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Thema: now watching / now reading

  1. #1981
    Yep, was Du zum Prozess bei den CR Awards sagst stimmt alles. Das mit der "Werbung" habe ich auch eher als Vermutung eingeworfen, wieso man immer die gleichen Serien überall sieht. Dabei bin ich aber nicht unbedingt von "Werbung für CR" ausgegangen, sondern eher darum, dass man irgendwelche Shows explizit pushed. Beispielsweise einen Underdog wie Sarazanmai, welcher halt wirklich stark auffällt. Die Kritik von mir kam daher, dass es in den letzten beiden Jahren ja trotzdem immer so gleichförmige Entscheidungen gab. Da war es HeroAca, was unglaublich abgestaubt hat (aber zumindest nie AotY - wird die Kategorie ein wenig anders behandelt?) Daher wäre mehr Diversität in den Kategorien vielleicht keine schlechte Idee - auch um einen besseren Überblick über ein ganzes Jahr zu geben und auch mal weniger bekannte Shows in den Vordergrund zu bringen.

    Zugegeben, mein Beitrag war ziemlich polemisch. Man muss zumindest anmerken, dass mit Mob Psycho und Vinland Saga recht starke Konkurrenz für Demon Slayer im Hype-Bereich da ist. Übrigens, die Liste an Juroren kann man hier einsehen.

    Geändert von Sylverthas (19.01.2020 um 10:56 Uhr)

  2. #1982
    Charaktere wie Nezuko als Best Girl sind natürlich symptomatisch dafür, was für Charaktere überhaupt beliebt sind. Oft sind es ja wirklich einseitige, flache Persönlichkeiten, die bei Zuschauern gut ankommen. Ich erinnere mich noch an den extremen Hype um Mikasa, als Attack on Titan lief. Damals fand ich schon, dass sie so ziemlich der langweiligsten Charakter war, der extra auf solche Eigenschaften, die auf ziemlich plumpe Weise den Lesern bzw. Zuschauern gefallen, gemünzt wurde.

    Aber ich hoffe auch, dass sie wieder mehr Kategorien zurückbringen oder neu einführen. Bei Genres ist es immer etwas problematisch. SciFi gibt’s z.B. so wenig, dass man das wohl mit Fantasy zusammengefasst hat, wodurch sich Astra und Neverland erklären lassen. Das hätte man aber auch im Kategoriennamen kennzeichnen sollen.

  3. #1983

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Bereits vor einer Woche war ich in der OmU-Vorstellung von Weathering With You – Das Mädchen, das die Sonne berührte im Kino. Der dt. Zusatztitel ist mal wieder beknackt, aber eben typisch für Deutschland. Da ich your name. sehr mochte, habe ich hier zumindest etwas auf gleicher Ebene erwartet und wurde um ehrlich zu sein nicht enttäuscht. Der Film wusste von der ersten bis zur letzten Minute zu begeistern und was man an wunderschönen Bildern zu sehen bekommt, ist mal wieder ein Traum gewesen. Zudem war ich - im Gegensatz zu den ganzen anderen Filmen von Makoto Shinkai - dieses Mal auch mit dem Ende halbwegs zufrieden. Nur schade, dass der Film bisher nicht auf UHD in Deutschland angekündigt wurde.

  4. #1984
    Wir haben auf dem Akiba Pass Festival in Hamburg auch zwei Filme gesehen.

    The Wonderland ist wirklich eine ganz klassische Anderswelt-Geschichte à la Alice im Wunderland ... und ich hab erstmal eine Augenbraue in die Höhe gezogen, als der Film als "Isekai" angekündigt wurde. Ist natürlich was dran, aber irgendwie habe ich negativere Assoziationen mit dem Begriff. xD Übrigens, "klassische Geschichte" sollte man ernst ernst nehmen: Der Film ist in mancherlei Hinsicht sehr konservativ, von der Rolle der Protagonistin bis hin zum Verständnis von Land/Vergangenheit und Stadt/Moderne. Wenn man darüber hinwegsehen kann, ist er aber unspektakulär unterhaltsam, und manchmal, im Detail, auch überraschend subtil.

