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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Enkidu
    Ich glaub ich habe noch nie ein Final Fantasy oder sonst ein RPG mehr als zweieinhalb mal durchgespielt ^^ Böse Zungen könnten nun behaupten, dass man beim vierten Mal schon Dinge sieht, die gar nicht da sind, aber mindestens ebenso wahrscheinlich ist, dass mir bei meinem ersten oder zweiten Durchgang die eine oder andere Kleinigkeit entgangen ist
    Ich denke eher, dass das daran lag, dass mich das Spiel über mehrere Jahre während meines geistigen Reifungsprozesses begleitet hat. Früher fand ich nämlich Final Fantasy VII und VIII besser, aber zwei oder drei Jahre später habe ich in Final Fantasy IX sehr vieles schätzen gelernt, was ich vorher nicht so zu schätzen wusste. Dazu zählen zum Beispiel auch Eika und Quina als Charaktere.

    Zitat Zitat
    Es muss tatsächlich nicht immer ein starker Kämpfer sein, sondern gerne auch ein Magier (Strago war doch einer. Alleine der Nachname...). So richtig klassisch mit langem "Lumpenmantel" samt Kapuze und seltsam geformten, hölzernen Zauberstab, der gleichzeitig als Gehhilfe dient. Geht auch für beiderlei Geschlecht, bei den Frauen dann eben so ein bisschen in Richtung Hexenweib und alte, verschrobene Trulla. Aber dieser Typus scheint leider längst im Aussterben begriffen zu sein und eignet sich viel besser für rundenbasierte Systeme, wo man nicht ständig durch die Gegend rennt. Ich würde das auf die eine oder andere Art aber liebend gerne mal wieder in einem Final Fantasy sehen. Und hey, bei einer solchen Figur kämen sie um eine lange Lebens-/Hintergrundgeschichte eigentlich kaum noch herum
    Da stimme ich zu, gerade so etwas exzentrische Charaktere finde ich immer super. Immerhin Tales of Xillia und Xillia 2 haben aber mit Rowen einen ziemlich coolen und unheimlich wortgewandten alten Mann in der Gruppe – möglicherweise der beste Charakter der beiden Spiele. Von körperlicher Schwäche zwar nichts zu sehen, aber wenn sich so jemand schon daran setzt, Testamente zu schreiben, zeigt das zumindest, dass er sich seines Alters und seiner Position bewusst ist. ^^

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    Die Story lief ja immer in Relation zu Tidus ab, alle Figuren interagierten in erster Linie mit ihm und nicht so sehr untereinander. Bei allen Partymitgliedern kann ich mich an entsprechende Szenen (= Storycutscenes) erinnern, nur bei Kimahri an keine einzige.
    Hm, ja, das stimmt schon. Kimahri interagiert eigentlich nur mit Tidus und Yuna, klinkt sich vielleicht ab und zu in bestimmten Situationen nochmal ein, aber eine wirkliche Konversation mit anderen Charakteren führt er nie. Wobei er es ja meistens eh nie ist, von dem die Initiative ausgeht. Ich glaube, Rikku hat (meist in humorvollem Kontext) manchmal mit ihm geredet.

    Gerade weil die Gruppe ja nicht so riesig war, wäre da definitiv Spielraum für mehr gewesen.

    Zitat Zitat
    War das so (ich dachte wirklich, Auron wäre schon beim Kampf mit Yunalesca gestorben, und zumindest das mit ihm kommt als Rückblende auf jeden Fall im obligatorischen Storyverlauf vor)? Letztes Mal FFX liegt für mich schon sehr lange zurück. Aber unter ziemlich gut erklärt versteh ich was anderes, wenn da wirklich ein wildfremder, sterbender Rentner-Samurai mit Sonnenbrille ankommt und sagt, Kimahri solle seine Heimat ver- und sein ganzes Leben hinter sich lassen und in der großen Stadt auf eine andere wildfremde Person aufpassen, die er noch nie zuvor gesehen hat. Für immer. Und der macht das dann auch noch. Hm.
    Ich wusste, dass dieser Einwand kommt. Du musst aber auch bedenken, dass Kimahri zu diesem Zeitpunkt vermutlich schon ein Ausgestoßener war oder sich zumindest nicht in seiner Haut wohlgefühlt hat. Außerdem empfinden bestimmt auch die Ronsos großen Respekt gegenüber den Media, die Sin besiegen. Könnte also durchaus auch eine Ehrensache gewesen sein. Das hätte man natürlich noch besser ausführen können, und an die Details erinnere ich mich jetzt auch nicht, aber insgesamt bin ich mit so einem Motiv trotzdem zufrieden. Auch in den anderen FF-Teilen sind bei vielen Charakteren die Motive nach genauerem Hinterfragen nicht alle wasserdicht, besonders, weil sich einige doch recht schnell der Gruppe anschließen. ^^

