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Thema: Flüchtlinge, Pegida & Co.

  1. #1021
    @ Mordechaj
    Wir hatten die Diskussion ja damals schon, deshalb will ich nur nochmal darauf verweisen, dass aus meiner sicht das Grundgesetzt zwar ein wichtiger Teil Leitkultur ist, aber sie nicht an sich verkörpert, weil das Grundgesetz mehr die Form als Betriebsanleitung des Staates ist, aber eben nicht den Inhalt mitmeint. Dafür ist zum Beispiel der Nationalstaatsgedanke nicht explizit genug Teil der Verfassung. Sich an Gesetze und Normen zu halten und entsprechend die Grundrechte zu respektieren, ist ein Mindestkritierium aber aus meiner Sicht eben nicht hinreichend. Zur "Wie"-Konstruktion muss daher diese Differenz mit dazu zählen. Entsprechend der Herr Innenminister hier damit auch den Finger auf Konfliktlinien mit einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe legt, die integriert werden soll oder die Integration selbst einfordern, aber von ihrem Status halt inhaltlich nicht runterkommen.

    Aber wie gesagt das haben wir damals schon ausdiskutiert, also brauchen wir das nicht nochmal wiederholen ^^

  2. #1022
    Es ist auch nicht meine Auffassung, dass das Grundgesetz irgendwie ausreicht, um das Wir-Verständnis unserer Landeskultur zu bestimmen. Aber Tibi ging es seinerzeit um eine europäische Leitkultur, die sich durch Kernwerte konstituiert -- Werte einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, wie sie eben unsere Verfassung formuliert. Alles, was man darüber hinaus als Leitkultur bezeichnet, ist ein sehr eigenwilliger und zumeist unionsspezifischer Diskurs, der von der vermeintlichen begrifflichen Festigkeit des Ausdrucks "Leitkultur" profitiert, im Endeffekt aber ein Leerkonzept darstellt, das sehr angreifbar ist für fragwürdige Volkstümelei.

    Ich bin weiters der festen Auffassung, dass wir, das sind wir als verfasste Kulturgemeinschaft mit unseren MitbürgerInnen und den Mitmenschen, die unser Lebensumfeld teilen, ein teilspezifisches Verständnis von dem brauchen, was uns kulturell auszeichnet; und es ist dabei nicht so, dass De Maizière da mit allem völlig daneben liegt. Aber sein Ansatz beim Integrationsdiskurs und seine Abgrenzungslogik sind einfach Blödsinn. Wir sind auch in einer bestimmten kulturellen Verfassung, ohne dass wir uns mit der "Notwendigkeit" konfrontiert sehen, zu sagen, was wir nicht sind, weil wir's den anderen unterstellen. Die eine Umfrage-Grafik, die du vor einigen Beiträgen einbezogen hast, macht diesen Punkt recht plastisch: Da gibt's die Frage, ob die befragten Muslime sich die Sharia als Rechtssystem im verfassten Staat wünschen. Sharia ist aber nunmal das göttliche Recht. Das ist etwa so, als würdest du hierzulande fragen, ob wir die Werte der Aufklärung als Rechtsgrundsätze leben sollten. Es heißt einerseits so gut wie gar nichts, andererseits ist es deshalb völlig unkontrovers. Mit der Sharia ist das ähnlich. Aber es wird diskursrelevant, wenn man sich unter der Sharia n religiöses Recht vorstellt, das aufgeklärtes Staatsrecht negiert.

    Und letztlich müssen wir die ideellen Errungenschaften der Kulturwissenschaften nicht mal ernstnehmen (obwohl wir es sollten), um zu begreifen, dass Kultur ein dynamischer Prozess der Aushandlung und Wiederaushandlung ist. Wäre dem nicht so, wären wir im philosophischen Idealismus steckengeblieben -- und das kann keiner wollen. Und das sollte eben, der festen Überzeugung bin ich, allen solchen Katalogen -- wenn man sich denn unbedingt befohlen fühlen will, sie zu machen (was man allerdings nicht sollte, finde ich) -- vorangestellt sein: "Unsere" Kultur ist der dynamische Prozess des Aushandelns und Wiederaushandelns. Unsere im Konsens geteilte Lebenswirklichkeit wird damit nicht verhandelbar, sondern aushandlungsbedürftig. Und dieses Schicksal trifft sowohl unsere Lebenwirklichkeit als auch das Grundgesetz, in das sie verfasst ist: "[...] denn es ist nicht toter Buchstabe, sondern lebendig sich entwickelnder Geist, der mit den Lebensverhältnissen fortschreiten und ihnen sinnvoll angepasst weitergelten will, solange dies nicht die Form sprengt, in die er gegossen ist." Und nur so funktioniert der Leitgedanke in unserer sozialen Sphäre. Er ist nicht dazu da, ein Kulturoktroyat zu formulieren, wie Die Misere das tut, auch wenn er es im selben Atemzug vehement abstreitet. Der Leitgedanke ist streng inklusiv, nicht exklusiv (das hat die Union nur noch nie verstanden). Das heißt nicht, dass wir nicht darüber reden sollten, was wir von Menschen, die, aus welchem Grund auch immer, an unserer Gesellschaft partizipieren wollen, verlangen und was nicht. Das Leitbild wie auch die Leitkultur haben mit dieser Haltung aber nur insofern etwas zu tun, als dass sie Identität ermöglichen, nicht sie reglementieren.

    Das "Kulturreglement" oder die "Kulturnorm" klingen zwar für den freiheitlich-demokratischen Geist sehr schmutzig; aber wenn es das ist, was man will (und das sollte man, finde ich, durchaus dürfen), dann sollte man es so nennen und sich nicht hinter dem wunderbaren Konzept des Leitgedankens verstecken, der damit mal so gar nichts zu tun hat.

  3. #1023
    ich komme heute leider nicht merh dazu bezug auf deinen Post zu nehmen King Paddy , morgen könnte es auch eng werden aber ich werde noch darauf antworten.

  4. #1024
    Das Asylrecht wurde nun deutlich verschärft. War ja klar, dass die Menschenrechtsorgas alles dafür tun, um sich mal kräftig aufzuregen.

  5. #1025
    Was gibt es da groß aufzuregen? Wenn es den Flüchtlingen nicht passt, wie sie hier behandelt werden, brauchen sie ja nicht hierherzukommen...

  6. #1026
    Zitat Zitat
    Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck beklagte, das Vorhaben sei eine Blendgranate, um von den Versäumnissen im Fall Amri abzulenken.
    Sehe ich auch so. Der Fall Amri, der ja ein Auslöser für diese Verschärfungen ist, war auch ohne Handydaten völlig klar. Lag eher daran, dass durch die "Wir schaffen das"-Politik die Grenzkontrollen bzw. die Abschiebeprozesse nicht funktioniert haben. Klingt eher nach Beruhigungspille. Die verlängerte Abschiebehaft für Gefährder hingegen klingt vernünftig (je nachdem was man unter einem Gefährder versteht).