    Children of the Sea dagegen ist alles, aber nicht unspektakulär oder subtil. ^_~ Ernsthaft, es ist hier mal wieder an der Zeit, die gute alte "Tour de Force" herauszuholen, denn meine Fresse, war das beeindruckend, von den Animationen und den krassen Bildern her, aber auch von der ganzen Dynamik und dem Zusammenspiel der Figuren! Dann wiederum ist es aber auch einer der wenigen Filme, bei denen ich zwar 100% verstehe und gut finde, was sie mir auf der Bedeutungsebene sagen wollen, bei denen ich aber nicht so wirklich sagen könnte, was eigentlich passiert ist. xD'' (Disclaimer: Meine bessere Hälfte konnte es mir tatsächlich erklären – Vielleicht stand ich also nur auf dem Schlauch. ^^'') Empfehlung dementsprechend nur, wenn man mit Mindfuck und vorrangig emotional wirkenden Medien etwas anfangen kann.
    Wir hatten auch die Theorie, dass im Zuge der Adaption einiges verloren gegangen ist? Den ganzen Armee-Plot bspw. hätte man definitiv komplett weglassen können.

    Und danke an Narcissu für die Empfehlung! ^__^

  5. #1985
    Der neue Death Note One Shot? Echt gut, und das auf 90 Seiten! Ich mag, dass er etwas ganz anderes ist, dass er sich so stumpf an realen Dingen bedient und dass er ein paar schöne Fragen stellt. Es wäre WIRKLICH naheliegend, in einem weiteren Run einen Kira zu haben, der einfach nur versucht, lebendig aus der Sache rauszukommen. ^^ Ich fand es nur etwas schade, dass man von den Charakteren so gut wie nix mitbekommen hat, aber auf knapp 90 Seiten ist das wohl verständlich. ^_~

  6. #1986
    Dr Stone hat gerade einen SEHR guten Arc beendet und einen EXTREM spannenden Hook für den nächsten gelegt. =O Echt beeindruckend, wie natürlich sie das Ganze eskalieren, und ich bin megagespannt, wohin es geht.

    Außerdem hab ich Undead Unluck begonnen, weil es in der Shueisha-App nun mal gerade angelaufen ist. ^^ Hat was ...? Irgendwie sehr fragwürdig auf diversen Ebenen, aber wenn man damit leben kann, eine coole Grundidee. (Mädchen, das Menschen umso heftiger tötet, desto hingabevoller sie sie berührt, und unsterblicher Junge, der endlich irgendwie sterben will. Aber als Battle Shonen, was direkt ein paar "interessante" Kämpfe hervorbringt.)

  7. #1987
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Außerdem hab ich Undead Unluck begonnen, weil es in der Shueisha-App nun mal gerade angelaufen ist. ^^ Hat was ...? Irgendwie sehr fragwürdig auf diversen Ebenen, aber wenn man damit leben kann, eine coole Grundidee. (Mädchen, das Menschen umso heftiger tötet, desto hingabevoller sie sie berührt, und unsterblicher Junge, der endlich irgendwie sterben will. Aber als Battle Shonen, was direkt ein paar "interessante" Kämpfe hervorbringt.)
    Ich hatte mal ins erste Kapitel reingelesen und... ehhh... geht so? Vielleicht liegts daran, dass ich selten (noch nie?) einen Manga gelesen habe, der nur ein Kapitel hat, aber ich hab mal so gar kein Gefühl für die Welt bekommen - aber schätze die ersten Kapitel in Jump müssen eher erstmal zeigen, dass sie actionmäßig ordentlich was draufhaben?^^
    Vom Ersteindruck soll man das nicht so ernst nehmen und es ist eher wacky, aber dass das Mädel da gleich an mehreren Stellen Tränen in den Augen hat fand ich doch ein wenig übertrieben. Würde mit einem Wort sagen, dass es ziemlich messy war.


