Dai Dark Band 1-2: Kannte von Q Hayashida bisher nur die erste Staffel von Dorohedoro was mittlerweile echt schon wieder 5 Jahre her ist. Dai Dark habe ich beim Stöbern nur durch Zufall in der Buchhandlung entdeckt und bin, was Mangas angeht, echt schon seit 20 Jahren nicht mehr auf dem allerneuesten Stand.
Also mitgenommen, wenig später direkt Band 2 gekauft und bin mega angetan von all den verrückten Ideen.
Q Hayashida erschafft erstaunlich verrückte Welten, die skurriler nicht sein könnten.
In Dai Dark begibt sich Zaha Sanko auf eine Reise durch das vermutlich schrägste Universum überhaupt, um denjenigen zu finden, der seine Knochen verflucht hat.
Denn angeblich können diese Knochen jeden Wunsch erfüllen und somit ist das ganze Universum hinter ihm her.
Ich habe nach zwei Bänden überhaupt keine Ahnung, wie die Geschichte sich entwickeln wird, bloß, dass sich womöglich eine Truppe bildet von totalen Übermenschen.
Genau das macht aber den Reiz aus, denn es bedient nicht viele Klischees und lässt sich manchmal total viel Zeit für Belanglosigkeiten, zum Beispiel wie ein Gericht in dieser Welt gekocht wird, inklusive Maskottchen, was dabei alles hinterher plappert.
Oder wie ein Einkaufsraumschiff funktioniert.
Man sollte meinen, das wäre alles unnötig, doch wird das nicht nur witzig an den Leser herangetragen, sondern verrät erstaunlich viel über die Welt.
Die Zeichnungen erinnern dabei irgendwie an die 90er, aber im positiven Sinne.
Mich hat Dai Dark auch dazu motiviert endlich mit Dorohedoro anzufangen.
Angeblich wurde in der ersten Staffel viel weggelassen und ich will endlich wissen, wie es weitergeht.
Ach ja, und im Gegensatz zu manch anderen Mangas finde ich den Preis völlig in Ordnung, da ein Band eine Ecke größer ist als was sonst so geboten wird.
Denn für jemanden, der sich letztes Jahr nach knapp 20 Jahren wieder einen Manga im Laden gekauft hat (also nicht digital), musste ich bei den neuen Preisen erstmal schlucken.
Mit 15 habe ich damals 5 Euro pro Band bezahlt. Immer.
Shibatarian Band 1: Wir werden keine Freunde mehr.
War ein Spontankauf auf einer Buchmesse und finde die Idee gar nicht so verkehrt.
Zwei Schüler (Hajime und Shibata) lernen sich kennen, einer davon ziemlich schrullig, und teilen die selbe Leidenschaft für Filme und werkeln selber an einem.
Eines Tages verschwindet Shibata und taucht Jahre später wieder auf.
Hajime hat sich in dieser Zeit gefragt, ob er sich Shibata nur eingebildet hat, und dann geht der Horror los.
Denn Shibata ist plötzlich nicht nur wieder da, er hat sich vervielfacht – inklusive der merkwürdigsten Fähigkeiten.
Zwar in verschiedenen Körpern, aber das ausdruckslose Gesicht bleibt immer gleich.
Genau das macht diesen Horror auch aus, und Hajime befindet sich nach einigen Meinungsverschiedenheiten zusammen mit einer Freundin auf der Flucht.
Tja, alleine das alles wird dem Leser innerhalb des ersten halben Bandes vorm Latz geknallt.
Und dann geht es nur noch darum, wegzurennen, immer merkwürdigeren Shibata-Klonen auszuweichen und möglichst brutale Tode zu sehen.
Gerade bei Mangas habe ich oft den Eindruck, dass es möglichst brutal und krank sein muss, damit etwas so Dünnes wie Shibatarian oder manch andere Werke sich überhaupt verkaufen.
Als wolle der Zeichner nur Pubertierende ansprechen, da die eventuell empfänglicher sind, als Leser, die dahinter schauen, und sich nur fragen: WTF?
Denn Shibatarian ist genau so ein Werk.
Die letzten Seiten von Band 1 ruinieren dann fast alles, und geht Band 1 nicht nur zu schnell, die Möglichkeit einer spannenden Auflösung ist so gut wie dahin.
