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Thema: Flüchtlinge, Pegida & Co.

  1. #1101
    Das was Pete sagt. Die Partei besteht aus tausenden Mitgliedern, organisiert in der Bundespartei, in Landesverbänden, auf Kommunal- und Kreisebene und dann haben auch nciht alle einen Parteiposten oder ein Mandat inne. Der Wählerkreis ist noch sehr viel größer und noch sehr viel größer ist die Leute, die man dem Kreis der Partei zurechnet, ohne das das überhaupt stimmt. Tako mal ehrlich dieses Argument würde nur einen Sinn haben, wenn man diese Maßstäbe überhaupt an eine Partei anlegen kann und dann auch nur wenn man sie an alle Parteien anlegen würde. Die Partei bei der man keinen Schmutz findet, die werfe dann bitte den ersten Stein.

    Zitat Zitat
    Antisemiten im Bundestag auch
    Ich warte immer noch darauf, dass du mir Fälle vorlegst. Zu denen, die du mir vorgelegt hattest, habe ich dir meine Meinung schon mitgeteilt.

    Zitat Zitat
    Bei offenem Gewaltaufruf bzw. Duldung davon?
    Ja sicher. Das würde ja auch den Bereich der Meinungsfreiheit schon überschreiten.

    Zitat Zitat
    Reicht es, wenn sich Landes- oder BundesAfD nicht distanzieren?
    Du sprichst das Wesentliche schon an. Sobald die AfD entweder ihr Parteiprogramm in der von dir angesprochenen Form abändern würde, also mit offenen Karten die Demokratie abschaffen und Minderheiten verfolgen will oder wenn sie sich in eine Doppeldenk-Partei wie die NPD verwandelt hat, in der das Parteiprogramm das widerspiegelt was gesagt werden muss, aber der Großteil der Partei inklusive des Spitzenpersonals in Form von verdeckten oder unverdeckten Dog Whisteling das offenkundig konterkariert.

    Bisher habe ich aber nicht einmal andeutungsweise Grund an der Aufrichtigkeit der AfD zu zweifeln.

  2. #1102
    Ich hab den Thread mal wieder aufgemacht, um eine aktuelle und kontrovers diskutierte Frage zu stellen: Ist die AfD eine rechtsextreme Partei?

    Ich bitte darum, sachlich zu bleiben.

  3. #1103
    Kommt drauf an, nach welchen Kriterien du das angehst.

    Wenn du guckst, wer da so alles Mitglied ist. Ja, da gibt es rechtsextreme Mitglieder. Einige auch mit Mandat.
    Wenn du guckst, wie sich so manches Parteimitglied äußert. Ja, da gibt es manche Äußerungen die über den rechten Rand hinausfallen.
    Wenn du guckst, was im Parteiprogramm steht. Not so much. Ich wiederhole sehr oft, dass man mal das Parteiprogramm der AfD mit dem einer heute wie damals etablierten Partei von vor 40 Jahren zurückgeht, vergleicht und wird feststellen, dass es da keinen Unterschied gibt. Auf dem Papier ist die AfD die CSU (bzw. CDU), die dem Parteienspektrum abhangen gekommen ist. Lockt heute natürlich auch Neonazis an, die den Pragmatismus wittern sich statt einer NPD, die sich im untersten einstelligen Bereich tummelt, mal bei einer Partei zu engagieren, die gerade noh so am etablierten rechten Rand sitzt, wenn auch deutlich weniger radikal als die eigene Meinng.

    Wie du siehst, ist das eine de jure vs. de facto Diskussion und dann muss man auch den Maßstab berechnen. Ich denke, dass es für ein unauffäliges linksextremes Mitglied des schwarzen Block im Bereich des Möglichen steht, sich ein Parteibuch der CSU zu beschaffen. Dadurch wird die CSU jedoch noch nicht linksextrem. Ist ein Extrembeispiel (hoho, see what I did here), ich weiß, aber mir fehlen genaue Zahlen über tatsächliche als Rechtextrem eingestufte Mitglieder und Mandatsträger in der AfD um das objektiv beurteilen zu können.