    Bei mir: Nisekoi [Folgen 1-12, abgebrochen]

    Ich mag ja (Harem) RomComs allgemein, auch wenn es ein sehr frustrierendes Genre ist. Aber, puh, dieser Anime. Er hat mich (im schlechten) an Love Hina erinnert, was schon damals eine Geschichte war, die ich echt nicht mochte (im Gegensatz zu meinen Freunden, die total auf das Ding gestanden haben ). War meine erste Konfrontation mit dem Stil von Anime, bei dem man sich am besten Kondome an die Finger packt, weil Händchenhalten mit einer hardcore Orgie gleichgesetzt wird (natürlich auch kulturell bedingt, aber wenn man das zig Mal in der Show sieht wirds irgendwann nervig). Das ganze dann angereichert mit Witzen, die sich 100 Mal pro Folge wiederholen. Ein anderes Beispiel wäre Shakugan no Shana, eine Serie, welche sich praktisch nicht fortbewegt und es alleine durch das Ende geschafft hat, unglaublich frustrierend zu sein. Nisekoi hab ich jetzt nicht zu Ende gesehen, aber ich wage einfach mal zu behaupten, dass der Höhepunkt auch sowas wird, bei dem ein Charakter die Liebe gesteht, aber ein anderer es missversteht. Wenn ich dran denke, dass dieser komplette Stillstand der ersten 12 Episoden sich 200 Manga Kapitel durchzieht, dann habe ich das Gefühl, dass man schon masochistisch veranlagt sein muss, um das bis zum Ende durchzuhalten.

    Wo ich von masochistisch spreche: keiner ist so überrascht von meinem Eindruck zu dieser Show wie ich. Immerhin bietet sie gleich mehrere Tsundere! Die Prämisse mit der vorgetäuschten Beziehung, obwohl nicht innovativ, ist zumindest ein guter Grundbaustein. Am Anfang dachte ich ja, dass die Story mit dem Anhänger und dem Schlüssel nur als Aufhänger dienen würde, aber NEIN, mittlerweile gehe ich davon aus, dass das wohl bis zum Ende des Manga aufgeschoben wird. Weil das sicher total interessant ist, immerhin ist dieses dumme Versprechen aus der Kindheit ja der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Es drehen sich ja auch nur die Hälfte aller Gespräche darum. Da kann noch so sehr rumgeshafted werden, das macht die Thematik nicht weniger bekloppt. Und weil der Bogen noch nicht überspannt genug ist, haben alle Charaktere hier anscheinend Amnesie, obwohl ihnen dieses Versprechen sooo wichtig ist. Ich würde das ja gerne als Comedy abtun, aber das alles ist mal überhaupt nicht lustig und eher tragisch, dass die Charaktere so einfältig sind. Funktionierende Running Gags sind Sachen wie Bench-kun aus OreSuki (eine der Shows, die mich daran erinnert hat, dass Harems auch Spaß machen können und nicht endlos frustrierend sein müssen). Ein Punkt, der sie Serie zusätzlich anstrengend macht: außerhalb der Romanze gibt es nichts anderes. Die Geschichte mit den Yakuza und Mafia ist eher Hintergrundrauschen, die Charaktere haben bis auf ihre Gefühle praktisch nichts anderes, es gibt nur den einen Konflikt. Und der wird dann maßlos in die Länge gezogen.

    Aber gehen wir mal nen Schritt zurück zu den einfältigen Charakteren. Und, auch wenn man mir hier sicher tsundere Bias unterstellen kann, so ist Onodera einfach nur ein Fußabtreter. Bei der muss man erstmal prüfen, ob sie überhaupt ein Leben hätte, wenn der Hauptcharakter nicht existieren würde. Denn holy Shit, 100% ihrer Gespräche drehen sich um ihn, sie hat *keine* Existenz ohne ihn. Klar, sie soll quasi "perfektes" Waifu Material sein, so süß, hilfsbereit, aber vor allem unterwürfig sie ist. Ein Element von (gutem) Charakterdesign ist es ja, dass man sich Fragen zu dem Leben der Charaktere außerhalb des Setting stellt und sich überlegt, ob man auf diese stimmige Antworten finden kann. Bei Onodera fällt es mir schwer, mir vorzustellen, was sie tun würde, wenn es Raku nicht geben würde. Ich glaube ein anderer guter Test wäre derjenige: würden die anderen Charaktere fehlen, wäre es interessant, sich anzusehen, was Onodera und Raku machen? Nein, wäre es sicher nicht.
    Wobei ich sagen muss, dass die Show ihren Charakter auch nicht gut ausspielt. Es ist fast, als hätte sich das gesamte Universum gegen sie verschworen, um zu verhindern, dass sie und Raku was miteinander anfangen.