Auch sind die Umgebungen fast alle schwarz gehalten und fokussieren sich die Zeichnungen fast ausschließlich auf die Charaktere.
Es ist zwar das Erstlingswerk, wirkt auf mich nur irgendwie billig und stellt von den Zeichnungen überhaupt keine Konkurrenz zu all den anderen hier gelesenen Mangas dar.
Also wenn Shibatarian eines Tages komplett ist, werde ich mir grob die Handlung durchlesen, denn nach all dem Chaos im ersten Band weiß ich echt nicht, wie man das vernünftig oder spannend richten möchte.
VERSUS Band 1-2: Ich habe den Manga Day 2024 genutzt, um mir drei Leseproben zu besorgen.
Leider waren die meisten schon weg, und so bin ich auf VERSUS, Orient und Sakamoto Days hängengeblieben, wovon ich zwei zeitnah gelesen habe.
Nun ja, Sakamoto Days war okay, und ich werde mir den Anime geben. Orient war Schrott und VERSUS habe ich erst letztens gelesen, nachdem mir bewusst wurde, welcher Autor dahintersteckt.
Denn wer sich One-Punch Man und Mob Psycho ausdenkt, kann nur abliefern, oder?
Habe mir also erst die Leseprobe geschnappt und gleich darauf die ersten beiden Bände gekauft.
Dabei klingt die Geschichte so unfassbar langweilig und ist es sogar bis kurz vorm Ende der Leseprobe.
Denn in der Welt von VERSUS haben die Menschen einen natürlichen Feind, und zwar Dämonen.
Diese sind aber wesentlich mächtiger, und egal, was die Menschheit versucht, und egal, wie stark die werden, die Dämonen pusten die mit Leichtigkeit weg.
Der letzte Akt vor der unvermeidlichen Auslöschung besteht darin, dass extra ausgebildete Helden in Gruppen sich um jeweils einen Dämonengeneral kümmern.
Bis auf den Helden der Geschichte, der schwer verletzt überlebt, werden weltweit alle anderen Helden entweder abgeschlachtet oder entkommen.
Und genau hier setzt dann der interessante Part ein, der sich von vielen anderen Geschichten abhebt.
Durch Magie möchten die Magier nämlich ein Portal zu einer anderen Welt öffnen.
Es funktioniert, und so kommen technologisch fortschrittliche Soldaten in die Welt, die mit einigen Dämonen kurzen Prozess machen.
Das Problem an der ganzen Sache ist nur: Die Soldaten haben ebenfalls einen natürlichen Feind in Form von Robotern und stehen selber kurz vor der Auslöschung.
Wer jetzt meint, das wäre alles nicht besonders, darf sich direkt danach freuen, denn es haben gleich zig Welten gleichzeitig irgendwie ein Portal geöffnet und sind miteinander verschmolzen, und haben alle eins gemeinsam: einen natürlichen Feind und die Menschheit am Boden.
Auch die anderen Welten schaffen es nicht, gegen den natürlichen Feind einer anderen Welt vollständig zu bestehen.
Ein Plan muss her und dieser sieht vor, die Feinde so auszutricksen, dass sie sich gegenseitig bekämpfen.
Da jeder natürliche Feind komplett anders ist und jede Welt was zu erzählen hat, kommen extrem viele Charaktere vor, und ich hatte da echt meinen Spaß damit, wie Pläne ausgetüftelt werden.
Denn ob Dämonen, ein Kaiju oder eine Seuche, ONE hat sich hier echt ausgetobt, und hoffentlich wird die Serie fortgeführt, denn hier sehe ich riesiges Potenzial und viele Ähnlichkeiten zu seinen vorherigen Werken.
Vielleicht ist VERSUS ein wenig brutaler und nicht mehr so lustig und ist jemand anderes für die Zeichnungen verantwortlich, doch ich werde nicht nur dranbleiben, sondern mich jetzt ärgern, immer ein halbes Jahr auf den nächsten Band warten zu müssen.
Fool Night Band 1-2: Wurde mir von einem gewissen User hier empfohlen.