    Zitat Zitat
    as meinst du mit "Mehr Tiefe als ihnen nachgesagt wird" ^^ ? FFX ist nach VII allgemein so ziemlich der beliebteste Teil, und abgesehen von Tidus, den wirklich einige with a vengeance haten, gilt das soweit ich das mitbekomme auch für den ganzen zehner Cast. Dass jemand solche Unterschiede zum vorangegangenen Storytelling feststellt wie hier, oder generell Kritik an den Charakteren übt, die über Nitpicking hinaus geht, ist meiner Erfahrung nach eigentlich ziemlich selten. Gerade Wakka und Lulu haben viele Fans gefunden, meine ich.
    Sicherlich ist Final Fantasy X beliebt, aber unter den erfahrenen Spielern meine ich, des Öfteren gelesen zu haben, wie austauschbar Wakka und Lulu doch gewesen sind. Eine Zeitlang fand ich das sogar selbst ein bisschen, aber als ich das Spiel dann vor zwei oder drei Jahren nochmal durchgespielt habe, fand ich doch, dass sie eine Menge beigetragen haben. Jeder Charakter eigentlich, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Heißt natürlich nicht, dass jeder Charakter Gold ist, aber als austauschbar, unnötig oder blass würde ich keinen von ihnen bezeichnen.

    Zitat Zitat
    Schon. Ist allerdings einfacher, so etwas für "nur" acht Charaktere zu machen, als für vierzehn ^^ Zumal VI ja (zumindest für diese Serie) storytechnisch auch eine Menge Neuland betreten hat. IX finde ich halt bei der Charakter-Ausarbeitung unerreicht, was diese ganzen Kleinigkeiten angeht. So mehr normale Alltagssituationen, die einem aber eine Menge über die Persönlichkeit verraten. Deshalb hab ich die ATEs auch so sehr geliebt (und in FFX schmerzlichst vermisst... wie auch in allen folgenden Teilen). Man kommt in ein neues Dorf und sofort werden gleich mehrere der Helden auf einzigartige Weise beleuchtet. Manchmal sogar fast schon etwas voyeuristisch wie bei der versteckten Kamera. Wobei Spieler, die auf solcherlei Exposition keinen Wert legen (wovon es ja welche geben soll, hab ich mal gehört) auch die Möglichkeit hatten, einen Großteil davon einfach nicht zu triggern sondern sie zu ignorieren. Jedenfalls gibt es nur wenige RPGs, bei denen man am Ende das Gefühl hat, die Charaktere so gut zu kennen, wie in IX. Jetzt nicht so sehr, was ihre Biographie usw. angeht, sondern mehr die Angewohnheiten, Sorgen/Ängste, Eigentümlichkeiten, Vorlieben und sowas. Was sie eben umtreibt, fernab der Weltenrettung. Schweißgurken!
    Volle Zustimmung! Die ATEs waren wundervoll. Und auch die Schweißgurken.