    Die anderen Charaktere, die bisher vorkamen, sind zwar besser, aber weit entfernt von "gut". Bei Chitoge kann ich mir zumindest vorstellen, dass sie auch ohne Raku ein eigenes Leben hätte. Er hilft ihr zwar, ist aber nicht ihre komplette Lebensgrundlage. Das Grundgerüst von einem guten tsundere Charakter ist ja, dass nachvollziehbar gemacht wird, warum sich der Charakter wie ne Bitch aufführt. Ich hatte mir den Anfang sogar noch mal angesehen, aber bei Chitoge kann ich das nicht erklären. Natürlich ist sie aggressiv gegenüber dem Hauptcharakter, gegenüber anderen aber gar nicht so sehr. Daher kann man es nicht mit "sie hatte nie Freunde und weiß nicht, wie sie in Situationen reagieren muss und überspielt das mit Gewalt" erklären. Also vermute ich einfach mal, dass sie aggressiv gegenüber ihm ist, weil das halt das "Trope" ist. Ergo: sie ist ne schlechte Tsundere. Nur als Vergleich: Taiga aus ToraDora ist im Prinzip der Charakter, den ich da in Anführungszeichen beschrieben habe. Und sie zeigt ihre Aggressionen während der Serie auch gegenüber einigen anderen Charakteren, weil sie halt wirkliche Probleme hat. Neben der Tatsache, dass sie so klein ist und sich durchsetzen will. Gibt also sogar mehrere Gründe, die dieses Verhalten erklären.

    Bei Seishirou ist es wegen ihrer Erziehung nachvollziehbarer, sie kommt mit jeder Situation nicht klar, in der sie zu feminin auftreten muss. Aber hey, seien wir mal ehrlich: wie sind die Chancen, dass sie den "Krieg" gewinnt? Auch wenn ich nicht weiterschauen werde, aber ich gehe 100% davon aus, dass es nur zwischen Chitoge und Onodera ausgehen kann. Ich würde sogar auf Chitoge tippen, einfach, weil Tsundere in solchen (Love Hina-Style) Shows gute Karten haben. Gab es überhaupt mal einen Harem, bei dem am Ende nicht eine der ersten Kandidatinnen mit dem MC zusammenkommt? Erst in der siebten Episode aufzutauchen ist doch quasi ein Todesurteil. Und dabei hab ich noch nicht mal von Raku angefangen, welcher Harem Mainchar Nr 100000 ist. Jaja, sein Design ist nicht typisch Harem (dafür typisch LN ) und er hat nen anderen Background, aber das ändert nichts daran, dass er die typischen Harem MC Traits hat. Und da kann Shaft noch so sehr versuchen das alles in Szene zu setzen, er bleibt der typisch langweilige, unentschlossene, stumpfe Hauptcharakter.

    Also ja, Nisekoi sucked hart. Gibt es etwas positives? Vielleicht die teilweise echt unpassende Musik, die mir in dieser Shitshow ab und zu ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat? Shafts Animationen sind auch ganz nett, aber im Vergleich zu der Monogatari Serie können die aus *diesem* Stoff auch nicht viel rausholen. Meine Geduld, für unlustige Shows, die sich nicht aus dem Status Quo rausbewegen, ist dann doch irgendwie erschöpft.