Und da der Beitrag über mir bereits genug zur Handlung beiträgt, nur noch meine bescheidene Meinung.
Also, überzeugt bin ich noch nicht.
Die Idee mit den Pflanzen gefällt mir, nur sind mir zum einen die Charaktere zu unsympathisch und entwickelt sich bis Band 2 alles in eine Art Krimi.
Ich weiß zwar nicht, wie sich das auflöst und vor allem, wie das zur Geschichte beiträgt, nur bislang wirkt das ein wenig gewollt.
Als ob zwingend ein wenig Aktion rein sollte, anstatt sich auf die Hintergründe der Welt zu konzentrieren.
Weiterlesen werde ich dennoch, denn Potenzial ist vorhanden, und ich bin ein wenig neugierig, wie es weitergeht.
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Now: OPUS: Prism Peak / Done: People of Note Now: Invincible Staffel 4 / Done: Bloodhounds Staffel 2 Now: Clear / Done: Captain Future: Der ewige Herrscher RPG-Challenge 2026 / Now:Prince of Persia: The Lost Crown
The Rose of Versailles
Seit ein paar Tagen ist der neue Film auf Netflix verfügbar, jedoch muss ich sagen, dass ich da nicht so begeistert drüber war.
Der Film ist absolut grandios animiert und die Musik ist ebenfalls super, doch die Story leidet massiv daran, dass sie von 40 Episoden auf gerade Mal zwei Stunden Film gekürzt wurde.
Positiv muss man erwähnen, dass Diana Borgwardt wie im Original Oscar spricht, während Oliver Rohrbeck erneut André vertont hat (leider merkt man hier massiv, dass er um einiges älter ist, denn die Stimme wechselt von der aus den 90ern bekannten Stimme zu... ich weiß nicht was). Ich sehe gerade das allgemein die damals bekannten SprecherInnen erneut engagiert wurden, doch ich denke aufgrund der damaligen und des heutigen Alters dieser Leute passen die Stimmen beim Film mal mehr mal weniger gut.
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Now I lay me down to sleep, I pray the Lord my soul to keep.
If I should die before I wake, I pray the Lord my soul to take.
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Live Today, Love Tomorrow, Unite Forever.
Okay, was ist in den letzten Monaten so angefallen?
One-Punch Man, Band 18–19: Ich wollte Jahre nach Staffel 2 endlich wissen, wie es weitergeht, und habe mir direkt mehrere Bände gekauft, wovon ich (natürlich) erst zwei durchgelesen habe.
Danach habe ich von Staffel 3 erfahren, doch nach all der Kritik lese ich mir lieber die Mangas und gebe mir hinterher den Anime.
Ansonsten waren Band 18 und 19 echt cool und funktionieren überraschend gut.
Dachte irgendwie, nach der Serie wären die Actionszenen als Manga schwächer, aber dem ist nicht so
Garou ist ein interessanter Antiheld und ich bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht.
Saitama hingegen kam recht kurz, aber die wirklich coolen Fights bestreiten wie in den meisten Shōnen die Nebencharaktere.
Gute Nacht, Punpun Band 2: Ich liebe solche Slice-of-Life-Geschichten.
Band 2 empfand ich noch stärker als Band 1 und er hat mich direkt mit dem Zeitsprung überrascht.
Ich mag besonders den Onkel und wie jeder Charakter hinter seiner Fassade wohl riesige Familienprobleme hat, aber dennoch das kindliche Miteinander die Oberhand gewinnt.
Inio Asano hat mich ja letztes Jahr bereits mit „Dead Dead Demon’s Dededede Destruction“ gekriegt und ich habe dieses Jahr gut zugeschlagen bei seinen weiteren Werken.
Bin für 2026 gespannt, was mich hier noch alles erwarten mag.
Der Sommer, in dem Hikaru starb, Band 1: Erst Band 1 gelesen, dann mit der Animeserie weitergemacht und jetzt werde ich wohl nach Ende von Staffel 1 mit Band 6 weitermachen.
Tatsächlich hat mir Band 1 besser gefallen als Folge 1, was vielleicht an der Art liegt, wie ruhig die Geschichte daherkommt, und vielleicht auch an den Synchronstimmen.