    Im Übrigen könnte man auch fragen, inwiefern die Linke, die Grünen oder die Stegner-SPD linksextrem ist, aber du hast ja explizit nur um eine AfD-Diskussion gebeten.

  4. #1104
    Ich finde die AfD könnte einen gesonderten Thread vertragen. Was rechts, rechtsextrem, rechtsradikal, etc. ist - da hat jeder wohl andere Vorstellungen. Zur Beobachtung durch den Verfassungsschutz reicht es scheinbar nicht. Ein größeres Problem haben wir mit der CSU, die auch ein bissl rechts ist - und die ihren Landtagswahlkamf auf Bundesebene austrägt. Dazu noch der untaugliche Verfassungsschutz-Chef, den Seehofer noch deckt.

    Das stärkt alles nicht das Vertrauen des Volkes in die Demokratie. Man will vermutlich den Rechten entgegenkommen - um da selber Stimmen abzugreifen. Daher das Duo Seehofer/Maaßen was hier gut Rechten entgegenkommt aktuell. Wobei die Justiz auch hart durchgreift (Strafen ohne Bewährung in beschleunigtem Verfahren wegen nur Hitlergrüßen in Chemnitz - allerdings bei einschlägig vorbestraften Leuten, daher nachvollziehbar.)

    Stärkstes Problem ist, dass man Rechten viele Angriffspunkte bietet. Die werden natürlich - der normale Bürger kennt sich nich so aus - das Ausschlachten, mit den beschleunigten Verfahren, wo ohne Haftstrafen beim HItlergruß verurteilt wurde. A la: "Und bei kriminellen Migranten macht ihr nix." (Wobei man als Vorwissen wissen muss, dass eben nur in bestimmten Fällen diese beschleunigten Verfahren gehen und die HItler-Grüßer hier schon zig Vorstrafen hatten, also auch mal ohne Bewährung angebracht ist. Nur steht das in den meisten Medien nich so detailliert.)


    Von meiner favorisierten Partei FDP hatte Kubicki hier ne gute Aussage - wobei man ihn unnötigerweise zu Unrecht kritisierte. Einer der wenigen, der das Problem erkennt:
    https://www.huffingtonpost.de/entry/...b0cf7b003401b4
    "Wir wissen, dass Menschen ein subjektives Unsicherheitsgefühl haben." - das ist für mich ne wichtige Aussage. Leider gehen nämlich immer viele davon aus, jedem vorgeben zu können, wann er Angst haben kann/darf/muss - und wann eben nicht. Aber da es subjektiv wahrgenommen wird, ist es bei jedem unterschiedlich. Da kann man keine objektiven Vorgaben machen, an die sich "das Volk" einfach zu halten hat. (Und wer zu viel Angst hat gilt als rechts -> das führt doch nur zu mehr Gegenwehr dann, wenn man so denkt.)

    Ich finde sowieso dass Chemnitk aktuell am interessantesten ist/war. Wir haben gefühlt öfter Berichte in den Medien in letzter Zeit - über Tötungsdelikte an denen Migranten als Täter beteiligt warn. Medien sind auch nicht immer korrekt (bzw. eher selten sogar) - da werden Details unterschlagen um den Leser in ne bestimmte Richtung zu drängen bei der Meinungsbildung. Ganz doof ist es, wenn man die Herkunft der Täter unterdrückt oder über solche Tagen mit Migranten-Tätern gar nicht berichtet. Das befeuert nur die Lügenpressen-Vorwürfe. Hier sollte man gezielt alles berichten. Auch wenn es erst mal kontraproduktiv wirken könnte, weil die Konsumenten denken es passiert mehr. Sie können aber den Medien wieder mehr vertrauen vielleicht dann. (Kontern mit ab und zu positiven Beispielen, etc. Dann passt das schon.)


