mascot
pointer pointer pointer pointer

Ergebnis 1 bis 20 von 98

Baum-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #10
    Zitat Zitat von Whiz-zarD
    Als Anstoß, um ein Gefühl für so etwas zu bekommen, spiele mal Skyrim ohne die Schnellreise. Mal sehen, wie schnell öde du das Spiel findest
    Ich habe für den Anfang auf Schnellreise verzichtet, und in Morrowind gab es nichtmal Schnellreise (von den Reisepunkten abgesehen). Das ist vielleicht nicht besonders aufregend, aber trotzdem nicht unbedingt langweilig. Ich zumindest finde es nicht schlimm, dass man in einem RPG, mit einer großen, frei begehbaren Welt, auch eine Perspektive dafür bekommt, dass die Welt groß und weit (und auch gefährlich) ist. Die Reisen von Ort zu Ort sind keine Lücken, es gehört zum Spiel dazu. Ist vielleicht nicht für jeden was, aber ich würde es nicht als Mangel ansehen. Ein RPG sollte nicht aus Stages bestehen.

    Zitat Zitat
    Man muss also die Kirche im Dorf lassen, und schauen, was ist realisierbar bzw. bezahlbar und was nicht. Als gutes Beispiel wäre hier wieder Skyrim. Die Hauptstory, und auch die Stories der Gilden und anderen Sidequests sind im Grunde so was von Öde. Es gibt dort nicht mal ein "wtf?!"-Erlebnis, wie einst in der Kriegergilde in Oblivion.
    Ich kann nicht verstehen wie du darauf kommst. Ich fand eigentlich alle Gilden (ausgenommen die Companions) in Skyrim ziemlich unterhalsam und eigentlich auch recht spannend erzählt. Nicht schlechter als so manches story-driven RPG.
    Und was die "Abstriche" angeht: Oblivion ist, wenn überhaupt, kaum kleiner als Skyrim, und im Gameplay sogar noch etwas komplexer gehalten, sieht nur etwas schlechter aus. Wenn DAS der Kompromiss ist, den eine größere und interessantere Welt einfordert, wäre ich gar nicht so traurig darüber, wenn SE ausnahmsweise Mal diese Fixierung auf die Story aufgibt, wenn eh schon alles andere mit jedem Teil in Frage gestellt wird.
    Ernsthaft, die Cutscene-Stories aus FF, oder meinetwegen auch MGS und sicher noch ein paar mehr Spielen, öden mich viel mehr an, weil sie vollgestopft sind mit hohler Action und hirnlosen Dialogen, und gerade bei FF in letzter Zeit (X, XII, XIII, offenbar auch XIII-2 und LR) auffällig unvollständig ausfallen. Wenn der Zuschlag schon an die Story geht, sollte man es wenigstens auch merken.
    Am Ende müssen sich die Verantwortlichen die Frage stellen, was ihnen am wichtigsten ist. Und weil es mir als Spieler wichtiger ist, dass ich die Spiele auch spielen kann und nicht nur zugucken muss, sollte meiner Meinung nach die Story nie so weit im Vordergrund stehen, dass alles andere darunter z.T. erheblich zu leiden hat. Ich glaube ja gerne, dass auch für ein größeres Studio irgendwo die Grenzen des Machbaren erreicht sind, aber ich möchte ehrlich gesagt nicht glauben, dass wir schon das Ende der Fahnenstange erreicht haben. Vor allem bei SE.

    Zitat Zitat
    Ich hab zwar GTA 4 und 5 noch nicht gespielt, sondern hab bei Teil 3 aufgehört, aber dort war die Story ja auch nicht gerade der Oberhammer, und ich kann mir auch nicht so wirklich vorstellen, dass bei GTA 5 nun jeder Charakter seine eigene Geschichte erzählt, und dass man ihn an seinen Taten wachsen sieht
    Da wirste dich aber wundern. Und dabei vielleicht auch zur Kenntnis nehmen, dass die Dialoge dazu noch besser geschrieben und perfomt sind.

