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Thema: Japanische Autoren?

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  1. #1
    Zitat Zitat von おしりぺんぺん Beitrag anzeigen
    Ich empfehle dir ja nicht die deutschen Murakami Bücher zu lesen, weil erstens sind die aus dem englischem übersetzt worden und auch eben nicht von Murakami selbst "supervised" worden.
    Murakami spricht halt kein Deutsch?! Habe bisher alles auf Deutsch gelesen und ich empfand die Sprachmelodie als auch die vielen recht eigenen Beschreibungen recht gelungen. Wenn ich mal 'ne englische Übersetzung in die Finger bekommen lese ich mal rein. Aber ganz so eng würde ich das nicht sehen. Verstehe auch das Problem nicht ganz, wenn sie aus dem engl statt dem jap übersetzt sind, da der Autor doch selbst ein Auge auf die engl Übersetzung hat?!

    Zitat Zitat
    Keine Ahnung ob du auf sowas stehst, halt eben coming of age Zeug nur die eine Vergewaltigungsszene macht das ganze eben typisch japanisch. Versuchs doch mal mit Kobo Abe, ich glaub der wird dir besser gefallen, sogar besser als Murakami.
    Früher oder später wollte ich's ja eh lesen. Und habe gerade nachgesehen: von Abe ist die Romanvorlage zum Film Die Frau in den Dünen. Das ist doch schonmal ein gutes Zeichen.

  2. #2
    Zitat Zitat von おしりぺんぺん Beitrag anzeigen
    Ich empfehle dir ja nicht die deutschen Murakami Bücher zu lesen, weil erstens sind die aus dem englischem übersetzt worden [...]
    Nicht alle bzw. nicht mehr. Die "Kafka am Strand"-Ausgabe hier neben mir ist beispielsweise "Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe" übersetzt und ein kurzes googlen hat dann zu folgendem Abschnitt in Murakamis Wikipedia-Artikel geführt:
    Zitat Zitat von Wikipedia
    Murakami wurde zunächst von Annelie Ortmanns-Suzuki und Jürgen Stalph, Sabine Mangold und Nora Bierich aus dem Japanischen übersetzt. Später wurden seine Werke vom Ehepaar Bandini aus dem Englischen übersetzt, ein Vorgehen, das kostengünstiger ist als eine Direktübersetzung aus dem Japanischen ins Deutsche. Nachdem die lockere Sprache der sexuellen Szenen in Gefährliche Geliebte in der ZDF-Sendung Das Literarische Quartett hitzig diskutiert worden war, beschloss der Verlag DuMont, nur noch direkt aus dem Japanischen übersetzen zu lassen. Seitdem werden die meisten Werke durch Ursula Gräfe übersetzt.

  3. #3
    Murakami Ryuu ist super, allerdings weiss ich gar nicht, wie viele von seinen Buechern es in Uebersetzung gibt. Die bekanntesten (Coin Locker Babies, In The Miso Soup, Topaz, Audition) ziemlich sicher, aber von einigen weiss ich, dass sie es leider nie aus Japan rausgeschafft haben. Love & Pop zum Beispiel, den spirituelle Nachfolger zu Topaz, gibt's soweit ich weiss nur auf japanisch, was schade ist, weil das ein tolles Buch ist.

    Yoshimoto Banana (NP, Kitchen) und Ogawa Youko (The Professor's Beloved Equation, bzw. in anderer Uebersetzung auch The Housekeeper and the Professor) mag ich auch recht gern.

    In Richtung etwas aelterer japanischer Literatur kann ich sonst noch Dazai Osamu (No Longer Human, The Setting Sun, Pandora's Box) , Akutagawa Ryuunosuke (vor allem seine Kurzgeschichten: Rashoumon und In The Grove sind toll), und Kawabata Yasunari (The Dancing Girl of Izu) empfehlen, an denen ich sehr viel Freude hatte. Oh, und natuerlich Natsume Souseki. Bocchan und Kokoro muss man quasi gelesen haben, wenn man irgendwie mit japanischer Literatur was am Hut hat -- ob man's gut findet oder nicht. Ist die typische japanische Schullektuere.

  4. #4
    Das ist ja interessant, mit der Übersetzung aus dem Englischen. Ich verstehe nur die Sache mit den Sex-Szenen nicht - wieso sollen sie dann besser klingen bzw. sich besser lesen, wenn sie aus dem Japanischen übersetzt werden?

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