    Geändert von Sylverthas (14.02.2020 um 01:53 Uhr)

  8. #1988
    Nisekoi ist gut. Auch eine der wenigen Serien der Art, die echte Entwicklung der Chars haben. (Besonders Blondie) Soweit ich weiß geht das nur irgendwann in die typische "wir können den Manga nicht abschließen, da Leute ihn noch mögen" Schleife. Beim Anime aber egal. Der hört anscheinend mehr oder weniger genau richtig auf.
    Ich habe aber ehrlich gesagt absolut keine Ahnung was du da schreibst, alleine auch dadurch, dass ich das ganze vor vielen Jahren gesehen habe. Es erscheint mir lediglich fast komplett falsch. Bis auf Onodera. "Team Onodera" habe ich nie verstanden, da sie echt blass war. Absichtlich natürlich. Aber ich sag mal so: In einer Serie, wo alles verrückt ist, passt ein "normaler" Charakter weniger gut rein. Das hab ich schon bei Noratoto bei einem Charakter gemerkt. Wenn man schon ein absolut verrücktes Setting aufbaut, dann sollten auch alle Charakter da gut rein passen. Es fühlt sich irgendwie nicht richtig an, wenn man das 0815 in so einem Setting dann noch am liebsten hat.


    Naja, manche Serien polarisieren auch aus andren Gründen. Gutes Beispiel dafür ist z.B. SaeKano. Vielleicht war das hier auch so. Ich weiß es nicht mehr.

    Geändert von Kiru (14.02.2020 um 23:00 Uhr)

  9. #1989
    Nisekoi hatte alle frustrierenden Klischees des Genres und dreht sie bis zum Maximum auf. Wenn man die mag, mag man seine Freude dran haben. Ich fand den ganzen Romanc-Teil einfach nur sehr frustrierend, da Harem ja erstens von Natur aus schon einen gewissen Facepalm-Factor hat und Nisekoi in puncto Beziehungen einfach künstlich und immer wieder jegliche Entwicklung blockiert. Sicherlich keine gute Geschichte.

  10. #1990
    Zitat Zitat von Kiru Beitrag anzeigen
    Bis auf Onodera. "Team Onodera" habe ich nie verstanden, da sie echt blass war. Absichtlich natürlich. Aber ich sag mal so: In einer Serie, wo alles verrückt ist, passt ein "normaler" Charakter weniger gut rein.
    Das Problem von Onodera ist ja nicht, dass sie ein "normaler" Charakter ist, sondern dass sie ein "nicht"-Charakter ist. Sie ist nur dafür da, um in Raku verliebt zu sein und jede ihrer Szenen dreht sich darum. Und das Frustrierende kommt daher, weil sich der Autor nen Witz draus macht jede Szene mit den beiden im Sand verlaufen zu lassen, so dass der Status Quo erhalten bleibt. Weil er das entweder für witzig hält (Love Hina und Werke von Rumiko Takahasi lassen grüßen), oder weil ihm nicht einfällt, wie er die Story weiterschreiben könnte, wenn die Charaktere mal zusammen kämen (was ein großes Problem von RomComs allgemein ist, und ein Grund, wieso Golden Time, obwohl nicht perfekt, es doch besser gemacht hat). Das Ding mit dem Schlüssel und dem Amulett ist genau das gleiche Problem.

    Weil Du SaeKano ansprichst: Kato hat da doch funktioniert. Sie war zwar ein "normales" Mädchen, hatte aber ihre eigenen Interessen, Hobbies und auch Persönlichkeit - war halt alles nicht so over the top wie die anderen Mädels, die alles Anime Tropes verkörpert haben. Und das war ja der Witz der Show. Ein aktueller Harem, bei dem man viel stärker merkt, dass die Mädels halt auch ein eigenes Leben haben, wäre Quintessential Quintuplets.