  7. #1027
    Zitat Zitat
    EU-Staaten nehmen kaum Migranten aus Deutschland zurück

    Bis März dieses Jahres bat Deutschland andere EU-Länder um die Übernahme von Zehntausenden Migranten. Tatsächlich zurückgeführt wurde einem Bericht zufolge aber nur ein erschreckend geringer Anteil.

    Die EU-Mitglieder halten sich nicht konsequent an das Dublin-Verfahren, das klare Regeln für Asylverfahren für Migranten festlegt.

    Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung, die sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag beruft, nehmen die EU-Staaten nur jeden 13. Migranten aus Deutschland zurück, für deren Asylverfahren sie eigentlich zuständig wären.

    Nach dem Dublin-Verfahren müssen Migranten ihre Asylverfahren in dem EU-Land durchlaufen, in das sie zuerst eingereist sind. Beantragen sie erst in einem anderen Land Asyl, können sie zurücküberstellt werden.

    Dem Bericht nach hat der Bund von Anfang 2016 bis Ende März dieses Jahres andere EU-Länder um Übernahme von 72.321 Migranten ersucht. Tatsächlich zurückgeführt wurden aber nur 5321 (7,3 Prozent) der betroffenen Personen.

    Umgekehrt stellten andere EU-Länder für 39.251 Migranten Übernahmeersuchen an Deutschland. Aufgenommen wurden davon 14.566 (37,1 Prozent) Betroffene.

    Quelle

  8. #1028
    War gerade in Lettland. Die 450 Flüchtlinge, die Lettland aufgenommen hat, sind alle nach Deutschland weitergewandert. Da gibt's auch mehr Geld und mehr Moslem-Homies.

  9. #1029
    Musste grad an nen geilen Witz denken. Bezüglich Lettland:

    F: Wie nennen sich die Einwohner Lettlands seit dem Eintritt in die EU?
    Und na ja ... klar, dass die weiterwandern. Wenn man sie lässt und Deutschland sie aufnimmt, statt abzulehnen. Die waren ja wohl sicherlich nich verfolgt in Lettland - dass man sie von daher nich übernehmen hätte müssen.

  10. #1030
    Wir werden jetzt alle, instant, explodieren. Gerade die 450 aus Lettland, welche vermeintlich und ohne quelle, weitergewandert sind werden jetzt das system zum absturz bringen.

    Auch die bisherigen augenommenen haben bereits kriegsähnliche zustände bewirkt, Trinkwasser und Nahrung werden bereits knapp, massensterben in den Straßen Kölns. Das Brandenburger Tor ist zum 30.mal explodiert.

    In der Zwischenzeit denken wir dann lieber darüber nach ob unsere neuen Bomber Atomwaffen mitführen sollen können.

    Wir sehen uns dann bald in der Gosse jungs.

    Das hat zwar nichts mit den flüchtlingen zu tun aber da die flüchtlinge anstatt der wirklichen gründe dafür angegangen werden wird es wohl kaum vermeidbar sein.

  11. #1031
    Du, ich brauch keinen Krieg, Terror oder Hungersnot, um mich an etwas zu stören. Ich hasse in Deutschland auch die Tatsache, dass Rentner bevorzugt werden, es keine Fahreignungstest für 70+jährige gibt und die GEZ. Ich werd mich wohl auch drüber aufregen dürfen, wenn 450 Menschen, die hier angeblich Schutz suchen, sich nicht an unsere Regeln halten und auf der Nase rumtanzen. Dass die Anzahl der Verbrechen durch Flüchtlinge gestiegen ist, gehört durch den Kriminalitätsbericht auch nicht mehr der Verstörungstheoriererei an. Die besten Nachbarn werden das für mich sicher nicht. Und ich denke nicht, dass Lettland da jetzt die große Ausnahme unter den Ländern ist, die Flüchtlinge zugeteilt bekommen haben. Am Ende sind es europaweit deutlich mehr als 450 solcher Fälle.

    Zitat Zitat
    Die EU-Mitglieder halten sich nicht konsequent an das Dublin-Verfahren, das klare Regeln für Asylverfahren für Migranten festlegt.
    Hat Deutschland ja auch nicht gemacht. Müssen wir uns halt nicht wundern, wenn Deutschland (und Schweden) das neue Mekka (see what I did here) für mohammedanische Rucksacktouristen geworden ist.

    Geändert von Itaju (13.06.2017 um 14:10 Uhr)

  12. #1032
    Der Punkt der geschichte, die Itaju hier erzählt hat, ist etwas, dass sich primär an eine Narrative richtet, die auch mit dem Dublin-Abkommen zu tun hat: Es ist defintiv keine Flucht mehr, wenn Menschen, die sich nur in Sicherheit bringen wollen, ein bestimmtes Wunschziel fordern und auf dem Weg dorthin dutzende Länder durchqueren, die sicher sind und oder oder im Fall von Lettland auch entsprechende Versorgung bereitstellen würden. Der ursächliche Flüchtling wird dann, man entschuldige den etwas schiefen vergleich, zu jemanden der sich dann den Luxus herausnimmt/ herausnehmen kann, sich ähnlich einem Touristen, dann das beste Hotel auszusuchen. Das hat dann aber nicht das Geringste mit einem Narrativ von Nothilfe gemein.

    edit. Und bei dem Rechtsbruch muss ich Itaju auch beipflichten. Das hat Erika Steinbach beschrieben, als sie aus der CDU ausgetreten ist, dass ein fortgesetzter Rechtsbruch eigentlich nur dazu führt, dass der Wert des Gesetzes selbst damit ad absurdum gestellt und weiteren Rechtsbrüchen Tür und Tor geöffnet wird. Der Grund dafür das Dublin inzwischen das Papier nicht mehr Wert ist auf dem es geschrieben steht, ist ursächlich an die Adresse Deutschlands bzw. der Bundesregierung zu adressieren, die die grundsätzliche Wirksamkeit des Abkommens mit ihrem Handeln völlig konterkaiert hat, anstatt klar zu machen: Das ist eine Ausnahmesituation, die zu bewältigen ist, ohne aber die rechtlichen Grundlagen dabei anzutasten. Das Recht wurde fundamental in Frage gestellt und jetzt braucht man sich nicht wundern, wenn auch die anderen sich an die Abkommen nicht mehr gebunden fühlen. insbesondere man damit einen Pull ausgelöst hat, der das Problem nur noch verschärft hat.

