carnivoren vegan zu ernähren, halte ich für üble Tierquälerei. Wenn ich damit nicht umkann als Veganer, dann halte ich mir verdammt noch mal keinen Hund, keine Katze und auch kein Hausschwein! Hunde und Katzen sind nicht umsonst Beutegreifer - in der Natur würde beide Spezies jagen, und kein Trockenfutter auf Weizenbasis fressen.

    Sorry, Stray; ich weiß, du hast es einfach als Aspekt in die Diskussion eingebracht und ich will nicht, dass du dich jetzt angegangen fühlst, das liegt mir fern . Ich werde nur ganz furchtbar wütend, wenn Typen wie die von Peta versuchen, die Haustiere, für die wir verflixt noch mal die Verantwortung übernommen haben, auf eine Weise zu vermenschlichen bzw. ihnen ihre natürlichen Eigenschaften abzusprechen, dass es nicht mehr feierlich ist.
    Wer nicht will, dass sein Tier Fleisch frisst, soll sich ein Karnickel halten oder einen Wellensittich, aber bitte keine Carnivoren. Diesen Tieren die Fleischernährung zu entziehen, ist Tierquälerei der übelsten Art, schlägt ihnen auf Gedärm, auf Nieren und Leber - Katzen und Hunde sind hochspezialisierte Futterverwerter. Da ist schon das handelsübliche Trockenfutter eigentlich nix anderes als Junkfood.
    Wer nicht ertragen kann, dass ein Tier eigentlich Beutegreifer ist (ja, auch die kurzatmige Perserkatze und der lächerliche Chiuahua), der möge sich lieber einen Hamster zulegen. Zum Wohle der Kreatur. Bitte.

    Geändert von Glannaragh (18.01.2015 um 21:40 Uhr)

  3. #23
    Danke Glann. Ich wollte nänlich auch gerade diesen Satz hier zitieren:

    Zitat Zitat
    Die Ergebnisse interessieren vor allem Menschen, die vegan leben und auch bei Ihrem vierbeinigen Freund diese Ernährungsweise anstreben.
    Warum sollte ich das bitte schön, gerade wenn ich mir eine bessere Haltung von Tieren auf die Fahnen geschrieben, das bitte schön anstreben? Das ist dann nicht für das Tier, sondern das ist dann für mich selbst und meine verquere Ideologie. Danke für die Kudos, Cipo. Aber das ist ein Punkt wo ich nicht einmal mehr lächelnd mit dem Kopfschütteln kann. Da endet mein Verständnis.

    Wie Glann bereits sagte, sind die Tiere evolutionär auf ein bestimmtes Futter spezialisiert sei es der Kauapparat, sei es der Verdauungsapparat. Freilich können manche Fleischfresser sich notgedrungen auch von Ersatzkost ernähren, aber sie sind darauf eben nicht ausgelegt. Auch sagt mir das Fazit insofern mit der verqueren Empfehlung nicht zu dem Kunstfutter dann noch weitere künstliche Zusatzstoffe hinzuzufügen, um die daraus entstehende Fehlernährung meines Haustieres, die ich ihm aufoktroyiiere auszugleichen.

    Und meine MEinung zu PETA haben die Macher von Book of Unwritten Tales in unnachahmlicherweise in der Figur Petra in den Vieh Chroniken verarbeitet. Wer's nicht kennt, unbedingt spielen!! Oder zumindest ein Lets Play (z.B. von RahmschnitzLP) schauen.

  4. #24
    Ernsthaft, ey ... Selbst wenn ich Extremist auf dem Kreuzzug gegen den fleischfressenden Pöbel wäre, würde ich PETA nicht mit der Kneifzange anfassen. Sicher haben die auch vernünftige Leute, aber das Gesamtbild ist ein einziger Saftladen.

    Bei der Studie muss ich auch schon nach einem kurzen Blick die Augenbrauen hochziehen.