    Übrigens sind die CR Awards jetzt durch, und keine Show hat mehr als 3 Kategorien gewonnen. Entweder ein guter Split der Jury, oder es war eine Absprache, damit nicht wieder ein Meme daraus wird
    Bin überrascht, dass Vinland Saga nur in einer Kategorie gewonnen hat - vielleicht ist die Fanbase dann doch zu "Nische"? George Wada (von WIT) hat ja nen schlechten Ruf, aber ist trotzdem die "Industry Icon" geworden. Vermutlich weil alle AoT so abfeiern, aber auch Magus Bride war gut (sprich: nicht er, sondern das Studio wurde gevoted). Kaguya-sama hat drei Awards bekommen, was fast vorprogrammiert war. Nur beste Comedy stand da außer Frage, weil bei dem "best couple" die Konkurrenz nicht wirklich stark war und der Chika Dance so sehr rumging, dass das fast gewinnen musste *g*

    Dass Tanjiro Best Boy ist, ist... interessant. Also im Sinne, dass es nicht interessant ist, weil das wegen der Beliebtheit und gehypter Battle Shounen fast vorprogrammiert war. Hier hätte ich eher Mob gesehen. Tanjiro ist halt ein recht generischer Shounen Charakter, der mir alleine, weil er mit den größten Vollpfosten der Show abhängt und am Ende einem Mädchen, was er gar nicht kennt, noch "gute Lebensratschläge" gibt, sogar unsympathisch geworden ist. Mob macht ne wirklich interessante Entwicklung durch und ist am Ende von Season 2 durchaus anders als am Anfang von Season 1, was man an seinen Interaktionen mit Reigen bemerkt.

    Am Ende ists aber doch interessant, dass der von CR gewählte Underdog Sarazanmai, obwohl in haufenweise Kategorien nominiert, in keiner gewonnen hat. Ich habe die Show nicht gesehen, aber ich hätte ihr nach den früheren Arbeiten des Directors (Utena, Penguindrum) erstmal keinen Mass Appeal eingeräumt. Vielleicht helfen die homosexuellen Untertöne auch nicht in der Anime Community (wobei das bei den Awards mit Yuri on Ice eher egal war, hatte ja trotzdem abgeräumt). Und obwohl, wie Narcissu ja erwähnt hatte, 70% des Gewichts auf Jury-Votes entfallen, scheint selbst da keiner Interesse gehabt zu haben das hart zu verkaufen.

    Also, insgesamt... immerhin ein besserer Split als die Vorjahre. Vielleicht noch erwähnenswert, dass dieses Mal mit Demon Slayer ein Battle Shounen der AotY geworden ist, während es HeroAca in den letzten Jahren nie geschafft hatte. Was schon ein wenig zwiebelt, aber ich schätze mal, Demon Slayer hat einfach den Zeitgeist irgendwie getroffen? Als jemand, der keinen einzigen Battle Shounen zu den eigenen Favoriten zählt, kann ich zumindest die Faszination vieler Leute daran nur bedingt teilen. Habe ja auch vor einigen Seiten hier einen Review/Rant dazu verfasst.

    Geändert von Sylverthas (18.02.2020 um 12:19 Uhr)

  11. #1991
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen

    Weil Du SaeKano ansprichst: Kato hat da doch funktioniert. Sie war zwar ein "normales" Mädchen, hatte aber ihre eigenen Interessen, Hobbies und auch Persönlichkeit - war halt alles nicht so over the top wie die anderen Mädels, die alles Anime Tropes verkörpert haben. Und das war ja der Witz der Show. Ein aktueller Harem, bei dem man viel stärker merkt, dass die Mädels halt auch ein eigenes Leben haben, wäre Quintessential Quintuplets.
    Katou ist ruhig, aber das wars auch. Normal ist echt was anderes. Dafür stochert sie doch viel zu absichtlich und allzu gerne mal da, wo es den anderen weh tut, und hat ziemlich enorme Durchsicht. Und auch wenn das nicht alles immer 100% offensichtlich ist, ihre Gedanken sind auch wirklich gerne mal zynisch. Sie ist in mancher Hinsicht ziemlich ähnlich zu Eriri. (Was auch dafür sorgt, dass Katou entgegen von Warnungen sich mehr auf Eriri einlässt)