Die sind alle nicht schlecht, nur irgendwie entfaltet sich die Geschichte besser als Manga oder der Anime ist einfach zu schnell.
Von der Handlung her ist die ganze Geschichte natürlich ziemlich bitter, aber auch sehr menschlich und gerade mit dem Ende von Staffel 1 hat sich alles nicht so entwickelt, wie gedacht.
War auch überrascht, dass die Serie nur die ersten 5 bzw. 6 Bände umfasst.
Werde auf jeden Fall dranbleiben.
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Now: OPUS: Prism Peak / Done: People of Note Now: Invincible Staffel 4 / Done: Bloodhounds Staffel 2 Now: Clear / Done: Captain Future: Der ewige Herrscher RPG-Challenge 2026 / Now:Prince of Persia: The Lost Crown
Gerade die Naruto-Reihe beendet. Und, nachdem ich vor Kurzem auch schon My Hero Academia und Mashle beendet habe, muss ich sagen, dass ich die Shonen-Formel inzwischen einigermaßen ermüdend finde:
Alles geht einfach und bescheiden los, mit Konflikten auf Schulhofgerangel-Niveau. Dann lernt der Held ein bisschen was dazu, und die Kämpfe werden anspruchsvoller. Aber nicht zu anspruchsvoll, und für den Notfall sind im Hintergrund auch noch die Big Good als Reserve übrig, um den Hauptcharakteren im Notfall den Arsch zu retten.
Dann kommt irgendwann der Timeskip und plötzlich ist alles Darker und Edgier, um es mit tvtropes zu sagen. Plötzlich steht das Schicksal der ganzen Welt auf dem Spiel (IMMER!), das Wetter ist grundsätzlich schlecht, sämtliche Gute-Laune-Charaktere sind plötzlich todernst, und die Big Good sind plötzlich entweder komplett nutz- und hilflos, tot oder die wahren Big Bad.
Und dann kommt natürlich das große Finale. Über mehrere Bände hinweg wird nur noch nonstop gekämpft, jeder Charakter, ob gut oder böse, haut ständig neue ultimative Techniken raus (bei den Guten natürlich ständig mit der Gefahr, dass sie dabei draufgehen; und wehe, man hat die ganzen Erklärungen zu den Techniken aus den vorigen Bänden vergessen, jetzt ist nämlich keine Zeit mehr, um irgendetwas zu erklären!), und immer, wenn es gerade so aussieht, als ob die Guten endlich gewinnen würden, powert der Böse auf oder wird durch einen neueren, noch stärkeren noch Böseren ersetzt, bis dem Autor irgendwann gar nichts mehr einfällt, mit dem er den aktuellen Böswicht noch toppen kann, dann kommt das Ende, alle sind wieder eingermaßen glücklich aber viel reifer und erwachsener und ernster als zu Anfang.
Nicht, dass dieser Aufbau grundsätzlich schlecht ist, aber wenn man mehrere solcher Serien hintereinander liest, merkt man, dass es wirklich nur eine einzige Schablone als Vorlage zu geben scheint.
VERSUS Band 3-4: Geht exakt so stark weiter wie die ersten beiden Bänder.
Und so simpel die Idee auch sein mag, es macht richtig Spaß, zu lesen.
Besonders jetzt, wo die Guten in den Hintergrund rücken und sich die Bösen gegenseitig die Fresse polieren.
Komme mir fast vor wie mit 12, als ich damals Dragon Ball verfolgte und sich Favoriten herauskristallisieren ... Ja, momentan sind es bei mir die Madalans.
Rooster Fighter Band 1-4: Warum lese ich solch einen Schrott?
Bei Thalia gesehen und günstig auf eBay geschossen.
Ernst nehmen sollte hier niemand irgendetwas.
Story? Ein Hahn kämpft gegen Monster und vögelt (höhöhö) sich von einem Hühnerstall zum nächsten.
Unterwegs sammeln sich immer mehr komische Begleiter und so kommt eine verblödete Szene nach der anderen.
Wenn man lachen möchte, ist die Reihe perfekt, nur den vollen Preis würde ich zumindest nicht bezahlen wollen.
Billy Bat Band 1: Immer von gehört und dann durchdrungen, anzufangen.