    Zitat Zitat
    Rückblickend lässt sich feststellen, dass man besser daran getan hätte, parallel zu dieser Studie auch Daten einer Kontrollgruppe von fleischessenden Hunden zu erfassen, um Vergleiche anstellen zu können. Da dies jedoch nicht geschehen ist und die bereits vorhandene Statistik über den Gesundheitszustand nordamerikanischer Hunde sich als nicht sehr hilfreich erwies, kann man die Daten dieser Studie in Hinblick auf die vegetarische Ernährung von Hunden eher als beschreibend denn als konklusiv bezeichnen.
    Okay, keine Kontrollgruppe. Wenigstens haben sie es gesagt. Das ist viel wert.
    Aber kein Wort darüber, dass Hundebesitzer, die ihre Tiere vegetarisch/vegan ernähren, mit ziemlicher Sicherheit tendenziell a) einem gebildeteren Milieu mit mehr Freizeit entstammen und b) viel, viel, viel reicher sind. Heißt, man sollte mindestens zwei Kontrollgruppen haben, um zu testen, ob die Hundehalter, ihre Behandlung und die sicherlich im Schnitt höhere Qualität der nicht-fleischlichen Nahrung nicht viel eher für die Gesundheit der Tiere zuständig sind. Weil, um mal ein (wahrscheinlich zutreffendes) Klischee rauszuholen: Der Assi von nebenan, der seinen Schlappi mit ALDI-Fraß füttert, ist sicher nicht die Zielgruppe von vegetarischer Tiernahrung, und man müsste unbedingt testen, inwiefern es der Fleischgehalt ist, oder doch eher die allgemeine Qualität des Futters, die sich auf die Gesundheit auswirkt. Dazu kommt die Studie aus Amerika, wo Tiere tendenziell noch mal schlechter als hier behandelt werden; was sich sicherlich auch auf das Kauffutter auswirkt.

    Und es ist PETA. Man gönne mir meine Voreingenommenheit, aber die sind ungefähr auf einem Level mit Alice Schwarzer. Sage ich als Feminist und "Fleisch-Skeptiker-und-Genießer" ...

  5. #25
    Zitat Zitat
    Diesen Tieren die Fleischernährung zu entziehen, ist Tierquälerei der übelsten Art, schlägt ihnen auf Gedärm, auf Nieren und Leber - Katzen und Hunde sind hochspezialisierte Futterverwerter. Da ist schon das handelsübliche Trockenfutter eigentlich nix anderes als Junkfood.
    Du kennst eben die Katze meiner Großmutter nicht. Die weigert sich beharrlich, irgend etwas anderes als Trockenfutter (und Joghurt) zu essen .

  6. #26
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Du kennst eben die Katze meiner Großmutter nicht. Die weigert sich beharrlich, irgend etwas anderes als Trockenfutter (und Joghurt) zu essen .
    Meine drei fressen auch Käse und Chips (wenn sie es ergattern können). TroFu enthält viel Weizen und folglich Gluten, das ist ein Stoff, der auf gewisse Weise süchtig macht. Aber leg ihnen mal ein frisches Stück Fleisch hin, muss kein Filet sein - dann schlägt der Jäger schneller durch, als du gucken kannst .

    edit:
    Wo du gerade den Joghurt erwähnst: Es ist eine Katastrophe, Katzen Kuhmilch zu geben - auch, wenn das traditionell so praktiziert wird. Katzen können Kuhmilch nicht verstoffwechseln und kriegen brontalen Dünnschiß davon. Warum sie es trotzdem fressen: Katzen haben keine Geschmacksnerven wie wir Menschen. Die reagieren auf Fett als Energieträger. Trotzdem vertragen sie es nicht, und in der Natur käme eine Katze niemals an Kuhmilch heran.

