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Thema: Selbst "Kritik"

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Ich bin auch der Typ, der im nachhinein betrachtet seine Sachen total langweilig findet, vor allem in den Endphasen. Dann will ich einen "BANG"
    hineinbauen, der alle Leute flasht und schieße dabei, wie meine Deutschlehrerin vor vielen Jahren mal sagte, zwar nicht wirklich über das Ziel
    hinaus, werde aber oft einfach zu krass. Also diese "BANGS" werfen dann schonmal alles über den Kopf, was der Leser/Spieler überhaupt jemals
    erwartet hat in der Geschichte bzw im Spiel (bestes Beispiel... das letzte Drittel meines Buches "Die Geisterseherin". Wer das gelesen hat, der
    kann bestätigen, dass es da ein wenig... krass wurde XD).
    Jedenfalls merke ich hinterher oft, dass die Dinge, die ich selbst als "meh" oder nur "okay" empfinde bei anderen dann "toll" oder gar "genial"
    ankommen. Beziehungsweise beobachte ich das auch oftmals bei anderen Leuten.
    Vermutlich liegt das daran, dass du deine Sachen in und auswendig kennst und dich jeden Tag vielleicht sogar damit beschäftigst. Es wird quasi
    zur Alltäglichkeit. Der Spieler dagegen erlebt das alles ja zum ersten Mal. Und für ihn ist die Attacke, die dich abnervt, weil du sie schon 10000x
    gesehen hast immer noch megaepisch, die Storywendung, von dir hundert Tage lang im Vorraus schon geplant, total unerwartet und die, dir rudimentär
    vorkommenen Posen, absolut stimmig.

    So in etwa...

    Aber Selbstkritik ist gut, versuch einfach immer besser zu werden. Schaden tut dir das nicht. Du musst halt nur schauen, dass du trotz allem ab und an
    mal etwas releast, bevor du irgendwann auf einem Aedemphia Meets Velsarbor-Status bist und keiner deine Sachen zu Gesicht bekommt, weil du sie
    zu schlecht findest

  2. #2
    Ich war schon immer verdammt selbstkritisch, werfe Sachen nach Wochen über den Haufen, weil sie sich als totaler Müll herausgestellt haben. Im ersten Moment ist es immer so "Boah, beste Idee, die du je hattest, Mädel", aber zwei Tage später frag ich mich, wie ich das gut finden konnte. Aber ein paar Fragmente find ich dann immer, die ich mir aufheben und irgendwo anders mal einbauen kann. Mit meinen Stories ging es mir in lezter Zeit oft so, wie ich mich so mit einer Freundin austauschte, meinte sie immer wieder "Hey, so schlecht ist dies und das nich, da kann man was draus machen".
    Vor allem bei längeren Projekten passiert es mir, dass ich mir die ollen Maps (oder Kapitel bei Stories) anschaue und mir nur an den Kopf fasse. In meinem Kopf endet das dann in einem ewigen Kreislauf der Überarbeitung, was ziemlich frustrierend ist. Bisher kann ich nicht sagen, dass ich mal mit irgendetwas so fertig war, dass ich es wirklich für einen endgültigen Status gehalten hab, weil ich immer irgendetwas verbesserungswürdig fand.
    Auf jeden Fall ist die Fähigkeit zur Selbstkritik gut, man sollte die eigene Arbeit niemals für ultermegahypergenial halten. Dann tut es nicht so weh, wenn man von Konsumenten kritisiert wird.

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