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Thema: The Wolf Of Wall Street

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Dass er nicht moralisch genug war, war nicht mein Problem mit dem Film, sondern eher, dass ich mich nicht gut dabei fühle, dem Protagonisten beim Sex oder Drogenkonsum zuzusehen. Ich sagte ja, dass ich den Film abstoßend fand – hätte der Film es noch ein bisschen weiter getrieben, hätte ich ihn möglicherweise wieder gut gefunden. Im Sinne von: Wäre der Film immersiver gewesen, hätte Jordan wirklich hassen können. Dann hätte der Film auf jeden Fall eine größere Nachwirkung hinterlassen. Aber letztlich war es dann doch mehr Unterhaltung, und auch wenn Jordan ein Arschloch war, war mein Verhältnis zu den Figuren zu distanziert als dass ich jemals so etwas wie große Wut gegen ihn hätte entwickeln können. Dabei war das, was er getan hat, ja durchaus hassenswert – aber durch die Darstellung wurden negative Gefühle solcher Art relativ im Zaum gehalten, zumindest bei mir. In dem Sinne wird es wohl kein Film, der lange einen Eindruck auf mich hinterlassen wird.

  2. #2
    Ich verstehe überhaupt nicht dass viele den Film "nicht moralisch genug" fanden.
    Die Moral ist da, man muss sie nur sehen können.

    Man schaut zu wie der Reichtum den Protagonisten immer hässliger und lächerlicher macht. Was von ihm am Ende übrig ist, ist ein geblendeter kranker Mann für den sein Geld seine Existenzberechtigung darstellt. Erstrebenswert ist das ja nicht.

    Die Country-Club Szene fand Ich persönlich zB eher fesselnd und tragisch als unglaublich lustig.

    Ich fand den Film fantastisch

  3. #3
    Großartiger Film. Simpel. Großartig.

    Die erste Hälfte war ein einziger Exzess. Ich habe nicht das Gefühl, dass diese zwei Stunden irgendeinen Inhalt hatten, außer Abfeiern, Drogenkonsum, Sexorgien, Propaganda und Masturbation auf die eigene Geilheit. Aber es war so übertrieben inszeniert, dass es mir unheimlich Spaß machte.

    In der zweiten Hälfte, so etwa ab der Flugzeug-Drogenszene, wird es ernster und imo schwieriger. Der Film hat mir ab diesem Punkt nicht mehr wirklich Spaß gemacht. Die Szenen wurden von Minute zu Minute anstrengender, und vorallem die Drogenszenen gingen mir aufs Gemüt. So fand ich die Country Club-Szene z.b. überhaupt nicht lustig sondern eher tragisch und gewissermaßen ziemlich aussagekräftig für den armseeligen Weg, den Jordan hier geht. Ich glaube aber, die Art, wie der Absturz auf den Zuschauer wirkt, ist gewollt.

    Ich fand es übrigens schade, dass Jordan überhaupt eine Strafe bekommen hat. Mir hätte es mehr Spaß bereitet, wenn er sich wieder irgendwie rauswindet, denn ich mochte seine Rolle als dekadentes, trotziges Arschloch, wenn er nicht gerade mit Drogen vollgepumpt und agressiv durch die Gegend brüllte.

    Diesen Film werde ich wohl definitiv nochmal auf Bluray im O-Ton genießen. Wunderbares Comedy-Spektakel mit anstrengender Dramadrehung, die aber so funktioniert. Unbegreiflich, dass DiCaprio noch keinen verdammten Oscar hat. Und das Ende verstehe ich nicht ganz. Testet er, wer Talent hat? Schwaches Ende.

  4. #4
    Zitat Zitat von Nonsense Beitrag anzeigen
    Ich fand es übrigens schade, dass Jordan überhaupt eine Strafe bekommen hat. Mir hätte es mehr Spaß bereitet, wenn er sich wieder irgendwie rauswindet, denn ich mochte seine Rolle als dekadentes, trotziges Arschloch, wenn er nicht gerade mit Drogen vollgepumpt und agressiv durch die Gegend brüllte.

    Diesen Film werde ich wohl definitiv nochmal auf Bluray im O-Ton genießen. Wunderbares Comedy-Spektakel mit anstrengender Dramadrehung, die aber so funktioniert. Unbegreiflich, dass DiCaprio noch keinen verdammten Oscar hat. Und das Ende verstehe ich nicht ganz. Testet er, wer Talent hat? Schwaches Ende.
    Mit der "Bestrafung" am Schluss ist der Film bei seinem Vorbild und dem Buch geblieben. Jordan Belfort, auf dessen Leben die Geschichte beruht, war ja wirklich im Gefängnis.

    Und er hat hinterher auch als Motivationscoach bzw. Unternehmensberater gearbeitet, das ist das was du im Film siehst. Und das fande ich zwar nicht mega-innovativ, aber doch ganz gut inszeniert: Er hält eines seiner Seminare bzw. einen Vortrag über Verkaufsstrategien (das kann er ja), und das Publikum ist scheinbar gebannt oder zumindest fasziniert. Sei es um durch ähnliche Tricks erfolgreich zu sein - es geht nicht um die Ware, den Stift, sondern um den Verkauf! - oder weil man sich (manchmal?) heimlich einen ähnlichen Exzess wünscht, den Belfort gelebt hat.

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