    edit2, @ "Hochleistungs"züchtungen:
    Die bei Rindern gängigen Milch- und Fleischrassen der industriellen Zucht sind übrigens alles andere als natürlich! Eine Hochleistungsmilchkuh ist nach fünf bis sechs Jahren fertig, weil ihre Milchleistung so hoch ist, dass die Produktion ihrem Körper so viel Kalzium entzieht, dass die Knochen porös werden und sie Ostheoporose entwickelt. Ein Fleischrind ist, aufgrund der Muskelmassen, nicht mehr fähig, ihr Kälbchen auf natürlichem Wege zu bekommen. Das passt aufgrund der Muskelmasse nicht mehr durch den Geburtskanal und wird standardmäßig per Kaiserschnit geholt - jawoll, dafür muss man ein Loch in die Seite von der Kuh machen. Natürlich ist in beiden Fällen also nix mehr. Solche Viecher würde es in der Natur schlicht und ergreifend nicht geben - ihre Existenz ist einfach ein Ergebnis von Überzüchtung.

    Geändert von Glannaragh (18.01.2015 um 23:01 Uhr)

  7. #27
    Viel interessanter wäre bei dieser Studie eigentlich das Verhalten des Hundes. Hunde versuchen nämlich Mangelerscheinungen zu kompensieren, indem sie Gras, Sand oder sogar den Kot von anderen Hunden fressen. Gras hilft auch bei Verdauungsproblemen und kann sogar das Erbrechen beschleunigen, wenn sie was falsches gegessen haben. Sie können also durchaus quicklebendig, spielfreudig und ein glänzendes Fell haben, und dennoch von den Besitzern das falsche Fressen bekommen.

    Ich bin mit Hunden groß geworden, und durfte mehreren Hunden von der Geburt bis zum Tod begleiten, und die Studie liest sich auch nur wie ein Who-Is-Who der typischen Hundeerkrankungen.
    Da ein Hund von Natur aus so gestrickt ist, sodass er Schmerzen überspielt, kann man auch sehr schlecht herausfinden, ob ein Hund sich wirklich wohl fühlt. Erst wenn ein Hund sich komplett zurückzieht und die Nähe des Herrchen/Frauchen meidet, weiß Herrchen/Frauchen wirklich, dass irgendwas mit ihm nicht stimmt. Wie z.B. wenn ein Hund fieber oder sehr starke Bauchschmerzen hat. Allein schon aus diesem Grund, und dass sie versäumt haben, eine Kontrollgruppe aufzustellen, ist für mich diese Studie disqualifiziert.

  8. #28
    Zitat Zitat
    Aber leg ihnen mal ein frisches Stück Fleisch hin, muss kein Filet sein - dann schlägt der Jäger schneller durch, als du gucken kannst.
    Das ist es ja. Anfangs hat sie noch Fleischfutter angeboten bekommen, aber es einfach nicht gefressen...

  9. #29
    Ich muss dir ganz ehrlich sagen, mit Hunden kenn ich mich nicht aus - auch, wenn das für ein Mädel vom Bauernhof ungewöhnlich ist, mehr als eine bereits in die Jahre gekommene Fußhupe hatte ich nie. Da wars uns schon fast egal, was sie fraß, hauptsache, sie fraß überhaupt . Ein Gnadenbrottier, halt.

    Katzen fressen standardmäßig Gras, um kotzen zu können - sie würgen Fell, kleine Knochen und Gewölle wieder raus, sowohl das, was sie beim putzen verschluckt haben als auch das, was von der Beute als unverdaulich überbleibt. Deshalb lebt aber noch keine Katze von Gras oder Blättern - es ist einfach ein Instrument, mit dem sie ihr Freßverhalten regulieren.

    edit:

    Zitat Zitat von Liferipper
    Das ist es ja. Anfangs hat sie noch Fleischfutter angeboten bekommen, aber es einfach nicht gefressen...
    Dann ist es vllt Gewöhnung oder sie kann das Fleisch nicht mehr fressen - ich weiß nicht, wie alt die Katze ist, aber die Zähne werden mit den Jahren nicht besser - unserer Ältesten (14 Jahre, relativ zahnlos) muss ich das Fleisch auch in sehr kleinen Stücken portionieren, dass sie es aufnehmen kann.