Der Preis ist völlig überzogen mit 12 Euro pro Band, doch hat gut Eindruck hinterlassen.
Es passiert nämlich verdammt viel rund um Kevin Yamagata, der in Amerika den überaus erfolgreichen Comic „Billy Bat“ zeichnet und dann erfährt, dass es diese Figur bereits in Japan gibt.
Also fliegt er rüber und landet prompt in einem Strudel aus Gewalt, Mord und Verschwörungen und der großen Frage: Was zum Teufel hat es mit Billy Bat auf sich? Besonders die letzten paar Seiten haben bei mir einen heftigen WTF-Moment ausgelöst.
Wäre mein Bücherregal nicht voller als mein Videospielregal, würde ich vermutlich direkt die restlichen Bänder kaufen.
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Now: OPUS: Prism Peak / Done: People of Note Now: Invincible Staffel 4 / Done: Bloodhounds Staffel 2 Now: Clear / Done: Captain Future: Der ewige Herrscher RPG-Challenge 2026 / Now:Prince of Persia: The Lost Crown
Als Adaption eines Scifi Werwolfspiels ganz unterhaltsam und ein bisschen interessanter als das was ich vom Spiel gesehen habe, was ich schnell refunded hatte weil es keine nennenswerten Diskussionen darüber gibt wer die Gnosia sein könnten, wodurch jede Runde extrem kurz ist. Der Anime ist in dieser Hinsicht wesentlich besser, leidet aber darunter dass so gut wie jede Folge einen kompletten Loop darstellt, wodurch hier mehrere Diskussionen, sowie andere Interaktionen zwischen Yuri (dem Protagonisten) und den restlichen Charakteren in jede Folge gequetscht werden mussten.
Wer auch immer für die Story des Anime verantwortlich war hat außerdem gar nicht erst versucht die Gameplay-Elemente des Spiels auf logische Art und Weise zu erklären, wodurch der Anime sich trotzdem wie ein Spiel anfühlt bei dem ständig neue Rollen und sogar komplett neue Charaktere eingeführt werden. Wie ein Typ der eine Katze werden will und sich als Vorbereitung darauf eine Katze in den Hals hat einbauen lassen Oder ein Kerl der aussieht wie ein Roswell Alien obwohl er kein Alien ist.
Aufgrund der Menge an Loops fühlen sich die Runden außerdem sehr repetitiv an, weil es immer dazu kommt dass jemand behauptet der Engineer oder Doktor zu sein, worauf ein anderer Charakter behauptet ebenfalls die selbe Rolle zu haben. Das macht strategisch zwar Sinn, wird aber schnell langweilig wenn es immer und immer wieder passiert.
Ich fand das Finale außerdem sehr schwach, was vor allem daran liegt dass das Ziel der Story nicht darin besteht die Werwolfrunden zu überleben. Das passiert im Laufe der Story nämlich einige Male. Stattdessen muss Yuri den silbernene Schlüssel (eine Lebensform die für seine Zeitschleifen verantwortlich ist) solange mit Informationen füllen bis dieser voll ist, worauf er seinen Wirtskörper verlässt um in eine andere Dimension zu wechseln. Das große Finale stellt also keinen Sieg über die Gnosia dar, sondern ist einfach eine Welt in der die Gnosia nie das Schiff infiziert haben, wodurch alle Charaktere überleben.
An der Stelle wurde zwar noch ein großer Twist eingeworfen der ein gravierendes Problem darstellt, die Art und Weise wie dieses Problem gelöst wird fand ich aber extrem unlogisch.