    Ein guter Artikel war auch hier: https://www.pro-medienmagazin.de/kom...rweigert-sich/
    Bei rechten Vorfällen äußert sich gleich jeder Politiker. HIer ging man relativ ungeschickt damit um. Das erweckt auch das Gefühl, dass die Politik sich nich dafür interessiert, wenn Migranten jemanden töten. Wenn man nur einseitig herbeispringt.


    Das größte Problem dürfte aktuell Maaßen sein. Der befeuert die Rechten noch, in dem er quasi sagt es gab keine Hetzjagt. (Sprich: "Der Verfassungsschutz gibt sein okay für die Sachen die bisher in Chemnitz seitens Rechter getätigt wurden. Diese waren alle noch im Rahmen.") Zwar war das nicht so direkt gesagt. Und es gibt wohl auch Gründe dass man so ein Video anzweifeln kann. Aber das wird halt von Rechten dann als Freibrief interpretiert, wenn diese Zweifel geäußert werden. Der Mann könnte vielleicht auf mittlerer Ebene und als aktiver Verfassungsschützer im Außendienst aktiv sein. Als Behördenleiter der sich in der Öffentlichkeit äußern muss und im Mittelpunkt steht ist das zumindest extreeeeeem ungeschickt. Dafür treten andere teils schon zurück freiwillig.

    Dass er sich mit der AfD traf und Tipps gegeben hat wie man ne Beobachtung durch seine eigene Behörde vermeiden kann - macht auch keinen guten Eindruck. (Auch wenn ich neulich wohl las, dass er sich mit sehr vielen Politikern getroffen hat, nur ganz wenige davon von der AfD.) Da sollte man sich vielleicht mit gar keinen - abseits offizieller Leute ausm zuständigen Ministerium und dem Parlamentarischen Kontrollgremium treffen. Medien bauschen es natürlich so auf, dass man nich sooo oft vorfindet, dass er auch sich mit andern traf. Auch alles ungeschickt gelaufen.



    Ich sehe zumindest das Hauptproblem nicht bei der AfD. Die ist nur Symptom, nicht Ursache. (Dazu sagte ich schon anderswo was.) Es laufen an vielen Stellen Sachen falsch. Mal Kleinigkeiten. Mal größere Sachen. Das summiert sich und führt zu Reaktionen von Leuten die in ihrer subejnktiven Wahrnehmung der Meinung sind, dass man hier jetzt halt AfD wählen muss und bei PEGIDA mitlaufen muss - um sein Überleben in Deutschland langfristig zu sichern. Ob man bei nem geleakten Haftbefehl auch gleich Wohnungen durchsuchen muss wie bei nem Schwerverbrecher ... find ich auch fragwürdig. Der hat den Originalbefehl ja nich mitgenommen, derjenige der es tat. Wohl nur fotografiert. Man muss doch auch davon ausgehen, dass sowas verschlüsselt gespeichert wird oder man - wenn jemand es runterlädt - nich den Upload nachweisen kann. (Später stellte sich der Mann ja auch.) Der Leaker gilt als Held in rechten Kreisen. Keine Frage: Man sollte auch gegen sowas vorgehen, da es den Rechtsstaat gefährdet. Aber solche Maßnahmen laden auch wieder dazu sein zu sagen - seitens Rechter: "Guckt mal da räumen die gleich bei Verdacht die Bude raus bzw. durchsuchen alles und der hat nur nen Zettel fotografiert ... und die Migratnen dürfen jemanden Messern und nix richtig hartes passiert - nur Jugendstrafe, weil Alter nich nachweisbar. ... gabs aktuell im Rheinland-Pfälzischen Kandel ein Urteil wo ich Leute real miterlebte die sich drüber ausgelassen hatten.)

  5. #1105
    Edit: Gott, bin ich langsam. Ich würde übrigens durchaus auch dafür plädieren, dem ganzen einen neuen Thread zu geben. Ich wollte eigentlich spätestens nach Köthen selber einen aufmachen, aber ich stelle fest, dass ich dafür aktuell nicht die beste Instanz bin (ich wohne in Chemnitz und wär furchtbar "ich war dabei"-sentimental geworden und außerdem habe ich aus Versehen angefangen, möglichst viel Streit mit AfD-Abgeordneten auf Twitter zu suchen, einfach um Frust abzubauen -- vielleicht sollten andere solche Themen lenken).