  2. #2
    Zitat Zitat
    Volle Zustimmung! Die ATEs waren wundervoll. Und auch die Schweißgurken.
    +1 Die ATEs müssen unbedingt wieder rein in entsprechenden Orten, dass die Gruppe sich wirklich auch mal wieder teilt und sich ein bisschen in den neuen Gebieten umtut und eben parallel etwas erleben, an dem man mit diesen Events teilhaben kann. Das geht eben auch nur mit richtigen Ortschaften. Da sollte man wirklich zurück zu. Das war eine grandiose Einrichtung um die Geschichte zu erzählen und eben auch Parallelhandlungen beleuchten zu können. Das hat der Story unglaublich viel gegeben. Schweißgurken! Und Steiner war wahrscheinlich der Einzige, der die Dinger überhaupt gut fand (wo wir wieder beim Humor des Spiels sind xD)

    Zitat Zitat
    Das hätte man natürlich noch besser ausführen können, und an die Details erinnere ich mich jetzt auch nicht, aber insgesamt bin ich mit so einem Motiv trotzdem zufrieden.
    Wenn ich mich noch richtig erinnere, war es doch so, dass Kimahri davon beeindruckt war, dass sich Auron trotz seiner Wunden, anstatt sich zu schonen, also ohne Rücksicht auf sich selbst - bis nach Bevelle schleppen wollte, um eben unbedingt sein Versprechen zu erfüllen. Entsprechend ließ er sich darauf ein, dem sterbenden Mann diesen Wunsch zu erfüllen... und müsste geblieben sein, weil Yuna ihn ja dann brauchte und sonst niemanden hatte.

    Zitat Zitat
    Ich würde das auf die eine oder andere Art aber liebend gerne mal wieder in einem Final Fantasy sehen. Und hey, bei einer solchen Figur kämen sie um eine lange Lebens-/Hintergrundgeschichte eigentlich kaum noch herum
    Ja eine wirklich gute Idee. Da wäre ich auch direkt dabei.

    Insgesamt wäre wirklich zu wünschen die würden die alten Tugenden und Systeme in Sachen Weltdesign und Charakterführung wieder aufnehmen. Final Fantasy IX hat ja dann auch gezeigt wie sehr so etwas von den Fans auch honoriert und akzeptiert wird. In die Richtung müsste es wirklich wieder gehen, dass man Hoffnung für die Serie haben könnte. Aber bleibt eben das Problem wie macht man das den Verantwortlichen bewusst

  3. #3
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Ich wusste, dass dieser Einwand kommt. Du musst aber auch bedenken, dass Kimahri zu diesem Zeitpunkt vermutlich schon ein Ausgestoßener war oder sich zumindest nicht in seiner Haut wohlgefühlt hat. Außerdem empfinden bestimmt auch die Ronsos großen Respekt gegenüber den Media, die Sin besiegen. Könnte also durchaus auch eine Ehrensache gewesen sein. Das hätte man natürlich noch besser ausführen können, und an die Details erinnere ich mich jetzt auch nicht, aber insgesamt bin ich mit so einem Motiv trotzdem zufrieden. Auch in den anderen FF-Teilen sind bei vielen Charakteren die Motive nach genauerem Hinterfragen nicht alle wasserdicht, besonders, weil sich einige doch recht schnell der Gruppe anschließen. ^^
    Ich würd auch nicht sagen, dass der Ansatz prinzipiell nicht gut und eine ausreichende Motivation sein könnte. Da kommt es dann halt wirklich auf die Umsetzung an, und das wäre so eine Stelle, wo eine umfangreiche Rückblenden-Cutscene im Stile von "Cloud und Zack auf dem Weg nach Midgar" perfekt reingepasst hätte oder vielleicht sogar nötig gewesen wäre, auch um Missverständnisse auszuräumen. Aber gab es die? Ich glaube nicht, oder? Wahrscheinlich nichtmal überhaupt etwas, das über reinen Text/Erzählung hinaus geht, jedenfalls kann ich mich da an nichts erinnern.