    Saekano funktioniert auf 2 Ebenen. Die oberflächliche und das darunter. Das macht die Serie so verdammt interessant. In die Serie floss (und fließt?) auch viel Frust vom Autor hinein, da er sehr wissentlich überhaupt nicht so einverstanden ist, wo so manche Industrie und Otaku-Fandom hin gewandert ist, nach der 2000-2009 Dekade. Kombiniert man das mit ordentlich Erfahrung und damit, dass er einfach schreiben kann, und man kriegt extrem gute Charaktere, durch die Bank. Hab ich letztes Jahr noch wieder gemerkt, als ich die LN Specials zu S1 gelesen habe. Wer oberflächlich schaut, sieht aber nicht mehr als etwas voller zu viel genutzter Tropes. Ich hab mal eine Beschwerde gelesen, dass jemand den Protagonisten überhaupt nicht ausstehen kann, wegen der Charakterisierung. Das trifft das ganze sehr schön. Man muss halt irgendwie verstehen, dass der aus gutem Grunde genau so ist, wie er ist. Ist eben ne halbe Meta Serie. Und während man bei sagen wir Lucky Star die Witze nicht versteht, kann das bei Saekano "schlimmer" enden.

  12. #1992
    Hab jetzt endlich Tenki no ko (weathering with you) gesehen.
    Das wäre eigentlich ein toller Film, wenn es Your name nicht geben würde.
    Aus meiner Sicht wird der Film, mit Ausnahme der Optik die noch besser ist, von Your Name derart überschattet, dass ich mich fast gelangweilt hab.
    Natürlich ist das Jammern auf hohem Niveau, aber ich hab was völlig anderes erwartet. Die Idee des Films ist super, aber leider wird er am Ende viel zu Hollywoodmäßig und kupfert Your Name (schlecht) ab, dass es mir zu kitschig wird. Außerdem ist der weibliche Hauptchara nicht besonders ansehnlich. Und der männlich Hauptchara wirkt mir auch zu farblos :/
    Irgendwie hat der Film auch keinen echten Twist, der mich jetzt überrascht.

    Wie seht ihr das?

  13. #1993
    your name was doch auch sehr kitschig mit Hollywood-Twist aus dem Nichts am Ende. Finde das letzte Drittel bei Weathering with You genauso künstlich-kalkuliert wie bei your name, aber zumindest hat der Film insbesondere mit dem Vater ein paar vielschichtigere Nebencharaktere, weshalb ich ihn letztlich doch ganz gern mochte. Dennoch sehr schade, dass Shinkai die Erfolgsformel nur minimal geändert hat, weshalb der Film tatsächlich wie ein your name 2.0 wirkt.

    Ich persönlich hoffe ja, dass Shinkai das World Building mal hinbekommt. Denn seine rundesten Werke sind nach wie vor die ohne irgendeinen Fantasy-Kram. Und in Weathering with You kam es sogar noch mehr aus dem Nichts als in your name. Ich mag ja magischen Realismus eigentlich, aber dann muss es schon Teil der Welt sein (muss ich nicht mal erklärt werden), nicht einfach per Knopfdruck erscheinen, wenn es dramaturgisch gerade für die Story passt.

    Na ja. Mal schauen, wie es weitergeht. Insgesamt kam der Film wie your name ja weiterhin sehr gut an. Ich denke aber, Shinkai wird beim nächsten Film zumindest in eine etwas andere Richtung gehen.

  14. #1994
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Denn seine rundesten Werke sind nach wie vor die ohne irgendeinen Fantasy-Kram.
    Muss ich zustimmen. Five Centimeters per Second und Garden of Words hatten mir von seinen Filmen bisher am besten gefallen. Gerade letzterer hat IMO das persönliche Drama um die beiden Hauptcharaktere sehr gut rübergebracht. Your Name war für mich eher ein Mischmasch aus Ideen, die nur am Rande zusammengepasst haben, war aber sein bildgewaltigstes Werk und hatte wohl auch den besten Humor (im ersten Drittel). Weathering With You hab ich jetzt noch nicht gesehen (bin auch nicht der größte Fan von ihm, muss ich zugeben), aber von dem, was man hört, wird er ja konsequent nur mit Your Name verglichen (Du bezeichnest es ja auch als YN 2.0^^), so dass man hier wohl was ähnliches erwarten kann.