    Die Parteilinie liegt definitiv ein ganzes Stück rechts der Unionsparteien und zwar in beinahe allen Punkten. Wir können aktuell beobachten, dass das zu harten Renationalisierungsforderungen führt. Das macht die Partei in dem Sinne rechtsextrem, dass es sich in unserem politischen Spektrum (diese Spektren sind einfach nach Gesellschaft verschieden; die US-Demokraten sind in den letzten Jahren furchtbar weit nach links gerückt, aber selbst der linke Flügel von Union und FDP wäre denen zu sozialistisch; die Franzosen haben eine für deutsche Verhältnisse derart absurde Verquickung von Blutsrecht und Staatssozialismus, dass jeder grünen Seele ein bisschen darüber wimmern muss) -- dass es sich also in unserem bundesdeutschen politischen Spektrum eingebürgert hat, rechts der Unionsparteien von Rechtsradikalität oder Rechtsextremismus zu sprechen. Das Prädikat -extrem müsste aber genau genommen eine Gewalt- und Hetzkomponente einschließen. Und so sehr ich das diesertage sagen können wollte, gezielte Falschinformation und Stimmungsmache mit klar rassistischem, klassistischem und demokratiefeindlichem Unterton ist zwar derbe widerwertig, aber immer noch keine Hetze im Definitionsrahmen unseres Staates.

    Ich würde also von einer rechtsradikalen Partei sprechen, die einen rechtsgemäßigten und rechtsextremen Skopus besitzt. Ceterum censeo, dass sie sich auf allen drei Organisationsebenen die Beobachtung durch den Verfassungsschutz redlich verdient hat.

    Dazu noch eine Bemerkung, die einen Nebenschauplatz aufmacht, weil Itaju (wie ich finde berechtigterweise) es mit aufbrachte und ich befürchte, dass wir um diese Frage nicht herumkommen werden: Egal, ab welcher Grenze man Radikalismus/Extremismus setzt, die rechte Seite und die linke Seite sind absolut nicht spiegelbildlich angeordnet. Es ist richtig, dass Extremismus (wir erinnern uns: Gewalt und Hetze) in jeder Form zu verurteilen ist. Es macht aber einen enormen Unterschied, welche Gewaltformen und welche Formen der Hetze in Anschlag kommen. Linksextremismus ist in erster Linie Gewalt gegen Eigentum und erst in zweiter Linie Gewalt gegen Menschen. Rechtsextremismus ist in erster Linie Gewalt gegen Menschen und in zweiter Linie Gewalt gegen die Lebensführung von Menschen. "Aber die RAF!" wird man jetzt berechtigterweise verwundert aufschreien. Ja, die RAF. Das waren Linksterroristen, genauso wie der NSU Rechtsterrorismus war. Beide sind tief verschränkt mit ihrem jeweiligen Extremismusphänomen. Aber: Wir sprechen -- und zwar schlussrichtig -- von linksextremer Gewalt, wenn beispielsweise Eigentum in großem Stile und mit Gefahr für Leib und Leben von Mitmenschen beschädigt wird. Da liegt die Grenze. Wir sprechen von rechtsextremer Gewalt, wenn gezielt gegen Leib und Leben von Mitmenschen gehandelt wird. Und es tut mir leid, Steinewerfer auf der Schanze sind qualitativ etwas anderes als Brandsatzwerfer vor Erstaufnahmeeinrichtungen.

    Geändert von Mordechaj (15.09.2018 um 12:53 Uhr)

  6. #1106
    Zitat Zitat
    Wenn du guckst, was im Parteiprogramm steht. Not so much. Ich wiederhole sehr oft, dass man mal das Parteiprogramm der AfD mit dem einer heute wie damals etablierten Partei von vor 40 Jahren zurückgeht, vergleicht und wird feststellen, dass es da keinen Unterschied gibt.
    Achso, die AfD ist also nur 40 Jahre in der Vergangenheit kleben geblieben, gut zu wissen.
    Nochmal 40 Jahre vorher war Hetzjagd auf Ausländer auch noch ok, also alles halb so wild

  7. #1107
    Ich denke auch, dass ein eigener Thread für die Partei nicht schlecht wäre: Hier ist er.