    Geändert von KingPaddy (13.06.2017 um 14:26 Uhr)

  13. #1033
    Flüchtende sind aber keinem Narrativ verpflichtet, sondern erst einmal sich selbst. Die dysfunktionale Rechtssituation auszunutzen mag dem gesitteten Mitteleuropäer sauer aufstoßen, aber letztlich ist es unsere dysfunktionale Rechtssituation und deren Bedürfnis nach Chancengewinn. Es ist bekannt, dass die Abschiebungspraxis in Deutschland recht inkonsequent ist, dass wir durch gleichzeitige Übergehung de facto und Einhaltung de lege von Dublin ein mi-legitimes Bleiberecht geschaffen haben. Es ist bekannt, dass die Versorgungssituation und die Ethniengröße in Deutschland weit vorteilhafter sind, genauso wie die Zukunftsperspektiven. Flüchtende sind immer noch Menschen, die wissen, dass sie eine Zukunft vor sich haben. Ich weiß nicht, ob ich in Lettland meine Zukunft sehen würde. Sie sind in diesem Sinne jedenfalls erstmal nicht an europäisches Recht gebunden, sondern das europäische Recht sollte sie binden, ist dazu aber nicht in der Lage. So oder so hat es immer noch etwas Zynisches, den Flüchtlingsstatus an der lebensreellen "Genügsamkeit" der Flüchtenden festmachen zu wollen. Als könnte man Fluchtgründe daran bewerten, welche Entbehrungen die Flüchtenden hinzunehmen bereit sind. Und wenn sie Wohnraum, soziale Sicherheit, Arbeit und Kulturalität wollen -- na dann kann es ja nicht so schlimm sein, sonst würden sie sich damit abfinden, wochenlang wie Vieh in Lagerhallen auf Verfahrensabwicklung zu warten. Das ist "Die haben alle Smartphones!" 2.01beta.

    Das Problem hier ist das Versagen der EU -- und da ist Deutschland ganz explizit hervorzuheben -- bei der Schaffung einer klaren Rechtspraxis, die die de facto aufgehobene Drittstaatenlösung kompensiert. Ich gebe allerdings in diesem Kontext zum gefühlten 100sten Male zu bedenken, dass der "Pull" nach der Absage an Dublin sicherlich kein vollauf glückliches Vorgehen war, aber ein absolut notwendiges. Die europäische Peripherie und damit die innereuropäische Sicherheit konnte nur so gerettet werden, mal ganz abgesehen von den Hunderttausenden Menschen, Europäer und Außereuropäer, die so vor einem absolut unwürdigen Schicksal bewahrt wurden. Ich kann nur nochmal dazu auffordern sich gedanklich durchzuspielen, was passiert wäre ohne Merkels "Wir schaffen das". Die Krise wäre von einer milden Rechtsunsicherheit -- die ich gar nicht zu weit herunterspielen möchte, aber sie ist milde gegenüber der Alternative -- zum Untergang der Peripherie ausgewachsen. Wir hätten mittlerweile wahrscheinlich Blauhelme in Griechenland und währenddessen noch mehr Grund für die Rechtsextremisten, sich auf politischem Parkett zu installieren.


    Es ist völlig klar, dass wir eine neue europäische Einwanderungspolitik und besonders für den deutschen Fall eine Einwanderungsgesetzgebung, die das Asylgesetz nur noch einschließt, aber nicht aus ihm besteht, benötigen. Es ist völlig klar, dass diese Einwanderungspolitik mit klaren, harschen und teilweise repressiven Normsetzungen einhergehen muss, die beispielsweise die zügellose Mobilität von Schutzsuchenden, die zumal den Trek durch Binneneuropa verhindert. Die aktuelle Lage und insbesondere so Fälle wie der der 450 aus Lettland sind Auswüchse des europäische Versagens, nicht Auswüchse von scheinbar "luxus-orientierten" Migranten, die sich als Flüchtlinge ausgäben. Das Problem liegt in Europa. Und es kann nur von Europäern gelöst werden. Und wären die mitteleuropäischen Nationen -- das schließt Deutschland und Frankreich vehement ein -- nicht so dumm gewesen, die Farce der letzten Jahre nicht bereits seit Beginn des Jahrzehnts vorherzusehen, und wären unsere europäischen Brüder und Schwestern östlich der Neiße nicht so dumm gewesen, sich von populistisch-autoritären Moorhirnen einlullen zu lassen, wäre die gesamte EU mit dem Fakt eines geschwächten Frankreichs umgegangen und hätte früh erkannt, dass eine rein deutsche Führung zur ideellen Spaltung des ohnehin heterogenen Raums enorm beiträgt ... wir wären nie an diesem Punkt angekommen und unter Umständen hätten sich gar die Briten besser mit der Europäischen Idee tragen können.

    Aber das ist eben alles nicht passiert und wir leben jetzt mit den Folgen. Leute, die als Flüchtende nach Europa kommen und diese Folgen jetzt ausnutzen, um irgendwie an unserem Chancenpotential zu partizipieren, leben auch nur mit diesen Folgen. Wer das verwerflich findet, kann sich ja mal fragen, ob er vor akuter Lebensgefahr lieber in den Kartoffelschuppen mit 8 Letten und 3 Russen flieht, die auf dem Boden sitzen und mit Murmeln spielen, oder man doch die hundert Meter weiter rennt zum großen Golfplatz, wo 400 gut betuchte Golfer beim Abendessen sitzen und mindestens 12 davon deine Sprache sprechen.



    Und ein Wort in beinahe eigener Sache und aus Frust heraus noch: Können wir vielleicht aufhören, auf angeblich steigenden Zahlen in Statistiken rumzureiten, und das Auswerten von Statistiken (news flash: Statistiken sind Auswertungsgegenstände, ihre Zahlen allein sagen absolut nichts über die Wirklichkeit aus) einfach mal jenen überlassen, die dafür geschult sind? Oder könnten wir uns alternativ schulen, um Statistiken adäquat zu lesen und abzuschätzen, was ein Zahlenanstieg realiter bedeutet? Können wir in jedem Fall aufhören, von Prozentsatzschwankungen darauf zu schließen, dass als Flüchtlinge zu uns kommende Menschen die Inkarnation der Apokalypse sind? Es gibt kaum Widerlicheres als diese diskursive Kriminalisierung von Bevölkerungsgruppen, die mit angeblich aussagekräftigen Statistiken belegt wird. Statistiken sagen aber eben nix aus, sie quantifizieren.

