Ich sehe das ganze ähnlich, wie Kestal. Für Makergames reicht mir oft einfach die Zeit nicht aus wobei ich dann aber doch lieber noch selber spiele, als mit LPs anzugucken
Was mich stärker zum zocken motivieren würde, währen vor allem zwei Dinge:
-Offizielle Lösungen
-Mobilunterstützung
1. Ich habe inzwischen absolut null Tolleranz gegenüber Spielen, die mir keinen roten Faden liefern, der mich gradlinig zum Ziel führt. Dazu gehört zielloses herrumirren auf einer Open-World-Map ebendso, wie Rätsel, deren Mechanik ich nicht intuitiv begreife. Ich habe nichts gegen eine Materielle herrausforderung oder einen ansprechenden Schwierigkeitsgrad. Aber ich reagiere allergisch auf Situationen, in denen ich nicht weiß, was ich als nächstes tun soll, oder auf Rätsel, die einem unlogischen Aufbau folgen. Dafür ist mir meine Freizeit zu kostbar.
Wir sind alle keine Profis, und das wir Rätsel erstellen, die andere nicht sofort begreifen, kann jedem von uns passieren. Trotzdem sollte es in unserem interesse sein, den Spieler dann daran vorbei zu lotsen. Eine Lösung zu erstellen ist zwar zusätzliche Arbeit, aber es Hilft ungemein, den Spielfluss des Konsumenten aufrecht zu halten. Denn wenn dieser an einer Stelle nicht mehr weiter kommt, und erstmal 3 Tage warten muss, bis ihm jemand seine Frage beantwortet, ist die wahrscheinlichkeit sehr klein, dass er noch weiter Spielt.
Der Punkt ist, wenn ich bei einem kommerziellen Titel hänge, brauche ich nur nach einem Walkthrough googlen und erfahre, wo es weiter geht. Für Makergames existiert so etwas meistens nicht. Das hat z.B. auch IRdH das Genick gebrochen. Ich habe an einer Stelle festgehangen, Anfrage gestellt, keine Lösungshilfe bekommen ... zack, Runter von der Platte. Das war z.B. auch mein Haupt-Mangelpunkt an Agoraphobia, die zeit, die man damit verbringt, auf der suche nach der nächsten Cutszene ziellos durch das Anwesen zu irren. Aber Rabbit gehört sogar zu den wenigen Maker-Autoren, die zumindest hin und wieder eine Lösungshilfe für ihre Spiele beilegen.
Von kommerziellen Spielen erwarte ich heute nicht weniger, als Zielindikatoren a'la Dead-Space, Skyrim oder GTA5. Bei Makergames bin ich tolleranter, eine existierende Lösung in Schriftform würde mir schon reichen. Aber während es für die zahlreichen kommerziellen FF-Klons schon vor 20 Jahren Usus war, dem Spiel zumindest eine ordentlich Beschriftete Worldmap beizulegen, ist das ein "Feature", dass man bei Makergames auch heute noch vergeblich sucht, genau so wie Questlogs.
2. Keine Ahnung, warum Enterbrain diese Entwicklung verschlafen hat. Zur Hölle, bei dem Rotz, der sich heutzutage Mobile-Gaming nennt und mir dabei mehr quietschbunte "Jetzt kaufen" Buttons unter die Nase reibt als Amazon.de, könnten die guten Makergames auf Mobilephones echt den Markt umkrempeln. Mal sehen, ob sich da vielelicht mit der nächsten version des Makers was tut. Es ist eigentlich schade drum. Während Maker-Games auf Smartphones echt potential hätten, sehe ich auf dem PC eigentlich keine große Zukunft mehr.








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