  8. #1108
    Zitat Zitat
    Maaßen wird abgelöst - und befördert

    Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen muss seinen Posten nach seinen umstrittenen Äußerungen zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz räumen. Der 55-Jährige werde Staatssekretär im Bundesinnenministerium, dort aber nicht für die Aufsicht über das Bundesamt für Verfassungsschutz zuständig sein, teilte die Bundesregierung nach einem Treffen der Koalitionsspitzen mit. Einzelheiten würden am Mittwoch bekannt gegeben.

    Wer Maaßen als Verfassungsschutz-Chef folgen soll, wurde zunächst nicht mitgeteilt. In Unionskreisen hieß es, der aktuelle Staatssekretär Hans-Georg Engelke im Bundesinnenministerium sei Anfang der Woche als neuer Chef des Verfassungsschutzes im Gespräch gewesen.

    Maaßen war wegen seiner Äußerungen zu fremdenfeindlichen Vorfällen in Chemnitz massiv in die Kritik geraten. In einem Interview mit der Bild-Zeitung zweifelte er ohne konkrete Hinweise die Echtheit eines Videos an, das Angriffe auf Ausländer in Chemnitz zeigt. Für Unmut sorgten zudem seine Kontakte zu AfD-Politikern.

    In der Koalition hatte die Causa Maaßen für eine erneute Krise gesorgt. Maaßens Dienstherr, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), hatte den Verfassungsschutzchef in Schutz genommen. Auch jetzt teilte die Bundesregierung mit, Seehofer schätze Maaßens Kompetenz in Fragen der öffentlichen Sicherheit.

    Die SPD hatte hingegen seit Tagen vehement seinen Abgang verlangt. "Herr Maaßen muss gehen, und ich sage euch, er wird gehen", hatte die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles am Wochenende gesagt. Auch der frühere SPD-Chef Martin Schulz hatte im Gespräch mit der SZ gesagt: "Wir fordern, dass Maaßen geht oder entlassen wird."

    Reaktionen der Opposition
    Die jetzige Versetzung Maaßens ist tatsächlich eine Beförderung. Maaßen wechselt dadurch von der Besoldungsgruppe B9 in die höhere Gruppe B11. Entsprechend kritisch fallen die Reaktionen in der Opposition aus. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt spottete per Twitter: "Die haben also nur darüber geredet wie weich #Maaßen fällt? Dauerkrise, Vertrauensverlust, Entsetzen." Und wunderte sich, dass die SPD das mitmache.

    AfD-Politikerin Beatrix von Storch schrieb auf Twitter von einer "Chaos-Regierung". Seehofer habe Maaßen auf einen Staatssekretärs-Posten gelobt, "damit SPD pro forma ihren Willen bekommt, Seehofer kein Rückgrat zeigen muss und Merkel ihre Ruhe hat".

    Quelle

  9. #1109
    Und hier ein Satirevideo:


  10. #1110
    Zitat Zitat
    Hunderte Migranten überwinden Zaun

    Eine große Gruppe von Migranten aus Honduras hat die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko durchbrochen. Die Menschen überwanden eine Grenzabsperrung und gelangten auf mexikanisches Territorium. Ihr Ziel sind die USA.

    Auf ihrem Weg in die USA haben Hunderte Migranten aus Honduras an der guatemaltekischen Grenze zu Mexiko einen Zaun überwunden und die Grenze überquert. Die Flüchtlinge liefen daraufhin in das mexikanische Grenzgebiet in der Nähe der guatemaltekischen Stadt Tecún Umán.

    Wie viele Menschen die Grenze insgesamt überquerten, war zunächst nicht klar. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie sich eine große Menschenmenge durch ein Tor am Grenzposten zwischen den beiden lateinamerikanischen Ländern drückte.