    Aber oh, wie groß wäre das Geschrei, wenn ich mir jetzt die Mühe machte, Itajus letzte Beiträge nach ideologisch bedenklichen Aussagen zu durchforsten, einen Anstieg in den letzten Monaten bemerkte und Itaju deshalb einen Rassisten nennen würde (einen Großteil der Aussagen deines letzten Beitrags, Itaju, würde man übrigens der Definition nach rassistisch nennen müssen, wenn man das vorhätte; ich weiß nicht, ob ich dich nach dieser Maßgabe als guten Nachbarn akzeptieren könnte, aber ich bin da ja anders verkabelt und schließe nicht von Ping auf Pong, überhaupt scheine ich gelassener zu sein, was meine Furcht vor dem Gefahrenpotential nur hypothetisch in meiner Umgebung befindlicher Mitmenschen angeht). Von Rassistenkeule wäre die Rede. Von unnötigem Anheizen. Es ist aber nunmal so, dass solche Aussagen wie Itajus letzter Beitrag unsachgemäße, rassistische Kackscheiße sind und ich mich ja wohl noch darüber aufregen dürfen werde, wenn Leute hier angeblich Meinungsfreiheit ausüben, sich aber in einer Art äußern, die mit dem Würde-Gebot unserer Grundordnung nichts mehr zu tun hat.

  14. #1034
    Zitat Zitat
    Flüchtende sind aber keinem Narrativ verpflichtet, sondern erst einmal sich selbst.
    Ich gehe mal nur hierauf ein, weil sich alles weitere, was du sagst, sich daran ausrichtet. Nein Flüchtlinge sind tatsächlich keinem Narrativ verpflichtet und ich kann absolut nachvollziehen, dass sie sich aus pragmatischen und logischen Gründen, wenn ihnen das angeboten wird, immer für die Lösung entscheiden werden, aus der sie die größten Vorteile ziehen können. Das Narrativ bzw. die Kritik richtet sich auch gar nicht an sie. Das Narrativ des Flüchtlings, der nirgendwo anders sicher ist, wird uns verkauft, um damit Deutschlands besinnungslose und auch rechtswidrige Aufnahmepolitik zu rechtfertigen und legtimieren. Und dieses Narrativ stimmt nicht, eben weil es zwischen Aleppo und München spätestens hinter der Türkei eine Menge Orte gibt, wo man bereits längst aus der akkuten Gefahr heraus gewesen wäre und wo, die wirtschaftlichen Disparitäten sei dank, mit den Geldern, die wir hier in Deutschland für eine Person aufwenden müssten, deutlich mehr Hilfe hätte geleistet werden können. Erst die mit diesem Narrativ begründete Aufnahmepolitik und der daraus folgende Rechtsbruch, versetzen den Flüchtling in eine Luxusposition, es geht nicht mehr allein um den Existenzerhalt und das ist der GEdanke hinter Asyl, sondern es geht um pragmatische Vorteile. Ich sage also nicht, dass sie an luxusorientiert sind und sich als Flüchtlinge ausgeben, sondern das sie in eine Luxusposition gebracht werden, die aber dem Gedanken des Asyls widerspricht. Das ist schön für den Flüchtling, hat aber mit dem Sinn von Asyl nichts zu tun. Die Versagen der EU ist nämlich das direkte Resultat, dass man die Menschen nämlich in diese Position versetzt hat, es ist nicht deren Schuld, wenn sie die Chance, die ihne widerrechtlich geboten wird, nutzen wollen. Sie sollten sich nicht selbst verpflichten sondern von uns verpflichtet werden und das ist unterlassen worden, ganz im gegenteil wurde eben durch die aufnahmepolitik, das völlige gegenteil erreicht und man steht nun vor den Scherben einer inneren Ordnung.

    Zitat Zitat
    Als könnte man Fluchtgründe daran bewerten
    Und über Fluchtgründe reden wir hier gar nicht. Bei den angesprochenen Personen unterstelle ich, dass sie einen legitimen Fluchtgrund haben, der zum Asyl berechtigt, über den Rest ist gar nicht zu diskutieren, der wäre von vornherein abschlägig zu bescheiden und abzuschieben, aber gut auch hier zeigt sich wie die Krux daran, dass die Auflösung des eigentlichen Nothilfe-Charakters durch dieses falsche Narrativ auch hier zu einem fortschreitenden Unwillen einer konsequenten rechtsdurchsetzung wird.

    Zitat Zitat
    Es ist völlig klar, dass wir eine neue europäische Einwanderungspolitik und besonders für den deutschen Fall eine Einwanderungsgesetzgebung, die das Asylgesetz nur noch einschließt, aber nicht aus ihm besteht
    Asyl und Einwanderung haben nicht das geringste miteinander zu tun. Das sind zwei völlig konträre Rechtsverhältnisse, die zwar in den Bereich der Migration fallen, aber eindeutig getrennt von einander zu regeln sind. also Asylgesetzgebung sollte ausdrücklich kein Teil eines Einwanderungsgesetzes sein. Asylanten können zu Einwanderern werden, sind aber entsprechend dann nach der Einwanderungsregelung nicht aber über ihren Asylstatus zu behandeln.


    Zitat Zitat
    wäre die gesamte EU mit dem Fakt eines geschwächten Frankreichs umgegangen und hätte früh erkannt, dass eine rein deutsche Führung zur ideellen Spaltung des ohnehin heterogenen Raums enorm beiträgt ... wir wären nie an diesem Punkt angekommen und unter Umständen hätten sich gar die Briten besser mit der Europäischen Idee tragen können.
    Nur hätte ausgerechnet Frankreich an der deutschen Positions nichts geändert, die linken Präsidenten, die jetzt in den letzten Jahren bzw. jetzt immer noch an der Macht sind, hätten sich und haben sich in Fragen der Flüchtlinspolitik an der Seite von Frau Merkel gezeigt und in Fragen der Eurostabilität an Seiten der Südländer, beides Positionen, die die Osteuropäer, bei denen die Spaltung des Kontinents am augenfälligsten ist, ebenso wie die Briten, ablehnen. Die populistischen Moorhirne von denen du sprichst, sind (auch die aus linker Richtung wie Podemos oder Syriza) die direkte Folge der Verengung der EU (von Europa ist gar nicht zu reden) auf eine einzige Idee, ein einziges Koopierungskonzept und dessen in jeder Hinsicht elitäre Durchsetzung. Sieht man von wirklich dezidiert eu-feindlichen Leuten wie Le Pen ab, sind die eu-kritischen Kräfte eher noch der Grund, warum sich ein Verbleib in der EU aushalten lässt, als oppositionelles oder exekutives Gegenwicht, eben gegen EU-Politiken und Bestrebungen, die Länder eigentlich zum Austritt jagen würde, wenn die exekutiert würden.
    In der Euro-Krise waren es dann angeblich die Links- und rechtspopulisten, die die Spaltung des Kontinents vorantreiben würden. Kein Wort davon, dass der eigentlich Spaltpilz der Euro selbst ist, dass Staaten auf einer ganz vital-volkswirtschaftlichen Ebene dazu zwingt in einer gemeinsamen Arena gegeneinander zu kämpfen. Für die Griechen ist die Schuldenfrage ebenso eine Existenzfrage, wie die der unbegrenzten Schuldenübernahme sie für den deutschen Staatshaushalt, ebenfalls auf viele Jahre gewesen wäre. Und die Schuld liegt bestimmt weder bei faulen Griechen, noch bei knausrigen Deutschen. Aber hier konnte man wirklich nur über vergossene Milch weinen, kaum einer war damals in der vordersten Reihe als der Eintritt Griechenlands in die Euro-Gründung mit vorbereitet wurde.