    edit2, @ Cipo:
    Zitat Zitat von La Cipolla
    Der Assi von nebenan, der seinen Schlappi mit ALDI-Fraß füttert, ist sicher nicht die Zielgruppe von vegetarischer Tiernahrung, und man müsste unbedingt testen, inwiefern es der Fleischgehalt ist, oder doch eher die allgemeine Qualität des Futters, die sich auf die Gesundheit auswirkt.
    Übrigens: Das Aldifutter ist gar nicht mal das Schlechteste. Ich kann hier wieder nur fürs Katzenfutter sprechen, aber die Aldimarke "Lux" ist qualitativ sehr hochwertig - besser, als vieles aus dem hochpreisigen Segment.

    Geändert von Glannaragh (18.01.2015 um 23:37 Uhr)

  10. #30
    Zitat Zitat von Glannaragh Beitrag anzeigen
    Sorry, Stray; ich weiß, du hast es einfach als Aspekt in die Diskussion eingebracht und ich will nicht, dass du dich jetzt angegangen fühlst, das liegt mir fern . Ich werde nur ganz furchtbar wütend, wenn Typen wie die von Peta versuchen, die Haustiere, für die wir verflixt noch mal die Verantwortung übernommen haben, auf eine Weise zu vermenschlichen bzw. ihnen ihre natürlichen Eigenschaften abzusprechen, dass es nicht mehr feierlich ist.
    Nein nein, das ist schon gut so. Solange etwas nicht direkt gegen mich in meiner Person geht, also ganz persönlich, fühle ich mich nicht angegangen. Sogar im Gegenteil! Ich bin sowieso sehr heiterer Stimmung, weil hier so gepflegt diskutiert wird!

    Von der Peta hatte ich ja bisher fast nie was gehört. Ich habe keine Ahnung von der gehabt und gar nicht darauf geachtet, dass die Seite von ihr ist. Sie scheint aber doch stark verrufen zu sein? Naja klingt auch logisch wie ihr sagt, wenn es keine Kontrollgruppe zum Vergleich gab.
    Könnte sich ein Tier wie ein Hund oder eine Katze überhaupt vegetarisch ernähren? Ich glaube nicht?

  11. #31
    Zitat Zitat
    Könnte sich ein Tier wie ein Hund oder eine Katze überhaupt vegetarisch ernähren? Ich glaube nicht?
    Es gibt halt dieses Laienwissen "Sind Fleischfresser!" ... aber kA, wie endgültig, aktuell und unumstößlich das ist. Gerade bei so moralischen Sachen dauert es ja lang, bis sich neue Erkenntnisse durchsetzen oder "bequeme" ersetzt werden. Womit ich nicht sagen will, dass ich das anzweifle. Ich hab keinen Schimmer.

  12. #32
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Es gibt halt dieses Laienwissen "Sind Fleischfresser!" ... aber kA, wie endgültig, aktuell und unumstößlich das ist. Gerade bei so moralischen Sachen dauert es ja lang, bis sich neue Erkenntnisse durchsetzen oder "bequeme" ersetzt werden. Womit ich nicht sagen will, dass ich das anzweifle. Ich hab keinen Schimmer.
    Es ist halt nicht zu bestreiten, dass Fleischfresser einen komplett anderen Metabolismus haben als Pflanzen- oder Allesfresser. Die sind nicht darauf ausgelegt, und innere Organe leiden dabei. Nur leiden Tiere halt zumeist stumm. Deshalb haben wir Menschen eine besondere Verantwortung für die Viecher, die wir so sehr überzüchtet haben, dass sie in ihrer vormals natürlichen Umgebung nicht mehr klarkämen. Eine Maine Coon oder Norwegische Waldkatze könnte das wohl irgendwie. Eine Sphinx oder Perser nicht. Von den Feld- Wald- und Wiesenkatzen, die grob unter European Shorthair zusammengefasst werden, will ich nicht reden, die können das auch. Aber auch die leiden grässlich. Daher bin ich sehr froh, dass in immer mehr Gemeinden die Kastrationspflicht (für männliche wie weibliche Tiere) eingeführt wird, denn das Katzenelend aufgrund unkontrollierter Vermehrung ist einfach unglaublich ( Katzenschwemme ).

    Im Endeffekt: Ja, sie sind Fleischfresser. Man kann sie vielleicht vegetarisch / vegan ernähren, aber nicht, ohne schlimmste Mangelerscheinungen zu provozieren.

    Wenn ich die Diskussion nochmal erweitern darf: Wie steht ihr zu Qualzüchtungen? Bei Katzen hält sich das in relativen Grenzen; relativ zu Hunden und Nutztieren. Nutztiere wie die Kühe, die ich oben angesprochen habe, wie Fleischrassen bei Hühnern und Puten, die aufgrund des übertrieben gezüchteten Brustfleisches ihr eigenes Gewicht kaum mehr tragen können - da ist es übrigens völlig latte, ob Bio oder nicht.

    ...und noch eine weitere Sache: Der größte Teil eines Schlachttieres wird heutzutage verworfen oder in Zweit- oder Drittweltländer exportiert, wo das Zeug die einheimische Landwirtschaft schrottet, weil es billiger ist - Schweinefüße, Innereien, Gekröse, Kutteln... hier mag man ja nur Brust und Filet, allenfalls noch Beinscheiben, wenn man mal so kochen will wie Omma damals. Und was nicht exportiert werden kann, wird weggeschmissen. Das ist mein größtes Problem mit der Tierverwertung heutzutage - Mensch will einfach nicht mehr sehen, dass das, was auf seinem Teller landet, auch mal gelebt hat. Es gibt in Metzgereien Auslagen, wo sowas wie Herzen, Nieren und Lebern komplett fehlen, sogar bei uns aufm Land!
    Tierschutz und Respekt vor dem Tier bedeutet für mich auch, es from nose to tail zu verwerten, und sich nicht nur die feinsten Stücke rauszupicken.

  13. #33
    Ich amüsiere mich gerade darüber, wenn die vegetarische/vegane Ernährung von Haustieren als unmoralisch dargestellt wird, die Fütterung dieser mit Tierfleisch, das garantiert nicht unter moralischen Bedingungen hergestellt wurde jedoch wenig oder überhaupt nicht.

    Ein bisschen mehr Bias bitte. ^^

    Als ob die vegan ernährte Katze, die immer noch nach draußen gehen kann, um Vögel und allerlei Getier zu jagen schlimmer leidet, als die Tiere, die für die Dose Katzenfutter draufgegangen sind (und glaubt mir, wenn bereits Massentierhaltung für Lebensmittel für Menschen äußert grausam sein kann, was meint ihr, ist in ner Dose Katzenfutter für unten 50 Cent bei Aldi so drin?). Es gibt durchaus auch die Möglichkeit, sich für die Haustiere um Nahrung aus "artgerechter" Tierhaltung zu bemühen, aber es wird nur ein Bruchteil der Tierhalter sein, die das Geld und den Aufwand aufbringen, um das durchzuziehen.



    Btw. ich selbst halte nicht viel von Haustierhaltung: meine Familie hat seit 2001 einen Hund gegen dessen Anschaffung ich mich ausgesprochen habe. Ich weigere mich auch, ihn zu füttern (was jedoch nicht bedeutet, dass ich mich nicht auch mittlerweile anderweitig um ihn kümmere und ihn sehr mag ^___^).