    Polizisten versuchten die Menschen mit Schilden zurückzuhalten - was in Teilen gelang. Anderen Migranten gelang es, die Polizeikette kurz hinter dem Grenzzaun zu überwinden. Einige Migranten wurden im Gedränge leicht verletzt. Steine flogen in die Richtung von Polizisten. Auf einer Grenzbrücke zwischen Mexiko und Guatemala bildeten sich lange Menschenreihen.

    Flucht vor Armut und Gewalt
    Tausende Menschen aus Honduras hatten sich seit Beginn der Woche an der Grenze gesammelt. Sie flüchten vor Armut und Bandenkriminalität. Über Mexiko wollen sie bis in die USA gelangen. Ihr Plan war, in einer Formation die Grenze zu überschreiten, in der Männer an den Flanken und Frauen und Kinder in der Mitte gehen. Andere wollten den Grenzfluss mit Flößen überqueren.

    Mexiko verstärkte den Grenzschutz an dem Ort und kündigte an, Migranten ohne die korrekten Papiere nicht weiterziehen zu lassen. Die Menschen aus Honduras benötigen ein Visum, um nach Mexiko einreisen zu können. Eine weitere Möglichkeit ist die Beantragung von Asyl, dieser Prozess kann aber bis zu drei Monaten in Anspruch nehmen.

    Pompeo warnt vor Migrationskrise
    Die Flucht aus Zentralamerika in die USA könnte sich nach den Worten von US-Außenminister Mike Pompeo rasch zu einer größeren Krise auswachsen. US-Präsident Donald Trump habe deutlich das derzeit "größte Problem" benannt, sagte Pompeo bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem mexikanischen Kollegen Luis Videgaray in Mexiko-Stadt.

    Eine Rekordzahl an Migranten könne rasch zu einer Krise werden und auch enorme Auswirkungen auf die derzeitige Opioid-Epidemie in den USA haben, warnte Pompeo. Videgaray antwortete, sein Land werde wie jeder andere Rechtsstaat die Gesetze anwenden - "aber stets auf humanitäre Weise".

    Trump hatte am Donnerstag Mexiko aufgefordert, "diesen Ansturm" zu stoppen, andernfalls werde er das Militär einschalten und die Südgrenze schließen. In einer Serie wütender Kurzmitteilungen schrieb Trump von einem "Angriff auf unser Land" und unterstellte, unter den Migranten seien "viele Kriminelle". Schon vorher hatte er damit gedroht, den zentralamerikanischen Ländern alle Finanzhilfen zu streichen, wenn sie die Migranten ziehen ließen.

    Quelle
    Hey, im Threadtitel steht nichts von Europa .

  11. #1111
    Auf ARD läuft ja "Eden" - als Film-Zweiteiler. Ich werde wohl mal in die Serien-Version dieser deutsch-französischen Produktion reingucken, die wohl bei ARTE lief oder läuft. In der Mediathek noch bis 31.05.19 (Folge 1, die späteren sind wohl noch etwas länger) hier:
    https://www.arte.tv/de/videos/RC-014252/eden/

    Generell bin ich ja Produktionen, an denen Deutschland beteiligt war, nicht abgeneigt.
    Zitat Zitat
    An einem griechischen Touristenstrand erreicht ein Flüchtlingsboot den Sehnsuchtsort Europa. Das Ereignis wird zum Knotenpunkt für Geschichten in verschiedenen Ecken des Kontinents. So beschäftigt sich "Eden" aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Flüchtlingsthematik, zeigt dabei Einzelschicksale wie gesellschaftliche Reaktionen und wirft einen Blick hinter die Kulissen europäischer Flüchtlingspolitik. Die Serie von Dominik Moll gibt einem brisanten Thema ein Gesicht und macht es somit greifbarer.

  12. #1112
    "Scheiß Nazis" und "Ausländer raus" ist eh BEIDES Schulhofniveau. Also ich stecke für meinen Teil nicht mental in der 6. Klasse fest.