    Das Problem der deutschen Dominanz in Europa ist nämlich ein Problem der EU an sich. Es steht den Deutschen zu, die EU politisch zu dominieren und daran hätte ein Frankreich das sich höchstens zu einem zweiten Konsul neben dem Princeps gemacht und entsprechend ebenso dominant (hier für die Umschuldung) aufgetreten wäre, nichts geändert, zumindest nicht für die Länder, die sich jetzt vor der deutschen Dominanz gegängelt fühlen. Die zweite, dritte oder vierte Rolle der Provinzen bleibt bestehen, egeal wie gerade das Kräftemessen von Popularen und optimaten in Rom nun ausschaut. Und anders ist die Bedeutung des viel gepriesenen Deutsch-Französischen-Motors nicht zu verstehen und auch nie zu verstehen gewesen, sich zwar an der Spitze im Detail vielleicht uneins zu sein, aber grundsätzlich die EU als USE alternativlos über die Köpfe der anderen hinweg voranzutreiben. Also hör mir auf mit Frankreich.

    Zitat Zitat
    Aber oh, wie groß wäre das Geschrei, wenn ich mir jetzt die Mühe machte, Itajus letzte Beiträge nach ideologisch bedenklichen Aussagen zu durchforsten, einen Anstieg in den letzten Monaten bemerkte und Itaju deshalb einen Rassisten nennen würde
    Dann müsste ich bei letzterem allerdings fragen, welche absurde Definition von Rassismus, du da anlegen willst, um Itaju für seine Aussagen eines solchen zu überführen.

    Zitat Zitat
    Statistiken sagen aber eben nix aus, sie quantifizieren
    Genau sie quantifizieren, sie bieten Zahlen mit den argumentiert werden kann, an ihnen lassen sich die Ausmaße bestimmter Entwicklungen bzw. die Entwicklungen selbst ablesen, wenn man sie entsprechend interpretiert bzw. glaubhaft mit parellel stattfindenden Ereignissen in Verbindung bringen kann. Wenn man also zwei Kriminalstatistiken neben einander legt, die den gleichen Umstand erfassen udn eine Vergrößerung der Zahlen feststellen, kann man also aus der Statistik keine Steigerung feststellen? oder wenn wir die in der statistik aufgeschlüsselten Niveaus verschiedener Gruppen anschauen und feststellen, dass bestimmte Gruppen im Vergleich höhere Werte aufweisen, ist das dann kein Umstand, den man entsprechend, auch kritisch interpretieren kann?

  15. #1035
    Zitat Zitat
    Ungarn und Polen wollen keine Flüchtlinge - EU-Kommission leitet Verfahren ein

    Weil Ungarn, Polen und Tschechien die Aufnahme von Flüchtlingen verweigern, geht die EU-Kommission rechtlich gegen die EU-Länder vor. Die Behörde beschloss am Mittwoch in Straßburg, Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten. Sie können zu Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof und empfindlichen Geldbußen führen. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos warf Budapest, Warschau und Prag vor, sich europäischer Solidarität zu verweigern.

    Die EU-Innenminister hatten im September 2015 gegen den Widerstand mehrerer osteuropäischer Länder die Umverteilung von 120 000 Asylbewerbern (später nur noch 98 000) aus den Hauptankunftsländern Italien und Griechenland beschlossen. Sie sollten bis September 2017 nach einem Quotensystem in andere Mitgliedstaaten gebracht werden. Bereits zuvor hatten sich eine Reihe von Mitgliedstaaten freiwillig verpflichtet, 40 000 Flüchtlinge aufzunehmen.

    Die EU könne ihre Mitgliedstaaten an ihren Außengrenzen nicht alleine lassen, sagte EU-Innenkommissar Avramopoulos. Die Umverteilung könne aber nur funktionieren, "wenn alle Mitgliedstaaten ihren fairen Anteil übernehmen". Ausnahmen könne es nicht geben. "Bei Europa geht es nicht nur darum, Gelder zu erhalten oder die Sicherheit zu garantieren", fügte der Grieche an. Es gehe auch um Solidarität und politische Verantwortung.

    Von 160 000 Flüchtlingen nur 20 869 auf andere EU-Staaten verteilt
    Nach jüngsten Zahlen der EU-Kommission wurden bisher von den insgesamt 160 000 Flüchtlingen nur 20 869 auf andere EU-Staaten verteilt. Polen und Ungarn haben dabei bisher keinen einzigen Flüchtling aufgenommen. Tschechien hat zwar zwölf Asylbewerber aus Griechenland einreisen lassen, hat seit einem Jahr aber keine weiteren Flüchtlinge aus dem Umverteilungsprogramm übernommen.

    Neben Polen und Ungarn nahm auch Österreich bisher keinen Asylbewerber auf. Die Regierung in Wien hatte bis März dieses Jahres wegen eigener hoher Flüchtlingszahlen zunächst eine Ausnahmeregelung erwirkt. Wien hat nun aber zugesagt, Flüchtlinge aufzunehmen.

    Die ungarische Regierung kündigte Widerstand gegen den Kommissionsbeschluss an. Budapest betrachte die Eröffnung von Vertragsverletzungsverfahren in der Frage "als Erpressung und uneuropäisch", sagte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto. Seine Regierung werde "niemandem erlauben, illegal nach Ungarn einzureisen". Ungarn hat wie die Slowakei vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Verpflichtung zur Flüchtlingsaufnahme geklagt.

    Quelle
    Es ist uneuropäisch, wenn die EU durchsetzt, dass ihre (freiwilligen) Mitglieder ihren Pflichten nachkommen?