    Geändert von Itaju (19.01.2015 um 07:08 Uhr)

  14. #34
    Zitat Zitat
    Mensch will einfach nicht mehr sehen, dass das, was auf seinem Teller landet, auch mal gelebt hat.
    Ich tituliere den Familienteil meiner Mutter gerne als eklige Organfresser. Wenn nen Schlachttier auf den Tisch kommt, dann verwerten die eben auch gerne die Innereien: Leber, Herz, Lunge, Röhrchen, beim Schwein die Steckdose.... Es geht nicht unbedingt darum, nicht erkennen zu wollen, dass das mal ein Tier war, sondern das ich Organe auf den Tod nicht ausstehen kann, geschmacklich, von der Konsistenz. Das einzige wo ich rankomme - wenn ich Lust habe! - ist Leber. Außerdem habe ich eine Abneigung gegen Fett und Sehnen. Ich bin da leider zartbesaitet, wenn man so will ^^ FIlet ist für mich da die einzige Alternative. Aber es werden ja generell auch gröbere Teile gegessen. Und der Fleischer hat in der Regel auch viel von dem inneren Zeug, wenn du ihn danach fragst. Muss halt nicht in den Auslagen liegen und Ranz ansetzen, wenn die Nachfrage danach nicht so groß ist.

    Eine bekannte von mir, füttert ihre Katzen eben mit Nierchen oder anderen Schlacht"abfällen". Das kriegt sie dann beim Fleischer auch sehr viel günstiger oder gar umsonst, wenn sie danach fragt.

    Zitat Zitat
    Ein bisschen mehr Bias bitte. ^^
    Seh ich nicht. Es ist zumindest artgerechter das Tier nicht mit Nahrung zu füttern, die es nicht gut verwerten kann, wie Glann schon sagte. Das die fleischliche Nahrung dann nicht so prall hergestellt worden ist, darüber wir das gefütterte Tier zumindest keine Bauchschmerzen oder dergleichen bekommen. Und irgendetwas muss es ja fressen. Da wirst du dann eben nicht drumrum kommen. Wobei ich dieses spezifisch als Tierfutter hergestellte Futter auch ziemlich... nunja nicht ansprechend finde. Wenn ich ne Katze oder Hund hätte, würde ich dann auch so gut es geht mit Frischware operieren, auch weil ja auch dieser Trockenfutterscheiß die Nieren schädigen soll oder in Feuchtfutter ja auch enorm viel Salz und Zucker drin sein soll.

    Zitat Zitat
    Btw. ich selbst halte nicht viel von Haustierhaltung: meine Familie hat seit 2001 einen Hund gegen dessen Anschaffung ich mich ausgesprochen habe. Ich weigere mich auch, ihn zu füttern (was jedoch nicht bedeutet, dass ich mich nicht auch mittlerweile anderweitig um ihn kümmere und ihn sehr mag ^___^).
    Ich persönlich auch nicht. Ich will mir auch nicht wie eine Bekannte etliche Viecher in meiner Wohnung halten. Vielleicht mal einen Mops, wenn ich mich zur Ruhe setze aber sonst habe ich da wenig Bedarf nach Moralisch verwerflich finde ich Haustierhaltung aber nur, wenn sich der Besitzer nicht ausreichend um die Tiere kümmern kann.

    Ich finde auch diese Debatten um Nutztiere eher lächerlich. Nicht alle aber diese Fanatiker die selbst Milch von (nicht überzüchteten) Kühen weggießen oder auch die Wolle von Schafen wegschmeißen, weil sie das Tier ja ausbeuten würden, wenn sie die verwerteten. Das Gleiche bei Hühnern und Eiern. Das finde ich unsinnig.

  15. #35
    Natürlich, ich glaube nur nicht, dass die dafür geschlachteten Tiere dennoch n besseres Leben haben als die vegetarisch oder vegan ernährten Haustiere.

