Ich habe mir die Tage ein paar "Oscar Filme" zu Gemüte geführt. Boyhood, Imitation Game, Birdman - umgehaun hat mich wirklich keiner.

Am besten gefallen hat mir jedoch Boyhood. Im Großen und Ganzen ein wirklich schöner Film, wenn man mit den richtigen Erwartungen rangeht. Obwohl der Film im Prinzip einer Aneinanderreihung von zunächst wahhllos erscheinenden Szenen enstpricht, wirkt das ganze sehr harmonisch und stimmig. Hinzu kommen noch die Zeitsprünge. Trotzdem schaut man gerne zu ohne gelangweilt zu sein. Kurz gesagt, sehr gute Leistung von Regisseur Linklater.

Birdman war auch gut, hier sticht vorallem die Schauspielleistung von Keaton und Norton heraus. Der Film an sich ist natürlich Geschmackssache. Mich hat er streckenweise etwas genervt. Ich fand auch die (Jazz) Musik furchtbar. Aber wie gesagt, sehr subjektive Bewertung.

Imitation Game hat mir gar nicht gefallen. Fand ich tot langweilig und klischeebehaftet. Typischer Film mit dem unsichtbaren Label "Bitte nominiert mich für den Oscar".

Zu guterletzt noch meine Meinung zu Nightcrawler. Für bester Film hätte ich ihn nicht unbedingt nominiert. Aber Gyllenhall nicht für best Actor zu nominieren ist genauso absurd wie die Ignoranz gegenüber Lego Movie bei Animations. Selten, wirklich sehr selten..und ich schaue sehr viele Serien und Filme, habe ich einen so schmierigen widerlichen Charakter wie Gyllenhalls Louis Bloom gesehen. Der Kerl trägt den kompletten Film ganz allein mit einer starken Leistung. Dominanz ist wahrlich das richtige Wort dafür, da man eigtentlich die ganze Zeit nur daran denkt wie eklig dieser Typ ist. Der eigentliche Film tritt so eher in dne Hintergrund. Und nach dem Abspann sagt man auch nicht "War das ein toller Film" sondern eher "Man man, war das ein widerlicher Kerl".