  16. #1036
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Du, ich brauch keinen Krieg, Terror oder Hungersnot, um mich an etwas zu stören. Ich hasse in Deutschland auch die Tatsache, dass Rentner bevorzugt werden, es keine Fahreignungstest für 70+jährige gibt und die GEZ. Ich werd mich wohl auch drüber aufregen dürfen, wenn 450 Menschen, die hier angeblich Schutz suchen, sich nicht an unsere Regeln halten und auf der Nase rumtanzen. Dass die Anzahl der Verbrechen durch Flüchtlinge gestiegen ist, gehört durch den Kriminalitätsbericht auch nicht mehr der Verstörungstheoriererei an. Die besten Nachbarn werden das für mich sicher nicht. Und ich denke nicht, dass Lettland da jetzt die große Ausnahme unter den Ländern ist, die Flüchtlinge zugeteilt bekommen haben. Am Ende sind es europaweit deutlich mehr als 450 solcher Fälle.



    Hat Deutschland ja auch nicht gemacht. Müssen wir uns halt nicht wundern, wenn Deutschland (und Schweden) das neue Mekka (see what I did here) für mohammedanische Rucksacktouristen geworden ist.

    alles gut und schön, ich habe für oben genannte probleme sicherlich sympathien, letzteres lässt uns alle im forum aber bald unter den Stahlhelmen oder was auch immer unter google auftauchen. Für 450 Menschen, wobei ja nichtmal die gesamte flüchtlingsmenge irgendwelche ernsthaften probleme auslöst.

    Immerhin hast du ja noch andere dinge die man ändern sollte, so etwas wie die GEZ oder die schonung der Rentner ist ja nun wirklich ein problem.

    Zitat Zitat
    Das hat dann aber nicht das Geringste mit einem Narrativ von Nothilfe gemein.
    Nee aber das hat hauptsächlich was damit zu tun das Lettland seinen hintern nicht bemüht. Das die EU Staaten ihren verpflichtungen nicht Nachkommen ist eine Katastrophe, nicht wegen der Flüchtlinge, sondern weil das bündnis ja scheinbar nicht einmal so einem lachhaften "problem" gewachsen ist.

    EDIT: ich glaube im großen und ganzen hat Mordechaj schon genug gesagt

    aber hier:

    Zitat Zitat
    Dann müsste ich bei letzterem allerdings fragen, welche absurde Definition von Rassismus, du da anlegen willst, um Itaju für seine Aussagen eines solchen zu überführen.
    Zitat Zitat
    Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden. Die zur Abgrenzung herangezogenen Merkmale wie Hautfarbe, Körpergröße oder Sprache – aber auch kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche – werden in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlicher und bestimmender Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften gedeutet und nach Wertigkeit eingeteilt.
    wikipedia wenn logik nicht reicht. Fett habe ich gemacht das was auch wir beide schon hatten King Paddy. Ich brauche aber niemanden Rassismus zu unterstellen, falls jemand so etwas von sich gibt macht er das schon von alleine.

    Das Rassisten das wort Rassismus als beleidung auffassen ist das einzig absurde.

    Und @Itaju ich meine damit jetzt nicht sondern nur King Paddys frage, dein Problem ist für mich kein wirkliches problem weil 450 in dem kuhkaff verschwinden würden in dem ich aufgewachsen bin, weißt aber definitiv auf ein problem hin bzgl der wahrnehmungen europäischer verpflichtungen.

  17. #1037
    Zitat Zitat
    Nee aber das hat hauptsächlich was damit zu tun das Lettland seinen hintern nicht bemüht. Das die EU Staaten ihren verpflichtungen nicht Nachkommen ist eine Katastrophe, nicht wegen der Flüchtlinge, sondern weil das bündnis ja scheinbar nicht einmal so einem lachhaften "problem" gewachsen ist.
    Lettland hat seinen Hintern bemüht, um wie in diesem Fall Unterbringungsmöglichkeiten für 450 Flüchtlinge zu schaffen, die von diesen nicht genutzt wurden, weil die lieber nach Deutschland weiter ziehen wollten. Hast du Itajus Post überhaupt gelesen?

    Zitat Zitat
    letzteres lässt uns alle im forum aber bald unter den Stahlhelmen oder was auch immer unter google auftauchen
    Das ist guilt by association, anstatt diesem auch noch nachzugeben, unbequeme Meinungen am besten weit von sich zu schieben, damit man sich an ihnen auf irgendeine Weise bloß nicht schmutzig macht oder sich selbst zu verbieten gewisse Überzeugungen oder Gedanken zu haben oder zu äußern, weil andere Leute, mit man nicht mag, die vielleicht auch haben, sollte man das gerade zurückdrängen, in dem man diesen Vorwürfen entgegen tritt. Aus der Angst was die anderen über einen denken oder vor allem gegen einen tun könnten, wenn man auch nur den Anschein erweckt, ob das tatsächlich der Fall ist oder nicht, spielt keine Rolle mehr, erschafft man diese Angst gleich selbsterzeugend mit, weil man nämlich selbst anfängt, sich von Leuten zu distanzieren. Ob das Forum unter dem Stahlhelm auftaucht ist egal, solange das Forum nicht der Stahlhelm ist, solange man sich selbst gegenüber redlich bleibt.
    Soll ich plötzlich anfangen grüne Umweltpolitik scheiße zu finden, aus Angst davor als einer ihrer anhänger wahrgenommen zu werden? Oder soll ich mich plötzlich von der Umweltpolitik distanzieren, weil die NPD auch für den Umweltschutz ist? Soll ich als Protest damit ich mich gar nicht mit denen gemein mache, morgen anfangen die Mülleimer im Park auszukippen und meinen Siff im Wald abzulegen?

    Die Leute, die mit dir ein Problem haben, weil ihnen deine Freunde oder auch nur deine Jubelperser nicht gefallen, solange du dich glaubhaft von ihnen distanzieren kannst, also du selbst korrekt bleibst, haben selbst das eigentliche Problem und auf deren Meinung ist kein gesteigerter Wert zu legen. Oder pragmatischer, wenn du Angst vor Applaus von der falschen Seite hast, dann setzt scho die kleine schere im Hinterkopf an.

    EDIT: Dazu ist noch zu sagen, wenn wegen ein paar Beiträgen von einzelpersonen wie mir oder Itaju in einem unserer unbedeutendsten Foren hier im gesamten Verbund und das ohne die harten rechten Schlagwörter plötzlich unter dem stahlhelm bei Google auftaucht, dann würde ich meinen glauben an den Algorithmus verlieren. Wenn ich mit dem bias auf Google nach Gleichgesinnten suche und dann das hier empfehlen wird und nicht unter ferner liefen läuft, dann sollte man sich die Frage stellen, ob die Panimmache von der Bias-Bubble nicht völlig übertrieben ist. Die Positionen, die ich hier öußere bzw. die Positionen zu denen ich stehe und zu denen ich hier Stellung bezogen habe, werden von den Leuten, zu denen du eine guilty association befürchtest, als ich zitiere "linke" oder "liberale Scheiße" abgelehnt, weil wir den Rassimsus dieser Leute ablehnen, ihren Faschismus verachten, ihr verschwörungstheoretischen Weltbild für lächerlich halten würden.