Die Story hat darüber hinaus noch andere gravierende Logikprobleme:
Der Schiffscomputer weiß jederzeit wie viele Gnosia sich an Bord des Schiffes befinden und kann feststellen dass alle Gnosia beseitig wurden sobald die Gnosia in den Kälteschlaf geschickt wurden. Man sollte also meinen, dass der Schiffscomputer augenblicklich feststellen könnte wenn ein Gnosia eingefroren wurden. Bei 1 Gnosia -> 0 Gnosia funktioniert es immerhin so wie man erwarten würde. Sobald sich zwei oder mehr Gnosia an Bord befinden, benötigt das Schiff aber plötzlich einen Doktor der zwischen den Runden überprüfen muss ob der zuletzt eingefrorene Spieler ein Mensch oder ein Gnosia war. Sobald der letzte Gnosia eingefroren wurde kann das Schiff aber plötzlich wieder feststellen dass alle Gnosia beseitigt wurden
Die Gnosia können nur dann einen Spieler ermorden wenn das Schiff in den Warpmodus wechselt (weil für Menschen die Zeit im Warp stillsteht, während Gnosia sich weiterhin frei bewegen können). Mit Gnosia infizierte Schiffe dürfen aber nirgendwo andocken, also warum warpt das Schiff überhaupt irgendwohin? Wäre es nicht sinnvoller die Gnosia zu eliminieren bevor sie die Chance haben jemanden zu ermorden?
Kann sein dass manche Aspekte der Story im Spiel besser funktionieren, aber da ich bereits gesehen habe wie langweilig die Werwolfrunden im Spiels sind, werde ich mir das kein zweites Mal antun. Raging Loop, eine andere Werwolf Visual Novel, ist in dieser Hinsicht wesentlich interessanter weil es zwar weniger, aber dafür viel komplexere Runden hat. Das Finale von Raging Loop ist zwar ebenfalls voller Probleme, aber einen Anime davon würde ich mir vermutlich trotzdem anschauen und interessanter finden als Gnosia.
Ich hatte auf den Anime eigentlich Bock gehabt weil ich Science Fiction liebe und die VN auch auf der Wishlist ist, aber ich hab das nur zwei Episode ausgehalten bevor ich das gedroppt habe.
Das es sich so nach einem Spiel mit Spielregeln statt einer kohärenten Geschichte angefühlt hat, hat meine Immersion sofort zerstört und auch das mit dem Bordcomputer /KI die Gnosia feststellen kann ob die Leute Gnosia sind und die Sache mit dem unnötigen Warp haben mich schon massiv gestört. Hier *klick* hatte ich schonmal was zu ersten Folge geschrieben.
Aber danke für deine Eindrücke, ich bin mir sicher das ich an dem Spiel auch keinen Spaß gehabt hätte. Wollte es gerade von der Wishlist kicken, aber das hab ich wohl schon getan als ich den Anime gedroppt hab. ^^
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Beschäftigt mit: Control (PC), Adrian Tchaikovsky - Die Augen der Galaxis, Arknights (PC), Anime Spring Season 26 Beendet: Sam Hughes - Wir haben keine Antimemetik-Abteilung, Adrian Tchaikovsky - Die Scherben der Erde, Vernor Vinge - Eine Tiefe am Himmel
2025: Borderlands 4 (PC), Tower Wizard (PC), Tiny Tina's Wonderlands (PC), Fullmetal Alchemist (Anime), Elderand (PC), Wall World (PC)
Wer auch immer für die Story des Anime verantwortlich war hat außerdem gar nicht erst versucht die Gameplay-Elemente des Spiels auf logische Art und Weise zu erklären,
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Aufgrund der Menge an Loops fühlen sich die Runden außerdem sehr repetitiv an, weil es immer dazu kommt dass jemand behauptet der Engineer oder Doktor zu sein, worauf ein anderer Charakter behauptet ebenfalls die selbe Rolle zu haben.
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Dann hat man sich doch anscheinend sehr gut am Spiel orientiert
Gnosia hat (auch als Spiel) schon einige Probleme, was die Immersion angeht. Bin damit auch immer noch nicht durch, weil es halt schon sehr repetitiv ist, was der Anime anscheinend wunderbar einfängt
Ich finde, es ist immer mal wieder ganz nett für ein oder zwei Ründchen, aber nichts, was ich konzentriert mehrere Stunden spielen würde. Wobei im Spiel halt der Grad an Abwechslung dadurch reinkommt, welche Rolle man selber spielt und wie man versuchen muss, nicht aufzufallen (oder aufzufallen, abhängig davon, was man erreichen will). Das Stat-System ist zumindest einigermaßen motivierend.