    Zitat Zitat von Enkidu
    Da ist GTA, das ich nur im Zusammenhang mit dem Luftschiff erwähnte, einfach kein gutes Beispiel. Handelt es sich dort nicht um eine einzige, riesige Stadt? Die Welt in einem RPG müsste viel umfangreicher und abwechslungsreicher sein, mit mehreren Städten und Dungeons, die noch zu der normalen Umgebung an der Oberfläche hinzu kommen. Es wäre GTA V (war das bei Erscheinen nicht eine der teuersten Spieleproduktionen aller Zeiten?), multipliziert mit dem Faktor x, um auch nur der Anzahl an Locations früherer Spiele gerecht zu werden. In dieser Hinsicht könnte nichtmal eine Firma wie SE eine solche Produktion stemmen, bzw. wäre diese letztenendes einfach nicht mehr wirtschaftlich bei den hohen Entwicklungskosten.
    GTA V ist zwar überwiegend eine große Stadt, allerdings gibt es noch ein paar kleinere Orte außerhalb von Los Santos. GTA San Andreas hingegen hatte drei große Städte PLUS diverse kleinere Ortschaften. Auf der PS2. Und wenn man mal als Maßstab anlegt, was in einem FF so unter einer Stadt zu verstehen ist (ein paar separate Bildschirme, die in wenigen Minuten abgelaufen sind), lässt sich das ohne Fachverstand so verteilen, dass sich in einer solchen Welt locker sieben oder acht halbwegs glaubhafte Städte unterbringen ließen. MIt Fachverstand siehts vielleicht anders aus.
    Worauf ich hinauswill: Eine riesige, frei begehbare Stadt wie Los Santos muss in einem FF oder irgendeinem RPG nicht sein. Ein paar begehbare Häuser, ein paar Stores, hier und da ein storyrelevanter Ort, und fertig. Selbst wenn es am Ende nur drei oder vier Städte würden, wäre das neben FFX und XIII immer noch kein Tiefpunkt. Nun sind Städte zwar noch längst nicht alles in einem RPG, vor allem da es noch sowas wie Monster und KS gibt und ja auch keiner mehr zu den Random Encounters zurück will, aber allein die Größe eines "typischen" FF schließt ganz sicher nicht aus, dass es eine völlig offen gehaltene Weltkarte geben kann.

    Was die Entwicklungskosten angeht, habe ich keine Ahnung, wie sich das genau verteilt, aber ich gehe davon aus, dass ein GTA grundsätzlich aufwändiger ist. Und was die Rentabilität angeht, hat SE eh ganz andere Probleme, damit angefangen, dass Japan (so scheints) immer der wichtigste Markt für sie ist und bleiben wird.

    Zitat Zitat
    Was dabei herauskommt, wenn SE versucht, den Westen zu verstehen und die Spiele dem anzupassen, was sie für den "westlichen Geschmack" halten, dabei aber das vernachlässigen, was sie früher so gut konnten und was die Spieler weltweit auch mochten, ohne die sie niemals so groß und erfolgreich geworden wären.
    Und genau genommen ist das mit der offenen Welt auch nicht großartig anders - das ist ein sehr typisches Konzept der meisten West-RPGs, gab es bei den Japanern über Generationen hinweg aber kaum.
    Du übersiehst da was: SE versucht nicht einfach nur, sich dem Westen anzubiedern, sie machen es auch immer sensationell schlecht. Ob nun Mystic Quest, oder die Aussage, FFXIII solle sich spielen wie Call of Duty. Zwar glaubt der aktuelle Präsident und diverse Entwickler in dem Laden, Problem sei es, dass man zu viel nach Westen schaut statt "japanische" Spiele zu machen, aber der eigentliche Knackpunkt ist die haarsträubende Inkompetenz, die sich in den Spielen bemerkbar macht. Ich habe es schon mehrfach gesagt und wiederhole es gerne nochmals: Sie sollten anfangen, wieder gute Spiele zu machen, statt sich über kulturelle Einflüsse den Kopf zu zerbrechen, oder gar um die PS4-Absätze in Japan. Ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn ein FF mal etwas westlicher wäre. Schlimmer kanns nach der letzten Generation ja kaum noch werden. Sollen sie es doch mal mit einer großen, offenen Welt versuchen. Wenn es die Verkaufszahlen hebt: Schaden würden die dem Unternehmen auch nicht. Entscheidend ist aber am Ende, dass sie es gut machen. Klar, wenn sie es nicht hinkriegen, sollten sie lieber die Finger davon lassen, aber was immer die "typisch japanische" Lösung wäre, muss dennoch überzeugen können. Da führt kein Weg drum herum.
    Geändert von Diomedes (18.10.2014 um 00:16 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •