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Ergebnis 1.801 bis 1.804 von 1804

Thema: now watching / now reading

  1. #1801
    Big Order dürfte wohl am ehesten in die Richtung von Ousama Game gehen. Ansonsten soll Spirit Pact noch ein paar richtig dumme Momente in die Richtung haben. Ansonsten vielleicht noch Valvrave, das ja so wie Code Geass sein wollte, aber auch noch viel, viel dümmere Schockmomente und eigentlich alles Erdenkliche setzt, was irgendwie unterhalten kann – alles total inkonsistent gemicht, von Ecchi-Szenen, strunzdummen Ideen (das wichtigste Mädel in der Serie zieht sich afair irgendwann random aus, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, weil niemand ihr zuhört oder so), Mind Games, Superkräften, Vampires, Mechs, politischen Intrigen, epischen Momenten und Melodrama – ein absolutes und absolut dummes Chaos.

    Punch Line (wo übrigens der Writer von Zero Escape hintersteckt) ist was ganz anderes. Imo zwar vollkommen überbewertet, nicht zuletzt weil der letztliche Plottwist kaum wirkt, da der Fokus danach immer noch auf alberner Comedy liegt, aber ich würd's nicht mal ausschließen, dass es tatsächlich ein bis zwei Dinge an der Serie gibt, die nicht ganz dumm sind. Na ja, jedenfalls ist Punch Line kein Trash, sondern einfach nur eine Serie, die daran scheitert, anders sein zu wollen, weil sie in vielerlei Hinsicht dann doch enorm typisch ist. Nimmt sich selbst auch oft nicht wirklich ernst, was eigentlich auch okay ist.

    Geändert von Narcissu (01.12.2017 um 20:50 Uhr)

  2. #1802
    Ich gucke eh fast alles und Mayoiga blieb mir auf jeden Fall im Gedächtnis hängen, das spricht auf jeden Fall für die Serie.

    Big Order hat ein paar interessanten Ideen, aber irgendwie läuft die Serie auf nichts spezielles hinaus. Am Ende wusste ich echt nicht mehr, was Big Order eigentlich sein wollte.
    Manche Szenen sind auch wirklich ziemlich... random? Ich erinnere mich an so eine Action Szene, in der es irgendwie darum ging......... schwanger zu werden?! Keine Ahnung, kenne den Kontext nicht mehr genau, aber das war schon seeeeeehr "Hmmmmmm.....", bleibt einem aber auf jeden Fall im Kopf erhalten...

    Geändert von Kynero (01.12.2017 um 21:07 Uhr)

  3. #1803
    Arashi no Yoru ni: Starker Kinderfilm. Die Idee einer "verbotenen Freundschaft" ist nicht neu (eigentlich auch nur starcrossed lovers ohne den romantischen Aspekt^^) und wurde von anderen Kinderfilmen wie How To Train Your Dragon auch gut umgesetzt, aber Arashi no Yoru ni funktioniert noch ein bisschen anders, weil die Freundschaft zwischen Ziege und Wolf naturgegeben schwierig ist. Umso schöner fand ich, dass der Film es (ähnlich wie You Are Umasou) geschafft hat, weder zu idealistisch noch zu grausam zu sein. Ein bisschen Idealismus ist natürlich dabei, aber insbesondere das letzte Drittel des Films ist schon recht hart von der Thematik. Sehr, sehr stark fand ich die Anfangsszene im Schuppen – die war verdammt gut umgesetzt. Anyway, kriegt jedenfalls 'ne Empfehlung von mir.

    (Jetzt muss ich mir endlich auch mal Chirin no Suzu ansehen.)

    Dive!! 12/12: Hm, das war erstaunlich wenig fanservicy und auch gar nicht mal so mit Shounen-Klischees behaftet. Aber irgendwie auch nicht … besonders. Nicht so trainwrecky wie Battery, das mittendrin geendet hat, aber auch nicht so rund wie die zweite Staffel von Free!, wo es am Ende richtig schöne Charakterentwicklung gab. Die Charaktere in Dive!! sind nicht unbedingt sympathisch, das hebt die Serie auch ein bisschen von anderen Sport-Serien ab. Aber gleichzeitig sind ihre inneren Konflikte auch nicht wirklich besonders interessant oder gut inszeniert, wie es z.B. bei Ping Pong der Fall war. Na ja, letztlich war es nur so lala und ein weiterer mäßiger Beitrag zum noitaminA-Block, der aber trotz einiger Enttäuschungen zum Glück immer noch recht viel zu bieten hat.

    Ancient Magus Bride: Those Awaiting the Star: War schön, jetzt hab ich noch mehr Lust auf die Serie. Chises Vergangenheit war mir teils etwas zu melodramatisch, aber die Geschichte um die Bibiothek wurde sehr schön aufgelöst. Ein Highlight sind definitiv die Harry-Potteresquen magischen Elemente. Ich hoffe, die Serie zeigt viel von London – hier hat man ja primär Japan und die Bibliothek gesehen. ^^

    Lu Over The Wall: Neuer Yuasa-Film #1. Schöner Kinder(?)film mit viel Humor. Im Grunde genommen Ponyo x Yuasa x Coming-of-Age x Band-Performances. Würde sagen, dass die Haupthandlung und die humorvollen Szenen letztlich stärker sind als das Wachstum der Protagonisten. Insbesondere der Hauptcharakter ist so ein 08/15-Emo und seine emotionalen Krise wurde gefühlt schon tausend mal thematisiert. Insgesamt war der Film einen Tick zu lang, aber immerhin war das Ende sehr zufriedenstellend. Hat mir gefallen.

    Night Is Short, Walk On Girl: Neuer Yuasa-Film #2. Ist wie Tatami Galaxy in noch verrückter und besser animiert. Hat wie Tatami Galaxy auch wieder nicht komplett bei mir gezündet, aber die Andersartigkeit, der verrückte Humor und der visuelle Stil haben mir trotzdem ein schönes Seherlebnis bescherrt.

    Battle Angel 2/2: Der Manga ist sicher besser und ausführlicher, denn die zweiteilige Cyberpunk-OVA aus den 90ern schafft es nur rudimentär, die existenzialistischen Botschaften des Originals zu transportieren. Ist aber alles im allem doch ein unterhaltsames, düster-atmosphärisches Werk, das deutlich mehr hergibt, als viel von dem Kaputte-Welt-Dystopie-Schlock, den der OVA-Boom der 80er und 90er hervorgebracht hat. Als kompletter Film mit 2 Stunden Spiellänge wäre aber sicher noch mehr drin gewesen. Ende hatte aber ordentlich Impact.

    Sinbad Film 3: Zum Glück gibt's den auf Amazon Prime Video, sonst hätte ich ihn mir importieren müssen. Leider nur mit forced subtitles. War wie die beiden Vorgänger ein schöner, sehr klassischer Abenteuerfilm, auch stilistisch wirkt er wie Kram aus den 60ern und 70ern. Auf jeden Fall ein schönes Jubiläumsprojekt für Nippon Animation. Würde sogar sagen, dass der dritte Film der bildgewaltigste und beste ist.

    Spice & Wolf 2 13/13: Die erste Hälfte hat mir recht gut gefallen, aber wenn das Gerede über den Handel anfängt, blicke ich irgendwann nicht mehr durch und ich bin mir auch nicht sicher, ob das alles wirklich Sinn macht. Die Serie lebt nach wie vor von dem Setting und der Interaktion zwischen Lawrence und Holo – beides kam wieder gut zur Geltung. Nachdem sich (inkl. OVAs) in 26 Folgen aber so wenig geändert hat, nutzt sich die Formel für mich doch etwas ab, weshalb ich es nicht besonders schade finde, dass es keine Fortsetzung danach mehr gab.

    Onihei 13/13: Hatte das ewig angefangen im Backlog rumliegen und nun endlich die restlichen 10 Folgen geschaut. Die ersten Folgen fand ich ja nett, aber da ich sie mit so großen Abständen geguckt hatte, hatte ich nie das Gefühl, die Figuren zu kennen, da die Fälle ja sehr episodisch waren. Das hat sich aber stark geändert und dass sich die Folgen alle um Heizo und seinen näheren Umkreis drehen, oft auch um die Vergangenheit, hat ein recht schönes Gesamtbild entstehen lassen. Die Serie schafft den Spagat zwischen Realismus und Idealismus recht gut: Heizo ist ein sehr sympathischer Protagonist, der aber in seiner Rolle als "Polizeihauptmann" trotzdem manchmal Entscheidungen treffen muss, die sehr hart wirken. Die Mischung aus Crime-Thriller, Humor und Tragik hat mir später immer mehr gefallen. Animation war zwar leider mau (jede Episode wurde auch geoutsourced, da Murayamas Studio M2 ja keine Leute dafür hat), aber der düstere Stil der Serie trotzdem recht atmosphärisch und unverbraucht.

    Detektiv Conan Film 21: Lange keinen Conan-Film mehr gesehen, aber waren die schon immer solche schlockigen Action-Kracher? >_> Ist ja nicht mehr feierlich, was Conan auf seinem Skateboard alles anstellen kann. Besonders glaubwürdig war Conan ja noch nie, aber hat zumindest früher ein gewisses Maß gekannt, was ich hier absolut nicht gesehen hab. Ansonsten war es ein klassischer Conan-Fall, der mit Karuta ein nettes Thema hatte und dass Heiji dabei war, hat mir auch gefallen. Aber letztlich holt mich Conan einfach nicht mehr ab, und die Action-Einlagen waren teils wirklich zum Cringen.

    Pokémon: Mewtu kehrt zurück: Habe dieses TV-Special, das ja ein Sequel zum ersten Film ist, schon seit 15 Jahren oder so nicht mehr gesehen (damals noch auf VHS). Ist durchaus eine nette Fortsetzung, die allerdings sehr im erprobten Rahmen bleibt und keine besonders interessanten Elemente hat. Mit 65 Minuten auch recht kurz. Angenehm zu gucken, auch als Sequel zum ersten Film, aber nix Besonderes.

    your name.: Hui, der Film hat mich doch ganz schön enttäuscht. Klar, tolle Bilder, tolle Musik. Es steckt ’ne Menge Liebe zum Detail in dem Film, viele Momente sind sehr schön inszeniert und wenn man aufpasst, entdeckt man viele kleine Dinge, die zeigen, dass sich Shinkai einiges bei der Geschichte gedacht hat. Aber hier ist es einfach das große Ganze, wo der Film versagt. Die Geschichte ist Plot Convenience pur. Gegen ein bisschen magischen Realismus habe ich ja nichts – an der Idee mit dem Körpertausch hatte ich an sich nichts auszusetzen (auch wenn es mit ein paar doofen Anime-Tropes einherging – Brüste, anyone?), aber dämliche Zeitreise-Elemente reinzubringen und die völlig unerklärt zu lassen, hat die Handlung für mich völlig unglaubwürdig gemacht. Ein weiteres Problem war, dass die Romanze zwischen den beiden Hauptfiguren für mich nicht wirklich funktioniert hat, da in der ersten Hälfte nicht wirklich vermittelt wurde, dass Gefühle beginnen, zwischen den beiden aufzukeimen. Auch das hat dazu beigetragen, dass der Film mich recht kaltgelassen hat, als es dann richtig losging.

    Shinkai wollte, wie er gesagt hat, mit your name. einen Film für heutige Jugendliche mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne machen und durch eine straffe Handlung und große Wendungen dafür sorgen, dass sie keine Zeit haben, auf ihre Smartphones zu gucken. Dabei war es ihm auch gar nicht wichtig, dass man die Handlung voll versteht. Leider falle ich nicht in diese Zielgruppe und ich ziehe definitiv eine gut erklärte Geschichte, die sich gerne auch Zeit lässt, einer Achterbahnfahrt vor, die rein auf Unterhaltungswerte und Emotionen getrimmt ist.

    Ich kann so halb verstehen, warum der Film so angekommen ist, auch wenn ich es dennoch verwunderlich finde, dass er so eingeschlagen ist. In Kombination mit dem schönen Radwimps-Soundtrack, insbesondere den vier Insert-Songs, hat er sicherlich auch über das typische Anime-Publikum hinaus eine empfängliche Zielgruppe gefunden.

    Für mich ist es unterm Strich aber der am wenigsten Runde Film von Shinkai. Und um ehrlich zu sein, sind alle Shinkai-Filme mit stärkeren Fantasy-/SciFi-Elementen handlungstechnisch nicht so ganz rund. 5 Centimeters Per Second ist imo nach wie vor sein mit Abstand bestes und rundestes Werk.

    Würde mich freuen, wenn sein nächster Film wieder etwas bodenständiger wird und zwischenmenschliche Beziehungen in den Vordergrund stellt, ohne in Melodrama auszuarten.

    Rudolf, der schwarze Kater: Ein schöner Kinderfilm mit dem klassischen "Haustier muss nach Hause finden"-Plot, allerdings mit ein paar kleinen Twists. Neu ist zum Beispiel die Idee, dass die Tiere lesen lernen. ^^ Die Dynamik mit den anderen Katzen, insbesondere mit Ippai Attena, hat gut funktioniert, auch wenn mir der Humor teils etwas zu infantil war und eher an westliche Animationsfilme erinnerte. Wie auch die CGI-Animation, die erstaunlich gut war für einen japanischen Film, auch wenn ich das Design von Rudolf und insbesondere den Menschen nicht so ansprechend fand. Unerwartet fand ich das Ende, das zwar mit einem positiven Unterton endete, aber zunächst nicht das Happy End ist, dass man in so einem Film erwarten würde.