    Ich hatte jetzt mal die ersten paar Kapitel (5) von ACT-AGE gelesen, nachdem mich Super Eyepatch Wolfs letztes Video daran erinnert hat, dass es existiert (und ja schon seit 2018 läuft^^). Und bin derzeit wirklich positiv angetan davon. Zwei besonders interessante Sachen: es wird schon eine richtige suspense Atmosphäre erzeugt - auch durch die Hauptfigur Kei mit ihrem leeren Gesichtsausdruck. Wird auch gut davon unterstrichen, dass ihre Geschwister sie teilweise "gruselig" finden, wenn sie ihre Emotionen ausdrückt - weil diese zu sehr wie ein Schauspiel wirken. Oder ist ihr Schauspiel so autentisch, dass es sich kaum von ihren Emotionen unterscheidet? Beides Betrachtungsweisen, die der Manga auch liefert. In jedem Fall macht sie einen leicht autistischen Eindruck - aber bin noch nicht sicher, ob das tatsächlich gewollt ist oder ich hier zu viel reininterpretiere.
    Zweitens habe ich gerade die Schauspielsequenz im ersten Kapitel mehrmals angesehen, was mir bei Manga praktisch nie passiert. Es wird wirklich gut geschafft zu zeigen, wie sie schauspielert und warum es autentischer als bei ihrer Konkurrenz ist. Natürlich werden zum Kontrast ihre Mitbewerberinnen recht wenig impostant dargestellt, auch mit schwächeren Linien (und Kei wird durch starke Linien hervorgehoben).
    Muss auch sagen, dass mir der Humor gut gefällt.

    Ist am Ende natürlich immer noch ein Shounen Manga, so dass die Tropes, die man aus Sports Serien kennt, drinnen sind: Hauptcharakter mit unendlich viel Potential, "feindliche" Firmen, die sie nicht groß werden lassen wollen, exzentrische Charaktere, etc. Aber bisher hats mir gut gefallen und ich bin teilweise doch überrascht, was so in Jump läuft. Hat das hier einer gelesen und kann sagen, ob sich der Manga auch mittelfristig so hält?

    Geändert von Sylverthas (24.02.2020 um 00:44 Uhr)

  15. #1995
    Naja bei Your Name ist es schon cool wie Taki



    Bei Weatherin with you ist


  16. #1996
    Zitat Zitat
    Aber bisher hats mir gut gefallen und ich bin teilweise doch überrascht, was so in Jump läuft. Hat das hier einer gelesen und kann sagen, ob sich der Manga auch mittelfristig so hält?
    Nee, aber danke für den Eindruck.



    Ich bin in letzter Zeit tatsächlich auch wieder etwas besser dabei, was Mangas angeht, und zwar wegen der Shueisha-App, auf der man inzwischen auch einige Serien über die ersten/letzten drei Kapitel hinaus verfolgen kann. Und wenn ich Dinge wöchentlich auf dem Klo lesen kann, haben sie tatsächlich sehr viel bessere Chancen, in meinem Kanon zu landen. xD''
    Ein paar Eindrücke von Serien, die bisher komplett auf der App stehen:

    Guardian of the Witch hat dieses typische Shonen-Shoujo-Misch-Feeling (ich musste an Kenshin denken) und eine stabile Prämisse. Bisher nix besonderes, aber es gibt auch erst 4 Kapitel und ich wäre nicht überrascht, wenn es noch besser wird.
    Undead Unluck ist ... puh. Fragwürdig, lustig, auf eine teilweise unangnehme Art und Weise kreativ ... Es hat was von Guilty Pleasure. Ich hab definitiv meinen Spaß?
    SpyxFamily fängt ungefähr so an, wie ich es erwartet habe, wird nach drei oder vier Kapiteln dann aber ernsthaft lustig und verrückt, mit einigen Richtungen, die ich so definitiv nicht erwartet habe. Von den genannten mein Favorit! Etwas störend ist nur der Mutter-Charakter, weil er konzeptuell so seltsam ... leer ist. Mal sehen, ob das noch besser wird.

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