    Zitat Zitat
    Das Rassisten das wort Rassismus als beleidung auffassen ist das einzig absurde.
    Das Leute, denen zu Unrecht vorgeworfen wird Rassisten zu sein, den Begriff Rassist, als Beleidigung oder Verleumdung wahrnehmen ist ganz und gar nicht absurd. Eine andere Frage ist, ob man Autoritäten einschalten muss, statt das hier diskursiv zu klären.

    Zitat Zitat
    wikipedia wenn logik nicht reicht. Fett habe ich gemacht das was auch wir beide schon hatten King Paddy
    Dann zeig mir die Stelle, wo Itaju alle Syrer, Afghanen, etc. aufgrund der Tatsache das sie Syrer, Afghanen etc, sind als Verbrecher bezeichnet hat, denn dann hätte dieser Vorwurf irgendeine form von Berechtigung.

    Im Übrigen ist wirklich zu fragen, ob die kulturellen Merkmale wie Sprache oder Bräuche in einer Definition von Rassismus, der explizit auf ein Angeborensein von Merkmalen und der daher natürlichen Über- oder Unterlegenheit referiert überhaupt sinnvoll zulässig ist. Wenn ich das Schächten von Tieren oder das beschneiden von Kindern (religiös kultische und damit auch kulturelle Handlungen) als eine widerliche, unmoralische und barbarische Praxis geißele, Verfahren das einem Moslem oder einem Juden nicht im Blut liegt, sondern zu denen er sich entscheiden kann an ihnen festzuhalten oder nicht und Menschen deshalb der Bereitschaft wegen dies zu tun oder zu unterlassen, wäre damit nämlich auch als eine rassistische Handlung zu verstehen.

    Aber ich glaube der Sinngehalt dieser Definition erweitert den Rassismus Begriff über reine Rassetheorien hinaus in das Bereich der Ausländerfeindlichkeit und will damit Fälle abdecken, wo zum Beispiel slawische Polen, slawische Ungarn als minderwertig ansehen, also die ungarische Kultur per se als minderwertig zu betrachten und damit auf Kultur statt auf Rasse als Abstraktum hinauswollen. Oder wie hier vermeintlich der arabische Kulturraum als minderwertig angenommen hingestellt wird. Es ist wie gesagt fragwürdig, ob der Begriff Rassismus hierbei noch angewandt werden kann, aber gestehen wir mal zu, dass das über ein Eingeborensein in die kultur durchaus legtimierbar wird. So fiele defintiv der Islam oder Religion generell wie eine jede Ideologie dann endgültig nciht mehr darunter.

    Das alles schützt aber nicht Leute davor, erstens kritische auf bestimmte kulturelle Apsekte zu schauen und die abzulehnen, wie oben beschrieben. Und vor allem ist das keine Handhabe dagegen einer Gruppe, die man durch diese Merkmale quantitativ begrifflich überhaupt erst erfassen kann, als einem deskriptiven Fakt, nicht aus einer präskriptiven ideologischen Wahnvorstellung heraus, zu attestieren in bestimmten Bereichen krimineller zu sein als der Rest (ohne das auf die Gesamtheit aller nicht erfassten Personen zu projiziere) und die Neigung dazu diese Verbrechen zu begehen (ich rede jetzt explizit von sexueller Gewalt insbesondere gegen Frauen) weil dieser in dem sozio-kulturellen Kontext, aus dem sie stammen, in gewisser weise tolerabel ist.
    Der rassistische Buhmann des Racial Proflings ist das kuliminierte Anwenden von deskriptiven Beobachtungen bezüglich Gefährdergruppen. Und keiner der dies anwendet ist tatsächlich einer wirklichen rassistischen Ansicht davon überzeugt, dass es eine adäquate Aussage über alle Individuen ist. Genauso wenig wie Itaju hier sagt, alle Flüchtlinge seien kriminell. Es findet kein Rassimus statt.

    Geändert von KingPaddy (13.06.2017 um 20:05 Uhr)

  18. #1038
    Zitat Zitat
    Lettland hat seinen Hintern bemüht, um wie in diesem Fall Unterbringungsmöglichkeiten für 450 Flüchtlinge zu schaffen, die von diesen nicht genutzt wurden, weil die lieber nach Deutschland weiter ziehen wollten. Hast du Itajus Post überhaupt gelesen?
    ja, aber da wird den falschen, mal wieder, die schuld zugeschoben.

    Zitat Zitat
    Soll ich plötzlich anfangen grüne Umweltpolitik scheiße zu finden, aus Angst davor als einer ihrer anhänger wahrgenommen zu werden? Oder soll ich mich plötzlich von der Umweltpolitik distanzieren, weil die NPD auch für den Umweltschutz ist? Soll ich als Protest damit ich mich gar nicht mit denen gemein mache, morgen anfangen die Mülleimer im Park auszukippen und meinen Siff im Wald abzulegen?

    Die Leute, die mit dir ein Problem haben, weil ihnen deine Freunde oder auch nur deine Jubelperser nicht gefallen, solange du dich glaubhaft von ihnen distanzieren kannst, also du selbst korrekt bleibst, haben selbst das eigentliche Problem und auf deren Meinung ist kein gesteigerter Wert zu legen. Oder pragmatischer, wenn du Angst vor Applaus von der falschen Seite hast, dann setzt scho die kleine schere im Hinterkopf an.
    Ich glaube du missverstehst hier was, dies war kein kommentar das ich mir um meine reputation sorgen mache sondern einfach das es traurig ist das ein board wie dieses, welche ich hauptsächlich wegen des RPG-Ateliers nutze, im Politikteil so von den Rechten genutzt wird. Es geht rein darum da was zu sagen und euch jungs hier nicht alleine schreiben zu lassen.

    Du brauchst dir keine sorgen zu machen ich schäme mich weder für meine meinung noch für deine, es ist eigenartig das du in solchen Bahnen denkst ich kann deine argumentation überhaupt nicht nachvollziehen ?

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    Das Leute, denen zu Unrecht vorgeworfen wird Rassisten zu sein, den Begriff Rassist, als Beleidigung oder Verleumdung wahrnehmen ist ganz und gar nicht absurd.
    Aber es ist ja gar nicht zu Unrecht, wir beide haben uns ja bereits unterhalten darüber wie wir Kultur warnehmen und dein Meinung dazu passt wunderbar in den oben fett gemachten bereich. Ich verstehe nicht warum es dann beleidigung oder verleumdung ist?