  16. #36
    Zitat Zitat
    Natürlich, ich glaube nur nicht, dass die dafür geschlachteten Tiere dennoch n besseres Leben haben als die vegetarisch oder vegan ernährten Haustiere.
    Das hat auch keiner behauptet.

  17. #37
    Zitat Zitat von Glannaragh Beitrag anzeigen
    Mh, da hab ich echt extreme Zweifel. 1) trau ich Peta alles mögliche zu, um ihre Ideologie zu verteidigen.
    Wäre nicht der erste Fall von Tierquälerei durch PETA, wenn ich mich recht entsinne.

    Aber nee, Hunde kann man anscheinend ganz gut mit Haferflocken und so ernähren.

    Zitat Zitat
    Außerdem habe ich eine Abneigung gegen Fett und Sehnen
    Hast noch nie Hong Shan Rao oder Pork Cracklings/eine gute Stelzen gegessen, nehme ich an?

    Geändert von Ianus (19.01.2015 um 21:16 Uhr)

  18. #38
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Wenn ich Fleisch esse, drücke ich damit aus, dass es nicht moralisch richtig sein KANN, davon abzusehen.
    Bitte was? Wenn ich in einem Punkt weniger streng bin, also sage "Du darfst es" anstatt "Du darfst es nicht.", heißt es noch lange nicht, dass daraus ein "Du musst es (wenn man das absehen als amoralisch sieht, heißt das nämlich genau das.)" wird. Das gleich zu setzen halt ich für suspekt.
    Have a diagram:
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    Geändert von Mivey (20.01.2015 um 00:09 Uhr)

  19. #39
    Ja, da war ein Formulierungsfehler, aber ich glaube, der war nicht mal dein Problem. ^^''
    Trotzdem neu: "Wenn ich Fleisch esse, drücke ich damit aus, dass es nicht moralisch richtig sein KANN, aus moralischen Gründen auf Fleisch zu verzichten."

    Aber generell musst du schon den ganzen Text zitieren. Die Aussage war ja, dass eben dieser Allgemeingültigkeitsanspruch Quatsch ist, dass er aber in der Praxis genau die (scheinbare) Logik ist, die den ganzen Konflikt antreibt, meiner Meinung nach.

    Zitat Zitat
    Dass Moral nach dem aktuellen Stand der Dinge etwas Individuelles und Kulturelles ist, hat kaum Auswirkungen auf die Praxis innerhalb der Kultur: Im Großen und Ganzen hat jede Moral einen harten Allgemeingültigkeitsanspruch. Wenn ich Vegetarier bin, weil ich es für moralisch richtig halte, MUSS das Essen von Fleisch dementsprechend moralisch falsch sein. Wenn ich Fleisch esse, drücke ich damit aus, dass es nicht moralisch richtig sein KANN, davon abzusehen. So oder so werfe ich den anderen schon allein durch diese Sichtweise fehlende Moral vor, bevor ich auch nur den Mund aufgemacht habe. Das ist aber natürlich nur die strikte Logik dahinter. In der Praxis kann man sich selbstverständlich auch zusammenreißen und anerkennen, dass allgemeingültige Moral etwas Künstliches ist.

  20. #40
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Das hat auch keiner behauptet.
    Na na! Itaju hat ja das Recht sich auch Dingen gegenüber zu äußern, die noch nicht genannt oder behauptet wurden, aber sehr wohl zum Thema gehören.

    Um jetzt die Diskussion ein bisschen zu drehen möchte ich mal darauf verweisen, was ich in einer Diskussion vor kurzem mal aufgefasst habe: Jemand hat mir mal gesagt, man käme nicht drumrum Tiere zu töten, weil sie früher oder später zur Plage werden, indem sie sich ungehindert vermehren. Sicher, das ändert nichts daran, dass noch andere Tiere getötet werden, aber abgesehen davon, würde der Bestand dem Menschen tatsächlich früher oder später zur Last fallen?

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