Das Spiel erklärt die Rollen IMO auch sehr oberflächlich und es fühlt sich halt alles sehr gamey an. Ich hab nicht auf Deinen Spoiler geklickt, aber irgendwie hoffe ich als Auflösung tatsächlich, dass es nur eine Art Simulation o.Ä. ist. Denn so Sachen wie der Bug, der das gesamte Universum zerstören kann, wenn er überlebt und alle Gnosia ausgeschaltet sind... das ist halt schon total obskur. Wird auch mit so Grafikglitches im Spiel dargestellt.
Auch die Logiklücken, die Du erwähnst, hatte ich auch schon wahrgenommen. Generell finde ich dieses System, dass es genau einen von jeder Rolle gibt, schon ziemlich gestretched. Das lässt es halt wirklich wie ein Game anfühlen.
Im Anime fällt auch der Gameplay Loop komplett weg, der zumindest motiviert, dass man mehr über die Charaktere rausfindet. Was nach meinem Gefühl auch so ziemlich der einzige Spielzweck ist? Ich fands dabei schon cool, mehr über die Charaktere, deren Beziehungen und auch deren Hintergründe zu erfahren und Lore ist auch einige dabei, bei Yuriko z.B. über ihre Religion. Vor allem, weil da ja schon einige sehr wilde Charaktere drin sind (die Dir vermutlich nicht so geschmeckt haben, wie Du es formulierst *g*)
Und man, hab ich mich schon öfter mal geärgert, wenn ich ne Dialog-Flag in Runde 1 getriggert habe, aber dann in Runde 2 gekillt werde. Die Flags sind nämlich son bisschen random. Man kann sie zwar durch bestimmte Presets wahrscheinlicher machen, aber das heißt nicht, dass es sich wiederholen wird.
Den Vergleich mit Raging Loop finde ich aber ein wenig hinkend. Nicht thematisch - beides ist halt Werwolf - aber spielerisch. Gnosia ist halt ein ganz anderes Spiel, auch wenn es grob ins VN Genre fällt. Es legt mehr Fokus auf Deduction-Mechaniken und aktive Entscheidungen, während Raging Loop eher eine klassische Visual Novel ist. Daher sprechen beide Titel auch andere Zielgruppen an, auch wenn sie das gleiche Thema behandeln.
Ich stimme Dir aber zu, dass Raging Loop - alleine wegen der Struktur - sicherlich einen besseren Anime abgeben würde. Bei Gnosia hätte man vermutlich viel mehr überarbeiten müssen, damit es ein befriedigendes Seherlebnis liefert.
Aber danke für deine Eindrücke, ich bin mir sicher das ich an dem Spiel auch keinen Spaß gehabt hätte. Wollte es gerade von der Wishlist kicken, aber das hab ich wohl schon getan als ich den Anime gedroppt hab. ^^
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Dann pack zumindest Raging Loop auf deine Wishlist wenn du es noch nicht getan hast. Das Ende ist zwar beschissen, aber ich fand zumindest den mittleren Teil des Spiels richtig gut. Und es gibt auch Spieler die Raging Loop trotz seines Endings mögen.
Zitat von Sylverthas
Wird auch mit so Grafikglitches im Spiel dargestellt.
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Das wird auch im Anime so dargestellt, von daher kann ich den Gedankengang durchaus nachvollziehen. Ob du richtig liegst wirst du vielleicht irgendwann herausfinden wenn du es schaffen solltest das Ende zu erreichen Diesen Trial & Error Gameplayloop würde ich auf Dauer aber viel zu anstrengend finden. Eine Story mit weniger, aber längeren Loops funktioniert für mich viel besser. Offscreen (oder in Form einer Clipshow) können ja trotzdem hunderte Loops verstreichen wenn es für die Story vonnöten ist.
Zitat von Sylverthas
Generell finde ich dieses System, dass es genau einen von jeder Rolle gibt, schon ziemlich gestretched. Das lässt es halt wirklich wie ein Game anfühlen.