    Zitat Zitat
    Dann zeig mir die Stelle, wo Itaju alle Syrer, Afghanen, etc. aufgrund der Tatsache das sie Syrer, Afghanen etc, sind als Verbrecher bezeichnet hat, denn dann hätte dieser Vorwurf irgendeine form von Berechtigung.
    Du hast scheinbar die definition nicht verstanden, Rassmisus bedeutet nunmal nicht jemanden als Verbrecher zu bezeichnen. Ich brauche das aber auch gar nicht auf Itaju abzuzielen den habe ich ja direkt ausgeschlossen mit:
    Zitat Zitat
    Und @Itaju ich meine damit jetzt nicht sondern nur King Paddys frage
    schliesslich habe ich mich mit dir bereits länger unterhalten.
    Zitat Zitat
    Im Übrigen ist wirklich zu fragen, ob die kulturellen Merkmale wie Sprache oder Bräuche in einer Definition von Rassismus, der explizit auf ein Angeborensein von Merkmalen und der daher natürlichen Über- oder Unterlegenheit referiert überhaupt sinnvoll zulässig ist.
    Nein, warum sollten wir das tun?

    Zitat Zitat
    wäre damit nämlich auch als eine rassistische Handlung zu verstehen
    Das ist korrekt, dir das erklären zu müssen ist eher das Problem. Es ist ja auch so das ich das Taufen von Babies, die Kastration von Hunden und Katzen "als eine widerliche, unmoralische und barbarische Praxis geißele"
    aber das Heißt nunmal nicht das ich deswegen klar über oder unterlegen bin. Das ist ja hier der Punkt, und ich wette mit dir das du Sachen für toll hälst die ich abartig finde und anders herum.

    Zitat Zitat
    Es ist wie gesagt fragwürdig, ob der Begriff Rassismus hierbei noch angewandt werden kann
    Nein.

    Zitat Zitat
    Das alles schützt aber nicht Leute davor, erstens kritische auf bestimmte kulturelle Apsekte zu schauen und die abzulehnen, wie oben beschrieben
    Dem stimme ich zu, genauso darf ich dann aber auch dieses verhalten ablehnen und es bei dem Wort nennen das wir für soetwas haben.

    Zitat Zitat
    Und vor allem ist das keine Handhabe dagegen einer Gruppe, die man durch diese Merkmale quantitativ begrifflich überhaupt erst erfassen kann, als einem deskriptiven Fakt, nicht aus einer präskriptiven ideologischen Wahnvorstellung heraus, zu attestieren in bestimmten Bereichen krimineller zu sein als der Rest (ohne das auf die Gesamtheit aller nicht erfassten Personen zu projiziere) und die Neigung dazu diese Verbrechen zu begehen (ich rede jetzt explizit von sexueller Gewalt insbesondere gegen Frauen) weil dieser in dem sozio-kulturellen Kontext, aus dem sie stammen, in gewisser weise tolerabel ist.
    Es gibt keinen grund diese leute spezifisch zusammenzufassen, wir haben begriffe dafür btw. Vergewaltiger zum Beispiel oder Mörder. Das noch mit kulturellen hintergrund zu verknüpfen ist nonsens, genau wie die Sache das ein Soziokultureller kontext besteht der das rechtfertigen würde.

    Diese dinge werden übrigens nirgendwo toleriert, ich glaube das habe ich schon einmal dargestellt auch wenn es in vielen ländern eine mangelnde infrastruktur gibt um diese strafzuverfolgen (wie Bürgerkriegsgebiete usw.)
    Zitat Zitat
    Der rassistische Buhmann des Racial Proflings ist das kuliminierte Anwenden von deskriptiven Beobachtungen bezüglich Gefährdergruppen. Und keiner der dies anwendet ist tatsächlich einer wirklichen rassistischen Ansicht davon überzeugt, dass es eine adäquate Aussage über alle Individuen ist. Genauso wenig wie Itaju hier sagt, alle Flüchtlinge seien kriminell. Es findet kein Rassimus statt.
    Das ist kein rassistischer Buhman das ist einfach Rassistisch. Selbst wenn wir annehmen das du mit deiner Theorie recht hast und wir minderwertige kulturen haben bei denen Vergewaltigungen total toll sind wäre das Rassistisch.
    denn dann wären ja die durch den Rassimus beschriebenen biologischen oder Sozio-kulturell grundeigenschaften eines spezifischen Menschenstammes als korrekt anzusehen.

    Das ist der grund warum leute die solche sachen von sich geben sich so zum affen machen. Die Spacken im dritten Reich hatten wenigstens den Anstand zu ihrer Rassenlehre zu stehen.
    Zitat Zitat
    Ich bin ein Rassist ! aber wenn ich Rassit genannt werde heule ich rum und schreie!
    Es ist und bleibt deine Entscheidung ob du dich lieber damit auseinander setzt was irgendwelche wissenschaftler von sich geben welche eine klare mindermeinung vertreten oder ob du den Geisteswissenschaften glaubst welche immer und immer wieder diesen sozio-kulturellen theorien widersprochen haben.

    Eins kann ich dir versprechen, Obwohl wir ja beide Deutsch sind haben wir kulturell scheinbar nicht viel gemeinsam und da mein freund liegt die warheit begraben.

  19. #1039
    Zitat Zitat
    Ich glaube du missverstehst hier was, dies war kein kommentar das ich mir um meine reputation sorgen mache sondern einfach das es traurig ist das ein board wie dieses, welche ich hauptsächlich wegen des RPG-Ateliers nutze, im Politikteil so von den Rechten genutzt wird. Es geht rein darum da was zu sagen und euch jungs hier nicht alleine schreiben zu lassen.
    Also schreibst du hier nur, weil du in dieser Ansammlung von bösen Nazis etwas rumstänkern willst? Gut zu wissen...

  20. #1040
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Also schreibst du hier nur, weil du in dieser Ansammlung von bösen Nazis etwas rumstänkern willst? Gut zu wissen...
    Nein, genau wie ihr vertrete ich nur meine Meinung. Ich wüsste nicht in welchen kontext es wünschenswert wäre keine Diskussion in einem forum zu führen. Benötigst du einen Safespace? Mach dir den Editor auf und schreib da rein oder sprich mit deinen Homies über skype oder sende einen guten DEUTSCHEN Brief mit der DEUTSCHEN Post zum DEUTSCHEN Verband für Schützengräben ev. oder was auch immer wenn du keinen kommentar von mir willst.

    Hier in dieser Semi-öffentlichen Plattform wirst du das wohl ertragen müssen, das ist doch was Ihr verlangt. Hier habt ihr scheinbar den Raum zu reden ohne das euch das wort verboten wird, also jammer nicht rum ich nehme mir lediglich das gleiche recht.

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