  13. #1113
    Weil das natürliche auch zwei Seiten derselben Münze sind, ist klar.

  14. #1114
    Scheiß Nazis ist gar nicht mal so schlimm. Wenn es sich nicht gegen bestimmte Personen richtet - sondern allgemein nur ausdrückt, dass jemand Nazis nicht mag. (Gibt es aber auch als "Nazis raus" - so Parolen sind ja von linken und rechten Sachbeschädigern gern verwendet und werden überall hingesprüht.) Hat erst mal gar keine Folge, da nichts veranlasst werden soll (im Gegensatz zum "raus".) Und Nazis sind keine religiöse, ethnische, etc. (was es sonst noch gibt, wonach man nicht diskriminieren soll) Gruppe. Das ist nich anders als hätte man schlechte Erfahrungen mit Anwälten gemacht und würd mal über die lästern.

    "Raus" sagt ja aber schon dass die raus sollen (aus Deutschland) - und diskriminiert nach der Herkunft. Und wirkt hetzerisch a la einem Aufruf die "rauszutreiben". Begriff ist außerdem unklar. Da man eigentlich alle ohne dt. Staatsbürgerschaft darunter verstehen müsste. Viele Ausasgetätiger dürften aber eher rein Muslime (manchmal sogar mit dt Pass) meinen. Insbesondere Flüchtlinge. Gern sind aber ja auch mal EU-Bürger (Ost-Europäer) weniger beliebt.

    Letztendlich darf man natürlich darüber diskutieren, wer sich unter welchen Umstanden hier aufhalten darf und wer nicht. (Nur sollte das eben - sofern kein Asylgrund entgegensteht ... dann auch tatsächlich von der Staatsbürgerschaft abhängen und nich davon dass einem Leute aus bestimmten Gebieten nich passen, andere aber schon.)

  15. #1115
    Zitat Zitat von PeteS Beitrag anzeigen
    Scheiß Nazis ist gar nicht mal so schlimm. Wenn es sich nicht gegen bestimmte Personen richtet - sondern allgemein nur ausdrückt, dass jemand Nazis nicht mag. (Gibt es aber auch als "Nazis raus" - so Parolen sind ja von linken und rechten Sachbeschädigern gern verwendet und werden überall hingesprüht.) Hat erst mal gar keine Folge, da nichts veranlasst werden soll (im Gegensatz zum "raus".) Und Nazis sind keine religiöse, ethnische, etc. (was es sonst noch gibt, wonach man nicht diskriminieren soll) Gruppe. Das ist nich anders als hätte man schlechte Erfahrungen mit Anwälten gemacht und würd mal über die lästern.

    "Raus" sagt ja aber schon dass die raus sollen (aus Deutschland) - und diskriminiert nach der Herkunft. Und wirkt hetzerisch a la einem Aufruf die "rauszutreiben". Begriff ist außerdem unklar. Da man eigentlich alle ohne dt. Staatsbürgerschaft darunter verstehen müsste. Viele Ausasgetätiger dürften aber eher rein Muslime (manchmal sogar mit dt Pass) meinen. Insbesondere Flüchtlinge. Gern sind aber ja auch mal EU-Bürger (Ost-Europäer) weniger beliebt.

    Letztendlich darf man natürlich darüber diskutieren, wer sich unter welchen Umstanden hier aufhalten darf und wer nicht. (Nur sollte das eben - sofern kein Asylgrund entgegensteht ... dann auch tatsächlich von der Staatsbürgerschaft abhängen und nich davon dass einem Leute aus bestimmten Gebieten nich passen, andere aber schon.)
    Ich meinte damit eigentlich, dass man Leute, die sich auch nur leicht kritisch äußern nicht gleich mit "Scheiß Nazi" um die Ecke kommen sollte, weil es (laut internationaler Definition) keine sind.
    Bei echten Nazis (z.B. der "Wir hängen nicht nur Plakate"-Verein - vllt. weißt du welche Partei ich meine), darf man meiner Meinung nach hingegen gerne mit "Scheiß Nazis" kommen.

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