    Geändert von Narcissu (06.12.2017 um 23:49 Uhr)

  4. #1804
    Wow, ne schöne Liste an Zeug. Leider kenn ich davon nur Magus Bride und Your Name :/

    Bei der Magus Bride OVA muss ich sagen, dass mir diese am Ende zu viel slice of life war. Da gefällt mir die tatsächliche Serie besser. Es stimmt zwar, dass der Ton eher moody ist, aber da hab ich als Kontrast zu dem fantastischen magischen Setting nicht mal viel dagegen.


    Your Name ist schon so ne Sache. Habe das Gefühl, dass das ein Film ist, welcher einen eher nur auf emotionaler und nicht gedanklicher Ebene ansprechen soll. Wenn man anfängt groß darüber nachzudenken zerfallen viele Elemente. Es hat wohl auch nen Grund, wieso die ganze zweite Hälfte kaum durch den Shintokram in der ersten Hälfte "rechtfertigbar" ist und es dabei eher darauf ankam, dass sich der Zuschauer durch das hohe Tempo über die genauen Mechaniken nicht viele Gedanken macht - wird schon irgendwie mit funktionieren. Bin nicht so sicher, ob Shinto auch in Japan einen her "mystischen" Stellenwert hat, aber von außen (also international) wird das definitiv der Fall sein. Und gerade die Rituale, die im Film gezeigt werden, sind vielleicht auch für viele Japaner eher fremd. Da lässt man dann gerne durch die Andersartigkeit mehr Suspension of Disbelief zu. Zusätzlich erlaubt das die Einführung verschiedener "Welten" in das Setting, welche einfach ein größeres Klientel ansprechen können. Hat man mit Mystizismus nicht viel am Hut, gibts ja immer noch das Leben in Tokyo und andersrum.

    Generell ist der Erfolg wohl auch daran zu messen, dass der Film praktisch für jeden Zuschauer irgendwas zu bieten hat. Gut, vielleicht außer hardcore Action (selbst da gibts ja ein paar ziemlich imposant inszenierte Szenen), aber das wird man vermutlich von der Beschreibung auch nicht erwarten. Er kombiniert so viele verschiedene Elemente, dass es fast ein Wunder ist, dass daraus am Ende was einigermaßen homogenes geworden ist.

    Und letztendlich - und das ist irgendwie ganz witzig - habe ich das Gefühl, dass er vieles dennoch sehr "safe" spielt und quasi alles in Maßen macht. Also, es kommen zwar Szenen vor, die befremdlich sind (boob grabbing), aber es wird nie so weit aufgedreht, dass es Leute, die mit sowas nichts anfangen können, abschrecken würde. Die Shinto-Elemente sind gerade prävalent genug, dass ein Gefühl für die Mystik der Ereignisse aufkommt, aber nicht viel mehr. Selbst die Charaktere sind nur wenig mehr als Templates (langweiliger Stadtjunge und Landmädchen, mit leichtem Hauch von tsundere/tomboy); was hier vielleicht dazu dient, dass sich der Zuschauer darauf projezieren kann. Der Humor funktioniert ebenfalls, ist aber auch nicht zu over the top.

    Also so insgesamt kommt es mir vor wie ein Film, der einfach designed wurde, um so viele Leute wie möglich anzusprechen (und das ist nicht mal so negativ wertend gemeint, wie das vielleicht klingt).

    Die Liebesgeschichte würde ich als größten Kritikpunkt ansehen. Auch wenn man recht viel Zeit mit den Charakteren am Anfang verbringt kommt bei dem Body Swapping nie der Eindruck auf, dass die beiden mehr füreinander empfinden. In dem Szenenzusammenschnitt sehen die beiden sogar regelmäßig eher genervt davon aus. Und obwohl der Schnitt cineastisch die Bombe ist macht er halt den Fehler, dass man die Beziehung der Charaktere zueinander in der Zeit nicht deutlich entwickelt. Man hätte hier irgendwo noch mehr Raum machen müssen für ein zwei emotionalere Szenen am Anfang, die die Beziehung vertiefen.

    Halte die Liebesgeschichte auch nur relevant für die Abschlussszene und die emotionale Klimax. Denke, dass das meiste im Film auch gut funktioniert hätte, ohne, dass sie ineinander verliebt sind. Vielleicht hat hier auch ein wenig mitgeschwungen, dass Zuschauer einfach sehr gerne Liebesgeschichten sehen und man von populären Filmen (Hollywood) darauf getrimmt ist, dass diese nicht immer nachvollziehbar sein müssen.

    Stimme zu, dass 5 Centimeters per Second der bessere Film ist. Auch Garden of Words würde ich bevorzugen. Beide haben natürlich nicht diese Blockbuster und Popcorn-Qualität. Dafür erzählen sie aber deutlich interessantere (persönliche) Geschichten.

    Geändert von Sylverthas (08.12.2017 um 16:20 Uhr)

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