    Das ist grundsätzlich so ein Problem, das ich mit FFX hatte, wie schon zuvor erwähnt. Dieses telling, not showing. Das kann man natürlich immer mal machen, aber nicht bei den wesentlichsten und wichtigsten Storypunkten. Ich meine damit jetzt nichtmal unbedingt Kimahri. Ich weiß noch, wie billig ich es fand, dass irgendwo im Norden im letzten Drittel des Spiels dieser alte Maechen-NPC (oder so ähnlich) ganz alleine in der Gegend herumsteht, und wenn man ihn anspricht, erzählt er einem afair - komplett optional - die eigentliche Hintergrundgeschichte von FFX mit dem Krieg zwischen Zanarkand und Bevelle und die Folgen davon. WTF? Sehr lieblos. Da wurden selbst die Kurzgeschichten aus Lost Odyssey eher dem Genre-Standard gerecht, nicht nur weil sie so viel ausführlicher waren, sondern auch eigene Soundeffekte und etwas Hintergrundanimation hatten.
    Ich würd ja sagen, vielleicht lag es in FFX an der neuen Hardware, die Square noch nicht so perfekt im Griff hatte, aber letztenendes lassen sich nicht ganz unähnliche Shortcomings auch in FFXII feststellen (wo ich sie aus Storygründen aber nicht so störend fand). Von daher hat es vermutlich leider wirklich damit zu tun, dass jede Cutscene durch die Umgebung, Charakterbewegungen und Voice Acting um einiges mehr Aufwand bedeutet, als das noch zu Zeiten des SNES oder der ersten PlayStation mit ihren vorgerenderten Hintergründen und Textboxen der Fall war. Da konnte man mit wenig Arbeit noch was Bereicherndes hinzufügen, während sie sich heute immer nur auf das absolut Notwendigste beschränken.
    Dieser Themenkomplex ist es wohl auch, der hauptsächlich für den tiefen Fall der stärker charaktereigenen Stories gesorgt und die Rahmenhandlung so sehr in den Vordergrund gerückt hat. Aber so wichtige Elemente des Storytellings aufzugeben oder zumindest zu marginalisieren, nur um audiovisuell etwas mehr bieten zu können, das ist es imho nicht wert und war es auch nie. Ich würd heute noch liebend gerne auf den 3D-Bombast verzichten, wenn ich dafür mal wieder so ein Spiel wie FFVI bis IX bekäme. Aber das soll nicht heißen, dass mit ein bisschen Können und Hingabe nicht auch beides zusammen wunderbar möglich wäre. Sie müssten es nur mal bewusst versuchen. Insofern würde ich mir für Final Fantasy XVI eine riesige Fülle an interessanten Cutscenes wünschen, die aber nicht alle bloß dem Spieler entgegengeworfen werden wie in XIII, sondern die wie früher auch mal nur die Handlung, die Charaktere oder die Welt ausschmücken und ggf. sogar optional sind und erstmal an entsprechender Stelle entdeckt oder freigespielt werden müssen.

    Gleiches gilt parallel auch für die Spielwelt an sich. Was nicht nötig ist, schafft es kaum noch ins Spiel hinein, während es früher ganze Bereiche der Weltkarte mit eigenen Städten und Storyparts gab, die optional waren. Früher konnte man in die meisten Häuser reingehen. Auch wenn es für den Spielverlauf nicht nötig und manchmal sogar scheinbar sinnlos war, wenn es keine Schätze zu holen gab, fügte es dennoch etwas Wesentliches hinzu, machte diese virtuelle Welt glaubwürdiger und mehrdimensionaler, besser ausgearbeitet. Erst recht wenn man in den Häusern NPCs fand, die einem etwas über den Ort oder die Welt verrieten. Heute dagegen muss man ja schon froh sein, wenn es überhaupt noch so etwas wie Städte oder NPCs gibt ^^
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Die ATEs müssen unbedingt wieder rein in entsprechenden Orten, dass die Gruppe sich wirklich auch mal wieder teilt und sich ein bisschen in den neuen Gebieten umtut und eben parallel etwas erleben, an dem man mit diesen Events teilhaben kann. Das geht eben auch nur mit richtigen Ortschaften. Da sollte man wirklich zurück zu. Das war eine grandiose Einrichtung um die Geschichte zu erzählen und eben auch Parallelhandlungen beleuchten zu können. Das hat der Story unglaublich viel gegeben.
    Genau. Ich hatte dort gerade durch die Aufteilung der Gruppe und diese kleinen privaten Momente immer das Gefühl, Einblicke zu bekommen, die mir kein RPG zuvor geboten hatte ^^ Zumindest nie in dem Ausmaß.

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