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Die Rollenverteilung muss man bei so einem Werwolfspiel einfach hinnehmen und zumindest im Anime wird es damit gerechtfertigt dass der Schiffscomputer effektiv alle Aktionen ausführt und die Spieler nur sagen was getan werden soll. Mich stört in dieser Hinsicht allerdings dass es keine Erklärung dafür gibt warum eine Sonderrolle nicht gleichzeitig ein Gnosia sein kann. Einzig bei den Spielern die die Guard Duty Rolle erhalten wird es tatsächlich erklärt, weil sie an Bord des Schiffes waren und nicht infiziert werden konnten. Alle anderen sollten aber Doppelrollen haben können, außer natürlich das Schiff weiß 100%-ig wer die Gnosia und wer die Menschen sind und verteilt die Rollen dementsprechend. Aber sowas würde das Schiff garantiert niemals tun
Zitat von Sylverthas
Im Anime fällt auch der Gameplay Loop komplett weg, der zumindest motiviert, dass man mehr über die Charaktere rausfindet. Was nach meinem Gefühl auch so ziemlich der einzige Spielzweck ist?
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Dass Informationen zu sammeln wichtiger ist als das Spiel zu gewinnen ist ja auch im Anime der Fall, weswegen ich erwartet hatte dass im Finale all diese Informationen dazu genutzt werden um ein großes Geheimnis zu lüften, oder so. Stattdessen sind nur ein paar wenige Informationen nötig um die Story abschließen zu können.
Zitat von Sylverthas
Ich fands dabei schon cool, mehr über die Charaktere, deren Beziehungen und auch deren Hintergründe zu erfahren und Lore ist auch einige dabei, bei Yuriko z.B. über ihre Religion. Vor allem, weil da ja schon einige sehr wilde Charaktere drin sind (die Dir vermutlich nicht so geschmeckt haben, wie Du es formulierst *g*)
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Dass Gnosia sehr seltsame Charaktere hat würde mich an sich nicht stören. Mich stört allerdings dass es so wirkt als ob diese Charaktere einfach nur seltsam sind um seltsam zu sein, auch wenn es keinen Sinn ergibt. Vor allem Shigemichi mit seinem Alienkörper.
"Oh, ich hatte einen Unfall und jetzt sehe ich aus wie ein Alien."
Watt? Den dafür verantwortlichen Arzt hätte ich direkt verklagt!
Im Spiel erfährt man garantiert viel mehr über die Charaktere und kann dadurch eine bessere Bindung zu den aufbauen, aber allein dafür würde ich Gnosia keine zweite Chance geben wollen.
Zitat von Sylverthas
Den Vergleich mit Raging Loop finde ich aber ein wenig hinkend. Nicht thematisch - beides ist halt Werwolf - aber spielerisch. Gnosia ist halt ein ganz anderes Spiel, auch wenn es grob ins VN Genre fällt. Es legt mehr Fokus auf Deduction-Mechaniken und aktive Entscheidungen, während Raging Loop eher eine klassische Visual Novel ist. Daher sprechen beide Titel auch andere Zielgruppen an, auch wenn sie das gleiche Thema behandeln.
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Das sollte auch kein direkter Vergleich sein, aber wenn mich jemand nach einem guten Werwolfspiel fragen sollte, dann würde ich eher Raging Loop als Gnosia empfehlen. Letzteres hat natürlich viel mehr Gameplay, aber da ich es ohne interessante Diskussionen langweilig finde, ist das für mich kein Pluspunkt. Raging Loop hat zwar auch massive Probleme, aber ich kenne ansonsten keine Werwolfspiele. Ich hatte zwar noch eins auf meine Wishlist geworfen, das soll aber nur ein paar Stunden lang sein, weswegen ich das bisher nicht gekauft und vielleicht sogar wieder entfernt habe. Kurze Spiele können zwar auch ganz gut sein, aber so ein Werwolfspiel braucht zumindest ein paar Runden die sich über mehrere Stunden erstrecken damit es das volle Potenzial dieses Konzepts ausnutzen kann.
Die Story von Gnosia ist zwar eigentlich komplexer als die von Raging Loop, vor allem aufgrund der Art und Weise wie die Zeitschleife genutzt wird, aber die interessantesten Aspekte der Story ergeben leider absolut keinen Sinn, zumindest nicht so wie sie im Anime präsentiert werden. Dabei hätten ein paar kleine Änderungen schon ausgereicht um die gravierendsten Probleme zu beseitigen.
Falls du irgendwann mit dem Spiel fertig sein solltest, dann erwarte ich also einen umfangreichen Bericht darüber ob das Finale da besser funktioniert